Herbstblüher – attraktive Ziersträucher, die Farbe in den herbstlichen Garten bringen
Im Spätsommer verabschieden sich die meisten Blumen und Sträucher und bereiten sich auf die nahende Winterpause vor. Aber dies bedeutet nicht, dass man auf farbenfrohe Akzente und leuchtende Farben verzichten muss. Mit der richtigen Wahl an herbstblühenden Ziersträuchern zeigt sich auch der herbstliche Garten von seiner schönsten Seite und verwöhnt sogar bis in den Winter hinein mit einer lebendigen sowie abwechslungsreichen Optik. Unzählige Ziergehölze präsentieren sich im Herbst mit einer farbenfrohen Blüte, einer strahlenden Herbstfärbung sowie zierenden Früchten und trotzen zudem den oftmals schon sinkenden Temperaturen. Sie verwöhnen nicht nur mit ihrer großen Attraktivität, sondern erweisen sich ebenso als wertvolle Nahrungsquelle für viele Bestäuber, andere Insekten und Vögel. Im Zusammenspiel mit anderen Jahreszeitenblühern, wie den Frühjahrsblühern, den Sommerblühern und den Winterblühern bieten die herbstblühenden Sträucher ganzjährig ein wunderschönes Blütenerlebnis und lassen den Garten zu keiner Zeit langweilig oder trist erscheinen.
Wann blühen Herbstblüher genau
Die sogenannten Herbstblüher verwöhnen in der zweiten Jahreshälfte mit ihrem Anblick und verleihen dem Garten nach der imposanten Blüte des Sommers eine ebenso farbenfrohe Optik. Die Hauptblütezeit der im Herbst blühenden Ziersträucher erstreckt sich von August bis Oktober. Dann bringen etwa die Herbst-Duftblüte, die Scheinmyrthe oder auch der Schmetterlingsstrauch Farbe in den Garten und beleben diesen mit ihrer farbintensiven Erscheinung. Einzelne spätblühende Pflanzen, wie zum Beispiel die Herbst-Kamelie, verwöhnen sogar bis in den November und Dezember hinein mit ihrer üppigen Blütenpracht. Voraussetzung hierzu ist aber eine möglichst frostfreie Wetterlage und ein geschützter, lichtreicher Standort. Nach einem milden Sommer kann sich die jeweilige Blütezeit auch nach hinten verschieben.
Die besten Herbstblüher für jeden Gartenstil
Die Auswahl an herbstblühenden Sträuchern ist groß und ermöglicht jedem Naturfreund die Verschönerung des heimischen Gartens. Je nach individuellem Geschmack, der jeweiligen Gartengröße und Stilrichtung besteht die Wahl aus einem großen Sortiment an passenden Ziersträuchern, die mit ihrem Anblick das Gartenjahr verlängern und im Herbst für Lebendigkeit sowie Abwechslung sorgen. Herbstblühende Sträucher ermöglichen somit eine vielfältige Verwendung und eignen sich für kleine oder große Gärten, für die Pflanzung als natürlicher Sichtschutz ebenso wie für die Verschönerung von Terrassen und Innenhöfen als attraktives Kübelgewächs.
Die schönsten Herbstblüher für den kleinen Garten
Für den kleinen Stadtgarten benötigt der Gärtner herbstblühende Sträucher, die sich mit einer kompakten Gestalt und bestenfalls mit einer möglichst langen Blütezeit präsentieren. Hier eignen sich unter anderem die Bartblume mit einer Größe von circa 1 Meter, die lieblich duftende Herbst-Duftblüte und die Herbst-Kamelie. Sie benötigen wenig Raum zum Wachsen und überzeugen sogar in kleineren Gärten mit ihrer großen Attraktivität. Viele Ziersträucher, wie beispielsweise der Hibiskus und der Schmetterlingsstrauch, sind in Zwergformen erhältlich und eignen sich somit ebenfalls für die Pflanzung auf begrenztem Raum. Die Auswahl an kompakt wachsenden Herbstblühern lässt somit keine Wünsche offen und verspricht auch an grauen Herbsttagen eine farbenfrohe Optik.
