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Schlauchpflanze

Sarracenia Hybriden

Sarracenia Hybriden (Schlauchpflanze) mit rotgrünen, aufrechten Schlauchfallen und geöffneten Deckeln im Horst
Sarracenia Hybriden (Schlauchpflanze) mit aufrechten, hellgrünen Schläuchen und leicht gewölbten Deckeln im Topf
Sommergrün
Bunt (gelb und rot)
Sonnig-halbschattig
Juli - August
30 - 40 cm
ab 14,95 €
   
Wuchs: Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, 30 bis 40 cm hoch
Wuchshöhe: 30 - 40 cm
Blatt: Sommergrün, grüne Blattfarbe, fiederteilig
Blüte: Einfache, bunt gemischte Blütenstände aus gelben und roten Kelchblättern, meist einblütig, Sonderformen
Blütezeit: Juli - August
Wurzeln: Horstbildend
Boden: Feucht, gut durchlässig, kalkarm
Standort: Sonnig-halbschattig
Pflanzen pro m²: 11 bis 15
Wuchs: Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, 30 bis 40 cm hoch
Wuchshöhe: 30 - 40 cm
Blatt: Sommergrün, grüne Blattfarbe, fiederteilig
Blüte: Einfache, bunt gemischte Blütenstände aus gelben und roten Kelchblättern, meist einblütig, Sonderformen
Blütezeit: Juli - August
Wurzeln: Horstbildend
Boden: Feucht, gut durchlässig, kalkarm
Standort: Sonnig-halbschattig
Pflanzen pro m²: 11 bis 15

Die Schlauchpflanze, botanisch Sarracenia Hybriden, ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer ungewöhnlichen Erscheinung und ihren besonderen Ansprüchen jeden Garten bereichert, der feuchte und kalkarme Bedingungen bieten kann. Als horstbildende Pflanze erreicht sie eine Wuchshöhe von 30 bis 40 Zentimetern und bildet mit der Zeit dichte, aufrechte Bestände. Ihre Blütezeit erstreckt sich über die Sommermonate Juli und August, in denen sie mit bunten Blütenständen aufwartet. Diese Staude stammt ursprünglich aus den USA und gehört zu den fleischfressenden Pflanzen, was sie zu einem besonderen Highlight für Liebhaber außergewöhnlicher Gewächse macht.

Ein Portrait der Schlauchpflanze Sarracenia Hybriden

Die Sarracenia Hybriden, allgemein als Schlauchpflanze bekannt, vereint in sich die Eigenschaften einer robusten Staude mit den faszinierenden Merkmalen einer Karnivore. Ihr Wuchs ist kompakt und bildet mit der Zeit dichte Horste, die sich ideal für eine flächige, bodendeckende Bepflanzung eignen. Mit einer Höhe von 30 bis 40 Zentimetern fügt sie sich harmonisch in die mittlere Ebene eines Staudenbeetes ein oder setzt als Solitärpflanze interessante Akzente. Die Pflanze ist sommergrün, was bedeutet, dass sie ihr Laub im Herbst abwirft und im Frühjahr neu austreibt. Eine Pflanzdichte von 11 bis 15 Exemplaren pro Quadratmeter bringt sie zur vollen Geltung.

Herkunft und Wuchsform

Die Heimat der Schlauchpflanze liegt in den USA, genauer gesagt in den feuchten, moorigen Regionen Nordamerikas. Von dort hat sie ihren Weg in die europäischen Gärten gefunden, wo sie aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres exotischen Charakters geschätzt wird. Der Wuchs der Sarracenia Hybriden ist charakteristisch aufrecht und horstbildend, was bedeutet, dass sie sich über ihr Rhizom langsam aber stetig ausbreitet und so dichte Polster bildet. Diese Wuchsform macht sie nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch praktisch für die Gestaltung größerer Flächen, da sie Unkraut wirksam unterdrücken kann. Die Staude erreicht eine Höhe von 30 bis 40 Zentimetern, wobei die genaue Höhe von der jeweiligen Hybride und den Standortbedingungen abhängen kann. Ihre Wurzeln sind entsprechend der horstbildenden Natur kräftig und bilden ein Netzwerk, das der Pflanze Halt gibt und sie optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt.

