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Igelschlauch

Baldellia ranunculoides

Igelschlauch (Baldellia ranunculoides) mit weißen, dreiblättrigen Blüten und grünen Knospen an aufrechtem Stängel
Sommergrün
Weißrosa
Sonnig-halbschattig
Juni - September
10 - 20 cm
ab 6,50 €
Wuchs: Wasserpflanze, aufrecht, horstbildend, buschig, 10 bis 20 cm hoch, bei einer Wassertiefe von 5 bis 20 cm
Wuchshöhe: 10 - 20 cm
Blatt: Sommergrün, länglich-lanzettlich, am Ende zugespitzt, glatt, kahl, ganzrandig, aufrechtstehend, frischgrün
Frucht: Igelförmige Nüsschen
Blüte: Weiß bis hellrosa, mit gelber Mitte, schalenförmig, in Dolden zusammen, zierend
Blütezeit: Juni bis September
Wurzeln: Knolliges Rhizom
Boden: Feuchte, nahrhafte und sumpfige Untergründe
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 7
Eigenschaften:
Die Baldellia ranunculoides (Igelschlauch) gilt seit 1996 als stark gefährdet und ist somit eine geschützte Pflanze. Diese Sorte erinnert von ihren Aussehen her an einen Froschlöffel. Auch der...
Igelschlauch besitzt länglich-lanzettliche Blätter, die frischgrün gefärbt sind. Zwischen Juni und September erscheinen wunderschöne kleine weiße bis hellrosa Blüten, die der Pflanze das gewisse Etwas verleihen. Ihren deutschen Namen verdankt der Igelschlauch dem igelförmigen Fruchtstand. Dieses Schmuckstück fühlt sich besonders an flachen Wasserufern wohl. Insgesamt finden pro Quadratmeter 10 bis 12 Exemplare Platz. Besonders gut kommt der Igelschlauch in kleinen Tuffs von drei bis fünf Pflanzen bei einem Abstand von 30 cm zur Geltung.
Wuchs: Wasserpflanze, aufrecht, horstbildend, buschig, 10 bis 20 cm hoch, bei einer Wassertiefe von 5 bis 20 cm
Wuchshöhe: 10 - 20 cm
Blatt: Sommergrün, länglich-lanzettlich, am Ende zugespitzt, glatt, kahl, ganzrandig, aufrechtstehend, frischgrün
Frucht: Igelförmige Nüsschen
Blüte: Weiß bis hellrosa, mit gelber Mitte, schalenförmig, in Dolden zusammen, zierend
Blütezeit: Juni bis September
Wurzeln: Knolliges Rhizom
Boden: Feuchte, nahrhafte und sumpfige Untergründe
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 7
Eigenschaften: Die Baldellia ranunculoides (Igelschlauch) gilt seit 1996 als stark gefährdet und ist somit eine geschützte Pflanze. Diese Sorte erinnert von ihren Aussehen her an einen Froschlöffel. Auch der Igelschlauch besitzt länglich-lanzettliche Blätter, die frischgrün gefärbt sind. Zwischen Juni und September erscheinen wunderschöne kleine weiße bis hellrosa Blüten, die der Pflanze das gewisse Etwas verleihen. Ihren deutschen Namen verdankt der Igelschlauch dem igelförmigen Fruchtstand. Dieses Schmuckstück fühlt sich besonders an flachen Wasserufern wohl. Insgesamt finden pro Quadratmeter 10 bis 12 Exemplare Platz. Besonders gut kommt der Igelschlauch in kleinen Tuffs von drei bis fünf Pflanzen bei einem Abstand von 30 cm zur Geltung.

Der Igelschlauch (Baldellia ranunculoides) ist eine faszinierende und seltene Wasserpflanze, die mit ihrer zarten Erscheinung und ihrer Vorliebe für feuchte Standorte begeistert. Diese heimische Staude, die an einen zierlichen Froschlöffel erinnert, bildet horstige, buschige Bestände und erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 20 Zentimetern. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis September, in der sie mit weißen bis hellrosa Blüten aufwartet. Ein besonderes Merkmal sind ihre igelförmigen Nüsschen, die ihr den deutschen Namen gaben. Als stark gefährdete Art ist der Igelschlauch ein kostbares Juwel für den naturnahen Wassergarten.

