| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, ausdauernd, krautig, verzweigt, 10 bis 20 cm hoch, 0 bis 15 cm tief |
| Wuchshöhe: | 10 - 20 cm |
| Blatt: | Immergrün, eiförmig, kurz gestielt, verschmälert, behaarte Unterseite, annähernd ganzrandig, hellgrün, bis zu 3 cm lang |
| Frucht: | Klausenfrucht |
| Blüte: | Violett, rosa, trichterförmig, lippenartig, etagenartiger Blütenstand, fünfzählig, feingliedrig, klein |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Eine wunderbare Möglichkeit das Teichufer zu bepflanzen ist die Mentha pulegium (Polei-Minze). Diese kleine Pflanze entwickelt hübsche violette Blüten, die tolle Farbakzente setzten. Zusätzlich...
|
| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, ausdauernd, krautig, verzweigt, 10 bis 20 cm hoch, 0 bis 15 cm tief |
| Wuchshöhe: | 10 - 20 cm |
| Blatt: | Immergrün, eiförmig, kurz gestielt, verschmälert, behaarte Unterseite, annähernd ganzrandig, hellgrün, bis zu 3 cm lang |
| Frucht: | Klausenfrucht |
| Blüte: | Violett, rosa, trichterförmig, lippenartig, etagenartiger Blütenstand, fünfzählig, feingliedrig, klein |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Eine wunderbare Möglichkeit das Teichufer zu bepflanzen ist die Mentha pulegium (Polei-Minze). Diese kleine Pflanze entwickelt hübsche violette Blüten, die tolle Farbakzente setzten. Zusätzlich überzeugt sie mit einem sehr aromatischem Duft, der diese Wasserpflanze zu einem Erlebnis für alle Sinne macht. Die Mentha pulegium kann auch als Heilpflanze verwendet werden und ist auf diesem Gebiet ein echter Alleskönner. Gepflanzt werden können bis zu 6 Exemplare pro Quadratmeter mit einem Abstand von jeweils 40 cm. Sie benötigt viel Feuchtigkeit, weshalb ein Standort am Uferrand oder in einer Flachwasserzone am besten geeinget ist. Sind all diese Vorraussetzungen erfüllt kann die Polei-Minze jedes Ufer in ein wunderschönes und duftendes Blütenmeer verwandeln. |
- Polei-Minze: Ein Portrait der aromatischen Wasserpflanze
- Standort und Bodenansprüche
- Blüte und Blattwerk der Mentha pulegium
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
- Pflanzpartner für die Polei-Minze
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Mentha pulegium
Die Polei-Minze (Mentha pulegium) ist eine faszinierende, mehrjährige Wasserpflanze, die mit ihrem aromatischen Duft und den zarten Blüten jeden Garten bereichert. Als typische Vertreterin der Gattung Mentha besticht sie durch ihre Anspruchslosigkeit und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, insbesondere in feuchten Bereichen. Mit einer Wuchshöhe von nur 10 bis 20 Zentimetern und einer Pflanztiefe von 0 bis 15 Zentimetern eignet sie sich hervorragend für die Bepflanzung von Teichrändern und Flachwasserzonen, wo sie mit ihren hellgrünen Blättern und violetten Blütenakzenten bezaubert.
Polei-Minze: Ein Portrait der aromatischen Wasserpflanze
Die Polei-Minze, botanisch korrekt als Mentha pulegium bezeichnet, gehört zu den Lippenblütlern und ist eine ausdauernde, krautige Staude. Sie stammt ursprünglich aus Europa und Asien und hat sich als robuste Pflanze für feuchte Lebensräume etabliert. Ihr charakteristischer, intensiver Duft macht sie zu einer besonderen Bereicherung für sinnliche Gartenerlebnisse, während ihr niedriger Wuchs sie ideal für den Vordergrund von Pflanzungen prädestiniert.
