| Wuchs: | Polsterstauden, aufrecht, horstbildend, bis 20 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm |
| Blatt: | Sommergrün, gefiedert, grün |
| Frucht: | - |
| Blüte: | Samtrot, glockenförmig, ausgebreitet, einfach, zierend, |
| Blütezeit: | März bis April |
| Wurzeln: | - |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 11 |
| Eigenschaften: |
Die Pulsatilla vulgaris 'Rubra' (Kuhschelle) ist eine Polsterstaude, da sie zwar nicht sehr hoch wächst, dafür aber sehr ausbreitend und dadurch wie ein Polster Ihren Garten verschönert. Im...
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| Wuchs: | Polsterstauden, aufrecht, horstbildend, bis 20 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm |
| Blatt: | Sommergrün, gefiedert, grün |
| Frucht: | - |
| Blüte: | Samtrot, glockenförmig, ausgebreitet, einfach, zierend, |
| Blütezeit: | März bis April |
| Wurzeln: | - |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 11 |
| Eigenschaften: | Die Pulsatilla vulgaris 'Rubra' (Kuhschelle) ist eine Polsterstaude, da sie zwar nicht sehr hoch wächst, dafür aber sehr ausbreitend und dadurch wie ein Polster Ihren Garten verschönert. Im Frühjahr kommen dazu samtrote, glockenförmige Blüten, die ein dekoratives Bild abgeben. Achten Sie auf einen durchlässigen, feuchten Boden in der Sonne z.B. an Steinanlagen und Fels-Steppen. Auch als Bienenweide lässt sich die Kuhschelle verwenden. Ein Pflanzenabstand von 30 cm oder in kleinen Tuffs von 3 bis 5 Pflanzen gedeiht die Staude am Besten. Schneiden Sie die Stängel vor der Samenreife zurück um Selbstaussaat zu vermeiden. Achtung: die Pflanze ist leicht giftig! Mit der schönen Farbe der Blüten, den polsterartigen Wuchs und dem Fruchtschmuck ist die Kuhschelle eine dekorative Pflanze für den frühlingshaften Garten. |
- Portrait der Kuhschelle 'Rubra'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Kuhschelle 'Rubra'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Kuhschelle 'Rubra'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes rund um Pulsatilla vulgaris 'Rubra'
Portrait der Kuhschelle 'Rubra'
Die Kuhschelle 'Rubra' mit dem botanischen Namen Pulsatilla vulgaris 'Rubra' ist eine bezaubernde Frühlingsstaude, die mit ihren samtroten Blüten jeden Garten bereichert. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und stammt ursprünglich aus Tschechien, wo sie in sonnigen Steppenheiden und Trockenrasen vorkommt. Diese Polsterstaude wächst horstbildend und erreicht eine Höhe von etwa 20 Zentimetern, breitet sich aber mit der Zeit flächig aus. Ihr zartes, gefiedertes Laub bleibt den Sommer über grün und bildet einen hübschen Teppich. Die Blütezeit fällt in den März bis April, wenn die glockenförmigen, ausgebreiteten Blüten in einem intensiven Samtrot erstrahlen. Die Kuhschelle ist nicht nur ein Blickfang im Steingarten, sondern auch eine wertvolle Bienenweide. Allerdings ist die Pflanze in allen Teilen giftig, weshalb bei der Handhabung Vorsicht geboten ist.
Die samtrote Kuhschelle 'Rubra'
Die burgunderroten Blüten der Pulsatilla vulgaris 'Rubra' erscheinen früh im Jahr und sind ein wahrer Frühlingsbote. Jede einzelne Blüte hängt zunächst glockenförmig und öffnet sich später zu einem ausgebreiteten Kelch. Die samtige Textur der Blütenblätter verleiht der Pflanze eine besondere Eleganz und lässt sie im Sonnenlicht regelrecht leuchten. Mit einer Höhe von nur 20 Zentimetern bleibt die Kuhschelle niedrig und eignet sich hervorragend für die vorderen Bereiche von Beeten oder Steingärten. Der horstbildende, polsterartige Wuchs sorgt dafür, dass die Pflanze im Laufe der Jahre üppige Teppiche bildet, die von April bis Mai von den samtroten Blüten übersät sind. Nach der Blüte entwickeln sich dekorative, federleichte Samenstände, die noch lange als Fruchtschmuck erhalten bleiben und dem Garten eine interessante Struktur verleihen.