Portrait: Ein Juwel am Wasserrand – der Igelschlauch

Der Igelschlauch ist mehr als nur eine dekorative Wasserpflanze; er ist ein Stück lebendige Naturgeschichte, das in unseren Gärten eine geschützte Heimat finden kann. Sein zierlicher Wuchs und seine lange Blütezeit machen ihn zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Teichrand oder Sumpfbereich. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf seine Herkunft und seinen besonderen Status sowie auf seine charakteristische Wuchsform.

Herkunft und Schutzstatus

Der Gewöhnliche Igelschlauch (Baldellia ranunculoides) ist eine in Europa heimische Art, die natürlicherweise an den Rändern von Gewässern und in sumpfigen Gebieten vorkommt. Leider ist ihr Bestand in der freien Natur stark zurückgegangen. Seit 1996 wird die Art als stark gefährdet eingestuft und steht unter Schutz. In einigen Regionen gilt sie sogar bereits als verschollen oder ausgestorben. Diese Tatsache unterstreicht die Bedeutung, die der Anbau in privaten Gärten oder naturnahen Anlagen haben kann. Im Jahr 2013 wurde Baldellia ranunculoides zur Wasserpflanze des Jahres gekürt, was ihre besondere Stellung und Schönheit hervorhebt. Durch die Kultivierung im Garten leistet man nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz, sondern holt sich ein Stück seltener Wildnis in die eigene grüne Oase.

Wuchsform und Habitus

Die Baldellia ranunculoides wächst aufrecht und bildet dichte, horstige Büschel, die einen buschigen Eindruck vermitteln. Sie erreicht eine Höhe von 10 bis 20 Zentimetern und gedeiht optimal bei einer Wassertiefe von 5 bis 20 Zentimetern. Unter der Wasseroberfläche verankert sich die Pflanze mit einem knolligen Rhizom, das als Speicherorgan dient und ihr Überleben in wechselnden Wasserständen sichert. Für eine üppige Wirkung empfiehlt es sich, den Igelschlauch in kleinen Gruppen zu pflanzen. Insgesamt finden etwa 10 bis 12 Exemplare pro Quadratmeter Platz. Besonders gut kommt die Pflanze in Tuffs von drei bis fünf Stück zur Geltung, die man mit einem Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern setzt. So entsteht ein harmonischer, natürlicher Bestand, der den Charakter der Pflanze optimal unterstreicht.

Nachdem wir den Igelschlauch in seiner Gesamtheit kennengelernt haben, ist es entscheidend zu wissen, welche Standortbedingungen er für ein gesundes Wachstum benötigt. Nur am richtigen Platz kann er seine ganze Pracht entfalten.

Standort und Boden – das Lebenselement des Igelschlauchs

Als echte Wasser- und Sumpfpflanze stellt der Igelschlauch spezifische Ansprüche an seinen Lebensraum. Die Wahl des richtigen Standorts ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Kultivierung dieser seltenen Staude. Ein sonniger bis halbschattiger Platz in feuchter bis nasser Umgebung bildet die Grundlage für ein vitales Wachstum und eine reiche Blüte.

Das ideale Wasserparadies

Der Igelschlauch fühlt sich an flachen Wasserufern und in der sogenannten Flachwasserzone von Teichen besonders wohl. Hier herrscht genau die Kombination aus Feuchtigkeit und Licht, die er benötigt. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal, wobei die Morgensonne und die Abendsonne besonders vorteilhaft sind, um die zarten Blüten zur Geltung zu bringen. Die Pflanze sollte permanent im Wasser stehen oder zumindest einen sehr feuchten, sumpfigen Boden vorfinden. Die empfohlene Wassertiefe von 5 bis 20 Zentimetern sorgt dafür, dass das Rhizom stets feucht bleibt, die Blätter und Blüten aber über die Wasseroberfläche ragen können. Ein solcher Platz im flachen Wasser bietet zudem Schutz vor starken Temperaturschwankungen und sorgt für ein konstantes Mikroklima.

Die Bodenansprüche von Baldellia ranunculoides

Der Boden, beziehungsweise das Substrat, in dem der Igelschlauch wurzelt, sollte feucht, nahrhaft und sumpfig sein. Ein schwerer, lehmiger oder toniger Untergrund, der Wasser gut speichern kann, ist perfekt geeignet. Im Gartenteich kann man die Pflanze direkt in die Teicherde setzen oder sie in spezielle Pflanzkörbe mit einem entsprechenden Substrat für Wasserpflanzen geben. Das Substrat sollte reich an organischen Stoffen sein, um eine gute Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert wird von der Pflanze gut vertragen. Wichtig ist, dass der Boden nie vollständig austrocknet. Staunässe ist im Gegensatz zu vielen anderen Gartenpflanzen hier ausdrücklich erwünscht und notwendig für das Wohlbefinden der Baldellia ranunculoides.

