Großblumige Rhododendron Hybriden bilden innerhalb der Familie „Rhododendron“ die größte, auffallendste und wohl auch bedeutendste Gruppe. Wie der Name andeutet, sind große, dekorative Blüten und Blätter charakteristisch für diese Gruppe (daher auch manchmal zu finden, unter: „Großblättrige Rhododendren“).
An der Entstehung dieser Gruppe sind zahlreiche Wildtypen beteiligt, sodass die meisten Erbverhältnisse ungeklärt sind und bleiben, man hat allerdings den „Rhododendron Catawbiense“, welcher sich gleichzeitig großer Beliebtheit bei den Kunden erfreut, als wichtigsten Kreuzungspartner herausgestellt.
Aussehen des Großblumigen Rhododendron
Die Blätter des großblumigen Rhododendrons sind in der Regel ledrig und dunkelgrün, damit setzen sich die auffälligen Blüten des Rhododendron kontrastreich ab. Es gibt viele verschiedene Sorten des großblumigen Rhododendrons, welche eine breite Farbpalette bieten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein ist. Besondere Akzente können ebenfalls mit verschiedenen Blütenblatt-Formen gesetzt werden.
Dauerhaftes Blattgrün durch immergrüne Rhododendren
Einer der wohl größten Vorteile der Rhododendren ist es, dass die, rundlich buschig und aufrecht wachsenden Sträucher, immergrün sind (d.h. Sie sind selbst im Winter nicht ihre Blätter verlieren). Der Wuchs ihres Rhododendrons entwickelt sich mit der Zeit; am Anfang wird er eher kompakt sein, bis er später eher aufgelockert und breitbuschig erscheint.
Die Blütezeit des großblumigen Rhododendrons variiert bei den verschiedenen Sorten, allgemein ist die Blütezeit jedoch immer zwischen Mai und Juni.
Wuchshöhen der Großblumigen Rhododendren
Rhododendren sind sehr variable und vielfältige Pflanzen. Nicht nur bei der Farbauswahl sondern auch bei der Wuchshöhe ist für jeden Garten etwas passendes dabei. Insgesamt wachsen die Pflanzen äußerst kräftig und können sogar Höhen von vier bis sechs Metern erreichen. Im Gegensatz dazu gibt es auch „Zwergen“ in der Gattung der Großblumigen Rhododendren, welche nur knapp über einen Meter hoch werden. So zum Beispiel der Rhododendron „Aeschbacher's Rubin“ welcher knapp 1,20 Meter hoch wird. Der Rhododendron „Golbukett“, wird tatsächlich sogar nur bis zu 90cm hoch.
Einige der größten Rhododendren unseres Sortiments sind beispielsweise der Rhododendron „Grandiflorum“ oder auch „Catawbiense Boursault“; diese Rhododendren haben eine Wuchshöhe von fünf bis sechs Metern und gehören zu den Favoriten bei vielen Gartenbesitzern.
Die meisten unserer angebotenen Pflanzen haben eine Wuchshöhe von 1,50 bis 2,50 Metern und befinden sich somit im Mittelfeld der Wuchshöhenskala.
Die Blüten und Blätter des Großblumigen Rhododendron
Das Aussehen der Blüten kann man als trompeten-, kelch-, oder auch trichterförmig bezeichnen. Die Blütenblätter sind nicht einzeln, sondern bestehen als verwachsene Kelchblätter, welche oftmals eine Mehrfachfärbung aufweisen. Diese Mehrfachfärbung besteht zum einem in dem häufig auftretendem Farbverlauf der Blütenblätter und zum anderen in dem Farbfleck im Inneren des Kelches.
Farbenvielfalt sorgt für Abwechslung
Der Farbverlauf reicht von leichten Farbverläufen, von weiß oder hellgelb zu einem leichtem rosa (zum Beispiel bei Rhododendron Blutopia) , bis hin zu stärkeren Kontrasten von Weiß oder Hellgelb hin zu einem starken Magenta oder sogar Rot (wie man bspw. beim Rhododendron President Roosevelt schön sehen kann).
