| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, bis zu 30 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 30 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, lanzettlich |
| Blüte: | Einfache, violette Blütenstände, quirlartig, etagenartig, lippenartig |
| Blütezeit: | Juli - September |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feucht bis nass, normal durchlässig, kalkarm |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
| Eigenschaften: |
Die Mentha cervina/ Wasserrand Minze entstammt den Regionen Portugals und Korsikas. Dieses Gewächs zeichnet sich durch einen aufrechten Wuchs aus und erzielt eine Wuchsendhöhe von bis zu 30 cm. Die...
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| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, bis zu 30 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 30 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, lanzettlich |
| Blüte: | Einfache, violette Blütenstände, quirlartig, etagenartig, lippenartig |
| Blütezeit: | Juli - September |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Feucht bis nass, normal durchlässig, kalkarm |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
| Eigenschaften: | Die Mentha cervina/ Wasserrand Minze entstammt den Regionen Portugals und Korsikas. Dieses Gewächs zeichnet sich durch einen aufrechten Wuchs aus und erzielt eine Wuchsendhöhe von bis zu 30 cm. Die Wurzel der Mentha cervina bildet Rhizome. Die Struktur der Blüte baut sich etagenartig aus. Während der Blüteperiode zwischen Juli und September präsentiert sie ihre violetten kugelartigen Blüten. Die Blätter bilden sich lanzettlich aus und zeigen sich in einer mattgrünen Optik. Die Wasserrand Minze findet nicht nur Anwendung im heimischen Garten, sondern auch als wertvolles Gewächs in der Heilkunde. Unter anderem werden die Blätter häufig als beruhigenden Tee zubereitet. In der Fläche empfehlen wir unseren Kunden 4-6 Pflanzen pro Quadratmeter. |
- Wasserrand Minze: Ein Portrait der äolischen Schönheit
- Der ideale Standort für Feuchtigkeitsliebhaber
- Blütenpracht und Blattwerk der Wasserrand Minze
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
- Harmonische Pflanzpartner für die Mentha cervina
- Pflegeleicht und robust
- Wissenswertes über die Wasserrand Minze
Die Wasserrand Minze (Mentha cervina) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer zarten Erscheinung und ihrer Vorliebe für feuchte Standorte begeistert. Ursprünglich in den mediterranen Regionen Korsikas und Portugals beheimatet, hat sie sich als wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten etabliert. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern und einem aufrechten, ausläuferbildenden Wuchs eignet sie sich hervorragend für die Bepflanzung von Gewässerrändern und feuchten Gartenbereichen. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September, in der sie mit violetten, etagenartig aufgebauten Blütenständen bezaubert. Auch unter dem Synonym Preslia cervina bekannt, ist diese Minze-Art eine vielseitige Pflanze, die nicht nur optische Reize bietet, sondern auch in der Heilkunde Verwendung findet.
Wasserrand Minze: Ein Portrait der äolischen Schönheit
Die Mentha cervina, im Deutschen treffend als Wasserrand Minze oder auch Nadel-Minze bezeichnet, verkörpert die Anmut mediterraner Feuchtgebiete. Sie bringt einen Hauch von südlicher Leichtigkeit in heimische Gärten, ohne dabei anspruchsvoll zu sein. Ihr charakteristischer Wuchs und die zierlichen Blüten machen sie zu einer besonderen Erscheinung unter den Stauden, die besonders dort glänzt, wo andere Pflanzen aufgrund von Nässe scheitern würden. In diesem Portrait erfahren Sie alles über Herkunft, Habitus und die besonderen Merkmale dieser außergewöhnlichen Pflanze.
