Sommerblüher – attraktive Ziersträucher, die Farbe in den Garten bringen
Wenn das Gartenjahr bereits den Frühling hinter sich gelassen hat und viele Frühjahrsblüher im Mai verblüht sind, kommt die Zeit der sogenannten Sommerblüher. Sie sind als Stauden und Sommerblumen verfügbar, verwöhnen aber auch mit einer großen Auswahl an malerischen Ziersträuchern, die Farbe in den sommerlichen Garten bringen und dekorative Akzente setzen. Sommerblüher sind bekannt für ihre leuchtenden Farben und eine lange Blütezeit, die über einen Zeitraum von einigen Monaten mit einer immer neuen Blütenbildung begeistert. Blühende Ziersträucher erfreuen mit einem angenehmen Blütenduft und ermöglichen dem Gärtner eine vielfältige Verwendung. Sie dienen sowohl als Lückenfüller in Beeten als auch als farbenfroher Blickfang sowie als Sichtschutz. Zudem erweisen sie sich während der Sommermonate als zuverlässiger Farbtupfer und dienen vielen Insekten mit ihrem hohen Pollengehalt als wertvolle Bienennährpflanze.
Wann genau blühen Sommerblüher
Die Blütezeit der sommerblühenden Sträucher erstreckt sich je nach individueller Art vom Beginn des Sommers im Juni bis zum Spätsommer im September. Die Hauptblütezeit ist aber von Juli bis August, bis dann die Blütezeit der sogenannten Herbstblüher folgt. Der genaue Zeitraum der jeweiligen Sommerblüte ist abhängig vom Charakter jedes einzelnen Strauches, von individuellen Standortbedingungen und von den regionalen Witterungsbedingungen.
Passende Ziergehölze mit Blüte vom Frühsommer bis zur Hochsaison
Orientiert man sich streng an dem botanischen Kalenderverlauf der Sommerblüher, startet die Saison mit der ersten Blüte der sogenannten Frühsommerblüher. Dies sind etwa die Deutzie mit einer duftenden, rosafarbenen Blüte, der Perlmuttstrauch mit einer üppigen Blüte in Rosa und der Falsche Jasmin, der sich mit einer wohlig duftenden, weißen Blütenpracht präsentiert. Diesen attraktiven Blühgehölzen folgt dann zur Hauptblütezeit eine große Auswahl an sommerblühenden Sträuchern, die allesamt mit einer farbenfrohen Blüte verwöhnen und dem Gärtner einen wunderschönen Anblick garantieren. Die bekanntesten unter ihnen sind der sogenannte Sommerflieder, der mit einer langen Blütezeit von mehreren Monaten verwöhnt, der blühfreudige Fingerstrauch und die Japanische Spiere mit ihrer rosaroten Blütenpracht.
Die besten Sommerblüher für jeden Gartenstil
Das Sortiment an sommerblühenden Sträuchern lässt keine Wünsche offen und verwöhnt mit einer riesengroßen Auswahl. Je nach individuellem Geschmack, Standort und Gartenstil besteht die Möglichkeit, den passenden Strauch auszuwählen. Sommerblühende Sträucher verwöhnen mit einer großen Farbpalette ihrer Blüten und ermöglichen zudem eine vielseitige Verwendung. Sie schmücken kleine Gärten und dienen hier als farbenfrohe Akzentsetzer: Sie eignen sich in großen Gärten als charismatischer Lückenfüller in Beeten oder aber werden als natürlicher Sichtschutz gepflanzt. Ihre lange Blütezeit, ein strahlendes Blattwerk und ein formschöner Wuchs machen sommerblühende Ziergehölze zu beliebten Gartenstars, die zudem über einen hohen ökologischen Wert verfügen.
