| Wuchs: | Staude, geneigt, breit ausladend, horstbildend, bis zu 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig, länglich |
| Blüte: | Unscheinbare, gelblichgrüne Blütenstände, klein |
| Blütezeit: | Juni - Juli |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Feucht, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 0,8 bis 1 |
| Wuchs: | Staude, geneigt, breit ausladend, horstbildend, bis zu 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig, länglich |
| Blüte: | Unscheinbare, gelblichgrüne Blütenstände, klein |
| Blütezeit: | Juni - Juli |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Feucht, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 0,8 bis 1 |
- Portrait des Königs Rhabarbers
- Der ideale Standort
- Blütenpracht und Blattwerk von Rheum alexandrae
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
- Pflanzpartner für den Königs Rhabarber
- Pflege und Erhaltung
- Wissenswertes über den Königs Rhabarber
Der Königs Rhabarber (Rheum alexandrae) ist eine außergewöhnliche Staude, die mit ihrer majestätischen Erscheinung und markanten Struktur jeden Garten bereichert. Diese horstbildende Pflanze stammt ursprünglich aus den Hochlagen Chinas und Tibets und beeindruckt mit einer geneigten, breit ausladenden Wuchsform, die eine Höhe von bis zu 100 Zentimetern erreichen kann. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli. Sie besticht weniger durch die Blüten als vielmehr durch ihr spektakuläres Blattwerk und die besonderen Hochblätter. Als anspruchslose und winterharte Staude eignet sie sich hervorragend für sonnige bis halbschattige Lagen mit ausreichend feuchtem Boden.
Portrait des Königs Rhabarbers
Der Königs Rhabarber, botanisch korrekt als Rheum alexandrae bezeichnet, gehört zu den markantesten Blattschmuckstauden in der Gartengestaltung. Seine imposante Präsenz verdankt er nicht nur der stattlichen Wuchshöhe, sondern vor allem der außergewöhnlichen Textur und Färbung seiner Blätter und Hochblätter. Diese Staude entwickelt sich über die Jahre zu einem beeindruckenden Horst, der durch seine architektonische Qualität ganzjährig Akzente setzt. Im Folgenden werden die wesentlichen Merkmale dieser besonderen Pflanze näher beleuchtet.
Herkunft und Wuchsform
Die natürliche Heimat des Königs Rhabarbers liegt in den gebirgigen Regionen Chinas und Tibets, wo er in Höhenlagen gedeiht. Diese Herkunft erklärt seine Robustheit und Anpassungsfähigkeit an verschiedene klimatische Bedingungen. Die Pflanze wächst horstbildend. Das bedeutet, sie bildet dichte, kompakte Büschel aus Blättern und Stängeln, die sich langsam, aber stetig ausbreiten. Der Wuchs ist charakteristisch geneigt und breit ausladend, wodurch die Staude eine beachtliche Präsenz im Beet entwickelt. Mit einer maximalen Wuchshöhe von bis zu 100 Zentimetern gehört Rheum alexandrae zu den größeren Stauden und eignet sich daher besonders als Hintergrundpflanze oder als Solitär. Die Pflanzdichte beträgt etwa 0,8 bis 1 Pflanze pro Quadratmeter, um den ausladenden Wuchs optimal zur Geltung zu bringen und Konkurrenz um Licht und Nährstoffe zu vermeiden.
Ein botanisches Portrait von Rheum alexandrae
Botanisch betrachtet gehört Rheum alexandrae zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist damit mit dem essbaren Rhabarber (Rheum rhabarbarum) verwandt, obwohl er selbst nicht für den Verzehr geeignet ist. Die Staude ist sommergrün, verliert also im Herbst ihr Laub, treibt aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Die Wurzeln sind kräftig und fleischig, typisch für horstbildende Stauden, und sorgen für eine gute Verankerung im Boden. Ein besonderes Merkmal ist die Winterhärte: Rheum alexandrae ist der Winterhärtezone Z5 zugeordnet, was bedeutet, dass er Temperaturen bis etwa -29 Grad Celsius problemlos übersteht. Diese Robustheit macht ihn zu einer zuverlässigen Gartenpflanze in den meisten mitteleuropäischen Regionen. Die Kombination aus exotischer Herkunft und guter Anpassung an hiesige Bedingungen macht den Königs Rhabarber zu einer wertvollen Bereicherung für den modernen Garten.