Die schönsten herbstblühenden Sträucher für den großen Garten
Für die Verschönerung eines großzügigen Gartens, der über viel Raum verfügt, eignen sich insbesondere der im Herbst rosafarben bis blau blühende Herbst-Flieder sowie der Liebesperlenstrauch, der mit dem Anblick einer dekorativen Frucht überrascht. Auch die Zimterle entwickelt sich malerisch zu einem weiß blühenden Großstrauch. Der Spierstrauch benötigt ebenfalls ausreichend Raum zum Entfalten und eignet sich für den großen Garten, denn er wächst flächendeckend ausgebreitet und verwöhnt mit einer strahlenden Blüte in Pink. All diese herbstblühenden Ziersträucher benötigen Platz zum Wachsen und verwöhnen dann nach der Sommerzeit mit einer wundervollen Blüte und ihrem formschönen Wuchs.
Viele Herbstblüher sind wichtige Bienennährweiden und haben einen hohen Pollengehalt
Besonders im Herbst erweisen sich viele herbstblühende Ziersträucher als überlebenswichtige Nahrungsquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Wenn die Sommerblüte bereits vorüber ist, bedienen sich die Tiere an den Pollen und dem Nektar der Herbstblüher. Als besonders insektenfreundlich gelten etwa die Bartblume, mit ihrer zuverlässigen, üppigen Blüte sowie der Sommerflieder. Er blüht ausgesprochen reichhaltig und duftet herrlich süß. Auch der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist sehr wertvoll und einer der letzten Nektarspender im Verlauf des Kalenderjahres. Unzählige herbstblühende Sträucher erweisen sich somit als wichtige Bienennährweiden und verwöhnen sowohl optisch als auch mit einem hohen ökologischen Wert.
Der ideale Standort: Wo gedeihen Herbstblüher am besten
Der ideale Standort für herbstblühende Sträucher hängt von der jeweiligen Art ab und ist individuell. Gemeinsam haben aber nahezu alle Pflanzen ihre Vorliebe für sonnige Standorte und ihre Sensitivität gegenüber Staunässe und Wind. Da Herbstblüher spät austreiben und spät im Jahr blühen, sollten sie einen geschützten Standort erhalten. Dann verwöhnen sie insgesamt mit ihrem robusten Charakter und bieten in der tristen Jahreszeit eine farbenfrohe Optik.
Im Herbst blühende Ziersträucher benötigen zumeist möglichst viel Sonne
Ziersträucher, die im Herbst mit einer späten Blüte erfreuen, benötigen zumeist viel Sonne und gelten als lichtbedürftig. Ein möglichst sonniger Stand ist ideal für eine üppige Blütenbildung. Viele spätblühende Ziersträucher stammen aus wärmeren Regionen mit mildem Klima und eignen sich daher hervorragend für die Pflanzung in Süd- und Westlage. An einem geschützten Platz kann sich die Blüte am besten entwickeln und mit einer möglichst langen Blütezeit überzeugen.
Die besten Bodenbedingungen für das Wachsen von Herbstblühern
Entsprechend der jeweiligen Art stellen die unterschiedlichen herbstblühenden Ziergehölze individuelle Ansprüche an den Boden. Sie haben aber einige grundlegende Ansprüche gemeinsam: Herbstblüher bevorzugen einen lockeren und möglichst durchlässigen Untergrund und entwickeln sich hier am besten. Sie reagieren besonders sensibel auf anhaltende Staunässe und sollten daher mit einem ausreichenden Wasserablauf unterstützt werden. Besonders günstig hat sich die Mischung des Bodens mit Kompost erwiesen, denn der Untergrund speichert Feuchtigkeit, bleibt aber nicht nass. In Bezug auf den jeweiligen pH-Wert des Bodens fühlen sich die meisten Herbstblüher auf neutralen bis leicht alkalischen Untergründen am wohlsten. Es empfiehlt sich daher, vor der Pflanzung des Strauches den jeweiligen Boden zu überprüfen und gegebenenfalls mit Kompost oder Rindenmulch zu optimieren. Dies garantiert der Pflanze die besten Startbedingungen für ein gutes Wachstum.
