| Wuchs: | Ausladend, aufrechte Stängel, hochwachsend, horstbildend, bis 200 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Sommergrün, eingeschnittener Blattrand, rot-grün |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Rot, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend |
| Blütezeit: | Mai bis Juli |
| Wurzeln: | Fleischig |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: |
Der Rheum palmatum tanguticum (Kron-Rhabarber / Sibirischer Zier-Rhabarber) ist eine hochwachsende Pflanze, die sich gut als Solitärpflanze im Garten macht. Aufgrund des ausladenden Wuchses eignet...
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| Wuchs: | Ausladend, aufrechte Stängel, hochwachsend, horstbildend, bis 200 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Sommergrün, eingeschnittener Blattrand, rot-grün |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Rot, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend |
| Blütezeit: | Mai bis Juli |
| Wurzeln: | Fleischig |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: | Der Rheum palmatum tanguticum (Kron-Rhabarber / Sibirischer Zier-Rhabarber) ist eine hochwachsende Pflanze, die sich gut als Solitärpflanze im Garten macht. Aufgrund des ausladenden Wuchses eignet sich die Staude am Gehölzrand oder an Teichanlagen. Ein leichter Winterschutz mit Laub ist ratsam. Die imposante und dekorative Staude bevorzugt frische Böden, wie sie am Teichrand zu finden sind. Ein wechsel aus Sonne und Halbschatten ist ihr am Liebsten. Bei einer Gruppenbepflanzung sind ein bis drei Pflanzen / m² empfehlenswert; achten Sie auf einen Pflanzenabstand von 130 cm. Die Pflanze ist leicht giftig. In der traditionellen chinesischen Medizin wurden die dicken Wurzeln als Heilmittel gegen Unterleibschmerzen oder Sturzverletzungen eingesetzt. |
- Portrait des Kron-Rhabarbers: Eine imposante Solitärstaude
- Standort und Boden
- Blütenpracht und Blattwerk des Rheum palmatum tanguticum
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für den Kron-Rhabarber
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über den Kron-Rhabarber
Der Kron-Rhabarber oder Sibirische Zier-Rhabarber, botanisch Rheum palmatum tanguticum (auch als Rheum palmatum var. tanguticum bekannt), ist eine spektakuläre Staude, die mit ihrer majestätischen Erscheinung jeden großen Garten bereichert. Ihre imposante, breit ausladende Wuchsform und die dekorativen Blätter machen sie zu einer herausragenden Solitärpflanze. Ursprünglich stammt sie aus China, genauer aus den Hochebenen Chinas und Tibets, von wo aus sie ihren Weg in unsere Gärten fand. Mit einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und einer markanten, horstbildenden Gestalt beansprucht sie Raum und zieht alle Blicke auf sich.
Portrait des Kron-Rhabarbers: Eine imposante Solitärstaude
Dieser Abschnitt beleuchtet die grundlegenden Eigenschaften und die Herkunft der Pflanze, die sie zu einer so besonderen Erscheinung im Staudenreich macht. Vom asiatischen Hochland bis in unsere Rabatten – die Geschichte des Kron-Rhabarbers ist ebenso faszinierend wie sein Aussehen.
Herkunft und Wuchsform des Rheum palmatum tanguticum
Die Heimat des Rhabarbers liegt in den Hochebenen Chinas und Tibets, und von dort gelangte die Pflanze über die Wolgagegend nach Westeuropa. Der Kron-Rhabarber, Rheum palmatum tanguticum, ist eine Varietät des Palmblatt-Rhabarbers und zeichnet sich durch einen ausladenden, aufrechten Wuchs aus. Die Stängel wachsen kerzengerade in die Höhe und tragen die gewaltigen Blätter und Blütenrispen. Die Pflanze bildet einen dichten, horstartigen Wurzelstock mit fleischigen Wurzeln, die tief in den Boden reichen und für Stabilität sorgen. Dieser Wurzelstock ist nicht nur die Grundlage für den kräftigen Wuchs, sondern spielte auch historisch eine bedeutende Rolle. Bereits um Christi Geburt wurden getrocknete Rhabarberwurzeln international gehandelt, was die lange kulturelle Bedeutung unterstreicht. Die Staude ist sommergrün, das heißt, sie zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr neu aus, wobei sie jedes Jahr an Volumen und Präsenz gewinnt.
