| Wuchs: | Staude, aufrecht, ausläuferbildend, 40 bis 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 40 - 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, dunkelgrüne Blattfarbe, lanzettlich |
| Blüte: | Einfache, lila Blütenstände, ährig, lippenartig |
| Blütezeit: | Juni - August |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, ausläuferbildend, 40 bis 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 40 - 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, dunkelgrüne Blattfarbe, lanzettlich |
| Blüte: | Einfache, lila Blütenstände, ährig, lippenartig |
| Blütezeit: | Juni - August |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
- Frucht-Minze 'Agnes' – eine aromatische Prägekraft
- Standort und Bodenansprüche
- Blütenpracht und Blattwerk der Frucht-Minze
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
- Pflanzpartner für Mentha x piperita 'Agnes'
- Pflege und Vermehrung
- Wissenswertes über Mentha x piperita 'Agnes'
Die Frucht-Minze 'Agnes', botanisch Mentha x piperita 'Agnes', ist eine aromatische Staude, die durch ihre vielseitige Verwendung und robuste Natur besticht. Als aufrecht wachsende, ausläuferbildende Pflanze erreicht sie eine Höhe von 40 bis 100 cm und zeigt von Juni bis August ihre einfachen, lila Blütenstände. Ihre dunkelgrünen, lanzettlichen Blätter verströmen einen intensiven Duft und machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Kräutergarten.
Frucht-Minze 'Agnes' – eine aromatische Prägekraft
Dieser Kultivar vereint die klassischen Eigenschaften einer Pfefferminze mit besonderen Vorzügen, die sie für den Anbau besonders attraktiv machen. Ihre Herkunft als gezielte Auslese unterstreicht ihre Qualität.
Herkunft und Wuchscharakter
Die Sorte 'Agnes' ist eine Auslese von Dr. Bomme, die er nach jahrelangen Untersuchungen an der Bayerischen Versuchsanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau ausgewählt hat. Sie trägt dort die BLBP-Nr. 47. Als Staude bildet sie Rhizome aus, die für ihre Ausläuferbildung verantwortlich sind und ihr ein expansives, aber kontrollierbares Wachstum ermöglichen. Mit einer Wuchshöhe von 40 bis 100 Zentimetern präsentiert sie sich als stattliche, aufrechte Pflanze, die im Beet gut zur Geltung kommt. Auf einem Quadratmeter finden idealerweise 4 bis 6 Pflanzen Platz, was eine lockere, aber dennoch üppige Bepflanzung gewährleistet. Ihr Wuchs ist vital und kräftig, was sie zu einer ertragreichen Sorte macht.
Die Frucht-Minze 'Agnes' zeichnet sich durch eine gute Standfestigkeit aus, sodass sie auch bei windigen Bedingungen nicht so leicht umknickt. Ihre Ausläufer breiten sich moderat aus, was bei der Pflanzung berücksichtigt werden sollte, um ein unkontrolliertes Wuchern zu vermeiden. Dennoch ist diese Eigenschaft auch ein Vorteil, da sie Lücken im Beet zuverlässig schließt und für eine dichte, grüne Fläche sorgt. Als sommergrüne Pflanze zieht sie im Winter ein, um im Frühjahr mit neuer Kraft auszutreiben.
Standort und Bodenansprüche
Um das volle Potenzial der Frucht-Minze 'Agnes' auszuschöpfen, sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend. Sie gedeiht am besten an sonnigen Plätzen mit einem frischen, durchlässigen Boden.
Der ideale Standort für Mentha x piperita 'Agnes'
Die Frucht-Minze 'Agnes' bevorzugt einen sonnigen Standort, an dem sie mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag erhält. In halbschattigen Lagen wächst sie zwar ebenfalls, jedoch entwickeln sich ihr Aroma und der Gehalt an ätherischen Ölen dann oft nicht optimal. Ein vollsonniger Platz fördert die Bildung der intensiv duftenden Blätter und unterstützt eine reiche Blüte. Zugluft sollte vermieden werden, da sie die zarten Triebe schädigen kann. Ideal ist eine geschützte Lage in der Nähe einer Hauswand oder innerhalb eines Kräuterbeetes, wo sie von anderen Pflanzen umgeben ist.
Bei der Exposition ist eine Süd- oder Westlage zu empfehlen, da hier die wärmenden Sonnenstrahlen den ganzen Tag über einfallen. In Regionen mit sehr heißen Sommern kann ein leichter Schatten am Nachmittag von Vorteil sein, um eine Überhitzung des Bodens zu verhindern. Die Pflanze verträgt auch temporäre Trockenphasen, jedoch nur, wenn der Boden insgesamt frisch gehalten wird. Ein Standort in Wassernähe, etwa am Rand eines Teiches oder in feuchten Senken, kann ebenfalls geeignet sein, solange keine Staunässe entsteht.
