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Donarsbart

Jovibarba heuffelii

Jovibarba heuffelii (Donarsbart) als rosettenförmige Sukkulente mit rötlich-violetten Blättern und gelber Blüte im Topf.
Jovibarba heuffelii (Donarsbart) als rosettenförmige Sukkulente im Topf, grün bis rötlich-violette Blätter.
Jovibarba heuffelii (Donarsbart) als grüne, kompakte Rosette mit spitz zulaufenden Blättern und rötlich-braunen Blattspitzen.
Immergrün
Gelb
Sonnig
Juni - August
bis zu 12 cm
ab 3,45 €
     
Wuchs: Staude, rosettig, polsterartig, Nebenrosetten bildend, bis zu 12 cm hoch
Wuchshöhe: bis zu 12 cm
Blatt: Wintergrün, graugrüne Blattfarbe, eiförmig
Blüte: Einfache, gelbe Blütenstände, büschelartig, glockenförmig, auch ausgebreitet
Blütezeit: Juni - August
Boden: Trocken, gut durchlässig, neutral
Standort: Sonnig
Pflanzen pro m²: 16 bis 25
Wuchs: Staude, rosettig, polsterartig, Nebenrosetten bildend, bis zu 12 cm hoch
Wuchshöhe: bis zu 12 cm
Blatt: Wintergrün, graugrüne Blattfarbe, eiförmig
Blüte: Einfache, gelbe Blütenstände, büschelartig, glockenförmig, auch ausgebreitet
Blütezeit: Juni - August
Boden: Trocken, gut durchlässig, neutral
Standort: Sonnig
Pflanzen pro m²: 16 bis 25

Der Donarsbart, botanisch Jovibarba heuffelii genannt, ist eine faszinierende, polsterbildende Staude aus den Alpen. Mit seinen graugrünen, wintergrünen Rosetten und den leuchtend gelben Blüten im Sommer ist er ein echter Blickfang für sonnige, trockene Standorte. Diese robuste Pflanze, die auch unter den Synonymen Jupiterbart oder Fransenhauswurz bekannt ist, gehört zur Familie der Dickblattgewächse und zeigt sich äußerst genügsam. Ihre rosettige, polsterartige Wuchsform und die Bildung von Nebenrosetten machen sie zu einer idealen Besetzung für Steingärten, Mauerkronen und andere anspruchsvolle Lagen.

Portrait: Donarsbart – ein alpiner Überlebenskünstler

Der Donarsbart, oder Jovibarba heuffelii, verkörpert wie kaum eine andere Staude die Anpassungsfähigkeit an extreme Standorte. Seine kompakte, niedrige Erscheinung und die dichten Polster verleihen ihm einen urwüchsigen Charme, der besonders in naturnahen Gärten zur Geltung kommt. Als Mitglied der Gattung Jovibarba, die eng mit den Hauswurzen (Sempervivum) verwandt ist, teilt er deren legendäre Robustheit und Trockenheitsverträglichkeit. Diese Einführung beleuchtet die wesentlichen Merkmale dieser bemerkenswerten Pflanze.

Herkunft und Wuchsform

Die Heimat des Donarsbart liegt in den Alpen, wo er auf felsigen Hängen und in steinigen Matten gedeiht. Diese Herkunft prägt seinen gesamten Habitus: Er wächst rosettig und polsterartig, wobei sich dichte, flache Polster aus zahlreichen Einzelrosetten bilden. Charakteristisch ist die Bildung von Nebenrosetten, die sich an kurzen Ausläufern entwickeln und so für eine langsame, aber stetige Ausbreitung sorgen. Diese Wuchsform ist eine perfekte Anpassung an windexponierte, trockene Lagen, da sie Verdunstung minimiert und einen festen Halt im Substrat gewährleistet. Die Pflanze gehört zur Sektion Jovibarba innerhalb der Gattung Sempervivum, was ihre enge Verwandtschaft mit den bekannten Hauswurzen unterstreicht. In der botanischen Nomenklatur wird sie daher auch als Sempervivum heuffelii bezeichnet, was ihre Zugehörigkeit zur gleichen Familie verdeutlicht.

