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Scheinschaumkraut

Pachyphragma macrophylla

Pachyphragma macrophylla (Scheinschaumkraut) mit weißen Blütenständen und großen, grünen Blättern im Gartenbeet
Pachyphragma macrophylla (Scheinschaumkraut) mit zahlreichen weißen, vierzähligen Blüten an grünen Stielen in Nahaufnahme
Immergrün
Weiß
Halbschattig
März - April
20 - 30 cm
ab 6,75 €
   
Wuchs: Kissenartig, horstbildend, 20 bis 30 cm hoch
Wuchshöhe: 20 - 30 cm
Blatt: Immergrün, grün, herzförmig
Frucht: Kapselfrucht
Blüte: Einfach, weiß, kreuzförmig , traubenartiger Blütenstand
Blütezeit: März - April
Boden: Normal durchlässig, neutral
Standort: Halbschattig
Winterhart: Z6 (-23,4 bis -17,8 °C)
Pflanzen pro m²: 6 bis 9
Wuchs: Kissenartig, horstbildend, 20 bis 30 cm hoch
Wuchshöhe: 20 - 30 cm
Blatt: Immergrün, grün, herzförmig
Frucht: Kapselfrucht
Blüte: Einfach, weiß, kreuzförmig , traubenartiger Blütenstand
Blütezeit: März - April
Boden: Normal durchlässig, neutral
Standort: Halbschattig
Winterhart: Z6 (-23,4 bis -17,8 °C)
Pflanzen pro m²: 6 bis 9

Portrait des Scheinschaumkrauts (Pachyphragma macrophylla)

Das Scheinschaumkraut, botanisch Pachyphragma macrophylla, ist eine noch wenig bekannte, aber äußerst wertvolle Staude aus den Bergwäldern der Nordosttürkei und des Kleinen Kaukasus. Mit seinem kissenartigen, horstbildenden Wuchs erreicht es eine Höhe von 20 bis 30 Zentimetern und eignet sich hervorragend als immergrüner Bodendecker für halbschattige bis schattige Standorte. Die Pflanze überzeugt durch ihre frühe Blüte im März und April sowie durch ihr ganzjährig attraktives Laub. Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte über Wuchs, Herkunft und botanische Einordnung dieser robusten Schattenstaude.

Wuchs und Erscheinungsbild von Pachyphragma macrophylla

Das Großblättrige Scheinschaumkraut wächst polsterartig und bildet dichte Horste, die im Laufe der Jahre immer breiter werden. Die herzförmigen, immergrünen Blätter sind von einem satten Grün und bleiben auch im Winter erhalten, was die Staude zu einem wertvollen Strukturgeber in kahlen Gärten macht. Die Blätter entspringen einer basalen Rosette und werden etwa fingerlang. Die Pflanze breitet sich über unterirdische Ausläufer langsam, aber beständig aus, sodass sie nach einigen Jahren größere Flächen bedecken kann. Dabei bleibt sie jedoch stets kompakt und wuchert nicht unkontrolliert. Die Wuchsform ist besonders vorteilhaft zur Unterdrückung von Unkraut, da die dichten Horste kaum Licht an die Bodenoberfläche gelangen lassen. Zudem ist die Pflanze polsterförmig wachsend und dabei robust, was sie zu einer pflegeleichten Wahl für schwierige Standorte macht.

Herkunft und natürlicher Lebensraum

Die Heimat von Pachyphragma macrophylla liegt in den Bergwäldern der Nordosttürkei und des Kleinen Kaukasus. Dort wächst sie in schattigen, humusreichen Lagen unter lichten Gehölzen, meist auf frischen, gut durchlässigen Böden. Diese Herkunft prägt ihre Ansprüche an den Gartenstandort: Sie bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze mit gleichmäßiger Feuchtigkeit, kommt aber auch mit zeitweiser Trockenheit zurecht. In den Ursprungsregionen ist die Art an kühle, quellige Standorte angepasst, was ihre Vorliebe für frische Böden erklärt. Die Art stammt aus den Bergwäldern der Nordosttürkei und des Kleinen Kaukasus. Diese geografische Herkunft macht sie in Mitteleuropa gut winterhart, da sie an kontinentale Klimabedingungen angepasst ist. Dennoch sollte man ihr im Garten einen geschützten, nicht zu windexponierten Standort bieten, um Blattschäden durch Frosttrockenheit zu vermeiden.

