| Wuchs: | Staude, buschig bis aufrecht, horstbildend, bis zu 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm |
| Blatt: | Sommergrün, mattgrüne Blattfarbe, breitlanzettlich |
| Blüte: | Einfache, violettblaue Blütenstände, ährig, lippenartig |
| Blütezeit: | Mai - August |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 9 bis 11 |
| Wuchs: | Staude, buschig bis aufrecht, horstbildend, bis zu 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm |
| Blatt: | Sommergrün, mattgrüne Blattfarbe, breitlanzettlich |
| Blüte: | Einfache, violettblaue Blütenstände, ährig, lippenartig |
| Blütezeit: | Mai - August |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 9 bis 11 |
- Portrait des Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk von Salvia nemorosa 'Jan Spruyt'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
Der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt', botanisch Salvia nemorosa 'Jan Spruyt', ist eine horstbildende Staude mit buschigem bis aufrechtem Wuchs und einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Er stammt ursprünglich aus Südosteuropa und fühlt sich in sonnigen Lagen wohl. Die schlanken, ährigen Blütenstände leuchten von Mai bis August in einem intensiven Violettblau. Diese Sorte wurde von dem belgischen Züchter Jan Spruyt selektiert und ist im Handel besonders für ihre kompakte Form und die reiche Blüte bekannt. Ob im Beet, in der Freifläche oder als Bienenweide – der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' bereichert jeden Garten mit seiner lebendigen Farbe.
Portrait des Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
Der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' überzeugt mit seiner robusten Natur und seiner prächtigen Erscheinung. Seine Heimat sind die sonnigen Steppen und Trockenrasen Südosteuropas, was ihn zu einer idealen Pflanze für trockene, warme Standorte macht. Mit seiner kompakten Größe eignet er sich hervorragend für die vorderen bis mittleren Bereiche von Staudenbeeten oder für größere Pflanzflächen.
Herkunft und Wuchs
Ursprünglich in den Steppengebieten Südosteuropas beheimatet, hat sich Salvia nemorosa an vollsonnige, oft trockene Bedingungen angepasst. Die Sorte 'Jan Spruyt' wächst horstbildend und buschig, mit aufrechten Blütenstängeln, die im Sommer über das Laub ragen. Die Wuchshöhe bleibt mit rund 40 Zentimetern eher niedrig, sodass die Staude auch in kleineren Gärten oder als Randbepflanzung gut zur Geltung kommt. Wer pro Quadratmeter 9 bis 11 Pflanzen setzt, erhält nach kurzer Zeit einen geschlossenen, blütenreichen Bestand. Die horstbildende Wurzel sorgt dafür, dass sich die Pflanze nicht unkontrolliert ausbreitet, aber über die Jahre ansehnliche Bestände bilden kann. Diese Eigenschaft macht den Steppen-Salbei besonders pflegeleicht, da er kaum Ausläufer treibt. Seine kompakte Silhouette ist selbst nach der Blüte noch attraktiv, wenn die Samenstände die winterliche Struktur des Gartens betonen. Durch die buschige Verzweigung entsteht ein dichtes Polster, das Unkraut unterdrückt und den Boden vor Austrocknung schützt.
Blätter und Farbe
Die breitlanzettlichen, sommergrünen Blätter von Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' sind mattgrün gefärbt und verleihen der Pflanze auch ohne Blüten eine angenehme Textur. Die Blattoberfläche fühlt sich leicht runzlig an, was typisch für viele Salbeiarten ist. Die matte Färbung reflektiert das Sonnenlicht auf dezente Weise und harmoniert hervorragend mit den kräftigen Blütentönen. Da das Laub den Winter über nicht erhalten bleibt, zieht es sich im Herbst ein und kann vor dem Neuaustrieb im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Die Blätter sind zudem aromatisch – wenn auch weniger intensiv als beim Küchensalbei – und verströmen bei Berührung einen würzigen Duft. Diese Eigenschaft macht die Staude auch als Duftpflanze interessant, wenn man Wege oder Sitzplätze damit einfassen möchte. Die matte Textur ist ein bewusster Kontrast zu den glänzenderen Blättern mancher Rosen oder Lilien und bereichert das Spiel der Oberflächen im Garten.