Schöne sommerblühende Sträucher für den kleinen Garten
Für die Verschönerung eines kleinen Stadtgartens erweist sich eine Vielzahl an sommerblühenden Ziersträuchern als hervorragend geeignet. Der Sommerflieder gilt als einer der populärsten Ziersträucher und ist in kompakten Zwergformen erhältlich, ebenso der Fingerstrauch, die Hortensie und die Zwergspiere. Unzählige Straucharten sind mittlerweile in Zwergformen erhältlich und ermöglichen damit eine große Auswahlmöglichkeit. Sie benötigen wenig Raum, erweisen sich als kompakt und eignen sich zudem für die Pflanzung als Kübelpflanze auf einer Terrasse oder in einem Innenhof. Zudem verwöhnen diese Sommerblüher im gesamten Verlauf der Sommermonate mit ihrer farbenfrohen Blütenpracht.
Die schönsten sommerblühenden Ziergehölze für den großen Garten
Für alle Gärtner, die über einen großen Garten mit viel Platz verfügen, eignet sich exzellent der sogenannte Schmetterlingsstrauch, der mit üppigen Blütenrispen in Violett, Weiß und Pink verwöhnt und entsprechend seines Namens viele Schmetterlinge anlockt. Er erweist sich, wie auch der exotisch blühende Hibiskus und der farbenfrohe Spierstrauch, mit einer Blüte in Rosa und Weiß als echter Blickfang. Sie alle entwickeln sich mit ausreichend Platz zu wunderschönen Gartenstars und verwöhnen über Monate mit ihrer attraktiven Blüte, einem wohligen Duft und gelten zudem als wichtige Bienenweiden.
Viele Sommerblüher haben einen hohen Pollengehalt und sind wichtige Bienenweiden
Viele sommerblühende Gehölze gelten nicht nur als optisches Highlight, sondern ihre Blüte verfügt zumeist auch über einen hohen Pollengehalt. Sie sind daher besonders wichtig für unser Ökosystem und dienen unzähligen Insekten als wertvolle Nahrungsquelle. Besonders beliebt bei Bienen sind unter anderem der Gartenhibiskus, der Schmetterlingsstrauch sowie der Liguster, die Schneebeere und der Fingerstrauch. Sie alle entwickeln sich mit einer üppigen Blütenpracht, die über einen hohen Pollen- und Nektargehalt verfügen und zugleich mit ihrer optischen Attraktivität punkten.
Der ideale Standort: Wo gedeihen Sommerblüher am besten
Die meisten sommerblühenden Ziersträucher gelten als robust und pflegeleicht. Sie fühlen sich in der Sonne am wohlsten, mögen einen lichtreichen Standort und wachsen hier gepflanzt am schönsten, sodass sie im gesamten Verlaufe der Sommermonate mit einer immer neuen Blüte erfreuen und farbenfrohe Akzente setzen.
Im Sommer blühende Sträucher bevorzugen zumeist lichtreiche Standorte
Sommerblühende Sträucher entwickeln sich am besten an sonnigen und lichtreichen Standorten im Garten. Sie mögen Süd- und- Südwestlagen mit einem geschützten sowie warmen Charakter und wachsen hier gepflanzt am schönsten. Ihre duftenden Blüten entwickeln sich dann besonders üppig, verwöhnen mit ihrem Duft und bieten einen wunderschönen Anblick.
Die besten Bedingungen für das Wachsen von Sommerblühern
Der richtige Boden ist ebenso wichtig für das Wachsen von Sommerblühern wie ein lichtreicher Standort. Die meisten sommerblühenden Sträucher bevorzugen einen möglichst durchlässigen, lockeren und humosen Untergrund. Dieser sollte nicht zu nass, aber dennoch feucht sein, um den Strauch bestmöglich zu versorgen. Auf Staunässe reagieren Sommerblüher oft sensibel, denn sie stammen häufig aus Regionen mit warmem Klima und sollten daher mit einem ausreichenden Wasserablauf versorgt werden. Viele im Sommer blühende Ziersträucher mögen einen neutralen bis leicht alkalischen Boden. Ausnahmen sind hier der Sommerflieder und Hortensien. Um jeder Pflanze die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, lohnt es sich, den jeweiligen Untergrund vor der Pflanzung entsprechend des jeweiligen Bedürfnisses zu optimieren, zum Beispiel durch eine zusätzliche Mulchung des Bodens mit Kompost oder Rindenmulch.
