| Wuchs: | Aufrecht, überhängend, horstbildend |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm |
| Blatt: | Immergrün, im Austrieb rötlichbraune, später glänzendgrüne Blattfarbe, zweifach gefiedert |
| Frucht: | - |
| Blüte: | - |
| Blütezeit: | - |
| Wurzeln: | - |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkarm |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
| Eigenschaften: |
Der Dryopteris erythrosora var. prolifera (Rotschleier-Farn) begeistert mit einem schönen Blattschmuck. An halbschattigen Gehölzen und Gehölzrändern, präsentieren sich die zweifach gefiederten...
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| Wuchs: | Aufrecht, überhängend, horstbildend |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm |
| Blatt: | Immergrün, im Austrieb rötlichbraune, später glänzendgrüne Blattfarbe, zweifach gefiedert |
| Frucht: | - |
| Blüte: | - |
| Blütezeit: | - |
| Wurzeln: | - |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkarm |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
| Eigenschaften: | Der Dryopteris erythrosora var. prolifera (Rotschleier-Farn) begeistert mit einem schönen Blattschmuck. An halbschattigen Gehölzen und Gehölzrändern, präsentieren sich die zweifach gefiederten Blätter im Austrieb in einem rötlichen Braun, danach sind die Blätter glänzend grün. Im Winter übersteht der Rotschleier-Farn Temperaturen von bis zu -23,3 °C ohne Probleme. Wichtig ist jedoch, sollte dass die Pflanze über Jahre hinweg nicht umgepflanzt wird. Der Rückschnitt sollte im Frühjahr erfolgen. Der Dryopteris erythrosora var. prolifera kommt in der Gruppe am besten zur Geltung und wird daher gerne in kleinen Tuffs von 1-3 (oder bis 5) oder in kleinen Tuffs von 3-5 (oder bis 10) Stück und mit sechs bis neun Pflanzen auf den Quadratmeter im Abstand von 30 - 40 cm gepflanzt. Aber auch in der Einzelstellung weiß der Farn zu beeindrucken. |
- 1. Portrait des Rotschleierfarns
- 2. Standort und Boden
- 3. Blattwerk des Rotschleierfarns
- 4. Verwendung im Garten
- 5. Pflanzpartner für den Rotschleierfarn
- 6. Pflege und Überwinterung
- 7. Wissenswertes über den Rotschleierfarn
Portrait des Rotschleierfarns
Der Rotschleier-Farn, botanisch als Dryopteris erythrosora var. prolifera bekannt, zählt zu den schönsten immergrünen Farnen für den Garten. Mit seinen rötlichbraunen Austrieben und dem später glänzendgrünen Blattwerk setzt er das ganze Jahr über Akzente. Die aus Ostasien stammende Pflanze – genauer aus China, Taiwan, Korea und Japan – bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem, kalkarmem Boden. Ihre aufrechten, horstbildenden Wedel werden bis etwa 60 Zentimeter hoch und wirken durch die überhängenden Spitzen besonders elegant. Der Rotschleier-Farn ist nicht nur winterhart bis minus 23 Grad Celsius, sondern auch pflegeleicht und vielseitig einsetzbar. Bereits im zeitigen Frühjahr erscheinen die zarten, rötlich schimmernden jungen Wedel, die sich im Laufe der Saison zu sattem Grün entwickeln.
Botanische Zuordnung und Herkunft
Die genaue botanische Bezeichnung Dryopteris erythrosora var. prolifera weist auf die nahe Verwandtschaft mit dem Gewöhnlichen Rotschleier-Farn (Dryopteris erythrosora) hin. Die Varietät „prolifera“ zeichnet sich durch eine besonders reiche Vermehrung und dichten Wuchs aus. Ursprünglich in den milden Klimazonen Ostasiens heimisch, hat sich diese Sorte als äußerst robust erwiesen und wird heute in vielen Gärten Mitteleuropas geschätzt. Die Artbezeichnung erythrosora leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie „rotsporig“ – ein Hinweis auf die auffällig roten Sporenbehälter, die bei dieser Farnart regelmäßig zu beobachten sind. Diese botanische Besonderheit macht den Rotschleier-Farn auch für Pflanzenliebhaber interessant, die Wert auf ungewöhnliche Details legen.