Hier eine Liste der schönsten herbstblühenden Sträucher und ihre Bodenansprüche
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Strauchart
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Blütezeit
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Bevorzugter Boden
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Sommerflieder
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Juli - September
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Durchlässig, sandig, sonnig, warm
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Bartblume
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August - Oktober
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Locker, kalkhaltig, sonnig, geschützt
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Strauch-Eibisch
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Juli - September
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Tiefgründig, humos, nährstoffreich, sonnig
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Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch
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August - Oktober
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Humos, frisch, durchlässig, sonnig bis halbschattig
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Rispenhortensie
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Juli - Oktober
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Humos, frisch, leicht sauer, sonnig bis halbschattig
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Zimterle
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August - Oktober
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Sauer, humos, gleichmäßig feucht
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Liebesperlenstrauch
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Juli - September
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Humos, locker, sonnig
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Eichblatthortensie
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Juli - Oktober
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Humos, frisch, durchlässig, halbschattig
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So pflanzen und pflegen Sie ihre Herbstblüher richtig
Damit herbstblühende Sträucher am schönsten anwachsen und mit einer reichen Blüte Farbe in den herbstlichen Garten bringen, ist der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung entscheidend. Am besten hat sich hier die Pflanzung dieser Ziergehölze im Frühherbst erwiesen: In den Monaten von August bis Oktober erhalten die Sträucher einen noch vorgewärmten Boden und können gut verwurzeln. Dies verschafft ihnen große Robustheit für den folgenden Winter und sorgt für eine gute Blütenbildung. Es gilt zu beachten, dass je später die Pflanzung erfolgt, desto größer das Risiko für Frostschäden an den Wurzeln ist. Eine Pflanzung im Frühjahr ist ebenfalls möglich, allerdings setzt sommerliche Hitze und Trockenheit vielen Jungpflanzen zu und eine regelmäßige Bewässerung ist absolut essenziell. Die herbstliche Alternative erweist sich somit als zuverlässiger. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Wurzeln von Containerpflanzen im Unterschied zur Ballenware gelten in einem Topf gezogene Containerpflanzen als ganzjährig pflanzbar, sofern der Boden frostfrei ist. Sie verfügen über starke Wurzeln.
Der richtige Rückschnitt von herbstblühenden Sträuchern
Der richtige Rückschnitt von Sträuchern ist entscheidend für die Ausbildung einer reichhaltigen Blüte und die Gesundheit der Pflanze. Herbstblüher unterscheiden sich hier von Frühblühern, denn sie bilden ihre Blüten an Trieben, die im aktuellen Jahr gewachsen sind. Dies wird auch als „Blüte am neuen Holz“ bezeichnet. Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist somit nicht direkt nach der Blüte im Herbst, sondern erst zum Ende des Winters oder in den Frühlingsmonaten Februar bis März. Wichtig ist der Schnitt vor dem Beginn des neuen Wachstums. Dann erfreut der Zierstrauch im Herbst mit einer üppigen Blütenpracht und sorgt für malerische Farbmomente. Für die jeweilige Technik ist die Schnittart zu beachten. Hier unterscheidet sich der Schnitt mit dem Ziel der Verjüngung (alte verholzte Triebe entfernen), der Auslichtung (lediglich schwache, beschädigte Triebe werden entfernt) oder der Formgebung (Höhe und Breite werden durch den Schnitt der Seitentriebe reguliert).