Bodenbeschaffenheit und Pflanzung
Der Boden für die Frucht-Minze 'Agnes' sollte frisch, normal durchlässig und neutral im pH-Wert sein. Ein leicht humoser, nährstoffreicher Untergrund begünstigt das Wachstum und die Aromabildung. Schwere, lehmige Böden können durch die Zugabe von Sand oder feinem Kies verbessert werden, um die Durchlässigkeit zu erhöhen und Staunässe vorzubeugen. Umgekehrt profitieren sandige, magere Böden von einer Beimischung von Kompost oder reifem Stallmist, um die Wasserhaltefähigkeit und den Nährstoffgehalt zu steigern.
Bei der Pflanzung ist ein Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern zwischen den einzelnen Exemplaren einzuhalten, was der empfohlenen Pflanzdichte von 4 bis 6 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht. Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr nach den letzten Frösten oder der frühe Herbst, sodass die Staude vor dem Winter noch gut einwurzeln kann. Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen sein. Nach dem Einsetzen wird die Erde gut angedrückt und kräftig angegossen, um einen engen Bodenschluss zu gewährleisten. Eine Mulchschicht aus organischem Material wie Rindenkompost oder Stroh hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkrautwuchs zu unterdrücken.
Blütenpracht und Blattwerk der Frucht-Minze
Nicht nur die Blätter, auch die Blüten der Frucht-Minze 'Agnes' sind eine Zierde im Garten. Sie bilden einen schönen Kontrast zum dunkelgrünen Laub und locken zahlreiche Insekten an.
Die lila Blüten von Juni bis August
Von Juni bis August schmückt sich Mentha x piperita 'Agnes' mit einfachen, lila Blütenständen, die ährig angeordnet sind und lippenartige Einzelblüten aufweisen. Diese Blüten stehen in dichten Quirlen an den Triebspitzen und verleihen der Pflanze einen luftig-leichten Charakter. Die Farbe variiert von einem zarten Flieder bis zu einem kräftigen Violett, je nach Lichtverhältnissen und Bodenbeschaffenheit. Die Blüten sind bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen sehr beliebt, sodass die Staude einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität im Garten leistet.
Die Blütezeit erstreckt sich über mehrere Wochen, wobei sich immer neue Knospen öffnen und so für eine lange Attraktivität sorgen. Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte kann oft eine Nachblüte im Spätsommer anregen. Die Blüten duften leicht, jedoch nicht so intensiv wie die Blätter. Sie eignen sich auch für die Verwendung in der Küche, etwa als essbare Dekoration für Salate oder Desserts. In getrockneter Form können sie Teemischungen beigegeben werden, wo sie einen milden, blumigen Geschmack hinzufügen.
Das sommergrüne Laub der 'Agnes'-Minze
Das Blattwerk der Frucht-Minze 'Agnes' ist sommergrün und zeigt eine dunkelgrüne Blattfarbe bei einer lanzettlichen Form. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, haben einen gesägten Rand und eine leicht behaarte Oberfläche, die bei Berührung den charakteristischen Minzduft freisetzt. Sie erreichen eine Länge von etwa 5 bis 8 Zentimetern und sind damit ideal für die Ernte geeignet. Die Textur ist fest und saftig, was auf den hohen Gehalt an ätherischen Ölen hinweist.
Im Herbst verfärbt sich das Laub nicht spektakulär, sondern welkt allmählich und zieht dann ein. Vor dem Wintereinbruch ist es ratsam, die abgestorbenen Pflanzenteile bodennah zurückzuschneiden, um Platz für den Neuaustrieb im Frühjahr zu schaffen. Das frische Grün der Blätter bildet einen schönen Kontrast zu den lila Blüten und sorgt für eine attraktive Optik während der gesamten Vegetationsperiode. Die Blätter sind reich an Inhaltsstoffen, was sie nicht nur für die Küche, sondern auch für heilende Zwecke wertvoll macht.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
Die Frucht-Minze 'Agnes' ist viel mehr als nur eine Zierpflanze. Ihre Blätter und Blüten finden in der Küche, der Heilkunde und im Gartenbau vielfältige Anwendungen.