Wuchshöhe und Blütezeit

Mit einer Wuchshöhe von bis zu 12 cm bleibt der Donarsbart ausgesprochen niedrig und eignet sich daher hervorragend für den Vordergrund von Pflanzungen oder als flächiger Bodendecker. Die eigentlichen Rosetten liegen oft noch flacher am Boden, während die Blütenstände im Sommer die angegebene Höhe erreichen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August, ein vergleichsweise langer Zeitraum für eine alpine Staude. In dieser Phase erheben sich über den graugrünen Polstern die charakteristischen Blütenstände, die der Pflanze einen ganz besonderen Reiz verleihen. Pro Quadratmeter können 16 bis 25 Pflanzen gesetzt werden, um einen geschlossenen, teppichartigen Bestand zu erreichen. Diese Pflanzdichte unterstützt den polsterbildenden Charakter und unterdrückt zudem unerwünschten Wildwuchs zwischen den einzelnen Rosetten.

Standort und Boden

Die Ansprüche von Jovibarba heuffelii an Standort und Boden sind klar definiert und spiegeln direkt seine alpine Herkunft wider. Wer diese Staude erfolgreich kultivieren möchte, sollte daher die natürlichen Gegebenheiten seines Lebensraumes so gut wie möglich imitieren. Ein falscher Platz mit zu viel Feuchtigkeit oder Schatten führt unweigerlich zu Problemen, während die richtigen Bedingungen eine nahezu pflegefreie Kultur ermöglichen. Die folgenden Abschnitte erläutern die optimalen Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheiten im Detail.

Der ideale Standort für Jovibarba heuffelii

Der Donarsbart ist eine ausgesprochene Sonnenanbeterin und benötigt einen vollsonnigen Standort, um gesund zu wachsen und reichlich zu blühen. Nur bei intensiver Sonneneinstrahlung entwickelt sich die typische, kompakte Rosettenform und die schöne Blattfärbung in voller Ausprägung. Ideal sind Südlagen, die über den Tag hinweg maximale Lichtausbeute bieten. Auch West- oder Ostlagen kommen infrage, sofern sie mindestens sechs Stunden direkte Sonne pro Tag garantieren. Absolut ungeeignet sind schattige oder halbschattige Plätze, da die Pflanze dort vergeilt, ihre Blattfarbe verblasst und kaum noch Blüten bildet. Zudem fördert Schatten die Gefahr von Fäulnis, insbesondere in Kombination mit Feuchtigkeit. Ein windoffener Platz ist ebenfalls von Vorteil, da er für eine gute Durchlüftung sorgt und die Blätter nach Regen schneller abtrocknen lässt.

Bodenansprüche

Die Bodenansprüche des Donarsbart sind ebenso spezifisch wie seine Lichtbedürfnisse. Er benötigt einen trockenen, gut durchlässigen Boden, der Wasser schnell abführt und keine Staunässe zulässt. Schwere, lehmige oder tonige Substrate sind daher völlig ungeeignet und müssen vor der Pflanzung unbedingt mit reichlich Sand, Splitt oder feinem Kies aufgelockert werden. Ein neutraler pH-Wert wird bevorzugt, wobei die Pflanze auch leicht saure oder leicht alkalische Böden toleriert, solange die Drainage ausgezeichnet ist. Die ideale Bodenmischung besteht aus magerer Gartenerde, gemischt mit mindestens einem Drittel mineralischen Anteilen wie Lavagranulat, Bims oder grobem Sand. Diese Mischung sorgt für die notwendige Porosität und verhindert, dass die fleischigen Wurzeln und Blattrosetten in feuchten Perioden zu faulen beginnen. Ein hoher Humusanteil ist nicht erforderlich und kann sogar nachteilig sein, da er zu viel Wasser speichert.

Blüte und Blattwerk des Donarsbart

Die Attraktivität von Jovibarba heuffelii beruht auf der harmonischen Kombination aus dekorativem, ganzjährigem Laub und einer sommerlichen Blütenpracht. Während die Blattrosetten den strukturellen Rahmen bilden und auch im Winter für Grün im Garten sorgen, setzen die Blüten im Sommer leuchtende Akzente. Diese Dualität macht die Staude zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Steingarten oder jede Trockenmauer. Die folgenden Abschnitte beschreiben sowohl die Details der Blüten als auch die charakteristischen Eigenschaften des Blattwerks.

