| Wuchs: | Buschiger, dichter, ausläuferbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 70 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grün, leicht lanzettlich geformtes, angekraustes Blatt |
| Blüte: | Weiß bis blau, Blütenähre mit vielen kleinen Blüten |
| Blütezeit: | Juni - Oktober |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, humoser Boden, leicht feuchter Boden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Die Mentha spicata (Krauseminze / Marrokanische Pfefferminze) kennen wir gerade aus dem Bereich der industriellen Produktion. Dort wird sie für die Herstellung von Zahnpasta aber auch von Kaugummi...
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| Wuchs: | Buschiger, dichter, ausläuferbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 70 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grün, leicht lanzettlich geformtes, angekraustes Blatt |
| Blüte: | Weiß bis blau, Blütenähre mit vielen kleinen Blüten |
| Blütezeit: | Juni - Oktober |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, humoser Boden, leicht feuchter Boden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Die Mentha spicata (Krauseminze / Marrokanische Pfefferminze) kennen wir gerade aus dem Bereich der industriellen Produktion. Dort wird sie für die Herstellung von Zahnpasta aber auch von Kaugummi verwendet Geschmacklich ist sie hier unter dem Begriff 'Spearmint' bekannter. Im Gegensatz zur Mentha piperita (Pfefferminze) enthalten die Blätter der Menta spicata (Krauseminze) kein Menthol. In der Kräuter- und Heilkunde wird sie frisch aufgebrüht als Tee gegen Blähungen und bei Magen-/ Darmerkrankungen eingesetzt. Besonderheit ist hier, dass die Krauseminze auf Grund des fehlenden Menthols gerade für Kinder sehr gut geeignet ist. Weitere Verwendung findet sie auch bei Atemwegserkrankungen. Ihr ätherisches Öl wird hierbei auf den Körper gerieben und lindert so die Beschwerden. |
- Portrait der Krauseminze: Eine aromatische Bereicherung
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Krauseminze
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Mentha spicata
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Krauseminze
Die Mentha spicata, unter den deutschen Namen Krauseminze oder Marokkanische Pfefferminze bekannt, ist eine vielseitige und aromatische Staude, die in keinem Kräutergarten fehlen sollte. Mit ihrem buschigen, dichten Wuchs und einer Höhe von bis zu 70 Zentimetern bildet sie attraktive Horste, die vom Frühsommer bis in den Herbst hinein mit zarten Blütenähren geschmückt sind. Im Gegensatz zur bekannten Pfefferminze (Mentha piperita) enthält sie kein Menthol, was ihren charakteristischen, milderen Geschmack erklärt, der unter dem Begriff 'Spearmint' international bekannt ist. Diese Eigenschaft macht sie besonders vielseitig einsetzbar, sowohl in der Küche als auch in der traditionellen Heilkunde.
Portrait der Krauseminze: Eine aromatische Bereicherung
Die Krauseminze präsentiert sich als robuste und ausdauernde Staude, die durch ihre Vitalität und ihren aromatischen Duft besticht. Sie gehört zur großen Familie der Lippenblütler und zeichnet sich durch eine gute Anpassungsfähigkeit aus. Ihr Wert liegt nicht nur in der Optik, sondern vor allem in der vielfältigen Nutzbarkeit ihrer Blätter, die seit jeher geschätzt werden. Die folgende detaillierte Betrachtung gibt Aufschluss über ihre Herkunft, ihren Wuchs und die speziellen Eigenschaften, die sie von anderen Minzen unterscheiden.
Herkunft und Wuchsform
Die genaue Herkunft der Mentha spicata ist nicht vollständig geklärt, doch wird sie häufig mit dem mediterranen Raum in Verbindung gebracht. Sie zeigt einen typisch buschigen und dichten Wuchscharakter, der sich durch die Bildung von Ausläufern auszeichnet. Diese unterirdischen Triebe sorgen für eine langsame, aber stetige Ausbreitung der Pflanze, wodurch sie mit der Zeit größere Flächen bedecken kann. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimetern erreicht sie eine stattliche Größe, die sie im Beet gut zur Geltung bringt. Für eine flächige Bepflanzung werden etwa sechs Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, um einen geschlossenen, üppigen Eindruck zu erzielen. Ihr Habitus ist aufrecht und gut verzweigt, was ihr ein volles, kompaktes Erscheinungsbild verleiht.
