| Wuchs: | Blütenstaude, ausladend, aufrechte Stängel, horstbildend, bis 160 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m |
| Blatt: | Sommergrün, kastanienartig, Blattrand gesägt, matt, derb, dunkel-grün |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Grünweiß, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend |
| Blütezeit: | Juni bis Juli |
| Wurzeln: | Feinwurzelig |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige und humusreiche Böden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: |
Das Rodgersia aesculifolia (Kastanienblättriges Schaublatt) überzeugt mit großem Blattschmuck, das an eine Rosskastanie erinnert. Neben den großen Blättern sind die weiß-grünlichen...
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| Wuchs: | Blütenstaude, ausladend, aufrechte Stängel, horstbildend, bis 160 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m |
| Blatt: | Sommergrün, kastanienartig, Blattrand gesägt, matt, derb, dunkel-grün |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Grünweiß, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend |
| Blütezeit: | Juni bis Juli |
| Wurzeln: | Feinwurzelig |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige und humusreiche Böden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: | Das Rodgersia aesculifolia (Kastanienblättriges Schaublatt) überzeugt mit großem Blattschmuck, das an eine Rosskastanie erinnert. Neben den großen Blättern sind die weiß-grünlichen Blütenrispen ein toller Blickfang. Im Winter zieht sich die Pflanze ein; nur der unterirdische Teil überwintert. Achten Sie hier trotzdem auf einen leichten Winterschutz. Aufgrund des ausladenden Wuchses eignet sich die Staude als Solitärpflanze am Gehölzrand oder an Teichanlagen. Mit der Riesen-Segge z. B. bildet das Schaublatt als Nachbarpflanze außergewöhnliche Akzente. Bei einer Gruppenbepflanzung sind ein bis drei Pflanzen / m² empfehlenswert. Die Blütenstaude ist sehr langlebig und möchte ihren Standort auf frischen Boden im Halbschatten genießen. Schneiden Sie die Stängel zurück, sobald die Pflanze sich im Herbst zurückzieht. |
- Portrait des Kastanienblättrigen Schaublatts
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk von Rodgersia aesculifolia
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für das Kastanienblättrige Schaublatt
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes zu Rodgersia aesculifolia
Das Kastanienblättrige Schaublatt (botanisch: Rodgersia aesculifolia) ist eine beeindruckende Blattschmuckstaude, die mit ihren großen, an Rosskastanien erinnernden Blättern und den zarten Blütenrispen jeden Garten bereichert. Sie stammt aus den feuchten Bergwäldern Chinas und bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem Boden. Im folgenden Porträt erfahren Sie alles über Herkunft, Wuchs, Ansprüche und Verwendungsmöglichkeiten dieser edlen Staude.
Portrait des Kastanienblättrigen Schaublatts
Bevor wir tiefer in die Besonderheiten von Rodgersia aesculifolia eintauchen, geben wir einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften dieser langlebigen Staude. Ihre imposante Erscheinung und ihre vergleichsweise anspruchslose Kultur machen sie zu einem wertvollen Gestaltungselement für naturnahe Gärten.
Herkunft und Verbreitung von Rodgersia aesculifolia
Rodgersia aesculifolia stammt ursprünglich aus China, wo sie in feuchten Wäldern und an Flussrändern bis in Höhenlagen von über 3000 Metern vorkommt. Die Art gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) und ist eine von mehreren Rodgersia-Arten, die alle aus Ostasien stammen. In ihrer Heimat wächst sie in humusreichen, stets feuchten Böden im lichten Schatten großer Bäume. Diese natürlichen Bedingungen haben sie zu einer äußerst robusten und anpassungsfähigen Gartenpflanze geformt. Sie gilt als wüchsige Wildart, die sich auch für gebirgige Standorte eignet. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert nach Europa eingeführt und hat sich seither als farbenprächtige Blattschmuckstaude einen festen Platz in unseren Gärten erobert. Ihre Fähigkeit, in kühlen Lagen und unter schattigen Gehölzen zu gedeihen, macht sie zu einer unverzichtbaren Bereicherung für anspruchsvolle Gartenbesitzer.
