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Gewöhnlicher Pestwurz

Petasites hybridus

Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) mit großen, rundlichen, grünen Blättern in dichtem Wuchs.
Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) Blütenstand mit rötlichen Hüllblättern und kleinen weißlichen Blütenköpfchen
Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) mit großen, runden grünen Blättern in dichtem Bestand im Garten.
Sommergrün
Rotviolett
Sonnig-halbschattig
März - Mai
40 - 80 cm
ab 6,25 €
     
Wuchs: Steingartenstaude, ausdauernd, krautig, ausladend bis breit auslandend, wuchernd, ausläuferbildend, 40 bis 80 cm hoch
Wuchshöhe: 40 - 80 cm
Blatt: Sommergrün, herzförmig, rhababerähnlich, breit, grauwollige Unterseite, leicht zugespitzt, grün
Frucht: Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet
Blüte: Rotviolett, köpfchenartig, traubenartiger Blütenstand, endständig, ährig, zierend, reichblühend
Blütezeit: März bis Mai
Wurzeln: Rhizombildend, Ausläufer
Boden: Feuchter und normal durchlässiger Untergrund
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 6
Eigenschaften:
Der Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) zählt zu der Familie der Korbblüter. Seine rot-violetten Blüten zeigen sich bereits Anfang März und läuten so das wärmere Wetter und das...
Frühjahr ein. Sie bestechen durch ihre ungewöhnliche Form und sind mit ihrer Farbgebung eine tolle Abwechslung im grünen Gartenbild. Doch auch die Blätter des gewöhnlichen Pestwurzes sind etwas Besonderes. Sie sind sehr groß und verwandeln so den Untergrund in eine bedeckte, grüne Fläche. Diese Sorte ist gut zur Befestigung von Uferrändern geeignet, die er mit seinem stark wuchernden Wurzeln durchdringt und an Ort und Stelle hält. So ist das Ufer auf eine natürliche Art und Weise vor Abbrüchen geschützt. Der Petasites hybridus wurde als Küchen- oder Heilkraut verwendet. Die Römer und die Griechen schätzten seine Wirkung gegen hartnäckige Geschwüre und im Mittelalter wurde er gegen die Pest eingesetzt, wodurch er seinen Namen erhielt. Es können bis zu 6 Exemplare auf einem Quadratmeter eingesetzt werden.
Wuchs: Steingartenstaude, ausdauernd, krautig, ausladend bis breit auslandend, wuchernd, ausläuferbildend, 40 bis 80 cm hoch
Wuchshöhe: 40 - 80 cm
Blatt: Sommergrün, herzförmig, rhababerähnlich, breit, grauwollige Unterseite, leicht zugespitzt, grün
Frucht: Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet
Blüte: Rotviolett, köpfchenartig, traubenartiger Blütenstand, endständig, ährig, zierend, reichblühend
Blütezeit: März bis Mai
Wurzeln: Rhizombildend, Ausläufer
Boden: Feuchter und normal durchlässiger Untergrund
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 6
Eigenschaften: Der Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) zählt zu der Familie der Korbblüter. Seine rot-violetten Blüten zeigen sich bereits Anfang März und läuten so das wärmere Wetter und das Frühjahr ein. Sie bestechen durch ihre ungewöhnliche Form und sind mit ihrer Farbgebung eine tolle Abwechslung im grünen Gartenbild. Doch auch die Blätter des gewöhnlichen Pestwurzes sind etwas Besonderes. Sie sind sehr groß und verwandeln so den Untergrund in eine bedeckte, grüne Fläche. Diese Sorte ist gut zur Befestigung von Uferrändern geeignet, die er mit seinem stark wuchernden Wurzeln durchdringt und an Ort und Stelle hält. So ist das Ufer auf eine natürliche Art und Weise vor Abbrüchen geschützt. Der Petasites hybridus wurde als Küchen- oder Heilkraut verwendet. Die Römer und die Griechen schätzten seine Wirkung gegen hartnäckige Geschwüre und im Mittelalter wurde er gegen die Pest eingesetzt, wodurch er seinen Namen erhielt. Es können bis zu 6 Exemplare auf einem Quadratmeter eingesetzt werden.

