| Wuchs: | Horstbildender, straff aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Rotbraun, gefiederte Form |
| Blüte: | Weiß, kerzenartig geformt |
| Blütezeit: | September - Oktober |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: |
Die Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ((Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze) bietet von Beginn ihres Austriebes bis nach ihrer späten Blüte ein wunderschönes Bild. Nicht nur ihr...
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| Wuchs: | Horstbildender, straff aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m |
| Blatt: | Rotbraun, gefiederte Form |
| Blüte: | Weiß, kerzenartig geformt |
| Blütezeit: | September - Oktober |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 1 |
| Eigenschaften: | Die Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ((Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze) bietet von Beginn ihres Austriebes bis nach ihrer späten Blüte ein wunderschönes Bild. Nicht nur ihr einzigartiges, rotbraunes Blattlaub sei hier erwähnt. Auch die äußerst attraktive, duftende Blüte der Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ((Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze) ist gerade im Spätsommer ein wunderbarer 'Hingucker'. Sie ist insbesondere als Solitärpflanze zu empfehlen, aber auch im Bereich von Gehölzrändern und Beeten bietet sie sich an. |
- Portrait der September-Silberkerze 'Atropurpurea'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Actaea ramosa 'Atropurpurea'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die September-Silberkerze
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes zur Actaea ramosa 'Atropurpurea'
Portrait der September-Silberkerze 'Atropurpurea'
Die September-Silberkerze, botanisch als Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' bekannt und heute häufig auch Actaea ramosa 'Atropurpurea' genannt, ist eine der eindrucksvollsten Stauden für den spätsommerlichen Garten. Mit ihrem straff aufrechten Wuchs erreicht sie bis zu 200 cm Höhe und zieht schon von Weitem alle Blicke auf sich. In diesem Portrait erfahren Sie alles Wissenswerte über diese außergewöhnliche Pflanze, die mit ihrem rotbraunen Laub und den weißen Blütenkerzen Maßstäbe setzt.
Eine Staude mit Charakter
Die September-Silberkerze 'Atropurpurea' wächst horstbildend und erzeugt dichte, aufrechte Stängel, die sich erst im oberen Teil verzweigen. Das Laub ist tief weinrot bis purpurbraun gefärbt, was der Pflanze bereits vor der Blütezeit einen außergewöhnlichen Zierwert verleiht. Die Blätter sind mehrfach gefiedert und erinnern an großblättrige Farnwedel, jedoch mit kräftigerer Textur. Diese Rotfärbung hält während der gesamten Vegetationsperiode an und intensiviert sich oft noch im Herbst. Die Pflanze benötigt einen halbschattigen bis schattigen Standort, um ihre volle Farbpracht zu entwickeln – zu viel Sonne lässt die Blätter ergrünen. Als Solitär in halbschattigen Beeten oder am Gehölzrand entfaltet sie ihre beste Wirkung. Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ist eine langsam wachsende Staude, die mit den Jahren immer imposanter wird. Sie eignet sich hervorragend für naturnahe Gärten und kommt auch mit schwierigen Bedingungen unter Bäumen zurecht. Pro Quadratmeter sollte nur eine Pflanze gesetzt werden, da sie ausreichend Raum für ihre Entwicklung benötigt.
Die besondere Herkunft von Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea'
Die Gattung Cimicifuga, die heute botanisch gesehen meist zu Actaea gezählt wird, stammt ursprünglich aus den Wäldern Nordamerikas und Ostasiens. Die Sortenbezeichnung 'Atropurpurea' weist auf die intensiv purpurbraune Laubfarbe hin. Der Name Cimicifuga leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „Wanzenvertreiberin“ – ein Hinweis auf den strengen, würzigen Duft der Pflanze, der in früheren Zeiten genutzt wurde, um Ungeziefer zu vertreiben. Heute ist dieser Duft eher ein Geheimtipp für Liebhaber außergewöhnlicher Pflanzengerüche. Die Sorte 'Atropurpurea' entstand als Selektion der Art Cimicifuga ramosa (Actaea ramosa) und wird wegen ihrer besonders dunklen Laubfärbung geschätzt. In der gärtnerischen Praxis wird sie manchmal auch unter dem Namen Actaea simplex 'Atropurpurea' geführt, was auf die enge Verwandtschaft mit der Art Actaea simplex hinweist. Für den Hobbygärtner spielen diese taxonomischen Feinheiten eine untergeordnete Rolle – wichtig ist die unverwechselbare Erscheinung dieser Staude.
