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Russischer Estragon

Artemisia dracunculus

Russischer Estragon (Artemisia dracunculus) mit aufrechten Trieben und schmalen, lanzettlichen grünen Blättern in dichter Gruppe
Sommergrün
Gelb
Sonnig
Juli - September
bis zu 100 cm
ab 3,25 €
Wuchs: Buschiger, horstbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 100 cm
Wuchshöhe: bis zu 100 cm
Blatt: Sommergrün, grün, lanzettlich geformt, duftend
Blüte: Unscheinbar, gelb, kugelige bis köpfchenartige geformt, rispenartiger Aufbau
Blütezeit: Juli - September
Boden: Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, leicht feuchter Boden
Standort: Sonnig
Pflanzen pro m²: 2
Eigenschaften:
Die Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) gehört wohl zu den bekanntesten Gewürzen der französischen Küche. Im Gegensatz zum Französischen Estragon gehört diese Sorte zu den winterharten...
und nicht ganz so stark würzigen Sorten. Bei uns wird die Artemisia dracunculus (in früheren Jahrhunderten auch als vermeintlicher Schutz gegen Drachen eingesetzt) gerne als Würze von eher fetthaltigen Fleischgerichten verwendet. Aber auch in Soßen (hier z. B. Sauce Bernaise) oder in Salatdressings lässt sie eine besondere Geschmacksnote entstehen. Ebenso wie bei den anderen Artemisiasorten sollten bei der Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) die frischen Triebspitzen, noch vor der Blüte, geerntet werden. Frisch eingesetzt entfaltet sie dann ihre volle Würze. In der Heilkunde findet man die Artemisia Dracunculus im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen aber auch als Zusatz in Salben bei Rheumabeschwerden.
Wuchs: Buschiger, horstbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 100 cm
Wuchshöhe: bis zu 100 cm
Blatt: Sommergrün, grün, lanzettlich geformt, duftend
Blüte: Unscheinbar, gelb, kugelige bis köpfchenartige geformt, rispenartiger Aufbau
Blütezeit: Juli - September
Boden: Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, leicht feuchter Boden
Standort: Sonnig
Pflanzen pro m²: 2
Eigenschaften: Die Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) gehört wohl zu den bekanntesten Gewürzen der französischen Küche. Im Gegensatz zum Französischen Estragon gehört diese Sorte zu den winterharten und nicht ganz so stark würzigen Sorten. Bei uns wird die Artemisia dracunculus (in früheren Jahrhunderten auch als vermeintlicher Schutz gegen Drachen eingesetzt) gerne als Würze von eher fetthaltigen Fleischgerichten verwendet. Aber auch in Soßen (hier z. B. Sauce Bernaise) oder in Salatdressings lässt sie eine besondere Geschmacksnote entstehen. Ebenso wie bei den anderen Artemisiasorten sollten bei der Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) die frischen Triebspitzen, noch vor der Blüte, geerntet werden. Frisch eingesetzt entfaltet sie dann ihre volle Würze. In der Heilkunde findet man die Artemisia Dracunculus im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen aber auch als Zusatz in Salben bei Rheumabeschwerden.

Die Artemisia dracunculus, im Deutschen als Russischer Estragon bekannt, gehört zu den bekanntesten Würzkräutern überhaupt und bereichert mit ihrem buschigen, horstbildenden Wuchs und den aromatischen Blättern jeden Garten. Im Gegensatz zum Französischen Estragon zeichnet sie sich durch eine robuste Winterhärte aus, während ihr Aroma etwas milder, aber dennoch charakteristisch ist. Mit einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter und einer Blütezeit von Juli bis September ist sie eine vielseitige Staude für sonnige Standorte.

Portrait: Russischer Estragon – ein würziger Klassiker

Dieser Abschnitt stellt die Pflanze in ihrer Gesamtheit vor, von ihren Ursprüngen bis zu ihren typischen Merkmalen. Der Russische Estragon, botanisch Artemisia dracunculus, ist mehr als nur eine Küchenpflanze; er ist eine robuste und anspruchslose Staude, die mit ihrem filigranen Laub und dem aufrechten Wuchs auch optisch überzeugt. Seine Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Bestandteil sowohl des Nutz- als auch des Ziergartens.