Wuchsform und Eigenschaften
Der Rotschleier-Farn bildet dichte Horste mit aufrechten, bogig überhängenden Wedeln. Jeder Wedel ist mehrfach gefiedert und kann eine Länge von bis zu 80 Zentimetern erreichen. Die Blattspreiten sind weich und fühlen sich fast samtig an. Im Austrieb erscheinen die Wedel in einem leuchtenden Rotbraun, das an Rosttöne erinnert. Diese Färbung bleibt mehrere Wochen erhalten, bevor sie allmählich in ein kräftiges, glänzendes Grün übergeht. Die immergrüne Belaubung sorgt auch im Winter für Struktur, auch wenn die Wedel im Laufe der Jahre etwas an Schönheit verlieren. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr verjüngt den Horst und fördert den Neuaustrieb. Der Farn ist sehr langlebig und sollte nicht umgepflanzt werden, da er tiefe, empfindliche Wurzeln ausbildet. Er gedeiht daher am besten an einem festen Standort im Halbschatten.
Standort und Boden
Wie viele Farne bevorzugt auch der Rotschleier-Farn einen geschützten, halbschattigen Standort, der vor der Mittagssonne schützt. Zu viel Lichteinstrahlung lässt die empfindlichen Wedel schnell vergilben oder verbrennen. Ein Platz unter lichten Gehölzen oder an der Nordseite von Gebäuden ist ideal. Der Boden sollte humusreich, locker und gut durchlässig sein, denn Staunässe verträgt der Farn nicht. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert mit geringem Kalkgehalt fördert das gesunde Wachstum. Besonders wichtig ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, vor allem während der Austriebszeit im Frühjahr. Trockenphasen müssen durch regelmäßiges Gießen ausgeglichen werden, damit die Wedel nicht welken.
Optimale Standortbedingungen für Dryopteris erythrosora var. prolifera
Der ideale Standort für den Rotschleier-Farn ist ein halbschattiger, luftfeuchter Platz mit morgendlicher oder abendlicher Sonne. An vollsonnigen Standorten leiden die Wedel unter Trockenstress und die Blattränder bräunen ein. Auch tiefe Schattenlagen sind meist zu dunkel: Der Farn wächst dann zwar noch, bleibt aber niedriger und die Austriebsfärbung fällt blasser aus. Die Kombination aus Licht und Schatten sollte so ausgewogen sein, dass die Pflanze etwa vier bis fünf Stunden Sonnenlicht pro Tag erhält. Besonders gut gedeiht der Farn unter Bäumen mit lichter Krone, etwa Birken oder Ebereschen, die nicht zu viel Wasser aus dem Boden ziehen. Auch vor starkem Wind sollte der Standort geschützt sein, da die Wedel sonst einreißen können.
Bodenansprüche und Bodenverbesserung
Der optimale Boden für den Rotschleier-Farn ist humusreich, frisch und gut durchlässig. Er sollte einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen, also leicht sauer bis neutral sein. Kalkhaltige Böden verträgt die Pflanze nur bedingt; auf zu kalkreichen Substraten kann die Entwicklung gehemmt sein. Eine Bodenverbesserung mit Laubkompost oder Rindenhumus vor der Pflanzung sorgt für lockere Struktur und ausreichende Feuchtigkeitsspeicherung. Bei schweren Lehmböden ist eine Drainageschicht aus Kies oder Sand empfehlenswert, um Staunässe zu vermeiden. Mulchen mit einer dünnen Schicht aus Herbstlaub schützt den Boden vor dem Austrocknen und liefert gleichzeitig Nährstoffe. Auf intensive Düngung kann der Farn verzichten, da er sich auf natürliche Weise aus dem verrottenden Laub anderer Pflanzen versorgt. Eine jährliche Gabe von reifem Kompost im Frühjahr fördert jedoch die Vitalität.
