| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, krautartig, stark, ausdauernd, 60 bis 100 cm hoch, 0 bis 15 cm tief |
| Wuchshöhe: | 60 - 100 cm |
| Blatt: | Immergrün, hell- bis dunkelgrün, länglich, schmal, stark zugespitzt, papyrusartig, leicht überhängend, bis zu 80 cm lang |
| Frucht: | Nüsschen |
| Blüte: | Hellbraun, ährig, 12 bis 13 blütig, sehr fein, klein, unscheinbar |
| Blütezeit: | Juni bis August |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 5 |
| Eigenschaften: |
Das Cyperus longus (Hohes Zyperngras) ist eine besondere Uferpflanze, die die Vielfalt im Garten vergrößert. Mit ihren papyrusartigen, dunkelgrünen Blättern bietet es eine wilkommene Abwechslung...
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| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, krautartig, stark, ausdauernd, 60 bis 100 cm hoch, 0 bis 15 cm tief |
| Wuchshöhe: | 60 - 100 cm |
| Blatt: | Immergrün, hell- bis dunkelgrün, länglich, schmal, stark zugespitzt, papyrusartig, leicht überhängend, bis zu 80 cm lang |
| Frucht: | Nüsschen |
| Blüte: | Hellbraun, ährig, 12 bis 13 blütig, sehr fein, klein, unscheinbar |
| Blütezeit: | Juni bis August |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 5 |
| Eigenschaften: | Das Cyperus longus (Hohes Zyperngras) ist eine besondere Uferpflanze, die die Vielfalt im Garten vergrößert. Mit ihren papyrusartigen, dunkelgrünen Blättern bietet es eine wilkommene Abwechslung und erschafft eine exotische Atmosphäre. Die eher kleinen und braunen Blüten bringen Struktur in das Pflanzenbild und sind eine Abwechslung zu den grünen Halmen. Das Cyperus longus ist die einzige Cyperus-Art die winterfest ist und zeichnet sich darum durch eine leichte Handhabung aus. Besonders gut macht sich das Gras als Rand- und Uferbepflanzung, wo bis zu 5 Pflanzen pro Quadratmeter angepflanzt werden können. Alternativ kann es aber auch als eine sehr dekorative Kübelpflanze eingesetzt werden. |
- Portrait des Hohen Zyperngrases
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk von Cyperus longus
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für das Hohe Zyperngras
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes rund um Cyperus longus
Portrait des Hohen Zyperngrases
Das Hohe Zyperngras, botanisch als Cyperus longus bekannt, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die mit ihrer aufrechten Wuchsform und den papyrusartigen Blättern eine exotische Note in den Garten bringt. Es gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und stammt ursprünglich aus Südeuropa. Anders als viele seiner tropischen Verwandten ist Cyperus longus die einzige bei uns winterharte Art der Gattung Cyperus, was ihn besonders wertvoll für die heimische Gartengestaltung macht. Mit einer Wuchshöhe von 60 bis 100 Zentimetern und einer Pflanztiefe von 0 bis 15 Zentimetern eignet er sich hervorragend für die Flachwasserzone am Teichrand. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer (Rhizome) und kann sich so flächig ausbreiten, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte.
Herkunft und Verbreitung
Die natürliche Heimat des Cyperus longus erstreckt sich über Südeuropa, Nordafrika und Teile Westasiens. In diesen Regionen besiedelt die Art feuchte Standorte wie Flussufer, Sümpfe und Gräben. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit hat sie sich auch in Mitteleuropa stellenweise eingebürgert und gilt als heimische Wildstaude. Die Pflanze ist trockenheitsempfindlich, daher ist sie in Deutschland vor allem in den wärmeren Weinbaugebieten zu finden, wo sie an geeigneten Feuchtstandorten gedeiht. Die ursprüngliche Herkunft prägt ihre Ansprüche: Sie liebt milde Winter und sonnige Lagen, verträgt aber dank ihrer Winterhärte auch kältere Regionen, solange der Boden nicht durchfriert.