Standort und Boden
Für eine optimale Entwicklung benötigt der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' einen durchlässigen Boden und vor allem viel Licht. An zu schattigen Standorten blüht er spärlich und die Triebe neigen zu unschönem Vergeilen. Daher sollte man bei der Standortwahl sorgfältig vorgehen.
Idealer Standort für Salvia nemorosa 'Jan Spruyt'
Die Sorte bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit mindestens fünf bis sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich. Je sonniger die Lage, desto reicher und langanhaltender ist die Blüte. Für Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' wird als zusätzliche Verwendung ausdrücklich Bienenweide angegeben. Das bedeutet, dass der Standort auch für Insekten zugänglich sein sollte – also möglichst windgeschützt und warm. Ein Platz an einer Mauer oder einer Heckenkante, der die Wärme speichert, ist ideal. Die Pflanzen vertragen auch sommerliche Hitze gut, solange der Boden nicht staunass ist. Wer die Staude in Kübeln halten möchte, sollte ebenfalls auf einen vollsonnigen, geschützten Platz achten, da die Wurzeln dort schneller austrocknen. Bei zu wenig Licht bleiben die Blütenstände kurz und die Farben wirken blasser als gewohnt. Einmal eingewurzelt, zeigt sich die Pflanze jedoch erstaunlich trockenheitstolerant und übersteht kurze Trockenperioden problemlos.
Bodenansprüche und Pflanzung
Der ideale Boden ist frisch bis normal durchlässig, neutral und nicht zu nährstoffreich. Schwere, lehmige Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand oder Kies verbessert werden, damit das Wasser gut abfließen kann. Staunässe ist der größte Feind des Steppen-Salbeis, denn sie führt schnell zu Wurzelfäule. Eine Mulchschicht aus feinem Kies oder Splitt kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu regulieren und gleichzeitig das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken. Die Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr oder im Herbst, damit die Stauden bis zum Winter gut verwurzelt sind. Der Pflanzabstand sollte etwa 30 bis 35 Zentimeter betragen, um 9 bis 11 Pflanzen pro Quadratmeter zu erreichen. Ein leichtes Angießen nach der Pflanzung fördert das Anwachsen, danach ist nur bei anhaltender Trockenheit zusätzliches Wässern nötig. Auch auf kalkhaltigen Böden fühlt sich die Pflanze wohl, da sie einen neutralen pH-Wert bevorzugt. Mit einer leichten Gabe von Kompost im Frühjahr kann man die Blühfreudigkeit unterstützen, aber zu viel Dünger führt zu weichem, instabilem Wachstum.
Blüte und Blattwerk von Salvia nemorosa 'Jan Spruyt'
Das Erscheinungsbild dieser Sorte wird maßgeblich von ihren kerzenartigen Blütenständen und dem dezenter Grundlaub bestimmt. Die Kombination aus dem Violettblau der Blüten und dem matten Grün der Blätter ergibt ein harmonisches Gesamtbild, das sowohl aus der Nähe als auch aus der Ferne wirkt.
Blütenstand und Blütenfarbe
Die einfachen Blüten von Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' sind lippenartig geformt und in dichten, ährigen Blütenständen angeordnet. Jede Einzelblüte öffnet sich von unten nach oben und verlängert so die Gesamtblütezeit von Mai bis August. Die Farbe ist ein intensives Violettblau, das an sonnigen Tagen fast elektrisierend wirkt und einen starken Kontrast zu den mattgrünen Blättern bildet. Die Blütenstände sind relativ schlank und erreichen eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern, was der Staude eine aufrechte, elegante Haltung verleiht. Die Blüten öffnen sich über einen langen Zeitraum, sodass immer neue Blüten nachkommen, während die älteren bereits verblühen. Dadurch bleibt die Pflanze über Wochen hinweg attraktiv. Die Blüten sind reich an Nektar und werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen gerne besucht. Wer verblühte Blütenstände regelmäßig entfernt, kann die Blütezeit sogar bis in den September hinein verlängern, da die Pflanze dann neue Triebe ausbildet. Die Samenstände, die sich nach der Blüte bilden, sind dekorativ und locken im Herbst Vögel an, die die Samen fressen.