Die besonderen Eigenschaften einer Schlauchpflanze

Was die Sarracenia Hybriden so einzigartig macht, ist ihre Zugehörigkeit zu den fleischfressenden Pflanzen. Diese Eigenschaft prägt das gesamte Erscheinungsbild und die Lebensweise der Pflanze. Die zu Fallen umgebildeten Blätter sind ihr Markenzeichen und dienen dem Fang von Insekten, die als zusätzliche Nährstoffquelle genutzt werden. Diese Anpassung ist eine Reaktion auf die nährstoffarmen Böden ihrer natürlichen Heimat. Neben dieser besonderen Eigenschaft ist die Staude auch aufgrund ihrer Robustheit und ihrer vergleichsweise einfachen Pflege bei entsprechender Standortwahl eine Bereicherung für den Garten. Sie ist sommergrün, was bedeutet, dass sie im Winter eine Ruhephase einlegt und im Frühjahr mit frischem Grün wieder austreibt. Die horstbildende Wuchsform sorgt dafür, dass die Pflanze mit den Jahren immer üppiger wird und sich langsam aber stetig ausbreitet, ohne invasiv zu werden.

Der ideale Standort für die Staude

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für das Gedeihen der Schlauchpflanze. Nur wenn Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheit ihren natürlichen Ansprüchen entsprechen, wird sie ihre volle Pracht entfalten und gesund wachsen. Dabei sind vor allem zwei Faktoren von zentraler Bedeutung: die Menge an Sonnenlicht, die die Pflanze erhält, und die Qualität des Bodens, in dem sie wurzelt. Beide Aspekte müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, um optimale Bedingungen zu schaffen.

Licht und Exposition

Die Sarracenia Hybriden bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne fördert die intensive Ausfärbung der Blätter und Blüten, während ein halbschattiger Platz in den heißesten Stunden des Tages vor übermäßiger Verdunstung schützen kann. Ideal ist daher eine Exposition, die mindestens vier bis sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag bietet, beispielsweise nach Osten oder Westen ausgerichtet. Ein vollschattiger Standort ist dagegen ungeeignet, da die Pflanze dort verkümmert und keine typischen Fallen ausbildet. Bei der Platzierung im Garten sollte auch darauf geachtet werden, dass die Staude nicht im Wurzelbereich von großen Bäumen oder Sträuchern steht, da diese ihr nicht nur Licht, sondern auch Wasser und Nährstoffe streitig machen würden.

Bodenansprüche der Sarracenia Hybriden

Der Boden für die Schlauchpflanze muss zwei wesentliche Kriterien erfüllen: Er sollte feucht und gleichzeitig gut durchlässig sein. Staunässe ist zwar zu vermeiden, doch eine konstante Feuchtigkeit ist unerlässlich für das Wohlbefinden der Pflanze. Zudem ist ein kalkarmer, also saurer Boden mit einem pH-Wert im leicht sauren Bereich ideal. Schwere, lehmige Böden sollten daher mit Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Torf oder spezielle Moorbeeterde können eingearbeitet werden, um den gewünschten sauren Charakter zu erreichen und die Feuchtigkeit besser zu speichern. Ein solcher Boden imitiert die natürlichen Lebensbedingungen der Schlauchpflanze und bietet die Grundlage für ein gesundes Wachstum.

Blütenpracht und Blattwerk der Schlauchpflanze

Die Sarracenia Hybriden beeindruckt nicht nur durch ihre fleischfressende Natur, sondern auch durch ihre dekorativen Blüten und ihr charakteristisches Laub. Beide Aspekte tragen wesentlich zum Charme dieser Staude bei und machen sie zu einer vielseitigen Bereicherung für den Garten. Während die Blüten mit ihren leuchtenden Farben im Sommer für Aufsehen sorgen, bietet das Blattwerk über die gesamte Vegetationsperiode hinweg einen interessanten Anblick.