Als Heilpflanze und Teekraut
Gaißmayer nennt 'Agnes' aufgrund ihres starken, aber nicht zu scharfen Pfefferminzgeschmacks mit deutlich wirkendem Menthol-Anteil ausdrücklich für heilende Tees geeignet. Die Blätter enthalten einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken und bei Erkältungen Linderung verschaffen können. Für einen Tee werden frische oder getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergossen und etwa 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen. Die Sorte zeichnet sich durch eine besondere Milde aus, die auch bei regelmäßigem Genuss nicht zu intensiv wirkt.
Neben der inneren Anwendung kann ein Aufguss aus den Blättern auch für Umschläge oder als Badezusatz verwendet werden, um Muskelschmerzen zu lindern oder die Haut zu erfrischen. Die Mehltauresistenz der Pflanze sorgt dafür, dass die Blätter gesund und sauber bleiben, was für die Verarbeitung zu Tee oder Heilmitteln von Vorteil ist. Es empfiehlt sich, die Blätter am Vormittag zu ernten, wenn der Ölgehalt am höchsten ist, und sie anschließend schonend an einem luftigen, schattigen Ort zu trocknen.
In der Küche und für Getränke
Im Stauden-Stade-Katalog wird Frucht-Minze 'Agnes' als besonders aromatisch für Tees sowie als Zugabe zu Süßspeisen und Cocktails beschrieben. Frische Blätter verfeinern Salate, Desserts wie Eis oder Schokoladencremes und geben mediterranen Gerichten eine erfrischende Note. Sie harmonieren besonders gut mit Früchten wie Erdbeeren, Melonen oder Zitrusfrüchten. Für Getränke eignen sie sich hervorragend in Limonaden, Eistees oder als Garnitur für Cocktails wie Mojito oder Mint Julep.
Die Blüten können ebenfalls verwendet werden, etwa als essbare Dekoration oder für Sirupe. Ein selbstgemachter Minzsirup aus den Blättern der 'Agnes'-Minze ist eine köstliche Basis für erfrischende Sommergetränke. Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, die Blätter erst kurz vor dem Servieren zu zerkleinern, um das Aroma bestmöglich zu erhalten. Durch ihren hohen Ertrag liefert die Pflanze reichlich Material für die kulinarische Nutzung, sodass auch größere Mengen problemlos geerntet werden können.
Die Frucht-Minze 'Agnes' im Gartenbeet
Im Garten findet die Frucht-Minze 'Agnes' vor allem in Kräuterbeeten, Bauerngärten oder als Randbepflanzung Verwendung. Ihre aufrechte Wuchsform und die lila Blüten machen sie zu einer attraktiven Strukturpflanze, die auch in gemischten Staudenbeeten gut zur Geltung kommt. Aufgrund ihrer Ausläuferbildung eignet sie sich zudem zur Begrünung von Flächen, wo sie als Bodendecker Lücken schließt und Unkraut unterdrückt. In Kübeln oder Töpfen kann sie auf der Terrasse oder dem Balkon kultiviert werden, wobei hier auf ausreichend große Gefäße und regelmäßiges Gießen zu achten ist.
Eine besondere Eignung zeigt sie in naturnahen Gärten oder in der Nähe von Sitzplätzen, wo ihr Duft die Sinne anregt. Als Begleitpflanze zu Gemüse kann sie Schädlinge fernhalten, etwa durch ihren intensiven Geruch, der Blattläuse abschreckt. In Rabatten oder als Einfassung von Wegen sorgt sie für einen strukturierten, grünen Rahmen. Ihre Robustheit und Pflegeleichtigkeit machen sie auch für Gartenanfänger zu einer idealen Wahl.
Pflanzpartner für Mentha x piperita 'Agnes'
Die richtige Gesellschaft betont die Vorzüge der Frucht-Minze 'Agnes' und schafft harmonische Pflanzengemeinschaften. Geeignete Partner sollten ähnliche Standortansprüche haben und optisch oder funktional ergänzen.
Klassische Kräuterpartner
Zu den bewährten Begleitern für die Frucht-Minze 'Agnes' gehören andere mediterrane oder heimische Kräuter, die ebenfalls sonnige, frische Standorte bevorzugen. Dazu zählen beispielsweise Thymian (Thymus vulgaris), der mit seinem niedrigen, teppichartigen Wuchs einen schönen Kontrast zur aufrechten Minze bildet. Auch Salbei (Salvia officinalis) passt gut, da er mit seinen silbrig-grauen Blättern eine interessante Farbkombination ergibt und ähnliche Pflegebedürfnisse hat. Rosmarin (Rosmarinus officinalis) kann in milden Regionen als Partner dienen, benötigt jedoch einen etwas trockeneren Boden.