Blattwerk des Rotschleierfarns
Das Blattwerk des Rotschleier-Farns ist zweifach gefiedert und von einer zarten, fast durchscheinenden Struktur. Die Fiedern sind weich und stehen dicht an den Wedeln, was dem Farn ein sehr gefülltes Erscheinungsbild verleiht. Besonders reizvoll ist der Austrieb: Die jungen Blätter leuchten in Rottönen, die an Rost oder Zimt erinnern. Dieses Farbspiel hebt sich wunderbar von dunklem Grün ab und macht die Pflanze auch aus der Ferne erkennbar. Im Laufe der Saison verfärben sich die Wedel in ein intensives Smaragdgrün, das bis zum nächsten Frühjahr anhält. Selbst im Winter behalten die meisten Wedel ihre Farbe und bieten so einen willkommenen Blickfang in der kahlen Jahreszeit.
Die Farbenpracht der Fiedern
Die auffälligste Eigenschaft des Farns ist der rötlichbraune Jungwuchs. Sobald die ersten Wedel im April aus dem Horst sprießen, scheinen sie wie von einem rostroten Schleier überzogen – daher auch der deutsche Name Rotschleier-Farn. Diese Farbe kann je nach Lichteinfall mehrere Wochen lang erhalten bleiben, bevor sie nach und nach vergrünt. Der Farbwechsel vollzieht sich langsam und zeigt Zwischentöne von Orange- bis Kupfergrün. Die späteren Wedel sind kräftig grün und glänzen im Licht. Die Blattunterseiten tragen die für Farne typischen Sporangien, die bei Dryopteris erythrosora eine leuchtend rote Farbe aufweisen. Diese roten Sporenbehälter sind ein seltener Genuss und machen die Pflanze auch für Detailsucher besonders.
Immergrüne Belaubung im Winterquartier
Dank seiner immergrünen Eigenschaft behält der Rotschleier-Farn auch im Winter einen Großteil seiner Blätter. Vor allem die älteren Wedel sind widerstandsfähig und trotzen Frost und Schnee. Lediglich bei extrem strengem Frost oder Wind können die Blätter braune Ränder bekommen. Ein Mulchen des Wurzelbereichs mit Herbstlaub schützt die immergrünen Wedel vor Austrocknung durch Kahlfrost. Gerade in nur teilweise winterharten Lagen sollte man die Pflanze daher mit einer Laubschicht bedecken. Im Frühjahr werden die abgestorbenen Wedel bodennah abgeschnitten, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen. Die immergrüne Eigenschaft macht den Farn zu einem wertvollen Element auch in naturnahen Gärten, die auf Winterstruktur setzen.
Verwendung im Garten
Der Rotschleier-Farn eignet sich hervorragend für halbschattige bis schattige Bereiche des Gartens. Ob als Unterpflanzung unter Gehölzen, am Gehölzrand oder in Rabatten mit anderen Schattenstauden – er bringt Farbe und Struktur in dunkle Ecken. Durch seine kompakten Horste und die imposanten Wedel wirkt er sowohl einzeln als auch in kleinen Gruppen. Er passt in naturnahe Gärten, in asiatisch inspirierte Anlagen oder in moderne Schattenbeete. Auch in Kübeln auf Terrasse oder Balkon kann der Farn gedeihen, vorausgesetzt das Substrat ist durchlässig und der Standort halbschattig. Die Pflegeleichtigkeit macht ihn zu einer idealen Wahl für Gärtner, die einen pflegeleichten aber effektvollen Blattschmuck wünschen.
Einzeln oder in Gruppen – die Wirkung von Dryopteris erythrosora var. prolifera
Alleinstehend setzt der Rotschleier-Farn beeindruckende Akzente: Die rötlich schimmernden Austriebe fallen sofort ins Auge und lockern die grüne Umgebung auf. In einer lockeren Gruppe von drei bis fünf Horsten entsteht ein dichtes Blätterdach, das an Farnwälder erinnert. Mit einem Pflanzabstand von 30 bis 40 cm und sechs bis neun Pflanzen pro Quadratmeter erzielt man einen geschlossenen Bestand. Auch in Kombination mit Stauden, die eine andere Blattstruktur oder Farbe aufweisen, entstehen spannende Kontraste. Besonders wirkungsvoll ist die Mischung mit Funkien, die große, glänzende Blätter haben und damit das fein gefiederte Farnlaub hervorheben.