Mit dem perfekten Standort im Hintergrund können wir uns nun den ästhetischen Höhepunkten dieser Staude widmen: ihrer bezaubernden Blüte und ihrem charakteristischen Laub.

Blütenpracht und frisches Grün – der Igelschlauch

Die Attraktivität des Igelschlauchs liegt in der harmonischen Verbindung seiner zierlichen Blüten und des frischgrünen Laubs. Über viele Wochen hinweg schmückt sich die Pflanze mit einer Fülle kleiner Blüten, die einen reizvollen Kontrast zu den aufrechten Blättern bilden. Diese Kombination macht sie zu einer wertvollen Strukturpflanze für den Wasserrand.

Die zierlichen Blüten

Von Juni bis September, also über einen bemerkenswert langen Zeitraum, erscheinen die Blüten des Igelschlauchs. Sie sind weiß bis hellrosa gefärbt und besitzen eine zart schalenförmige Gestalt. In der Mitte jeder Blüte leuchtet ein kleiner gelber Punkt, der einen anmutigen Akzent setzt. Die einzelnen Blüten sind relativ klein, aber sie stehen in lockeren Dolden zusammen, was ihnen eine größere Präsenz verleiht und sie besonders zierend wirken lässt. Die Blüten öffnen sich nach und nach, sodass über Wochen immer wieder neue Knospen aufgehen und für einen kontinuierlichen Flor sorgen. Sie locken mit ihrem zarten Erscheinungsbild verschiedene Insekten an und bereichern so das ökologische Gleichgewicht am Gartenteich. Nach der Blüte entwickeln sich die charakteristischen Früchte.

Das Laubwerk von Baldellia ranunculoides

Das Blattwerk des Igelschlauchs ist sommergrün und bildet einen dichten, frischgrünen Horst. Die Blätter sind länglich-lanzettlich geformt, am Ende zugespitzt und besitzen einen glatten, kahlen Rand. Sie sind ganzrandig und stehen straff aufrecht, was der Pflanze eine strukturgebende, fast grasartige Silhouette verleiht. Die Farbe ist ein sattes, lebendiges Grün, das einen wunderbaren Hintergrund für die hellen Blüten bildet und auch außerhalb der Blütezeit für Attraktivität sorgt. Im Herbst zieht die Pflanze ihr Laub ein, nachdem es sich vorher eventuell leicht verfärben kann. Die aufrechte Haltung der Blätter ist nicht nur dekorativ, sondern auch funktional, da sie verhindert, dass Schmutz oder Algen die Blattoberfläche bedecken und die Photosynthese beeinträchtigen.

Die Schönheit des Igelschlauchs lässt sich auf vielfältige Weise in die Gartengestaltung integrieren. Im nächsten Abschnitt erkunden wir die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten dieser besonderen Wasserpflanze.

Verwendung im Garten

Der Igelschlauch ist eine Spezialistin für feuchte bis nasse Lebensräume und findet daher vor allem in entsprechend gestalteten Gartenbereichen ihre ideale Verwendung. Ihre zierliche Größe und ihr horstiger Wuchs machen sie zu einer perfekten Pflanze für den Vordergrund von Wasserlandschaften oder für die Bepflanzung von speziellen Feuchtbeeten.

Flachwasserzone des Gartenteichs

Die klassische und wohl schönste Verwendung für Baldellia ranunculoides ist die Bepflanzung der Flachwasserzone eines Gartenteichs. Hier, wo das Wasser nur wenige Zentimeter tief ist, kann die Pflanze ihre Wurzeln im nassen Substrat verankern und ihre Blätter und Blüten über die Wasseroberfläche heben. Sie bildet entlang des Ufers einen natürlichen, weichen Übergang zwischen Wasser und Land. Durch die Pflanzung in kleinen Gruppen oder Tuffs entsteht ein malerischer Saum, der das Ufer optisch auflockert und belebt. Die Pflanze eignet sich hervorragend, um strukturlose Uferbereiche zu begrünen und mit Leben zu füllen. In dieser Zone profitiert sie von der konstanten Feuchtigkeit und dem kühlenden Effekt des Wassers.