Laub und Winteraspekt
Die Blätter des Steppen-Salbeis sind breitlanzettlich und mattgrün, mit einer leicht runzligen Struktur. Sie bleiben während der gesamten Vegetationsperiode attraktiv und bilden einen dichten, bodendeckenden Horst. Im Herbst verfärben sich die Blätter nicht spektakulär; sie welken einfach und sterben bei Frost ab. Da die Pflanze sommergrün ist, zieht sie sich im Winter komplett zurück. Die trockenen Stängel und Samenstände können jedoch als winterliche Struktur stehen bleiben und bieten Insekten Unterschlupf. Erst im zeitigen Frühjahr, vor dem Neuaustrieb, sollten die alten Triebe bodennah abgeschnitten werden. Der Austrieb beginnt meist ab März, wenn die Temperaturen steigen. Dann erscheinen die ersten frischen Blattrosetten, die schnell an Größe gewinnen. Das frische Grün der jungen Blätter ist etwas heller als das der ausgewachsenen und wirkt besonders im Frühlingslicht leuchtend. Auch wenn die Pflanze im Winter unscheinbar ist, so macht der regelmäßige Austrieb doch jedes Jahr aufs Neue Freude.
Verwendung im Garten
Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' machen ihn zu einem wertvollen Gestaltungselement. Ob als strukturgebende Staude in Rabatten, als Bodendecker auf Freiflächen oder als nützliche Pflanze für Bienen – seine Anpassungsfähigkeit überzeugt.
Beet und Freifläche
In Staudenbeeten setzt Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' farbenfrohe Akzente und harmoniert mit vielen Sommerblühern. Seine aufrechten Blütenstände lockern die Bepflanzung auf und schaffen Höhe, ohne zu dominieren. Auf Freiflächen, etwa in naturnah gestalteten Gärten oder in Steppenanlagen, kann er flächig gepflanzt werden, um einen blühenden Teppich zu erzeugen. Die empfohlenen Pflanzdichten von 9 bis 11 Pflanzen pro Quadratmeter sorgen für eine schnelle Bodenbedeckung. Dabei sollte man die Fläche so planen, dass die Stauden ausreichend Platz zum Ausbreiten haben, aber auch Lücken im Beet geschlossen werden. Die Pflege ist gering: Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert einen zweiten Flor, und abgestorbene Pflanzenteile werden im Frühjahr entfernt. Auch als Kübelpflanze auf Balkon oder Terrasse macht die Sorte eine gute Figur, wenn das Gefäß tief genug und mit durchlässiger Erde gefüllt ist. In Kübeln ist jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit beim Wässern nötig, da die Erde schneller austrocknet. Die Erscheinung bleibt kompakt und ordentlich, sodass auch kleinere Flächen gestalterisch aufgewertet werden können.
Bienenweide und Schnittblume
Neben der reinen Zierde erfüllt diese Sorte auch einen ökologischen Nutzen als Bienenweide. Die nektarreichen Blüten locken zahlreiche Insekten an und tragen zur Artenvielfalt im Garten bei. Gleichzeitig eignet sich der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' hervorragend als Schnittpflanze. Die stabilen Stängel stehen in der Vase mehrere Tage und behalten ihre Farbe. Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' ist als Schnittpflanze geeignet. Mit seiner leuchtenden Farbe bringt er Frische in jeden Blumenstrauß. Beim Schnitt sollte man die Stängel mit einem scharfen Messer schräg anschneiden und das untere Laub entfernen, damit das Wasser nicht verschmutzt. Zusammen mit anderen Stauden wie Rosen oder Schleierkraut entstehen reizvolle Sträuße. Wer die Blüten für Trockensträuße verwenden möchte, schneidet sie kurz vor der Vollblüte und hängt sie kopfüber an einem luftigen Ort auf. Die getrockneten Blüten behalten einen Großteil ihrer Farbe und eignen sich für langlebige Gestecke. So kann man sich auch im Winter an der Schönheit des Steppen-Salbeis erfreuen.