Botanische Einordnung und Synonyme

Pachyphragma macrophylla gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist damit mit Kohl, Raps und der Gartenkresse verwandt. Diese Verwandtschaft erkennt man an den vierzähligen, kreuzförmigen Blüten, die typisch für diese Familie sind. Der Gattungsname Pachyphragma leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet "dickwandig" – ein Hinweis auf die kapselartigen Früchte. Das Art-Epitheton macrophylla bedeutet "großblättrig" und beschreibt das auffällige Laub. Ein häufig genanntes Synonym ist Thlaspi macrophyllum, unter dem die Pflanze früher geführt wurde. Auf der Gaissmayer-Produktseite wird Pachyphragma macrophylla mit dem Synonym Thlaspi macrophyllum geführt. Im Handel ist die Staude daher auch unter diesem Namen zu finden, was bei der Suche berücksichtigt werden sollte. Trotz ihrer Zugehörigkeit zu den Kreuzblütlern sind die Samen in Mitteleuropa wegen der oft trockenen Frühjahrswitterung nur selten ausreifend, während in kühleren und feuchteren Regionen Nordeuropas ein reichlicher Samenansatz beobachtet wird.

Standort und Boden

Für ein optimales Gedeihen von Pachyphragma macrophylla ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Die Staude bevorzugt halbschattige bis schattige Lagen, die an ihre natürlichen Wuchsorte erinnern. Der Boden sollte durchlässig, humos und neutral sein. Im Folgenden gehen wir auf die Lichtverhältnisse und die Bodenbeschaffenheit ein, die für ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte erforderlich sind.

Lichtansprüche von Pachyphragma macrophylla

Das Scheinschaumkraut ist eine ausgesprochene Schattenpflanze und gedeiht am besten an Plätzen mit wenig direktem Sonnenlicht. Es wird als wertvolle Schattenstaude beschrieben, die auch tiefschattige Plätze zwischen alten Gehölzbeständen zuverlässig aufhellen und begrünen kann. Direkte Mittagssonne, besonders in den Sommermonaten, kann zu Blattverbrennungen führen, da die Blätter dann zu stark austrocknen. Ein Standort unter lichten Laubbäumen oder an der Nordseite von Gebäuden ist ideal. Auch in dichtem Schatten unter Nadelbäumen, wo andere Pflanzen oft kämpfen, zeigt Pachyphragma noch überraschend gutes Wachstum, solange der Boden nicht zu trocken ist. Die Staude toleriert einen gewissen Grad an Trockenheit, aber bei anhaltender Trockenheit und zusätzlicher Sonneneinstrahlung leidet die Blattqualität. Daher sollte der Standort so gewählt werden, dass die Pflanze während der heißen Tageszeit im Schatten liegt.

Bodenbeschaffenheit und Drainage

Pachyphragma macrophylla stellt moderate Ansprüche an den Boden, gedeiht aber am besten auf humosen, gut durchlässigen Substraten mit einem neutralen pH-Wert. Schwere, verdichtete Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand oder Kies verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden. Die Pflanze liebt gleichmäßige Feuchtigkeit, aber ihre Wurzeln vertragen keine lange Nässe. Idealerweise bereichert man den Boden mit reifem Kompost oder Laubhumus, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen und gleichzeitig die Drainage zu verbessern. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenkompost hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut. Die Pflanze ist an nährstoffreiche Böden in ihren Herkunftsgebieten gewohnt, daher freut sie sich über eine jährliche Gabe organischen Düngers im Frühjahr. Auf kalkhaltigen Böden zeigt sie sich unproblematisch, solange die Drainage stimmt.

Blüte und Blattwerk von Pachyphragma macrophylla

Die Kombination aus frühen, zarten Blüten und ganzjährig schönem Laub macht diese Staude zu einem Highlight im Frühlingsgarten. Die weißen, kreuzförmigen Blüten erscheinen in Trauben ab März und setzen reizvolle Akzente. Gleichzeitig beeindruckt das immergrüne, herzförmige Blattwerk das ganze Jahr über.

Blütenstand und Blütezeit

Die Blüten von Pachyphragma macrophylla erscheinen von März bis April, noch bevor viele andere Stauden erwachen. Sie sind einfach, aber elegant: vier weiße Kronblätter bilden eine typische Kreuzform, die für die Familie der Brassicaceae charakteristisch ist. Die Blüten stehen in lockeren, traubigen Blütenständen, die über dem Laub schweben und eine Höhe von etwa 20 bis 30 Zentimetern erreichen. Jede Einzelblüte ist etwa einen Zentimeter groß und verströmt einen dezenten, süßlichen Duft, der Bienen und andere Frühblüher anlockt. Die Blütezeit erstreckt sich über mehrere Wochen, bei kühler Witterung auch länger. Die Pflanze blüht früh und lange, was sie zu einer der ersten Nahrungsquellen für Bestäuber im Jahr macht. Nach der Blüte bilden sich unauffällige Kapselfrüchte, die allerdings in unseren Breiten, wie beschrieben, selten Samen ausreifen. Die Blüten können auch als Schnittblumen verwendet werden, da sie schnittgeeignet sind und in kleinen Sträußchen eine schlichte Eleganz ausstrahlen.

Immergrünes, herzförmiges Blattwerk

Das Laub von Pachyphragma macrophylla ist ein Hauptgrund für seine Beliebtheit als Bodendecker. Die Blätter sind herzförmig, etwa 5 bis 10 Zentimeter lang und von einem satten Grün, leicht glänzenden Erscheinungsbild. Sie sind ganzrandig und weisen eine dekorative Blattadern-Struktur auf. In milden Wintern bleibt das herzförmige Laub grün, und selbst trockene Perioden werden erstaunlich gut toleriert. Diese Eigenschaft macht die Staude wertvoll für immergrüne Pflanzungen, da sie auch im Winter Farbe in den Garten bringt. Bei starkem Frost können die Blätter leicht welken, treiben aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Die Blattstruktur ist dicht, sodass die Horste eine dichte Decke bilden und Unkräutern kaum Platz lassen. Im Frühling, wenn die frischen, hellgrünen Blätter erscheinen, bietet sich ein schöner Kontrast zu den dunkleren, winterlichen Blättern.

Verwendung im Garten

Pachyphragma macrophylla ist eine vielseitige Staude, die in schattigen Bereichen zahlreiche Aufgaben erfüllen kann. Sie eignet sich als Bodendecker, zur Unterpflanzung von Gehölzen und kann sogar als Schnittblume verwendet werden. Ihre Robustheit und ihr attraktives Erscheinungsbild machen sie zu einer empfehlenswerten Pflanze für naturnahe und pflegeleichte Gärten.

Bodendecker für Schattenbeete

In schattigen Beeten, in denen Rasengräser oft kämpfen, ist das Scheinschaumkraut ein idealer Bodendecker. Es bildet dichte, immergrüne Teppiche, die den Boden bedecken und Unkrautwuchs unterdrücken. Stauden Stade beschreibt Pachyphragma macrophylla als Bodendecker für Schattenbeete, der auf frischem, humosem Boden dichte Horste bildet und Flächen dauerhaft begrünt. Die Pflanze eignet sich besonders für Flächen unter Bäumen und Sträuchern, wo andere Bodendecker wegen Trockenheit oder Schatten versagen. Mit einer Pflanzdichte von 6 bis 9 Pflanzen pro Quadratmeter ist eine flächendeckende Begrünung innerhalb weniger Jahre möglich. Die Staude ist langlebig und benötigt kaum Pflege, abgesehen von gelegentlichem Entfernen von Laub im Herbst. Ihr gleichmäßiger, polsterartiger Wuchs sorgt für ein harmonisches Gesamtbild. Besonders eindrucksvoll wirkt sie in Kombination mit Frühblühern, die ihre weißen Blüten aufgreifen.

Unterpflanzung von Gehölzen

Ein klassischer Verwendungszweck von Pachyphragma macrophylla ist die Unterpflanzung von Gehölzen. Sie gedeiht selbst im tiefen Schatten von Bäumen und füllt die oft kahlen Flächen unter den Kronen mit Leben. Die Pflanze kann auch tiefschattige Plätze zwischen alten Gehölzbeständen zuverlässig aufhellen und begrünen. Diese Eigenschaft macht sie zu einer wertvollen Bereicherung für naturnahe Gärten, wo sie sich harmonisch in das bestehende Ökosystem einfügt. Durch ihr flaches Wurzelsystem konkurriert sie kaum mit den Gehölzen um Wasser und Nährstoffe. Stattdessen trägt sie zur Bodenverbesserung bei, indem sie mit ihrem dichten Laub die Bodenoberfläche bedeckt und die Verdunstung reduziert. So bleibt der Boden länger feucht, was sowohl den Gehölzen als auch dem Bodendecker zugutekommt. Ein weiterer Vorteil ist die ganzjährige Grünwirkung, die auch im Winter für einen lebendigen Garten sorgt.

Schnittblume und Trockenstrauß

Weniger bekannt ist, dass Pachyphragma macrophylla sich auch als Schnittblume eignet. Die zarten, weißen Blütenstände halten sich in der Vase mehrere Tage und bringen einen Hauch von Frühling ins Haus. Sie lassen sich gut mit anderen Frühblühern wie Narzissen oder Tulpen kombinieren, wobei die schlichte Eleganz des Scheinschaumkrauts die leuchtenden Farben der anderen Blumen unterstreicht. Auch für Trockensträuße ist die Pflanze geeignet, da die Blütenstände beim Trocknen ihre Form gut behalten. Schneiden Sie die Stiele am besten, wenn die unteren Blüten gerade aufgeblüht sind, und stellen Sie sie nach dem Schnitt sofort in Wasser. Wechseln Sie das Wasser regelmäßig, um die Haltbarkeit zu verlängern. Für Trockensträuße hängen Sie die Stiele kopfüber an einem luftigen Ort auf, bis sie vollständig getrocknet sind. So können Sie die Schönheit dieser Staude auch nach der Blütezeit im Haus genießen.

Pflanzpartner für das Scheinschaumkraut

Bei der Kombination mit anderen Stauden entwickeln die weißen Blüten und das herzförmige Laub des Scheinschaumkrauts besondere Wirkung. Als Pflanzpartner für Pachyphragma macrophylla werden Aruncus sinensis 'Zweiweltenkind' (China-Wald-Geißbart), Dicentra spectabilis 'Alba' (Tränendes Herz), Epimedium grandiflorum 'Lilafee' (Elfenblume), Polygonatum biflorum (Großes Salomonssiegel) und Primula vulgaris ssp. sibthorpii (Karnevals-Primel) genannt. Diese Partner passen hervorragend zu den Standortansprüchen des Scheinschaumkrauts und schaffen vielfältige Bilder.

Harmonische Kombinationen mit Pachyphragma macrophylla

Der China-Wald-Geißbart (Aruncus sinensis 'Zweiweltenkind') bringt mit seinen federartigen, cremeweißen Blütenrispen eine luftige Struktur in das Beet und harmoniert farblich mit dem Scheinschaumkraut. Das Tränende Herz (Dicentra spectabilis 'Alba') öffnet seine weißen, herzförmigen Blüten ebenfalls im Frühjahr und setzt einen romantischen Akzent. Die Kombination der beiden weißblühenden Pflanzen wirkt sehr ästhetisch und ruhig. Die Elfenblume (Epimedium grandiflorum 'Lilafee') bringt mit ihren zarten, violetten Blüten einen Farbkontrast, der die weißen Blüten des Scheinschaumkrauts hervorhebt. Zudem haben Epimedien ähnliche Ansprüche an Licht und Boden. Das Große Salomonssiegel (Polygonatum biflorum) ist ein eleganter Partner, der mit seinen weißen, glockenförmigen Blüten zur selben Zeit blüht und höher aufragt, sodass eine schöne Etagenwirkung entsteht. Die niedrige Karnevals-Primel (Primula vulgaris ssp. sibthorpii) blüht in leuchtenden Farben von Gelb bis Orange und sorgt für einen heiteren Frühlingsffekt. Alle genannten Partner bevorzugen halbschattige bis schattige, frische Böden und ergänzen sich daher gut.

Farbkontraste und Strukturen

Neben den genannten Partnern lassen sich mit Pachyphragma macrophylla auch Farne wie der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) kombinieren, dessen gefiederte Wedel einen interessanten Kontrast zu den herzförmigen Blättern bieten. Blaue Frühblüher wie das Leberblümchen (Hepatica nobilis) oder die Kriechende Günsel (Ajuga reptans) können mit ihren blauen bis violetten Tönen einen reizvollen Farbfleck setzen. Auch Hosta-Sorten (Funkien) mit ihren dekorativen Blättern sind ideale Begleiter, da sie ähnliche Standortansprüche haben und im Sommer das Blattspiel dominieren. Kombinationen mit kleinblütigen Waldstauden wie dem Waldmeister (Galium odoratum) oder der Goldrute (Solidago) sollten vermieden werden, da diese zur Selbstaussaat neigen und das Bodendecker-Wachstum beeinträchtigen können. Wichtig ist, dass die Partner nicht zu stark wuchern, um die zarten Horste des Scheinschaumkrauts nicht zu überwachsen.

Pflege und Überwinterung

Pachyphragma macrophylla ist eine pflegeleichte Staude, die mit wenigen Maßnahmen auskommt. Regelmäßiges Gießen in Trockenperioden, eine jährliche Düngung und gelegentliche Teilung erhalten die Vitalität. Zur Überwinterung ist in den meisten Lagen kein besonderer Schutz nötig, in rauen Gegenden kann eine Laubabdeckung sinnvoll sein.

Pflegemaßnahmen im Jahresverlauf

Im Frühjahr, vor dem Neuaustrieb, sollte man abgestorbene Pflanzenteile entfernen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Eine Gabe von organischem Volldünger oder Kompost dient als Startdüngung und fördert das Wachstum. In Trockenperioden ist auf eine ausreichende Bewässerung zu achten, besonders die Blätter dürfen nicht welken, da dies die Photosyntheseleistung beeinträchtigt. Eine Mulchschicht im Frühjahr hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt gleichzeitig Unkraut. Nach der Blüte können die Blütenstände abgeschnitten werden, um ein ordentliches Erscheinungsbild zu bewahren und eine unerwünschte Selbstaussaat zu vermeiden. Ein Rückschnitt der Blätter ist nicht erforderlich, da sie immergrün sind. Lediglich stark beschädigte oder vergilbte Blätter sollten bodennah entfernt werden. Im Herbst kann man fallendes Laub von den Pflanzen entfernen, um die Lichtdurchlässigkeit zu erhalten. Eine kompakte Wuchsform bleibt so erhalten.

Vermehrung durch Teilung

Die einfachste Methode zur Vermehrung von Pachyphragma macrophylla ist die Teilung der Horste im Frühjahr oder Herbst. Dazu gräbt man einen gut entwickelten Horst aus und teilt ihn mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke, die jeweils über mindestens zwei bis drei Triebe und ein gut durchwurzeltes Stück Rhizom verfügen. Die Teilstücke werden anschließend an einem neuen Standort in humosen Boden gepflanzt und gut angegossen. Diese Maßnahme verjüngt die Pflanze und hält sie vital. Eine Aussaat ist aufgrund des seltenen Samenansatzes in Mitteleuropa nur bedingt möglich. Gaissmayer weist darauf hin, dass die Samen in unseren Breiten wegen zunehmend trocken-heißer Frühjahrswitterung selten ausreifen, während in kühleren und wasserreicheren Frühjahren nördlicherer Länder ein reichlicher Samenansatz beobachtet wird. Falls Samen gewonnen werden, sollten sie im Herbst ausgesät werden; die Keimung erfolgt dann im folgenden Frühling.

Winterschutz für Pachyphragma macrophylla

Das Scheinschaumkraut ist in Mitteleuropa ausreichend winterhart. Gaissmayer ordnet Pachyphragma macrophylla der Winterhärtezone Z6 zu, entsprechend etwa -23,4 °C bis -17,8 °C. Stauden Stade nennt für Pachyphragma macrophylla ebenfalls die Klimazone Z6 und empfiehlt in rauen Gegenden bei Kahlfrost einen leichten Winterschutz. In extremen Lagen kann eine Abdeckung mit Laub oder Reisig den Wurzelbereich zusätzlich schützen. Wichtig ist, dass der Boden im Winter nicht staunass ist, da die Wurzeln sonst faulen können. Die immergrünen Blätter sind an frostigen, sonnigen Tagen durch Frosttrocknis gefährdet; eine geschützte Lage unter Gehölzen mindert dieses Risiko. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, treibt die Pflanze zuverlässig aus den Wurzeln oder den basalen Blattknospen wieder aus. Ein leichter Rückschnitt erfrorener Blattspitzen im März fördert einen gesunden Neuaustrieb.

Wissenswertes über Pachyphragma macrophylla

Obwohl die Staude im Gartenbau noch relativ unbekannt ist, hat sie eine Reihe von Besonderheiten, die sie zu einer Bereicherung für jeden Schattengarten machen. Von ihrer Herkunft bis zu ihrer bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit gibt es Interessantes zu berichten.

Besonderheiten und Gartenwert

Als Besonderheit wird hervorgehoben, dass das Großblättrige Scheinschaumkraut zu den wenigen immergrünen Stauden für den tiefen Schatten gehört und selbst unter schwierigen Bedingungen zuverlässig gedeiht.

Name Deutsch: Scheinschaumkraut.
Name Botanisch: Pachyphragma macrophylla.
Wuchs: Kissenartig, horstbildend, 20 bis 30 cm hoch.
Wuchshöhe: 20 - 30 cm.
Blatt: Immergrün, grün, herzförmig.
Frucht: Kapselfrucht.
Blüte: Einfach, weiß, kreuzförmig , traubenartiger Blütenstand.
Blütezeit: März - April.
Boden: Normal durchlässig, neutral.
Standort: Halbschattig.
Winterhart: Z6 (-23,4 bis -17,8 °C).
Pflanzen pro m²: 6 bis 9.
Detaillierte Beschreibung:

Portrait des Scheinschaumkrauts (Pachyphragma macrophylla)

Das Scheinschaumkraut, botanisch Pachyphragma macrophylla, ist eine noch wenig bekannte, aber äußerst wertvolle Staude aus den Bergwäldern der Nordosttürkei und des Kleinen Kaukasus. Mit seinem kissenartigen, horstbildenden Wuchs erreicht es eine Höhe von 20 bis 30 Zentimetern und eignet sich hervorragend als immergrüner Bodendecker für halbschattige bis schattige Standorte. Die Pflanze überzeugt durch ihre frühe Blüte im März und April sowie durch ihr ganzjährig attraktives Laub. Im Folgenden erfahren Sie alles Wissenswerte über Wuchs, Herkunft und botanische Einordnung dieser robusten....

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
20 - 30 cm

Belaubung
Immergrün

Blüte
Weiß

Blütezeit
März - April

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02.12.2025

Robuste, schattenverträgliche Qualität

Nach dem Einpflanzen ist sie sofort gut angewachsen und zeigt bereits neuen Austrieb. Besonders im Frühjahr mit den weißen Blüten ein echtes Highlight für schattige Gartenbereiche. Eine robuste, zuverlässige Staude, die qualitativ voll überzeugt.

10.11.2025

Wundervolle Bodenbedeckung

Die Pachyphragma macrophylla überzeugt durch glänzendes Laub und eine dichte, kriechende Wuchsform; im Schattenbeet ein Traum.

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Pflanz- und Pflegetipps Pachyphragma macrophylla / Scheinschaumkraut

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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