Der Gewöhnliche Pestwurz, botanisch Petasites hybridus, ist eine faszinierende und kraftvolle Staude aus der Familie der Korbblütler. Seine rotvioletten Blüten erscheinen bereits im März und kündigen den Frühling an, während seine riesigen, herzförmigen Blätter im Sommer beeindruckende grüne Teppiche bilden. Als heimische Art in Europa gedeiht sie besonders gut an feuchten Standorten und kann mit ihrem ausladenden Wuchs von 40 bis 80 cm Höhe große Flächen bedecken. Diese robuste, ausdauernde und krautige Pflanze ist nicht nur eine Zierde, sondern auch eine historisch bedeutsame Heilpflanze, deren Name auf alte medizinische Anwendungen zurückgeht.

Portrait: Ein Frühlingsbote mit Ausbreitungsfreude – der Gewöhnliche Pestwurz

Der Gewöhnliche Pestwurz ist eine Staude, die durch ihre frühe Blütezeit und ihr dominantes Erscheinungsbild besticht. Bevor wir uns den Details von Standort und Pflege widmen, lohnt ein genauerer Blick auf seine Herkunft und seinen charakteristischen Wuchs, der ihn zu einer besonderen, aber auch anspruchsvollen Gartenpflanze macht.

Herkunft und Wuchscharakter

Der Petasites hybridus ist in weiten Teilen Europas heimisch und wächst dort natürlicherweise an feuchten Ufern, in Auenwäldern und auf sumpfigen Wiesen. Als ausdauernde, krautige Staude zieht sie im Herbst ein, um im zeitigen Frühjahr mit neuer Kraft auszutreiben. Ihr Wuchs wird als ausladend bis breit ausladend beschrieben, was auf ihre Tendenz zur flächigen Ausbreitung hinweist. Mit einer Wuchshöhe von 40 bis 80 cm bildet sie imposante Horste, die sich durch ihre Vitalität auszeichnen. Diese Vitalität äußert sich auch in ihrer Wuchsform: Sie ist wuchernd und ausläuferbildend, was bedeutet, dass sie sich über unterirdische Rhizome aktiv im Garten ausbreiten kann. Für den Gärtner ist es wichtig, diese Eigenschaft von Anfang an zu berücksichtigen, um eine unerwünschte Ausbreitung zu kontrollieren.

Die Wuchsform des Petasites hybridus

Die Wuchsform des Gewöhnlichen Pestwurzes ist geprägt von seinen kräftigen, rhizombildenden Wurzeln, die als Ausläufer tief in den Boden dringen und neue Triebe hervorbringen. Dies führt zu einem dichten, teppichartigen Bewuchs, der besonders für die Befestigung von Uferrändern geschätzt wird, da das Wurzelwerk den Boden stabilisiert und natürlicher Erosion entgegenwirkt. Die Pflanze ist sommergrün, das heißt, sie trägt von Frühjahr bis Herbst Laub. Pro Quadratmeter können etwa 6 Exemplare gepflanzt werden, um einen geschlossenen Bestand zu erreichen, doch aufgrund ihrer Ausbreitungsfreude genügen oft weniger Pflanzen, um mit der Zeit eine große Fläche zu bedecken. Ihr Habitus wirkt kraftvoll und urwüchsig, was sie ideal für naturalistische Gartengestaltungen macht.

Nach diesem Portrait wird klar, dass der Gewöhnliche Pestwurz einen Standort benötigt, der zu seinem natürlichen Lebensraum passt. Nur so kann er seine volle Pracht entfalten, ohne andere Gartenbereiche zu dominieren.

