| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, 60 bis 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 60 - 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, drei-oder mehrteilig, grün |
| Frucht: | Nüsschen, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Weiß mit rötlichem Kelch, rispenartig, Sonderform |
| Blütezeit: | Juni bis Juli |
| Boden: | Gut durchlässige, frische, humose, nährstoffreiche Untergründe |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Die Gillenia trifoliata (Dreiblattspiere) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gilt auch heute noch als äußerst seltene und außergewöhnliche Blattschmuckstaude in deutschen Gärten. Die...
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| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, 60 bis 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 60 - 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, drei-oder mehrteilig, grün |
| Frucht: | Nüsschen, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Weiß mit rötlichem Kelch, rispenartig, Sonderform |
| Blütezeit: | Juni bis Juli |
| Boden: | Gut durchlässige, frische, humose, nährstoffreiche Untergründe |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Die Gillenia trifoliata (Dreiblattspiere) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gilt auch heute noch als äußerst seltene und außergewöhnliche Blattschmuckstaude in deutschen Gärten. Die weißen Blüten mit rötlichem Kern fallen durch ihre besondere Form ins Auge, aber auch durch das üppige Blütenmeer, das sie von Juni bis Juli bilden. Der Boden, auf dem die Dreiblattspiere gepflanzt werden sollte, ist optimalerweise fisch, humos und nährstoffreich. Nach der Pflanzung sollte die Staude so lange wie möglich nicht umgepflanzt werden. |
- Portrait: Die Dreiblatt-Spiere – eine seltene Schönheit aus Nordamerika
- Standort und Bodenansprüche
- Blüte und Blattwerk der Gillenia trifoliata
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Dreiblatt-Spiere
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Gillenia trifoliata
Die Gillenia trifoliata, im Deutschen als Dreiblatt-Spiere oder Dreiblattspiere bekannt, ist eine ausgesprochen elegante und seltene Blattschmuckstaude, die mit ihrem filigranen Erscheinungsbild und ihrer anspruchslosen Art überzeugt. Ursprünglich in den Wäldern Nordamerikas beheimatet, hat sie sich auch in unseren Gärten als wertvolle Strukturpflanze etabliert, die über die gesamte Vegetationsperiode hinweg Attraktivität bietet. Ihre weißen Blüten mit dem charakteristischen rötlichen Schimmer und das fein gegliederte Laub machen sie zu einer besonderen Erscheinung in halbschattigen Bereichen.
Portrait: Die Dreiblatt-Spiere – eine seltene Schönheit aus Nordamerika
Die Dreiblatt-Spiere gehört zu jenen Stauden, die nicht durch laute Farben, sondern durch ihre zurückhaltende Eleganz und ihre außergewöhnliche Textur bestechen. Sie ist eine Pflanze für Kenner und Liebhaber, die Wert auf filigrane Details und eine natürliche Ausstrahlung legen. In diesem Portrait erfahren Sie alles über die Herkunft, den typischen Wuchs und die besonderen Eigenschaften dieser Staude.
Herkunft und Wuchs der Gillenia trifoliata
Die Gillenia trifoliata stammt aus den lichten Wäldern und Waldrändern Nordamerikas, wo sie in ihrer Heimat oft an leicht beschatteten Standorten zu finden ist. Diese Herkunft erklärt ihre Vorliebe für frische, humose Böden und ihre gute Anpassungsfähigkeit an halbschattige Lagen. In unseren Breiten wird sie als horstbildende Staude geschätzt, die mit der Zeit ansehnliche, buschige Bestände bildet. Einmal etabliert, ist sie ausgesprochen langlebig und sollte möglichst nicht umgepflanzt werden, da sie tiefe Wurzeln ausbildet und Störungen am Standort nicht schätzt. Ihre natürliche Ausstrahlung und die Seltenheit in deutschen Gärten machen sie zu einer echten Besonderheit, die jeden Garten bereichert.
Wuchsform und Habitus
Die Dreiblatt-Spiere wächst straff aufrecht und buschig, wobei die einzelnen Triebe sich elegant aus dem Horst erheben. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 60 bis 80 Zentimetern, was sie ideal für die mittlere Ebene in Staudenbeeten macht. Der Habitus ist locker und durchlässig, sodass die Pflanze nie massiv oder erdrückend wirkt, sondern eine luftige Leichtigkeit vermittelt. Diese Wuchsform prädestiniert sie als wichtige Strukturpflanze, die dem Beet auch außerhalb der Blütezeit Halt und Form gibt. Die Pflanzempfehlung liegt bei etwa sechs Pflanzen pro Quadratmeter, um einen geschlossenen, aber nicht zu dichten Bestand zu erreichen, der der natürlichen Ausstrahlung der Staude gerecht wird.