Wuchsform und Größe
Das Kastanienblättrige Schaublatt wächst horstbildend und ausladend. Aus einem dichten Wurzelstock, der kurze Rhizome bildet, entwickeln sich aufrechte, robuste Stängel, die bis zu 160 Zentimeter hoch werden können. Die Pflanze erreicht damit eine recht ansehnliche Größe, die sie deutlich von niedrigeren Begleitstauden abhebt. Die Blätter sind sommergrün, sehr groß und handförmig geteilt – sie ähneln tatsächlich den Blättern der Rosskastanie. Jedes Blatt besteht aus fünf bis sieben Fiederblättchen, die einen gesägten Rand aufweisen. Die Oberfläche ist matt und derb, die Farbe ein sattes Dunkelgrün. Besonders im Austrieb zeigen die Blätter eine bronzefarbene Tönung, die später ins kräftige Grün übergeht. Die Blütenstiele sind ebenfalls kräftig und enden in großen, lockeren Rispen. Im Winter zieht sich die Pflanze vollständig in den Boden zurück, lediglich der unterirdische Teil überdauert die kalte Jahreszeit. Mit zunehmendem Alter wird die Staude immer dichter und prächtiger, sodass sie mit den Jahren immer mehr Fläche bedeckt und an Ausstrahlung gewinnt.
Standort und Boden
Damit sich das Kastanienblättrige Schaublatt optimal entwickeln kann, sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend. Vor allem die Lichtverhältnisse und die Bodenfeuchte spielen eine große Rolle. Die folgenden Abschnitte erläutern, worauf Sie bei der Standortwahl achten sollten.
Optimale Standortbedingungen für Rodgersia aesculifolia
Rodgersia aesculifolia bevorzugt einen halbschattigen Standort. An vollsonnigen Plätzen leidet die Pflanze oft unter Blattverbrennungen, besonders wenn die Bodenfeuchtigkeit nicht konstant gehalten werden kann. An vollschattigen Plätzen hingegen fällt die Blüte meist spärlich aus und die Blätter verlieren an Leuchtkraft. Ideal ist ein Platz im lichten Schatten von Bäumen oder großen Sträuchern, wo die Staude einige Stunden Sonne am Morgen oder Abend erhält. Der Standort sollte windgeschützt sein, da die großen Blätter und hohen Blütenstiele bei starkem Wind knicken können. In Trockenperioden ist eine zusätzliche Bewässerung unerlässlich, da die Pflanze keine längeren Trockenphasen verträgt. Als Standort wird häufig der Gehölzrand genannt, wo die Bedingungen mit halbschattiger Lage und frischem Boden ideal sind. Auch an Teichrändern oder in feuchten Senken fühlt sich die Staude besonders wohl. Die Winterhärte ist mit Zone Z5 hervorragend: Rodgersia aesculifolia hält Temperaturen von -28,8 °C bis -23,4 °C problemlos aus und kann daher in den meisten mitteleuropäischen Gärten ohne Winterschutz ausgepflanzt werden.
Bodenansprüche und Substrat
Der Boden sollte frisch bis feucht, gut durchlässig und humusreich sein. Schwere, lehmige Böden werden von der Pflanze gut vertragen, solange sie nicht zu Staunässe neigen. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen, daher ist eine gute Drainage wichtig. Auf sandigen, trockenen Böden ist das Kastanienblättrige Schaublatt hingegen nicht zu empfehlen, da es dort ständig unter Trockenstress leidet und kümmert. Ein idealer pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich. Um die Bodenstruktur zu verbessern, kann man vor der Pflanzung reifen Kompost oder gut verrotteten Mist einarbeiten. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und die Humusbildung zu fördern. Achten Sie darauf, dass das Substrat nicht zu sehr austrocknet – vor allem in heißen Sommern ist regelmäßiges Gießen notwendig. Einmal etabliert, ist die Pflanze jedoch erstaunlich widerstandsfähig und kann auch kürzere Trockenperioden überstehen, wenn der Boden ansonsten optimal ist.