Standort und Boden

Die Ansprüche an Licht und Boden sind bei dieser Staude entscheidend für ein gesundes Gedeihen. Ein passender Platz minimiert den Pflegeaufwand und unterstützt die gewünschte Entwicklung, während ungünstige Bedingungen zu Problemen führen können.

Der ideale Standort für den Gewöhnliche Pestwurz

Der Gewöhnliche Pestwurz bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne ist möglich, sofern der Boden ausreichend feucht bleibt, im Halbschatten gedeiht er jedoch ebenso gut, besonders unter lichten Gehölzen oder an Ost- oder Westlagen. Wichtig ist, dass der Platz nicht zu trocken ist, da Trockenstress das Wachstum hemmt und die Blätter welken lässt. Ideal sind Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie in der Nähe von Gewässern oder in Senken natürlicherweise vorkommen. Die Exposition sollte windgeschützt sein, um die großen Blätter vor Beschädigung zu bewahren. Für die Pflanzung empfiehlt sich ein Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern zwischen einzelnen Exemplaren, um ihnen genug Raum für ihre ausladende Entwicklung zu geben.

Bodenansprüche

Der Boden für Petasites hybridus sollte vor allem feucht und normal durchlässig sein. Schwere, lehmige Substrate sind geeignet, wenn sie nicht zu Staunässe neigen, denn obwohl Feuchtigkeit erwünscht ist, sollte das Wasser gut abfließen können, um Wurzelfäule vorzubeugen. Ein humusreicher, nährstoffhaltiger Untergrund fördert das üppige Wachstum der Blätter und Blüten. Der pH-Wert kann im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, zwischen 5,5 und 7,0. Bei der Pflanzung kann etwas Kompost oder verrotteter Laubhumus eingearbeitet werden, um die Bodenstruktur zu verbessern und die Wasserspeicherkapazität zu erhöhen. In trockeneren Gärten ist eine regelmäßige Bewässerung unerlässlich, besonders in sommerlichen Hitzeperioden.

Mit dem richtigen Standort und Boden legt man die Grundlage für die beeindruckende Erscheinung des Gewöhnlichen Pestwurzes, die sich vor allem in seiner Blüte und seinem Blattwerk zeigt.

Blütenpracht und monumentales Blattwerk des Petasites hybridus

Die Attraktivität dieser Staude liegt in ihrem kontrastreichen Spiel zwischen zierlichen Blüten und massivem Laub. Beide Aspekte verdienen eine detaillierte Betrachtung, um die Pflanze in ihrer ganzen Schönheit zu würdigen.

Die frühe Blüte

Die Blüte des Petasites hybridus setzt sehr früh im Jahr ein, oft bereits Anfang März, und dauert bis in den Mai hinein. Die rotvioletten Blüten sind in köpfchenartigen, traubenartigen Blütenständen angeordnet, die endständig und ährig erscheinen. Diese ungewöhnliche Form, gepaart mit der intensiven Farbgebung, bietet eine willkommene Abwechslung im noch kargen Frühlingsgarten. Die Blütenstände sind reichblühend und zierend, sie erheben sich auf stabilen Stängeln über dem Boden, bevor sich das Laub voll entfaltet. Ein Duft ist bei dieser Art nicht nennenswert ausgeprägt, dafür bestechen die Blüten durch ihre lange Haltbarkeit und ihre Anziehungskraft auf frühe Insekten. Nach der Blüte bilden sich Kapselfrüchte, die jedoch nicht zum Verzehr geeignet sind und oft kaum auffallen.