Gartenplanung: Was passt zu Herbstblühern
Die Auswahl an herbstblühenden Ziersträuchern ist groß und ermöglicht dem Gärtner, auch nach der farbenfrohen Sommerblüte für freundliche Farbtupfer zu sorgen. Damit die jeweiligen Pflanzen am schönsten zur Geltung kommen, sollte der individuelle Standort nach der Größe, Blütezeit, und Blütenfarbe gewählt werden. Kombiniert man die Pflanzen zusammen mit anderen herbstlichen Stauden und Gräsern, wird dem Betrachter ein harmonisches Gesamtbild geboten, das dem herbstlichen Garten eine lebendige und abwechslungsreiche Wirkung verleiht. Bei der Platzierung der Pflanzen ist eine gute Planung entsprechend der Höhenstaffelung zu empfehlen: Immergrüne Stauden und Gräser zur Unterpflanzung von blühenden Sträuchern sorgen für einen idyllischen Anblick und erzeugen aparte Kontraste. Auch die Kombination von Blüten nach Farbgruppen oder aber als Farbverlauf hat sich als sehr dekorativ erwiesen. Hier wird dem eigenen Geschmack keine Grenze gesetzt und die Vielfalt der herbstblühenden Sträucher ermöglicht jedem Gärtner die Erfüllung des jeweiligen Bedürfnisses.
Häufige Fragen rund um das Thema Herbstblüher
Welche Pflanzen gehören zu den Herbstblühern?
Die bekanntesten herbstblühenden Sträucher sind der duftende Sommerflieder, der mit einer langen Blütezeit von Juli bis Oktober begeistert, sowie die blau blühende Bartblume. Aber auch Sträucher wie der exotische Hibiskus, die elegante Rispenhortensie mit ihren großen Blüten, die weiß blühende Zimterle und der Liebesperlenstrauch gelten als populäre Herbstblüher. Das Sortiment ist sehr umfangreich und bietet dem Gärtner vielfältige Wahlmöglichkeiten.
Welche Herbstblüher blühen am längsten?
Die Blütezeit der herbstblühenden Sträucher ist individuell und hängt auch von der jeweiligen Witterung ab. Der sogenannte Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gilt aber als zuverlässig blühend und verwöhnt mit einer Blütezeit bis November. Auch der Flieder, der Korkspindelstrauch und die Bartblume präsentieren ihre Blüte bis in den Oktober und erweisen sich als attraktiver Blickfang. Sie alle gelten als wichtige Bienennährpflanzen und verfügen über einen hohen Pollengehalt.
Benötigt ein Herbstblüher einen Winterschutz?
Im Herbst blühende Ziersträucher gelten zumeist als robust und widerstandsfähig. Sie benötigen in der Regel keinerlei Winterschutz, denn sie haben sich an ihrem Standort etabliert. Die individuelle Winterhärte hängt aber von der jeweiligen Art ab. So gelten Sträucher aus milderen Klimazonen als spätfrostgefährdet. Junge Pflanzen, die frisch gesetzt wurden, sollten hingegen immer mit einem Winterschutz an kalten Tagen unterstützt werden. Hier haben sich die Umhüllung der Krone mit einem Wärmevlies sowie die Mulchung des Wurzelbereiches mit Rindenmulch bewährt.
Sollte man einen herbstblühenden Strauch regelmäßig Düngen?
Herbstblühende Sträucher bilden ihre Blüten am neuen Holz aus, also an den frischen Trieben des aktuellen Jahres. Eine regelmäßige Düngung fördert das Wachstum der Pflanze und sorgt für eine üppige Blütenbildung. Je besser sich die Wurzeln und die Triebe des Herbstblühers entwickeln, desto gesünder, frosthärter und reichblühender präsentiert sich der Strauch im Herbst. Eine regelmäßige Düngung in jedem Jahr ist somit empfehlenswert. Hier eignen sich unter anderem organische Dünger wie Kompost und Hornspäne oder mineralische Dünger wie Flüssig- und Langzeitdünger.