Standort und Boden
Damit die September-Silberkerze 'Atropurpurea' ihre volle Pracht entfalten kann, sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend. Wie viele Waldstauden bevorzugt sie einen geschützten, halbschattigen Platz mit einem gleichmäßig feuchten, humusreichen Boden. Ein gut vorbereiteter Pflanzort belohnt den Gärtner mit gesundem Wuchs und reicher Blüte.
Ansprüche der Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' an den Gartenboden
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und gut durchlässig sein, aber dennoch ausreichend Feuchtigkeit speichern können. Schwere Tonböden können durch Einarbeiten von Laubkompost oder Rindenhumus verbessert werden, während sandige Böden mit Lehmanteilen und regelmäßiger Mulchgabe aufgewertet werden. Ein pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich (5,5 bis 7,0) ist ideal. Staunässe verträgt die Silberkerze nicht, aber Trockenstress führt schnell zu welken Blatträndern und verminderter Blütenbildung. Daher sollte der Boden auch in sommerlichen Trockenperioden gleichmäßig feucht gehalten werden. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Laub hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken. Bei der Pflanzung im Frühjahr oder Herbst wird das Pflanzloch großzügig ausgehoben und mit reifem Kompost angereichert, um der Staude einen optimalen Start zu ermöglichen. Nach der Pflanzung ist eine gute Angießung wichtig, damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen. In den folgenden Wochen sollte regelmäßig gegossen werden, bis die Pflanze eingewurzelt ist.
Die richtige Lichtsituation für die Silberkerze
Die ideale Lichtsituation für die September-Silberkerze ist der Halbschatten, das heißt, sie sollte morgens oder abends einige Stunden Sonne erhalten, aber während der Mittagszeit im Schutz von Gehölzen oder Gebäuden stehen. An vollschattigen Standorten blüht sie weniger reich und die Blätter können vergrünen. Zu viel direkte Sonne hingegen führt zu Verbrennungen der Blätter und lässt die Rotfärbung verblassen. Ein Standort unter lichten Baumkronen, etwa von Birken oder Eichen, ist optimal, da hier das Licht gefiltert wird und der Boden gleichzeitig durch das fallende Laub mit Humus versorgt wird. Auch an der Nordseite von Mauern oder Zäunen, wo die Sonne am Nachmittag nicht direkt scheint, fühlt sich die Pflanze wohl. An sehr heißen, windigen Plätzen sollte der Standort vermieden werden, da die hohen Blütenstängel sonst leicht umknicken und die Blätter vergilben. Eine gute Faustregel: Je dunkler das Laub, desto schattiger darf der Standort sein. Wer die tiefrote Farbe besonders betonen möchte, wählt einen Platz mit maximal drei bis vier Stunden Sonne am Tag.
Blüte und Blattwerk der Actaea ramosa 'Atropurpurea'
Das Zusammenspiel von Blüten und Blättern macht den besonderen Reiz dieser Silberkerze aus. Während viele Stauden im Spätsommer bereits verblühen, beginnt für Actaea ramosa 'Atropurpurea' die Hauptsaison. Die weißen, duftenden Blütenkerzen erheben sich aus dem dunklen Laub und leuchten wie Kerzen im Schatten.
Die spektakuläre Blüte der September-Silberkerze
Die Blütezeit erstreckt sich von September bis Oktober und fällt damit in eine Zeit, in der viele andere Stauden bereits verblüht sind. Die duftenden, kerzenartigen Blütenstände werden bis zu 50 cm lang und bestehen aus unzähligen kleinen, weißen Einzelblüten, die von unten nach oben aufblühen. Der Duft ist angenehm süßlich, aber auch würzig – ein wahrer Genuss für Spaziergänge am Spätsommerabend. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden von den nektarreichen Blüten magisch angezogen, sodass die Pflanze auch einen wertvollen Beitrag zur Insektenweide leistet. Die Blütenkerzen stehen auf langen, festen Stielen, die sich auch bei Regen und Wind gut halten, sodass die Pflanze kaum gestützt werden muss. Nach der Blüte bilden sich kleine, dekorative Fruchtstände, die den Winter über stehen bleiben können und Struktur im kahlen Garten bieten. Die Samenstände sind jedoch nicht auffällig gefärbt und dienen hauptsächlich der Selbstaussaat. Die Blütezeit variiert je nach Standort und Witterung, beginnt aber meist pünktlich Anfang September und hält bis in den ersten Frost hinein an. Bei sehr mildem Herbstwetter kann die Blüte sogar bis Anfang November andauern.
Das einzigartige rotbraune Laub
Bereits im Frühjahr treibt die September-Silberkerze 'Atropurpurea' mit tief purpurbraunen Blättern aus, die sich im Laufe des Sommers intensivieren und oft fast schwarz wirken. Die Blätter sind groß, mehrfach gefiedert und haben eine leicht glänzende Oberfläche. Im Herbst, nach dem Verblühen, nehmen sie gelbliche bis orangefarbene Töne an, bevor sie abfallen. Die rotbraune Färbung wird durch Anthocyane verursacht – Pigmente, die die Blätter vor zu viel Licht schützen und gleichzeitig für die prächtige Farbe sorgen. An schattigen Standorten bleibt die Färbung oft am intensivsten, während zu viel Sonne die Blätter ergrünen lässt. Die Laubfarbe harmoniert hervorragend mit hellen Steinen, Rindenmulch oder anderen dunkellaubigen Stauden. Auch als Hintergrund für helle Blüten anderer Pflanzen eignet sich das Laub ideal. Die Blätter behalten ihre Farbe bis zum ersten Frost, sodass die Pflanze über viele Monate hinweg einen farblichen Akzent setzt. Verblühte Blätter sollten nicht entfernt werden, da sie als natürlicher Winterschutz dienen.
Verwendung im Garten
Dank ihres imposanten Wuchses und der dekorativen Blätter ist die September-Silberkerze 'Atropurpurea' vielseitig einsetzbar. Ob als Solitär, in Gruppen oder als Hintergrundpflanze – sie setzt überall beeindruckende Akzente. Aufgrund ihrer Höhe von bis zu 200 cm eignet sie sich besonders für die hinteren Reihen von Beeten und Rabatten.
Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' als Solitär in halbschattigen Beeten
Als Solitärpflanze kommt die September-Silberkerze am besten zur Geltung. An einem exponierten Platz im Halbschatten, vielleicht in der Nähe eines Gartenwegs oder vor einer dunklen Hecke, entfaltet sie ihre volle Wirkung. Die Kombination aus dunklem Laub und weißen Blütenkerzen wirkt wie ein lebendiges Kunstwerk. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn mehrere Exemplare in einer kleinen Gruppe von drei bis fünf Pflanzen gesetzt werden, sodass ein dichter Horst entsteht. Dabei sollte ein Abstand von etwa 80 cm bis 100 cm eingehalten werden, damit die Pflanzen ausreichend Platz für ihre Entwicklung haben. In gemischten Staudenbeeten kann die Silberkerze als Blickfang dienen, der die Höhe vorgibt und darunter liegende Pflanzen in den Schatten stellt. Kombiniert mit niedrigeren, bodendeckenden Stauden wie Elfenblume oder Waldsteinie entsteht ein harmonisches Gesamtbild.