Herkunft und Wuchsform
Die Wasserrand Minze stammt aus den feuchten, sonnendurchfluteten Regionen Korsikas und Portugals, wo sie natürlicherweise an Ufern von Bächen, in sumpfigen Wiesen oder an feuchten Felshängen gedeiht. Diese Herkunft prägt bis heute ihre Standortansprüche im Garten. Der Wuchs der Mentha cervina ist aufrecht und bildet dichte, buschige Horste, die sich durch Rhizome und Ausläufer langsam, aber stetig ausbreiten. Diese Ausläuferbildung ermöglicht es der Pflanze, sich an feuchten Standorten natürlich zu vermehren und größere Flächen zu besiedeln. Im Gegensatz zu manch anderen Minze-Arten bleibt ihr Wuchs jedoch kompakt und gut kontrollierbar, was sie für die gezielte Gartenverwendung besonders attraktiv macht. Die Pflanze wirkt insgesamt zierlich und grazil, was sie zu einer idealen Besetzung für den Vordergrund von Pflanzungen macht.
Wuchshöhe und Ausbreitung
Mit einer maximalen Wuchshöhe von 30 Zentimetern gehört die Wasserrand Minze zu den niedrig bleibenden Stauden. Diese moderate Höhe macht sie perfekt für die Bepflanzung von Teichrändern, wo sie nicht die Sicht auf das Wasser versperrt, sondern einen harmonischen Übergang zwischen Land und Wasser schafft. Für eine flächige Bepflanzung werden vier bis sechs Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, um bereits im ersten Jahr einen geschlossenen Eindruck zu erzielen. Durch die rhizombildende Wurzelstruktur und die Bildung von Ausläufern kann sich die Mentha cervina mit der Zeit von selbst ausdehnen, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte. In kleineren Gärten oder bei sehr begrenzten Pflanzflächen empfiehlt es sich, die Ausbreitung durch Rhizomsperren oder regelmäßiges Teilen der Horste zu kontrollieren.
Nach diesem umfassenden Portrait der Wasserrand Minze wenden wir uns nun den konkreten Standortansprüchen zu, die für ein gesundes Gedeihen dieser besonderen Staude entscheidend sind.
Der ideale Standort für Feuchtigkeitsliebhaber
Die Wahl des richtigen Standorts ist bei der Wasserrand Minze von entscheidender Bedeutung, da sie spezifische Anforderungen an Licht, Boden und Feuchtigkeit stellt. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, entwickelt die Pflanze ihre volle Pracht und zeigt sich gesund und vital. Glücklicherweise sind die Ansprüche der Mentha cervina klar definiert und leicht umzusetzen, sofern man über einen entsprechenden Gartenbereich verfügt oder diesen gezielt anlegen möchte.
Licht und Exposition
Die Wasserrand Minze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne fördert eine reichliche Blütenbildung und sorgt für einen kompakten, standfesten Wuchs. Im Halbschatten, beispielsweise am Rand von Gehölzen oder unter lichten Sträuchern, gedeiht sie ebenfalls gut, allerdings kann die Blütenfülle hier etwas geringer ausfallen. Wichtig ist, dass der Standort auch im Halbschatten noch ausreichend Helligkeit bietet – tiefe Schattenlagen verträgt die Pflanze nicht. Eine Ost- oder Westlage, die morgens oder abends Sonne bietet, ist ideal. In sehr heißen Regionen kann ein Platz mit leichter Mittagssonnenabschattung sogar vorteilhaft sein, um allzu starke Verdunstung zu vermeiden.
Bodenansprüche der Mentha cervina
Der Boden für die Wasserrand Minze sollte durchgehend feucht bis nass sein. Trockenperioden verträgt diese Staude nur sehr schlecht und reagiert schnell mit Welkeerscheinungen. Die Bodenbeschaffenheit selbst ist normal durchlässig, was bedeutet, dass das Wasser zwar gut abfließen kann, der Boden aber dennoch nicht völlig austrocknet. Ideal sind humose, nährstoffreiche Substrate, die Feuchtigkeit gut speichern können. Ein kalkarmer bis neutraler pH-Wert wird bevorzugt, stark kalkhaltige Böden sollten daher vermieden oder durch Beimischung von Torf oder Rindenhumus angepasst werden. Schwere, verdichtete Lehmböden sind ungeeignet, es sei denn, sie werden durch Sand oder Splitt deutlich aufgelockert.