Gestaltungstipps mit Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
Durch seine kompakte Wuchsform und die klare Farbe kann man ihn gut in moderne, streng gestaltete Pflanzungen integrieren. In Kombination mit Steinen oder Kies wirkt er besonders edel und unterstreicht den mediterranen Charakter. Für einen sanften Farbverlauf setzt man ihn mit zartgelben oder weißen Blütenstauden wie der Gelben Schafgarbe (Achillea filipendulina) oder der Weißen Lichtnelke (Silene latifolia) zusammen. In einem Bauerngarten hingegen kommt er mit Klassikern wie dem Lavendel (Lavandula angustifolia) und der Katzenminze (Nepeta faassenii) am besten zur Geltung. Wer Wert auf eine lange Blütezeit legt, kombiniert ihn mit spätblühenden Gräsern wie dem Tautropfengras (Sporobolus heterolepis), das im Herbst feine Halme zeigt. Die Pflanze für sich allein gepflanzt bildet einen dichten Horst, der mit der Zeit immer prächtiger wird. Auch als Einfassung von Wegen oder Beeten erfüllt der Steppen-Salbei seine Aufgabe zuverlässig und sorgt für klare Linien im Garten.
Pflanzpartner für Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
Um die Vorzüge dieser Sorte optimal zur Geltung zu bringen, lohnt sich die Auswahl passender Begleitpflanzen. Die Partner sollten ähnliche Standortansprüche haben und entweder farblich kontrastieren oder harmonieren.
Hochwachsende Begleiter
Empfehlenswerte, höherwachsende Pflanzpartner sind die Duftnessel (Agastache Hybride 'Linda') und die Prachtkerze (Gaura lindheimeri 'Summer Breeze'). Die Duftnessel 'Linda' (Agastache 'Linda') bringt mit ihren rosa bis hellvioletten Ähren eine ähnliche Blütenform, aber einen etwas kühleren Farbton ins Spiel. Als Pflanzpartner wird Agastache Hybride 'Linda' genannt, deutsch Duftnessel. Als Pflanzpartner wird Gaura lindheimeri 'Summer Breeze' genannt, deutsch Prachtkerze. Die Prachtkerze (Gaura lindheimeri 'Summer Breeze') lockert mit ihren zarten, weißen Blüten, die sich an dünnen Stielen wiegen, die Komposition auf. Beide Pflanzen bevorzugen die gleichen sonnigen, durchlässigen Standorte und verlängern die Blütezeit bis in den Herbst hinein. Gemeinsam mit dem Steppen-Salbei entsteht ein dynamisches, anmutiges Bild, das über viele Monate hinweg blüht. Der Höhenunterschied von etwa 30 bis 50 Zentimetern zwischen dem Salbei und diesen Partnern schafft eine zusätzliche räumliche Tiefe.
Niedrige Polsterstaude
Für den Vordergrund eignen sich niedrige Polsterstauden wie die Prachtscharte (Liatris spicata) und das Tautropfengras (Sporobolus heterolepis). Als Pflanzpartner wird Liatris spicata genannt, deutsch Prachtscharte. Als Pflanzpartner wird Sporobolus heterolepis genannt, deutsch Tautropfengras. Die Prachtscharte (Liatris spicata) bildet kerzenartige, purpurfarbene Blütenstände, die ebenfalls ährig sind und damit die Form des Salbeis aufgreifen. Ihre Blütezeit von Juli bis September schließt sich nahtlos an die Hauptblüte des Salbeis an, sodass ein kontinuierlicher Blütenflor entsteht. Das Tautropfengras (Sporobolus heterolepis) hingegen ist ein feinhalmiges Ziergras, das mit seinen rötlich-goldenen Ähren im Herbst einen zarten Schleier über die Bepflanzung legt. Es bleibt mit rund 30 bis 40 Zentimetern eher niedrig und unterstreicht die Blüten des Salbeis durch seine luftige Textur. Eine Pflanzkombination aus diesen vier Arten bietet ein abwechslungsreiches Spiel von Formen, Farben und Höhen und kommt mit ähnlichen Pflegeansprüchen aus. Das Ergebnis ist eine pflegeleichte, natürlich wirkende Pflanzung, die das ganze Jahr über Interesse weckt.
