| Wuchs: | Horstbildender, aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Sommergrün, grün, gefiederte Form |
| Blüte: | Crèmeweiß, traubenartig angeordnet |
| Blütezeit: | Juli - August |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: |
Die Cimicifuga racemosa ((Actaea racemosa) / Traubensilberkerze) wirkt als Staude besonders im Bereich von großen Gärten und an halbschattigen Gehölzrändern als Solitärstaude. Ihre...
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| Wuchs: | Horstbildender, aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Sommergrün, grün, gefiederte Form |
| Blüte: | Crèmeweiß, traubenartig angeordnet |
| Blütezeit: | Juli - August |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: | Die Cimicifuga racemosa ((Actaea racemosa) / Traubensilberkerze) wirkt als Staude besonders im Bereich von großen Gärten und an halbschattigen Gehölzrändern als Solitärstaude. Ihre überhängenden, duftenden Blüten, die auf straff aufrechten Stängeln wachsen, wiegen sich im Sommerwind und bieten ein äußerst charmantes aber auch heiteres Bild. |
- Portrait der Traubensilberkerze
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Cimicifuga racemosa
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Traubensilberkerze
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes zur Traubensilberkerze
Portrait der Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze, botanisch als Cimicifuga racemosa (Actaea racemosa) bekannt, ist eine imposante Erscheinung in halbschattigen Gärten. Mit ihrem horstbildenden, aufrechten Wuchs erreicht sie stattliche Höhen von bis zu 200 Zentimetern und setzt damit beeindruckende Akzente. Ursprünglich stammt diese Staude aus Kanada und den USA, wo sie in lichten Wäldern und an Gehölzrändern gedeiht. Ihr deutscher Name leitet sich von den traubenartigen Blütenständen ab, die wie kleine Kerzen wirken. Die Pflanze ist nicht nur ein dekorativer Blickfang, sondern auch eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gartenkonzepte.
Herkunft und Nomenklatur von Cimicifuga racemosa
Die Heimat der Traubensilberkerze erstreckt sich über weite Teile Nordamerikas, von Ontario bis hinunter nach Georgia. Sie wächst bevorzugt in feuchten, humusreichen Wäldern sowie an deren Rändern, wo sie von der Durchlässigkeit des Bodens und der hohen Luftfeuchtigkeit profitiert. In der botanischen Systematik hat sich in den letzten Jahren eine Neuzuordnung ergeben: Seit 2022 werden die Silberkerzen zusammen mit den Christophskräutern in die Gattung Actaea gestellt, sodass Cimicifuga racemosa nun als Actaea racemosa geführt wird. Beide Namen sind jedoch im Gartenbau gebräuchlich und berechtigt. Die Gattung Actaea gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und umfasst etwa 30 Arten, die auf der Nordhalbkugel verbreitet sind. Der Name „Actaea“ leitet sich aus der griechischen Mythologie ab und bezieht sich auf Aktäon, den Jäger, der in einen Hirsch verwandelt wurde – ein Hinweis auf die historische Verwendung einiger Arten als Giftpflanze. Die Traubensilberkerze selbst wird als giftig eingestuft und sollte daher mit Vorsicht behandelt werden.
Wuchs und Erscheinungsbild
Die Traubensilberkerze entwickelt sich aus einem kräftigen Wurzelstock zu einer horstbildenden, aufrecht wachsenden Staude. Ihre Stängel sind straff und unverzweigt, sodass die Pflanze trotz ihrer Höhe stabil steht. Die sommergrünen, gefiederten Blätter sind tiefgrün und von einer ansprechenden Textur. Sie bilden einen dichten Blatthorst, der bis etwa zur Hälfte der Gesamthöhe reicht und eine solide Basis für die darüber aufragenden Blütenstände schafft. Im Laufe der Jahre kann die Staude breite Horste von bis zu 60 Zentimetern Durchmesser bilden, die den Boden effektiv bedecken. Am richtigen Standort ist die Traubensilberkerze eine langlebige Erscheinung; sie kann 10 bis 15 Jahre bestehen und dabei jedes Jahr prächtiger zur Geltung kommen. Der aufrechte Wuchs und die Höhe machen sie zu einer idealen Pflanze für den Beethintergrund, wo sie als vertikales Element wirkt.