Die Besonderheiten der Mentha spicata
Ein herausragendes Merkmal der Krauseminze ist ihr Gehalt an ätherischen Ölen, die jedoch, im Gegensatz zur Pfefferminze, kein Menthol enthalten. Dieser Unterschied ist geschmacklich und geruchlich deutlich wahrnehmbar und verleiht der Marokkanischen Pfefferminze ihr charakteristisches, frisches und etwas süßliches Aroma, das als 'Spearmint' bekannt ist. Diese Eigenschaft macht sie besonders in der Lebensmittelindustrie beliebt, wo sie beispielsweise für die Herstellung von Zahnpasta und Kaugummi verwendet wird. In der Kräuter- und Heilkunde wird sie traditionell frisch aufgebrüht als Tee eingesetzt, der bei Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden Linderung verschaffen kann. Da sie kein Menthol enthält, gilt sie als besonders gut verträglich und ist daher auch für Kinder geeignet. Zudem findet das ätherische Öl Anwendung bei Atemwegserkrankungen, wo es zur äußerlichen Einreibung genutzt wird.
Standort und Boden
Damit die Krauseminze ihr volles Potenzial entfalten und gesund gedeihen kann, sind die richtigen Standortbedingungen von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine vergleichsweise anspruchslose Staude, die dennoch klare Präferenzen hat, was Licht und Bodenqualität betrifft. Eine optimale Versorgung mit diesen Grundlagen ist die beste Voraussetzung für einen üppigen Wuchs, eine reiche Blattentwicklung und eine lange Blütezeit. Die folgenden Abschnitte erläutern detailliert, welche Bedingungen ideal sind.
Der ideale Standort für die Krauseminze
Die Mentha spicata bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne fördert die intensive Ausbildung der ätherischen Öle in den Blättern, was sich positiv auf das Aroma auswirkt. Ein Platz mit mindestens vier bis sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Im lichten Halbschatten, beispielsweise am Gehölzrand oder an der Ostseite eines Gebäudes, gedeiht sie ebenfalls gut, wobei die Blattausbildung vielleicht etwas üppiger, der Gehalt an ätherischen Ölen jedoch etwas geringer ausfallen kann. Wichtig ist, dass der Standort gut belüftet ist, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, die in zu feuchten, stagnierenden Lagen auftreten können. Ein windgeschützter, aber nicht völlig windstiller Platz ist daher empfehlenswert.
Bodenansprüche für eine gesunde Entwicklung
Der Boden sollte für die Krauseminze, auch Marokkanische Pfefferminze genannt, gut durchlässig, nährstoffreich, humos und leicht feucht sein. Ein feuchter, durchlässiger Boden ist entscheidend, um Staunässe zu vermeiden, die die Wurzeln schädigen kann. Schwere, lehmige Böden sollten daher mit Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die Drainage zu verbessern. Gleichzeitig ist eine gute Wasserspeicherkapazität wichtig, da die Pflanze eine konstante, leichte Bodenfeuchtigkeit schätzt. Ein hoher Humusanteil, erreicht durch die Einarbeitung von Kompost oder gut verrottetem Laub, sorgt für die notwendigen Nährstoffe und eine lockere, krümelige Struktur. Der pH-Wert des Bodens kann im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, die Krauseminze ist hier jedoch nicht besonders empfindlich.