Herkunft und Namensgebung der Pulsatilla vulgaris
Der deutsche Name „Kuhschelle“ oder auch „Küchenschelle“ leitet sich von der glockenförmigen Blütenform ab, die an die Glocken der Almkühe erinnert. Ursprünglich stammt die Art aus den Trockenrasen und Steppen Mittel- und Osteuropas, wo sie auf kalkreichen, durchlässigen Böden gedeiht. Die vorliegende Sorte 'Rubra' wurde aus Wildvorkommen in Tschechien selektiert und zeichnet sich durch ihre kräftig rote Blütenfarbe aus. Der botanische Name Pulsatilla bezieht sich auf das lateinische Wort „pulsare“ (schlagen, stoßen), was auf die zitternden Bewegungen der Blüten im Wind hindeuten könnte. Die Artbezeichnung vulgaris bedeutet „gewöhnlich“ oder „häufig“ und weist auf die weite Verbreitung der Wildform hin.
Wuchs und Erscheinungsbild im Überblick
Die Kuhschelle 'Rubra' ist eine ausdauernde, krautige Staude, die mit einem tiefreichenden Wurzelsystem ausgestattet ist. Über dem Boden bildet sie eine kompakte Rosette aus gefiederten, grünen Blättern, die im Sommer frischgrün bleiben und erst im Herbst einziehen. Die Pflanze ist sommergrün, das Laub bleibt also bis in den Spätherbst erhalten. Aus der Blattrosette wachsen aufrechte, behaarte Stängel, an deren Ende die einzelnen Blüten sitzen. Mit einem Pflanzabstand von 30 Zentimetern oder in kleinen Tuffs von drei bis fünf Pflanzen entsteht ein geschlossenes Polster, das im Frühling wie ein Blütenmeer wirkt. Insgesamt braucht die Kuhschelle etwas Zeit, um sich zu etablieren, aber dann überrascht sie Jahr für Jahr mit ihrer prächtigen Blüte. Die Wuchsform ist polsterartig, das heißt, sie wächst eher in die Breite als in die Höhe, was sie ideal für Steingärten, Mauerkronen und Kiesbeete macht.
Standort und Boden
Für ein gesundes Wachstum und eine üppige Blüte benötigt die Kuhschelle 'Rubra' einen sonnigen bis vollsonnigen Platz. Sie bevorzugt trockene, durchlässige Böden mit einem hohen Kalkgehalt. Staunässe verträgt die Pflanze überhaupt nicht, daher ist eine gute Drainage unabdingbar. Der ideale Standort spiegelt die natürlichen Lebensräume der Art wider: Steppenheide, Felssteppe und trockene Steinanlagen bieten die perfekten Bedingungen. Ein neutraler bis alkalischer pH-Wert ist optimal, die Pflanze ist aber auch gegenüber leicht sauren Böden tolerant, solange sie durchlässig sind. In zu feuchten Böden leidet die Kuhschelle schnell unter Wurzelfäule und geht ein. Daher sollte man bei schweren Lehmböden unbedingt für eine Drainage aus Sand oder Kies sorgen.
Der ideale Standort für Pulsatilla vulgaris 'Rubra'
Die Kuhschelle fühlt sich an warmen, sonnigen Plätzen am wohlsten, an denen sie täglich mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält. Halbschattige Standorte werden zwar toleriert, die Blütenfülle bleibt dann aber deutlich geringer. Besonders geeignet sind Südlagen vor Mauern oder an Gebäuden, wo die Wärme gespeichert wird. In Steingärten, Trockenmauern und Kiesgärten findet die Pflanze ideale Bedingungen vor. Auch in Pflanzgefäßen auf Balkon oder Terrasse gedeiht sie, sofern eine ausreichende Drainage gewährleistet ist. Der Standort sollte windgeschützt sein, damit die zarten Blüten und später die Samenstände nicht beschädigt werden.