Ideale Pflanzung an Gehölzrändern
Der halbschattige Gehölzrand ist der klassische Standort für den Rotschleier-Farn. Hier erhält er das nötige Licht für den Austrieb, bleibt aber dennoch vor der intensiven Mittagssonne geschützt. Durch die immergrüne Belaubung wirkt er im Winter als Strukturgeber, während im Frühling die rötlichen Wedel die ersten Farbflecke setzen. In der Nachbarschaft von Gehölzen wie Zaubernuss, Kornelkirsche oder Mahonie entsteht ein harmonisches Gesamtbild. Der Farn überzeugt dabei durch seine Anspruchslosigkeit: Einmal etabliert, benötigt er kaum Pflege und unterdrückt durch seine dichten Horste sogar Unkraut. Lediglich fallendes Laub sollte im Herbst von den Wedeln entfernt werden, um Fäulnis vorzubeugen.
Kombination mit Frühblühern
Im zeitigen Frühjahr, wenn die Blüte von Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen oder Krokussen die Beete belebt, schickt der Rotschleier-Farn seine ersten rötlichen Wedel. So ergänzen sich Blütenstand und Blattschmuck ideal. Blaue Blüten, etwa von Vergissmeinnicht oder Lungenkraut, bilden einen schönen Kontrast zum warmen Rotbraun der Farnblätter. Achten sollte man darauf, dass die Frühblüher nicht zu stark mit dem Farn konkurrieren, denn dieser breitet sich langsam aber stetig aus. Ein Mulchring um die Farnhorste hält konkurrierende Wurzelunkräuter in Schach und bewahrt die Feuchtigkeit. So entsteht ein pflegeleichtes Bild, das schon in den ersten warmen Tagen des Jahres begeistert.
Pflanzpartner für den Rotschleierfarn
Bei der Auswahl geeigneter Pflanzpartner sollte man auf ähnliche Standortansprüche und ein stimmiges Gesamtbild achten. Der Rotschleier-Farn harmonisiert mit vielen Schattenstauden, die ebenfalls humosen, feuchten Boden lieben. Besonders attraktiv sind Partner mit Blättern in kontrastierenden Farben oder Formen. So treten die filigranen Wedel des Farns wirkungsvoll hervor. Einige klassische Partner wie Funkien oder Elfenblumen sind nicht nur optisch reizvoll, sondern teilen auch die Vorliebe für halbschattige Lagen. Auch Gräser mit überhängendem Wuchs, wie die Japan-Segge, können eine lockere Begleitung sein. Entscheidend ist, dass die Partner nicht zu stark in den Vordergrund drängen und dem Farn seinen Raum lassen.
Harmonische Nachbarn für Dryopteris erythrosora var. prolifera
Schönblühende Schattenstauden wie die Purpurglöckchen (Heuchera) bringen mit ihren roten, violetten oder silbrigen Blättern Farbe ins Beet. Anemonen (Anemone japonica) öffnen im Spätsommer ihre Blüten und setzen leuchtende Akzente. Ähnlich gut passen die Christrosen (Helleborus), die mit ihren frühen Blüten den Austrieb des Farns begleiten. Alle diese Pflanzen mögen durchlässigen, humusreichen Boden im Halbschatten. Auch die unterschiedlichen Blütenfarben und -formen sorgen für Abwechslung. Um eine Überfüllung zu vermeiden, sollte man zwischen den Partnern ausreichend Abstand halten. Die Horste des Farns können mit der Zeit bis zu 80 cm Durchmesser erreichen, sodass ein Meter Abstand zu anderen Stauden sinnvoll ist.