Blüte und Blattwerk der Krauseminze
Die Attraktivität der Mentha spicata beschränkt sich nicht auf ihr duftendes Laub. Über viele Wochen hinweg schmückt sie sich mit zierlichen Blüten, die Insekten anlocken, und ihr Blattwerk bietet auch außerhalb der Blütezeit einen dekorativen Anblick. Die Kombination aus strukturierten Blättern und luftigen Blütenständen verleiht der Pflanze einen besonderen Charme und macht sie zu einer Bereicherung für jedes Staudenbeet. Die folgenden Details zu Blüte und Laub helfen, die Pflanze in ihrer ganzen Schönheit zu verstehen.
Die Blütenpracht der Mentha spicata
Die Blütezeit der Krauseminze erstreckt sich über einen langen Zeitraum von Juni bis Oktober. In dieser Zeit bildet sie an den Enden der Triebe aufrechte, ährenartige Blütenstände aus, die aus vielen kleinen Einzelblüten bestehen. Die Blütenfarbe variiert zwischen Weiß und einem zarten Blau, wobei die weiße Färbung häufig überwiegt. Die kleinen Lippenblüten sind bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen sehr beliebt und bieten diesen Insekten eine wertvolle Nektarquelle im Hoch- und Spätsommer. Die Blütenähren ragen elegant über das Laub hinaus und verleihen der Pflanze eine luftige, natürliche Leichtigkeit. Auch wenn die Hauptattraktion oft die Blätter sind, sollten die zarten Blüten nicht unterschätzt werden – sie tragen wesentlich zum ökologischen Wert und zum Gesamteindruck der Staude bei.
Das Laub der Marokkanischen Pfefferminze
Das sommergrüne Blattwerk der Mentha spicata ist von intensiv grüner Farbe und besitzt eine charakteristische Form und Textur. Die Blätter sind leicht lanzettlich geformt, das heißt, sie sind schmal und laufen spitz zu. Ihr markantestes Merkmal ist die angekrauste Oberfläche, die der Pflanze ihren deutschen Namen Krauseminze verleiht. Diese runzelige Struktur vergrößert die Blattoberfläche und ist typisch für viele Minzen. Die Blätter stehen gegenständig an den vierkantigen Stängeln und verströmen bei der geringsten Berührung ihr intensives, erfrischendes Aroma. Eine Herbstfärbung tritt bei dieser Staude nicht in nennenswertem Maße auf; die Blätter welken im Spätherbst und sterben ab, wobei die Pflanze im Frühjahr aus ihren Wurzelstöcken wieder austreibt. Die Blattmasse ist üppig und dicht, was die Pflanze auch als grüne, duftende Struktur im Beet interessant macht.
Verwendung im Garten
Die Vielseitigkeit der Krauseminze spiegelt sich in ihren zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten im Garten wider. Sie ist weit mehr als nur eine Nutzpflanze für die Küche; ihr Wuchsverhalten, ihr Duft und ihre Optik eröffnen verschiedene gestalterische Optionen. Ob im formalen Kräuterbeet, im naturnahen Garten oder als pflegeleichte Flächenbepflanzung – die Mentha spicata findet überall ihren Platz. Die folgenden Abschnitte zeigen konkrete Einsatzgebiete auf.
Im Kräutergarten und Beet
Die Krauseminze eignet sich ideal für Kräutergärten und Beete. In einem klassischen Kräuterbeet, vielleicht in einer räumlichen Einfassung durch Buchsbaum oder niedrige Einfassungsstauden, kommt sie perfekt zur Geltung. Ihr buschiger Wuchs füllt Lücken zuverlässig, und ihr aromatisches Laub ist stets griffbereit für die Ernte. In gemischten Staudenbeeten kann sie als mittelhohe, strukturgebende Pflanze im vorderen bis mittleren Bereich eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Ausläuferbildung ist es jedoch ratsam, ihr durch Wurzelsperren oder regelmäßiges Abstechen Grenzen zu setzen, damit sie nicht andere, weniger wuchsfreudige Nachbarn verdrängt. In Bauerngärten oder naturnahen Anlagen fügt sie sich mit ihrem lockeren Habitus harmonisch ein.