Blüte und Blattwerk von Rodgersia aesculifolia
Der besondere Reiz des Kastanienblättrigen Schaublatts liegt in der Kombination aus prächtigem Blattwerk und filigranen Blütenständen. Beide Elemente tragen über viele Monate zur Zierde des Gartens bei.
Die kastanienartigen Blätter des Schaublatts
Die Blätter von Rodgersia aesculifolia sind das prägende Merkmal dieser Staude. Sie sind handförmig geteilt, meist in fünf bis sieben Fiedern, und besitzen einen deutlich gesägten Rand. Mit einer Größe von bis zu 40 Zentimetern im Durchmesser gehören sie zu den größten Blättern unter den Stauden. Die Blattfarbe ist ein sattes, mattes Dunkelgrün, das im Austrieb mit einem bronzefarbenen Schimmer veredelt ist. Der Blattstiel ist lang und kräftig, sodass die Blätter weit über dem Boden schweben. Die Oberfläche ist derb und leicht runzlig, was ihnen eine robuste Textur verleiht. Im Laufe des Sommers vergrößern sich die Blätter kontinuierlich und bilden dichte Horste, die Unkraut zuverlässig unterdrücken. Im Herbst verfärben sich die Blätter nicht spektakulär, sondern bleiben grün, bis sie mit dem ersten Frost zusammenfallen. Die Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Rosskastanie ist so verblüffend, dass sie der Pflanze ihren deutschen Namen eingebracht hat. Diese Ähnlichkeit macht das Schaublatt auch für Laien unverwechselbar und sorgt für einen exotischen Touch im Garten.
Die rispenförmigen Blütenstände
Von Juni bis Juli erscheinen die Blüten des Kastanienblättrigen Schaublatts. Sie sind in großen, lockeren Rispen angeordnet, die bis zu 50 Zentimeter lang werden können. Die Einzelblüten sind klein, grünlich-weiß und sitzen zu vielen an feinen Stielen – das Gesamtbild erinnert an eine luftige Wolke. Jede Rispe trägt unzählige Blütenköpfchen, die einen zarten, süßlichen Duft verströmen und Bienen sowie andere Insekten anlocken. Die Blütenfarbe changiert zwischen Grünweiß und Cremeweiß, was sie besonders edel wirken lässt. Die Blütenstände überragen das Blattwerk deutlich und setzen so elegante Akzente. Nach der Blüte entwickeln sich unscheinbare Kapselfrüchte, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Die Samenstände bleiben jedoch oft noch bis weit in den Winter an der Pflanze und sind dann dekorativ, besonders wenn Reif oder Schnee auf ihnen liegt. Schneiden Sie die verblühten Stängel daher nicht zu früh ab, sondern lassen Sie sie als winterlichen Schmuck stehen. So verlängern Sie die attraktive Erscheinung der Pflanze bis in die kalte Jahreszeit.
Verwendung im Garten
Das Kastanienblättrige Schaublatt ist eine vielseitige Gartenpflanze, die aufgrund ihrer Größe und ihres Blattschmucks zahlreiche Einsatzmöglichkeiten bietet. Die folgenden Unterabschnitte zeigen die besten Verwendungsformen.
Als Solitär und Strukturbildner
Aufgrund seines imposanten Wuchses eignet sich Rodgersia aesculifolia hervorragend als Solitärstaude. An einem repräsentativen Platz im Beet oder am Gehölzrand entfaltet sie ihre volle Wirkung. Die großen Blätter und aufrechten Blütenstände ziehen alle Blicke auf sich und verleihen dem Garten eine tropisch anmutende Note. Als imposante, langlebige Schmuckstaude ist sie besonders als Strukturbildner im Gehölzbereich oder an Teichrändern einsetzbar. Setzen Sie die Pflanze einzeln oder in kleinen Gruppen von ein bis drei Pflanzen pro Quadratmeter, um eine natürliche und dennoch geordnete Wirkung zu erzielen. Die Staude kann auch als Blickfang am Ende einer Sichtachse oder in der Mitte einer Rabatte platziert werden. Ihre horizontale Ausbreitung wird durch die horstige Wuchsform begrenzt, sodass sie nicht übermäßig wuchert. Mit zunehmendem Alter wird die Pflanze immer dichter und bildet einen eindrucksvollen Blatthorst, der auch ohne Blüten eine starke Präsenz zeigt.