Wuchsform und Ausläufer
Das Hohe Zyperngras wächst horstig und aufrecht aus einem kräftigen Rhizomsystem. Die einzelnen Halme sind dreikantig und von fester Konsistenz, was der Pflanze eine gute Standfestigkeit verleiht. Die Ausläuferbildung ermöglicht eine allmähliche Ausbreitung, sodass mit der Zeit dichte Bestände entstehen können. Im Garten sollte man daher einen ausreichenden Pflanzabstand einhalten oder eine Rhizomsperre einplanen, falls eine unkontrollierte Ausdehnung vermieden werden soll. Die Ausläufer treiben nahe der Bodenoberfläche und können bei guter Nährstoffversorgung schnell neue Horste bilden. Diese Eigenschaft macht die Pflanze ideal zur Flächensicherung an Ufern, da sie den Boden effektiv durchwurzelt und vor Erosion schützt.
Standort und Boden
Für ein gesundes Wachstum benötigt das Hohe Zyperngras einen Platz, der seinen natürlichen Feuchtgewohnheiten entspricht. Idealerweise steht es an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, wobei volle Sonne bevorzugt wird. Der Boden sollte stets feucht bis nass sein, also dauerhaft Wasser führen können. Staunässe ist ausdrücklich erwünscht, denn die Pflanze ist optimal an periodische Überschwemmungen angepasst. Dennoch sollte der Untergrund nicht völlig verdichtet sein, damit die Wurzeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Ein normal durchlässiger, nährstoffreicher Boden mit einem hohen Humus- und Lehmanteil kommt den Bedürfnissen der Pflanze am nächsten.
Lichtansprüche von Cyperus longus
Cyperus longus bevorzugt sonnige Standorte, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. An lichtreicheren Plätzen entwickelt sich der Wuchs kompakter und die Blätter entfalten eine intensivere grüne Färbung. Im Schatten hingegen werden die Halme oft länger und weicher, was zu einem weniger stabilen Erscheinungsbild führt. Da die Pflanze aus Südeuropa stammt, ist sie hohe Sonneneinstrahlung gewohnt. In unseren Breiten reichen sechs bis acht Stunden Sonne täglich aus, um eine üppige Entwicklung zu fördern. Die Art bevorzugt einen sonnigen Standort, wie auch von der Staudengärtnerei Gaißmayer bestätigt wird. An halbschattigen Plätzen ist die Blütenbildung etwas spärlicher, aber das attraktive Blattwerk bleibt erhalten.
Bodenbeschaffenheit und Pflanztiefe
Der ideale Boden für das Hohe Zyperngras ist feucht, nährstoffreich und humos-lehmig. Ein hoher Anteil an organischem Material fördert das Wurzelwachstum und die Ausläuferbildung. Cyperus longus liebt nährstoffreiche, humos-lehmige Böden. Staunässe wird gut vertragen, solange der Boden nicht völlig luftdicht ist. Die Pflanztiefe liegt zwischen 0 und 15 Zentimetern, was sie ideal für die Flachwasserzone des Gartenteichs macht. Bei einer Pflanzung im Teich die Wurzelkrone nicht tiefer als maximal 15 Zentimeter unter die Wasseroberfläche setzen. Stauden Stade empfiehlt eine Pflanztiefe von -15 bis -5 cm in der Flachwasserzone. Im Kübel ist ein durchlässiges Substrat mit einem Anteil an Lehm oder Ton empfehlenswert, das die Feuchtigkeit hält. Eine regelmäßige Zugabe von Kompost oder Langzeitdünger unterstützt das kräftige Wachstum.
Blüte und Blattwerk von Cyperus longus
Das Zyperngras besticht weniger durch auffällige Blüten als durch seine aparte Blattstruktur, die an Papyrus erinnert. Die immergrünen Blätter bleiben auch im Winter grün und verleihen dem Garten Struktur. Die Blüten hingegen sind eher unscheinbar, aber in ihrer Gesamtheit durchaus reizvoll. Sie erscheinen von Juni bis August und setzen dezente Akzente über dem Blätterdach. Die Blütenstände sind ährig und bestehen aus feinen, hellbraunen Ähren, die eine Höhe von 10 bis 20 Zentimetern erreichen können. Jede Ähre trägt 12 bis 13 Einzelblüten, die sehr klein sind und aus der Ferne an Getreideähren erinnern.