Sumpfige Uferbereiche und Feuchtwiesen

Neben dem Teich selbst gedeiht der Igelschlauch auch hervorragend in sumpfigen Uferbereichen oder in angelegten Feuchtbeeten, die ständig feucht gehalten werden. Solche Bereiche können beispielsweise als natürliche Filterzonen am Teichrand oder als eigenständige Gestaltungselemente mit einem kleinen Wasserlauf angelegt werden. Die Pflanze verträgt auch temporäre Überflutungen und kommt mit dem wechselnden Wasserstand in natürlichen Sumpfgebieten gut zurecht. In einem naturnahen Garten oder einem Biotop ist der Igelschlauch eine wertvolle Bereicherung der Flora und bietet Lebensraum für Kleinlebewesen. Sie kann auch in die Randbepflanzung eines Bachlaufs integriert werden, wo sie mit ihren Wurzeln zur Uferbefestigung beiträgt.

Der Igelschlauch als Kübelpflanze

Für Gartenbesitzer ohne Teich oder mit begrenztem Platz bietet sich die Kultivierung im Kübel an. Ein wasserdichter Container, beispielsweise ein großer Zinkkübel, ein halbes Weinfass oder ein spezieller Pflanzkübel für Wasserpflanzen, kann in einen Miniteich verwandelt werden. Man füllt ihn mit einer Schicht Teicherde und setzt den Igelschlauch so, dass das Rhizom bedeckt ist und die Blätter aus dem Wasser ragen. Der Vorteil dieser Methode liegt in der Mobilität und der Möglichkeit, auch auf Terrassen oder Balkonen eine feuchte Oase zu schaffen. Wichtig ist, dass der Wasserstand im Kübel konstant gehalten wird und der Standort sonnig bis halbschattig ist. So kann man die Schönheit dieser seltenen Pflanze auch auf kleinem Raum genießen.

Um die Wirkung des Igelschlauchs zu steigern und ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen, ist die Auswahl passender Begleitpflanzen entscheidend. Im folgenden Kapitel stellen wir ideale Pflanzpartner vor.

Pflanzpartner für Baldellia ranunculoides

Die richtige Gesellschaft kann die Vorzüge des Igelschlauchs unterstreichen und ein abwechslungsreiches, ökologisch wertvolles Bild am Wasserrand schaffen. Bei der Auswahl von Begleitpflanzen sollte man Arten wählen, die ähnliche Standortansprüche haben, also feuchte bis nasse Böden und sonnige bis halbschattige Lagen bevorzugen. Zudem ist auf eine harmonische Abstimmung in Wuchshöhe, Blattstruktur und Blütenfarbe zu achten.

Ideale Begleiter für die Flachwasserzone

Zwei besonders schöne und bewährte Nachbarpflanzen für den Igelschlauch sind das Veränderliche Pfeilkraut (Sagittaria latifolia) und der Zwerg-Rohrkolben (Typha minima). Das Veränderliche Pfeilkraut besticht durch seine charakteristischen pfeilförmigen Blätter und seine weißen Blütenkerzen, die in der Höhe variieren können und so einen interessanten vertikalen Akzent setzen. Der Zwerg-Rohrkolben hingegen bringt mit seinen schmalen, schilfartigen Blättern und den kleinen, braunen Kolben eine grafische Struktur in die Pflanzung. Beide Arten teilen die Vorliebe für flache Wasserstände und ergänzen den horstigen, eher niedrigen Wuchs des Igelschlauchs perfekt. Zusammen entsteht ein naturnahes Ensemble, das an einen Seeuferabschnitt erinnert.

Weitere harmonische Nachbarn

Neben diesen Klassikern gibt es eine Vielzahl weiterer Stauden, die sich als Begleiter für Baldellia ranunculoides eignen. Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) mit ihren leuchtend gelben Blüten und schwertförmigen Blättern ist eine auffällige Partnerin für den Hintergrund. Die Bachbunge (Veronica beccabunga) mit ihren kriechenden Trieben und blauen Blüten kann als flächiger Bodendecker vor dem Igelschlauch gepflanzt werden. Auch der Blutweiderich (Lythrum salicaria) mit seinen rosa-violetten Blütenähren oder die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) mit ihren goldgelben Blüten im Frühjahr sind ausgezeichnete Wahlmöglichkeiten. Wichtig ist, die Partner so zu kombinieren, dass sie sich in der Blütezeit ablösen und über die gesamte Saison hinweg Attraktivität bieten.

Damit der Igelschlauch und seine Begleiter über Jahre hinweg gesund und vital bleiben, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen zu beachten. Diese sind erfreulich unkompliziert, wenn der Standort stimmt.