Herkunft und Charakter

Die genaue Herkunft der Artemisia dracunculus ist nicht vollständig geklärt, doch wird sie häufig mit den Steppengebieten Osteuropas und Asiens in Verbindung gebracht, was ihre ausgeprägte Toleranz gegenüber Trockenheit und Kälte erklärt. Als Mitglied der großen Gattung Artemisia, zu der auch Beifuß und Wermut zählen, teilt sie die typische Anspruchslosigkeit und Widerstandsfähigkeit. Der Russische Estragon ist sommergrün, das heißt, er zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr wieder zuverlässig aus. Sein Charakter ist geprägt von einem buschigen, horstbildenden Wuchs, der eine dichte, aber luftige Struktur bildet. Diese Wuchsform macht ihn nicht nur optisch attraktiv, sondern erleichtert auch die Ernte der begehrten Blätter. Im Garten wirkt er durch seinen aufrechten Habitus strukturgebend und kann als Hintergrundpflanze oder als Solitär in Kräuterbeeten eingesetzt werden.

Wuchsform und Dimensionen

Der Russische Estragon entwickelt sich zu einer stattlichen Staude, die eine Höhe von etwa 60 bis 120 cm erreichen kann, wobei die Angabe „bis ca. 100 cm“ aus den Basisdaten einen guten Mittelwert darstellt. Der Wuchs ist buschig und bildet mit der Zeit kompakte Horste, die sich langsam, aber stetig ausbreiten. Die Triebe sind aufrecht, verholzen an der Basis leicht und verzweigen sich gut, was zu einer vollen, dichten Erscheinung führt. Pro Quadratmeter werden etwa zwei Pflanzen empfohlen, um einen geschlossenen Bestand zu erreichen, ohne dass die Einzelpflanzen sich zu sehr bedrängen. Diese Pflanzdichte ermöglicht es, dass jede Pflanze genug Raum für ihre Entwicklung hat und gleichzeitig ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Die Wurzeln sind entsprechend der Vorliebe für durchlässige Böden fein verzweigt und reagieren empfindlich auf Staunässe, weshalb eine gute Drainage essenziell ist.

Nach diesem umfassenden Portrait wenden wir uns nun den konkreten Standortansprüchen zu, die für ein gesundes Gedeihen der Artemisia dracunculus unerlässlich sind.

Der ideale Standort für gesundes Wachstum

Die Wahl des richtigen Platzes im Garten ist entscheidend für die Vitalität und Aromabildung des Russischen Estragons. Ein optimaler Standort fördert nicht nur das Wachstum, sondern auch die Intensität der würzigen Blätter und die Widerstandsfähigkeit der Pflanze. Dabei spielen sowohl die Lichtverhältnisse als auch die Bodenbeschaffenheit eine zentrale Rolle.

Licht und Exposition

Artemisia dracunculus ist eine ausgesprochene Sonnenanbeterin und benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal, da das Licht die Bildung der ätherischen Öle in den Blättern anregt, die für das charakteristische Aroma verantwortlich sind. Eine südliche oder westliche Exposition bietet sich hierfür besonders an. Im Halbschatten gedeiht die Pflanze zwar auch, jedoch wird das Wachstum schwächer und die Blätter entwickeln weniger Würzkraft. Zudem fördert die Wärme an einem sonnigen Standort die Ausreifung der Triebe, was wiederum die Winterhärte positiv beeinflusst. Ein windgeschützter Platz ist von Vorteil, da starke Winde die zarten Triebe knicken können, obwohl die Pflanze insgesamt robust ist.

Bodenansprüche der Artemisia dracunculus

Die Bodenansprüche des Russischen Estragons sind klar definiert: Er bevorzugt einen gut durchlässigen, nährstoffreichen und leicht feuchten Boden, der jedoch nicht zu schwer oder staunass sein darf. Artemisia dracunculus reagiert empfindlich auf Staunässe, daher ist eine exzellente Drainage unverzichtbar. Schwere Lehmböden sollten durch die Beimischung von Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Ein pH-Wert im neutralen bis leicht alkalischen Bereich ist ideal, aber die Pflanze toleriert auch leicht saure Böden. Der Boden sollte mäßig nährstoffreich sein; eine zu hohe Stickstoffgabe kann zwar das Blattwachstum fördern, aber auf Kosten des Aromas gehen. Leicht feucht bedeutet, dass der Boden zwischen den Wassergaben oberflächlich abtrocknen kann, ohne vollständig auszutrocknen. In Trockenperioden ist daher zusätzliches Gießen ratsam, um die Vitalität zu erhalten.

Mit dem passenden Standort im Hintergrund betrachten wir nun die spezifischen Merkmale von Blüte und Blattwerk, die den Russischen Estragon auch optisch interessant machen.

Blüte und Blattwerk des Russischen Estragons

Während der Russische Estragon primär für seine aromatischen Blätter geschätzt wird, bieten auch seine Blüten und die Gesamterscheinung des Laubs reizvolle Aspekte im Gartenjahr. Diese Kombination aus Nutzwert und Zierde macht Artemisia dracunculus zu einer vielseitigen Bereicherung.

Die unscheinbare Blütenpracht

Die Blüte des Russischen Estragons ist, wie in den Basisdaten beschrieben, unscheinbar und fällt vor allem durch ihre gelbe Farbe und ihren rispenartigen Aufbau auf. Sie erscheint von Juli bis September und besteht aus kleinen, kugeligen bis köpfchenartigen Blütenständen, die in lockeren Rispen angeordnet sind. Diese Blüten sind eher unauffällig und dienen in erster Linie der Samenbildung, wobei viele Gärtner die Blüte entfernen, um die Energie der Pflanze in das Blattwachstum zu lenken. Dennoch haben die zarten, gelblichen Blütenrispen einen gewissen Charme und locken Insekten wie Bienen und Schwebfliegen an, die sie als Nektarquelle nutzen. Für die Küche sind die Blüten weniger relevant, da das Aroma der Blätter vor der Blüte am intensivsten ist. Die Blütezeit markiert somit oft den Höhepunkt der Vegetationsperiode, bevor die Pflanze sich langsam auf den Winter vorbereitet.

Das aromatische Laub

Das Blattwerk der Artemisia dracunculus ist der eigentliche Star: Die Blätter sind sommergrün, von frischer grüner Farbe und lanzettlich geformt, was ihnen ein schlankes, elegantes Aussehen verleiht. Sie sind wechselständig angeordnet und duften intensiv würzig, besonders wenn man sie zwischen den Fingern reibt. Dieser Duft ist charakteristisch für Estragon und verrät seine Verwendung in der Küche. Die Blätter sind relativ zart und haben eine glatte Oberfläche, die im Sonnenlicht schimmert. Eine Herbstfärbung ist bei dieser Art nicht ausgeprägt; stattdessen verfärben sich die Blätter im Herbst gelblich, bevor sie abfallen. Die aromatische Qualität erreicht ihren Höhepunkt kurz vor der Blüte, weshalb die Ernte idealerweise in diesem Zeitraum erfolgen sollte. Das Laub bildet eine dichte, luftige Struktur, die dem Garten Textur und Tiefe verleiht und auch in Trockensträußen verwendet werden kann.

Nach dieser detaillierten Betrachtung der Pflanzenteile widmen wir uns den praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Russischen Estragons im Garten.

Vielseitige Verwendung im Garten

Die Artemisia dracunculus ist nicht nur ein Küchenkraut, sondern bietet aufgrund ihrer Wuchseigenschaften und Ansprüche verschiedene Einsatzmöglichkeiten im Garten. Von klassischen Kräuterbeeten bis hin zu strukturierten Staudenpflanzungen kann sie auf vielfältige Weise integriert werden.

Im Kräuter- und Nutzgarten

Im Kräutergarten ist der Russische Estragon eine unverzichtbare Bereicherung. Seine Blätter werden für Braten, Soßen, Suppen und zum Gurken-Einlegen verwendet, was ihn zu einem vielseitigen Würzkraut macht. Er lässt sich gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Thymian (Thymus vulgaris), Rosmarin (Rosmarinus officinalis) oder Salbei (Salvia officinalis) kombinieren, da alle ähnliche Standortansprüche teilen. Durch seinen horstbildenden Wuchs eignet er sich als Hintergrundpflanze in Kräuterspiralen oder als Randbepflanzung in Hochbeeten. Die Ernte der frischen Triebspitzen sollte, wie in den Basisdaten erwähnt, noch vor der Blüte erfolgen, um die volle Würze zu erhalten. Frisch eingesetzt entfaltet er dann sein intensives Aroma, das besonders zu fetthaltigen Fleischgerichten, aber auch in Soßen wie der Sauce Béarnaise oder in Salatdressings passt. Im Nutzgarten kann er zudem als natürlicher Begleiter für Gemüsepflanzen dienen, indem er mit seinem Duft Schädlinge fernhält.

Als strukturgebende Beetpflanze

Außerhalb des Nutzgartens findet Artemisia dracunculus auch in Zierbeeten Verwendung. Ihr buschiger, aufrechter Wuchs und das feine, lanzettliche Laub verleihen Rabatten und Staudenpflanzungen Struktur und Höhe. Sie eignet sich besonders für sonnige Freiflächen, wo sie als Pflanze für die Freifläche an sonniger Stelle auf trockenem Boden vorgesehen ist. In Kombination mit blühenden Stauden wie Schafgarbe (Achillea millefolium), Sonnenhut (Echinacea purpurea) oder Lavendel (Lavandula angustifolia) bildet sie einen schönen Kontrast durch ihr grünes, texturreiches Laub. Durch ihre Winterhärte ist sie eine zuverlässige, mehrjährige Komponente, die Jahr für Jahr wiederkehrt und so für Beständigkeit im Beet sorgt. Ihr horstbildender Charakter verhindert ein zu starkes Ausbreiten, was die Pflege erleichtert.

Estragon im Kübel

Für Gartenbesitzer mit begrenztem Platz oder für Terrassen und Balkone ist der Russische Estragon auch als Kübelpflanze geeignet. In einem ausreichend großen Gefäß mit guter Drainage, beispielsweise einem Topf von mindestens 20 Litern Volumen, gedeiht er gut. Wichtig ist ein sonniger Standort und regelmäßiges, aber mäßiges Gießen, um Staunässe zu vermeiden. Im Kübel lässt sich die Pflanze leicht beernten und kann im Winter an einen geschützten Ort, etwa an eine Hauswand, gestellt werden, um extreme Fröste abzumildern, obwohl sie aufgrund ihrer Winterhärte oft auch im Freien überwintert werden kann. Diese Variante ermöglicht es, frischen Estragon immer griffbereit zu haben und gleichzeitig mit seinem dekorativen Wuchs die Terrasse zu verschönern.

Nachdem wir die Verwendungsmöglichkeiten erkundet haben, schauen wir uns an, welche Pflanzen sich besonders gut als Begleiter für den Russischen Estragon eignen.

Pflanzpartner für Artemisia dracunculus

Die richtige Gesellschaft kann die Wirkung des Russischen Estragons im Garten verstärken und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Geeignete Pflanzpartner teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich optisch oder funktional.

Klassische Kräutergesellschaften

In Kräuterbeeten harmoniert Artemisia dracunculus ausgezeichnet mit anderen sonnenliebenden, trockenheitsverträglichen Kräutern. Dazu zählen beispielsweise der Echte Thymian (Thymus vulgaris), der mit seinem niedrigen, teppichbildenden Wuchs einen schönen Kontrast zum aufrechten Estragon bildet. Auch der Rosmarin (Rosmarinus officinalis), als Halbstrauch mit nadelförmigen Blättern, passt gut und teilt die Vorliebe für durchlässige Böden. Der Salbei (Salvia officinalis), mit seinen graugrünen Blättern und violetten Blüten, ergänzt den Estragon sowohl farblich als auch geschmacklich. Diese Kombinationen fördern nicht nur die Biodiversität, indem sie Insekten anlocken, sondern erleichtern auch die Pflege, da alle Pflanzen ähnliche Bedürfnisse haben. Zudem können sie gemeinsam geerntet und in der Küche verwendet werden, etwa für Kräutermischungen oder Tees.

Staudenpartner für sonnige Lagen

Für reine Zierpflanzungen bieten sich Stauden an, die ähnliche Bedingungen bevorzugen und den Russischen Estragon optisch unterstützen. Die Schafgarbe (Achillea millefolium), mit ihren flachen, tellerförmigen Blüten in Weiß, Gelb oder Rosa, bildet einen schönen Farbakzent zum grünen Laub des Estragons. Der Sonnenhut (Echinacea purpurea), mit seinen großen, purpurroten Blütenköpfen, bringt Höhe und Farbe ins Beet und zieht zusätzlich Schmetterlinge an. Der Lavendel (Lavandula angustifolia), mit seinem silbrig-grauen Laub und den violetten Blütenähren, ergänzt den Estragon durch seinen Duft und seine Struktur. Diese Partner schaffen ein lebendiges, pflegeleichtes Beet, das von Sommer bis Herbst attraktiv bleibt und zugleich nützlich für die Tierwelt ist.

Mit passenden Begleitern im Beet wenden wir uns nun den praktischen Aspekten der Pflege und Überwinterung zu, die für eine langfristige Freude am Russischen Estragon entscheidend sind.

Pflege und Überwinterung

Obwohl der Russische Estragon als robust und anspruchslos gilt, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen wichtig, um seine Gesundheit und Aromabildung zu fördern. Von der Bewässerung bis zum Winterschutz gibt es einfache Regeln, die beachtet werden sollten.

Gießen und Düngen

Beim Gießen ist Mäßigung geboten: Artemisia dracunculus bevorzugt einen leicht feuchten Boden, verträgt aber keine Staunässe. In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer sollte regelmäßig gegossen werden, sodass der Boden nie vollständig austrocknet, aber auch nicht nass bleibt. An heißen Tagen kann tägliches Gießen nötig sein, während in kühleren Perioden weniger Wasser ausreicht. Im Kübel ist die Gefahr des Austrocknens höher, daher sollte hier öfter kontrolliert werden. Gedüngt wird sparsam: Einmal im Frühjahr mit einem organischen Volldünger oder Kompost reicht aus, um den Nährstoffbedarf zu decken. Überdüngung, insbesondere mit Stickstoff, kann zu weichem, aromaschwachem Wachstum führen. Im Herbst sollte nicht mehr gedüngt werden, um die Pflanze auf die Ruhephase vorzubereiten.

Schnitt und Ernte des Estragons

Der Schnitt dient sowohl der Ernte als auch der Pflege der Pflanze. Die frischen Triebspitzen sollten, wie in den Basisdaten erwähnt, noch vor der Blüte geerntet werden, um die volle Würze zu erhalten. Dies kann mehrmals im Sommer erfolgen, indem man die Triebe etwa um die Hälfte einkürzt. Dieser Rückschnitt fördert zudem die Verzweigung und hält die Pflanze kompakt. Nach der Blüte oder im Spätherbst kann ein stärkerer Rückschnitt auf etwa 10 bis 15 cm über dem Boden erfolgen, um altes Holz zu entfernen und Platz für den Neuaustrieb im Frühjahr zu schaffen. Das Schnittgut kann frisch verwendet, getrocknet oder eingefroren werden, um den Estragon auch außerhalb der Saison genießen zu können. Regelmäßiges Schneiden verhindert auch, dass die Pflanze verholzt und unansehnlich wird.

Winterharte Artemisia dracunculus

Der Russische Estragon ist ausgesprochen winterhart und übersteht auch strenge Fröste problemlos. Für Russischen Estragon wird die Klimazone Z3 angegeben, entsprechend einer Winterhärte bis etwa -40,0 °C bis -34,4 °C, was ihn für fast alle Regionen Deutschlands geeignet macht. Im Herbst zieht die Pflanze oberirdisch ein, das heißt, die Blätter welken und fallen ab. Die Wurzeln überdauern im Boden und treiben im Frühjahr wieder aus. In sehr kalten, schneefreien Wintern kann eine leichte Abdeckung mit Laub oder Reisig sinnvoll sein, um die Wurzeln vor extremen Temperaturschwankungen zu schützen, ist aber meist nicht nötig. Im Kübel sollte der Topf an einen geschützten Ort gestellt oder mit Vlies umwickelt werden, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern. Im Frühjahr, sobald kein starker Frost mehr droht, kann der Rückschnitt erfolgen, um den Neuaustrieb zu fördern.

Abschließend werfen wir einen Blick auf die kulturhistorischen und wissenswerten Hintergründe dieser faszinierenden Staude.

Wissenswertes über den Russischen Estragon

Über die rein gärtnerischen Aspekte hinaus hat Artemisia dracunculus eine reiche Geschichte und interessante Eigenschaften, die sie zu einer besonderen Pflanze machen. Von ihrer Etymologie bis zu ihrer Verwendung in der Heilkunde gibt es viel zu entdecken.

Die Artemisia dracunculus, oder Russischer Estragon, ist nicht nur ein Küchenkraut, sondern trägt auch kulturelle und historische Bedeutungen in sich. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück und zeigt, wie vielseitig die Pflanze in verschiedenen Kulturen geschätzt wurde. Diese Hintergründe machen sie zu einer noch wertvolleren Bereicherung für jeden Garten.