Gehölzunterpflanzung mit Stil
Ein klassischer Verwendungsbereich für die September-Silberkerze ist die Unterpflanzung lichter Gehölze. Unter Birken, Eichen oder Ziersträuchern profitieren die Pflanzen von der gefilterten Sonne und dem humusreichen Boden, der durch herabfallendes Laub entsteht. Die Wurzeln der Silberkerze vertragen sich gut mit den flacheren Wurzelwerken der Bäume, da sie tiefgründig sind. Am Gehölzrand oder in der Nähe von Rhododendren und Azaleen, die ähnliche Bodenansprüche haben, fügt sich die Pflanze perfekt ein. Die weißen Blütenkerzen heben sich vor dem dunklen Hintergrund der Gehölze besonders leuchtend ab – ein Effekt, den man im Spätsommer kaum anderswo findet. Auch als Übergangspflanze zwischen dem Waldbereich und dem offenen Beet kann die Silberkerze dienen. Wichtig ist, dass der Boden unter den Gehölzen ausreichend feucht bleibt, da die Bäume um Wasser konkurrieren.
Naturgarten und Bienenweide
In naturnahen Gärten und Wildstaudenpflanzungen ist die September-Silberkerze 'Atropurpurea' eine wertvolle Bereicherung. Sie fügt sich harmonisch in Wiesen- und Gehölzränder ein und lockt mit ihren duftenden Blüten zahlreiche Insekten an. Besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge schätzen die späte Tracht, die ihnen noch einmal reichlich Nektar vor dem Winter bietet. In Kombination mit anderen spätblühenden Stauden wie Herbstastern, Goldrute oder Sonnenhut entsteht ein blütenreiches Paradies für Insekten. Die Samenstände im Winter dienen Vögeln als Nahrungsquelle, sodass die Pflanze auch in der kalten Jahreszeit einen ökologischen Nutzen hat. Für Gärtner, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist die Silberkerze daher eine ideale Wahl. Sie benötigt kaum Pflege, kommt ohne Dünger aus (wenn der Boden humos ist) und ist auch in Trockenperioden erstaunlich widerstandsfähig, sofern sie im Halbschatten steht.
Pflanzpartner für die September-Silberkerze
Die richtigen Pflanzpartner können die Schönheit der September-Silberkerze unterstreichen und gleichzeitig für abwechslungsreiche Beete sorgen. Da die Silberkerze erst im Hochsommer richtig durchstartet, bieten sich Kombinationen mit früh blühenden Geophyten sowie mit Stauden an, die ähnliche Standortansprüche haben.
Frühlingsblüher als taktvolle Begleiter
Im zeitigen Frühjahr, bevor die Silberkerze austreibt, können frühe Zwiebelblüher zwischen den Horsten ihre Blüten zeigen. Besonders gut eignen sich Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Narzissen wie 'February Gold' (Narcissus 'February Gold') und der Blaustern (Scilla sibirica). Diese Frühlingsboten nutzen die Lichtphase vor dem Laubaustrieb der Gehölze und verschwinden dann, bevor die Silberkerze ihre volle Höhe erreicht. So entsteht ein natürlicher Wechsel der Aspekte. Auch Wildtulpen wie Tulipa sylvestris oder Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) können in kleinen Tuffs gepflanzt werden. Die Zwiebeln werden etwa 10 bis 15 cm tief in den Boden gesetzt, sodass sie von den später wachsenden Wurzeln der Silberkerze nicht gestört werden. Diese Kombination verlängert die Blütezeit im Beet um mehrere Monate und sorgt für Farbe, wenn der Garten noch winterlich wirkt.
Kombinationen mit spätblühenden Stauden
Im Hochsommer und Herbst bietet sich eine Gesellschaft aus Farnen, Funkien und Gräsern an. Der Japanische Riesenfarn (Athyrium niponicum 'Metallicum') und die Purpurglöckchen (Heuchera-Arten) ergänzen die Silberkerze mit ihren kontrastreichen Blättern. Auch Gräser wie das Chinaschilf (Miscanthus sinensis) oder die Segge (Carex morrowii) lockern das Bild auf. Als Blütenpartner kommen Herbstastern (Aster novi-belgii), Sonnenhut (Echinacea purpurea) und die Hohe Fetthenne (Sedum telephium 'Herbstfreude') in Frage. Achten Sie darauf, dass die Wuchshöhen harmonieren: Die Silberkerze sollte die hintere Reihe einnehmen, während mittelhohe Stauden wie Sonnenhut vor ihr stehen und niedrige Bodendecker den Vordergrund bilden. Eine Kombination mit der ebenfalls halbschattenliebenden Schaumblüte (Tiarella cordifolia) oder den Elfenblumen (Epimedium-Arten) schafft einen dichten Bodenschluss und unterdrückt Unkraut.
Pflege und Überwinterung
Die September-Silberkerze 'Atropurpurea' ist zwar eine pflegeleichte Staude, aber dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, damit sie gesund bleibt und jedes Jahr üppig blüht. Mit dem richtigen Maß an Wasser, Nährstoffen und einem passenden Winterschutz belohnt sie den Gärtner mit einer langen Lebensdauer.
Wässerung und Düngung der Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea'
Die Silberkerze benötigt während der Wachstumsperiode einen gleichmäßig feuchten Boden. Besonders im Frühjahr, wenn die neuen Triebe erscheinen, und während der Blütezeit im September ist auf ausreichende Wasserversorgung zu achten. Trockenperioden können dazu führen, dass die Blätter einrollen und die Blüten kleiner ausfallen. Gießen Sie daher bei längerer Trockenheit durchdringend, am besten mit kalkarmem Regenwasser oder gesammeltem Brunnenwasser. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie Wurzelfäule verursacht. Düngen Sie im Frühjahr mit einer Gabe reifem Kompost oder einem organischen Staudendünger, der langsam seine Nährstoffe abgibt. Eine Überdüngung mit Stickstoff fördert zwar das Blattwachstum, aber auf Kosten der Blütenbildung und der Farbintensität. Ein zweites Mal können Sie im Juni eine dünne Schicht Kompost ausbringen, um die Pflanze für die Blüte zu stärken. Im Herbst wird nicht mehr gedüngt, damit die Pflanze in die Winterruhe übergehen kann.
Schnittmaßnahmen und Rückschnitt
Ein Rückschnitt der Blütenstiele nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Samenbildung verhindern und die Pflanze entlasten. Wenn Sie die Selbstaussaat wünschen, lassen Sie die Fruchtstände bis zum Frühjahr stehen. Im Frühjahr, vor dem neuen Austrieb, werden die alten, vertrockneten Stängel bodennah abgeschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass die jungen Triebe nicht verletzt werden. Ein zu später Rückschnitt kann die neuen Triebe behindern, da sie sich zwischen dem alten Laub hindurchschieben müssen. Entfernen Sie auch welke Blätter, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Ein Rückschnitt auf 10 bis 15 cm über dem Boden ist ideal, damit die Pflanze ausreichend regenerieren kann. Die abgeschnittenen Pflanzenteile können auf dem Kompost entsorgt werden, sofern sie keine Krankheitssymptome zeigen. Verblühte Blütenstände können auch als Dekoration in der Vase verwendet werden – sie halten sich lange und verbreiten einen angenehmen Duft im Raum.
Winterschutz und Frostverträglichkeit
Die September-Silberkerze ist in unseren Breiten winterhart bis etwa -30°C, sodass sie in den meisten Regionen ohne speziellen Schutz auskommt. In rauen Lagen oder bei kahlen Frösten ohne Schneedecke kann eine dünne Abdeckung aus Laub oder Reisig die Pflanze vor Austrocknung durch Frost schützen. Besonders gefährdet sind die jungen Austriebe im Frühjahr, wenn Spätfröste drohen. Decken Sie die Pflanzen bei Frostwarnung mit Vlies oder einer Schicht Laub ab. Staunässe im Winter ist problematischer als die Kälte – achten Sie daher auf eine gute Drainage. Topfkulturen sollten einen geschützten Platz erhalten oder in ein Winterquartier umziehen, wo sie vor starkem Frost geschützt sind. In milden Wintern kann die Pflanze ihre Blätter behalten, was aber nicht schädlich ist. Im Frühjahr treibt sie dann frisch aus den alten Horsten aus. Ein Winterschutz mit Mulch verhindert auch, dass der Boden zu stark austrocknet, und schützt die flachen Wurzeln vor Frostschäden.
Wissenswertes zur Actaea ramosa 'Atropurpurea'
Hinter dieser imposanten Staude verbergen sich interessante Geschichten und botanische Besonderheiten. Der Gattungsname Actaea hat einen mythologischen Ursprung, und die Pflanze wurde früher auch als Heilkraut genutzt. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn einige Actaea-Arten sind giftig.
Namen und Mythologie
Der frühere Gattungsname Cimicifuga leitet sich von den lateinischen Wörtern „cimex“ (Wanze) und „fugare“ (vertreiben) ab, was auf den unangenehmen Geruch der Pflanze hinweist, der früher zur Abwehr von Ungeziefer genutzt wurde. Heute wird die Pflanze meist zur Gattung Actaea gestellt, deren Name auf die griechische Mythologie zurückgeht. Laut einer Überlieferung verweist Actaea auf den Jäger Aktäon, der von Artemis in einen Hirsch verwandelt wurde – eine interessante Parallele zur Wandlungsfähigkeit der Pflanzennamen. Der deutsche Name „Silberkerze“ bezieht sich auf die silbrig-weißen, kerzenartigen Blütenstände. Der Namenszusatz 'Atropurpurea' (lateinisch: atro = schwarz, purpureus = purpur) beschreibt die tief rotbraune Laubfärbung. Im Volksmund wird die Pflanze auch als Christophskraut bezeichnet, was auf die frühere Verwendung als Pestmittel hinweist: Der heilige Christophorus galt als Schutzpatron gegen die Pest. Alle Teile der Pflanze, insbesondere die Beeren, sind giftig und sollten nicht verzehrt werden. Dennoch wird die Silberkerze in der Homöopathie bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt – jedoch niemals ohne fachkundige Anleitung. Für den Ziergarten ist sie eine absolut sichere und unverzichtbare Schönheit.
| Name Deutsch: | September-Silberkerze. |
| Name Botanisch: | Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' (Actaea ramosa 'Atropurpurea'). |
| Wuchs: | Horstbildender, straff aufrechter Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 200 cm. |
| Wuchshöhe: | bis zu 2 m. |
| Blatt: | Rotbraun, gefiederte Form. |
| Blüte: | Weiß, kerzenartig geformt. |
| Blütezeit: | September - Oktober. |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, humoser Boden. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 1. |
| Eigenschaften: | Die Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ((Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze) bietet von Beginn ihres Austriebes bis nach ihrer späten Blüte ein wunderschönes Bild. Nicht nur ihr einzigartiges, rotbraunes Blattlaub sei hier erwähnt. Auch die äußerst attraktive, duftende Blüte der Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' ((Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze) ist gerade im Spätsommer ein wunderbarer 'Hingucker'. Sie ist insbesondere als Solitärpflanze zu empfehlen, aber auch im Bereich von Gehölzrändern und Beeten bietet sie sich an.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der September-Silberkerze 'Atropurpurea'Die September-Silberkerze, botanisch als Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' bekannt und heute häufig auch Actaea ramosa 'Atropurpurea' genannt, ist eine der eindrucksvollsten Stauden für den spätsommerlichen Garten. Mit ihrem straff aufrechten Wuchs erreicht sie bis zu 200 cm Höhe und zieht schon von Weitem alle Blicke auf sich. In diesem Portrait erfahren Sie alles Wissenswerte über diese außergewöhnliche Pflanze, die mit ihrem rotbraunen Laub und den weißen Blütenkerzen Maßstäbe setzt. |
Pflanz- und Pflegetipps Cimicifuga ramosa 'Atropurpurea' (Actaea ramosa 'Atropurpurea') / September-Silberkerze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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