An Gehölzrändern und Teichanlagen
Der natürliche Lebensraum des Kastanienblättrigen Schaublatts sind feuchte Wälder und Bachufer – daher ist es ideal für die Bepflanzung von Gehölzrändern und Teichanlagen geeignet. Im lichten Schatten von Bäumen oder Sträuchern gedeiht die Staude prächtig und bildet zusammen mit Farnen, Hostas und anderen Schattenstauden ein harmonisches Gesamtbild. Am Teichrand kann sie direkt im Sumpfbereich oder etwas erhöht auf feuchtem Boden gepflanzt werden. Ihre großen Blätter spiegeln sich dann malerisch im Wasser, während die Blütenrispen über die Teichoberfläche ragen. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht zu tief im Wasser steht, da sie keine Überflutung verträgt. Die Kombination mit Seggen (Carex) oder Binsen (Juncus) unterstreicht das natürliche Erscheinungsbild. Die Art wird ausdrücklich als Blattschmuckstaude beschrieben, die mit ihrem üppigen Laub beeindruckt. Auch als Unterpflanzung von Großgehölzen macht sie eine gute Figur, da sie mit ihrer Blattfülle den Boden bedeckt und so eine pflegeleichte, schattige Ecke schafft.
Wirkung im Herbst und Winter von Rodgersia aesculifolia
Obwohl das Kastanienblättrige Schaublatt im Winter oberirdisch abstirbt, bietet es auch in der kalten Jahreszeit noch Reize. Die vertrockneten Blütenstände mit ihren Samenkapseln zieren den Garten oft bis in den Winter hinein, besonders wenn sie von Raureif überzogen sind. Auch die verbleibenden Blattstiele und Horste bleiben als Strukturelemente erhalten, solange sie nicht durch Schnee oder Wind umgeknickt werden. Die Samenstände werden bei Gaißmayer noch bis weit in den Winter als dekorativ hervorgehoben. Sie können die Staude also getrost stehen lassen und erst im zeitigen Frühjahr zurückschneiden, bevor der Neuaustrieb beginnt. Dies gibt dem Garten auch im Winter eine gewisse Tiefe und dient vielen Insekten als Rückzugsort. Zudem sorgen die vertrockneten Blätter und Stängel für eine natürliche Mulchschicht, die den Boden schützt. Wenn Sie die Pflanze im Herbst zurückschneiden, sollten Sie das Schnittgut kompostieren oder als Winterschutz auf das Beet ausbringen.
Pflanzpartner für das Kastanienblättrige Schaublatt
Durch die Kombination mit passenden Begleitpflanzen lässt sich der Gesamteindruck des Kastanienblättrigen Schaublatts noch verstärken. Die folgenden Partner harmonieren besonders gut mit Rodgersia aesculifolia.
Harmonische Kombinationen mit Gräsern
Eine herausragende Wahl als Pflanzpartner ist die Riesensegge (Carex pendula). Ihr überhängender, grasartiger Wuchs kontrastiert wunderbar mit den großen rundlichen Blättern des Schaublatts. Auch die Japanische Segge (Carex morrowii) oder das Reitgras (Calamagrostis acutiflora) eignen sich gut. Die Gräser setzen senkrechte Akzente und lockern das dichte Blattwerk der Rodgersia auf. Besonders im Herbst, wenn die Gräser ihre Ähren zeigen, entsteht ein lebendiges Spiel aus Formen und Farben. Achten Sie darauf, dass die Gräser ähnliche Standortansprüche haben – sie bevorzugen ebenfalls frische bis feuchte Böden im Halbschatten. Die Kombination kann am Teichrand, im Gehölzsaum oder in einer schattigen Rabatte verwendet werden. Eine Pflanzung mit zwei bis drei Gräsern pro Quadratmeter und einem Solitär der Rodgersia ergibt ein ausgewogenes Verhältnis.
