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Eibe / Taxus

Die immergrüne Eibe/Taxus zeichnet sich durch Schnittverträglichkeit und Formbarkeit sämtlicher Taxus-Sorten aus und macht sie einzigartig. Selbst grobe Fehler im Beschnitt verzeiht die Eibe und bildet sehr schnell an der kahlen Stelle entsprechendes Nadelgrün nach. Sowohl als Heckenpflanze, aber auch als Solitär oder Bonsaielement hat die Eibe Einzug in die heimischen Gärten gehalten.
Standorttoleranz ist ein weiterer Vorteil des Taxus. Die verschiedenen Sorten können in der vollen Sonne, aber auch an schattigen Plätzen und in der Gegenwart von großen Gehölzen gepflanzt werden. Frisch-feuchter und nährstoffhaltiger Boden ist ideal für Ihren Standort. Insgesamt ist die Eibe eine winterharte, immergrüne Gartenpflanze, die für vielfältige Bedürfnisse geeignet ist.

Neben der weit verbreiteten heimischen Eibe (Taxus Baccata), die sich vor allen Dingen für hohen Sichtschutz eignet, haben wir noch weitere Sorten im Angebot, die verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden: Die Bechereibe (Taxus media) ist eher für die niedrigere Hecke bis zu 250 cm zu empfehlen, wobei die männliche Form (Taxus media hilii) im Gegensatz zu weiblichen Form (Taxus media hicksii) keine Früchte trägt.

Die Säuleneibe (Taxus Baccata Fastigiata) unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen Sorten durch ihren säulenförmigen Wuchs und eignet sich daher insbesondere für schmale Hecken. Auch mit wenig Aufwand kann eine Heckenbreite von 25-40cm aufrecht erhalten werden und entsprechend Alternative zu künstlichen Sichtschutzwänden verwendbar. Die Taxus Baccata Fastigiata und die Taxus Baccata Fastigiata Aurea divergieren in der Farbgebung, die Aurea ist mit einem goldenen Schimmer versehen. Die dritte Sorte, Taxus Baccata Fastigiata Robusta, ist im Wuchs noch schmaler und eignet sich daher nicht nur als Arrangement in einer schmalen Hecke, sonder auch als optisch ansprechendes Solitärelement in kleineren (Vor-) Gärten.

Gerne beraten wir Sie auch bei der Auswahl der Sorte, die Ihren Bedürfnissen und Vorstellungen gerecht wird.
 

Zur Gesamtauswahl Heckenpflanzen

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Die Eibe ist für den Gartenliebhaber von unschätzbarem Wert. Nicht ohne Grund wurde sie einst
als erster Nadelbaum überhaupt zum Baum des Jahres“ ernannt. Zum einen finden sich unzählige Eibe-Formen, die sich in ihrem Wuchs sowie in ihrer Frucht- und Nadelfärbung voneinander unterscheiden und so vielseitig sind, dass es wirklich für einen Geschmack und jeden Einsatz die richtige Eibe gibt. Zum anderen ist die Eibe das schnittverträglichste Nadelgehölz überhaupt und trumpft auch darüber hinaus mit besten Eigenschaften auf.

