Botanisches Portrait und Besonderheiten der Tamariske / Tamarix
Die Pflanzengattung Tamarix wird im deutschsprachigen Raum mit dem Namen Tamariske bezeichnet. Sie umfasst circa 55 bis 90 Arten und wird der botanischen Familie der Tamariskengewächse zugeordnet. Tamarisken sind zumeist laubabwerfende kleine Bäume und Sträucher, die im Mittelmeerraum, in Asien bis ins nördliche China sowie in Afrika als heimisch gelten und dort bevorzugt auf salzhaltigen Böden siedeln.
Wissenschaftliche Beschreibung und Bedeutung in Europa
Die Gattung Tamarix wurde im Jahre 1753 erstmals durch den schwedischen Botaniker Carl von Linné wissenschaftlich beschrieben und zugeordnet. Heute gelten die Pflanzen auch in Europa als robuste Ziergehölze und werden aufgrund ihrer großen Salzverträglichkeit als Windschutzpflanzen in Küstenregionen kultiviert. Die Sträucher zeichnen sich neben ihrer großen Robustheit durch eine attraktive Optik aus. Vor allem die exotische Blüte wirkt federartig buschig und macht die Tamariske zu einem extravaganten Blickfang, der mediterranes Flair in den deutschen Garten bringt.
Die Pflanzen der Gattung Tamarix entwickeln sich je nach Art und Sorte zu kleinen Bäumen oder Sträuchern, die sich durch einen lockeren Kronenaufbau auszeichnen und als sehr formschön gelten. Je nach Art erreicht die Tamariske eine ungefähre Endhöhe von 2 bis 6 Metern. Sie wächst malerisch und oftmals mehrstämmig mit einer ausladend breiten Gestalt. Die Zweige der Tamarisken sind sehr fein und hängen zumeist elegant über. Dies verschafft den Pflanzen eine filigrane und anmutige Optik, die sie zu einem exotischen Blickfang macht und ihnen große Beliebtheit verleiht.
Das schuppenartige Blatt der Tamariske schimmert silbrig-grün
Die Blätter der einzelnen Tamarix-Arten haben viele Gemeinsamkeiten und unterscheiden sich lediglich in Größe und Blattfarbe. Sie bleiben generell sehr klein und werden lediglich 1 bis 3 Millimeter lang. Die schuppenartigen kleinen Blättchen liegen dicht an den Zweigen und überdecken diese zum Teil. Sie schimmern zumeist graugrün bis blaugrün und besitzen eine wachsartige Schicht, die dem Blattwerk eine silbrige Ausstrahlung verschafft.
Schutzfunktion und Salzausscheidung der Blätter
Die wachsartige Oberfläche schützt das Blatt vor Verdunstung durch Sonne und beschert den Tamarisken eine große Robustheit bezüglich trockener und salzhaltiger Standorte. Zudem verlieren Tamarisken aufgrund der geringen Blattgröße kaum Wasser, und einzelne Arten besitzen die Fähigkeit, über das Blatt Salz auszuscheiden. Dies macht sie zu exotischen Schönheiten, deren Optik an die Benadelung von Nadelgehölzen erinnert.
Die federartigen Blüten der Tamarix bringen Exotik in den Garten
Die Blüten der Tamariske bringen exotische Extravaganz in den Garten, denn sie erscheinen federartig buschig und schmücken die Pflanze in großer Zahl. Die einzelnen Blüten der Tamarix sind auffällig klein und werden nur wenige Millimeter groß. Sie schimmern je nach Sorte in Rosa- bis Violetttönen, manchmal auch weißlich, und sitzen dicht gedrängt in langen schmalen Rispen entlang der Zweige. Die einzelnen Blüten besitzen circa 5 Kron- sowie Kelchblätter und einen oberständigen Fruchtknoten. Sie bilden sich je nach Art im Frühjahr oder Sommer und verleihen den Sträuchern eine exotische Wirkung.
Frühlings- und Sommer-Tamarisken im Vergleich
Die Frühlings-Tamarisken blühen zumeist vor oder während des Laubaustriebs, die Sommer-Tamarisken hingegen blühen an den neuen Trieben und verwöhnen in den Sommermonaten mit ihrem Anblick. Die Blüten der Tamarix-Arten gelten nicht nur als sehr zierend, sie locken auch viele Insekten an und verfügen über einen hohen Pollen- und Nektargehalt. Damit reiht sich die Tamariske ein in eine Vielzahl attraktiver Sommerblüher, die im Garten für saisonale Highlights sorgen.
Unscheinbare Kapselfrüchte der Tamarix bilden sich im Herbst
Aus den Blüten entwickeln sich nach dem Verblühen kleine, trockene Kapselfrüchte, die eiförmig bis länglich sind und nur wenige Millimeter groß werden. Sie reifen im Verlauf des Spätsommers und bleiben lange an den Zweigen haften. Die bräunlichen Kapseln wirken filigran, sind aber generell recht unscheinbar. Sie springen nach der Reife auf und geben die feinen kleinen Samen der Tamariske frei. Diese sind mit einem Haarkranz versehen und werden vom Wind in alle Richtungen des Gartens getragen.
Besondere Bedeutung und Nutzen der Gattung Tamarix
Die Pflanzen der Gattung Tamarix haben eine wichtige ökologische Bedeutung und erweisen sich aufgrund ihrer großen Robustheit als wertvolle Pionierpflanzen. Sie besiedeln karge Standorte wie Flussufer, Sandbänke oder Salzböden und verfügen über eine große Toleranz gegenüber Salz. Dies verdanken sie auch der Fähigkeit ihrer Blätter, Salz auszuscheiden. Zudem hat die Tamariske ein weitreichendes, starkes Wurzelwerk, das gezielt als Bodenschutz gegen Erosion und zur Stabilisierung von Sand- und Schwemmböden genutzt wird.
Tamariske als Zier- und Heilpflanze
Auch als Zierpflanze erweist sich die Tamariske als sehr beliebt, denn ihre auffallende Blüte bringt Exotik in den deutschen Garten. Zudem werden einige Arten der Tamarisken im Bereich der Naturmedizin genutzt, denn einzelne Pflanzenteile besitzen antimikrobielle Eigenschaften und werden zur Behandlung von Hautentzündungen angewendet.
Der ideale Standort für die Tamariske
Die Pflanzen der Gattung Tamarix erfreuen mit einem robusten und genügsamen Charakter. Trotzdem gilt es, die individuellen Ansprüche der Arten in Bezug auf Licht und Untergrund zu beachten. Dies garantiert dem Gärtner einen vitalen Wuchs der Tamariske und sorgt für eine üppige Blüte.
Tamarisken sind Sonnenpflanzen, die dann die schönste Blüte entwickeln
Tamarisken sind Sonnenanbeter und fühlen sich auf vollsonnigen Standorten am wohlsten. Sie stammen aus sonnigen Regionen wie trockenen Steppen, Küstenregionen und Halbwüsten und gedeihen hier am besten. Ein lichtreicher Gartenplatz, der den Sträuchern im gesamten Tagesverlauf Sonne bietet, ermöglicht es der Tamarix somit auch in unseren Gärten, die schönste Blüte und eine dichte Krone auszubilden. Halbschattige Standorte werden von Tamarisken toleriert, jedoch entwickelt sich die Pflanze hier schwächer und die Blütenbildung fällt geringer aus. Rein schattige Standorte sollten dringend vermieden werden – hier kann sich die Tamariske nicht vital entwickeln und beweist dies mit dem Ausbleiben der Blüte.
Welche Bodenbeschaffenheiten benötigen Tamarisken zum Wachsen
Tamarisken sind sehr robuste und genügsame Pflanzen. Sie wachsen auch auf schwierigen Standorten, die anderen Pflanzen Probleme bereiten, und kommen hier gut zurecht. Am schönsten entwickelt sich die Tamarix auf sandig bis kiesigen Böden mit einem mäßigen Nährstoffgehalt, einer guten Durchlässigkeit und einem trockenen Charakter. Sie reagiert sensibel auf anhaltende Staunässe und benötigt daher einen wasserdurchlässigen Untergrund. Leicht kalkhaltige sowie salzhaltige Böden werden vertragen und bereiten den Tamarisken keinerlei Probleme.
pH-Wert und Bodenvorbereitung für die Tamarix
In Bezug auf den pH-Wert sollte der ideale Untergrund für Tamarisken leicht alkalisch bis neutral sein, sie tolerieren aber auch leicht saure Böden. Es empfiehlt sich, vor der Pflanzung einer Tamariske den Untergrund bestenfalls mit einer Untermischung von Sand oder Kies zu optimieren – dann entwickeln sich die Sträucher zu charismatischen Gartenschönheiten und fordern wenig Unterstützung durch den Gärtner ein.
Die wichtigsten Arten der Tamarix im Überblick
Die Gattung Tamarix umfasst bis zu 90 Arten von Sträuchern und kleinen Bäumen, die allesamt mit einer wunderschönen Optik erfreuen. Die für den mitteleuropäischen Gartenbau bedeutendsten Arten sind die sogenannte Sommer-Tamariske sowie die Frühlings-Tamariske. Sie sind am populärsten und bieten die Grundlage für ein großes Sortiment an Züchtungen, die sich in ihrer jeweiligen Wuchsform, Blütezeit und Winterhärte unterscheiden. Die Tamariske / Tamarix ist in unserem Sortiment in mehreren Sorten verfügbar.
Liste der schönsten Tamarix-Sorten und ihre Besonderheiten
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Tamarix-Art / Sorte
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Wuchs
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Besonderheit
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Tamarix ramosissima
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3–5 m hoch, locker aufrecht, überhängend
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Späte Blütezeit im Sommer, sehr robust, frosthart
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Tamarix ramosissima ‚Rubra‘
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3–4 m hoch, locker, bogig ausladende Zweige
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Karminrote Blütenrispen, sehr zierend, feines Blattwerk
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Tamarix ramosissima ‚Pink Cascade‘
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3–5 m hoch, breit, fächerartige Krone, sehr überhängender Wuchs
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Blüte kräftig rosa, lange Blütezeit von Frühling bis Sommer, sehr robust
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Tamarix parviflora
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3–5 m hoch, breitbuschig, locker ausladend
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Rosafarbene Blüte, reichblühend, tiefrote Triebe, malerischer Wuchs
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Tamarix parviflora ‚Rosea‘
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3–5 m hoch, aufrecht, elegant überhängend
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Frühe Blütezeit vor dem Laubaustrieb, zartrosa Blütenfarbe, sehr dekorativ
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Tamarix tetrandra
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3 m hoch, ebenso breit, locker aufrecht, überhängende Zweige
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Rosa Blüte, frühblühend, dekoratives Blattwerk, filigran
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Tamarix gallica
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4–6 m hoch, aufrecht, stark verzweigt, später überhängend
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Sommergrün, hellrosa Blüten, reichblühend, sehr dekorativ, robust, salzverträglich
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Pflanzung, Pflege und Schnitt der Tamariske
Tamarisken sind exotische Ziergehölze, die mit einer wunderschönen Blüte begeistern und als sehr robust und genügsam gelten. Für ihr bestmögliches Wachstum gilt es, die individuellen Ansprüche der Pflanzen in Bezug auf den optimalen Pflanzzeitpunkt, die Bewässerung sowie einen fachkundigen Rückschnitt zu beachten. Dies ist entscheidend für einen vitalen Wuchs und sorgt für eine reiche Blüte.
Wann und wie pflanze ich die Tamariske am besten
Tamarisken sind sehr robust und anspruchslos, wenn sie sich an ihrem Standort etabliert haben. Sie gelten aber als empfindliche Anwuchspflanzen und benötigen in der ersten Zeit nach der Pflanzung die Unterstützung des Gärtners. Der optimale Zeitpunkt für die Pflanzung der Tamariske ist das Frühjahr in der Zeit von März bis Mai. Der Boden am Pflanzplatz ist dann bereits leicht erwärmt und die Pflanze hat ausreichend Zeit, um bis zum Winter einzuwurzeln. Eine Pflanzung im frühen Herbst ist in warmen Regionen ebenfalls möglich.