Der Farbfleck ist oftmals gesprenkelt und ist meist recht stark ausgeprägt, sodass er einen sichtbaren Kontrast bildet, doch auch hier gibt es weitreichende Unterschiede. Ein Beispiel für eine eher einfarbige Pflanze ist der Rhododendron „Anna Rose Whitney“. Wobei zum Beispiel der Rhododendron „Charleston“ hingegen das perfekte Gegenbeispiel darstellt und mehrfarbiges Spektakel ist.
Blütenblattformen sorgen für weitere Vielfalt
Die Vielfältigkeit wird aber auch noch durch einen weiteren Faktor garantiert: Es gibt verschiedene Blütenblattformen. Das Spektrum reicht dabei von glatt über leicht gewellt bis hin zu gekräuselt. Ebenfalls können die Kelchblätter mehr oder weniger verwachsen sein, sodass einige Pflanzen mehr sternenförmig aussehen, wie bspw. beim Cunninghams´s Blush schön sehen kann.
Des Weiteren besitzen großblumige Rhododendren eine stark ausgeprägte Narbe und Staubblätter, welche den Mittelpunkt der Pflanze in den Fokus rücken.
Mittel- bis dunkelgrüne Blattfärbung sind ein dezenter Hintergrund für die Blütenpracht
Die mittel- bis dunkelgrünen glatten Blätter bilden den Hintergrund für die auffälligen Blüten. Die Blätter sind symmetrisch und ellipsenförmig mit einem glatten Blattrand. Durch ihren ledrigen und festen Bau stehen die Blätter meist recht waagerecht von der Pflanze ab, dadurch wirkt die Pflanze umso voller.
Der beste Standort für Großblumige Rhododendren
Diese Buschsträucher wachsen am besten und schönsten als Unterbepflanzung von lichtdurchlässigen Baumkronen. Demnach sind sie, neben einer Einzel- oder Gruppenstellung, auch ausgezeichnet als Zusatzbepflanzung von Alleen geeignet.
Die optimale Standortwahl für Ihren Rhododendron
Bei der Standortwahl im generellen sollte man einige Dinge beachten. Der bevorzugte Standort dieser Rhododendren befindet sich im Halbschatten, so zum Beispiel im leichten Schatten von anderen Bäumen. Einige Stunden volles Licht wären allerdings optimal, wobei sie dabei darauf achten müssen, dass ihre Pflanze der starken Mittagssonne nicht dauerhaft ungeschützt ausgesetzt ist. Ein sonniger Stand ist lediglich dann möglich, wenn sowohl die Feuchtigkeit Boden als auch die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch ist, wie beispielsweise in Küstennähe häufig zu finden.
Leicht windig, aber dennoch geschützt
Ein Mittelweg zwischen leicht windig und geschützt ist für den Standort wichtig, damit die Pflanzen einen guten Sauerstoff und Wasseraustausch betreiben können. Die Folge einer Platzierung an einem zu abgeschlossenen Ort, kann ein Temperaturanstieg in den Blättern sein, was dann zum Hitzeschock führt. Dies kennzeichnet sich dann dadurch, dass die Blätter sich entlang der Blattmittelrippe und dem Blattrand braun färben. Ebenfalls kommt es dann zu einer matten gelbgrün-Färbung der Blätter. Zuletzt sollte ihre Pflanze auch geschützt vor austrocknenden Winden stehen, sowohl im Sommer als auch im Winter, das heißt, sie sollten bei ihrer Standortwahl Zugluftschneisen zwischen Gebäuden oder ähnliches meiden.
Wichtige Bodenbedingungen für ihren Rhododendron
Der Boden an dem potentiellen Standort ihres Rhododendrons sollte locker, humos (mit vielen Nährstoffen), ausreichend feucht, wasserdurchlässig und auch gut durchlüftet sein. Es ist also wichtig, dass sich kein Wasser im Pflanzenboden anstauen kann (sich keine Staunässe bildet); entsprechend sollte der Boden nicht stark verdichtet sein.