Standort und Boden
Die Ansprüche der Traubensilberkerze an ihren Standort sind klar umrissen, aber innerhalb eines gewissen Rahmens flexibel. Sie gedeiht am besten in halbschattigen Lagen, die an lichte Waldränder oder Gehölzränder erinnern. Der Boden sollte gut durchlässig und humos sein, denn Staunässe verträgt die Pflanze ebenso wenig wie völlige Trockenheit. Mit der richtigen Standortwahl wird die Traubensilberkerze zu einem pflegeleichten und ausdauernden Gartenbewohner.
Lichtansprüche der Traubensilberkerze
Ideal für die Traubensilberkerze ist ein halbschattiger Platz mit Morgen- oder Abendsonne und Schatten während der Mittagszeit. Cimicifuga racemosa gilt als eine der wärmeverträglicheren Silberkerzen-Arten und kann daher auch etwas sonniger stehen, sofern der Boden ausreichend feucht bleibt. An vollsonnigen Standorten hingegen leidet die Pflanze unter Trockenstress, die Blätter können verbrennen und die Blüte fällt spärlicher aus. Im tiefen Schatten wiederum bleibt die Wuchshöhe geringer und die Blütenbildung kann ausbleiben. Ein Platz unter lichten Gehölzen oder an der Nordseite eines Hauses ist daher optimal. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Wind, weshalb ein geschützter Standort von Vorteil ist. Wenn Sie die Traubensilberkerze anpflanzen, achten Sie darauf, dass sie genügend Raum für ihre ausladende Erscheinung hat – ein Abstand von etwa einem Quadratmeter pro Pflanze ist empfehlenswert.
Bodenbeschaffenheit und Feuchtigkeit
Ein humusreicher, gut durchlässiger Boden ist die Grundlage für das Wohlbefinden der Traubensilberkerze. Schwere, lehmige Böden sollten vor der Pflanzung mit reifem Kompost oder Laubhumus verbessert werden, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen. Die Staude bevorzugt eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, ohne dass sich Staunässe bildet. Nach Auskunft von Stauden Stade toleriert die Traubensilberkerze vorübergehende Trockenheit, leidet aber bei anhaltender Trockenheit sichtbar. Eine Mulchschicht aus Rindenhumus oder Laub hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unterdrückt gleichzeitig Unkraut. Im Sommer, besonders während der Blütezeit von Juli bis August, sollte bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Am besten gießen Sie morgens oder abends direkt im Wurzelbereich, um die Blätter nicht zu benetzen und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Einmal etabliert, ist die Traubensilberkerze recht anspruchslos, doch die Startphase erfordert Aufmerksamkeit.
Blüte und Blattwerk der Cimicifuga racemosa
Die Blüte der Traubensilberkerze ist ihr unbestrittenes Highlight. Von Juli bis August erscheinen die bis zu 50 Zentimeter langen, cremeweißen Blütenkerzen, die aus unzähligen Einzelblüten bestehen. Sie verströmen einen zarten, süßlichen Duft und sind bei Bienen und anderen Insekten sehr beliebt. Das gefiederte Laub bildet dazu einen dunkelgrünen Kontrast und bleibt bis in den Herbst attraktiv.