Pflege und Überwinterung

Der Igelschlauch gilt als relativ pflegeleicht, sofern er an einem geeigneten Standort mit konstant feuchten Bedingungen steht. Die Hauptaufgabe des Gärtners besteht darin, diese Feuchtigkeit sicherzustellen und gelegentlich für Ordnung im Bestand zu sorgen. Ein Rückschnitt und die Kontrolle der Ausbreitung sind in der Regel die wichtigsten Arbeiten.

Gießen und Düngen

Das Gießen entfällt bei einer Pflanzung im Teich oder in einem permanent feuchten Sumpfbeet nahezu vollständig. Nur in extrem trockenen Sommern oder bei Kübelhaltung muss darauf geachtet werden, dass der Wasserstand nicht unter die kritische Marke sinkt. Der Igelschlauch sollte niemals austrocknen. Gedüngt werden muss die Pflanze in der Regel nicht, wenn sie in nährstoffreichem Teichsubstrat oder guter Gartenerde steht. Im Kübel kann man ihr im Frühjahr eine kleine Gabe eines organischen Langzeitdüngers für Wasserpflanzen verabreichen, um das Wachstum anzuregen. Übermäßiges Düngen sollte vermieden werden, da es zu einem übermäßigen Algenwachstum im Wasser führen kann. Die Pflanze bezieht ihre Nährstoffe hauptsächlich aus dem Substrat und dem umgebenden Wasser.

Vermehrung des Igelschlauchs

Die Vermehrung von Baldellia ranunculoides kann auf zwei Wegen erfolgen: durch Teilung des Rhizoms oder durch Aussaat. Die einfachste Methode ist die Teilung im Frühjahr oder nach der Blüte im Herbst. Dazu gräbt man den Horst vorsichtig aus und teilt das knollige Rhizom mit einem sauberen, scharfen Messer in mehrere Stücke, von denen jedes mindestens eine Wachstumsknospe besitzen sollte. Die Teilstücke werden dann sofort wieder an den gewünschten Standorten eingepflanzt. Die Aussaat ist etwas aufwendiger, da die Samen (die igelförmigen Nüsschen) eine Kälteperiode benötigen, um zu keimen. Man sät sie im Herbst in Schalen mit feuchtem Substrat und überwintert sie kühl und frostfrei, aber nicht zu warm. Im Frühjahr erscheinen dann die ersten Keimlinge. Da die Pflanze geschützt ist, sollte man Vermehrungsmaterial nur aus eigener, legaler Kultur verwenden.

Winterhärte und Schutz

Der Igelschlauch ist winterhart und übersteht frostige Perioden problemlos, solange sein Wurzelbereich (das Rhizom) nicht durchfriert. Im Teich ist dies durch die isolierende Wirkung des Wassers in der Regel gewährleistet. In sehr flachen Teichen oder in Regionen mit strengen, anhaltenden Frösten kann es sinnvoll sein, die Pflanze in tiefere Zonen umzusetzen oder den Bereich mit einer Schicht Laub oder Reisig abzudecken. Bei Kübelpflanzen ist besondere Vorsicht geboten: Der Kübel sollte frostfest sein und an einem geschützten Ort stehen. Ideal ist es, den Kübel entweder in einen frostfreien, aber kühlen Raum (z.B. Garage, Keller) zu stellen oder ihn tief in die Erde einzugraben und mit isolierendem Material wie Laub oder Vlies zu umhüllen. So überwintert der Igelschlauch sicher und treibt im nächsten Frühjahr wieder zuverlässig aus.

Zum Abschluss unserer Betrachtung werfen wir noch einen Blick auf die kulturhistorischen Hintergründe und die besonderen Geschichten, die sich um diese bemerkenswerte Pflanze ranken.

Wissenswertes über den Igelschlauch

Abseits der gärtnerischen Praxis birgt der Igelschlauch einige interessante Fakten und Geschichten, die sein besonderes Charisma unterstreichen. Von der Herleitung seiner Namen bis zu seiner Bedeutung im Artenschutz gibt es viel zu entdecken über diese unscheinbar wirkende, aber faszinierende Wasserpflanze.