Ausgewählte sommerblühende Ziersträucher und ihre Bodenansprüche
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Strauchart
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Blütezeit
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Bevorzugter Boden/ Standort
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Sommerflieder
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Juli - September
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Locker, durchlässig, sonnig, geschützt
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Gartenhibiskus
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Juli - Oktober
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Tiefgründig, humos, feucht, sonnig
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Weigelie
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Mai - Juni,
zweite Blüte im Spätsommer
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Frisch, humos, neutral
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Rispenhortensie
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Juli - Oktober
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Locker, humos, leicht sauer
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Kolkwitzie
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Mai - Juni
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Locker, humos, neutral
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Deutzie
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Mai - Juni
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Locker, humos
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Fingerstrauch
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Juni - Oktober
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Locker, humos, neutral
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Spierstrauch
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Juni - August
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Locker, humos, neutral
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Bartblume
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Juni - September
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Trocken, sandig, durchlässig
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So pflanzen und pflegen Sie ihre Sommerblüher richtig
Für das bestmögliche Anwachsen von sommerblühenden Sträuchern sind der richtige Pflanzzeitpunkt sowie die gute Vorbereitung des jeweiligen Standortes wichtig. Es empfiehlt sich, sommerblühende Sträucher im Frühjahr nach dem Frost oder im Herbst zu pflanzen. Dann können sich die Wurzeln während der Sommermonate etablieren und gut anwachsen. Wurzelnackte Sträucher können am besten in den Monaten September bis Oktober gepflanzt werden, denn sie nutzen die Winterfeuchtigkeit. Containerpflanzen, die mit einem Topf versehen sind, gelten ganzjährig als pflanzbar. Hier sollte allerdings der Einfluss von extremer Hitze sowie Frost vermieden werden.
Die richtige Vorbereitung des Bodens vor der Pflanzung
Für das schönste Wachstum empfiehlt es sich, den Boden vor der Pflanzung zu lockern und auf einen richtigen pH-Wert zu prüfen. Verbessern kann man die Qualität des Untergrundes je nach individuellem Bedürfnis des Strauches mit einer Zugabe von Lehm, Sand, Mulch oder Kompost. Die bietet dem sommerblühenden Strauch die beste Voraussetzung, um zur Blütezeit mit einer üppigen, farbenfrohen Blüte zu begeistern.
Der richtige Rückschnitt von sommerblühenden Sträuchern
Sommerblühende Sträucher können ihre schönste Blüte zeigen, wenn sie die richtige Pflege erhalten. Bezüglich des Rückschnittes kommt es hier auf den individuellen Zeitpunkt an. Hier gilt es zu unterscheiden, ob der Strauch am mehrjährigen oder am einjährigen Holz blüht.
Rückschnitt bei sommerblühenden Sträuchern, die am einjährigen Holz blühen
Sommerblüher, die am einjährigen Holz blühen, sind etwa der Sommerflieder, die Bartblume und der Fingerstrauch. Ihre Blüten bilden sich auf den neuen Trieben des aktuellen Jahres. Der Rückschnitt sollte daher im Frühjahr von Februar bis März bereits vor dem Austrieb erfolgen. Dies fördert eine kräftige, lange Blüte und verschafft dem Strauch große Attraktivität.
Rückschnitt bei sommerblühenden Sträuchern, die am mehrjährigen Holz blühen
Sommerblühende Sträucher, deren Blüten sich hingegen am mehrjährigen Holz entwickeln, sollten direkt nach dem Verblühen der jeweiligen Blüte im Sommer erfolgen. Ziersträucher wie die Weigelie, die Deutzie, die Kolkwitzie und auch Wildrosen, bilden ihre Blüten auf den Trieben des Vorjahres. Ein frühzeitiger Schnitt im Frühjahr würde somit viele Blüten zerstören.