Herkunft und Wuchsform der Mentha pulegium
Die natürliche Verbreitung der Mentha pulegium erstreckt sich über weite Teile Europas und Asiens, wo sie bevorzugt an feuchten Standorten wie Ufern, Gräben oder sumpfigen Wiesen vorkommt. Als Wasserpflanze ist sie perfekt an Lebensräume mit hoher Bodenfeuchtigkeit angepasst. Ihr Wuchs ist aufrecht und verzweigt, wodurch sie dichte, kompakte Polster bildet. Die Pflanze entwickelt kriechende Rhizome, die für eine langsame, aber stetige Ausbreitung sorgen. Mit einer maximalen Höhe von 20 Zentimetern bleibt sie niedrig und eignet sich somit ausgezeichnet für die Bepflanzung von Teichrändern, wo sie nicht die Sicht auf das Wasser versperrt. Pro Quadratmeter können bis zu sechs Exemplare gepflanzt werden, wobei ein Pflanzabstand von etwa 40 Zentimetern empfohlen wird, um den Pflanzen ausreichend Raum für ihre Ausläufer zu geben.
Habitus und Ausbreitung
Der Habitus der Polei-Minze ist geprägt durch ihre ausläuferbildende Wuchsweise. Sie breitet sich durch kriechende Rhizome im Boden aus, die neue Triebe und Wurzeln bilden. Diese Eigenschaft macht sie zu einem effektiven Bodendecker für feuchte Flächen, der unerwünschtes Unkraut unterdrücken kann. Allerdings sollte diese Ausbreitung im Garten kontrolliert werden, da die Pflanze sonst andere Stauden verdrängen könnte. Die krautigen Triebe sind zart und behaart, was der Pflanze ein feines, fast filigranes Erscheinungsbild verleiht. Trotz ihrer Zierlichkeit ist Mentha pulegium ausdauernd und übersteht auch kalte Winter, wenn die Standortbedingungen stimmen. Ihre Frucht, eine Klausenfrucht, bildet sich nach der Blüte, trägt aber weniger zur Vermehrung bei als die vegetative Ausbreitung über Rhizome.
Für ein optimales Gedeihen der Polei-Minze sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend. Diese Staude hat spezifische Ansprüche an Licht, Boden und Feuchtigkeit, die erfüllt werden müssen, um ihre volle Schönheit und Gesundheit zu entfalten. Ein passender Platz im Garten sorgt nicht nur für üppiges Wachstum, sondern auch für eine reiche Blüte und einen intensiven Duft.
Standort und Bodenansprüche
Die Polei-Minze gedeiht am besten an Standorten, die ihren natürlichen Lebensräumen entsprechen. Sie bevorzugt feuchte bis nasse Böden und verträgt auch zeitweise Überflutungen, was sie zur idealen Pflanze für Gewässerränder macht. Die Lichtverhältnisse sollten sonnig bis halbschattig sein, wobei ein Platz mit mindestens vier bis sechs Stunden Sonne pro Tag für eine üppige Blütenbildung sorgt. Der Boden muss stets feucht gehalten werden, da Trockenheit das Wachstum hemmt und zu Welkeerscheinungen führen kann.
Der ideale Standort für die Polei-Minze
Für Mentha pulegium wird ein Gehölzrand an sonniger Stelle auf frischem Boden empfohlen, wo sie von der Wärme profitiert, aber dennoch etwas Schutz vor der intensiven Mittagssonne erhält. Gaißmayer empfiehlt für Mentha pulegium 'Repens' einen halbschattigen und feuchten Standort, was auch für die Art selbst zutrifft. Ideal sind daher Uferbereiche von Teichen oder Bachläufen, die sowohl Sonne als auch leichten Schatten bieten. Die Pflanze kann auch in Flachwasserzonen bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern gepflanzt werden, wo ihre Wurzeln ständigen Zugang zu Wasser haben. In reinen Staudenbeeten sollte der Standort so gewählt werden, dass der Boden nie vollständig austrocknet, eventuell durch Mulchen oder regelmäßiges Gießen. Ein windgeschützter Platz ist von Vorteil, da die zarten Triebe bei starkem Wind brechen könnten.