Der ideale Standort
Die erfolgreiche Kultur des Königs Rhabarbers hängt maßgeblich von der richtigen Standortwahl ab. Rheum alexandrae stellt zwar keine übertriebenen Ansprüche, gedeiht aber unter optimalen Bedingungen besonders üppig und entwickelt seine volle Pracht. Ein gut gewählter Platz berücksichtigt sowohl die Lichtverhältnisse als auch die Bodenbeschaffenheit. Die folgenden Abschnitte erläutern detailliert, welche Bedingungen der Königs Rhabarber für ein gesundes Wachstum benötigt.
Licht und Exposition
Königs-Rhabarber wird als Staude für sonnige bis halbschattige Standorte beschrieben. Diese Flexibilität in der Lichtauswahl macht ihn vielseitig einsetzbar. In vollsonnigen Lagen entwickelt die Pflanze tendenziell kräftigere Stängel und intensivere Blattfärbungen, allerdings muss dann auf ausreichende Bodenfeuchte geachtet werden. Für Rheum wird angegeben: Je sonniger der Standort ist, desto feuchter muss der Boden sein. Im Halbschatten, beispielsweise am Gehölzrand oder auf der Ostseite von Gebäuden, kommt Rheum alexandrae ebenfalls gut zurecht, da hier der Boden länger feucht bleibt und die Verdunstung geringer ist. Vermeiden sollte man tiefschattige Plätze, da dort das Wachstum gehemmt wird und die charakteristische Herbstfärbung weniger intensiv ausfällt. Ein idealer Standort bietet morgens Sonne und nachmittags leichten Schatten oder umgekehrt, um die Pflanze vor der intensiven Mittagssonne im Hochsommer zu schützen.
Bodenansprüche des Königs Rhabarbers
Der Boden spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden von Rheum alexandrae. Die Staude bevorzugt einen feuchten, normal durchlässigen und neutralen Boden. Feuchtigkeit ist dabei der Schlüsselfaktor: Der Wurzelbereich sollte niemals vollständig austrocknen, besonders in sonnigen Lagen ist regelmäßiges Gießen während Trockenperioden unerlässlich. Allerdings darf der Boden nicht staunass sein, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Eine normale Durchlässigkeit gewährleistet, dass überschüssiges Wasser abfließen kann, während gleichzeitig genug Feuchtigkeit gespeichert wird. Der neutrale pH-Wert im Bereich um 7,0 ist ideal, aber die Pflanze toleriert auch leicht saure oder leicht alkalische Böden. Schwere Lehmböden können durch die Einarbeitung von Sand oder Kompost verbessert werden, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Leichte Sandböden hingegen profitieren von der Zugabe von Humus oder Lehm, um die Wasserspeicherkapazität zu verbessern. Ein gut vorbereiteter Boden ist die beste Grundlage für ein gesundes Wachstum des Königs Rhabarbers.
Blütenpracht und Blattwerk von Rheum alexandrae
Während viele Stauden vor allem durch ihre Blüten beeindrucken, setzt der Königs Rhabarber andere Akzente. Rheum alexandrae besticht in erster Linie durch sein spektakuläres Blattwerk und die ungewöhnlichen Hochblätter, die der Pflanze ihren königlichen Charakter verleihen. Dennoch haben auch die eigentlichen Blüten ihren Reiz und tragen zum Gesamteindruck bei. Die folgende Beschreibung widmet sich beiden Aspekten und erklärt, warum diese Staude zu den begehrtesten Blattschmuckpflanzen gehört.
Die unscheinbaren Blüten
Die Blüten des Königs Rhabarbers sind, wie in den Basisdaten beschrieben, unscheinbar, gelblichgrün und klein. Sie erscheinen in aufrechten oder leicht geneigten Blütenständen während der Hauptblütezeit von Juni bis Juli. Optisch treten sie gegenüber den Hochblättern deutlich in den Hintergrund, erfüllen aber ihre wichtige Funktion für die Vermehrung. Die gelblichgrüne Färbung harmoniert subtil mit dem frischen Grün der Blätter und den hellen Hochblättern. Für Insekten bieten die Blüten eine wertvolle Nahrungsquelle in der Sommerzeit. Nach der Blüte bilden sich kleine, unscheinbare Früchte, die jedoch für die Gartengestaltung keine große Rolle spielen. Viele Gärtner schneiden die verblühten Stängel ab, um die Energie der Pflanze in das Blattwachstum zu lenken, besonders wenn die Samenbildung nicht erwünscht ist. Dennoch lohnt es sich, die zarten Blütenstände zumindest zeitweise zu belassen, da sie zur natürlichen Ausstrahlung der Pflanze beitragen.