Das spektakuläre Laub des Gewöhnlichen Pestwurzes

Das Blattwerk des Gewöhnlichen Pestwurzes ist wahrhaft monumental. Die sommergrünen Blätter sind herzförmig, breit und erinnern in ihrer Größe und Textur an Rhabarber. Sie können einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern erreichen und verwandeln den Untergrund in eine dichte, grüne Fläche. Die Oberseite der Blätter ist kräftig grün und leicht zugespitzt, während die Unterseite mit einer grauwolligen Behaarung versehen ist, die ihr ein samtiges Aussehen verleiht und vor übermäßiger Verdunstung schützt. Eine Herbstfärbung tritt nicht stark hervor, die Blätter vergilben meist unscheinbar, bevor sie im Spätherbst einziehen. Diese großen Blätter bieten nicht nur einen imposanten Anblick, sondern spenden auch Schatten und schaffen ein kühles Mikroklima am Boden, was besonders an feuchten Standorten vorteilhaft ist.

Die Kombination aus früher Blüte und üppigem Laub macht den Gewöhnlichen Pestwurz zu einer vielseitigen Pflanze für bestimmte Gartenbereiche, deren Verwendung wir nun genauer beleuchten.

Verwendung im Garten

Aufgrund seiner speziellen Eigenschaften eignet sich der Gewöhnliche Pestwurz nicht für jedes Beet, sondern findet in ausgewählten Gartenbereichen seinen idealen Platz. Seine Verwendungsmöglichkeiten reichen von praktischen bis zu ökologischen Funktionen.

Am Wasserrand und für feuchte Freiflächen

Eine klassische Verwendung für Petasites hybridus ist die Bepflanzung von Wasserrand und feuchten Freiflächen. An Teichufern, Bachläufen oder in Sumpfbeeten fühlt er sich besonders wohl, da der Boden dort konstant feucht ist. Seine starken, rhizombildenden Wurzeln durchdringen den Untergrund und tragen so zur Befestigung von Uferrändern bei, indem sie Erosion verhindern und den Boden stabilisieren. Diese natürliche Schutzfunktion macht ihn zu einer wertvollen Pflanze für ökologische Gartenprojekte. Auf freien, feuchten Flächen kann er als Solitär oder in Gruppen gepflanzt werden, wo er mit der Zeit dichte Bestände bildet, die Unkrautwuchs unterdrücken. Allerdings sollte man bedenken, dass er aufgrund seiner Ausbreitungsfreude andere Arten verdrängen kann, daher ist eine gezielte Platzierung ratsam.

Im Natur- und Wildgarten

Der Gewöhnliche Pestwurz ist eine ausgezeichnete Wahl für Natur- und Wildgärten, wo sein urwüchsiges Erscheinungsbild perfekt in das Gesamtbild passt. Hier kann er sich frei entfalten und zur Biodiversität beitragen, indem er Lebensraum für Insekten und Kleintiere bietet. Auch für Steingärten mit feuchteren Zonen, etwa in Senken oder an schattigen Felswänden, ist er geeignet, sofern der Boden ausreichend Feuchtigkeit speichert. In solchen Settings wirkt er besonders natürlich und ergänzt andere robuste Stauden, die ähnliche Bedingungen bevorzugen. Sein massives Auftreten später im Jahr, wenn die großen Blätter den Boden bedecken, kann jedoch dazu führen, dass er kaum andere Arten neben sich duldet, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.

Die Bedeutung als Bienenweide

Eine weitere wichtige Verwendung des Gewöhnlichen Pestwurzes liegt in seiner Funktion als Bienenweide. Seine frühen Blüten bieten bereits im März und April eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten, wenn das Angebot an Blüten noch begrenzt ist. Die reichblühenden, rotvioletten Köpfchen sind reich an Nektar und Pollen und locken zahlreiche Besucher an. Dies macht ihn zu einer ökologisch sinnvollen Bereicherung für Gärten, die die Insektenwelt unterstützen möchten. Für Imker und Naturfreunde ist er daher eine willkommene Staude, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch einen praktischen Nutzen für das Ökosystem hat.

Um den Gewöhnlichen Pestwurz optimal in Szene zu setzen, ist die Wahl passender Pflanzpartner entscheidend, die seine Vorzüge unterstreichen und mögliche Nachteile ausgleichen.