Farbkontraste mit Herbstblühern
Im Herbst, wenn die grünen Farnwedel noch frisch wirken, öffnen Herbstanemonen ihre zarten Blüten in Weiß oder Rosa. Auch die Blüten der Fetthenne (Sedum telephium) in kräftigem Rot sind ein spannender Kontrast zum Grün. Herbstblüher wie der Goldfelberich (Lysimachia punctata) bringen leuchtendes Gelb ins Spiel, das die warmen Rottöne des Farns im Austrieb aufgreift. Da der Farn immergrün ist, bleibt das Beet auch nach der Blütezeit strukturiert. Einzelne vertrocknete Blätter sollten entfernt werden, um ein ungepflegtes Aussehen zu vermeiden. Mit der richtigen Auswahl an Partnern entsteht ein ganzjährig attraktives Bild, das vom Frühling bis zum Winter die Blicke auf sich zieht.
Pflege und Überwinterung
Der Rotschleier-Farn ist ein pflegeleichter Dauerbewohner des Schattengartens. Grundsätzlich braucht er wenig Aufmerksamkeit, da er sich an seinem Standort gut selbst versorgt. Regelmäßiges Gießen ist vor allem in der ersten Zeit nach der Pflanzung sowie während längerer Trockenperioden im Sommer nötig. Ältere Pflanzen können kurze Trockenphasen besser überstehen. Ein jährlicher Rückschnitt im Frühjahr hält den Horst gesund und regt das Wachstum an. Die immergrünen Wedel überstehen den Winter meist unbeschadet, sollten aber bei starkem Frost geschützt werden. Dünger kann sparsam eingesetzt werden, da der Farn meist von der natürlichen Bodenfruchtbarkeit profitiert.
Rückschnitt und Laubreinigung
Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das zeitige Frühjahr, noch vor dem Austrieb der neuen Wedel. Dann schneidet man alle abgestorbenen, braunen oder angefaulten Wedel bodennah ab. So wird Platz geschaffen für die jungen, rötlichen Triebe, und der Horst bleibt luftig. Auch beschädigte Wedel aus dem Vorjahr sollten entfernt werden. Laub der Bäume, das auf den Farn fällt, muss unbedingt entfernt werden, da sonst Fäulnis unter der dicken Laubschicht entstehen kann. Man kann das Laub stattdessen unter den Farn mischen, um den Boden zu mulchen. Notwendig ist das aber nur, wenn die Farnpflanze selbst von der Laubschicht bedeckt wird. Ein leichter Überzug mit Laub schadet nicht und dient als Frostschutz.
Wässerung und Düngung
Besonders in Trockenperioden benötigt der Farn regelmäßig Wasser, da seine flachen Wurzeln die obere Bodenschicht nicht tief durchdringen. Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden, da sie Wurzelfäule verursacht. Eine Mulchschicht aus Rindenhumus oder Laub hält die Feuchtigkeit im Boden und gleicht Temperaturschwankungen aus. Gedüngt wird der Rotschleier-Farn am besten mit reifem Kompost, den man im Frühjahr flach in den Boden einarbeitet. Auch eine Gabe von Hornspänen im April fördert das Wachstum. Auf stickstoffreiche Dünger sollte man verzichten, da sie die Blattfarben verblassen lassen und die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen können. Ein leicht saures Milieu bleibt durch das Mulchen mit Laubkompost erhalten.
Winterhärte und Schutzmaßnahmen für Dryopteris erythrosora var. prolifera
Der Rotschleier-Farn ist bis minus 23,3 Grad Celsius winterhart (Zone 6) und übersteht damit die meisten Winter in Mitteleuropa problemlos. Dennoch können strenge Fröste ohne Schneedecke den immergrünen Wedeln zusetzen. Ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub verhindert Austrocknung durch Kahlfrost. Pflanzen in Kübeln benötigen zusätzlichen Schutz: Den Topf mit Vlies umwickeln und auf Styropor stellen. Steht der Farn sehr windexponiert, kann man die Wedel locker zusammenbinden, um sie vor dem Brechen zu schützen. Im Frühjahr wird der Winterschutz entfernt, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. So sind die jungen Triebe vor Kälteschäden geschützt.