Das beeindruckende Laub des Königs Rhabarbers
Das eigentliche Highlight von Rheum alexandrae ist zweifellos sein Laub. Die dicken grünen eiförmigen Blätter sind von kräftiger Textur und beeindruckender Größe. Sie sind länglich geformt und sitzen an robusten Stielen, die der Pflanze ihre charakteristische, architektonische Struktur verleihen. Im Herbst verwandelt sich das Grün in eine spektakuläre rote Herbstfärbung, die den Garten mit warmen Tönen bereichert, bevor die Blätter abfallen. Noch markanter sind jedoch die großen, dachziegelartig angeordneten hellgelben Hochblätter, die die Blütenstände umhüllen. Diese Hochblätter sind das besondere Ziermerkmal der Pflanze: Sie leuchten in einem hellen, cremigen Gelb und sind so angeordnet, dass sie wie schützende Schuppen wirken. Dieser außergewöhnliche Blattschmuck bleibt über Wochen erhalten und macht den Königs Rhabarber zu einer ganzjährig attraktiven Staude, die selbst im Winter mit ihren strukturellen Resten reizvoll ist.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
Die imposante Erscheinung und die speziellen Standortansprüche des Königs Rhabarbers eröffnen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten im Garten. Rheum alexandrae ist keine Staude für den kleinen Vorgarten, sondern entfaltet ihre volle Wirkung in größeren Anlagen, wo sie als Strukturgeber und Blickfang dienen kann. Ihre Vorliebe für Feuchtigkeit macht sie zudem zu einer idealen Pflanze für spezielle Gartenbereiche. Im Folgenden werden drei konkrete Verwendungsbereiche vorgestellt, die die Stärken dieser außergewöhnlichen Staude optimal nutzen.
Als Strukturstaude im Beet
In Staudenbeeten und Rabatten übernimmt Rheum alexandrae die Rolle einer markanten Strukturstaude. Aufgrund ihrer Höhe von bis zu einem Meter und dem breit ausladenden Wuchs eignet sie sich perfekt für den mittleren oder hinteren Bereich von Beeten. Dort bildet sie einen stabilen, architektonischen Rahmen, vor dem niedrigere und feiner strukturierte Pflanzen optimal zur Geltung kommen. Die großen, grünen Blätter und die hellgelben Hochblätter setzen starke vertikale und horizontale Akzente, die dem Beet Tiefe und Spannung verleihen. Kombiniert man den Königs Rhabarber mit graulaubigen Stauden wie dem Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) oder zarten Gräsern, entstehen reizvolle Kontraste in Form und Farbe. In naturnahen Pflanzungen fügt sich Rheum alexandrae harmonisch ein und bringt einen Hauch von Exotik, ohne aufdringlich zu wirken. Wichtig ist dabei, ausreichend Platz einzuplanen, damit die Pflanze sich ungehindert entfalten kann.
Am Wasser und in feuchten Lagen
Rheum alexandrae wird bei Stauden Stade ausdrücklich für feuchte Stellen an Bach- oder Teichrändern empfohlen. Diese Verwendung nutzt die natürliche Vorliebe der Pflanze für feuchte Böden optimal aus. Am Ufer eines Gartenteiches oder entlang eines Bachlaufs gedeiht der Königs Rhabarber prächtig und bildet imposante Horste, die sich im Wasser spiegeln. Die feuchte Umgebung sorgt für ein üppiges Wachstum und besonders große, saftige Blätter. Hier kann Rheum alexandrae gemeinsam mit anderen Feuchtigkeit liebenden Stauden wie der Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) oder dem Frauenmantel (Alchemilla mollis) gepflanzt werden. Auch in zeitweise überfluteten Bereichen oder in Senken, wo sich Regenwasser sammelt, fühlt sich die Pflanze wohl. Diese Eigenschaft macht sie zu einer wertvollen Option für Gärten mit natürlichen Feuchtgebieten oder für die Gestaltung von Regengärten, die überschüssiges Niederschlagswasser aufnehmen sollen. Die robusten Wurzeln tragen zudem zur Stabilisierung der Uferböschung bei.