Die gelben Blüten

Im Sommer, von Juni bis August, erscheinen die einfachen, gelben Blütenstände des Donarsbart. Sie sind büschelartig angeordnet und erheben sich auf kurzen, aufrechten Stielen über dem Blattpolster. Die einzelnen Blüten sind glockenförmig, können sich aber auch ausgebreitet präsentieren, was ihnen einen lebendigen, natürlichen Charakter verleiht. Die Farbe variiert von einem zarten Hellgelb bis zu einem satten, goldgelben Ton, der in der vollen Sonne besonders intensiv leuchtet. Im Gegensatz zu manchen anderen Dickblattgewächsen duften die Blüten von Jovibarba heuffelii nicht nennenswert, bestechen aber durch ihre lange Haltbarkeit und ihren Kontrast zum graugrünen Laub. Nach der Blüte bilden sich unscheinbare Samenkapseln, die jedoch für die Vermehrung weniger relevant sind als die vegetative Vermehrung über Tochterrosetten. Ein Rückschnitt der verblühten Stängel ist nicht zwingend erforderlich, kann aber das gepflegte Erscheinungsbild fördern.

Das wintergrüne Laub

Das Blattwerk des Donarsbart ist ebenso bemerkenswert wie seine Blüten. Die Blätter sind wintergrün, das heißt, sie behalten auch in der kalten Jahreszeit ihre Farbe und Struktur, was der Pflanze einen ganzjährigen Zierwert verleiht. Die Blattfarbe ist ein charakteristisches Graugrün, das je nach Lichtintensität und Jahreszeit variieren kann. Die Blattform wird als eiförmig beschrieben, wobei die Blätter fleischig und sukkulent sind, um Wasser zu speichern. Eine besondere Eigenschaft ist die Verfärbung der Rosetten: Bei Trockenheit und viel Sonne verfärben sie sich teilweise braunrot, was einen attraktiven, fast bronzefarbenen Schimmer erzeugt. Diese Anpassung dient dem Schutz vor zu intensiver Sonneneinstrahlung. Die Rosetten selbst sind fest und kompakt angeordnet, wobei ältere Exemplare große olivgrüne Rosetten bilden können. Im Herbst und Winter bleibt das Laub intakt, sodass die Polster auch in der vegetationsarmen Zeit als strukturbildende Elemente im Garten dienen.

Verwendung im Garten

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Jovibarba heuffelii machen sie zu einer äußerst beliebten Staude für spezielle Gartenbereiche. Ihre Anspruchslosigkeit und ihre dekorative Wirkung prädestinieren sie für Standorte, an denen viele andere Pflanzen scheitern würden. Ob in natürlichen Steingärten, auf architektonischen Mauern oder in dekorativen Gefäßen – der Donarsbart findet überall seinen Platz und bereichert das Gartenbild mit seiner urwüchsigen Schönheit. Die folgenden Unterabschnitte stellen drei klassische Verwendungsbereiche vor.

Steingarten und Mauerkronen

Der Steingarten ist die klassische Heimat für den Donarsbart. Hier kann er seine natürliche Wuchsform voll entfalten und bildet mit der Zeit dichte, flächige Polster zwischen größeren Steinen oder in Felsnischen. Er eignet sich sowohl für größere Alpinum-Anlagen als auch für kleine, sorgfältig komponierte Steingartenbeete. Ebenso ideal ist die Bepflanzung von Mauerkronen, wo die Staude mit ihren flachen Wurzeln selbst in schmalen Spalten Halt findet. Auf Mauerkronen profitiert sie von der exzellenten Drainage und der intensiven Besonnung, die diese Lage typischerweise bietet. Die Polster hängen mit der Zeit leicht über die Mauerkante, was einen sehr malerischen Effekt erzeugt. Bei der Pflanzung in Steingärten oder auf Mauern sollte darauf geachtet werden, dass die Rosetten nicht von höheren Nachbarn beschattet werden und dass das Substrat ausreichend mineralisch ist.

Topfkultur

Jovibarba heuffelii eignet sich ausgezeichnet für die Kultur in Töpfen, Schalen oder anderen Gefäßen. In der Topfkultur lässt sich die benötigte Drainage besonders gut kontrollieren, indem man ein Substrat mit hohem mineralischen Anteil verwendet und für ausreichend Abflusslöcher sorgt. Flache, breite Schalen oder Töpfe aus Terrakotta oder Stein sind ideal, da sie zur flachen Wuchsform passen und ein natürliches Mikroklima fördern. Die Staude kann als Solitär gepflanzt werden, um ihre schöne Rosettenform in den Vordergrund zu stellen, oder in Kombination mit anderen sukkulenten, trockenheitsliebenden Pflanzen wie Sedum oder Sempervivum-Arten. Auf Balkonen, Terrassen oder in Innenhöfen bringt der Donarsbart so einen Hauch von alpiner Wildnis in den urbanen Raum. Im Winter benötigen Töpfe einen leichten Schutz vor anhaltender Nässe, beispielsweise durch Aufstellen an eine regengeschützte Hauswand oder durch Abdecken mit einer Glasscheibe.

Steinanlagen und Trockenmauern

Neben klassischen Steingärten und Mauerkronen findet der Donarsbart auch in Steinanlagen und an Trockenmauern eine perfekte Verwendung. In modern gestalteten Gärten mit Kiesbeeten oder Schotterflächen setzt er als strukturgebendes Element wirkungsvolle Akzente. Seine graugrünen Polster harmonieren hervorragend mit dem Grau von Basalt, Granit oder Kalkstein. An Trockenmauern, also Mauern ohne Mörtel, kann die Pflanze direkt in die Fugen gesetzt werden, wo sie mit der Zeit die Mauerstruktur weicher erscheinen lässt und für eine natürliche Begrünung sorgt. Diese Verwendung ist nicht nur ästhetisch, sondern auch praktisch, da die Wurzeln zur Stabilisierung der Mauer beitragen können. Bei der Pflanzung in Steinanlagen sollte der Bodenbereich ebenfalls gut drainiert sein; eine unterste Schicht aus Schotter oder Kies unter der Pflanzerde verhindert Staunässe effektiv.

Pflanzpartner für Jovibarba heuffelii

Die richtige Begleitung kann die Wirkung des Donarsbart im Garten noch steigern. Geeignete Pflanzpartner sollten ähnliche Standortansprüche teilen – also sonnige, trockene Lagen bevorzugen – und in Wuchsform, Farbe oder Blütezeit einen harmonischen Kontrast oder eine Ergänzung bilden. Durch geschickte Kombinationen entstehen lebendige Pflanzbilder, die das ganze Jahr über attraktiv sind. Die folgenden Vorschläge bieten Inspiration für gelungene Pflanzgemeinschaften mit Jovibarba heuffelii.

Begleiter für sonnige Trockenlagen

Ideale Begleiter für den Donarsbart sind andere Stauden, die ebenfalls mit Trockenheit und voller Sonne zurechtkommen. Die Fetthenne (Sedum telephium oder Sedum spectabile) bietet mit ihren fleischigen Blättern und spätsommerlichen Blüten in Rosa oder Rot einen schönen Kontrast in Form und Farbe. Der Blauschwingel (Festuca glauca) mit seinen feinen, blaugrauen Horsten setzt grafische Akzente und unterstreicht die graugrüne Färbung des Donarsbart. Auch der Sand-Thymian (Thymus serpyllum) ist ein ausgezeichneter Partner; er bildet ebenfalls flache Polster, duftet aromatisch und blüht in zartem Rosa oder Violett. Für höhere Begleiter eignet sich der Sonnenhut (Echinacea purpurea), der mit seinen kräftigen Stängeln und großen Blütenköpfen einen vertikalen Akzent setzt, oder die Kugeldistel (Echinops ritro), deren stahlblaue Blütenbälle im Hochsommer faszinieren. Alle diese Pflanzen teilen die Vorliebe für durchlässige, magere Böden und benötigen kaum zusätzliche Bewässerung.

Kombinationen nach Farbe und Textur

Neben den Standortansprüchen spielen ästhetische Gesichtspunkte eine große Rolle bei der Partnerwahl. Um die gelben Blüten des Donarsbart hervorzuheben, können Pflanzen mit blauen oder violetten Blüten kombiniert werden, beispielsweise der Lavendel (Lavandula angustifolia) oder die Katzenminze (Nepeta faassenii). Diese Farbkombination wirkt frisch und lebendig. Für einen monochromatischen, aber texturreichen Effekt passt der Donarsbart gut zu anderen graulaubigen Stauden wie dem Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) oder dem Woll-Ziest (Stachys byzantina). Letzterer bietet mit seinen weich behaarten, silbrigen Blättern einen reizvollen Kontrast zu den festen, glatten Rosetten von Jovibarba heuffelii. Im Steingarten harmonieren auch niedrige Polsterstauden wie das Blaukissen (Aubrieta) oder das Steinkraut (Alyssum saxatile) mit dem Donarsbart, wobei auf ausreichend Abstand geachtet werden muss, damit sich die Polster nicht gegenseitig bedrängen. Solche Kombinationen schaffen abwechslungsreiche Bilder, die den Charakter des Standortes unterstreichen.