Die bunten Blüten von Juli bis August

Die Blütezeit der Schlauchpflanze erstreckt sich über die Monate Juli und August. In dieser Zeit bildet sie einfache, bunt gemischte Blütenstände aus, die meist einblütig sind. Die Kelchblätter zeigen eine faszinierende Mischung aus gelben und roten Tönen, die je nach Hybride variieren können und oft in interessanten Mustern angeordnet sind. Diese Blüten stehen auf langen Stielen über dem Laub und sind damit gut sichtbar. Sie locken nicht nur das menschliche Auge an, sondern auch bestäubende Insekten, obwohl die Pflanze ihren Nährstoffbedarf primär über ihre Fallen deckt. Die Blüten der Sarracenia Hybriden sind relativ langlebig und können über mehrere Wochen hinweg ihre Pracht entfalten, bevor sie verblühen. Bei einigen Sorten sind auch Sonderformen mit besonders ausgefallenen Farbkombinationen oder Blütenformen zu finden, die Sammlerherzen höherschlagen lassen.

Das sommergrüne Laub der Schlauchpflanze

Das Blattwerk der Sarracenia Hybriden ist sommergrün und von einer grünen Grundfarbe geprägt. Die Blätter sind zu den charakteristischen Schläuchen umgebildet, die der Pflanze ihren deutschen Namen geben. Diese Schläuche sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern erfüllen eine lebenswichtige Funktion als Fallen für Insekten. Die Blattstruktur ist robust und widerstandsfähig, was die Pflanze auch bei windigem Wetter stabil stehen lässt. Im Herbst verfärbt sich das Laub je nach Witterung in gelbliche oder bräunliche Töne, bevor es abgeworfen wird. Die horstbildende Wuchsform sorgt dafür, dass das Laub dicht steht und so einen effektiven Bodenschutz bildet. Die Blätter der Schlauchpflanze sind ganzjährig ein Blickfang, wobei sie im Frühjahr und Sommer in frischem Grün erstrahlen und im Herbst mit warmen Herbsttönen aufwarten.

Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten

Die Schlauchpflanze ist eine vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartenbereichen eingesetzt werden kann, sofern die Standortbedingungen stimmen. Ihre Vorliebe für feuchte, saure Böden und sonnige bis halbschattige Lagen eröffnet spezielle Gestaltungsmöglichkeiten, die über die klassische Rabatte hinausgehen. Mit ihrer außergewöhnlichen Erscheinung eignet sie sich besonders für Themengärten oder naturnahe Anlagen.

Das Moorbeet als natürlicher Lebensraum

Die ideale Verwendung für Sarracenia-Arten ist das Moorbeet, das den natürlichen Lebensräumen der Pflanze nachempfunden ist. Hier fühlt sich die Schlauchpflanze besonders wohl, da die Boden- und Feuchtigkeitsverhältnisse optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein Moorbeet kann als eigenständiges Gestaltungselement angelegt werden, beispielsweise als Senke im Garten, die mit spezieller Moorbeeterde gefüllt wird. In solch einem Beet kommt die horstbildende Wuchsform der Sarracenia Hybriden besonders gut zur Geltung, da sie sich langsam ausbreiten und so eine dichte, natürliche Pflanzendecke bilden kann. Die Kombination mit anderen moorliebenden Pflanzen schafft ein harmonisches Gesamtbild und fördert ein gesundes Mikroklima. Ein Moorbeet erfordert zwar etwas mehr Planung und Pflege als ein normales Staudenbeet, belohnt den Gärtner aber mit einer einzigartigen und exotischen Atmosphäre.