Als Solitär und in großen Gruppen
Die majestätische Erscheinung des Königs Rhabarbers kommt besonders gut zur Geltung, wenn man ihn als Solitärpflanze einsetzt. Ein einzelnes Exemplar von Rheum alexandrae auf einer Rasenfläche oder in einer Kiesfläche wirkt wie ein lebendes Kunstwerk und zieht alle Blicke auf sich. Die geneigte, ausladende Wuchsform und die spektakulären Hochblätter entfalten dann ihre volle Wirkung, ohne von anderen Pflanzen verdeckt zu werden. Alternativ kann man den Königs Rhabarber auch in kleinen Gruppen von drei bis fünf Pflanzen setzen, um einen noch stärkeren Effekt zu erzielen. Solche Gruppenpflanzungen eignen sich hervorragend für große Gartenbereiche, wo sie als strukturbildende Elemente dienen. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte etwa einen Meter betragen, damit jede Staude genug Raum zur Entfaltung hat. In modernen, architektonisch geprägten Gärten lässt sich Rheum alexandrae auch in streng geometrischen Anordnungen verwenden, beispielsweise als wiederkehrendes Motiv entlang einer Wegführung. Dabei sollte man stets bedenken, dass die Pflanze im Winter einzieht und dann eine Lücke hinterlässt, die durch immergrüne Begleiter oder winterliche Strukturen überbrückt werden kann.
Pflanzpartner für den Königs Rhabarber
Die richtige Begleitung kann die Wirkung des Königs Rhabarbers noch steigern und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Bei der Auswahl von Pflanzpartnern für Rheum alexandrae sollte man sowohl die Standortansprüche als auch die ästhetischen Qualitäten berücksichtigen. Ideal sind Pflanzen, die ähnliche Boden- und Lichtbedingungen bevorzugen und entweder kontrastierende oder ergänzende Formen und Farben mitbringen. Die folgenden Vorschläge bieten Inspiration für gelungene Kombinationen, die den königlichen Charakter dieser Staude unterstreichen.
Begleiter für feuchte Standorte
An feuchten Standorten wie Teichrändern oder in Senken lassen sich hervorragende Pflanzgemeinschaften mit dem Königs Rhabarber gestalten. Ein klassischer Partner ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), die mit ihren leuchtend gelben Blüten im Frühsommer einen farblichen Kontrast zu den grünen Blättern von Rheum alexandrae setzt. Beide Pflanzen teilen die Vorliebe für feuchte bis nasse Böden und sonnige Lagen. Ebenso gut harmonisiert der Frauenmantel (Alchemilla mollis), dessen weiche, rundliche Blätter und zarte gelbgrüne Blütenrispen einen schönen Gegensatz zu den großen, strukturierten Blättern des Königs Rhabarbers bilden. Für höhere Begleiter eignet sich das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) als bodendeckende Komponente oder die Trollblume (Trollius europaeus) mit ihren kugeligen, gelben Blüten. Diese Kombinationen schaffen ein natürliches, üppiges Bild, das an die Ufer wilder Gebirgsbäche erinnert. Wichtig ist, dass alle Partner ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte stellen, damit keine Pflanze benachteiligt wird.
Kombinationen für Kontrast und Harmonie
In normalen Staudenbeeten, die nicht permanent feucht sind, aber regelmäßig gegossen werden, kann Rheum alexandrae mit einer Vielzahl von Pflanzen kombiniert werden. Für einen kontrastreichen Effekt bieten sich Stauden mit fein gefiedertem Laub an, wie der Riesen-Schwingel (Festuca gigantea) oder der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas). Diese filigranen Strukturen heben die massiven Blätter des Königs Rhabarbers hervor. Farblich harmonieren purpur- oder silberlaubige Stauden ausgezeichnet mit dem Grün und Gelb von Rheum alexandrae. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) mit seinen pinkfarbenen Blüten oder das Silberglöckchen (Heuchera) mit bronzefarbenem Laub sind hierfür gute Beispiele. Für eine monochromatische, aber texturreiche Pflanzung kann man den Königs Rhabarber mit verschiedenen Gräsern wie dem Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) oder der Rutenhirse (Panicum virgatum) kombinieren. Diese Gräser bringen Bewegung in das Beet und ergänzen die statische Präsenz von Rheum alexandrae perfekt. Bei allen Kombinationen sollte darauf geachtet werden, dass die Begleitpflanzen nicht zu wuchsfreudig sind und den Königs Rhabarber nicht bedrängen.