Namensherkunft und Geschichte

Der deutsche Name Igelschlauch ist eine sehr bildhafte Bezeichnung. Er leitet sich von den stachelartig wirkenden, kugeligen Früchten ab, die an einen Igel erinnern, und dem schlauchartigen Griffel der Blüte. Der botanische Gattungsname Baldellia wurde zu Ehren des italienischen Mäzens Bartolomeo Bartolini Baldelli vergeben, was auf die historische Wertschätzung der Pflanze in botanischen Kreisen hinweist. Der Artname „ranunculoides“ bedeutet „hahnenfußähnlich“ und bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blüten mit denen einiger Hahnenfußgewächse. Die Tatsache, dass der Gewöhnliche Igelschlauch 2013 zur Wasserpflanze des Jahres gewählt wurde, unterstreicht seine Bedeutung als charismatischer Botschafter für den Schutz aquatischer Lebensräume. Sein Status als stark gefährdete Art macht ihn zu einer Symbolpflanze für die Bedrohung heimischer Feuchtgebietsflora und unterstreicht die Verantwortung jedes Gartenbesitzers, einen Beitrag zu ihrem Erhalt zu leisten.

Name Deutsch: Igelschlauch.
Name Botanisch: Baldellia ranunculoides.
Wuchs: Wasserpflanze, aufrecht, horstbildend, buschig, 10 bis 20 cm hoch, bei einer Wassertiefe von 5 bis 20 cm.
Wuchshöhe: 10 - 20 cm.
Blatt: Sommergrün, länglich-lanzettlich, am Ende zugespitzt, glatt, kahl, ganzrandig, aufrechtstehend, frischgrün.
Frucht: Igelförmige Nüsschen.
Blüte: Weiß bis hellrosa, mit gelber Mitte, schalenförmig, in Dolden zusammen, zierend.
Blütezeit: Juni bis September.
Wurzeln: Knolliges Rhizom.
Boden: Feuchte, nahrhafte und sumpfige Untergründe.
Standort: Sonnig bis halbschattig.
Pflanzen pro m²: 7.
Eigenschaften: Die Baldellia ranunculoides (Igelschlauch) gilt seit 1996 als stark gefährdet und ist somit eine geschützte Pflanze. Diese Sorte erinnert von ihren Aussehen her an einen Froschlöffel. Auch der Igelschlauch besitzt länglich-lanzettliche Blätter, die frischgrün gefärbt sind. Zwischen Juni und September erscheinen wunderschöne kleine weiße bis hellrosa Blüten, die der Pflanze das gewisse Etwas verleihen. Ihren deutschen Namen verdankt der Igelschlauch dem igelförmigen Fruchtstand. Dieses Schmuckstück fühlt sich besonders an flachen Wasserufern wohl. Insgesamt finden pro Quadratmeter 10 bis 12 Exemplare Platz. Besonders gut kommt der Igelschlauch in kleinen Tuffs von drei bis fünf Pflanzen bei einem Abstand von 30 cm zur Geltung. .
Detaillierte Beschreibung:

Der Igelschlauch (Baldellia ranunculoides) ist eine faszinierende und seltene Wasserpflanze, die mit ihrer zarten Erscheinung und ihrer Vorliebe für feuchte Standorte begeistert. Diese heimische Staude, die an einen zierlichen Froschlöffel erinnert, bildet horstige, buschige Bestände und erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 20 Zentimetern. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis September, in der sie mit weißen bis hellrosa Blüten aufwartet. Ein besonderes Merkmal sind ihre igelförmigen Nüsschen, die ihr den deutschen Namen gaben. Als stark gefährdete Art ist der Igelschlauch ein kostbares Juwel für den naturnahen Wassergarten.

Portrait: Ein Juwel am Wasserrand – der Igelschlauch

Der Igelschlauch ist mehr als nur eine dekorative Wasserpflanze; er ist ein Stück lebendige Naturgeschichte, das in unseren Gärten eine geschützte Heimat....

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
10 - 20 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Weißrosa

Blütezeit
Juni - September

Lieferbar ab KW38
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19.11.2025

Frisch, gut durchwurzelt

Der Igelschlauch Baldellia ranunculoides kommt in einem vitalen, sauber aufgebauten Zustand an. Die Blätter wirken frisch und gesund, ohne Trockenschäden, und der Wurzelballen ist gut durchwurzelt, ich bin dankbar über die Epfehlung meiner Nachbarin, die schon seit Jahren bei ihnen bestellt.

30.10.2025

Top Service und Beratung

Der Service war hervorragend: freundliche Beratung, schnelle Lieferung und sehr hilfreiche Pflegehinweise zum Igelschlauch / Baldellia ranunculoides. Fragen wurden zügig beantwortet, die Pflanzen kamen gesund und gut verpackt an. Ich bin begeistert von Kompetenz und Zuverlässigkeit und werde gern wieder hier bestellen.

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Pflanz- und Pflegetipps Baldellia ranunculoides / Igelschlauch

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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