Gestaltung am Wasserrand

Eine weitere ausgezeichnete Verwendungsmöglichkeit für die Sarracenia Hybriden ist die Pflanzung am Wasserrand. An Teichrändern, Bachläufen oder in feuchten Senken findet die Staude ideale Bedingungen vor, da der Boden hier natürlicherweise feucht ist. Die Pflanze kann direkt in die Uferzone gesetzt werden, wobei darauf zu achten ist, dass die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser stehen, sondern lediglich in stets feuchter Erde. Die aufrechte, horstbildende Wuchsform der Schlauchpflanze sorgt für einen strukturierten Übergang zwischen Wasser und Land. Ihre Blüten und das interessante Laub setzen hier reizvolle Akzente und lockern das Uferbild auf. Besonders in naturnahen Gartenteichen oder Schwimmteichen fügt sich die Sarracenia Hybriden perfekt ein und trägt zur biologischen Vielfalt bei, indem sie Insekten anlockt und Lebensraum bietet.

Die Schlauchpflanze in der Heidegarten-Gestaltung

Für die Heide an sonniger bis halbschattiger Stelle auf feuchtem Boden ist die Schlauchpflanze ebenfalls gut geeignet. In Heidegärten, die oft mit sauren, sandigen Böden und einer typischen Pflanzengemeinschaft aus Heidekraut und Gräsern gestaltet werden, kann die Sarracenia Hybriden als besonderes Highlight integriert werden. Ihre Vorliebe für kalkarme, durchlässige Böden passt gut zu den Anforderungen vieler Heidepflanzen. Die Staude kann als Solitär oder in kleinen Gruppen zwischen Heidekraut (Calluna vulgaris) oder Besenheide (Erica) gepflanzt werden, wo sie mit ihren ungewöhnlichen Schläuchen und bunten Blüten einen spannenden Kontrast bildet. Allerdings sollte sichergestellt werden, dass der Boden ausreichend feucht gehalten wird, da Heidegärten oft trockener sind als Moorbeete. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Nadeln hilft, die Feuchtigkeit zu konservieren und den sauren pH-Wert zu stabilisieren.

Passende Pflanzpartner für Sarracenia Hybriden

Die Wahl der richtigen Begleitpflanzen ist entscheidend, um die Schlauchpflanze optimal in Szene zu setzen und ein harmonisches Gartenbild zu schaffen. Ideale Partner teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Wuchsform, Blütezeit oder Farbe. So entstehen Pflanzgemeinschaften, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch ökologisch sinnvoll, da sie ähnliche Pflege benötigen.

Typische Begleiter aus Moor und Sumpf

In ihren natürlichen Lebensräumen wächst die Schlauchpflanze gemeinsam mit anderen spezialisierten Arten, die ebenfalls feuchte, saure Böden bevorzugen. Zu den klassischen Partnern gehören Frauenhaarmoos (Polytrichum) und Sonnentau (Drosera), die ebenfalls zu den fleischfressenden Pflanzen zählen und so eine thematisch passende Gemeinschaft bilden. Das Frauenhaarmoos bildet dichte, moosige Polster, die den Boden zwischen den Sarracenia-Horsten bedecken und so für eine natürliche Optik sorgen. Sonnentau, mit seinen glitzernden Tentakeln, ergänzt die Schlauchpflanze perfekt und schafft ein faszinierendes Ensemble für Liebhaber botanischer Raritäten. Weitere bewährte Begleiter sind Torfmoose (Sphagnum), die den Boden sauer halten und Feuchtigkeit speichern, sowie Fieberklee (Menyanthes trifoliata), der mit seinen zarten, weißen Blüten einen schönen Kontrast zu den bunten Blüten der Sarracenia Hybriden setzt.

Weitere ideale Partner für die Schlauchpflanze

Neben den typischen Moorbewohnern gibt es weitere Stauden und Gehölze, die sich gut mit der Sarracenia Hybriden kombinieren lassen. In sumpfigen Lebensräumen wachsen Schlauchpflanzen oft zwischen Breitblättrigem Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) oder anderen Orchis-Arten, die mit ihren exotischen Blütenständen für zusätzliche Attraktion sorgen. Für den Wasserrand eignen sich Pflanzen wie Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) oder Sumpfdotterblume (Caltha palustris), die ebenfalls feuchte Füße schätzen. Im Heidegarten können Zwergkoniferen wie die Zwerg-Kiefer (Pinus mugo 'Mops') oder Zwerg-Fichten (Picea abies 'Little Gem') als strukturbildende Elemente dienen, zwischen denen die Schlauchpflanze ihre Horste ausbreitet. Gräser wie das Pfeifengras (Molinia caerulea) oder die Segge (Carex) bieten mit ihrem lockeren Wuchs einen schönen Gegenpol zur kompakten Form der Sarracenia und bringen Bewegung ins Beet.