Pflege und Überwinterung
Damit der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' seine Schönheit dauerhaft entfalten kann, sind einige wenige, aber regelmäßige Pflegemaßnahmen nötig. Diese konzentrieren sich vor allem auf den richtigen Schnitt, die Bewässerung und den Winterschutz.
Bewässerung und Düngung
Nach dem Anwachsen ist die Pflanze erstaunlich trockenheitsresistent und benötigt nur bei länger anhaltender Dürre zusätzliches Wasser. Eine tiefgründige Bewässerung einmal pro Woche ist einem häufigen, oberflächlichen Gießen vorzuziehen, da so die Wurzeln angeregt werden, in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie die empfindlichen Wurzeln schädigt. Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich oder nur in Maßen sinnvoll. Ein leichter Aufwand an Kompost im Frühjahr genügt vollkommen, um die Blühfreudigkeit zu unterstützen. Zu viel Stickstoff führt zu weichem, instabilem Wuchs und begünstigt Pilzkrankheiten. Eine Mulchschicht aus Kies oder Splitt kann die Bodenfeuchte regulieren und das Wachstum von Unkraut reduzieren. Organischer Mulch wie Rindenmulch ist weniger geeignet, da er zu viel Feuchtigkeit speichert und die Luftzirkulation um die Pflanzenbasis einschränken kann. Bei Kübelpflanzen ist eine Drainageschicht im Topf unverzichtbar, zudem sollte man im Sommer regelmäßig gießen und alle vier Wochen mit einem Kräuterdünger versorgen.
Rückschnitt und Förderung der Nachblüte
Ein Rückschnitt der verblühten Blütenstände direkt über dem Laub im Hochsommer fördert eine zweite Blüte im Spätsommer. Die Pflanze wird dadurch zu einem buschigeren Wuchs und zu erneuten Blütenansätzen angeregt. Im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr, vor dem Neuaustrieb, sollten alle alten Triebe bodennah abgeschnitten werden. Dabei kommt es darauf an, die frischen grünen Rosetten nicht zu verletzen. Ein radikaler Rückschnitt im Frühjahr sorgt für eine kompakte Form und verhindert, dass die Pflanze von unten her verkahlt. Wer die Samenstände über den Winter stehen lässt, schafft nicht nur Struktur, sondern bietet auch Vögeln Nahrung. Allerdings sollte man dann kontrollieren, ob eine unerwünschte Selbstaussaat erwünscht ist – die Sorte 'Jan Spruyt' neigt jedoch nicht zu übermäßiger Ausbreitung. Die Blätter sind auch in halb verwelktem Zustand noch attraktiv, daher kann der endgültige Rückschnitt getrost bis zum Frühjahr warten.
Winterschutz für Salvia nemorosa 'Jan Spruyt'
Diese Sorte ist winterhart bis etwa -30 Grad Celsius und benötigt in der Regel keinen speziellen Winterschutz. Lediglich in sehr rauen Lagen oder bei Spätfrösten kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub sinnvoll sein, um die Pflanze vor Temperaturschwankungen zu schützen. Nach dem ersten Frost zieht sich das Laub ein und die Stängel verkahlen. Eine Abdeckung verhindert zudem, dass die Wintersonne die Pflanzen zu früh zum Austreiben zwingt. In Kübeln sollte der Topf jedoch mit Vlies umwickelt oder an einen geschützten Ort gestellt werden, da die Wurzeln dort stärker durchfrieren können. Eine zusätzliche Schicht aus Laub oder Stroh auf der Erdoberfläche isoliert zusätzlich. Im Frühjahr entfernt man den Schutz rechtzeitig, bevor der Austrieb beginnt, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach einigen Jahren bilden die Pflanzen kräftige Horste, die auch ohne Schutz problemlos überwintern. Ein regelmäßiges Teilen der Horste alle drei bis vier Jahre hält die Pflanzen vital und blühfreudig – das ist die beste Vorbeugung gegen altersbedingte Ausdünnung.