Wuchshöhe und Habitus des Sibirischen Zier-Rhabarbers
Mit einer Wuchshöhe von bis zu 200 cm, in der Literatur auch oft mit etwa 180 cm angegeben, gehört der Sibirische Zier-Rhabarber zu den Riesen unter den Stauden. Sein Habitus ist ausladend und raumgreifend, weshalb für eine Gruppenbepflanzung ein bis drei Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen werden, wobei ein Pflanzenabstand von 130 cm einzuhalten ist, um jeder Pflanze genügend Entwicklungsraum zu geben. Der Wuchs ist horstbildend, die Pflanze breitet sich also nicht unkontrolliert durch Ausläufer aus, sondern wächst kompakt und standfest aus der Mitte heraus. Diese Eigenschaft macht sie besonders pflegeleicht und berechenbar in der Gartenplanung. Die imposante Erscheinung führte dazu, dass sie bereits 1909 in Möller’s Deutscher Gärtner-Zeitung als prächtige und damals noch wenig bekannte Schmuckstaude beschrieben wurde – ein Titel, der ihr auch heute noch zu Recht zusteht.
Nachdem wir den Kron-Rhabarber in seiner ganzen Größe und Herkunft kennengelernt haben, stellt sich die Frage, wo er im Garten am besten gedeiht. Die richtige Platzierung ist entscheidend für seine Gesundheit und volle Entfaltung.
Standort und Boden
Der Erfolg mit dieser stattlichen Staude hängt maßgeblich von der Wahl des richtigen Platzes und der Bodenbeschaffenheit ab. Der Kron-Rhabarber ist anspruchsvoll, aber bei passenden Bedingungen äußerst dankbar und langlebig.
Ideale Lichtverhältnisse für den Kron-Rhabarber
Der Kron-Rhabarber bevorzugt einen halbschattigen Standort, wobei er auch mit einem Wechsel aus Sonne und Halbschatten sehr gut zurechtkommt. Laut Recherche empfiehlt sich ein sonniger bis halbschattiger Platz. Volle, heiße Mittagssonne kann an trockenen Standorten zu Stress führen, während ein zu schattiger Platz das Wachstum hemmen und die Blütenbildung reduzieren kann. Ein idealer Standort bietet morgens oder abends Sonne, während während der intensivsten Mittagshitze ein leichter Schatten, beispielsweise durch lichte Gehölze, für Kühlung sorgt. Diese Lichtverhältnisse fördern ein gesundes, kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte, ohne dass die großen Blätter verbrennen oder welken. Ein Platz im lichten Schatten hoher Bäume oder an der Ostseite eines Gebäudes erweist sich oft als perfekt.
Bodenansprüche
Der Boden sollte für den Rheum palmatum tanguticum frisch bis feucht, gut durchlässig, tiefgründig und nährstoffreich sein. Die Pflanze hat einen hohen Wasserbedarf und gedeiht besonders gut in der Nähe von Teichen oder Bachläufen, wo der Boden natürlicherweise feucht ist. Schwere, verdichtete Böden sind ungeeignet, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann; daher ist eine gute Drainage essenziell. Ein humoser, lehmig-sandiger Boden, der Feuchtigkeit speichert, aber nicht vernässt, ist ideal. Der pH-Wert kann im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen. Vor der Pflanzung sollte der Boden tiefgründig gelockert und mit reifem Kompost oder verrottetem Laub angereichert werden, um die nötige Nährstoffbasis und Struktur zu schaffen. Ein solcher Boden imitiert die natürlichen, frischen Standorte seiner Heimat und bildet die Grundlage für eine vitale Entwicklung.