Waldrand- und Schattenstauden-Gefährten
Neben Gräsern eignen sich verschiedene Schattenstauden als Begleiter. Besonders empfehlenswert sind Funkien (Hosta-Sorten) mit ihren vielfältigen Blattfarben und -formen, die farblich und strukturell mit dem Schaublatt korrespondieren. Auch Farne wie der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) oder der Frauenfarn (Athyrium filix-femina) fügen sich harmonisch ein. Der Schleier des Frauenfarns ergibt einen reizvollen Kontrast zu den kräftigen Blättern der Rodgersia. Weitere Optionen sind die Elfenblume (Epimedium), die als Bodendecker wirkt, oder die Prachtspiere (Astilbe) mit ihren fedrigen Blüten, die nach den Schaublattblüten noch Farbe bringt. Alle diese Stauden bevorzugen ähnliche Bedingungen (Halbschatten, frische Erde) und ergänzen sich so zu einem pflegeleichten, natürlichen Pflanzbild. Setzen Sie kleinere Stauden in den Vordergrund, um eine räumliche Staffelung zu erzeugen, während das Schaublatt als Hintergrund dient.
Pflege und Überwinterung
Das Kastanienblättrige Schaublatt gilt als pflegeleicht, dennoch gibt es einige Maßnahmen, die langfristig zu einer gesunden Entwicklung beitragen. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Pflege achten sollten.
Wässerung und Düngung
Während der Vegetationsperiode ist eine gleichmäßige Wasserversorgung entscheidend. Der Boden sollte nie völlig austrocknen, besonders in den Sommermonaten. Gießen Sie daher regelmäßig, am besten in den frühen Morgenstunden, und vermeiden Sie Staunässe. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit zu halten. Düngen können Sie im Frühjahr mit einer Portion reifem Kompost oder einem organischen Langzeitdünger für Stauden. Verzichten Sie auf stickstoffbetonte Dünger, da sie das Blattwachstum auf Kosten der Blüte fördern. Eine zweite Düngergabe nach der Blüte unterstützt die Bildung neuer Blätter und stärkt die Pflanze für den Winter.
Rückschnitt und Wintervorbereitung
Schneiden Sie die Stängel zurück, sobald sich die Pflanze im Herbst zurückzieht. Der beste Zeitpunkt ist nach dem ersten Frost, wenn die Blätter vollständig verwelkt sind. Kürzen Sie alle Stängel auf etwa zehn Zentimeter über dem Boden. Die abgestorbenen Pflanzenteile können Sie auf dem Beet belassen, wo sie als natürlicher Winterschutz wirken. Entfernen Sie jedoch altes Laub, das von Schädlingen befallen sein könnte, um Krankheiten vorzubeugen. Ein radikaler Rückschnitt im Frühjahr vor dem Neuaustrieb ist ebenfalls möglich, sollte aber erst erfolgen, wenn keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Durch den Rückschnitt bleibt die Ordnung im Beet erhalten und die Pflanze wird zu kräftigem Neuwuchs angeregt.
Winterschutz für Rodgersia aesculifolia
Obwohl Rodgersia aesculifolia winterhart ist, reagiert sie empfindlich auf ungeschützte Kahlfröste oder Wechselfröste. Die Art wird der Winterhärtezone Z5 zugeordnet, verträgt also Temperaturen bis etwa -28,8 °C. In den meisten Regionen Deutschlands ist daher kein spezieller Schutz nötig. In rauen Lagen oder bei sehr späten Frösten empfiehlt es sich, den Wurzelbereich mit einer Schicht aus Laub, Reisig oder Kompost abzudecken. Dieser einfache Winterschutz verhindert, dass der Boden zu tief durchfriert und die Wurzeln Schaden nehmen. Wichtig ist, dass die Abdeckung rechtzeitig im Frühjahr entfernt wird, damit die neuen Triebe ungehindert ans Licht kommen und nicht faulen. Nach der Etablierung wird die Staude zunehmend widerstandsfähiger und benötigt kaum noch zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Wissenswertes zu Rodgersia aesculifolia
Zum Abschluss werfen wir einen Blick auf die Besonderheiten und die Geschichte des Kastanienblättrigen Schaublatts, die diese Pflanze zu einem interessanten Gesprächsthema im Garten machen.