Bodenbeschaffenheit und Pflanztiefe
Der Boden für die Polei-Minze sollte feucht, nährstoffreich und normal durchlässig sein. Ein normal durchlässiger, kalkarmer Boden wird von Experten als optimal beschrieben, da Staunässe über längere Zeit zwar toleriert wird, aber Wurzelfäule begünstigen kann. Ein humoser, lehmiger Untergrund speichert Feuchtigkeit gut und bietet ausreichend Nährstoffe für das Wachstum. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen. Bei der Pflanzung ist die Tiefe von 0 bis 15 Zentimetern zu beachten; in Teichen kann die Staude direkt in die Flachwasserzone gesetzt werden, während sie im Beet flach eingepflanzt wird, damit die Rhizome sich ausbreiten können. Eine Drainageschicht ist nur bei sehr schweren Böden sinnvoll, ansonsten sollte die Feuchtigkeit erhalten bleiben.
Die ästhetischen Qualitäten der Polei-Minze liegen nicht nur in ihrem Duft, sondern auch in ihrem ansprechenden Blüten- und Blattwerk. Die Kombination aus zarten Blüten und aromatischem Laub macht sie zu einer vielseitigen Zierpflanze, die visuelle und olfaktorische Reize vereint.
Blüte und Blattwerk der Mentha pulegium
Mentha pulegium bezaubert mit einer lang anhaltenden Blütezeit und einem immergrünen Laub, das auch im Winter Farbe in den Garten bringt. Die Blüten erscheinen in etagenartigen Blütenständen und verströmen einen feinen, angenehmen Duft, der Insekten anlockt. Die Blätter sind hellgrün und behaart, was ihnen eine samtige Textur verleiht und den aromatischen Geruch bei Berührung freisetzt.
Die feinen Blüten der Polei-Minze
Die Blütezeit der Polei-Minze erstreckt sich von Juli bis September, wobei sie in dieser Periode kontinuierlich neue Blüten bildet. Die Blüten sind klein, violett bis rosa gefärbt und haben eine trichterförmige, lippenartige Form, die typisch für Lippenblütler ist. Sie sind fünfzählig angeordnet und stehen in feingliedrigen, etagenartigen Blütenständen, die der Pflanze ein luftiges, fast schwebendes Aussehen verleihen. Der Duft der Blüten ist aromatisch und süßlich, was nicht nur Gartenbesitzer erfreut, sondern auch Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber anlockt. Die Blüten eignen sich aufgrund ihrer Zierlichkeit zwar nicht als Schnittblumen, aber im Garten sorgen sie für lebendige Farbtupfer in feuchten Bereichen. Nach der Blüte bilden sich unscheinbare Klausenfrüchte, die jedoch für die Vermehrung weniger relevant sind.
Das aromatische Laub der Mentha pulegium
Das Laub der Polei-Minze ist immergrün, was bedeutet, dass die Pflanze auch im Winter ihre hellgrünen Blätter behält und so für ganzjährige Struktur im Garten sorgt. Die Blätter sind eiförmig, kurz gestielt und verschmälert, mit einer Länge von bis zu drei Zentimetern. Die Oberseite ist glatt, während die Unterseite behaart ist, was den Blättern eine weiche Textur verleiht. Der Blattrand ist annähernd ganzrandig, nur leicht gezähnt. Bei Berührung oder bei Regen geben die Blätter ihren intensiven, minzigen Duft frei, der an Pfefferminze erinnert, aber etwas milder ist. Diese aromatischen Eigenschaften machen die Pflanze zu einem sinnlichen Erlebnis, besonders wenn sie entlang von Wegen oder Sitzplätzen gepflanzt wird. Im Herbst verfärbt sich das Laub kaum, bleibt also hellgrün, was einen schönen Kontrast zu herbstfärbenden Stauden bildet.
Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Polei-Minze machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für verschiedene Gartenbereiche. Von Gewässerrändern bis hin zu Duftrasen bietet sie zahlreiche Gestaltungsoptionen, die ihren natürlichen Eigenschaften entsprechen.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
Mentha pulegium ist nicht nur eine dekorative Wasserpflanze, sondern auch eine funktionale Staude mit breitem Anwendungsspektrum. Ihre Anpassungsfähigkeit an feuchte Standorte und ihr duftendes Laub eröffnen kreative Möglichkeiten für die Gartengestaltung. Ob als Bodendecker, Insektenmagnet oder aromatische Bereicherung für Teichufer – die Polei-Minze erfüllt viele Rollen im Garten.
Am Teichufer und in der Flachwasserzone
Die klassische Verwendung der Polei-Minze liegt in der Bepflanzung von Teichufern und Flachwasserzonen. Hier kann sie ihre Vorliebe für Feuchtigkeit voll ausleben und bildet dichte, grüne Teppiche, die das Ufer stabilisieren und optisch auflockern. Durch ihre geringe Wuchshöhe von 10 bis 20 Zentimetern versperrt sie nicht die Sicht auf das Wasser, sondern rahmt es dekorativ ein. In Flachwasserbereichen bis 15 Zentimeter Tiefe gedeiht sie besonders gut, da ihre Wurzeln ständig im Wasser stehen. Diese Pflanzung eignet sich auch für naturnahe Gartenteiche, wo sie Lebensraum für Kleinlebewesen bietet. Die violetten Blüten setzen im Sommer hübsche Akzente und locken Libellen und andere Insekten an, die das Gewässer beleben.
Als duftender Bodendecker und Bienenweide
Mentha pulegium eignet sich im Staudenbeet als duftender Bodendecker und wird von Stauden Stade zusätzlich als Bienenweide geführt. In Staudenbeeten oder an Gehölzrändern bedeckt sie mit ihren Ausläufern schnell freie Flächen und unterdrückt so Unkraut. Ihr aromatischer Duft wird bei jedem Schritt freigesetzt, was sie ideal für Wegränder oder Sitzplätze macht. Als Bienenweide zieht sie mit ihren nektarreichen Blüten zahlreiche Bestäuber an und trägt so zur Biodiversität im Garten bei. Diese Verwendung ist besonders in naturnahen Gärten oder Bauerngärten beliebt, wo die Polei-Minze sowohl dekorative als auch ökologische Funktionen erfüllt. Allerdings sollte ihre Ausbreitung kontrolliert werden, um ein Überwuchern anderer Pflanzen zu verhindern.
Mentha pulegium in Pflanzgefäßen und als Duftrasen
Für Mentha pulegium 'Repens' nennt Gaißmayer die Verwendung als Duftrasen, zur Zwischenpflanzung in Staudenbeeten, für kleine Duftpfade, Pflanzgefäße und als aromatisches Mosaik. In Pflanzgefäßen oder Töpfen kann die Polei-Minze auf Terrassen oder Balkonen kultiviert werden, wo sie mit ihrem Duft für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Wichtig ist hier eine regelmäßige Bewässerung, da Kübel schneller austrocknen. Als Duftrasen oder in Duftpfaden gepflanzt, entfaltet sie bei Betreten ihr Aroma und schafft ein sinnliches Gartenerlebnis. Diese Verwendungen eignen sich besonders für kleine Gärten oder barrierefreie Beete, wo die niedrige Wuchshöhe von Vorteil ist. Die Pflanze kann auch als aromatisches Mosaik mit anderen duftenden Stauden kombiniert werden, um vielfältige Sinneseindrücke zu schaffen.