Pflanzpartner für den Gewöhnlichen Pestwurz

Die richtige Begleitung kann die Wirkung dieser Staude verstärken und ein harmonisches Gartenbild schaffen. Allerdings erfordert die Partnerwahl aufgrund der dominanten Natur des Pestwurzes besondere Sorgfalt.

Begleiter im Erstfrühling

Im Erstfrühling, wenn der Petasites hybridus blüht, können ihn frühblühende Stauden begleiten, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen. Ideal sind Arten, die ebenfalls feuchte Böden und halbschattige Lagen mögen. Dazu zählen beispielsweise das Leberblümchen (Hepatica nobilis), das mit seinen blauen, weißen oder rosa Blüten einen zarten Kontrast bildet. Auch das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) mit seinen gefleckten Blättern und rosa bis blauen Blüten ist ein guter Partner. Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) mit ihren hellgelben Blütenständen ergänzt das Farbspektrum perfekt. Diese Arten treten in natürlichen Auenwäldern oft gemeinsam auf und schaffen so ein authentisches, frühlingshaftes Pflanzbild, das den Pestwurz in seiner Blütezeit hervorhebt, ohne von seiner Präsenz überwältigt zu werden.

Vorsicht bei der Partnerwahl

Bei der Auswahl von Pflanzpartnern für den Gewöhnlichen Pestwurz ist Vorsicht geboten, da er aufgrund seines starken Wuchses und der dichten Belaubung im Sommer konkurrenzschwächere Arten leicht verdrängen kann. Es empfiehlt sich, robuste Stauden zu wählen, die sich gegen seine Ausläufer behaupten können. Geeignet sind zum Beispiel Farne wie der Königsfarn (Osmunda regalis) oder der Frauenfarn (Athyrium filix-femina), die mit ihrem feingliedrigen Laub einen schönen Kontrast zu den großen Blättern des Pestwurzes bieten. Auch Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) oder Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) können an feuchten Standorten gute Begleiter sein, da sie ähnliche Bodenansprüche haben. Wichtig ist, genügend Abstand zwischen den Pflanzen zu lassen und die Ausbreitung des Pestwurzes regelmäßig zu kontrollieren, um ein Überwuchern der Partner zu verhindern.

Nach der Pflanzung ist eine angepasste Pflege essenziell, um die Gesundheit der Staude zu erhalten und ihre Ausbreitung im gewünschten Rahmen zu halten.

Pflege und Überwinterung

Der Gewöhnliche Pestwurz ist eine robuste Staude, die bei richtiger Pflege viele Jahre Freude bereitet. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf Bewässerung, Düngung, Rückschnitt und die Kontrolle seiner Ausbreitung.

Gießen und Düngen

Gießen ist bei Petasites hybridus besonders in Trockenperioden wichtig, da er einen konstant feuchten Boden benötigt. An natürlichen Standorten wie Gewässerrändern ist dies oft gegeben, in Gärten sollte man jedoch bei ausbleibendem Regen regelmäßig wässern, um Staunässe zu vermeiden. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenkompost hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Düngen ist in der Regel nicht notwendig, wenn der Boden humusreich ist. Bei mageren Böden kann im Frühjahr eine Gabe Kompost oder organischer Volldünger das Wachstum unterstützen, doch Vorsicht: Überdüngung kann die Ausbreitung noch fördern und zu weichem, anfälligem Wuchs führen. Einmal etabliert, kommt die Pflanze mit minimaler Nährstoffzufuhr aus.