Was die Eibe so besonders macht

Die Eibe, deren botanischer Name Taxus lautet, hat ihre natürliche Heimat auf der nördlichen Erdhalbkugel. Man findet sie in erster Linie in Nordamerika, in Europa, Nordafrika, doch auch im Südosten Asiens hat sie in tropischen Gebirgswäldern ihr natürliches Verbreitungsgebiet. Wir in Deutschland hatten einst rund um die Bergregionen große Eibenbestände, doch als im 16. Jahrhundert aus dem Holz der Eibe die englischen Schießbögen hergestellt wurden, nahm ihr Bestand dramatisch ab. Heute gibt es in unseren Gefilden nur noch wenige Restbestände, beispielsweise im Süden Niedersachsens und in Thüringen.
Die älteste deutsche Eibe wächst auf einer Alp im Allgäu: Ihr Alter wird auf sage und schreibe 1.000 bis 1.500 Jahre geschätzt, was bereits zeigt, dass die Eibe ein langlebiger Baum ist. Ihr durchschnittliches Alter liegt mit Sicherheit bei mehreren Hundert Jahren. Doch das ist nicht die einzige Superlative, mit der die Gattung Taxus auftrumpft. Unter den Koniferen gibt es kein anderes Gehölz, das eine so gute Frosthärte besitzt. Zudem ist die Eibe bestens schnittverträglich. Problemlos lässt sie sich bis ins alte Holz zurückschneiden – sie treibt danach garantiert wieder aus! Selbst Fehler beim Rückschnitt verzeiht der Taxus ohne Wenn und Aber.

 

Kein Garten ohne Eiben

Acht bis zehn Eibe-Arten sind bekannt. Zudem gibt es zahlreiche Kreuzungen. Allen gemeinsam ist, dass es sich um zumeist kleine Bäume, selten auch um Großsträucher handelt. Es gibt Zwergformen wie die Säumlingsselektion „Summergold“, die eine Maximalhöhe von einem Meter haben. Doch auch Formen, die bis zu fünfzehn Meter hoch werden, lassen sich nennen. Die Gewöhnliche Eibe beispielsweise erreicht diese Größe. In der Breite unterscheiden sich die vielen Taxus-Formen ebenfalls sehr. Einige Säulenformen sind nicht breiter als achtzig Zentimeter, andere schaffen es auf eine Breite von bis zu zwölf Metern.
Die Gewöhnliche oder auch die Gemeine Eibe hat einen eiförmigen bis breit-kegelförmigen, manchmal auch rundlichen Wuchs sowie eine eiförmige bis unregelmäßige Krone. Ihre Äste sind waagerecht abstehend bis aufsteigend, ihre Zweige hängen oft tief herab. Insgesamt sind die Wuchsformen sehr vielseitig, was die Eibe so beliebt und besonders macht. Von säulenförmig über pyramidal und flach ausgebreitet bis breit aufrecht sind alle Formen in der Taxus-Gattung vertreten. Und genau deshalb sind die Einsatzmöglichkeiten der Eibe für jeden Gartenbesitzer auch schier unendlich. Am Taxus kommt man bei der Gartengestaltung einfach nicht vorbei. Egal, ob Einzel- oder Gruppenstand, für Steingärten oder die Grab-Bepflanzung, ob für Figuren oder Hecken – die Eibe macht einfach alles mit und immer und überall eine gute Figur. Das ist auch der Grund, weswegen die Barockgärten der Königsschlösser ohne Eiben undenkbar waren.

Gut zu wissen: Sogar als Unterpflanzung von Bäumen kommt die Eibe gerne zum Einsatz, denn sie ist gänzlich unempfindlich gegen den Wurzeldruck hoher Bäume.

 

Woran Sie die Eibe erkennen

Eiben tragen immergrüne, nadelförmige sowie glänzende Blätter, die bei der Gewöhnlichen Eibe schwarzgrün, allmählich kurz zugespitzt und ein bis drei Zentimeter lang sind. Die Pflanze ist in der Regel zweihäusig getrenntgeschlechtig. Das heißt: Die weiblichen und die männlichen Blüten stehen auf getrennten Pflanzenexemplaren, wobei die männliche Blüten in gelben Köpfchen zierend, die weiblichen Blüten hingegen eher unscheinbar sind. Im späten Winter, zumeist im März, formen die weiblichen Pflanzen dafür jedoch bis zu sieben Zentimeter lange und rund drei Zentimeter breite Samen aus, die von einem schmucken roten Mantel umgeben sind.

Die Wurzeln der Eibe sind tiefliegend und dicht verzweigt, während die Rinde des Taxus dünn und in jungen Jahren grün bis gelblich-grün ist. Später färbt sich die Borke der Eibe rötlich-braun; im Alter hat der Taxus eine schuppige, rötlich-braune Rinde.

 

Kaum Ansprüche, viele positive Eigenschaften

Nicht nur, dass man die Schnittverträglichkeit und die Frosthärte der Eibe gar nicht hoch genug loben kann – der Taxus tut auch darüber hinaus alles, um sich beim Gärtner beliebt zu machen. Keine Probleme, viel Freude – so lautet die Devise, mit der sich die Eibe in unsere Herzen zu schmiegen weiß.
Von allen Bäumen, die bei uns heimisch sind, hat die Eibe die geringsten Lichtansprüche. Sie gedeiht in der Sonne, doch auch im Vollschatten. Eine solch hohe Schattenverträglichkeit wie die der Eibe ist geradezu einmalig, sodass sich das Nadelgehölz auch prima als Unterpflanzung anbietet.
Zudem ist die Eibe stadtklimafest, windverträglich, und auch unsere Vögel fliegen auf die Eibe. Ihre Früchte dienen ihnen als beliebte Nahrungsquelle, und die Vogel nutzen den Baum auch liebend gerne als Nistplatz.
An den Boden stellen Eiben, anspruchslos wie sie sind, kaum Ansprüche. Sie kommen mit jedem Boden zurecht, der durchlässig und nicht staunass ist. Am liebsten haben sie kalkhaltige und lehmige Erde, doch selbst in leichten, schwachsauren Sandböden gedeihen sie sehr gut.
Unser Tipp: Sollten Sie einen eher sandigen Gartenboden haben, freut sich die Eibe, wenn Sie die Erde regelmäßig mit etwas Kompost anreichern.

 

Tipps, die Zeit, Geld und Nerven sparen

In besonders strengen, schneearmen Wintern machen der Eibe unter Umständen die Wintersonne und der Ostwind etwas zu schaffen. Doch keine Sorge! Selbst, wenn einige Triebe vertrocknen sollten, können Sie ganz beruhigt sein. Schneiden Sie diese Triebe im Frühling einfach ab – schon wird sich die Eibe wieder erholen und sich von ihrer schönsten Seite zeigen.

Düngen müssen Sie nicht; das können Sie sich sparen. Die bereits erwähnte Kompostgabe im Frühjahr ist durchaus ausreichend.
Und noch etwas Erfreuliches für alle, die sich für eine Eiben-Hecke oder -Figur entscheiden: Ein Formschnitt pro Jahr reicht vollkommen aus, um den Taxus in Form zu halten. Idealerweise führen Sie diesen Schnitt im Juni aus!

 

Wann am besten pflanzen?

Ideal ist eine zeitige Herbstpflanzung, wenn die Erde noch sonnengewärmt ist und die Eibe nach der Pflanzung direkt Wurzeln ausbilden und die herbst- und winterlichen Niederschläge perfekt nutzen kann. Doch auch, wer im Frühling pflanzen will, der kann dies tun – am besten zum Zeitpunkt des Antriebbeginns. Und: In diesem Fall das gelegentliche Wässern nicht vergessen, um Trockenheit während der Pflanzzeit zu vermeiden!

 

Einst hielt man die Eibe sogar für magisch

Noch zu Beginn der Neuzeit glaubte man, dass das elastische und zugleich schwere und dichte Holz der Eibe überirdische Kräfte besitzt und verleiht. Unter anderem fertigte man daraus Schmuck und Anhänger an, die vor bösem Zauber schützen sollten. Aber auch Zauberstäbe und Wünschelruten stellte man aus Eibenholz her.

William Shakespeare griff diesen Magieglauben auf und beschrieb in „Macbeth“ das Brauen eines geheimnisvollen Zaubertrunkes mit Eibenholz.

Heute findet das Holz der Eibe auch in der Medizin seine Verwendung.
Kurz: Die Eibe ist einer der wertvollsten Bäume mit einer faszinierenden Geschichte und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten!

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