Die Wahl passender Pflanzpartner ist entscheidend, um die Polei-Minze optimal in Szene zu setzen und harmonische Pflanzengemeinschaften zu schaffen. Geeignete Begleiter teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Form, Farbe und Textur.
Pflanzpartner für die Polei-Minze
Bei der Auswahl von Pflanzpartnern für Mentha pulegium sollten vor allem Stauden berücksichtigt werden, die ebenfalls feuchte bis nasse Böden bevorzugen. Ideal sind Arten, die in Höhe und Wuchsform kontrastieren oder farblich harmonieren, um abwechslungsreiche Bilder zu schaffen. Die Polei-Minze mit ihren niedrigen, teppichbildenden Eigenschaften eignet sich gut als Unterpflanzung oder als Randbepflanzung in feuchten Beeten.
Begleiter für feuchte Standorte
Zu den klassischen Partnern für die Polei-Minze gehören andere Wasser- und Sumpfpflanzen, die ähnliche Lebensbedingungen teilen. Gaißmayer führt im Pflanzpartner-Umfeld zu Mentha pulegium 'Repens' die Palmwedel-Segge (Carex muskingumensis) und den Entenschnabel-Felberich (Lysimachia clethroides) auf. Die Palmwedel-Segge, auch als Carex muskingumensis bekannt, bildet mit ihren aufrechten, palmenartigen Blättern einen schönen Kontrast zum niedrigen, ausläuferbildenden Wuchs der Polei-Minze. Der Entenschnabel-Felberich, Lysimachia clethroides, besticht mit seinen weißen, kerzenförmigen Blütenständen, die im Sommer über dem grünen Teppich der Minze schweben und für Höhe und Struktur sorgen. Beide Pflanzen bevorzugen feuchte bis nasse Böden und sonnige bis halbschattige Standorte, passen also perfekt zu den Ansprüchen der Mentha pulegium.
Kombinationen mit der Polei-Minze
Weitere geeignete Pflanzpartner sind zum Beispiel die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), die mit ihren gelben Blüten und schwertförmigen Blättern für dramatische Akzente sorgt, oder die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), die mit ihren nickenden, rosa Blüten zarte Farbtupfer setzt. Auch die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) mit ihren leuchtend gelben Blüten im Frühjahr ergänzt die Polei-Minze gut, da sie ähnliche Feuchtigkeitsansprüche hat. Für texturliche Kontraste können Gräser wie das Pfeifengras (Molinia caerulea) hinzugefügt werden, die mit ihren feinen Halmen Leichtigkeit in die Pflanzung bringen. Wichtig ist, dass alle Partner ausreichend Platz erhalten, da die Polei-Minze durch ihre Ausläufer schnell Flächen bedeckt; gegebenenfalls sollte eine Rhizomsperre eingesetzt werden, um die Ausbreitung zu kontrollieren.
Die Pflege der Polei-Minze ist relativ unkompliziert, erfordert aber einige Aufmerksamkeit, insbesondere in Bezug auf Feuchtigkeit und Ausbreitungskontrolle. Mit den richtigen Maßnahmen gedeiht sie über viele Jahre hinweg und bereichert den Garten mit ihrer Duft- und Blütenpracht.
Pflege und Überwinterung
Mentha pulegium ist eine pflegeleichte Staude, die bei geeigneten Standortbedingungen kaum Probleme bereitet. Dennoch sind regelmäßige Kontrollen und einfache Pflegemaßnahmen empfehlenswert, um Gesundheit und Vitalität der Pflanze zu erhalten. Schwerpunkt liegt dabei auf der Bewässerung, der Kontrolle der Ausläufer und dem Winterschutz in kalten Regionen.