Pflanztiefe und Wasserbedarf
Als typische Wasserpflanze kann die Mentha cervina auch in flachem Wasser stehen. Die empfohlene Pflanztiefe liegt zwischen -10 und 0 Zentimetern, was bedeutet, dass sie bis zu zehn Zentimeter unter der Wasseroberfläche gepflanzt werden kann oder direkt am Uferrand im feuchten Boden. Diese Flexibilität macht sie zu einer ausgezeichneten Wahl für die flachen Übergangszonen von Gartenteichen. Der Wasserbedarf ist entsprechend hoch – in trockenen Perioden muss bei einer Pflanzung außerhalb des Wassers regelmäßig und durchdringend gewässert werden, um den Boden konstant feucht zu halten. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Laub hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und reduziert den Gießaufwand.
Mit dem perfekten Standort im Blick widmen wir uns nun den ästhetischen Highlights der Wasserrand Minze: ihrer bezaubernden Blüte und dem dekorativen Blattwerk.
Blütenpracht und Blattwerk der Wasserrand Minze
Die Mentha cervina besticht nicht nur durch ihre Anpassungsfähigkeit an feuchte Standorte, sondern auch durch ihre unverkennbare Optik. Blüten und Blätter bilden eine harmonische Einheit, die über viele Wochen hinweg für attraktive Akzente im Garten sorgt. Während die Blüten mit ihrer zarten Architektur bezaubern, bildet das Laub einen ruhigen, grünen Hintergrund, der die violetten Töne perfekt zur Geltung bringt.
Die violette Blütenarchitektur
Die Blütezeit der Wasserrand Minze erstreckt sich von Juli bis September, also über den Hoch- und Spätsommer. In dieser Zeit bildet die Pflanze violette Blütenstände aus, die in ihrer Form einzigartig sind. Die Blüten sind lippenartig geformt und in quirlartigen Etagen um den Stängel angeordnet, was einen etagenartigen, fast schon architektonischen Aufbau ergibt. Diese Anordnung verleiht den Blütenständen eine leichte, luftige Struktur, die im Gegenlicht besonders schön zur Geltung kommt. Die Farbe der Blüten variiert zwischen einem zarten Lila und einem intensiveren Violett, wobei die Intensität von Standort und Nährstoffversorgung abhängt. Ein angenehmer Blütenduft lockt zahlreiche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an, die die Pflanze als wertvolle Nektarquelle schätzen.
Das Laub der Mentha cervina
Das Blattwerk der Wasserrand Minze ist sommergrün und bildet einen schönen Kontrast zu den violetten Blüten. Die Blätter sind lanzettlich geformt, also schmal und zugespitzt, und weisen eine mattgrüne bis mittelgrüne Färbung auf. Ihre Oberfläche ist leicht behaart, was ihnen eine samtige Textur verleiht. Auch die Blätter duften angenehm, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt – ein charakteristisches Merkmal der Minzen. Im Herbst verfärbt sich das Laub nicht spektakulär, sondern welkt allmählich ab, nachdem die Pflanze ihre Energie in die Rhizome verlagert hat. Die Blattstellung ist gegenständig, was dem gesamten Habitus eine regelmäßige, ordentliche Struktur gibt. Das dichte Laub bedeckt den Boden gut und unterdrückt so unerwünschten Wildwuchs in seiner unmittelbaren Umgebung.
Nachdem wir die ästhetischen Qualitäten der Wasserrand Minze gewürdigt haben, zeigen wir nun, wie sich diese Staude optimal in verschiedene Gartenkonzepte integrieren lässt.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
Die Mentha cervina ist eine ausgesprochen vielseitige Staude, die in unterschiedlichsten Gartenbereichen zum Einsatz kommen kann. Ihre Vorliebe für Feuchtigkeit eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten, die mit trockenheitsliebenden Pflanzen nicht realisierbar wären. Ob als reine Zierpflanze oder in doppelter Funktion als Nutz- und Heilpflanze – die Wasserrand Minze bereichert den Garten auf mehreren Ebenen.