Pflege und Überwinterung

Der Donarsbart gehört zu den pflegeleichtesten Stauden überhaupt, sofern er am richtigen Standort steht. Seine natürliche Anpassung an extreme Bedingungen macht zusätzliche Maßnahmen weitgehend überflüssig. Dennoch sind einige grundlegende Pflegehinweise zu beachten, um die Pflanze gesund und attraktiv zu erhalten. Von der Bewässerung über den Schnitt bis zur Überwinterung – hier finden Sie alle notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Kultur von Jovibarba heuffelii.

Gießen und Düngen

Gießen ist beim Donarsbart nur in Ausnahmefällen erforderlich. Ausgewachsene Pflanzen in Freilandbeeten kommen in der Regel mit dem natürlichen Niederschlag aus und sollten nur während längerer Trockenperioden im Hochsommer zusätzlich gewässert werden. Dabei gilt: Besser selten, aber durchdringend gießen, als häufig kleine Mengen zu verabreichen. Das Wasser sollte direkt an die Wurzeln gegeben werden, ohne die Rosetten zu benetzen, um Fäulnis vorzubeugen. In Töpfen muss etwas häufiger gegossen werden, jedoch erst, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist. Düngen ist bei dieser mageren Boden bevorzugenden Staude nicht notwendig und kann sogar schaden, da zu viele Nährstoffe zu weichem, mastigem Wuchs und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen. Falls überhaupt, kann im Frühjahr eine sehr geringe Gabe eines kalibetonten, organischen Düngers wie Kompost oder Hornspäne erfolgen, die direkt in das Substrat eingearbeitet wird.

Schnitt und Vermehrung des Donarsbart

Ein regelmäßiger Schnitt ist bei Jovibarba heuffelii nicht erforderlich. Lediglich verblühte Blütenstände können nach der Blüte bodennah abgeschnitten werden, um die Energie der Pflanze in das vegetative Wachstum zu lenken und das gepflegte Aussehen zu wahren. Abgestorbene oder beschädigte Blätter an den Rosetten können vorsichtig abgezupft werden. Die Vermehrung des Donarsbart erfolgt am einfachsten vegetativ über Tochterrosetten, die an den Ausläufern mindestens zweijähriger Rosetten sitzen. Diese Kindel können im Frühjahr oder Frühsommer vorsichtig abgetrennt und direkt an einem neuen Standort eingepflanzt werden. Sie sollten bereits eigene Wurzeln gebildet haben. Die Aussaat aus Samen ist ebenfalls möglich, jedoch langwieriger und weniger zuverlässig, da die Sämlinge oft nicht sortenecht sind. Für die vegetative Vermehrung eignet sich ein trockener, warmer Tag, und die abgetrennten Rosetten sollten vor dem Einpflanzen ein bis zwei Tage antrocknen, um die Schnittstellen zu verschließen.

Winterhärte

Der Donarsbart ist absolut winterhart und verträgt Temperaturen bis weit unter minus zwanzig Grad Celsius, sofern der Standort gut drainiert ist. Die größte Gefahr im Winter stellt nicht die Kälte, sondern anhaltende Nässe dar, die zu Wurzel- und Rosettenfäulnis führen kann. Daher ist ein durchlässiger Boden das A und O für eine erfolgreiche Überwinterung. In Regionen mit sehr feuchten Wintern kann ein leichter Regenschutz, beispielsweise eine Abdeckung mit einer Glasscheibe oder einem durchsichtigen Kunststoffdach, sinnvoll sein, um die Rosetten trocken zu halten. Schnee hingegen schadet nicht, sondern isoliert sogar und schützt vor extremen Frösten. Die wintergrünen Blätter bleiben unter der Schneedecke intakt. In Töpfen sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht permanent im Wasser stehen; ein geschützter Platz unter einem Dachvorsprung oder das Hochstellen auf Füßchen verbessert die Drainage. Ein Winterschutz mit Reisig oder Laub ist bei dieser robusten Staude normalerweise nicht nötig.

Wissenswertes über den Donarsbart

Jenseits der gärtnerischen Praxis birgt Jovibarba heuffelii einige interessante historische und kulturelle Aspekte. Der Name allein weckt Neugier und verweist auf eine längst vergangene Mythologie. Das Wissen um diese Hintergründe kann die Freude an dieser Staude noch vertiefen und sie zu einem besonderen Stück lebendiger Geschichte im eigenen Garten machen. Dieser Abschnitt beleuchtet die Herkunft des Namens und weitere wissenswerte Details.