Gießen und Düngen
Die Polei-Minze benötigt konstante Feuchtigkeit, daher ist regelmäßiges Gießen essenziell, besonders in trockenen Perioden oder bei Pflanzung in Beeten. An Teichrändern oder in Flachwasserzonen ist dies meist natürlich gegeben, aber in normalen Gartenbeeten sollte der Boden nie austrocknen. Mulchen mit organischem Material wie Rindenkompost hilft, die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Gedüngt werden muss die Pflanze nur mäßig; im Frühjahr kann eine Gabe von Kompost oder einem organischen Volldünger das Wachstum anregen. Überdüngung sollte vermieden werden, da sie zu weichem, anfälligem Wuchs führen kann. Bei Kübelpflanzung ist eine monatliche Flüssigdüngergabe während der Vegetationsperiode ausreichend, kombiniert mit täglichem Gießen an heißen Tagen.
Schnitt und Vermehrung der Mentha pulegium
Ein Rückschnitt der Polei-Minze ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte im Herbst erfolgen, um die Pflanze zu verjüngen und eine kompakte Form zu erhalten. Dabei werden die abgeblühten Triebe bodennah zurückgeschnitten. Die Polei-Minze breitet sich durch starke Ausläufer aus; Rhizome sollten bei Bedarf eingegrenzt werden. Zur Kontrolle der Ausbreitung können Rhizomsperren aus Kunststoff oder Ton eingesetzt oder die Ausläufer regelmäßig ausgegraben werden. Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Teilung der Rhizome im Frühjahr oder Herbst; dazu werden Teilstücke mit mindestens einem Trieb abgetrennt und an neuer Stelle eingepflanzt. Samenvermehrung ist möglich, aber aufgrund der langsamen Keimung weniger praktikabel. Die geteilten Pflanzen wachsen schnell an und bilden innerhalb einer Saison neue Teppiche.
Winterhärte und Winterschutz
Stauden Stade ordnet Mentha pulegium der Klimazone Z7 zu, was einer Winterhärte bis etwa -17°C entspricht. Baumschule Horstmann bezeichnet Mentha pulegium als gut winterhart. In den meisten deutschen Regionen übersteht die Polei-Minze den Winter problemlos, besonders wenn eine schützende Schneedecke vorhanden ist. In strengen Wintern ohne schützende Schneedecke empfiehlt Gaißmayer für Mentha pulegium 'Repens' einen Schutz mit Tannenreisig oder Vlies. Dies gilt insbesondere für junge Pflanzen oder in exponierten Lagen. Im Frühjahr sollten erfrorene Triebe entfernt werden, um Platz für neues Wachstum zu schaffen. Bei Kübelpflanzung ist ein frostfreier, aber kühler Überwinterungsort ratsam, da die Gefäße durchfrieren könnten.
Abseits der gärtnerischen Praxis birgt die Polei-Minze interessante historische und kulturelle Aspekte, die ihre Bedeutung über die reine Zierde hinausheben. Von ihrer Namensherkunft bis zu traditionellen Verwendungen erzählt sie eine faszinierende Geschichte.
Wissenswertes über die Mentha pulegium
Die Polei-Minze hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht, und wurde nicht nur als Gartenpflanze, sondern auch für praktische und medizinische Zwecke geschätzt. Ihr botanischer Name Mentha pulegium leitet sich von alten Begriffen ab, die auf ihre einstige Verwendung hinweisen. Heute ist sie vor allem als Zier- und Duftpflanze beliebt, doch ihr Erbe als Heil- und Nutzkraut ist noch immer präsent.