Als Wasserpflanze an Teich und Bachlauf
Die klassische und naheliegendste Verwendung der Wasserrand Minze ist die als Wasserpflanze an natürlichen oder künstlichen Gewässern. Am Rand von Gartenteichen, entlang von Bachläufen oder in Sumpfbecken fühlt sie sich besonders wohl. Hier kann sie direkt in die Flachwasserzone gesetzt werden oder am Ufer im permanent feuchten Boden gedeihen. Ihre moderate Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern macht sie zur idealen Besetzung für den vorderen Bereich, wo sie den Übergang zwischen Wasser und Land weich gestaltet. Die zarten violetten Blüten spiegeln sich im Wasser und verdoppeln so ihre Wirkung. Zudem stabilisiert ihr Wurzelwerk den Uferbereich und beugt Erosion vor.
In Feuchtbeeten und Sumpfzonen
Nicht jeder Gartenbesitzer verfügt über einen Teich – dennoch muss man auf die Wasserrand Minze nicht verzichten. Sie eignet sich ausgezeichnet für speziell angelegte Feuchtbeete oder Sumpfzonen, die durch eine undurchlässige Folie oder einen natürlichen Tonuntergrund dauerhaft feucht gehalten werden. Solche Beete können auch in Senken oder an Stellen angelegt werden, wo sich ohnehin Regenwasser sammelt. In Kombination mit anderen feuchtigkeitsliebenden Stauden entstehen so faszinierende Pflanzengesellschaften, die an natürliche Feuchtbiotope erinnern. Die Mentha cervina bringt mit ihren aufrechten Blütenständen vertikale Akzente in diese Pflanzungen und lockert durch ihren luftigen Wuchs dichtere Nachbarn auf.
Die Wasserrand Minze als Heil- und Nutzpflanze
Neben ihrer dekorativen Funktion hat die Wasserrand Minze auch praktischen Nutzen. Wie viele Minze-Arten enthält sie ätherische Öle und wird in der Heilkunde geschätzt. Die Blätter können frisch oder getrocknet für die Zubereitung eines beruhigenden Tees verwendet werden, der bei Verdauungsbeschwerden oder zur Entspannung hilfreich sein kann. Für die Teezubereitung erntet man die Blätter am besten vor der Blüte, da dann der Gehalt an Wirkstoffen am höchsten ist. Im Kräutergarten kann sie daher eine interessante Ergänzung zu klassischen Küchenkräutern sein, sofern man ihr einen ausreichend feuchten Platz einräumt. Auch als Duftpflanze für die Nähe von Sitzplätzen ist sie geeignet, da sowohl Blätter als auch Blüten einen angenehmen Duft verströmen.
Damit die Wasserrand Minze im Garten optimal zur Geltung kommt, ist die Wahl passender Begleitpflanzen entscheidend. Im folgenden Abschnitt stellen wir harmonische Pflanzpartner vor.
Harmonische Pflanzpartner für die Mentha cervina
Die richtige Pflanzennachbarschaft kann die Wirkung der Wasserrand Minze deutlich steigern und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Bei der Auswahl von Begleitstauden sollte man sowohl die ähnlichen Standortansprüche als auch ästhetische Gesichtspunkte wie Blütenfarbe, Wuchshöhe und Blattstruktur berücksichtigen. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Pflanzen, die sich ideal als Partner für die Mentha cervina eignen.
Begleiter für feuchte Standorte
Da die Wasserrand Minze feuchte bis nasse Böden bevorzugt, kommen als Pflanzpartner vor allem andere Arten in Frage, die ähnliche Bedingungen tolerieren oder sogar benötigen. Klassische Vertreter sind beispielsweise die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) mit ihren leuchtend gelben Blüten, die mit dem Violett der Minze einen schönen Kontrast bildet. Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) mit ihren nickenden, rosafarbenen oder orangefarbenen Blüten ergänzt die aufrechten Blütenstände der Mentha cervina perfekt. Auch die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), die bereits im Frühjahr mit goldgelben Blüten erstrahlt, ist ein guter Vorblüher für die später erscheinende Wasserrand Minze. Diese Kombinationen sorgen für eine lange Blütezeit am feuchten Standort.
