Laut der griechischen Sage entstammt der Eisenhut dem Geifer des Höllenhundes Zerberus. Zurückzuführen ist die Erzählung wohl auf die Toxizität des Eisenhuts: Im Mittelalter wählte man den Eisenhut nicht selten als Gift, um unliebsame Zeitgenossen loszuwerden. Doch der anmutige Eisenhut ist nicht nur giftig, sondern auch wunderschön. Ob im Garten oder als Schmück in der Vase: Der Eisenhut weiß immer und überall die Blicke auf sich zu ziehen.
Pflanze des Jahres
Wussten Sie, dass der Eisenhut auch Sturmhut heißt? Ursprung beider Namen ist wohl die Form seiner Blüte, welche an einen Hut erinnert.
Aconitum, so der botanische Name des Eisenhuts, gehört zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) und nahm nach der letzten Eiszeit seinen Weg von Sibirien nach Asien, Amerika und Europa. Weltweit gibt es rund 400 Arten, wobei der Großteil in Asien zu finden ist. Einige wenige Arten wachsen jedoch auch hier in Mitteleuropa. Heimisch sind unter anderem der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) sowie der Bunte Eisenhut (Aconitum variegatum). Ersterer, also der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus), ist bereits einmal zur Giftpflanze des Jahres gewählt worden.
Das Besondere am Eisenhut
Der Wuchs des Eisenhuts ist aufrecht oder windend, sein Laub ist rundlich und dunkelgrün. Absolutes Highlight ist seine Blüte, die eine Hutform und fünf Kelchblätter hat. In dichten, endständigen Blütenständen stehen diese zusammen.
Je nach Art und Sorte beginnt die Blüte bereits im Juni, oft währt sie bis in den Herbst hinein. Dass der Eisenhut noch im September blüht, ist keine Seltenheit.
Wundervoll ist die Farbpalette. Sie reicht von Weiß über Gelb bis hin zu Rot und Blau.
Märchenhaft schön
Wie bereits erwähnt, sind sämtliche Teile der Schnitt- und Rabattenstaude giftig, vor allem aber die Wurzeln. So kam die Schnittstaude auch zu ihrem Namen Wolfswurz: Einst setzte man das Gift des Eisenhuts gegen den Wolf ein.
Das sollten Sie beachten: Jeglichen Hautkontakt vermeiden und beim Arbeiten mit der Staude immer Gartenhandschuhe tragen. Gehen Sie auf Nummer sicher!
Standort und Boden
Der Eisenhut liebt den lichten Halbschatten, also zum Beispiel Plätze unter Bäumen oder Sträuchern. Wichtig ist zudem, dass der Boden nährstoffreich und nicht zu trocken ist. Unter diesen Voraussetzungen fühlt der Eisenhut sich bei Ihnen wohl und dankt es Ihnen mit einem schönen Wachstum.
Die kennt nicht jeder!
Herrlich nostalgisch wirkt der Aconitum napellus „Rubellum“, der Rosablühende Eisenhut „Rubellum“. Seine blassrosa Blüten in dicht gedrängten Trauben duften leicht und sind ein echter Traum.
Faszinierend sieht auch der Aconitum cammarum „Bicolor“ aus. Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist er zweifarbig. Wir sind uns sicher: Sie werden von seinen blau-weißen Blüten hellauf begeistert sein.
Weiß hingegen blüht der Aconitum napellus „Album“. Wer ihn einmal in seinem Garten kultiviert, möchte ihn nie wieder missen.
Extra-Tipp
Wenn der Eisenhut blüht, sind Sie gut beraten, ihn regelmäßig mit einem organischen Dünger wie Hornmehl oder Kompost zu düngen.
Abb.: Aconitum napellus
Laut der griechischen Sage entstammt der Eisenhut dem Geifer des Höllenhundes Zerberus. Zurückzuführen ist die Erzählung wohl auf die Toxizität des Eisenhuts: Im Mittelalter wählte man den...
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