Die cremeweißen Blütenkerzen
Die Blütenstände der Traubensilberkerze sind das Markenzeichen dieser Staude. Sie erheben sich straff über dem Blatthorst und setzen sich aus zahlreichen kleinen Einzelblüten zusammen, die von unten nach oben aufblühen. Jede Einzelblüte hat einen Durchmesser von etwa einem Zentimeter und besteht aus vier bis fünf cremefarbenen Tepalen, die von einem Kranz von Staubblättern umgeben sind. Die Blütenkerzen erreichen eine Länge von bis zu 50 Zentimetern und überragen das Laub oft um das Doppelte. Die cremeweißen Blüten erscheinen bereits im Hochsommer und sind als Schnittblumen beliebt. Der Duft ist angenehm süßlich und erinnert an Honig, er wird besonders am Abend intensiver. Als Insektenweide lockt die Traubensilberkerze Hummeln, Honigbienen und Schwebfliegen an, die zur Bestäubung beitragen. Nach der Blüte bilden sich dekorative Fruchtstände mit kleinen, trockenen Balgfrüchten, die bis in den Winter stehen bleiben können und eine zusätzliche Struktur bieten. Die Blütezeit dauert etwa vier bis sechs Wochen, kann aber durch regelmäßiges Entfernen verwelkter Blütenstände geringfügig verlängert werden.
Das gefiederte Blattwerk der Traubensilberkerze
Das Blattwerk der Traubensilberkerze ist ebenso dekorativ wie die Blüten. Die sommergrünen, wechselständig angeordneten Blätter sind doppelt bis dreifach gefiedert und von leuchtend grüner Farbe. Die Blättchen sind lanzettlich mit gesägtem Rand und von einer feinen Textur. Insgesamt bilden die Blätter einen dichten, buschigen Horst, der bis zu 100 Zentimeter hoch werden kann. Die Blätter haben eine matte Oberfläche, die Regen und Tau gut abperlen lässt. Im Herbst verfärben sie sich dezent gelblich, bevor sie abgeworfen werden. Das gefiederte Laub erinnert an das von Farnen oder Akeleien und verleiht der Pflanze eine luftige, elegante Erscheinung. Im Zusammenspiel mit den aufrechten Blütenkerzen entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen horizontaler Blattfläche und vertikalen Blütenständen. Die Blätter sind nicht nur schön, sondern auch funktional: Sie beschatten den Boden und halten die Feuchtigkeit, was die Konkurrenz von Unkraut mindert.
Verwendung im Garten
Die Traubensilberkerze ist eine vielseitig einsetzbare Staude, die vor allem in größeren Gärten und an halbschattigen Gehölzrändern ihre Stärken ausspielt. Sie eignet sich als Solitärstaude, als Hintergrundpflanze für Staudenbeete und als Blickfang in naturnahen Pflanzungen. Ihre Höhe und der späte Blütezeitpunkt machen sie zu einer wertvollen Ergänzung für das Sommerbeet.
Als Strukturgeber im Beethintergrund
Aufgrund ihrer stattlichen Höhe von bis zu 200 Zentimetern ist die Traubensilberkerze ideal, um den Hintergrund von Staudenbeeten zu gestalten. Sie bildet eine natürliche Kulisse für niedrigere Stauden wie Storchschnabel oder Funkien. Stauden Stade bezeichnet Silberkerzen als unverzichtbare Strukturgeber für halbschattige und absonnige Gartenecken. Setzen Sie sie in Gruppen von drei bis fünf Exemplaren, um eine geschlossene Wirkung zu erzielen. Wenn Sie einen einzelnen Solitär bevorzugen, kommt die Traubensilberkerze besonders vor einer dunklen Hecke oder einer Mauer zur Geltung. Die Blütenkerzen leuchten dann wie Kerzen aus der Tiefe des Grüns hervor. Im Vordergrund können niedrige Bodendecker wie Waldsteinie oder Golderdbeere den Boden bedecken und die Struktur des Beetes unterstreichen.
Schnittblume und Duft
Die Blütenkerzen der Traubensilberkerze eignen sich hervorragend als Schnittblumen. Schneiden Sie sie am frühen Morgen, wenn die Blüten noch frisch sind, und stellen Sie sie in eine Vase mit lauwarmem Wasser. Die Blüten halten sich etwa eine Woche und verbreiten ihren angenehmen Duft im Raum. Der süßliche, honigartige Geruch entfaltet sich besonders in der Abendstunde. In luftigen Sträußen kombiniert mit anderen Blüten wie Phlox oder Sonnenhut entsteht ein romantischer, natürlicher Look. Gaißmayer bestätigt, dass die Art als Schnittblume beliebt ist. Achten Sie beim Schneiden darauf, dass Sie die Stiele mit einem scharfen Messer sauber anschneiden, um die Wasseraufnahme zu verbessern. Entfernen Sie die unteren Blätter, um Fäulnis im Wasser zu vermeiden. Die Traubensilberkerze ist auch in getrockneten Sträußen noch dekorativ, verliert dann aber ihren Duft.
Traubensilberkerze als Solitärstaude
Als Einzelpflanze in einer Rabatte oder auf einer freien Fläche kommt die Traubensilberkerze besonders eindrucksvoll zur Geltung. Ihre aufrechten Blütenkerzen wirken wie lebende Skulpturen und setzen Akzente, die weithin sichtbar sind. Pflanzen Sie sie in die Mitte einer runden Rabatte oder an den Rand eines Weges, wo sie die Blicke auf sich zieht. Die Umgebung sollte den Raum bieten, den die Staude benötigt – etwa ein Quadratmeter pro Pflanze. In naturnahen Gärten kann die Traubensilberkerze mit Wildstauden und Gräsern kombiniert werden, es entsteht ein stimmiges Bild, das an die nordamerikanische Heimat erinnert. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht von höheren Gehölzen beschattet wird, die ihre Blütenbildung beeinträchtigen könnten. Mit ihrer ausgeprägten Horstbildung im Wurzelbereich unterdrückt die Traubensilberkerze außerdem Unkraut, was sie zu einer pflegeleichten Solitärstaude macht.
Pflanzpartner für die Traubensilberkerze
Die richtigen Pflanzpartner können die Schönheit der Traubensilberkerze noch unterstreichen und zugleich die ökologische Vielfalt im Garten fördern. Ideal sind Stauden, die ähnliche Standortansprüche haben und farblich oder strukturell harmonieren. Im Folgenden werden konkrete Empfehlungen genannt, die auf Erfahrungen von Gärtnermeistern beruhen.
Empfohlene Pflanzpartner von Gärtnermeister Gaißmayer
Gärtnermeister Gaißmayer empfiehlt eine Reihe von Stauden, die sich hervorragend mit der Traubensilberkerze kombinieren lassen. Dazu gehören die Riesen-Segge (Carex pendula), die mit ihren überhängenden, grünen Ähren einen schönen Kontrast zu den aufrechten Blütenkerzen bildet. Eine weitere Empfehlung ist die Teppich-Japan-Segge (Carex spec. 'Silver Scepter'), die mit ihren weißgrünen Blättern für Helligkeit im Halbschatten sorgt. Die Riesen-Funkie (Hosta Hybride 'Empress Wu') beeindruckt durch ihre riesigen, blaugrünen Blätter, die einen dominanten Kontrast zur filigranen Blüte der Silberkerze liefern. Als vierter Partner wird der Flache Filigranfarn (Polystichum setiferum 'Proliferum Herrenhausen') genannt, dessen fein gefiederte Wedel eine luftige Textur beisteuern. Alle diese Pflanzen gedeihen unter ähnlichen Bedingungen (halbschattig, humoser, feuchter Boden) und ergänzen sich in Wuchsform und Blatttextur. Kombinieren Sie sie in lockeren Gruppen, wobei die Traubensilberkerze als höchste Pflanze im Hintergrund steht.
Kombination mit Farnen und Gräsern
Farne und Gräser sind natürliche Begleiter der Traubensilberkerze, da sie in ihrer nordamerikanischen Heimat oft gemeinsam vorkommen. Farne wie der Frauenfarn (Athyrium filix-femina) oder der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) gedeihen in feuchten, schattigen Lagen und bilden einen zarten, grünen Teppich unter den Blütenkerzen. Gräser wie die Waldmarbel (Luzula sylvatica) oder die Segge (Carex morrowii) setzen Akzente durch ihre schmalen, überhängenden Halme. Auch das Japanische Berggras (Hakonechloa macra) ist ein charmanter Partner, das mit seinen goldgelben Blättern für Lichtpunkte sorgt. Achten Sie darauf, dass die Gräser nicht zu hoch werden, um die Silberkerze nicht zu überwuchern. Eine Pflanzung mit Farnen und Gräsern wirkt auf natürliche Weise harmonisch, da die verschiedenen Blattformen ein abwechslungsreiches Bild ergeben. Zudem bieten diese Pflanzen Lebensraum für Insekten und Kleintiere, was den ökologischen Wert des Gartens steigert.
Pflege und Überwinterung
Die Traubensilberkerze ist eine pflegeleichte Staude, die bei richtiger Standortwahl wenig Arbeit macht. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die das Wohlbefinden der Pflanze fördern und ihre Lebensdauer verlängern. Gießen, Düngen und Rückschnitt sind die wesentlichen Pflegethemen, dazu kommt die Überwinterung, die in unseren Breiten problemlos möglich ist.
Wässern und Düngen der Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze benötigt während der Wachstumsperiode eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gießen Sie vor allem in Trockenperioden, aber vermeiden Sie Staunässe. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Düngen sollten Sie im Frühjahr mit einem organischen Dünger wie Kompost oder Hornspänen. Eine zweite Düngergabe nach der Blüte fördert die Einlagerung von Reservestoffen für den Winter. Verwenden Sie keinen stickstoffbetonten Mineraldünger, da dies zu weichen, anfälligen Trieben führt. Die Pflanze ist ein Schwachzehrer und kommt mit sparsamer Düngung aus. Bei zu reichlicher Stickstoffversorgung wuchern die Blätter auf Kosten der Blüten. Achten Sie darauf, dass der Dünger gut eingearbeitet wird und nicht auf den Blättern haftet, um Verbrennungen zu vermeiden. Im Herbst können Sie Laubkompost oder verrotteten Stallmist als organische Mulchschicht ausbringen, die zugleich als natürlicher Dünger wirkt.
Schnittmaßnahmen und Rückschnitt
Ein Rückschnitt der Traubensilberkerze ist im Frühjahr sinnvoll, bevor der Neuaustrieb beginnt. Schneiden Sie die abgestorbenen Stängel und das welke Laub bodennah ab. Dies fördert die Luftzirkulation und beugt Pilzkrankheiten vor. Die verwelkten Blütenstände können Sie im Herbst stehen lassen, da sie eine dekorative Wirkung haben und Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Allerdings sollten Sie sie vor dem Winter nicht abschneiden, da der aufrechte Stängel die Pflanze vor Fäulnis schützt. Im Frühjahr entfernt man sie beim allgemeinen Rückschnitt. Ein radikaler Rückschnitt während der Vegetationszeit ist nicht nötig und würde die Blüte gefährden. Entfernen Sie lediglich welke oder kranke Blätter, um die Pflanzengesundheit zu erhalten. Die Traubensilberkerze treibt aus der Basis neu aus und bildet jedes Jahr einen frischen Horst.
Winterhärte und Winterschutz
Die Traubensilberkerze ist in unseren Breiten winterhart. Für Cimicifuga racemosa wird die Winterhärtezone Z4 angegeben, entsprechend Temperaturen von etwa -34,5 °C bis -28,9 °C. Das bedeutet, dass sie auch strenge Winter ohne Schutz übersteht. Dennoch ist ein leichter Winterschutz aus Laub oder Reisig empfehlenswert, vor allem in rauen Lagen oder bei Spätfrösten. Mulchen Sie den Wurzelbereich mit einer Schicht aus Laub, Rindenhumus oder Kompost, um die Wurzeln vor Kälte zu schützen. Der Winterschutz sollte jedoch luftig sein, um Fäulnis zu vermeiden. Entfernen Sie die Abdeckung im zeitigen Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht unter Schneelast leidet – brechen Sie gegebenenfalls die Stängel an, um Schäden zu vermeiden. Im Frühjahr erscheinen die roten Triebe, die an Tulpen erinnern, ein Zeichen, dass die Pflanze gesund in die neue Saison startet.
Wissenswertes zur Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze hat nicht nur im Garten eine lange Tradition, sondern auch in der Heilkunde. Ihr Name und ihre Geschichte sind ebenso faszinierend wie ihre botanischen Merkmale. Dieser Abschnitt beleuchtet einige interessante Hintergründe.
Tradition und Heilkunde
Die Traubensilberkerze wurde von nordamerikanischen Ureinwohnern als Heilpflanze geschätzt, insbesondere bei Frauenleiden. Die Wurzeln enthalten Inhaltsstoffe, die krampflösend und entzündungshemmend wirken. In der heutigen Phytotherapie wird die Traubensilberkerze, auch als Cimicifuga racemosa bekannt, zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Die Pflanze gilt jedoch als giftig und sollte nur unter fachkundiger Anleitung verwendet werden. Gaißmayer stuft die Pflanze als giftig ein. Der deutsche Name „Christophskraut“, der auf das ebenfalls giftige Actaea spicata verweist, hat einen interessanten Hintergrund: Er leitet sich von der früheren Verwendung als Pestmittel ab, wobei der heilige Christophorus als Schutzpatron gegen die Pest angerufen wurde. Die Traubensilberkerze selbst ist nicht als Christophskraut bekannt, doch die Gattungsverwandtschaft erklärt die Namensähnlichkeit. Mit ihrer beeindruckenden Höhe, den duftenden Blüten und ihrem ökologischen Wert ist die Traubensilberkerze eine Bereicherung für jeden Garten, der einen Hauch von Wildnis und Geschichte verträgt.
| Name Deutsch: | Traubensilberkerze. |
| Name Botanisch: | Cimicifuga racemosa (Actaea racemosa). |
| Wuchs: | Horstbildender, aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm. |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m. |
| Blatt: | Sommergrün, grün, gefiederte Form. |
| Blüte: | Crèmeweiß, traubenartig angeordnet. |
| Blütezeit: | Juli - August. |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 1. |
| Eigenschaften: | Die Cimicifuga racemosa ((Actaea racemosa) / Traubensilberkerze) wirkt als Staude besonders im Bereich von großen Gärten und an halbschattigen Gehölzrändern als Solitärstaude. Ihre überhängenden, duftenden Blüten, die auf straff aufrechten Stängeln wachsen, wiegen sich im Sommerwind und bieten ein äußerst charmantes aber auch heiteres Bild. . |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der TraubensilberkerzeDie Traubensilberkerze, botanisch als Cimicifuga racemosa (Actaea racemosa) bekannt, ist eine imposante Erscheinung in halbschattigen Gärten. Mit ihrem horstbildenden, aufrechten Wuchs erreicht sie stattliche Höhen von bis zu 200 Zentimetern und setzt damit beeindruckende Akzente. Ursprünglich stammt diese Staude aus Kanada und den USA, wo sie in lichten Wäldern und an Gehölzrändern gedeiht. Ihr deutscher Name leitet sich von den traubenartigen Blütenständen ab, die wie kleine Kerzen wirken. Die Pflanze ist nicht nur ein dekorativer Blickfang, sondern auch eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gartenkonzepte. Herkunft und Nomenklatur von Cimicifuga racemosaDie Heimat der Traubensilberkerze erstreckt sich über weite Teile.... |
Pflanz- und Pflegetipps Cimicifuga racemosa (Actaea racemosa) / Traubensilberkerze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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