Kombinationen mit der Wasserrand Minze
Für eine besonders naturnahe Wirkung kann man die Mentha cervina mit Gräsern kombinieren, die ebenfalls feuchte Standorte mögen. Das Pfeifengras (Molinia caerulea) mit seinen filigranen Halmen und der dekorativen Herbstfärbung bildet einen luftigen Hintergrund. Das Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens) sorgt mit seinen aufrechten, stabilen Halmen für Struktur. Blütenstauden wie der Blutweiderich (Lythrum salicaria) mit seinen purpurroten Kerzen oder die Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre) mit violetten Blüten harmonieren farblich mit der Wasserrand Minze und schaffen ein abwechslungsreiches Bild. Wichtig ist, bei der Pflanzung auf unterschiedliche Wuchshöhen zu achten – die niedrige Mentha cervina sollte immer vor höheren Partnern stehen, um nicht verdeckt zu werden.
Damit die Wasserrand Minze und ihre Begleiter über viele Jahre gesund und attraktiv bleiben, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen erforderlich. Diese sind erfreulich unkompliziert.
Pflegeleicht und robust
Die Mentha cervina gilt als pflegeleichte und robuste Staude, die bei passenden Standortbedingungen kaum Probleme macht. Dennoch profitieren die Pflanzen von einigen gezielten Maßnahmen, die ihre Vitalität und Blühfreudigkeit fördern. Die folgenden Pflegehinweise helfen Ihnen, lange Freude an Ihrer Wasserrand Minze zu haben.
Gießen und Düngen
Das Gießen ist bei der Wasserrand Minze der wichtigste Pflegeaspekt. An Standorten, die nicht permanent feucht oder nass sind, muss regelmäßig gewässert werden, um den Boden konstant feucht zu halten. Besonders in trockenen Sommerperioden und bei Pflanzen in Kübeln ist auf ausreichende Wasserversorgung zu achten. Staunässe hingegen wird gut vertragen, solange der Boden durchlässig ist. Gedüngt werden sollte die Pflanze zurückhaltend – eine Gabe Kompost im Frühjahr reicht in der Regel aus, um den Nährstoffbedarf zu decken. Übermäßige Stickstoffgaben führen zu weichem, mastigem Wuchs und können die Blühfreudigkeit beeinträchtigen. Bei Kübelpflanzen kann während der Wachstumsphase alle vier bis sechs Wochen ein flüssiger organischer Dünger verabreicht werden.
Schnitt und Ausbreitungskontrolle
Ein Rückschnitt der Wasserrand Minze ist nicht zwingend erforderlich, kann aber sinnvoll sein. Verblühte Blütenstände können nach der Blüte entfernt werden, um die Samenbildung zu verhindern und die Pflanze zu einer eventuellen Nachblüte anzuregen. Im Spätherbst oder frühen Frühjahr schneidet man die abgestorbenen Pflanzenteile bodennah ab, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Da sich die Mentha cervina durch Ausläufer ausbreitet, sollte man bei Bedarf die Rhizome eingrenzen, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. Dies geschieht am einfachsten durch das Abstechen der unerwünschten Ausläufer mit einem scharfen Spaten. In kleineren Gärten kann auch das Pflanzen in einen großen, im Boden versenkten Kübel mit Löchern im Boden eine wirksame Methode sein, um die Ausbreitung zu kontrollieren.
Überwinterung der Mentha cervina
Die Wasserrand Minze ist ausreichend winterhart und übersteht Frostperioden problemlos, sofern der Standort nicht allzu exponiert ist. Sie ist der Winterhärtezone Z6 zugeordnet, was Temperaturen bis etwa -23°C bedeutet. In sehr kalten Regionen oder bei späten Frösten im Frühjahr kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub sinnvoll sein, um den frischen Austrieb zu schützen. Bei Kübelpflanzen ist ein geschützter Standort an einer Hauswand oder das Einpacken des Gefäßes mit Noppenfolie zu empfehlen, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern. Im Wasser stehende Pflanzen sind durch die isolierende Wirkung des Wassers meist sogar besser vor Frost geschützt als solche an Land. Im Frühjahr treibt die Pflanze zuverlässig wieder aus, sobald die Temperaturen steigen.