Bodenvorbereitung und Bewässerung im ersten Jahr
Entscheidend für das bestmögliche Pflanzergebnis ist ein durchlässiger und lockerer Boden, der Wasser ablaufen lässt und den Wurzeln die besten Bedingungen bietet, um kräftig einzuwurzeln. Es empfiehlt sich daher, den Untergrund vor der Pflanzung zu lockern und mit Sand und Kies zu verbessern. Auch der Aushub eines doppelt so großen Pflanzlochs im Verhältnis zum Wurzelballen hilft der Tamarix beim Anwachsen. Tamarisken benötigen im ersten Jahr nach der Pflanzung eine regelmäßige Bewässerung der jungen Pflanze – dies ist elementar für die Ausbildung eines starken Wurzelwerks.
Der richtige Rückschnitt der Tamarix für eine üppige Blüte
Der Rückschnitt der Tamariske ist entscheidend für die Ausbildung einer üppigen Blüte und sollte daher fachkundig und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Hier gilt es, die individuellen Ansprüche der Tamarix-Arten zu beachten. Frühblühende Arten wie die Tamarix tetrandra und die Tamarix parviflora sollten dementsprechend von Mai bis Juni direkt nach der Blütezeit geschnitten werden und nicht im Winter oder Frühling, denn dies gefährdet die neue Blütenanlage. Sommerblühende Arten wie die Tamarix ramosissima können hingegen im späten Winter bis frühen Frühjahr noch vor dem Austrieb geschnitten werden und reagieren dann mit der Ausbildung einer kräftigen Blüte.
Pflege- und Verjüngungsschnitt der Tamariske
Generell gilt, dass Tamarisken regelmäßig einmal pro Jahr mit einem Pflegeschnitt zurückgeschnitten werden sollten, um die Pflanze vital zu halten. Die Entfernung aller verblühten Triebe fördert die neue Blütenbildung und hilft dem Strauch, seine Wuchsform zu halten. Alle 3 bis 5 Jahre empfiehlt es sich, die Tamariske mit einem radikalen Verjüngungsschnitt zu unterstützen. Alte sowie verholzte Triebe sollten hierzu bodennah entfernt werden, lediglich die jungen Triebe sollten stehenbleiben. Die Tamarix treibt dann zuverlässig und umso kräftiger wieder aus und verwöhnt mit ihrem exotischen Anblick.
Düngen und Bewässern: Tipps für vitale Tamarisken
Tamarisken zeigen sich in Bezug auf Düngung und Bewässerung sehr genügsam und benötigen dementsprechend wenig Pflege durch den Gärtner. Entscheidend ist hier ein gutes Anwachsen im ersten Jahr, danach gilt die Pflanze als sehr robust und widerstandsfähig. Es empfiehlt sich daher, junge Tamarisken im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig – circa ein- bis zweimal pro Woche – durchdringend zu gießen. Staunässe sollte hierbei aber vermieden werden.
Bewässerung etablierter Tamarisken
Der Wurzelballen sollte nie austrocknen, aber auch nicht im Wasser stehen – dies garantiert dem Gärtner ein bestmögliches Pflanzergebnis. Nach dem ersten Standjahr gilt die Tamariske als sehr trockenheitsresistent und kommt ohne die Unterstützung des Gärtners aus. Lediglich in extremen Hitzephasen ist eine leichte Bewässerung sinnvoll.
Düngung der Tamarix im Frühjahr und im Kübel
Auch bezüglich einer Düngung gilt die Tamariske als sehr genügsam. Die Pflanzen wachsen in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet auf nährstoffarmen sowie sandigen Böden und benötigen dementsprechend nur wenig Nährstoffe. Auf Überdüngung reagiert die Tamarix mit einer spärlichen Blüte, mehr Blattmasse sowie weichen Trieben. Optimal ist somit eine leichte Düngung im Frühjahr mit einer Zugabe von Kompost oder einem milden organischen Dünger. Von einer weiteren Düngung sowie von der Zuführung eines stickstoffhaltigen Düngemittels sollte abgesehen werden. Tamarisken, die in einem Kübel gepflanzt wurden, können alle paar Wochen mit einer leichten Düngung unterstützt werden, um die Ausbildung einer üppigen Blüte und einer langen Blütezeit zu fördern.
Winterhärte und Winterschutz der Tamariske
Die Winterhärte der Tamarix-Arten variiert und liegt je nach Art zwischen minus 15 und minus 25 Grad Celsius. Die meisten Arten sind somit gut frosthart und eignen sich hervorragend für die Verschönerung des mitteleuropäischen Gartens. Lediglich Jungpflanzen sollten in den ersten beiden Jahren nach ihrer Pflanzung mit einem Winterschutz unterstützt werden – hier empfiehlt es sich, den Wurzelbereich mit Mulch zu bedecken und die Krone mit einem Wärmevlies zu umhüllen.
Kübelpflanzen und ältere Exemplare im Winter
Ältere Exemplare, die sich an ihrem Gartenplatz etabliert haben, sind ausreichend winterhart und benötigen keinerlei Hilfestellung durch den Gärtner. Kübelpflanzen gelten im Winter allerdings als sehr empfindlich und sollten immer mit einem Winterschutz versehen werden. Zudem benötigen sie regelmäßige Bewässerung und sollten vor Staunässe geschützt werden – diese bereitet den Tamarisken im Winter die größten Schwierigkeiten.
Verwendung der Tamariske im Garten
Tamarisken sind wunderschöne Ziersträucher, die besonders wirkungsvoll in solitärem Stand zur Geltung kommen. Sie benötigen Platz zur Entfaltung ihrer ausladenden, überhängenden Wuchsform und wirken dann besonders ausdrucksstark. Besonders inmitten einer Rasenfläche oder in einem Kiesbeet gepflanzt, erweist sich die Tamarix als romantischer Blickfang und sie verwöhnt mit einer sensationellen Blütenpracht.
Tamarix als Küsten- und Windschutzpflanze
Aufgrund ihrer großen Robustheit gegenüber Salz und Wind gilt die Tamariske als ideal für die Pflanzung auf rauen Standorten und wird gezielt als Küsten- und Windschutzpflanze verwendet. Ihre natürliche Wuchsform und der robuste Charakter verschaffen ihr große Popularität und sie erweist sich als sehr vielseitig. Auch als Hintergrundpflanze eingesetzt, wirkt die Tamarix sehr attraktiv. In Kombination mit Stauden bildet sie einen lockeren Hintergrund und sorgt für harmonische Gartenmomente.
Harmonische Pflanzpartner für die Tamariske
Im Zusammenspiel mit anderen Sonnenpflanzen wie Lavendel, Katzenminze oder Salbei sowie mit Gräsern und anderen Steppenpflanzen verwöhnt die Tamariske mit ihrer exotischen Wirkung und erweist sich als mediterraner Blickfang. Die wunderschöne Blüte setzt aparte Kontraste und sorgt für saisonale Höhepunkte in jedem Garten. Auch in Kombination mit weiteren Frühjahrsblühern entstehen reizvolle Beetkompositionen mit langer Blütefolge.
Tamarisken als ganzjähriger Blickfang
Die Tamarix erfreut somit rund um die Jahresuhr mit ihrem attraktiven Anblick und fordert lediglich einen sonnigen und luftigen Standort, um sich voll entfalten zu können. Dann erweist sie sich zuverlässig als strahlende Schönheit und gilt als sehr robust und genügsam.
Häufige Fragen rund um die Gattung Tamarix
Wann blüht Tamarix?
Die Blütezeit der Tamarix-Pflanzen ist abhängig von der jeweiligen Art. Einige Arten blühen im Frühjahr von April bis Mai, andere sommerblühende Arten hingegen von Juli bis September. Sie alle erfreuen mit einer exotischen Blüte, die federartig wirkt und als sehr attraktiv gilt.
Wie schnell wachsen Tamarisken?
Tamarisken wachsen je nach Art mittelschnell bis zügig mit einem ungefähren Zuwachs von 30 bis 80 Zentimetern pro Jahr. In den ersten Jahren nach der Pflanzung wachsen sie besonders schnell, danach stabilisiert sich die Wuchsgeschwindigkeit.
Warum blüht meine Tamarix nicht?
Die häufigsten Gründe für eine spärliche Blütenbildung der Tamariske sind ein falscher Rückschnitt, der die Blüte beschädigt hat, oder ein zu schattiger Standort. Auch ein zu stickstoffhaltiger Dünger gefährdet die Ausbildung einer üppigen Blüte.