Kulturgeschichte und Etymologie

Der botanische Name Artemisia dracunculus leitet sich von der griechischen Göttin Artemis ab, die oft mit Heilpflanzen in Verbindung gebracht wird, und vom lateinischen Wort „dracunculus“, was „kleiner Drache“ bedeutet. Dieser Name verweist auf die frühere Verwendung der Pflanze als vermeintlicher Schutz gegen Drachen, wie in den Basisdaten erwähnt, und spiegelt den Aberglauben wider, dass bestimmte Kräuter magische Kräfte besaßen. In der Heilkunde findet man die Artemisia dracunculus im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen, aber auch als Zusatz in Salben bei Rheumabeschwerden, was ihre traditionelle Bedeutung als Heilpflanze unterstreicht. Innerhalb der Gattung Artemisia gibt es verschiedene Typen, wie Artemisia dracunculus 'French Dragon' und Artemisia dracunculus var. sativus, die die Vielfalt und Abgrenzung zu anderen Estragon-Sorten zeigen. Der Russische Estragon ist im Gegensatz zum Französischen Estragon winterhart und weniger intensiv im Aroma, was ihn für viele Gärten attraktiver macht. Seine Verwendung in der französischen Küche, besonders in Soßen wie der Sauce Béarnaise, hat ihn weltberühmt gemacht, und er bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der kulinarischen Tradition.

Name Deutsch: Russischer Estragon.
Name Botanisch: Artemisia dracunculus.
Wuchs: Buschiger, horstbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 100 cm.
Wuchshöhe: bis zu 100 cm.
Blatt: Sommergrün, grün, lanzettlich geformt, duftend.
Blüte: Unscheinbar, gelb, kugelige bis köpfchenartige geformt, rispenartiger Aufbau.
Blütezeit: Juli - September.
Boden: Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, leicht feuchter Boden.
Standort: Sonnig.
Pflanzen pro m²: 2.
Eigenschaften: Die Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) gehört wohl zu den bekanntesten Gewürzen der französischen Küche. Im Gegensatz zum Französischen Estragon gehört diese Sorte zu den winterharten und nicht ganz so stark würzigen Sorten. Bei uns wird die Artemisia dracunculus (in früheren Jahrhunderten auch als vermeintlicher Schutz gegen Drachen eingesetzt) gerne als Würze von eher fetthaltigen Fleischgerichten verwendet. Aber auch in Soßen (hier z. B. Sauce Bernaise) oder in Salatdressings lässt sie eine besondere Geschmacksnote entstehen. Ebenso wie bei den anderen Artemisiasorten sollten bei der Artemisia dracunculus (Russischer Estragon) die frischen Triebspitzen, noch vor der Blüte, geerntet werden. Frisch eingesetzt entfaltet sie dann ihre volle Würze. In der Heilkunde findet man die Artemisia Dracunculus im Bereich der Magen- und Darmerkrankungen aber auch als Zusatz in Salben bei Rheumabeschwerden..
Detaillierte Beschreibung:

Die Artemisia dracunculus, im Deutschen als Russischer Estragon bekannt, gehört zu den bekanntesten Würzkräutern überhaupt und bereichert mit ihrem buschigen, horstbildenden Wuchs und den aromatischen Blättern jeden Garten. Im Gegensatz zum Französischen Estragon zeichnet sie sich durch eine robuste Winterhärte aus, während ihr Aroma etwas milder, aber dennoch charakteristisch ist. Mit einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter und einer Blütezeit von Juli bis September ist sie eine vielseitige Staude für sonnige Standorte.

Portrait: Russischer Estragon – ein würziger Klassiker

Dieser Abschnitt stellt die Pflanze in ihrer Gesamtheit vor, von ihren Ursprüngen bis zu ihren typischen Merkmalen. Der Russische Estragon, botanisch Artemisia dracunculus, ist mehr als nur eine Küchenpflanze; er ist eine robuste und anspruchslose Staude, die mit ihrem filigranen Laub und dem aufrechten Wuchs auch optisch überzeugt. Seine....

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
bis zu 100 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Gelb

Blütezeit
Juli - September

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07.11.2024

Prima gelaufen

Die Bestellung über meine 8 russische Estragon wurde super gehandhabt und ist in einem sauberen und gesunden Zustand bei mir angekommen. Nach der Einpflanzung war ich mir sicher, dass das nicht meine letzte Bestellung bei New Garden gewesen war.

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Pflanz- und Pflegetipps Artemisia dracunculus / Russischer Estragon

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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