Schnitt und Kontrolle der Ausbreitung

Ein Rückschnitt ist beim Gewöhnlichen Pestwurz nicht im klassischen Sinne erforderlich, da die Pflanze im Herbst von selbst einzieht. Verwelkte Blütenstände können nach der Blüte entfernt werden, um die Samenbildung zu verhindern, was jedoch bei dieser Art weniger priorisiert wird, da sie sich primär über Rhizome vermehrt. Wichtiger ist die Kontrolle der Ausbreitung: Da der Petasites hybridus einen stark kriechenden Wurzelstock besitzt und sich durch Rhizome ausbreitet, sollte die Ausbreitung bei Bedarf eingegrenzt werden. Dies kann durch das Setzen von Rhizomsperren aus Kunststoff oder durch regelmäßiges Abstechen der Ausläufer im Frühjahr oder Herbst geschehen. So behält man die Pflanze im gewünschten Bereich und verhindert, dass sie unkontrolliert in andere Gartenpartien vordringt.

Die Vermehrung des Petasites hybridus

Die Vermehrung des Gewöhnlichen Pestwurzes erfolgt seltener durch Aussaat, normalerweise aber durch kriechende Rhizome. Im Frühjahr oder Herbst können Teilstücke der Rhizome mit mindestens einer Knospe abgetrennt und an anderer Stelle eingepflanzt werden. Diese Methode ist einfach und effektiv, da die Pflanze schnell anwächst. Bei der Teilung sollte man darauf achten, gesunde, kräftige Rhizome zu verwenden und die neuen Pflanzen sofort an einen feuchten Standort zu setzen. Eine Vermehrung durch Samen ist möglich, aber aufgrund der Giftigkeit und der langsameren Entwicklung weniger verbreitet. Für Hobbygärtner bietet die Rhizomteilung die einfachste Möglichkeit, den Bestand zu vergrößern oder die Pflanze zu verjüngen.

Abschließend lohnt ein Blick auf die historischen und gesundheitlichen Aspekte, die den Gewöhnlichen Pestwurz über seine gärtnerische Bedeutung hinaus interessant machen.

Wissenswertes über den Petasites hybridus

Diese Staude blickt auf eine lange Geschichte zurück und birgt einige Besonderheiten, die jeden Gartenfreund faszinieren werden. Von der Namensherkunft bis zur Giftigkeit gibt es viel zu entdecken.

Historische Bedeutung und Namensherkunft

Der Gewöhnliche Pestwurz hat eine reiche historische Bedeutung. Schon der griechische Arzt und Pharmakologe Dioskurides nannte die Gattung im 1. Jahrhundert nach Christus „Pestados“, wobei er den Namen wegen des schirmförmigen Aussehens der großen Blätter wählte. Im Mittelalter und bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde die Pflanze gegen die Pest eingesetzt, woraus sich der deutsche Name „Pestwurz“ ableitet. Die Bevölkerung erhoffte sich von ihr eine heilende Wirkung gegen diese gefürchtete Krankheit, was ihr einen festen Platz in der Volksmedizin einbrachte. Zuvor schätzten bereits die Römer und Griechen ihre Anwendung gegen hartnäckige Geschwüre. Diese historische Verwendung als Heilkraut unterstreicht die vielseitige Rolle, die der Pestwurz über die Jahrhunderte gespielt hat, auch wenn moderne Erkenntnisse zur Giftigkeit heute zur Vorsicht mahnen.

Giftigkeit und gesundheitliche Hinweise

Es ist wichtig zu wissen, dass der Petasites hybridus eine giftige Pflanze ist. Sie enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. Von eigener Zubereitung als Tee oder ähnlichen Anwendungen wird daher dringend abgeraten. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Rhizome und Blätter, sind nicht für den Verzehr geeignet und sollten von Kindern und Haustieren ferngehalten werden. Bei Gartenarbeiten wie Teilung oder Rückschnitt empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Trotz dieser Giftigkeit ist die Pflanze im Garten unbedenklich, solange sie nicht gegessen wird, und ihre ökologischen Vorteile als Bienenweide und Uferbefestiger bleiben erhalten. Diese Eigenschaft macht sie zu einer Staude, die mit Respekt und Sorgfalt behandelt werden sollte.