Namensherkunft und botanische Besonderheiten
Der deutsche Name Kastanienblättriges Schaublatt leitet sich von der auffälligen Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ab. Baumschule Horstmann erklärt, dass die Blätter vieler Rodgersia-Arten an Kastanienblätter erinnern; daher trägt Rodgersia aesculifolia den Namen Kastanienblättriges Schaublatt. Der botanische Artname aesculifolia bedeutet ebenfalls „mit Blättern wie Aesculus“. Die Gattung Rodgersia selbst wurde nach dem amerikanischen Admiral John Rodgers benannt, der die Pflanze während einer Expedition in China entdeckte. Rodgersia-Arten sind eng mit dem Steinbrech (Saxifraga) verwandt und teilen mit ihnen die Vorliebe für feuchte, kühle Standorte. Ein weiteres bemerkenswertes Detail: Die Pflanze neigt zur Selbstaussaat, wenn die Bedingungen passen. Die winzigen Samen keimen willig und bringen neue Exemplare hervor, die sich im Garten verteilen. Auf diese Weise können Sie mit der Zeit einen kleinen Bestand etablieren. Allerdings ist die Selbstaussaat nicht invasiv, sodass die Ausbreitung gut kontrollierbar bleibt. Das Kastanienblättrige Schaublatt ist somit nicht nur ein optischer Genuss, sondern auch ein Stück lebendige Pflanzengeschichte.
| Name Deutsch: | Kastanienblättriges Schaublatt. |
| Name Botanisch: | Rodgersia aesculifolia. |
| Wuchs: | Blütenstaude, ausladend, aufrechte Stängel, horstbildend, bis 160 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m. |
| Blatt: | Sommergrün, kastanienartig, Blattrand gesägt, matt, derb, dunkel-grün. |
| Frucht: | Klein, Kapselfrucht, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Grünweiß, rispenförmig, einfach, bis 10 cm groß, zierend. |
| Blütezeit: | Juni bis Juli. |
| Wurzeln: | Feinwurzelig. |
| Boden: | Frische und feuchte, gut durchlässige und humusreiche Böden. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 1. |
| Eigenschaften: | Das Rodgersia aesculifolia (Kastanienblättriges Schaublatt) überzeugt mit großem Blattschmuck, das an eine Rosskastanie erinnert. Neben den großen Blättern sind die weiß-grünlichen Blütenrispen ein toller Blickfang. Im Winter zieht sich die Pflanze ein; nur der unterirdische Teil überwintert. Achten Sie hier trotzdem auf einen leichten Winterschutz. Aufgrund des ausladenden Wuchses eignet sich die Staude als Solitärpflanze am Gehölzrand oder an Teichanlagen. Mit der Riesen-Segge z. B. bildet das Schaublatt als Nachbarpflanze außergewöhnliche Akzente. Bei einer Gruppenbepflanzung sind ein bis drei Pflanzen / m² empfehlenswert. Die Blütenstaude ist sehr langlebig und möchte ihren Standort auf frischen Boden im Halbschatten genießen. Schneiden Sie die Stängel zurück, sobald die Pflanze sich im Herbst zurückzieht.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Das Kastanienblättrige Schaublatt (botanisch: Rodgersia aesculifolia) ist eine beeindruckende Blattschmuckstaude, die mit ihren großen, an Rosskastanien erinnernden Blättern und den zarten Blütenrispen jeden Garten bereichert. Sie stammt aus den feuchten Bergwäldern Chinas und bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem Boden. Im folgenden Porträt erfahren Sie alles über Herkunft, Wuchs, Ansprüche und Verwendungsmöglichkeiten dieser edlen Staude. Portrait des Kastanienblättrigen SchaublattsBevor wir tiefer in die Besonderheiten von Rodgersia aesculifolia eintauchen, geben wir einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften dieser.... |
Pflanz- und Pflegetipps Rodgersia aesculifolia / Kastanienblättriges Schaublatt
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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