Gartenplanung: Was passt gut zu Sommerblühern
Sommerblühende Sträucher sind in diversen Größen, Wuchsformen und Blütenfarben erhältlich und ermöglichen dem Gärtner eine vielfältige Verwendung. Es besteht eine vielfältige Auswahl, die für jeden Gärtner mit individuellem Pflanzbedürfnis die richtige Pflanze bereithält. Allesamt verwöhnen sie in den Sommermonaten mit einer farbenfrohen Blüte, einer langen Blütezeit und zumeist auch mit einem wohligen Blütenduft, der Insekten anlockt und den Garten durchströmt.
Sommerblühende Sträucher gekonnt kombinieren
Kombiniert man sommerblühende Sträucher bei der Gartenplanung möglichst durchdacht, verwöhnen sie im Verlaufe des Sommers durchgehend mit einem farbenfrohen Anblick und setzen Akzente in den Garten. Für eine möglichst schöne Optik und eine gute Strukturierung sollte die unterschiedliche Höhenstaffelung der einzelnen Pflanzen bedacht werden. So empfiehlt es sich, blühende große Sträucher mit farblich passenden, kleinen Stauden und Bodendeckern zu unterpflanzen. Auch die Beachtung der jeweiligen Blütezeit und Farbe sorgt für durchgängige und harmonische Farberlebnisse.
Häufige Fragen rund um das Thema Sommerblüher
Welche Pflanzen gehören zu den sommerblühenden Sträuchern?
Die Auswahl an sommerblühenden Sträuchern ist gewaltig und lässt keine Wünsche offen. Frühblühende Ziergehölze aus dieser Kategorie blühen zumeist bereits von Mai bis Juni. Dies sind unter anderem die Weigelie, die Deutzie und der Spierstrauch. Im Hochsommer folgen dann Sommerblüher wie der sehr populäre Sommerflieder, die Schneebeere und der Liguster sowie im Spätsommer die Rispenhortensien oder der Gartenhibiskus. Sie alle entwickeln sich mit einer attraktiven, farbenfrohen Blüte und erweisen sich als wertvoller Insektenmagnet.
Welche Sommerblüher bilden sie üppigste Blüte aus?
Einige sommerblühende Sträucher begeistern mit einer besonders üppigen Blütenpracht und gelten als die schönsten aller sommerblühendsten Ziersträucher. Zu ihnen gehört der sehr beliebte Sommerflieder, der von Juli bis September mit einem Meer aus großen, duftenden Blütenrispen in Weiß, Rosa und Blau verwöhnt. Auch die reichblühende Weigelie mit ihren rosaweißen Trompetenblüten und die rosablühende Kolkwitzie sowie der exotische Hibiskus gelten als echte Gartenstars. Ebenso ist hier die Rispenhortensie zu nennen, denn ihre eleganten Blütenrispen entwickeln sich mit einer stattlichen Größe und bieten einen wunderschönen Anblick.
Benötigen sommerblühende Sträucher einen Winterschutz?
Sommerblühende Sträucher benötigen je nach ihrem individuellen Charakter und ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet einen Winterschutz an kalten Tagen. Die Rispenhortensie und der Spalierstrauch, aber auch die Weigelie gelten als ausgesprochen winterhart und benötigen keinerlei Unterstützung durch den Gärtner. Empfindlichere Sträucher wie der Gartenhibiskus und der junge Sommerflieder sollten hingegen mit einem Winterschutz versehen werden. Es empfiehlt sich generell, junge Pflanzen in den ersten Jahren an kalten Tagen mit einem Schutz zu unterstützen. Abgesehen davon sollte der Gärtner bei der Pflanzung die individuellen Empfehlungen bezüglich der Winterhärte beachten und entsprechend darauf eingehen.