Organische Materialien verbessern die Bodenbedingungen
Leicht sandige Böden sind für großblumige Rhododendren unproblematisch, zur Schaffung besserer Bedingungen kann ein solcher Boden jedoch auch aufgebessert werden. Dies gelingt unter anderem durch die Zugabe von organischen Materialien wie bspw. Stroh, Laub, Sägemehl, Rinderdung (getrockneter Mist von Rindern in Pelletform), Schreddergut (Nadel-, Laubholz) oder Lehm. Reine Lehm- und Tonböden mit schlechter Wasserführung sind für diese Rhododendren aber zu staunass und kompakt. Dem kann aber Abhilfe geschaffen werden, indem sie ihren Boden entwässern und ihn durch Zugabe von Sand, Lauberde, Rindenmulch oder ähnliches auflockern. Weitere Tipps, wie man Staunässe vermeiden kann, finden Sie hier: Staunässe vermeiden – Ursachen und Gegenmaßnahmen.
Großblumige Rhododendren lieben leicht sauren Boden
Der Säuregrad des Bodens spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Der günstigste Säurewert für großblumige Rhododendren liegt bei einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5. Vereinzelte Sorten vertragen allerdings auch Boden mit einem pH-Wert von bis zu 6 oder 6,5. Im Allgemeinen kann man sich also merken, dass großblumige Rhododendren saure Böden bevorzugen, demnach sind sie nicht wirklich kalkverträglich.
Düngung und Pflege von Rhodendron
Rhododendren sind in der Regel Waldpflanzen, diese Charakteristik ist wichtig für die Düngung und Pflege der Pflanze. Zunächst einmal müssen die Pflanzen nicht jährlich mit reichlich Torfgabe versorgt werden, denn die jährliche Laubstreu der Schattenbäume reicht an sich aus. Ansonsten kann eine angemessene Menge an Laubmulch zu der Erde gegeben werden. Kompost ist für die Düngung von Rhododendren generell nicht geeignet, da dies den Boden versauern könnte und außerdem oftmals zu viel Salz enthält.
Die empfehlenswerte Bewässerung und Pflege ihrer Rhododendren
Bei der Pflege sollte man darauf achten, dass die Pflanzen während der Trockenperioden im Frühling und Sommer gewässert werden, dies allerdings nicht zu viel.
Ein schönes und verbessertes Ergebnis erhalten sie, wenn sie die verblühten Blüten an den Blütenständen abknicken und herausbrechen. Außerdem können sie nach der Blüte die Pflanze zurückschneiden oder auch die jungen Triebe entspitzen*. Wenn man dies macht, wird weniger Energie in die Bildung von neuen Samen verschwendet. Ebenfalls empfehlenswert ist es, während mehrerer Wachstumsperioden die Blütenknospen aus der Pflanze herauszubrechen. Dies führt dazu, dass die Pflanzen ihre Energie in die Entwicklung der Zweige und Blätter investieren, statt, wie oben schon angesprochen, Energie für die Samenbildung zu verlieren. Als Ergebnis erhalten sie dann eine kompaktere und vollere Pflanze, welche kräftiger ist und auch außerhalb der Blütenperioden sehr ansehnlich ist.
Im Allgemeinen gilt als, dass eine Fokussierung auf wenige Blütenknospen zu einem besseren Wachstum ihres Rhododendrons führt.
Das Entspitzen von Rhododendron– Erläuterung
Bei dem Prozess des „Entspitzens“ wird die Spitze des Haupttriebes der Pflanze entfernt, dadurch wird die Bildung von Seitentrieben angeregt. Demnach ist diese Methode besonders bei jungen Pflanzen wichtig, da man so ihre Determination in die Höhe zu wachsen unterbindet und sie dazu anregt mehr in die Breite und auch kompakter zu wachsen.