Nachdem wir den Charakter und Wuchs der Dreiblatt-Spiere kennengelernt haben, ist es wichtig zu verstehen, welche Standortbedingungen sie für ein gesundes und üppiges Wachstum benötigt. Nur am richtigen Platz kann sie ihre ganze Schönheit entfalten.
Standort und Bodenansprüche
Die Ansprüche der Dreiblatt-Spiere an Standort und Boden sind nicht übermäßig kompliziert, aber dennoch spezifisch. Wer diese beachtet, wird mit einer robusten und langlebigen Pflanze belohnt, die über viele Jahre Freude bereitet. Im Folgenden werden die idealen Lichtverhältnisse und die optimale Bodenbeschaffenheit detailliert beschrieben.
Der ideale Standort für die Dreiblatt-Spiere
Die Gillenia trifoliata gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne wird toleriert, sofern der Boden ausreichend frisch bleibt, aber die klassische Heimat in lichten Wäldern spricht für eine leichte Beschattung in den Mittagsstunden. Ein Platz unter lichten Gehölzen, an einem Ost- oder Westhang oder in der Nachbarschaft höherer Stauden, die etwas Schatten spenden, ist ideal. Dort ist die Pflanze vor der intensiven Mittagssonne geschützt und profitiert von den milderen Lichtverhältnissen. Diese Exposition sorgt für ein gesundes Wachstum und verhindert, dass das zarte Laub bei Trockenheit und Hitze leidet. Ein solcher Standort im Halbschatten fördert zudem eine längere und üppigere Blüte.
Bodenbeschaffenheit für gesundes Wachstum
Der Boden sollte für die Dreiblatt-Spiere gut durchlässig, frisch, humos und nährstoffreich sein. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen können. Ein lockerer, tiefgründiger Untergrund, der Wasser gut speichern kann, ohne dass es sich staut, ist perfekt. Der pH-Wert kann im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden mit reifem Kompost oder gut verrottetem Laubhumus anzureichern, um die Humus- und Nährstoffversorgung zu verbessern. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Bodenstruktur langfristig zu verbessern. Diese Bodenansprüche sind der Schlüssel für eine vitale und blühfreudige Gillenia trifoliata.
Mit dem passenden Standort im Rücken entfaltet die Dreiblatt-Spiere ihre volle Pracht in Blüte und Blattwerk. Diese beiden Aspekte machen den besonderen Reiz dieser Staude aus und verdienen eine genauere Betrachtung.
Blüte und Blattwerk der Gillenia trifoliata
Die Attraktivität der Dreiblatt-Spiere liegt nicht nur in ihren Blüten, sondern auch in ihrem fein strukturierten Laub, das über die gesamte Saison hinweg einen dekorativen Wert besitzt. Die Kombination aus zarten Blütenrispen und elegantem Blattwerk verleiht der Pflanze ihren unverwechselbaren Charakter. In diesem Abschnitt werden beide Elemente ausführlich gewürdigt.
Die besonderen Blüten der Dreiblatt-Spiere
Die Blütezeit der Gillenia trifoliata erstreckt sich von Juni bis Juli. In dieser Zeit erscheinen an den Enden der aufrechten Triebe rispenartige Blütenstände. Die einzelnen Blüten sind rein weiß und besitzen einen zarten, rötlichen Kelch, der ihnen einen aparten Schimmer verleiht. Dieser Kontrast zwischen dem weißen Blütenblatt und dem rötlichen Grund ist ein markantes Merkmal und macht die Blüten besonders reizvoll. Die Blütenrispen sind locker aufgebaut und wirken leicht und luftig, was den gesamten Habitus der Pflanze unterstreicht. Ein historischer Beleg aus dem Jahr 1897 hebt bereits die lang gestielten weißen Blüten mit rosenrot gefärbten Rändern und den dekorativen Kelch hervor, was die zeitlose Schönheit dieser Staude unterstreicht. Die Blüten bilden ein üppiges, aber dennoch zartes Blütenmeer, das Insekten anlockt.
Laub und Herbstfarben
Das Blattwerk der Dreiblatt-Spiere ist sommergrün und besteht aus drei- oder mehrteiligen Blättern, die der Pflanze ihren deutschen Namen verdanken. Die Blätter sind fein gegliedert, von einer frischen grünen Farbe und verleihen der Staude auch außerhalb der Blütezeit einen hohen Zierwert. Im Herbst verwandelt sich das Laub in ein spektakuläres Schauspiel, wenn es sich in leuchtenden rot-orangen Tönen verfärbt. Diese Herbstfärbung ist ein besonderes Highlight und verlängert die Attraktivität der Pflanze bis weit in den Herbst hinein. Das feine, fast farnartige Laub bildet einen wunderbaren Kontrast zu breitblättrigen Nachbarn wie Funkien und unterstreicht die filigrane Textur der gesamten Pflanze. Auch nach dem Verblühen bleibt das Laub strukturbildend und dekorativ.
Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten mit der Dreiblatt-Spiere im Garten sind ein weiterer Pluspunkt dieser Staude. Ob im Beet, als Schnittblume oder in speziellen Lebensbereichen – sie findet überall ihren Platz.
Verwendung im Garten
Die Gillenia trifoliata ist eine vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartenbereichen eingesetzt werden kann. Ihre elegante Wuchsform und die lange Attraktivität machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für naturnahe Gärten, klassische Staudenbeete und sogar für die Vase. Im Folgenden werden drei konkrete Verwendungsmöglichkeiten detailliert vorgestellt.
Als Strukturpflanze im Beet
Die Dreiblatt-Spiere wird von erfahrenen Gärtnern als wichtige Strukturpflanze geschätzt. Ihr straff aufrechter, buschiger Wuchs verleiht dem Beet auch außerhalb der Blütezeit Form und Halt. Sie eignet sich hervorragend für die mittlere Ebene in halbschattigen Staudenpflanzungen, wo sie mit ihrer luftigen Textur für Leichtigkeit sorgt. Durch ihre Attraktivität über die gesamte Vegetationsperiode – von den frischen grünen Blättern im Frühjahr über die zarten Blüten im Sommer bis zur feurigen Herbstfärbung – prägt sie das Beet nachhaltig. Sie kann als Leitstaude eingesetzt werden, um wiederkehrende Strukturen zu schaffen, oder in Gruppen gepflanzt werden, um größere Flächen zu gestalten. Ihre Seltenheit und Eleganz machen sie zu einem besonderen Eyecatcher in jeder Pflanzung.
Schnitthaltigkeit der Gillenia trifoliata
Die langstieligen Blütenrispen der Gillenia trifoliata eignen sich sehr gut für die Blumenvase. Die zarten weißen Blüten mit dem rötlichen Schimmer bringen eine natürliche Eleganz in die Wohnung und halten sich in der Vase erstaunlich lange. Beim Schneiden sollte man darauf achten, die Blütenrispen am Morgen zu schneiden, wenn sie gut mit Wasser versorgt sind, und sie anschließend sofort in lauwarmes Wasser zu stellen. Durch ihre luftige Struktur eignen sie sich sowohl solo in einer schlichten Vase als auch als filigrane Ergänzung in üppigen Sträußen. Diese Verwendung als Schnittblume macht die Dreiblatt-Spiere zu einer doppelt wertvollen Gartenpflanze, die sowohl draußen als auch drinnen Freude bereitet.
Geeignete Lebensbereiche
Neben klassischen Staudenbeeten fühlt sich die Dreiblatt-Spiere auch in naturnahen Pflanzungen, an Gehölzrändern oder in lichten Waldgärten wohl. Sie harmoniert perfekt mit anderen Stauden, die ähnliche Standortansprüche haben, und kann so natürliche Pflanzengesellschaften bilden. Aufgrund ihrer Herkunft aus Nordamerika passt sie ausgezeichnet in Themengärten mit nordamerikanischen Pflanzen. Auch in modernen, reduzierten Gärten findet sie ihren Platz, wo ihre klare Struktur und zurückhaltende Eleganz geschätzt werden. Sie ist weniger für extrem trockene Standorte oder reine Sonnenbeete geeignet, aber überall dort, wo ein frischer, humoser Boden und leichte Beschattung gegeben sind, wird sie zuverlässig gedeihen und ihre Schönheit entfalten.
Die richtigen Begleitpflanzen können die Wirkung der Dreiblatt-Spiere im Garten noch steigern. Eine sorgfältig ausgewählte Pflanzgemeinschaft betont ihre Vorzüge und schafft harmonische Bilder.
Pflanzpartner für die Dreiblatt-Spiere
Die Wahl der passenden Pflanzpartner ist entscheidend, um die Dreiblatt-Spiere optimal in Szene zu setzen. Gute Begleiter teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Wuchsform, Blütezeit oder Blatttextur. Im Folgenden werden konkrete Empfehlungen gegeben, die sowohl von renommierten Gärtnereien stammen als auch aus gärtnerischer Erfahrung resultieren.