Pflege und Überwinterung im Jahreslauf

Die Pflege der Schlauchpflanze ist bei richtiger Standortwahl vergleichsweise unkompliziert, erfordert aber einige spezifische Maßnahmen, um die Pflanze gesund und vital zu halten. Von der Bewässerung über den Schnitt bis hin zum Winterschutz gibt es ein paar wichtige Punkte zu beachten, die den Erfolg mit dieser außergewöhnlichen Staude sichern.

Gießen und Düngen

Die Sarracenia Hybriden benötigt eine konstante Bodenfeuchtigkeit, insbesondere während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer. Gegossen werden sollte mit kalkarmem Wasser, idealerweise Regenwasser, um den sauren pH-Wert des Bodens nicht zu beeinträchtigen. Leitungswasser kann zu kalkhaltig sein und sollte daher vermieden oder mit einem Entkalker behandelt werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Ein gut durchlässiger Boden ist daher essenziell. Gedüngt werden muss die Schlauchpflanze in der Regel nicht, da sie einen Großteil ihres Nährstoffbedarfs über den Fang von Insekten deckt. Im Gegenteil, eine Überdüngung kann sogar schädlich sein und die empfindlichen Wurzeln verbrennen. Falls dennoch gedüngt werden soll, etwa in sehr nährstoffarmen Böden, sollte dies nur sehr sparsam und mit einem speziellen Dünger für Moorbeetpflanzen oder Karnivoren erfolgen.

Schnitt und Vermehrung der Sarracenia Hybriden

Ein Rückschnitt der Schlauchpflanze ist im Frühjahr empfehlenswert, um alte, abgestorbene Blätter zu entfernen und die Pflanze zu verjüngen. Dabei werden die vertrockneten Blätter und Blütenstände knapp über dem Boden abgeschnitten, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Dies fördert ein gesundes und buschiges Wachstum. Die Vermehrung der Sarracenia Hybriden kann auf zwei Wegen erfolgen: durch Teilung oder durch Aussaat. Die Teilung ist die einfachere Methode und wird im Frühjahr vor dem Austrieb durchgeführt. Dabei wird der Horst vorsichtig ausgegraben und mit einem scharfen Messer in mehrere Teilstücke geteilt, die jeweils über ausreichend Wurzeln und Vegetationspunkte verfügen sollten. Diese Teilstücke werden dann sofort wieder eingepflanzt. Die Aussaat ist etwas aufwendiger, da die Samen von Sarracenia Kaltkeimer sind und eine kalte Periode benötigen, um zu keimen. Die Samen werden im Herbst ausgesät und müssen den Winter über draußen oder im Kühlschrank verbringen, bevor sie im Frühjahr keimen. Eine weitere Möglichkeit der Vermehrung bietet die natürliche Ausbreitung über Vegetationspunkte, die sich am Rhizom bilden, aus denen neue Triebe entstehen.