Zum Abschluss unserer Betrachtung werfen wir noch einen Blick auf einige interessante Hintergrundinformationen zur Wasserrand Minze, die über das rein Gärtnerische hinausgehen.
Wissenswertes über die Wasserrand Minze
Die Mentha cervina hat nicht nur gärtnerische Reize, sondern birgt auch einige interessante Fakten und Besonderheiten, die sie von anderen Minze-Arten unterscheiden. Von ihrer botanischen Einordnung bis hin zu historischen Verwendungen gibt es viel Wissenswertes über diese besondere Staude zu entdecken.
Botanik und Synonyme
Die Wasserrand Minze gehört zur Gattung Mentha innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr botanischer Name Mentha cervina leitet sich vom lateinischen Wort "cervus" für Hirsch ab – möglicherweise ein Hinweis auf den bevorzugten Lebensraum in feuchten Wäldern oder auf die zierliche, anmutige Erscheinung der Pflanze. Ein gebräuchliches Synonym ist Preslia cervina, unter dem die Art ebenfalls gehandelt wird. Im Deutschen trägt sie neben Wasserrand Minze auch den Namen Nadel-Minze, was auf die schmalen, nadelförmigen Blätter Bezug nimmt. Die Pflanze ist nicht giftig, sondern wie erwähnt sogar für die Teezubereitung geeignet. In ihrer mediterranen Heimat wird sie traditionell nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als aromatische Bereicherung für Speisen und Getränke genutzt, wenn auch weniger verbreitet als die bekanntere Pfefferminze.
| Name Deutsch: | Wasserrand Minze. |
| Name Botanisch: | Mentha cervina. |
| Wuchs: | Wasserpflanze, aufrecht, ausläuferbildend, bis zu 30 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 30 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, lanzettlich. |
| Blüte: | Einfache, violette Blütenstände, quirlartig, etagenartig, lippenartig. |
| Blütezeit: | Juli - September. |
| Wurzeln: | Rhizome. |
| Boden: | Feucht bis nass, normal durchlässig, kalkarm. |
| Standort: | Sonnig-halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6. |
| Eigenschaften: | Die Mentha cervina/ Wasserrand Minze entstammt den Regionen Portugals und Korsikas. Dieses Gewächs zeichnet sich durch einen aufrechten Wuchs aus und erzielt eine Wuchsendhöhe von bis zu 30 cm. Die Wurzel der Mentha cervina bildet Rhizome. Die Struktur der Blüte baut sich etagenartig aus. Während der Blüteperiode zwischen Juli und September präsentiert sie ihre violetten kugelartigen Blüten. Die Blätter bilden sich lanzettlich aus und zeigen sich in einer mattgrünen Optik. Die Wasserrand Minze findet nicht nur Anwendung im heimischen Garten, sondern auch als wertvolles Gewächs in der Heilkunde. Unter anderem werden die Blätter häufig als beruhigenden Tee zubereitet. In der Fläche empfehlen wir unseren Kunden 4-6 Pflanzen pro Quadratmeter.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Wasserrand Minze (Mentha cervina) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer zarten Erscheinung und ihrer Vorliebe für feuchte Standorte begeistert. Ursprünglich in den mediterranen Regionen Korsikas und Portugals beheimatet, hat sie sich als wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten etabliert. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern und einem aufrechten, ausläuferbildenden Wuchs eignet sie sich hervorragend für die Bepflanzung von Gewässerrändern und feuchten Gartenbereichen. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September, in der sie mit violetten, etagenartig aufgebauten Blütenständen bezaubert. Auch unter dem Synonym Preslia cervina bekannt, ist diese Minze-Art eine vielseitige Pflanze, die nicht nur optische Reize bietet, sondern auch in der Heilkunde.... |
Pflanz- und Pflegetipps Mentha cervina / Wasserrand Minze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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