Historische Verwendung und Etymologie
Gaißmayer erklärt den Namen der Polei-Minze damit, dass sie früher zum Vertreiben von Flöhen, besonders auch Hundeflöhen, genutzt wurde; der Name wird dort von dem lateinischen Ausdruck „pulicem agere“ für „Flöhe vertreiben“ abgeleitet. Dieser historische Einsatz als Insektenvertreiber brachte ihr den Namen „Polei“ ein, der sich im Deutschen etablierte. Die Polei-Minze findet heutzutage in der Küche kaum noch Verwendung; als Gewürz wird sie in einigen Ländern noch genutzt, außerdem wird sie wegen der zugeschriebenen insektiziden Wirkung auch als Streukraut gegen Insekten und Flöhe verwendet. In der Volksmedizin wurde sie früher bei Verdauungsbeschwerden oder als Tee eingesetzt, doch davon wird heute abgeraten. Stauden Stade weist darauf hin, dass das Kraut nur in kleinen Mengen verwendet werden soll, da es schwach giftig ist. Gaißmayer nennt für die kriechende Polei-Minze Mentha pulegium 'Repens' den giftigen Stoff Pulegon und rät deshalb davon ab, die Polei-Minze für Tees oder Speisen zu verwenden. Diese Giftigkeit macht sie für den Verzehr ungeeignet, unterstreicht aber ihre historische Rolle als Schutzpflanze. In modernen Gärten wird sie daher primär als duftende Zierstaude geschätzt, die mit ihrer Geschichte und ihren sinnlichen Qualitäten überzeugt.
| Name Deutsch: | Polei-Minze. |
| Name Botanisch: | Mentha pulegium. |
| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, ausdauernd, krautig, verzweigt, 10 bis 20 cm hoch, 0 bis 15 cm tief. |
| Wuchshöhe: | 10 - 20 cm. |
| Blatt: | Immergrün, eiförmig, kurz gestielt, verschmälert, behaarte Unterseite, annähernd ganzrandig, hellgrün, bis zu 3 cm lang. |
| Frucht: | Klausenfrucht. |
| Blüte: | Violett, rosa, trichterförmig, lippenartig, etagenartiger Blütenstand, fünfzählig, feingliedrig, klein. |
| Blütezeit: | Juli bis September. |
| Wurzeln: | Rhizome. |
| Boden: | Feuchter, nährstoffreicher und normal durchlässiger Untergrund. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Eine wunderbare Möglichkeit das Teichufer zu bepflanzen ist die Mentha pulegium (Polei-Minze). Diese kleine Pflanze entwickelt hübsche violette Blüten, die tolle Farbakzente setzten. Zusätzlich überzeugt sie mit einem sehr aromatischem Duft, der diese Wasserpflanze zu einem Erlebnis für alle Sinne macht. Die Mentha pulegium kann auch als Heilpflanze verwendet werden und ist auf diesem Gebiet ein echter Alleskönner. Gepflanzt werden können bis zu 6 Exemplare pro Quadratmeter mit einem Abstand von jeweils 40 cm. Sie benötigt viel Feuchtigkeit, weshalb ein Standort am Uferrand oder in einer Flachwasserzone am besten geeinget ist. Sind all diese Vorraussetzungen erfüllt kann die Polei-Minze jedes Ufer in ein wunderschönes und duftendes Blütenmeer verwandeln.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Polei-Minze (Mentha pulegium) ist eine faszinierende, mehrjährige Wasserpflanze, die mit ihrem aromatischen Duft und den zarten Blüten jeden Garten bereichert. Als typische Vertreterin der Gattung Mentha besticht sie durch ihre Anspruchslosigkeit und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, insbesondere in feuchten Bereichen. Mit einer Wuchshöhe von nur 10 bis 20 Zentimetern und einer Pflanztiefe von 0 bis 15 Zentimetern eignet sie sich hervorragend für die Bepflanzung von Teichrändern und Flachwasserzonen, wo sie mit ihren hellgrünen Blättern und violetten Blütenakzenten bezaubert. Polei-Minze: Ein Portrait der aromatischen WasserpflanzeDie Polei-Minze, botanisch korrekt als Mentha pulegium bezeichnet,.... |
Pflanz- und Pflegetipps Mentha pulegium / Polei-Minze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
Sie suchen eine Alternative?
In folgenden Kategorien finden Sie schöne Alternativen zum hier gezeigten Artikel Mentha pulegium / Polei-Minze:
