| Wuchs: | Gras, aufrecht, überhängend, horstbildend, bis zu 170 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 170 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, im Herbst leuchtend rot, schmal |
| Blüte: | Unscheinbare, silberweiße Blütenstände, ährig, unbedeutend |
| Blütezeit: | Juli - Oktober |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 1,2 bis 2 |
| Wuchs: | Gras, aufrecht, überhängend, horstbildend, bis zu 170 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 170 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, im Herbst leuchtend rot, schmal |
| Blüte: | Unscheinbare, silberweiße Blütenstände, ährig, unbedeutend |
| Blütezeit: | Juli - Oktober |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 1,2 bis 2 |
- Portrait: Chinaschilf 'Flammenmeer'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk von Chinaschilf 'Flammenmeer'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Chinaschilf 'Flammenmeer'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes: Chinaschilf 'Flammenmeer'
Portrait: Chinaschilf 'Flammenmeer'
Die Gattung Miscanthus sinensis, auch als Chinaschilf bekannt, umfasst einige der imposantesten Ziergräser für den Garten. Die Sorte 'Flammenmeer', wie sie der Züchter Ernst Pagels nannte, besticht durch ihr feuriges Herbstlaub, das dem Namen alle Ehre macht. Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist ein horstbildendes Gras, das aufrecht wächst und im Laufe der Saison eine stattliche Höhe von bis zu 170 Zentimetern erreicht. Die Halme neigen sich im Herbst leicht überhängend, was dem Horst eine lockere, elegante Silhouette verleiht. Ursprünglich stammt das Chinaschilf aus Ostasien, wo es auf sonnigen, frischen Standorten gedeiht. Diese robuste Art hat sich in unseren Breiten als außergewöhnlich winterhart und pflegeleicht erwiesen.
Wuchs und Herkunft
Der Wuchs von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist straff aufrecht, wobei die Halme im oberen Teil bogig überhängen. Die Horste werden mit der Zeit immer dichter und breiter, bleiben aber durch die horstbildende Wurzel gut begrenzt. Aus dem Ursprungsgebiet – China und angrenzende Regionen – bringt das Chinaschilf eine hohe Anpassungsfähigkeit mit. Es bevorzugt sonnenreiche Lagen und gedeiht auf frischen bis mäßig trockenen Böden. Die Sorte 'Flammenmeer' ist besonders für ihre kräftige rote Herbstfärbung bekannt, die weitaus intensiver ist als bei vielen anderen Miscanthus-Sorten. Die Pflanze treibt im Frühjahr spät aus, was sie vor Spätfrösten schützt. Ab Mai erscheinen die ersten grünen Halme, die dann bis zum Herbst ihre volle Höhe erreichen. Diese späte Entwicklung ist typisch für Chinaschilf und erfordert etwas Geduld – wird aber im Herbst mit einem spektakulären Farbfeuerwerk belohnt.
Blätter und Farbenspiel
Die Blätter von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' sind schmal, lanzettlich und etwa 1 bis 2 Zentimeter breit. Sie sind sommergrün und zeigen im Frühjahr und Sommer ein sattes, frisches Grün. Die Blattspreite ist glatt und leicht überhängend, was dem Gras eine fließende Textur verleiht. Ab September beginnt das spektakuläre Farbenspiel: Die Blätter verfärben sich leuchtend rot – ein tiefes, feuriges Rot, das an die Glut eines lodernden Feuers erinnert. Diese Färbung hält bis in den November an, bevor die Halme allmählich vertrocknen und ein warmes Braun annehmen. Die rote Herbstfärbung ist das herausragende Merkmal dieser Sorte und macht sie zu einem Blickfang im späten Gartenjahr. Die Blätter bleiben den Winter über an den Halmen, was dem winterlichen Garten Struktur und Kontrast verleiht. Selbst nach dem Absterben der Blätter bietet das vertrocknete Laub mit seinen rostbraunen Tönen einen reizvollen Anblick.
Blüte und Frucht
Die Blütenstände von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' erscheinen ab Juli und halten bis in den Oktober hinein. Sie sind rispenförmig, silberweiß und fein federartig, wobei sie an den Spitzen der Halme sitzen. Die Blüten sind unscheinbar und tragen kaum zur dekorativen Wirkung bei – sie sind eher als zarter, luftiger Schmuck zu verstehen. Die Frucht ist eine kleine Karyopse, die im Spätherbst reift. An günstigen Standorten kann sich die Sorte durch Versamung ausbreiten, was aber in der Regel nicht problematisch ist, da die Keimlinge leicht zu entfernen sind. Die Blütenrispen trocknen im Winter ein und bleiben in ihrer schlanken Form erhalten, was dem Gras einen zusätzlichen Reiz in der kalten Jahreszeit verleiht. Ein besonderer Fruchtschmuck ist nicht zu erwarten, doch die zarten Blütenstände sind ein schönes Detail.
Standort und Boden
Damit sich Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' optimal entwickelt, ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Das Gras bevorzugt sonnige bis vollsonnige Lagen, in denen es seine ganze Farbintensität entfalten kann. Der Boden sollte frisch, nährstoffreich und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden, die zu Fäulnis führen würde. Ein neutraler pH-Wert ist ideal, leichte Abweichungen werden toleriert. Die Pflanzung kann im Frühjahr oder Herbst erfolgen, wobei der Frühjahrspflanzung der Vorzug gegeben wird, damit die Pflanze noch vor dem Winter gut einwurzeln kann.
Licht- und Wärmebedarf
Als Lichtkeimer benötigt Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' viel Sonne, um dicht und farbkräftig zu wachsen. Für die intensive rote Herbstfärbung ist viel direktes Sonnenlicht erforderlich – je sonniger der Standort, desto leuchtender das Rot. Im Schatten oder Halbschatten bleiben die Blätter eher grün und verfärben sich nur schwach. Die Wärme spielt ebenfalls eine Rolle: Die Sorte verträgt sommerliche Hitze gut, solange der Boden ausreichend feucht ist. An sehr heißen, trockenen Standorten kann es zu Blattverbrennungen kommen – dann ist eine regelmäßige Bewässerung angebracht. Im Winter ist die Winterhärte sehr gut; die Pflanze übersteht auch strenge Fröste problemlos, sollte aber in den ersten Jahren bei extremen Wintern mit einer Laubschicht geschützt werden. Die späte Austriebszeit schützt vor Spätfrösten, sodass kaum Frostschäden zu befürchten sind.
Bodenansprüche von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer'
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' bevorzugt einen frischen, humosen Lehmboden mit guter Drainage. Schwere, verdichtete Böden sind weniger geeignet, da sie zu Staunässe neigen, die das Wurzelwachstum hemmt. Der pH-Wert sollte im neutralen Bereich liegen, aber auch leicht saure oder alkalische Böden werden toleriert, solange die Nährstoffversorgung stimmt. Bei der Pflanzung wird empfohlen, den Boden tief zu lockern und mit reifem Kompost zu verbessern. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkräuter, was gerade in der Anwachsphase wichtig ist. Auf sehr sandigen Böden kann eine zusätzliche Tonbeimischung helfen, Wasser und Nährstoffe besser zu speichern. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Trockenstress, daher sollte der Boden auch in Trockenperioden nicht vollständig austrocknen. Mit der Zeit entwickelt das Gras ein dichtes Wurzelwerk, das den Boden gut durchwurzelt und sogar zur Bodenverbesserung beiträgt.
Blüte und Blattwerk von Chinaschilf 'Flammenmeer'
Während die Blüte von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' eher zurückhaltend ist, steht das Blattwerk im Mittelpunkt dieser Sorte. Die schmalen, grünen Blätter bilden eine üppige Hülle, die den Horst von Mai bis September ziert. Die leuchtend rote Herbstfärbung ist das eigentliche Highlight und verleiht dem Garten eine feurige Note. Die Blattspitzen bleiben auch im Winter stehen, während die Blütenrispen im Wind wiegen. Der ästhetische Reiz dieser Sorte liegt in der Kombination aus feinem Laub und kräftiger Farbe.
Die Herbstfärbung
Im September beginnt die spektakuläre Verwandlung: Die Blätter von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' nehmen eine intensive Rotfärbung an, die von leuchtendem Karminrot bis zu einem tiefen, fast feurigen Orange reicht. Begünstigt wird diese Färbung durch die Kombination von sonnigen Tagen und kühlen Nächten. Die Farbe bleibt mehrere Wochen erhalten, verblasst dann zu einem warmen Braun und verleiht dem Garten auch im November noch Farbe. Die Leuchtkraft des Laubes wird durch das einfallende Herbstlicht noch verstärkt, besonders wenn die tiefstehende Sonne die Halme durchscheinen lässt. Diese Eigenschaft macht die Sorte zu einem wertvollen Gestaltungselement für den Herbstgarten. Gleichzeitig kontrastiert das frische Grün der immergrünen Nachbarn mit dem feurigen Rot und schafft reizvolle Kompositionen. Die rote Färbung hält oft bis zum ersten Frost an, danach verblasst sie allmählich. Ein Rückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen, da das winterliche Bild der vertrockneten Halme ebenfalls seinen Reiz hat.
Rizom und Horstbildung
Die Wurzeln von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' sind horstbildend und breiten sich lediglich aus, ohne lange Ausläufer zu bilden. Das unterirdische Rizom ist dicht verzweigt und speichert Nährstoffe, die den Neuaustrieb im Frühjahr ermöglichen. Diese Wuchsform sorgt dafür, dass die Pflanze zwar an Größe zunimmt, aber nicht invasiv wird. Alle fünf bis sieben Jahre kann eine Teilung des Horstes die Vitalität erhalten und für eine Verjüngung sorgen. Das Rizom ist sehr robust und übersteht selbst strenge Winter, da es tief im Boden liegt. Bei der Pflanzung ist ein Abstand von mindestens 60 Zentimetern zu anderen Stauden ratsam, damit der Horst genügend Raum zur Entfaltung hat. Die horstbildende Wurzel verhindert eine unkontrollierte Ausbreitung, was die Pflanze auch für kleinere Gärten geeignet macht. Trotzdem sollte man sie nicht zu dicht setzen, da die Horste mit den Jahren einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen können.
Verwendung im Garten
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist ein vielseitiges Ziergras, das in verschiedenen Gartenbereichen zur Geltung kommt. Als Strukturgeber eignet es sich hervorragend, um Höhe und Bewegung in Beete zu bringen. Auch als Solitärpflanze auf der Freifläche macht es eine gute Figur. Die Sorte wird zudem als Schnittpflanze geschätzt, da die dekorativen Halme und Blütenstände in Sträußen und Trockengestecken verwendet werden können. Die Pflanze benötigt Platz und eignet sich daher für naturnahe Pflanzungen, aber auch für modern gestaltete Gärten.
Chinaschilf 'Flammenmeer' als Strukturgeber
Mit seiner aufrechten, überhängenden Wuchsform setzt Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' vertikale Akzente und gliedert flache Beete. Zwischen niedrigen Stauden oder Bodendeckern platziert, schafft es eine rhythmische Gliederung und bringt Abwechslung in den Garten. Die Halme bewegen sich sanft im Wind, was eine lebendige, dynamische Note vermittelt. Besonders wirkungsvoll ist die Pflanze in Kombination mit Gräsern von unterschiedlicher Höhe, wie etwa dem Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) oder der Rutenhirse (Panicum virgatum). Die Sorte ist aber auch als Solitär auf einer Rasenfläche oder am Gehölzrand ein Blickfang, da sie weite Blicke auf sich zieht und Ruhepunkte setzt. Durch die langsame Ausbreitung bleibt sie gut beherrschbar – ideal für strukturierte Gärten, in denen Ordnung und Klarheit gewünscht sind.
Schnittpflanze und Winteraspekt
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' hat eine lange Haltbarkeit als Schnittpflanze, sowohl für frische Sträuße als auch für Trockengestecke. Die Blütenrispen lassen sich im Spätsommer schneiden und getrocknet verwenden. Ebenso eignen sich die gefärbten Halme im Herbst für herbstliche Arrangements. Die Pflanze behält auch im Winter ihre von Reif überzogenen Halme, die eine malerische Silhouette bieten und zusammen mit Schnee oder Raureif besonders fotogen wirken. Ein später Rückschnitt im Spätwinter oder frühen Frühjahr ermöglicht es, diesen Winteraspekt zu genießen. Die vertrockneten Halme bieten zudem Insekten einen Unterschlupf während der kalten Jahreszeit. So trägt die Pflanze zur Biodiversität bei, während sie ästhetische Ansprüche erfüllt. Durch die späte Rückschnittszeit wird auch der Neuaustrieb gefördert, da die alten Halme den Boden vor Frost schützen.
Freifläche und Beet
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' kann sowohl als Solitär auf der Freifläche als auch in Gruppen im Beet verwendet werden. Auf der Freifläche kommt es besonders zur Geltung, wenn es als einzeln stehendes Element mit Abstand zu anderen Pflanzen gesetzt wird. Im Beet hingegen kann es als Hintergrund oder als strukturbildendes Element in der Mitte einer Rabatte dienen. In Gruppen mit drei bis fünf Exemplaren wirkt es noch imposanter und erzeugt eine starke Fernwirkung. Die Pflanze ist vielseitig und passt sowohl in naturnahe Kübelpflanzungen als auch in zeitgenössische Gärten mit klaren Linien. Sie benötigt jedoch ausreichend Platz – pro Quadratmeter sollte man nicht mehr als 1,2 bis 2 Pflanzen setzen, damit sich die Horste frei entfalten können. In der Nähe von Gehölzen kann sie als Unterpflanzung dienen, sollte aber nicht zu stark beschattet sein. Ihre winterharte Natur macht sie zu einer zuverlässigen Gestalterin für jeden Garten.
Pflanzpartner für Chinaschilf 'Flammenmeer'
Die richtigen Pflanzpartner können die Vorzüge von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' noch unterstreichen. Da die Sorte durch ihre Höhe und ihre Herbstfärbung besticht, eignen sich niedrigere Stauden und Gräser, die diesen Qualitäten den Rücken freihalten. Besonders geeignet sind Spätsommer- und Herbstblüher, die die Farben aufgreifen und kontrastieren. Auch immergrüne Strukturpflanzen sorgen für ausgewogene Kompositionen. Bei der Auswahl sollte man auf ähnliche Standortansprüche achten – sonnig und frischer Boden. Gut harmonieren zum Beispiel die Goldrute (Solidago), die Herbstastern sowie verschiedene Ziergräser. Durch die verschiedenen Blütezeiten und Laubfarben entsteht ein abwechslungsreiches Bild von Juli bis in den Winter hinein.
Partnergräser und Stauden
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' lässt sich hervorragend mit anderen Gräsern kombinieren, etwa dem Blauschwingel (Festuca glauca) oder dem Federgras (Stipa tenuissima), die beide zarte, luftige Strukturen bieten. Unter den Stauden passen Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) mit seinen gelben Blüten, die sich von der roten Herbstfärbung abheben, oder die Fetthenne (Sedum telephium 'Herbstfreude'), deren rötliche Blütenstände das Farbspiel aufgreifen. Auch die Silberkerze (Actaea racemosa) mit ihren weißen Blütenkerzen ist ein eleganter Partner. Alle genannten Pflanzen teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und frische Böden, sodass die Pflege unkompliziert bleibt. Wichtig ist, dass die Begleitpflanzen nicht zu hoch wachsen, um das Chinaschilf nicht zu überdecken. Sie sollten eher im vorderen oder mittleren Bereich des Beetes platziert werden, während das Chinaschilf im Hintergrund dominiert. Eine Gruppe aus mehreren Chinaschilf-Horsten und wechselnden Stauden schafft eine lebendige Dynamik über die Saison.
Herbstliche Kombinationen
Im Herbst entfaltet Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' seine größte Leuchtkraft. Daher lohnt es sich, besonders auf herbstblühende Partner zu setzen. Astern wie die Raublatt-Aster (Aster novae-angliae) oder die Kissen-Aster (Aster dumosus) bieten in den Farben Violett, Rosa und Weiß einen wunderschönen Kontrast zum feurigen Rot. Auch die Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) mit ihren zarten Blüten in Weiß oder Rosa setzen Akzente. Die Färberdistel (Carthamus tinctorius) oder die Chinesische Schilfblüte (Miscanthus sacchariflorus) sind weitere Optionen. Eine besonders effektvolle Kombination ergibt sich mit der Goldrute (Solidago canadensis), deren leuchtendes Gelb das Rot der Blätter verstärkt. Auch die roten Beeren des Schneeballs (Viburnum opulus) am Gehölzrand passen vorzüglich. In einem Präriebeet gedeihen außerdem die Sonnenbraut (Helenium) und die Hohe Fetthenne (Sedum telephium) in verschiedenen Rottönen. Wer einen durchgehenden Aspekt wünscht, sollte auf immergrüne Bodendecker wie den Efeu (Hedera helix) oder die Kleinblättrige Immergrüne (Vinca minor) setzen, die den Boden ganzjährig bedecken. So wird der Garten auch im Spätherbst und Winter zu einem ansprechenden Blickfang.
Pflege und Überwinterung
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist eine pflegeleichte Pflanze, die kaum Zuwendung braucht. Ein gezielter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr sowie eine ausreichende Wasserversorgung in Trockenperioden sind die wesentlichen Maßnahmen. Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da die Pflanze auf nährstoffreichen Böden gut gedeiht. Bei längerer Trockenheit sollte man jedoch durchdringend wässern, vor allem während der Hauptwachstumszeit im Frühsommer. Staunässe ist zu vermeiden, da sie zu Fäulnis führen kann. Im Winter hält das Gras Frost stand, ohne besondere Schutzmaßnahmen. Lediglich die ersten Jahre nach der Pflanzung sollte man bei strengem Frost Winterschutz in Form von Laub oder Reisig um die Basis geben. Die vertrockneten Halme werden erst im Frühjahr, etwa im März, knapp über dem Boden abgeschnitten, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Rückschnitt: Richtiges Timing
Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist das zeitige Frühjahr, bevor der Neuaustrieb beginnt. Dann werden die alten Halme etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Boden abgeschnitten. Dieser Rückschnitt sollte vor Ende März erfolgen, da sonst die jungen Triebe verletzt werden können. Warum erst im Frühjahr und nicht schon im Herbst? Die abgestorbenen Halme schützen das Herz der Pflanze vor Frost und Nässe – ein natürlicher Kälteschutz, der die Überwinterung erleichtert. Zudem bieten sie optisch einen reizvollen Anblick. Ein zu früher Rückschnitt im Herbst könnte die Pflanze schwächen. Man sollte darauf achten, scharfes und sauberes Werkzeug zu verwenden, um Verletzungen zu vermeiden. Die abgeschnittenen Halme können gehäckselt auf dem Kompost landen oder als Mulch verwendet werden. Ein schonender Rückschnitt fördert einen kräftigen und gesunden Neuaustrieb im Frühjahr.
Düngung und Wässerung
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' kommt in der Regel ohne zusätzliche Düngung aus, besonders wenn der Boden von Anfang an gut vorbereitet wurde. Eine jährliche Mulchschicht aus reifem Kompost deckt den Nährstoffbedarf. Bei kargen Böden kann im Frühjahr eine Gabe organischen Düngers, etwa Hornspäne, sinnvoll sein. Wichtig ist eine gleichmäßige Wasserversorgung, vor allem in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Bei Trockenheit sollte man nicht nur oberflächlich gießen, sondern durchdringend bewässern, sodass die Feuchtigkeit tief in den Boden eindringt – das regt die Wurzeln an, in die Tiefe zu wachsen. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Grasschnitt verhindert eine schnelle Austrocknung und reduziert zusätzlich den Unkrautwuchs. Bei Regenmangel im Sommer ist zwei- bis dreimal wöchentlich Wasser nötig, je nach Bodentyp. Stehendes Wasser im Teichbereich oder in Schalen sollte vermieden werden, auch wenn die Pflanze im Sommer ausreichend Feuchtigkeit benötigt. Einmal etabliert, ist sie jedoch trockenheitstoleranter, verträgt aber längere Trockenperioden nur bedingt.
Vermehrung von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer'
Die Vermehrung von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' erfolgt am besten durch Teilung des Horstes im Frühjahr. Dazu wird der gesamte Horst mit dem Spaten ausgegraben und in mehrere Stücke geteilt, die jeweils mindestens zwei bis drei Triebe haben sollten. Die Teilung ist auch eine gute Gelegenheit, um ältere Horste zu verjüngen. Eine Samenvermehrung ist grundsätzlich möglich, da sich die Sorte an geeigneten Standorten durch Versamung selbst ausbreiten kann – allerdings sind die Sämlinge nicht sortenecht und können in Wuchs und Farbe variieren. Daher empfiehlt sich für die sortenreine Vermehrung die vegetative Methode. Die optimalen Zeitpunkte sind die Monate März bis Mai, wenn der Boden frostfrei ist. Die neu geteilten Horste sollten sofort wieder eingepflanzt, gut angegossen und in den ersten Monaten feucht gehalten werden. Eine Teilung alle fünf bis sieben Jahre erhält die Vitalität der Pflanze. So können mehrere Exemplare dieser attraktiven Sorte in kurzer Zeit gewonnen werden.