Die papyrusartigen Blätter des Hohen Zyperngrases
Die Blätter des Hohen Zyperngrases sind das markanteste Merkmal dieser Pflanze. Sie sind länglich, schmal und stark zugespitzt, mit einer Länge von bis zu 80 Zentimetern. Die Farbe variiert je nach Standort und Nährstoffversorgung zwischen Hell- und Dunkelgrün, wobei ein sonniger Platz tiefere Farbtöne fördert. Die Blattstruktur ist fest und papyrusartig, was bedeutet, dass sie eine leicht raue, matte Oberfläche haben. Die Blätter wachsen büschelartig aus dem Horst und überhängen an den Spitzen leicht, was der Pflanze eine elegante, weiche Silhouette verleiht. Im Wind wiegen sie sich anmutig und schaffen eine beruhigende Atmosphäre am Wasser. Da die Blätter immergrün sind, bieten sie auch in der kalten Jahreszeit einen Blickfang.
Blütenstand und Blütezeit
Von Juni bis August erheben sich über dem Blattwerk die Blütenstände des Cyperus longus. Sie bestehen aus mehreren, dicht stehenden Ähren in einem hellbraunen, fast beigen Ton. Jede Einzelblüte ist winzig und unscheinbar, doch in der Summe bilden sie eine feine, filigrane Struktur. Die Blüten sitzen auf langen, dünnen Stielen, die weit über die Blätter hinausragen. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten, auch wenn sie nicht so auffällig sind wie die Blüten vieler anderer Teichpflanzen. Nach der Blüte bilden sich kleine Nüsschen als Früchte, die zur natürlichen Verbreitung der Art beitragen. Die Samen reifen im Spätsommer und können bei Feuchtigkeit keimen. Die Blütezeit kann durch einen Rückschnitt nach der ersten Blüte verlängert werden, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist.
Verwendung im Garten
Das Hohe Zyperngras ist eine äußerst vielseitige Pflanze für feuchte Standorte. Ob am Teichrand, im Sumpfbeet oder im Kübel – es bringt eine exotische, gleichzeitig harmonische Ausstrahlung in den Garten. Besonders hervorzuheben ist seine Eignung für die Flachwasserzone, wo es mit einer Pflanztiefe von bis zu 15 Zentimetern prächtig gedeiht. Aber auch außerhalb von Gewässern kann es in feuchten Beeten gepflanzt werden, sofern der Boden konstant feucht gehalten wird. Die Pflanze ist winterhart und benötigt keinen Winterschutz, was die Pflege erleichtert. Aufgrund seiner Ausläuferbildung eignet es sich hervorragend zur Uferbefestigung, da die Rhizome den Boden stabilisieren.
Ufer- und Teichrandbepflanzung
Am Teichrand entfaltet Cyperus longus seine volle Wirkung. Die aufrechten, grünen Halme bilden einen sanften Übergang zwischen Wasser und Land. Laut Gaißmayer ist die Pflanze für zeitweilig überschwemmte Böden oder den Teich bei einem Wasserstand bis 20 cm geeignet. Ideal ist die Pflanzung in der Flachwasserzone, wo die Wurzeln konstant im Wasser stehen können. Die Pflanze verträgt auch wechselnde Wasserstände, solange der Wurzelbereich nicht völlig austrocknet. Gaißmayer beschreibt Cyperus longus als harmonisch, zugleich exotisch wirkend am und im Teich. Mit einem Pflanzabstand von 5 Pflanzen pro Quadratmeter entsteht schnell ein dichter Bestand, der das Ufer optisch aufwertet und Lebensraum für Kleinlebewesen bietet.
Kübelkultur mit dem Hohen Zyperngras
Auch ohne Gartenteich muss man auf das Hohe Zyperngras nicht verzichten. Die Pflanze eignet sich ausgezeichnet für die Kübelkultur auf Terrasse oder Balkon. Wichtig ist ein großzügiges Gefäß mit einem Volumen von mindestens zehn Litern, damit die Rhizome genügend Platz zur Ausbreitung haben. Nach Gaißmayer eignet sich Cyperus longus auch als dekorative Kübelpflanze ab 10 Liter Erdvolumen. Als Substrat eignet sich humusreiche Gartenerde, die mit Lehm angereichert ist. Der Kübel sollte stets im Wasser stehen, beispielsweise in einem Untersetzer, der dauerhaft gefüllt ist. Staunässe ist kein Problem, im Gegenteil: Die Pflanze liebt es nass. Im Winter ist der Kübel vor Frost zu schützen, indem man ihn mit Vlies umwickelt oder in ein kühles, frostfreies Winterquartier stellt.
Gestaltungsideen mit Cyperus longus
Das Zyperngras lässt sich vielseitig kombinieren und einsetzen. In asiatisch inspirierten Gärten harmoniert es mit Bambus und Farnen, während es in naturnahen Anlagen mit Wildstauden wie dem Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) oder dem Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria) einen natürlichen Look schafft. Am Teichrand kann man es als Solitär in Szene setzen oder in Gruppen pflanzen. Die immergrünen Blätter bilden auch im Winter einen attraktiven Blickfang. In Kombination mit Steinen oder Holz entstehen reizvolle Kontraste. Die Pflanze eignet sich auch für Dachgärten, wenn dort eine ausreichende Bewässerung gewährleistet ist. Ihre Robustheit macht sie zu einer pflegeleichten Bereicherung für jeden feuchten Standort.
Pflanzpartner für das Hohe Zyperngras
Durch seine markante, aufrechte Wuchsform und die papyrusartigen Blätter ist Cyperus longus ein idealer Strukturgeber in der Bepflanzung von Feuchtbereichen. Um sein volles Potenzial auszuschöpfen, sollte man es mit passenden Partnern kombinieren, die ähnliche Standortansprüche haben. Die Pflanzen sollten ebenfalls feuchte bis nasse Böden und sonnige bis halbschattige Plätze bevorzugen. Eine gelungene Kombination entsteht durch die Mischung von Blatt- und Blütenpflanzen, die über die Saison verteilt Akzente setzen. Die folgenden Vorschläge basieren auf bewährten Partnern aus der gärtnerischen Praxis.
Blühende Stauden als Kontrast
Zu den empfehlenswerten Blütenstauden als Pflanzpartner zählen die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) mit ihren leuchtend gelben Blüten im Frühjahr, der Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) mit seinen purpurroten Blütenähren im Sommer und das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria), dessen cremeweiße Blütenwolken einen angenehmen Duft verströmen. Gaißmayer nennt als Pflanzpartner unter anderem die Sumpfdotterblume, den Blut-Weiderich und Echtes Mädesüß. Diese Stauden blühen zu unterschiedlichen Zeiten und schaffen so über die gesamte Gartensaison hinweg einen immer wieder neuen Anblick. Die farbigen Blüten setzen sich wirkungsvoll von den grünen, schmalen Blättern des Zyperngrases ab und locken Bienen und Schmetterlinge an.
Strukturgebende Gräser und Farne
Neben Blütenpflanzen lassen sich auch andere Gräser und Farne mit Cyperus longus kombinieren. Ein besonders interessanter Partner ist der Japanische Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale var. japonicum), der mit seinen dunkelgrünen, senkrechten Halmen einen starken architektonischen Akzent setzt. Gaißmayer nennt auch den Japanischen Winter-Schachtelhalm als Pflanzpartner. Beide Pflanzen vertragen nasse Füße und ergänzen sich in der Wuchsform. Farne wie der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) oder der Frauenfarn (Athyrium filix-femina) bringen mit ihren gefiederten Wedeln eine weiche Textur ins Spiel. Diese Kombination erinnert an natürliche Ufergesellschaften und wirkt sehr harmonisch. Wichtig ist, dass die Partner nicht zu konkurrenzstark werden, da das Zyperngras selbst ausläuferbildend ist und Raum benötigt.
Pflege und Überwinterung
Das Hohe Zyperngras ist erfreulich pflegeleicht, sofern seine Grundbedürfnisse nach Nässe und Nährstoffen erfüllt werden. Einmal etabliert, benötigt es kaum Aufmerksamkeit. Die Hauptaufgaben bestehen in der Sicherstellung der Wasserversorgung, einer gelegentlichen Düngung und dem Rückschnitt von altem Laub im Frühjahr. Dank seiner Winterhärte ist kein spezieller Winterschutz nötig, solange die Pflanze im Boden steht. Bei Kübelpflanzen sind jedoch Vorkehrungen zu treffen, um die Wurzeln vor Frost zu schützen. Die Vermehrung kann durch Teilung der Horste oder durch die Abtrennung von Ausläufern erfolgen.
Bewässerung und Düngung
Die wichtigste Pflegemaßnahme ist die ausreichende Bewässerung. Cyperus longus darf niemals austrocknen, da er dauerhaft nasse Füße benötigt. Am Teichrand ist dies von Natur aus gegeben, im Beet oder Kübel muss regelmäßig gegossen werden. Staunässe ist erwünscht, also den Wurzelbereich stets feucht halten. Eine Düngung im Frühjahr mit einem Langzeitdünger oder Kompost fördert das Wachstum und die Ausläuferbildung. Die Pflanze liebt nährstoffreiche Böden, daher kann auch während der Vegetationsperiode alle vier bis sechs Wochen flüssig gedüngt werden. Eine Überdüngung sollte vermieden werden, da sie zu weichem, übermäßigem Wachstum führen kann. Ein ausgewogenes Nährstoffangebot sorgt für kräftige, aufrechte Halme und eine satte Blattfarbe.
Rückschnitt und Vermehrung
Ein Rückschnitt ist nur im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb erforderlich. Dabei werden die abgestorbenen oder erfrorenen Blätter und Halme bodennah abgeschnitten. Dies fördert die Luftzirkulation und beugt Pilzkrankheiten vor. Die alten Blätter können auf dem Kompost entsorgt werden. Die Vermehrung des Zyperngrases ist denkbar einfach: Durch Teilung des Horstes im Frühjahr oder durch Abtrennen von bewurzelten Ausläufern. Gaißmayer beschreibt Cyperus longus als ausläufertreibend. Die Teilstücke werden sofort an geeignete Standorte gepflanzt oder in Kübel gesetzt. Auch eine Aussaat ist möglich, jedoch aufwendiger und nicht immer sortenecht. Die vegetative Vermehrung ist die schnellste Methode, um neue Pflanzen zu gewinnen.
Winterhärte von Cyperus longus
Wie bereits erwähnt, ist Cyperus longus die einzige winterharte Art der Gattung Cyperus. Gaißmayer gibt für Cyperus longus die Winterhärtezone Z7 mit einem Temperaturbereich von -17,8 °C bis -12,3 °C an. Das bedeutet, dass die Pflanze in den meisten deutschen Regionen ohne Schutz im Freiland überwintern kann. In sehr strengen Wintern oder bei Kübelkultur sollte man jedoch Vorsichtsmaßnahmen treffen: Mulchen Sie den Wurzelbereich mit Laub oder Reisig und schützen Sie den Topf mit Vlies oder stellen Sie ihn an eine geschützte Hauswand. Auch unter einer dicken Eisschicht an einem Teich überleben die Rhizome problemlos. Im Frühjahr treibt die Pflanze zuverlässig wieder aus.
Wissenswertes rund um Cyperus longus
Das Hohe Zyperngras birgt einige wissenswerte Besonderheiten. Es ist nicht nur eine Zierpflanze, sondern hat auch eine ökologische Bedeutung. In der Antike wurden die Halme verschiedener Cyperus-Arten zur Papyrusherstellung genutzt – daher der Name. Obwohl Cyperus longus nicht der echte Papyrus (Cyperus papyrus) ist, ähnelt es ihm doch sehr. Die Gattung Cyperus umfasst weltweit rund 600 Arten, von denen die meisten in tropischen und subtropischen Regionen vorkommen. Cyperus longus ist eine Ausnahme, was seine Winterhärte betrifft. Zudem ist die Pflanze ungiftig und kann daher auch in Gärten mit Kindern oder Haustieren bedenkenlos eingesetzt werden.
Ökologische Bedeutung
Als heimische Wildstaude bietet Cyperus longus zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum. Die Blüten werden von verschiedenen Bestäubern besucht, und die dichten Horste dienen als Versteck für Frösche und Molche. Die Samen sind eine Nahrungsquelle für Vögel. Durch die dichte Durchwurzelung des Bodens trägt die Pflanze aktiv zum Erosionsschutz an Gewässerufern bei. Zudem verbessert sie die Wasserqualität, indem sie überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser aufnimmt. In naturnahen Gärten ist sie daher eine wertvolle Bereicherung, die sowohl ökologischen als auch ästhetischen Nutzen bringt. Ihre Fähigkeit, auch auf zeitweilig überschwemmten Flächen zu gedeihen, macht sie zu einer idealen Pflanze für die Renaturierung von Feuchtgebieten.
| Name Deutsch: | Hohes Zyperngras. |
| Name Botanisch: | Cyperus longus. |
| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, krautartig, stark, ausdauernd, 60 bis 100 cm hoch, 0 bis 15 cm tief. |
| Wuchshöhe: | 60 - 100 cm. |
| Blatt: | Immergrün, hell- bis dunkelgrün, länglich, schmal, stark zugespitzt, papyrusartig, leicht überhängend, bis zu 80 cm lang. |
| Frucht: | Nüsschen. |
| Blüte: | Hellbraun, ährig, 12 bis 13 blütig, sehr fein, klein, unscheinbar. |
| Blütezeit: | Juni bis August. |
| Wurzeln: | Rhizome. |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 5. |
| Eigenschaften: | Das Cyperus longus (Hohes Zyperngras) ist eine besondere Uferpflanze, die die Vielfalt im Garten vergrößert. Mit ihren papyrusartigen, dunkelgrünen Blättern bietet es eine wilkommene Abwechslung und erschafft eine exotische Atmosphäre. Die eher kleinen und braunen Blüten bringen Struktur in das Pflanzenbild und sind eine Abwechslung zu den grünen Halmen. Das Cyperus longus ist die einzige Cyperus-Art die winterfest ist und zeichnet sich darum durch eine leichte Handhabung aus. Besonders gut macht sich das Gras als Rand- und Uferbepflanzung, wo bis zu 5 Pflanzen pro Quadratmeter angepflanzt werden können. Alternativ kann es aber auch als eine sehr dekorative Kübelpflanze eingesetzt werden.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait des Hohen ZyperngrasesDas Hohe Zyperngras, botanisch als Cyperus longus bekannt, ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die mit ihrer aufrechten Wuchsform und den papyrusartigen Blättern eine exotische Note in den Garten bringt. Es gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und stammt ursprünglich aus Südeuropa. Anders als viele seiner tropischen Verwandten ist Cyperus longus die einzige bei uns winterharte Art der Gattung Cyperus, was ihn besonders wertvoll für die heimische Gartengestaltung macht. Mit einer Wuchshöhe von 60 bis 100 Zentimetern und einer Pflanztiefe von 0 bis 15 Zentimetern eignet er sich hervorragend für die Flachwasserzone am Teichrand. Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer (Rhizome) und kann sich so flächig ausbreiten, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte. Herkunft und VerbreitungDie natürliche Heimat des Cyperus longus erstreckt sich über.... |
Pflanz- und Pflegetipps Cyperus longus / Hohes Zyperngras
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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