Winterhärte und Winterschutz

Die Sarracenia Hybriden wird der Winterhärtezone Z6 zugeordnet, was bedeutet, dass sie Temperaturen bis etwa -23°C standhalten kann. Einige Formen werden sogar mit den Zonen Z6 bis Z7 geführt, was noch etwas höhere Frosttoleranz anzeigt. In den meisten Regionen Deutschlands ist die Staude daher winterhart, benötigt aber in sehr kalten Lagen oder bei starken Frösten ohne Schneedecke einen leichten Winterschutz. Dieser kann aus einer Schicht Laub, Reisig oder Vlies bestehen, die über den Horst gelegt wird, um die Wurzeln vor extremen Temperaturschwankungen zu schützen. Wichtig ist, dass der Schutz im Frühjahr rechtzeitig entfernt wird, um Fäulnis zu vermeiden. Im Winter zieht die Pflanze ein, das Laub stirbt ab, und sie überdauert mit ihren Rhizomen im Boden. Während dieser Ruhephase sollte das Gießen reduziert, aber nicht komplett eingestellt werden, um ein Austrocknen des Wurzelballens zu verhindern, insbesondere in trockenen Wintern.

Wissenswertes über die Schlauchpflanze

Die Sarracenia Hybriden ist nicht nur eine optisch reizvolle Gartenpflanze, sondern birgt auch interessante botanische und kulturelle Hintergründe, die sie zu einem faszinierenden Studienobjekt machen. Von ihrer evolutionären Anpassung bis zu ihrer Rolle in der Gartengestaltung gibt es viel zu entdecken.

Botanische Besonderheiten und Hintergründe

Die Schlauchpflanze gehört zur Familie der Schlauchpflanzengewächse (Sarraceniaceae), die als rein neuweltliche Pflanzenfamilie gilt, also ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet ist. Diese taxonomische Einordnung unterstreicht die besondere Stellung der Gattung Sarracenia in der Pflanzenwelt. Die zu Fallen umgebildeten Blätter sind ein Meisterwerk der Evolution, das es der Pflanze ermöglicht, in nährstoffarmen Mooren zu überleben. Die Fallen locken Insekten mit Nektar und Farben an, und einmal hineingefallen, können die Beutetiere aufgrund der glatten Innenwände und nach unten gerichteten Haare nicht mehr entkommen. Sie werden dann von Enzymen verdaut, und die freigesetzten Nährstoffe werden von der Pflanze aufgenommen. Diese Anpassung macht die Sarracenia Hybriden zu einem lebenden Beispiel für die Vielfalt und Raffinesse der Natur. In der Gartengestaltung symbolisiert sie oft das Exotische und Ungewöhnliche und eignet sich hervorragend für Bildungsprojekte oder Kindergärten, um die Prinzipien der Botanik und Ökologie anschaulich zu vermitteln. Trotz ihrer fleischfressenden Natur ist die Pflanze für Menschen und Haustiere ungiftig und stellt keine Gefahr dar.

Name Deutsch: Schlauchpflanze.
Name Botanisch: Sarracenia Hybriden.
Wuchs: Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, 30 bis 40 cm hoch.
Wuchshöhe: 30 - 40 cm.
Blatt: Sommergrün, grüne Blattfarbe, fiederteilig.
Blüte: Einfache, bunt gemischte Blütenstände aus gelben und roten Kelchblättern, meist einblütig, Sonderformen.
Blütezeit: Juli - August.
Wurzeln: Horstbildend.
Boden: Feucht, gut durchlässig, kalkarm.
Standort: Sonnig-halbschattig.
Pflanzen pro m²: 11 bis 15.
Detaillierte Beschreibung:

Die Schlauchpflanze, botanisch Sarracenia Hybriden, ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer ungewöhnlichen Erscheinung und ihren besonderen Ansprüchen jeden Garten bereichert, der feuchte und kalkarme Bedingungen bieten kann. Als horstbildende Pflanze erreicht sie eine Wuchshöhe von 30 bis 40 Zentimetern und bildet mit der Zeit dichte, aufrechte Bestände. Ihre Blütezeit erstreckt sich über die Sommermonate Juli und August, in denen sie mit bunten Blütenständen aufwartet. Diese Staude stammt ursprünglich aus den USA und gehört zu den fleischfressenden Pflanzen, was sie zu einem besonderen Highlight für Liebhaber außergewöhnlicher Gewächse macht.

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
30 - 40 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Bunt (gelb und rot)

Blütezeit
Juli - August

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Pflanz- und Pflegetipps Sarracenia Hybriden / Schlauchpflanze

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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