Als Teepflanze und für die Küche
Als Teepflanze ist die Marokkanische Pfefferminze unübertroffen. Frisch gepflückte Blätter ergeben einen bekömmlichen, wohlschmeckenden Aufguss, der bei Verdauungsbeschwerden Linderung bringen kann. In der Küche finden die Blätter vielseitige Verwendung: Sie verfeinern sommerliche Getränke wie Limonaden oder Cocktails, geben Desserts, Obstsalaten und Saucen eine frische Note und können zu aromatischem Gelee oder Sirup verarbeitet werden. Sie wird oft in der Küche für frische Aromen genutzt. Die Ernte sollte am besten an trockenen Vormittagen erfolgen, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Die Blätter können frisch verwendet oder schonend getrocknet werden, um auch im Winter von ihrem Aroma zu profitieren.
Die Krauseminze als aromatische Bodendeckerin
Dank ihrer ausläuferbildenden Wuchsweise eignet sich die Mentha spicata auch hervorragend zur flächigen Begrünung größerer Areale, beispielsweise an sonnigen bis halbschattigen Hängen oder unter lichten Gehölzen. Als Bodendecker unterdrückt sie mit der Zeit unerwünschtes Beikraut und bildet einen dichten, duftenden Teppich. Bei jedem Schritt oder wenn man mit der Hand darüber streicht, werden die ätherischen Öle freigesetzt – ein sinnliches Gartenerlebnis. Diese Verwendung ist besonders in naturnahen Gärten oder an Wegrändern reizvoll. Allerdings sollte man bedenken, dass sie durch ihre Ausläufer auch in angrenzende Bereiche vordringen kann, weshalb eine klare räumliche Begrenzung sinnvoll ist.
Pflanzpartner für die Mentha spicata
Die richtige Pflanznachbarschaft kann die Wirkung der Krauseminze im Beet noch steigern und für ein harmonisches, gesundes Gesamtbild sorgen. Gute Partner teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Wuchsform, Blütezeit oder Farbe. Die Kombination mit anderen mediterranen Kräutern ist naheliegend, doch auch blühende Stauden können reizvolle Kontraste setzen. Die folgenden Empfehlungen helfen bei der Gestaltung eines attraktiven und funktionalen Beetes.
Klassische Kräuterpartner
Die Mentha spicata harmoniert gut mit Lavandula angustifolia (Echter Lavendel) und Salvia officinalis (Echter Salbei). Diese Klassiker des Kräutergartens bevorzugen ebenfalls sonnige Standorte und durchlässige Böden. Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) mit seinen silbrig-grauen Blättern und violetten Blütenähren bildet einen schönen Farb- und Formkontrast zu dem grünen, buschigen Wuchs der Minze. Der Echte Salbei (Salvia officinalis) besticht durch seine strukturierten, oft graugrünen Blätter und seine robuste Art. Zusammen ergeben sie ein pflegeleichtes, duftendes Ensemble, das nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch eine reiche Ernte verspricht. Diese Kombination ist sowohl im formalen Kräuterbeet als auch im naturnahen Staudengarten äußerst effektvoll.
Weitere harmonische Begleiter
Neben den klassischen Kräutern lassen sich weitere Stauden finden, die mit der Krauseminze gut harmonieren. Frauenmantel (Alchemilla mollis) mit seinen weichen, rundlichen Blättern und den gelbgrünen Blütenwolken schafft einen weichen, natürlichen Rahmen. Katzenminze (Nepeta) in Sorten wie Nepeta racemosa 'Walker's Low' bietet mit ihren lavendelblauen Blütenähren einen ähnlich lockeren Blütenflor und zieht ebenfalls Insekten an. Sonnenhut (Rudbeckia) oder Indianernessel (Monarda) bringen mit ihren kräftigen Gelb- und Rottönen lebhafte Akzente in die Pflanzung. Wichtig ist bei allen Partnern, dass sie mit der leichten Bodenfeuchtigkeit und den sonnigen Bedingungen zurechtkommen und nicht von den Ausläufern der Minze bedrängt werden. Eine Pflanzung in klar voneinander getrennten Gruppen oder die Verwendung von Wurzelsperren kann hier Abhilfe schaffen.