Bodenansprüche und Substrat
Der Boden muss sehr gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Ein sandiger Kiesboden oder ein magerer, kalkreicher Lehmboden sind ideal. Die Kuhschelle bevorzugt einen neutralen bis alkalischen pH-Wert zwischen 7 und 8, wächst aber auch noch auf leicht sauren Böden. Um die Bodenstruktur zu verbessern, kann man vor der Pflanzung groben Kies oder Splitt unter die Erde mischen. Eine Mulchschicht aus Kies oder Steinen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu regulieren und das Wurzelwerk im Winter zu schützen. Auf schweren Böden sollte man unbedingt ein Drainagekiesbett anlegen oder die Pflanze in ein erhöhtes Beet setzen. Organische Dünger sind nicht nötig, zu viele Nährstoffe fördern üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüte.
Blüte und Blattwerk der Kuhschelle 'Rubra'
Die Blüten der Pulsatilla vulgaris 'Rubra' sind das absolute Highlight dieser Staude. Sie erscheinen ab März und öffnen sich zu samtigen, glockenförmigen Kelchen in einem intensiven Rot – ein Farbton, der an Burgunderwein erinnert. Das Laub hingegen ist filigran und zartgrün, gefiedert und bildet einen hübschen Kontrast zu den kräftigen Blüten. Im Laufe des Sommers bleibt das Blattwerk dekorativ und sorgt dafür, dass die Kuhschelle auch nach der Blüte noch eine ansprechende Erscheinung ist. Die samtigen Blüten und das feine Laub verleihen der Pflanze insgesamt eine luftige, fast zarte Anmutung, die im Steingarten besonders gut zur Geltung kommt.
Die burgunderroten Blüten – ein Frühlingshighlight
Die Blüten der Kuhschelle 'Rubra' erscheinen einzeln an aufrechten Stielen und haben einen Durchmesser von etwa 5 bis 7 Zentimetern. Jede Blüte besteht aus sechs bis sieben samtigen Kronblättern, die anfangs glockig zusammenhängen und sich später sternförmig ausbreiten. Die Farbe ist ein sattes, samtiges Rot, das je nach Lichteinfall ins Violette spielen kann. In der Mitte der Blüte leuchten zahlreiche goldgelbe Staubgefäße, die einen reizvollen Kontrast zum roten Kelch bilden. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April, in milden Lagen beginnt sie bereits Ende Februar. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Samenstände: federartige, weiße Gebilde, die an Wollfäden erinnern und noch lange an der Pflanze verweilen. Diese dekorativen Fruchtstände sind ein zusätzlicher Blickfang und bleiben bis in den Juni hinein erhalten.
Das gefiederte Laub und der Fruchtschmuck
Das Laub der Kuhschelle 'Rubra' ist sommergrün und besteht aus fein gefiederten, saftig grünen Blättern, die aus der Basis entspringen. Sie sind behaart und verleihen der Pflanze eine weiche, filzige Textur. Die Blattspreiten sind mehrfach geteilt und erinnern an die Blätter von Möhren oder Farnen. Im Laufe des Sommers vergrünen die Blätter gleichmäßig und bilden einen flachen, polsterartigen Teppich. Erst im Herbst zieht das Laub langsam ein, bevor die Pflanze eine Winterruhe einlegt. Der Fruchtschmuck ist ebenso bemerkenswert: Nach der Blüte entstehen Nüsschen, die mit langen, weißen, federartigen Anhängseln versehen sind. Diese Fruchtstände trocknen ein und bleiben an der Pflanze, bis sie vom Wind verweht werden. Sie sind nicht nur ein ästhetischer Gewinn, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.
Verwendung im Garten
Die Kuhschelle 'Rubra' ist eine vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartensituationen eingesetzt werden kann. Aufgrund ihrer Vorliebe für sonnige, trockene Standorte und ihres polsterartigen Wuchses eignet sie sich hervorragend für Steingärten, Trockenmauern und Kiesbeete. Auch in Staudenrabatten, auf Dachgärten und in Pflanzgefäßen macht sie eine gute Figur. Besonders wertvoll ist sie als Bienenweide, da ihre Blüten zeitig im Jahr reichlich Pollen und Nektar bieten. Die Kombination aus samtroten Blüten und filigranem Laub sorgt für reizvolle Kontraste, wenn man sie mit anderen Frühlingsblühern zusammenpflanzt.
Die Kuhschelle 'Rubra' im Steingarten
Im Steingarten fühlt sich die Pulsatilla vulgaris 'Rubra' besonders wohl. Zwischen Steinen und Kies kommt ihr polsterartiger Wuchs optimal zur Geltung, und die Blüten heben sich leuchtend vom Untergrund ab. Sie kann in Felsritzen, auf Mauerkronen oder in Trockenmauern gepflanzt werden, wo sie mit der Zeit malerische Kaskaden bildet. In Kombination mit anderen Steingartenstauden wie Thymian (Thymus) oder Fetthenne (Sedum) entstehen natürliche, pflegeleichte Arrangements. Auch in Kiesgärten, die in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind, ist die Kuhschelle ein echter Hingucker. Sie verträgt Trockenheit und Hitze gut und benötigt nur wenig Wasser, sobald sie etabliert ist.
Weitere Einsatzmöglichkeiten in Rabatten und auf Dachflächen
Neben dem Steingarten eignet sich die Kuhschelle 'Rubra' auch für sonnige Staudenrabatten, wo sie mit ihren frühen Blüten Farbtupfer setzt. Sie harmoniert besonders gut mit niedrigen, bodendeckenden Stauden und Gräsern. In Pflanzgefäßen auf Balkon oder Terrasse gedeiht sie ebenfalls, sofern das Gefäß durchlässig ist und eine Drainageschicht enthält. Interessant ist auch ihr Einsatz zur extensiven Dachbegrünung. Auf flachen Dächern mit dünnem Substrat kann die Kuhschelle dichte Polster bilden und die Fläche mit ihren Blüten schmücken. Dabei muss das Substrat allerdings durchlässig und nährstoffarm sein. Auch als Grabbepflanzung ist die Kuhschelle beliebt, weil sie wenig Pflege benötigt und im Frühjahr einen dekorativen Akzent setzt.
Pulsatilla vulgaris 'Rubra' als Bienenweide
Die Kuhschelle 'Rubra' ist eine wertvolle Bienenweide, da sie sehr früh im Jahr blüht, wenn andere Nahrungsquellen noch rar sind. Ihre Blüten enthalten reichlich Nektar und Pollen, die von Wildbienen, Hummeln und anderen Insekten eifrig besucht werden. Auch Schmetterlinge lassen sich gerne auf den Blüten nieder. Indem man die Kuhschelle in den Garten pflanzt, leistet man einen aktiven Beitrag zum Insektenschutz und zur Förderung der Biodiversität. Nach der Blüte bieten die Samenstände noch zusätzliche Nahrung für Vögel. Um die Bienenweide zu optimieren, sollte man auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten und die Pflanze möglichst naturnah kultivieren.
Pflanzpartner für die Kuhschelle 'Rubra'
Damit die Kuhschelle 'Rubra' im Garten besonders gut zur Geltung kommt, lohnt es sich, auf passende Pflanzpartner zu achten. Gemeinsam mit anderen sonnenliebenden, trockenheitsverträglichen Stauden und Gräsern entstehen harmonische Bilder, die den natürlichen Charakter des Steppengartens unterstreichen. Auch frühlingsblühende Blumenzwiebeln lassen sich wunderbar unter die Kuhschelle mischen. Wichtig ist, dass die Begleitpflanzen ähnliche Standortansprüche haben und die Kuhschelle nicht überwuchern.
Bewährte Kombinationen mit Stauden und Gräsern
Zu den idealen Pflanzpartnern der Pulsatilla vulgaris 'Rubra' gehören Thymian (Thymus) und Mädchenhaargras (Stipa tenuissima), deren zarte Halme einen luftigen Kontrast zu den samtigen Blüten bilden. Auch Leinkraut (Linaria) und Nachtkerzen (Oenothera) harmonieren farblich und in ihren Wuchsformen. Besonders schön wirkt die Kombination mit Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites), deren gelbgrüne Hochblätter die roten Blüten der Kuhschelle hervorheben. Niedrige Fetthennen (Sedum) und Kugelblümchen (Globularia) bilden dichte Teppiche, die den Boden bedecken und der Pflanzung einen natürlichen Rahmen geben. Bart-Iris (Iris barbata) und Rosmarin (Salvia rosmarinus) mit ihren aufrechten Blütenständen sorgen für Höhe und Struktur.
Frühlingsblüher und Blumenzwiebeln
Neben Stauden und Gräsern lassen sich die Kuhschellen auch hervorragend mit frühlingsblühenden Blumenzwiebeln kombinieren. Besonders empfehlenswert sind Krokusse (Crocus) und Wildtulpen (Tulipa, z. B. Tulipa humilis), die zur gleichen Zeit blühen und mit ihren leuchtenden Farben einen fröhlichen Frühlingsgruß bieten. Auch Scilla, Chionodoxa und kleine Narzissen passen gut. Die Blumenzwiebeln können zwischen den Kuhschellen in den Boden gesetzt werden, sodass ein bunter Blütenteppich entsteht. Achten Sie darauf, dass die Zwiebeln ebenfalls durchlässige, sonnige Standorte bevorzugen. Sobald die Blüten der Kuhschelle verblüht sind, übernehmen die später blühenden Stauden wie Nachtkerzen oder Fetthennen die Bühne und sorgen für langanhaltende Farbe.
Pflege und Überwinterung
Die Kuhschelle 'Rubra' ist eine pflegeleichte Staude, die mit minimalem Aufwand jahrelang Freude bereitet. Wichtig sind vor allem die richtige Pflanzung und ein geeigneter Standort. Einmal etabliert, benötigt sie kaum zusätzliche Bewässerung und kommt mit den natürlichen Niederschlägen aus. Gelegentliches Entfernen von Unkraut und das Zurückschneiden der verblühten Stängel fördern die Vitalität. Da die Pflanze giftig ist, sollte man bei Pflegearbeiten Handschuhe tragen und darauf achten, dass Kinder und Haustiere nicht an die Pflanze gelangen.
Pflanzung und Pflanzabstand der Pulsatilla
Die beste Pflanzzeit für die Kuhschelle ist der Frühling oder der frühe Herbst. Der Boden sollte vor der Pflanzung gut gelockert und mit Kies oder Sand angereichert werden, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Ein Pflanzabstand von 30 Zentimetern ist ideal, da die Pflanzen mit der Zeit horstig wachsen. Alternativ kann man auch kleine Tuffs von drei bis fünf Pflanzen setzen, die dann gemeinsam ein geschlossenes Polster bilden. Pro Quadratmeter sollten etwa 11 Pflanzen verwendet werden. Nach dem Einsetzen wird leicht angegossen, um den Bodenschluss zu fördern. In den ersten Wochen ist gelegentliches Gießen bei Trockenheit notwendig, später ist die Pflanze weitgehend selbstversorgend.
Schnittmaßnahmen und Giftigkeit
Um eine unkontrollierte Selbstaussaat zu vermeiden, sollten die verblühten Stängel vor der Samenreife zurückgeschnitten werden. Das bewahrt auch die dekorativen Samenstände vor dem Verwelken, falls man sie stehen lassen möchte. Ein Rückschnitt bis auf das Laub ist nicht nötig; die Stängel lassen sich leicht ausreißen oder abschneiden. Da die Pflanze in allen Teilen giftig ist – sie enthält das Gift Protoanemonin –, sollte man bei der Handhabung Handschuhe tragen. Nach dem Schneiden die Hände gründlich waschen. Die Giftigkeit ist jedoch bei Kontakt mit der Haut meist gering, solange keine größeren Mengen aufgenommen werden. Im Garten sollte die Kuhschelle daher nicht in Reichweite von Kleinkindern oder neugierigen Haustieren gepflanzt werden. Einmal etabliert, vermehrt sie sich durch Selbstaussaat, was je nach Gartenvorliebe gewünscht oder durch Rückschnitt unterbunden werden kann.
Überwinterung und Winterhärte
Die Kuhschelle 'Rubra' ist in Mitteleuropa vollkommen winterhart und übersteht Temperaturen bis zu -28,8 °C (Klimazone Z5). Ein Winterschutz ist in der Regel nicht erforderlich, da die Pflanze in ihrer Winterruhe gut an kalte Böden angepasst ist. In schneearmen Wintern oder auf besonders exponierten Standorten kann eine dünne Schicht aus Reisig oder Laub als Schutz dienen. Wichtig ist, dass Staunässe im Winter vermieden wird, denn nasse Kälte schadet den Wurzeln mehr als Frost. In Pflanzgefäßen sollten die Töpfe mit Vlies umwickelt oder an einen geschützten Ort gestellt werden, um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern. Im Frühjahr treibt die Kuhschelle zuverlässig aus den überdauernden Wurzelknollen wieder aus.