Name Deutsch: Gewöhnlicher Pestwurz.
Name Botanisch: Petasites hybridus.
Wuchs: Steingartenstaude, ausdauernd, krautig, ausladend bis breit auslandend, wuchernd, ausläuferbildend, 40 bis 80 cm hoch.
Wuchshöhe: 40 - 80 cm.
Blatt: Sommergrün, herzförmig, rhababerähnlich, breit, grauwollige Unterseite, leicht zugespitzt, grün.
Frucht: Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet.
Blüte: Rotviolett, köpfchenartig, traubenartiger Blütenstand, endständig, ährig, zierend, reichblühend.
Blütezeit: März bis Mai.
Wurzeln: Rhizombildend, Ausläufer.
Boden: Feuchter und normal durchlässiger Untergrund.
Standort: Sonnig bis halbschattig.
Pflanzen pro m²: 6.
Eigenschaften: Der Petasites hybridus (Gewöhnlicher Pestwurz) zählt zu der Familie der Korbblüter. Seine rot-violetten Blüten zeigen sich bereits Anfang März und läuten so das wärmere Wetter und das Frühjahr ein. Sie bestechen durch ihre ungewöhnliche Form und sind mit ihrer Farbgebung eine tolle Abwechslung im grünen Gartenbild. Doch auch die Blätter des gewöhnlichen Pestwurzes sind etwas Besonderes. Sie sind sehr groß und verwandeln so den Untergrund in eine bedeckte, grüne Fläche. Diese Sorte ist gut zur Befestigung von Uferrändern geeignet, die er mit seinem stark wuchernden Wurzeln durchdringt und an Ort und Stelle hält. So ist das Ufer auf eine natürliche Art und Weise vor Abbrüchen geschützt. Der Petasites hybridus wurde als Küchen- oder Heilkraut verwendet. Die Römer und die Griechen schätzten seine Wirkung gegen hartnäckige Geschwüre und im Mittelalter wurde er gegen die Pest eingesetzt, wodurch er seinen Namen erhielt. Es können bis zu 6 Exemplare auf einem Quadratmeter eingesetzt werden..
Detaillierte Beschreibung:

Der Gewöhnliche Pestwurz, botanisch Petasites hybridus, ist eine faszinierende und kraftvolle Staude aus der Familie der Korbblütler. Seine rotvioletten Blüten erscheinen bereits im März und kündigen den Frühling an, während seine riesigen, herzförmigen Blätter im Sommer beeindruckende grüne Teppiche bilden. Als heimische Art in Europa gedeiht sie besonders gut an feuchten Standorten und kann mit ihrem ausladenden Wuchs von 40 bis 80 cm Höhe große Flächen bedecken. Diese robuste, ausdauernde und krautige Pflanze ist nicht nur eine Zierde, sondern auch eine historisch bedeutsame Heilpflanze, deren Name auf alte medizinische Anwendungen zurückgeht.

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
40 - 80 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Rotviolett

Blütezeit
März - Mai

Lieferbar ab KW38
6,25 €

inkl. gesetzlicher MwSt. zzgl. Versandkosten

- +
Lieferbar ab KW 38
C2
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
40 - 80 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Rotviolett

Blütezeit
März - Mai

Lieferbar ab KW38
9,50 €

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Lieferbar ab KW 38
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09.02.2026

Perfekt für schwierige, feuchte Standorte

Wir haben einen Bereich am Bachlauf, wo viele Pflanzen nicht gedeihen. Der Pestwurz fühlt sich dort offensichtlich sehr wohl und wächst kräftig, wo andere längst aufgegeben haben.

04.01.2026

Top Verpackung und schnelle Lieferung

Schnelle Lieferung und hervorragende Verpackung, die Pflanzen kamen unbeschadet an. Qualität überzeugte sofort, sehr gerne wieder! Top Service.

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Pflanz- und Pflegetipps Petasites hybridus / Gewöhnlicher Pestwurz

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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