Klassische Begleiter im Halbschatten
Zu den klassischen Partnern für die Gillenia trifoliata gehören Stauden, die ebenfalls halbschattige Lagen bevorzugen und mit ihrer Blütezeit oder Blattstruktur harmonieren. Sehr gut passen die Becherglocke 'Amethyst' (Adenophora Hybride 'Amethyst') mit ihren glockenförmigen, blauvioletten Blüten und die Rosa Sterndolde 'Roma' (Astrantia major 'Roma' ®), deren kugelige Blüten in zartem Rosa einen reizvollen Kontrast zu den weißen Rispen der Dreiblatt-Spiere bilden. Ebenfalls empfohlen wird der Braune Storchschnabel 'Lily Lovell' (Geranium phaeum 'Lily Lovell'), der mit seinen dunklen, nickenden Blüten und dem üppigen Laub für Fülle sorgt. Das Japanische Berggras (Hakonechloa macra) mit seinen bogig überhängenden, gelbgrünen Halmen unterstreicht die filigrane Textur der Dreiblatt-Spiere und bringt Bewegung in die Pflanzung.
Weitere Empfehlungen von Gärtnern
Erfahrene Gärtner empfehlen neben den genannten konkreten Sorten auch ganze Pflanzengruppen als Begleiter für die Dreiblatt-Spiere. Dazu zählen Sterndolden (Astrantia) in verschiedenen Sorten, Astilben (Astilbe) mit ihren fedrigen Blütenrispen, Herbst-Anemonen (Anemone) für die spätere Blütezeit, Akeleien (Aquilegia) mit ihren einzigartigen Blütenformen, Pfeifengräser (Molinia) für vertikale Akzente, Eisenhüte (Aconitum) mit ihren hohen, blauen Blütenkerzen, Wiesenstorchschnäbel (Geranium) für bodendeckende Effekte, Funkien (Hosta) mit ihren dekorativen Blättern und Waldastern (Aster) für die Herbstblüte. Auch früh blühende Zwiebelpflanzen wie der Elfen-Krokus oder Dalmatiner Krokus (Crocus tommasinianus) können vor der Dreiblatt-Spiere gepflanzt werden und bieten im Frühjahr einen ersten Farbtupfer.
Damit die Dreiblatt-Spiere und ihre Begleiter über viele Jahre gesund und schön bleiben, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen zu beachten. Diese sind nicht aufwendig, aber wichtig für die Langlebigkeit der Pflanze.
Pflege und Überwinterung
Die Gillenia trifoliata ist eine pflegeleichte Staude, die bei richtiger Behandlung kaum Probleme macht. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, die das Wachstum fördern und die Pflanze vor Stress schützen. In diesem Abschnitt werden alle wichtigen Pflegeschritte von der Wasserversorgung über den Schnitt bis zur Überwinterung ausführlich erläutert.
Gießen und Düngen
In der Anwachsphase nach der Pflanzung sollte die Dreiblatt-Spiere regelmäßig gegossen werden, damit sich die Wurzeln gut im Boden verankern können. Einmal etabliert, kommt sie mit normalen Gartenbedingungen gut zurecht, benötigt aber in längeren Trockenperioden zusätzliche Wassergaben, da sie einen frischen Boden bevorzugt. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Gedüngt wird im Frühjahr mit einer Gabe Kompost oder einem organischen Langzeitdünger für Stauden. Dies versorgt die Pflanze mit den notwendigen Nährstoffen für das gesamte Jahr und fördert ein gesundes Wachstum sowie eine reiche Blüte. Übermäßige Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie zu weichem, anfälligem Wachstum führen können.
Schnitt und Vermehrung der Gillenia trifoliata
Ein Rückschnitt der Dreiblatt-Spiere ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Pflanze verjüngen und eine zweite Blüte anregen. Nach der Hauptblüte im Juli kann man die verblühten Rispen zurückschneiden, um die Energie der Pflanze in das Laub und die Wurzelbildung zu lenken. Im Spätherbst oder frühen Frühjahr wird dann das alte Laub bodennah abgeschnitten, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Die Vermehrung der Gillenia trifoliata erfolgt am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst. Dazu wird der Horst vorsichtig ausgegraben und mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teile geteilt, wobei jedes Teilstück ausreichend Wurzeln und Triebknospen besitzen sollte. Die so gewonnenen Pflanzen werden umgehend wieder eingepflanzt und gut angegossen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, aber weniger gebräuchlich, da sie mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Winterharte und langlebige Staude
Die Dreiblatt-Spiere ist in unseren Breiten vollständig winterhart und benötigt keinen besonderen Winterschutz. Das alte Laub und die Stängel können als natürlicher Schutz über den Winter stehen bleiben und erst im Frühjahr entfernt werden. Dies schützt die Wurzeln vor starken Frösten und bietet zudem Insekten Unterschlupf. Die Pflanze ist ausgesprochen langlebig und kann über viele Jahre am selben Standort verbleiben, ohne an Vitalität zu verlieren. Wie bereits erwähnt, sollte sie nach der Pflanzung möglichst nicht mehr umgesetzt werden, da sie tiefe Wurzeln bildet und Störungen nicht schätzt. Bei richtiger Pflege und am passenden Standort wird die Gillenia trifoliata zu einer zuverlässigen und dauerhaften Bereicherung im Garten.
Zum Abschluss lohnt es sich, noch einige interessante Hintergrundinformationen zur Dreiblatt-Spiere zu betrachten. Diese reichen von der Namensherkunft über historische Bezüge bis hin zu Hinweisen zur Giftigkeit.
Wissenswertes über die Gillenia trifoliata
Die Dreiblatt-Spiere hat nicht nur gärtnerische Vorzüge, sondern auch eine interessante Geschichte und einige Besonderheiten, die sie von anderen Stauden unterscheiden. Diese Aspekte runden das Bild dieser außergewöhnlichen Pflanze ab und machen sie noch faszinierender für den interessierten Gärtner.
Historische Bedeutung und Etymologie
Der deutsche Name Dreiblatt-Spiere leitet sich von den charakteristischen dreifach geteilten Blättern ab, die ein markantes Merkmal der Pflanze sind. Der botanische Name Gillenia ehrt vermutlich den deutschen Botaniker Arnold Gillenius, während das Artepitheton trifoliata auf die dreiteilige Blattform verweist. Historisch wurde die Schönheit der Pflanze bereits im 19. Jahrhundert gewürdigt, wie ein Beleg aus 'Möller’s Deutsche Gärtner-Zeitung' von 1897 zeigt, der die lang gestielten weißen Blüten mit rosenrot gefärbten Rändern hervorhebt. In Bezug auf die Giftigkeit wird die Gillenia trifoliata in der Giftklasse als nicht giftig geführt, jedoch weisen Experten darauf hin, dass die Pflanze nicht zum Verzehr geeignet ist. Die Früchte sind kleine Nüsschen, die ebenfalls nicht verzehrt werden sollten. Diese historischen und botanischen Details unterstreichen den besonderen Charakter dieser seltenen und eleganten Staude, die auch heute noch eine Bereicherung für jeden Garten darstellt.
| Name Deutsch: | Dreiblattspiere. |
| Name Botanisch: | Gillenia trifoliata. |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, 60 bis 80 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | 60 - 80 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, drei-oder mehrteilig, grün. |
| Frucht: | Nüsschen, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Weiß mit rötlichem Kelch, rispenartig, Sonderform. |
| Blütezeit: | Juni bis Juli. |
| Boden: | Gut durchlässige, frische, humose, nährstoffreiche Untergründe. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Die Gillenia trifoliata (Dreiblattspiere) stammt ursprünglich aus Nordamerika und gilt auch heute noch als äußerst seltene und außergewöhnliche Blattschmuckstaude in deutschen Gärten. Die weißen Blüten mit rötlichem Kern fallen durch ihre besondere Form ins Auge, aber auch durch das üppige Blütenmeer, das sie von Juni bis Juli bilden. Der Boden, auf dem die Dreiblattspiere gepflanzt werden sollte, ist optimalerweise fisch, humos und nährstoffreich. Nach der Pflanzung sollte die Staude so lange wie möglich nicht umgepflanzt werden.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Gillenia trifoliata, im Deutschen als Dreiblatt-Spiere oder Dreiblattspiere bekannt, ist eine ausgesprochen elegante und seltene Blattschmuckstaude, die mit ihrem filigranen Erscheinungsbild und ihrer anspruchslosen Art überzeugt. Ursprünglich in den Wäldern Nordamerikas beheimatet, hat sie sich auch in unseren Gärten als wertvolle Strukturpflanze etabliert, die über die gesamte Vegetationsperiode hinweg Attraktivität bietet. Ihre weißen Blüten mit dem charakteristischen rötlichen Schimmer und das fein gegliederte Laub machen sie zu einer besonderen Erscheinung in halbschattigen Bereichen. Portrait: Die Dreiblatt-Spiere – eine seltene Schönheit aus NordamerikaDie Dreiblatt-Spiere gehört zu jenen Stauden, die nicht durch laute Farben, sondern durch ihre.... |
Pflanz- und Pflegetipps Gillenia trifoliata / Dreiblattspiere
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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