Wissenswertes über den Rotschleierfarn
Der Rotschleier-Farn hat nicht nur einen poetischen Namen, sondern auch eine interessante botanische Besonderheit: Die roten Sporenbehälter auf der Blattunterseite, die im Sommer zur Reife gelangen, sind eine Seltenheit unter den Farnen. Sie verleihen der Pflanze zusätzlichen Charme und machen sie zu einem begehrten Sammlerstück. Wenig bekannt ist, dass die Art Dryopteris erythrosora in Japan als Heilpflanze geschätzt wird. Die Varietät prolifera zeichnet sich durch eine besonders hohe Vermehrungsfreudigkeit aus, was sie ideal für die flächige Bepflanzung macht. Viele Gärtner schätzen zudem ihre Anspruchslosigkeit und die lange Lebensdauer. Selbst nach Jahrzehnten am selben Standort zeigt der Farn kaum Altersschwäche, wenn er regelmäßig gepflegt wird.
Besonderheiten und Faszination
Zu den besonderen Eigenschaften des Rotschleier-Farns zählt die Fähigkeit, sich durch Ausläufer und Tochterpflanzen nahe des Mutterhorstes zu vermehren. So entstehen mit der Zeit dichte Bestände, die wie ein natürlicher Teppich wirken. Die immergrünen Wedel behalten auch im tiefsten Winter eine frische grüne Farbe, was die Pflanze zu einem der wenigen echten wintergrünen Farne macht. In der ostasiatischen Kultur gilt der Farn als Symbol für Beständigkeit und Eleganz. In den Wäldern Japans wächst er in Gesellschaft von Ahorn und Azaleen und prägt ein stimmungsvolles Bild. Diese Faszination lässt sich auch im eigenen Garten nachbilden, indem man den Farn mit Moosen und Steinen kombiniert. So entsteht ein kleines Waldstück, das Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt.
| Name Deutsch: | Rotschleier-Farn. |
| Name Botanisch: | Dryopteris erythrosora var. prolifera. |
| Wuchs: | Aufrecht, überhängend, horstbildend. |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm. |
| Blatt: | Immergrün, im Austrieb rötlichbraune, später glänzendgrüne Blattfarbe, zweifach gefiedert. |
| Frucht: | -. |
| Blüte: | -. |
| Blütezeit: | -. |
| Wurzeln: | -. |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkarm. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9. |
| Eigenschaften: | Der Dryopteris erythrosora var. prolifera (Rotschleier-Farn) begeistert mit einem schönen Blattschmuck. An halbschattigen Gehölzen und Gehölzrändern, präsentieren sich die zweifach gefiederten Blätter im Austrieb in einem rötlichen Braun, danach sind die Blätter glänzend grün. Im Winter übersteht der Rotschleier-Farn Temperaturen von bis zu -23,3 °C ohne Probleme. Wichtig ist jedoch, sollte dass die Pflanze über Jahre hinweg nicht umgepflanzt wird. Der Rückschnitt sollte im Frühjahr erfolgen. Der Dryopteris erythrosora var. prolifera kommt in der Gruppe am besten zur Geltung und wird daher gerne in kleinen Tuffs von 1-3 (oder bis 5) oder in kleinen Tuffs von 3-5 (oder bis 10) Stück und mit sechs bis neun Pflanzen auf den Quadratmeter im Abstand von 30 - 40 cm gepflanzt. Aber auch in der Einzelstellung weiß der Farn zu beeindrucken.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait des RotschleierfarnsDer Rotschleier-Farn, botanisch als Dryopteris erythrosora var. prolifera bekannt, zählt zu den schönsten immergrünen Farnen für den Garten. Mit seinen rötlichbraunen Austrieben und dem später glänzendgrünen Blattwerk setzt er das ganze Jahr über Akzente. Die aus Ostasien stammende Pflanze – genauer aus China, Taiwan, Korea und Japan – bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem, kalkarmem Boden. Ihre aufrechten, horstbildenden Wedel werden bis etwa 60 Zentimeter hoch und wirken durch die überhängenden Spitzen besonders elegant. Der Rotschleier-Farn ist nicht nur winterhart bis minus 23 Grad Celsius, sondern auch pflegeleicht und.... |
Pflanz- und Pflegetipps Dryopteris erythrosora var. prolifera / Rotschleier-Farn
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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