Wissenswertes über Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'
Diese Sorte hat eine interessante Züchtungsgeschichte und einige bemerkenswerte Eigenschaften, die sie von anderen Steppen-Salbei-Sorten unterscheiden. Sie vereint Robustheit mit einer sehr guten Blühleistung und eignet sich daher sowohl für den Hausgarten als auch für die Landschaftsgestaltung.
Züchter und Besonderheit
Die Sorte wurde von Jan Spruyt in Belgien selektiert, einem Züchter, der für seine sorgfältige Auswahl von Stauden mit außergewöhnlichen Eigenschaften bekannt ist. Auf der Produktseite wird 'Jan Spruyt (BE)' als Züchterangabe genannt. Der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' zeichnet sich besonders durch seinen kompakten Wuchs und die gleichmäßige, überreichliche Blüte aus. Anders als manche anderen Sorten bleibt er auch bei Wind und Regen stabil aufrecht und neigt nicht zum Lagern. Die Pflanze ist zudem resistent gegen die üblichen Blattkrankheiten und wird kaum von Schädlingen befallen. Dank ihrer Herkunft aus den Steppengebieten verträgt sie Trockenphasen gut und eignet sich ideal für naturnahe Pflanzungen mit geringem Pflegeaufwand. Die Blütenfarbe ist ein kräftiges Violettblau, das in der Staudenwelt eher selten zu finden ist und daher ein echter Hingucker ist. Auch nach der Blüte sind die Samenstände ein dekoratives Element, das die Herbst- und Winterstruktur bereichert. Wer auf der Suche nach einer pflegeleichten, bienenfreundlichen und vielseitig einsetzbaren Staude ist, wird mit Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' bestens bedient.
| Name Deutsch: | Steppen Salbei 'Jan Spruyt'. |
| Name Botanisch: | Salvia nemorosa 'Jan Spruyt'. |
| Wuchs: | Staude, buschig bis aufrecht, horstbildend, bis zu 40 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, mattgrüne Blattfarbe, breitlanzettlich. |
| Blüte: | Einfache, violettblaue Blütenstände, ährig, lippenartig. |
| Blütezeit: | Mai - August. |
| Wurzeln: | Horstbildend. |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 9 bis 11. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt', botanisch Salvia nemorosa 'Jan Spruyt', ist eine horstbildende Staude mit buschigem bis aufrechtem Wuchs und einer Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Er stammt ursprünglich aus Südosteuropa und fühlt sich in sonnigen Lagen wohl. Die schlanken, ährigen Blütenstände leuchten von Mai bis August in einem intensiven Violettblau. Diese Sorte wurde von dem belgischen Züchter Jan Spruyt selektiert und ist im Handel besonders für ihre kompakte Form und die reiche Blüte bekannt. Ob im Beet, in der Freifläche oder als Bienenweide – der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' bereichert jeden Garten mit seiner lebendigen Farbe. Portrait des Steppen-Salbei 'Jan Spruyt'Der Steppen-Salbei 'Jan Spruyt' überzeugt mit seiner robusten Natur und seiner prächtigen Erscheinung. Seine Heimat sind die sonnigen Steppen und Trockenrasen Südosteuropas, was ihn zu einer idealen Pflanze für trockene, warme Standorte macht. Mit seiner kompakten Größe.... |
Pflanz- und Pflegetipps Salvia nemorosa 'Jan Spruyt' / Steppen Salbei 'Jan Spruyt'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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