Wissenswertes rund um Pulsatilla vulgaris 'Rubra'
Die Kuhschelle 'Rubra' hat eine interessante Geschichte und ist von kultureller Bedeutung. Ihr deutscher Name leitet sich, wie erwähnt, von der glockenförmigen Blüte ab, die an die Glocken der Weidetiere erinnert. Früher wurde die Pflanze in der Volksmedizin verwendet, allerdings aufgrund ihrer Giftigkeit nur mit großer Vorsicht. Heute ist sie vor allem als Zierpflanze geschätzt. Die Wildform der Kuhschelle kommt in vielen Ländern Europas vor und steht in Deutschland unter Naturschutz. Die Sorte 'Rubra' ist eine robuste Gartenform, die sich leicht kultivieren lässt und jedes Jahr mit ihrer Blüte überrascht.
Hintergrund zur Giftigkeit und Heilkunde
Die Kuhschelle enthält das Gift Protoanemonin, das bei Hautkontakt Rötungen und Blasenbildung hervorrufen kann und bei innerlicher Aufnahme zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann. In der Homöopathie wird die Pflanze jedoch in stark verdünnter Form bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Früher wurde die frische Pflanze auch in der Volksheilkunde verwendet, was aufgrund der Giftigkeit zu Vergiftungsfällen führte. Heute ist die Anwendung in der Schulmedizin nicht üblich. Im Garten sollte man die Giftigkeit nicht überbewerten, solange man die Pflanze nicht isst und beim Umgang einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet. Die Samenstände sind für Vögel ungefährlich und werden gerne gefressen.
| Name Deutsch: | Kuhschelle. |
| Name Botanisch: | Pulsatilla vulgaris 'Rubra'. |
| Wuchs: | Polsterstauden, aufrecht, horstbildend, bis 20 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, gefiedert, grün. |
| Frucht: | -. |
| Blüte: | Samtrot, glockenförmig, ausgebreitet, einfach, zierend,. |
| Blütezeit: | März bis April. |
| Wurzeln: | -. |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige Böden. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 11. |
| Eigenschaften: | Die Pulsatilla vulgaris 'Rubra' (Kuhschelle) ist eine Polsterstaude, da sie zwar nicht sehr hoch wächst, dafür aber sehr ausbreitend und dadurch wie ein Polster Ihren Garten verschönert. Im Frühjahr kommen dazu samtrote, glockenförmige Blüten, die ein dekoratives Bild abgeben. Achten Sie auf einen durchlässigen, feuchten Boden in der Sonne z.B. an Steinanlagen und Fels-Steppen. Auch als Bienenweide lässt sich die Kuhschelle verwenden. Ein Pflanzenabstand von 30 cm oder in kleinen Tuffs von 3 bis 5 Pflanzen gedeiht die Staude am Besten. Schneiden Sie die Stängel vor der Samenreife zurück um Selbstaussaat zu vermeiden. Achtung: die Pflanze ist leicht giftig! Mit der schönen Farbe der Blüten, den polsterartigen Wuchs und dem Fruchtschmuck ist die Kuhschelle eine dekorative Pflanze für den frühlingshaften Garten.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der Kuhschelle 'Rubra'Die Kuhschelle 'Rubra' mit dem botanischen Namen Pulsatilla vulgaris 'Rubra' ist eine bezaubernde Frühlingsstaude, die mit ihren samtroten Blüten jeden Garten bereichert. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und stammt ursprünglich aus Tschechien, wo sie in sonnigen Steppenheiden und Trockenrasen vorkommt. Diese Polsterstaude wächst horstbildend und erreicht eine Höhe von etwa 20 Zentimetern, breitet sich aber mit der Zeit flächig aus. Ihr zartes, gefiedertes Laub bleibt den Sommer.... |
Pflanz- und Pflegetipps Pulsatilla vulgaris 'Rubra' / Kuhschelle
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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