Mit dem passenden Standort im Rücken kann sich die ganze Pracht von Blüte und Blattwerk entfalten. Diese visuellen Highlights machen den Kron-Rhabarber zu einer unvergleichlichen Zierde.
Blütenpracht und Blattwerk des Rheum palmatum tanguticum
Nicht nur die Größe, auch die ästhetischen Details machen diese Staude so besonders. Blüten und Blätter bilden ein dramatisches Duo, das über viele Monate hinweg den Garten schmückt.
Die Blüte des Sibirischen Zier-Rhabarbers
Die Blütezeit des Kron-Rhabarbers erstreckt sich von Mai bis Juli. In dieser Zeit erscheinen bis zu 10 cm große, rispenförmige Blütenstände in einem intensiven Rot. Diese aufrechten, verzweigten Rispen ragen hoch über das Blattwerk hinaus und wirken wie leuchtende Kerzen. Die Einzelblüten sind einfach gebaut, aber in der Masse der Rispe äußerst effektvoll. Sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten wie Bienen und Hummeln, die die nektarreichen Blüten gerne besuchen. Nach der eigentlichen Blüte verwandeln sich die Blütenstände in kleine, nicht zum Verzehr geeignete Kapselfrüchte. Diese Samenstände sind eine weitere Zierde, denn sie bleichen im Herbst und Winter aus und bleiben standfest, sodass sie selbst in der kalten Jahreszeit noch Struktur und Interesse im Garten bieten. Die Blüte ist somit ein lang anhaltendes Schauspiel, das von spätem Frühjahr bis in den Winter hinein reicht.
Das Laub des Kron-Rhabarbers
Das Blattwerk des Rheum palmatum tanguticum ist mindestens so spektakulär wie die Blüte. Die sommergrünen Blätter sind riesig, tief eingeschnitten und erinnern in ihrer Form an eine Hand – daher auch der Artname „palmatum“. Die Blattfarbe ist ein markantes Rot-Grün, wobei die roten Anteile vor allem an den Blattadern und -rändern hervortreten und je nach Lichteinfall intensiver oder dezenter wirken. Die Blätter sind lang gestielt und bilden eine mächtige, bodennahe Rosette, über der sich die Blütenstängel erheben. Im Herbst verfärben sich die Blätter oft in warme Gelb- oder Brauntöne, bevor sie absterben und die Pflanze einzieht. Die Textur der Blätter ist robust und ledrig, was ihnen eine gewisse Widerstandsfähigkeit verleiht. Diese imposante Belaubung sorgt für ganzjährig Struktur und Volumen, wobei sie im Sommer als üppiger, tropisch anmutender Blickfang dient.
Die beeindruckende Erscheinung von Blüte und Blatt wirft die Frage auf, wie man diese Staude am effektvollsten in die Gartengestaltung integriert. Es gibt mehrere klassische und sehr reizvolle Möglichkeiten.
Verwendung im Garten
Aufgrund ihrer Größe und ihres Charakters eignet sich der Kron-Rhabarber nicht für kleine Beete, sondern verlangt nach einem großzügigen Einsatz. Seine Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und immer eindrucksvoll.
Als Solitärpflanze
Die vielleicht klassischste und wirkungsvollste Verwendung des Kron-Rhabarbers ist die als Solitärpflanze. Aufgrund seines ausladenden Wuchses und der majestätischen Höhe wirkt er als Einzelstellung in einer Rasenfläche oder einer großen, offenen Fläche besonders imposant. Hier kann er seine ganze architektonische Form entfalten, ohne von anderen Pflanzen verdeckt zu werden. Als Solitär wird er zum absoluten Mittelpunkt und zieht von weitem die Blicke auf sich. Diese Verwendung unterstreicht seinen Charakter als imposante, sehr dekorative und breit ausladende Staude. Ein einzelnes Exemplar auf einer großen Wiese oder in einer modernen, reduzierten Pflanzung schafft ein starkes Statement und gibt dem Garten eine klare Struktur.
Am Gehölzrand und Teichufer
Der Kron-Rhabarber fühlt sich auch am Gehölzrand oder an Teichanlagen sehr wohl. Am halbschattigen Rand von Gehölzen profitiert er vom lichten Schatten der Bäume und dem frischen, humosen Boden. Hier kann er als Hintergrundpflanze für niedrigere Stauden dienen oder in Gruppen gepflanzt einen natürlichen, waldrandartigen Charakter schaffen. Besonders reizvoll ist die Pflanzung an größeren Teichen oder Bachufern. Die feuchten Bodenverhältnisse entsprechen genau seinen Ansprüchen, und seine reflektierende Blattoberfläche und die hohen Blütenrispen wirken über dem Wasser besonders malerisch. Er bringt Höhe und Drama in die Uferbepflanzung und harmoniert perfekt mit anderen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen.
Winterzierde durch Samenstände
Eine besondere und oft unterschätzte Verwendung ergibt sich aus der Winterstruktur der Pflanze. Die standfesten, ausgebleichten Samenstände bleiben den gesamten Winter über erhalten und sind selbst noch im Winter eine hübsche Zierde. Sie sammeln Raureif und Schnee und schaffen so filigrane Skulpturen in der ansonsten kargen Jahreszeit. Daher sollte man die Stängel im Herbst nicht abschneiden, sondern erst im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem neuen Austrieb, entfernen. Auf diese Weise verlängert der Kron-Rhabarber seine Gartensaison visuell bis in den März hinein und bietet Insekten im Winter Unterschlupf. Diese Eigenschaft macht ihn zu einer wertvollen Pflanze für den ganzjährig attraktiven Garten.
Ein solch markantes Gewächs kommt selten allein zur Geltung. Die richtige Begleitung kann seine Wirkung noch steigern und harmonische Pflanzbilder schaffen.
Pflanzpartner für den Kron-Rhabarber
Bei der Auswahl von Begleitpflanzen für den Kron-Rhabarber sollte man auf ähnliche Standortansprüche und kontrastierende oder harmonierende Wuchsformen und Blütenfarben achten. Gute Partner unterstreichen seine Größe, ohne ihn zu erdrücken.
Klassische Begleiter für feuchte Standorte
Zwei hervorragende Pflanzpartner, die aus der Recherche hervorgehen, sind der Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis 'Atropurpureum') und der Kleine Purpurdost (Eupatorium fistulosum 'Augustrubin'). Der Kerzenknöterich bildet dichte Horste mit dunkelroten, ährenartigen Blüten, die im Hochsommer erscheinen und einen schönen Farbkontrast zum roten Blütenstand des Rhabarbers bieten, dabei aber in der Wuchshöhe deutlich niedriger bleiben. Der Kleine Purpurdost, Eupatorium fistulosum 'Augustrubin', bringt mit seinen purpurrosa, doldigen Blütenständen im Spätsommer eine weitere Blütenwelle und lockere Textur in die Pflanzung. Beide Stauden teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden und halbschattige Lagen und ergänzen den Kron-Rhabarber sowohl in der Blütezeit als auch in der Struktur perfekt.
Weitere harmonische Kombinationen
Neben diesen spezifischen Partnern harmonieren auch andere hohe Stauden für feuchte Standorte ausgezeichnet mit dem Rheum palmatum tanguticum. Beispielsweise passen verschiedene Farnarten wie der Königsfarn (Osmunda regalis) mit ihrem feingliedrigen, hellgrünen Laub wunderbar zu den großen, grob strukturierten Blättern des Rhabarbers und schaffen einen interessanten Texturkontrast. Hohe Gräser wie das Pfeifengras (Molinia caerulea) oder das Chinaschilf (Miscanthus sinensis) bringen Leichtigkeit und Bewegung in die Pflanzung und lassen den massiven Wuchs des Rhabarbers eleganter erscheinen. Auch Funkien (Hosta), insbesondere großblättrige Sorten, können als niedrigere Begleiter im Vordergrund dienen und mit ihren dekorativen Blättern den Boden bedecken. Wichtig ist, dass alle Partner ausreichend Platz erhalten, damit der Kron-Rhabarber nicht eingeengt wird.
Damit der Kron-Rhabarber über viele Jahre hinweg gesund und schön bleibt, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen zu beachten. Diese sind erfreulich unkompliziert.
Pflege und Überwinterung
Der Kron-Rhabarber ist eine robuste und langlebige Staude, die bei richtiger Pflege kaum Probleme bereitet. Mit ein paar einfachen Handgriffen im Jahresverlauf fördert man seine Vitalität und Langlebigkeit.
Gießen und Düngen
Wasser ist der wichtigste Pflegefaktor für den Kron-Rhabarber. An Standorten mit natürlich frischem Boden, wie am Teichrand, ist zusätzliches Gießen oft nur in längeren Trockenperioden nötig. An trockeneren Plätzen muss regelmäßig und durchdringend gewässert werden, damit der Boden stets feucht, aber nicht nass bleibt. Besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung entscheidend für das Anwachsen. Gedüngt wird im Frühjahr mit einer Gabe reifen Komposts oder eines organischen Langzeitdüngers, die leicht in den Boden eingearbeitet wird. Dies deckt den Nährstoffbedarf für die gesamte Saison. Eine Überdüngung, insbesondere mit stickstoffbetonten Mitteln, sollte vermieden werden, da sie zu weichem, anfälligem Wachstum führen kann. Der natürliche, humose Boden am idealen Standort liefert meist ausreichend Nährstoffe.
Schnitt und Vermehrung des Rheum palmatum tanguticum
Ein Rückschnitt ist beim Kron-Rhabarber nicht im klassischen Sinne nötig. Wie bereits erwähnt, sollten die Samenstände über den Winter stehen bleiben und erst im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem neuen Austrieb, bodennah abgeschnitten werden. Das alte Laub wird ebenfalls zu diesem Zeitpunkt entfernt, sobald es abgestorben ist. Die Vermehrung des Rheum palmatum tanguticum erfolgt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr oder Herbst. Dazu gräbt man die Pflanze vorsichtig aus, teilt den fleischigen Wurzelstock mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke, die jeweils mindestens eine kräftige Knospe haben sollten, und pflanzt diese Teilstücke wieder ein. Der Kron-Rhabarber bildet keine Ausläufer, kann aber gelegentlich Samen ansetzen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, jedoch langwierig, und die Sämlinge sind nicht sortenecht, sodass die Teilung die zuverlässigere Methode ist.
Winterschutz
Der Kron-Rhabarber ist winterhart und verträgt Frost problemlos. Dennoch ist ein leichter Winterschutz mit Laub ratsam, insbesondere in den ersten Jahren nach der Pflanzung oder in sehr rauen Lagen. Dazu bedeckt man den Wurzelbereich nach dem ersten Frost mit einer Schicht Laub oder Reisig. Dies schützt den Wurzelstock vor starken Temperaturschwankungen und Frosttrocknis. Die obenstehenden, abgestorbenen Pflanzenteile bieten ebenfalls einen gewissen Schutz. Im Frühjahr wird der Winterschutz entfernt, um Fäulnis zu vermeiden und den neuen Austrieb nicht zu behindern. Bei etablierten Pflanzen in geschützten Lagen ist dieser Schutz oft nicht mehr nötig, da die dicken Wurzeln tief genug im Boden liegen.
Abseits der gärtnerischen Praxis verbirgt sich hinter dieser Staude eine reiche Geschichte und interessante botanische Besonderheiten, die sie noch faszinierender machen.
Wissenswertes über den Kron-Rhabarber
Der Kron-Rhabarber ist nicht nur eine Zierde für den Garten, sondern trägt auch eine lange kulturelle und medizinische Geschichte in sich. Diese Hintergründe runden das Portrait dieser außergewöhnlichen Pflanze ab.
Historische Bedeutung und Heilkunde
Die fleischigen Wurzeln des chinesischen Rhabarbers haben eine jahrtausendealte Tradition als Arzneimittel. In der traditionellen chinesischen Medizin wurden die getrockneten und pulverisierten Wurzeln des Rheum palmatum unter anderem als Heilmittel gegen Unterleibschmerzen oder Sturzverletzungen eingesetzt. Diese medizinische Nutzung war so bedeutend, dass getrocknete Rhabarberwurzeln bereits um Christi Geburt auf Handelsrouten wie der Seidenstraße international gehandelt wurden. Heute weiß man, dass die Pflanze Oxalsäure und andere Inhaltsstoffe enthält, die in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein können. Sie wird in die Giftklasse „schwach giftig (+)“ eingeordnet, wobei einige Quellen angeben, dass sie nicht giftig, aber auf jeden Fall nicht zum Verzehr geeignet sei. Daher sollte man insbesondere Kinder und Haustiere von einer Kost abhalten und bei Gartenarbeiten mit der Pflanze Handschuhe tragen. Diese historische Dualität – wertvolles Heilmittel und leicht giftige Zierpflanze – macht den Kron-Rhabarber zu einem faszinierenden Beispiel für die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch und Pflanze.
| Name Deutsch: | Kron-Rhabarber / Sibirischer Zier-Rhabarber. |
| Name Botanisch: | Rheum palmatum tanguticum. |
| Wuchs: | Ausladend, aufrechte Stängel, hochwachsend, horstbildend, bis 200 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m. |
| Blatt: | Sommergrün, eingeschnittener Blattrand, rot-grün. |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Rot, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend. |
| Blütezeit: | Mai bis Juli. |
| Wurzeln: | Fleischig. |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 1. |
| Eigenschaften: | Der Rheum palmatum tanguticum (Kron-Rhabarber / Sibirischer Zier-Rhabarber) ist eine hochwachsende Pflanze, die sich gut als Solitärpflanze im Garten macht. Aufgrund des ausladenden Wuchses eignet sich die Staude am Gehölzrand oder an Teichanlagen. Ein leichter Winterschutz mit Laub ist ratsam. Die imposante und dekorative Staude bevorzugt frische Böden, wie sie am Teichrand zu finden sind. Ein wechsel aus Sonne und Halbschatten ist ihr am Liebsten. Bei einer Gruppenbepflanzung sind ein bis drei Pflanzen / m² empfehlenswert; achten Sie auf einen Pflanzenabstand von 130 cm. Die Pflanze ist leicht giftig. In der traditionellen chinesischen Medizin wurden die dicken Wurzeln als Heilmittel gegen Unterleibschmerzen oder Sturzverletzungen eingesetzt.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Kron-Rhabarber oder Sibirische Zier-Rhabarber, botanisch Rheum palmatum tanguticum (auch als Rheum palmatum var. tanguticum bekannt), ist eine spektakuläre Staude, die mit ihrer majestätischen Erscheinung jeden großen Garten bereichert. Ihre imposante, breit ausladende Wuchsform und die dekorativen Blätter machen sie zu einer herausragenden Solitärpflanze. Ursprünglich stammt sie aus China, genauer aus den Hochebenen Chinas und Tibets, von wo aus sie ihren Weg in unsere Gärten fand. Mit einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und einer markanten, horstbildenden Gestalt beansprucht sie Raum und zieht alle Blicke auf sich. Portrait des Kron-Rhabarbers: Eine imposante SolitärstaudeDieser Abschnitt beleuchtet die grundlegenden Eigenschaften und die Herkunft der Pflanze, die sie zu einer so besonderen Erscheinung im Staudenreich macht. Vom asiatischen Hochland bis in unsere Rabatten –.... |
Pflanz- und Pflegetipps Rheum palmatum tanguticum / Kron-Rhabarber / Sibirischer Zier-Rhabarber
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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