Pflege und Überwinterung
Die Krauseminze ist eine pflegeleichte Staude, die bei Beachtung einiger grundlegender Regeln viele Jahre Freude bereitet. Die richtige Pflege fördert die Gesundheit der Pflanze, sorgt für einen kompakten Wuchs und eine reiche Ernte an aromatischen Blättern. Von der Wasserversorgung über den Schnitt bis zur Überwinterung sind die Maßnahmen unkompliziert, aber wichtig für den langfristigen Erfolg. Die folgenden Abschnitte führen Schritt für Schritt durch das Pflegejahr.
Gießen und Düngen
Die Marokkanische Pfefferminze schätzt einen gleichmäßig leicht feuchten Boden. Besonders in längeren Trockenperioden im Sommer sollte regelmäßig gewässert werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Ein tiefgründiges Gießen, das den Wurzelbereich gut durchfeuchtet, ist besser als häufiges, oberflächliches Sprengen. Im Frühjahr, zum Zeitpunkt des Austriebs, kann eine Gabe eines organischen Volldüngers, beispielsweise Kompost oder ein spezieller Kräuterdünger, das Wachstum unterstützen. Eine weitere leichte Düngung im Frühsommer nach der ersten Ernte kann die Blattneubildung fördern. Im Herbst und Winter wird nicht gedüngt, um die Pflanze auf die Ruhephase vorzubereiten. Übermäßige Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie zwar das Blattwachstum fördern, aber das Aroma und die Widerstandsfähigkeit der Pflanze verringern können.
Schnitt und Vermehrung der Krauseminze
Ein regelmäßiger Rückschnitt der Krauseminze hält die Pflanze kompakt, fördert die Verzweigung und verhindert, dass sie von unten verkahlt. Nach der Blüte kann man die gesamte Pflanze etwa handhoch zurückschneiden, um einen frischen Neutrieb anzuregen. Auch für die Ernte werden Triebe laufend gekappt. Die Vermehrung der Mentha spicata ist denkbar einfach. Sie lässt sich einfach durch Teilung der Wurzelstöcke im Frühjahr oder Herbst vermehren. Dazu gräbt man die Pflanze aus, teilt den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke, die jeweils über ausreichend Wurzeln und Triebknospen verfügen sollten, und pflanzt diese Teilstücke an gewünschter Stelle wieder ein. Diese Methode ermöglicht eine schnelle Ausbreitung und ist zugleich eine Verjüngungskur für ältere, verholzte Pflanzen. Auch die Bewurzelung von Stecklingen im Wasserglas oder in Anzuchterde ist möglich.
Überwinterung und Winterschutz
Die Krauseminze ist winterhart und übersteht normale deutsche Winter problemlos. Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Man kann die vertrockneten Stängel entweder im Spätherbst bodennah abschneiden oder sie als leichten Winterschutz bis zum Frühjahr stehen lassen. In sehr rauen Lagen oder bei Kahlfrösten ohne schützende Schneedecke kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub die Wurzelstöcke vor extremen Temperaturschwankungen schützen. Im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, wird der alte Winterschutz entfernt, und die Pflanze treibt aus den überdauernden Rhizomen wieder frisch aus. Containerpflanzen, die im Topf überwintern, sollten an einer geschützten Hauswand platziert und der Topf eventuell mit Noppenfolie oder Jute gegen Durchfrieren isoliert werden, wobei der Wurzelballen nie völlig austrocknen darf.
Wissenswertes über die Krauseminze
Hinter der unscheinbaren Staude verbirgt sich eine reiche Geschichte und interessante botanische Details. Die Krauseminze ist nicht nur eine Nutzpflanze, sondern auch ein Stück Kulturgeschichte, das über Jahrhunderte hinweg Menschen begleitet hat. Von ihrer Namensgebung über ihre historische Verwendung bis hin zu Aspekten der Giftigkeit gibt es viel zu entdecken, was den Wert dieser Pflanze über das rein Gärtnerische hinaus unterstreicht.
Historische Bedeutung und Etymologie
Die Krauseminze hat eine lange Geschichte und wurde bereits in der Antike im Mittelmeerraum für kulinarische und medizinische Zwecke verwendet. Der Gattungsname Mentha leitet sich aus der griechischen Mythologie ab, wo die Nymphe Minthe in eine duftende Pflanze verwandelt wurde. Das Artepitheton spicata bedeutet „ährentragend“ und bezieht sich auf die charakteristische Blütenform. Ein veralteter botanischer Name für Mentha spicata ist Mentha viridis, der in älteren Quellen häufig zu finden ist und die grüne Farbe der Pflanze betont. In Bezug auf die Giftigkeit ist die Krauseminze für Menschen ungiftig und essbar. Bei Haustieren wie Katzen und Hunden sollte man jedoch vorsichtig sein, da übermäßiger Verzehr zu Verdauungsproblemen führen kann. Diese historische und botanische Tiefe macht die Mentha spicata zu einer faszinierenden Bereicherung für jeden Garten, der Wert auf Tradition und Wissen legt.
| Name Deutsch: | Krauseminze / Marrokanische Pfefferminze. |
| Name Botanisch: | Mentha spicata. |
| Wuchs: | Buschiger, dichter, ausläuferbildender Wuchs, Wuchshöhe bis ca. 70 cm. |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grün, leicht lanzettlich geformtes, angekraustes Blatt. |
| Blüte: | Weiß bis blau, Blütenähre mit vielen kleinen Blüten. |
| Blütezeit: | Juni - Oktober. |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, nährstoffreicher Boden, humoser Boden, leicht feuchter Boden. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Die Mentha spicata (Krauseminze / Marrokanische Pfefferminze) kennen wir gerade aus dem Bereich der industriellen Produktion. Dort wird sie für die Herstellung von Zahnpasta aber auch von Kaugummi verwendet Geschmacklich ist sie hier unter dem Begriff 'Spearmint' bekannter. Im Gegensatz zur Mentha piperita (Pfefferminze) enthalten die Blätter der Menta spicata (Krauseminze) kein Menthol. In der Kräuter- und Heilkunde wird sie frisch aufgebrüht als Tee gegen Blähungen und bei Magen-/ Darmerkrankungen eingesetzt. Besonderheit ist hier, dass die Krauseminze auf Grund des fehlenden Menthols gerade für Kinder sehr gut geeignet ist. Weitere Verwendung findet sie auch bei Atemwegserkrankungen. Ihr ätherisches Öl wird hierbei auf den Körper gerieben und lindert so die Beschwerden.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Mentha spicata, unter den deutschen Namen Krauseminze oder Marokkanische Pfefferminze bekannt, ist eine vielseitige und aromatische Staude, die in keinem Kräutergarten fehlen sollte. Mit ihrem buschigen, dichten Wuchs und einer Höhe von bis zu 70 Zentimetern bildet sie attraktive Horste, die vom Frühsommer bis in den Herbst hinein mit zarten Blütenähren geschmückt sind. Im Gegensatz zur bekannten Pfefferminze (Mentha piperita) enthält sie kein Menthol, was ihren charakteristischen, milderen Geschmack erklärt, der unter dem Begriff 'Spearmint' international bekannt ist. Diese Eigenschaft macht sie besonders vielseitig einsetzbar, sowohl in der Küche als auch in der traditionellen Heilkunde. Portrait der Krauseminze: Eine aromatische BereicherungDie Krauseminze präsentiert sich als robuste und ausdauernde Staude, die durch ihre Vitalität.... |
Pflanz- und Pflegetipps Mentha spicata / Krauseminze / Marrokanische Pfefferminze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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