Pflege und Erhaltung
Der Königs Rhabarber ist eine pflegeleichte Staude, die bei richtiger Behandlung über viele Jahre hinweg Freude bereitet. Rheum alexandrae benötigt keine aufwendigen Maßnahmen, doch einige grundlegende Pflegeschritte fördern die Gesundheit und Vitalität der Pflanze. Von der Bewässerung über den Schnitt bis zur Überwinterung – mit dem folgenden Wissen gelingt die Kultur dieser beeindruckenden Staude problemlos.
Gießen und Düngen
Die Bewässerung ist der wichtigste Pflegeaspekt bei Rheum alexandrae. Wie bereits erwähnt, bevorzugt die Pflanze einen konstant feuchten Boden, besonders an sonnigen Standorten. In regenreichen Perioden ist meist keine zusätzliche Bewässerung nötig, während in trockenen Sommern regelmäßiges Gießen unerlässlich ist. Ideal ist es, den Wurzelbereich tiefgründig zu wässern, anstatt nur oberflächlich zu sprühen. Dies fördert die Entwicklung eines tiefreichenden Wurzelsystems, das Trockenphasen besser übersteht. Gießen Sie am besten in den frühen Morgenstunden, damit das Wasser gut einsickern kann, bevor die Sonne stark scheint. Beim Düngen ist der Königs Rhabarber anspruchslos: Eine jährliche Gabe von reifem Kompost im Frühjahr deckt den Nährstoffbedarf in der Regel ausreichend. Alternativ kann ein organischer Volldünger verwendet werden, der langsam seine Nährstoffe freisetzt. Vermeiden Sie übermäßige Stickstoffgaben, da diese zu weichem, anfälligem Wachstum führen können. Ein gut versorgter Boden ist die beste Grundlage für eine gesunde Pflanze.
Schnitt und Vermehrung von Rheum alexandrae
Der Schnitt bei Rheum alexandrae beschränkt sich auf wenige, aber wichtige Maßnahmen. Im Herbst, nachdem die Blätter abgestorben sind, können die Stängel bodennah abgeschnitten werden, um Platz für den Neuaustrieb im Frühjahr zu schaffen. Man kann die vertrockneten Pflanzenteile aber auch über den Winter stehen lassen, da sie mit Raureif oder Schnee bedeckt eine reizvolle Winterstruktur bilden. In diesem Fall erfolgt der Rückschnitt dann im zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. Die Vermehrung des Königs Rhabarbers erfolgt am einfachsten durch Teilung des Horstes. Dies sollte im Frühjahr geschehen, sobald der Boden frostfrei ist und die Pflanze beginnt auszutreiben. Graben Sie den gesamten Horst vorsichtig aus und teilen Sie ihn mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke, von denen jedes einige Wachstumspunkte und ausreichend Wurzeln haben sollte. Die Teilstücke werden sofort an den gewünschten Stellen wieder eingepflanzt und gut angegossen. Diese Methode verjüngt ältere Pflanzen und sorgt für eine üppigere Blattentwicklung. Eine Vermehrung durch Samen ist theoretisch möglich, aber aufwendiger und weniger zuverlässig, da die Keimfähigkeit oft begrenzt ist.
Überwinterung
Die Überwinterung von Rheum alexandrae bereitet in den meisten Gärten keine Probleme, da die Pflanze der Winterhärtezone Z5 zugeordnet ist und somit Temperaturen bis etwa -29 Grad Celsius toleriert. In Regionen mit milden Wintern benötigt der Königs Rhabarber keinerlei Schutz. In sehr kalten Lagen oder bei späten Frösten im Frühjahr kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub sinnvoll sein, um die frischen Austriebe zu schützen. Wichtig ist, dass der Standort im Winter nicht staunass wird, da dies in Kombination mit Frost zu Wurzelschäden führen kann. Bei Topfkulturen sollte der Kübel frostfest sein oder an einem geschützten Ort überwintert werden, da das begrenzte Erdvolumen schneller durchfriert. Im Frühjahr, sobald die Frostgefahr vorbei ist, entfernt man eventuelle Schutzabdeckungen, um den Neuaustrieb nicht zu behindern. Rheum alexandrae treibt relativ spät aus, oft erst im Mai, daher sollte man geduldig sein und nicht voreilig eingreifen. Diese späte Entwicklung schützt die Pflanze vor Spätfrösten und ist ein weiterer Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit.