Diese Kräuterkombinationen sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch praktisch, da sie gemeinsam geerntet und verwendet werden können. Sie fördern zudem die Biodiversität, indem sie unterschiedliche Insekten anlocken. Bei der Pflanzung sollte darauf geachtet werden, dass die Partner nicht zu stark wuchern, um die Minze nicht zu verdrängen. Ein Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern zwischen den verschiedenen Arten gewährleistet ein gesundes Wachstum für alle.
Farbliche Akzente mit Bronze-Fenchel und Goldmelisse
Auf der Gaißmayer-Produktseite werden als Pflanzpartner für 'Agnes' Bronze-Fenchel (Foeniculum vulgare 'Rubrum'), Zitronen-Melisse 'Binsuga' (Melissa officinalis 'Binsuga') und Goldmelisse 'Squaw' (Monarda didyma 'Squaw') genannt. Der Bronze-Fenchel mit seinen fein gefiederten, rötlich-braunen Blättern setzt einen aparten Farbakzent und erreicht ähnliche Höhen wie die Minze. Die Zitronen-Melisse 'Binsuga' bringt mit ihren zitronig duftenden Blättern eine weitere aromatische Note ins Beet und blüht in zartem Weiß. Die Goldmelisse 'Squaw' besticht mit leuchtend roten Blüten, die einen starken Kontrast zu den lila Blüten der 'Agnes'-Minze bilden und zusätzlich Schmetterlinge anlocken.
Diese Kombinationen schaffen ein lebendiges, mehrstufiges Beet, in dem sich Höhen, Farben und Düfte abwechseln. Alle genannten Partner teilen die Vorliebe für sonnige, frische Standorte und neutrale Böden, sodass sie gut zusammen gedeihen. Bei der Anordnung kann die Minze als Hintergrundpflanze dienen, vor der sich die niedrigeren Arten wie die Zitronen-Melisse entfalten. Der Bronze-Fenchel und die Goldmelisse können seitlich gepflanzt werden, um für Struktur und Farbtupfer zu sorgen.
Pflege und Vermehrung
Mit den richtigen Pflegemaßnahmen bleibt die Frucht-Minze 'Agnes' gesund und ertragreich. Sie ist eine robuste Staude, die bei minimalem Aufwand lange Freude bereitet.
Gießen, Düngen und Rückschnitt
Die Frucht-Minze 'Agnes' benötigt regelmäßige Wassergaben, um den Boden frisch zu halten, besonders in trockenen Phasen. Gegossen wird am besten morgens oder abends, direkt an der Basis, um die Blätter trocken zu halten und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit zu konservieren. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem organischen Volldünger oder Kompost, der leicht in die Erde eingearbeitet wird. Eine zweite, leichte Düngung nach der ersten Blüte kann das Wachstum anregen, jedoch sollte nicht überdüngt werden, da dies das Aroma verwässern kann.
Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert eine kompakte Wuchsform und kann eine Nachblüte anregen. Im Herbst werden die abgestorbenen Pflanzenteile bodennah entfernt, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen. Bei starkem Ausläuferwachstum kann ein gelegentliches Auslichten notwendig sein, um die Pflanze in ihren Grenzen zu halten. Diese Maßnahmen halten die Staude vital und verhindern, dass sie verkahlt.
Überwinterung der Staude
Die Frucht-Minze 'Agnes' ist winterhart und übersteht Frostperioden problemlos, da sie als Staude mit Rhizomen überwintert. In sehr kalten Regionen oder bei exponierten Lagen kann ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub sinnvoll sein, um die Wurzeln vor starken Temperaturschwankungen zu schützen. Im Spätherbst, nach dem Rückschnitt, sollte der Boden um die Pflanze herum locker gehalten werden, um eine gute Drainage zu gewährleisten. Containerpflanzen sollten an einen geschützten Ort, etwa an eine Hauswand, gestellt oder mit Vlies umwickelt werden, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern.
Im Frühjahr, sobald keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind, kann der Winterschutz entfernt werden, um den Neuaustrieb nicht zu behindern. Die Pflanze treibt dann aus den Rhizomen neu aus, oft schon ab März, je nach Witterung. Während der Winterruhe benötigt sie kaum Pflege, lediglich bei anhaltender Trockenheit im Winter kann an frostfreien Tagen leicht gegossen werden. Diese Unkompliziertheit macht sie zu einer idealen Staude für Gärten in verschiedenen Klimazonen.
Vermehrung der Frucht-Minze 'Agnes'
Die Vermehrung der Frucht-Minze 'Agnes' erfolgt am einfachsten durch Teilung der Rhizome im Frühjahr oder Herbst. Dazu wird die Staude ausgegraben und die Wurzelstöcke mit einem scharfen Messer oder Spaten in mehrere Teile geteilt, wobei jedes Stück mindestens ein bis zwei Triebknospen enthalten sollte. Die Teilstücke werden dann sofort an den gewünschten Standorten eingepflanzt und gut angegossen. Diese Methode ist schnell und effektiv und erhält die sortentypischen Eigenschaften der Pflanze.
Alternativ kann die Vermehrung auch durch Stecklinge erfolgen, die im Frühsommer von jungen, nicht verholzten Trieben geschnitten werden. Die Stecklinge werden in Anzuchterde gesteckt, feucht gehalten und an einem hellen, aber nicht sonnigen Ort bewurzelt. Nach etwa vier bis sechs Wochen haben sich genug Wurzeln gebildet, und die Jungpflanzen können ins Freie gesetzt werden. Samen sind für die Vermehrung weniger geeignet, da es sich um einen Kultivar handelt, der nicht sortenecht aus Samen nachwächst. Die Teilung ist daher die bevorzugte Methode, um schnell neue Pflanzen zu gewinnen und den Bestand zu vergrößern.
Wissenswertes über Mentha x piperita 'Agnes'
Hinter dieser Sorte steckt eine interessante Geschichte und besondere Eigenschaften, die sie von anderen Minzen abheben. Ihre Entwicklung und Verwendung sind eng mit ihrer Qualität verbunden.
Historie und Besonderheiten
Die Sorte 'Agnes' wurde als Auslese von Dr. Bomme an der Bayerischen Versuchsanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau entwickelt und trägt die BLBP-Nr. 47. Sie zeichnet sich durch keinen Mehltaubefall, einen hohen Ertrag und den höchsten Gehalt an ätherischem Öl unter den geprüften Pfefferminze-Herkünften aus. Diese Eigenschaften machen sie zu einer hochwertigen Sorte für den Anbau, sowohl im Hobbygarten als auch in der gewerblichen Kräuterproduktion. Der botanische Name Mentha x piperita var. piperita 'Agnes' wird synonym verwendet und unterstreicht ihre Zugehörigkeit zur Pfefferminzfamilie.
In der Kulturgeschichte ist Minze seit der Antike als Heil- und Würzpflanze bekannt, und die 'Agnes'-Sorte setzt diese Tradition mit modernen Zuchtfortschritten fort. Ihr Name könnte auf eine Person oder einen Ort zurückgehen, jedoch sind hierzu keine genauen Angaben verfügbar. Giftig ist die Pflanze nicht, im Gegenteil, sie ist für Mensch und Tier unbedenklich und kann sogar von Haustieren wie Kaninchen in Maßen gefressen werden. Ihre Robustheit und Vielseitigkeit haben sie zu einer beliebten Wahl für Gärten gemacht, wo sie nicht nur Nutzen, sondern auch ästhetischen Genuss bietet.
| Name Deutsch: | Frucht Minze 'Agnes'. |
| Name Botanisch: | Mentha x piperita 'Agnes'. |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, ausläuferbildend, 40 bis 100 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | 40 - 100 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, dunkelgrüne Blattfarbe, lanzettlich. |
| Blüte: | Einfache, lila Blütenstände, ährig, lippenartig. |
| Blütezeit: | Juni - August. |
| Wurzeln: | Rhizome. |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Frucht-Minze 'Agnes', botanisch Mentha x piperita 'Agnes', ist eine aromatische Staude, die durch ihre vielseitige Verwendung und robuste Natur besticht. Als aufrecht wachsende, ausläuferbildende Pflanze erreicht sie eine Höhe von 40 bis 100 cm und zeigt von Juni bis August ihre einfachen, lila Blütenstände. Ihre dunkelgrünen, lanzettlichen Blätter verströmen einen intensiven Duft und machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für jeden Kräutergarten. Frucht-Minze 'Agnes' – eine aromatische PrägekraftDieser Kultivar vereint die klassischen Eigenschaften einer Pfefferminze mit besonderen Vorzügen, die sie für den Anbau besonders attraktiv machen. Ihre Herkunft als gezielte Auslese unterstreicht ihre Qualität. Herkunft und WuchscharakterDie Sorte 'Agnes' ist eine Auslese von Dr. Bomme, die er nach.... |
Pflanz- und Pflegetipps Mentha x piperita 'Agnes' / Frucht Minze 'Agnes'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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