Wissenswertes: Chinaschilf 'Flammenmeer'
Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch eine interessante Züchtungsgeschichte. Der Name „Flammenmeer“ bezieht sich auf die spektakuläre Herbstfärbung, die an ein loderndes Feuer erinnert. Diese Sorte ist aus der Züchtungsarbeit eines der bedeutendsten deutschen Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts hervorgegangen: Ernst Pagels. Seine Arbeit hat die Gartenkultur nachhaltig bereichert, und 'Flammenmeer' ist ein Paradebeispiel für seine Fähigkeit, außergewöhnliche Sorten mit starkem Herbstcharakter zu schaffen. Die Pflanze ist darüber hinaus ein wertvoller Beitrag zur Biodiversität, da sie Insekten und Vögeln Unterschlupf bietet. Ihre Pflegeleichtigkeit und Anspruchslosigkeit machen sie für jeden Gartenenthusiasten zugänglich. So vereint diese Sorte Ästhetik, Geschichte und praktischen Nutzen auf gelungene Weise.
Züchtung von Ernst Pagels
Die Sorte Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' geht auf den Züchter Ernst Pagels zurück, der von 1913 bis 1997 lebte und in Leer (Ostfriesland) arbeitete. Er züchtete zahlreiche Gräser und Stauden, darunter viele Miscanthus-Sorten, die sich durch auffällige Herbstfärbung und gute Gartentüchtigkeit auszeichnen. 'Flammenmeer' entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gehört zu den beliebtesten seiner Züchtungen. Pagels legte großen Wert auf die Verwendung in Privatgärten und die Kombination mit anderen Pflanzen. Seine Arbeit wird heute von Baumschulen und Staudengärtnereien weitergeführt, sodass diese Sorten auch weiterhin erhältlich sind. Das Erbe von Ernst Pagels lebt in vielen Gärten fort, und seine Züchtungen wie 'Flammenmeer' gelten als robuste, bewährte Gartenpflanzen, die auch unter den Bedingungen des Klimawandels gut gedeihen. Wer sich für Gartengeschichte interessiert, findet in dieser Sorte ein lebendiges Beispiel für die deutsche Züchtungstradition.
| Name Deutsch: | Chinaschilf 'Flammenmeer'. |
| Name Botanisch: | Miscanthus sinensis 'Flammenmeer'. |
| Wuchs: | Gras, aufrecht, überhängend, horstbildend, bis zu 170 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 170 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, im Herbst leuchtend rot, schmal. |
| Blüte: | Unscheinbare, silberweiße Blütenstände, ährig, unbedeutend. |
| Blütezeit: | Juli - Oktober. |
| Wurzeln: | Horstbildend. |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 1,2 bis 2. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait: Chinaschilf 'Flammenmeer'Die Gattung Miscanthus sinensis, auch als Chinaschilf bekannt, umfasst einige der imposantesten Ziergräser für den Garten. Die Sorte 'Flammenmeer', wie sie der Züchter Ernst Pagels nannte, besticht durch ihr feuriges Herbstlaub, das dem Namen alle Ehre macht. Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist ein horstbildendes Gras, das aufrecht wächst und im Laufe der Saison eine stattliche Höhe von bis zu 170 Zentimetern erreicht. Die Halme neigen sich im Herbst leicht überhängend, was dem Horst eine lockere, elegante Silhouette verleiht. Ursprünglich stammt das Chinaschilf aus Ostasien, wo es auf sonnigen, frischen Standorten gedeiht. Diese robuste Art hat sich in unseren Breiten als außergewöhnlich winterhart und pflegeleicht erwiesen. Wuchs und HerkunftDer Wuchs von Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' ist straff aufrecht, wobei die Halme im oberen Teil bogig überhängen. Die Horste werden mit.... |
Pflanz- und Pflegetipps Miscanthus sinensis 'Flammenmeer' / Chinaschilf 'Flammenmeer'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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