Etymologie und Kulturgeschichte

Der deutsche Name Donarsbart leitet sich vom westgermanischen Donnergott Donar ab, der dem nordischen Thor entspricht. Warum gerade diese Staude mit dem mächtigen Gott in Verbindung gebracht wurde, ist nicht vollständig geklärt; möglicherweise spielten die robusten, borstig erscheinenden Rosetten oder die Widerstandsfähigkeit gegen Blitz und Donner (im übertragenen Sinne der Witterung) eine Rolle. Der botanische Gattungsname Jovibarba setzt sich aus „Jovis“ (lateinisch für Jupiter, dem römischen Äquivalent zu Donar/Thor) und „barba“ (Bart) zusammen und bedeutet somit ebenfalls „Jupiterbart“. Dies unterstreicht die synonyme Verwendung der Namen Donarsbart und Jupiterbart. Die Artbezeichnung „heuffelii“ ehrt vermutlich den ungarischen Botaniker János (Johann) Heuffel. In der Gartenkultur wird die Pflanze seit langem geschätzt, vor allem in Alpinums und Steingärten des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Giftigkeit ist nicht bekannt; sie gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere, was sie auch für Familien mit Kindern oder Haustieren interessant macht. Diese historische und kulturelle Tiefe macht den Donarsbart zu mehr als nur einer dekorativen Staude – er ist ein lebendiges Stück botanischer und mythologischer Geschichte.

Name Deutsch: Donarsbart.
Name Botanisch: Jovibarba heuffelii.
Wuchs: Staude, rosettig, polsterartig, Nebenrosetten bildend, bis zu 12 cm hoch.
Wuchshöhe: bis zu 12 cm.
Blatt: Wintergrün, graugrüne Blattfarbe, eiförmig.
Blüte: Einfache, gelbe Blütenstände, büschelartig, glockenförmig, auch ausgebreitet.
Blütezeit: Juni - August.
Boden: Trocken, gut durchlässig, neutral.
Standort: Sonnig.
Pflanzen pro m²: 16 bis 25.
Detaillierte Beschreibung:

Der Donarsbart, botanisch Jovibarba heuffelii genannt, ist eine faszinierende, polsterbildende Staude aus den Alpen. Mit seinen graugrünen, wintergrünen Rosetten und den leuchtend gelben Blüten im Sommer ist er ein echter Blickfang für sonnige, trockene Standorte. Diese robuste Pflanze, die auch unter den Synonymen Jupiterbart oder Fransenhauswurz bekannt ist, gehört zur Familie der Dickblattgewächse und zeigt sich äußerst genügsam. Ihre rosettige, polsterartige Wuchsform und die Bildung von Nebenrosetten machen sie zu einer idealen Besetzung für Steingärten, Mauerkronen und andere anspruchsvolle Lagen.

Portrait: Donarsbart – ein alpiner Überlebenskünstler

Der Donarsbart, oder Jovibarba heuffelii, verkörpert wie kaum eine andere Staude die Anpassungsfähigkeit an extreme Standorte. Seine kompakte, niedrige Erscheinung und die dichten Polster verleihen ihm einen urwüchsigen Charme, der besonders in naturnahen Gärten zur Geltung kommt. Als Mitglied der Gattung Jovibarba, die eng mit den Hauswurzen (Sempervivum) verwandt ist, teilt er deren legendäre Robustheit und Trockenheitsverträglichkeit.....

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
bis zu 12 cm

Belaubung
Immergrün

Blüte
Gelb

Blütezeit
Juni - August

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28.02.2026

Kompakte Kraftpakete für karge Plätze

Manche Pflanzen wirken, als würden sie aus purem Fels wachsen. Der Donarsbart gehört genau dazu. Die festen, geometrischen Rosetten sitzen dicht am Boden, fühlen sich fast unverwüstlich an und bringen Ordnung in steinige Ecken, wo sonst wenig funktioniert. Er ist kein Lautsprecher im Garten, sondern ein stiller Beweis dafür, wie schön Robustheit sein kann.

11.02.2026

Gute Beratung, tadellose Verpackung

Die Beratung war freundlich und kompetent, der Service schnell. Die Verpackung kam sicher an. Ein winziger Kritikpunkt: Lieferzeit hätte kürzer sein können, sonst rundum zufrieden.

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Pflanz- und Pflegetipps Jovibarba heuffelii / Donarsbart

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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