Wissenswertes über den Königs Rhabarber
Hinter jeder Pflanze verbirgt sich eine Geschichte, und Rheum alexandrae bildet da keine Ausnahme. Der Königs Rhabarber ist nicht nur eine optisch beeindruckende Staude, sondern trägt auch botanische und kulturelle Besonderheiten in sich, die ihn zu einem faszinierenden Studienobjekt machen. Von der Namensgebung bis zu seinen speziellen Merkmalen – dieses Kapitel beleuchtet Aspekte, die über die reine Gartenpraxis hinausgehen.
Botanische Besonderheiten und Kultur
Der botanische Name Rheum alexandrae verrät bereits etwas über die Pflanze: Die Gattung Rheum umfasst verschiedene Rhabarber-Arten, während das Artepitheton alexandrae vermutlich auf eine Person namens Alexandra zurückgeht, möglicherweise eine botanische Sammlerin oder Gönnerin. Im Gegensatz zum essbaren Garten-Rhabarber (Rheum rhabarbarum) ist der Königs Rhabarber jedoch nicht für den Verzehr geeignet – seine Blätter enthalten wie viele Rheum-Arten Oxalsäure und sind daher leicht giftig. Diese Eigenschaft schützt die Pflanze in der Natur vor Fraßfeinden. Die großen, dachziegelartig angeordneten Hochblätter, die als besonderes Ziermerkmal gelten, dienen in der Natur wahrscheinlich dem Schutz der Blüten und Samen vor Regen und starkem Sonnenlicht. In der Gartenkultur wird Rheum alexandrae seit dem 20. Jahrhundert verwendet, als Pflanzen aus Asien nach Europa gebracht wurden. Seine exotische Herkunft und die außergewöhnliche Erscheinung machten ihn schnell zu einer begehrten Rarität in botanischen Gärten und Sammlungen. Heute ist er auch in privaten Gärten immer häufiger zu finden, wo er als Symbol für majestätische Schönheit und strukturelle Klarheit geschätzt wird. Diese Staude beweist, dass Gartenpflanzen nicht nur durch bunte Blüten, sondern auch durch architektonische Qualitäten überzeugen können.
| Name Deutsch: | Königs Rhabarber. |
| Name Botanisch: | Rheum alexandrae. |
| Wuchs: | Staude, geneigt, breit ausladend, horstbildend, bis zu 100 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig, länglich. |
| Blüte: | Unscheinbare, gelblichgrüne Blütenstände, klein. |
| Blütezeit: | Juni - Juli. |
| Wurzeln: | Horstbildend. |
| Boden: | Feucht, normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig-halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 0,8 bis 1. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Königs Rhabarber (Rheum alexandrae) ist eine außergewöhnliche Staude, die mit ihrer majestätischen Erscheinung und markanten Struktur jeden Garten bereichert. Diese horstbildende Pflanze stammt ursprünglich aus den Hochlagen Chinas und Tibets und beeindruckt mit einer geneigten, breit ausladenden Wuchsform, die eine Höhe von bis zu 100 Zentimetern erreichen kann. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli. Sie besticht weniger durch die Blüten als vielmehr durch ihr spektakuläres Blattwerk und die besonderen Hochblätter. Als anspruchslose und winterharte Staude eignet sie sich hervorragend für sonnige bis halbschattige Lagen mit ausreichend feuchtem Boden. Portrait des Königs RhabarbersDer Königs Rhabarber, botanisch korrekt als Rheum alexandrae bezeichnet, gehört zu den markantesten Blattschmuckstauden in der Gartengestaltung. Seine imposante Präsenz verdankt er nicht nur der stattlichen.... |
Pflanz- und Pflegetipps Rheum alexandrae / Königs Rhabarber
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
Sie suchen eine Alternative?
In folgenden Kategorien finden Sie schöne Alternativen zum hier gezeigten Artikel Rheum alexandrae / Königs Rhabarber:
