| Wuchs: | Aufrechte Wuchsform, rhizombildend, Pflanzenhöhe bis ca. 50 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm |
| Blatt: | Immergrün, dunkelgrün, gefiedertes Blatt |
| Wurzeln: | Rhizombildend |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden |
| Standort: | Halbschattig bis schattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Das Cyrtomium fortunei (Fortunes Sichel-Farn) erhält seinen Namen aufgrund seiner Blattform. Der Fortunes Sichel-Farn wird besonders im Bereich von Gehölzen und Gehölzrändern gepflanzt. An einem...
|
| Wuchs: | Aufrechte Wuchsform, rhizombildend, Pflanzenhöhe bis ca. 50 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm |
| Blatt: | Immergrün, dunkelgrün, gefiedertes Blatt |
| Wurzeln: | Rhizombildend |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden |
| Standort: | Halbschattig bis schattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Das Cyrtomium fortunei (Fortunes Sichel-Farn) erhält seinen Namen aufgrund seiner Blattform. Der Fortunes Sichel-Farn wird besonders im Bereich von Gehölzen und Gehölzrändern gepflanzt. An einem festen Standort entwickelt er sich über Jahre wunderschön. |
- Portrait des Fortunes Sichel-Farns
- Standort und Boden
- Blattwerk und Winteraspekt des Cyrtomium fortunei
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Fortunes Sichel-Farn
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes um Cyrtomium fortunei
Portrait des Fortunes Sichel-Farns
Der Fortunes Sichel-Farn, botanisch Cyrtomium fortunei, ist ein immergrüner Farn, der mit seinen markanten Wedeln selbst in schattigen Gartenecken Akzente setzt. Er zählt zu den wenigen Farnarten, die ganzjährig attraktives Laub bieten und sich daher hervorragend für Gehölzränder und unter Bäumen eignen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über seine botanische Einordnung, seinen Wuchs und seine Herkunft.
Botanische Einordnung
Cyrtomium fortunei gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und wird gelegentlich unter dem Synonym Polystichum falcatum var. fortunei geführt. Dieses Synonym weist auf die enge Verwandtschaft mit dem Sichelfarn (Cyrtomium falcatum) hin, von dem er sich durch etwas schmalere und weniger ledrige Wedel unterscheidet. Der Gattungsname Cyrtomium leitet sich vom griechischen „kyrtos“ für „gekrümmt“ ab und bezieht sich auf die sichelförmigen Blättchen. Die Art fortunei ehrt den schottischen Pflanzensammler Robert Fortune, der im 19. Jahrhundert zahlreiche Pflanzen aus Ostasien nach Europa brachte. Im deutschen Sprachraum wird er auch als Ilexfarn bezeichnet, da seine Blättchen an die der Stechpalme (Ilex) erinnern.
Wuchs und Wuchshöhe
Der Fortunes Sichel-Farn bildet einen aufrechten, horstigen Wuchs mit einer Höhe von etwa 40 bis 50 Zentimetern. Er entwickelt kurze, kriechende Rhizome, die ihn langsam, aber beständig in die Breite wachsen lassen. Pro Quadratmeter empfehlen sich etwa sechs Pflanzen, um einen geschlossenen Bestand zu erzielen. Die Wedel entspringen direkt dem Rhizom und entfalten sich zu einer eleganten, überhängenden Form. Im Vergleich zu manchen anderen Farnen bleibt er relativ niedrig und kompakt, was ihn ideal für die vordere bis mittlere Reihe im Schattenbeet macht. Ältere Horste können einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern erreichen und wirken dann sehr präsent.
Herkunft und Namensgeschichte
Die ursprüngliche Heimat von Cyrtomium fortunei liegt in Ostasien, vor allem in China, Korea und Japan. Dort wächst er in lichten Wäldern und an felsigen Hängen, oft in Gesellschaft von Rhododendren und Azaleen. Diese natürliche Vergesellschaftung spiegelt sich auch in seiner heutigen Verwendung im Garten wider. Der Artname „fortunei“ ist eine Hommage an den bereits erwähnten Pflanzensammler Robert Fortune, der den Farn Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa einführte. Seither hat er sich als robuste und pflegeleichte Staude in vielen Gärten etabliert. Der deutsche Name „Fortunes Sichel-Farn“ bezieht sich auf die sichelförmig gekrümmten Fiedern, die das Blattwerk so unverwechselbar machen.
Standort und Boden
Cyrtomium fortunei gedeiht am besten an einem halbschattigen bis schattigen Standort mit wenig Konkurrenz durch starkwüchsige Pflanzen. Er bevorzugt einen humusreichen, gut durchlässigen Boden mit einem neutralen bis sauren pH-Wert. Im Folgenden werden die genauen Standortansprüche sowie die ideale Bodenbeschaffenheit erläutert.
Ansprüche an den Standort
Der ideale Standort für Fortunes Sichel-Farn ist ein lichter Schattenplatz, etwa unter einem lichten Gehölz oder an der Nordseite eines Gebäudes. Direkte Mittagssonne verträgt er nicht, da die Wedel sonst verbrennen können. Auch tiefster Schatten ist weniger geeignet, da dann die Wuchsform lockerer wird und die Blattfarbe etwas verblasst. Ein Standort mit Morgensonne oder abendlicher Sonne ist dagegen ideal. In seiner ostasiatischen Heimat wächst er häufig am Rande von Wäldern, wo er durch das Blätterdach gefiltertes Licht erhält. Diese Lichtverhältnisse sollten im Garten nachgeahmt werden. Zu windige Lagen meidet der Farn, da die Wedel dann ausfransen können.
Bodenbeschaffenheit
Der Boden sollte humusreich, locker und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Cyrtomium fortunei bevorzugt einen neutralen bis sauren pH-Wert, idealerweise zwischen 5,5 und 7,0. Schwere Lehmböden können durch Einarbeiten von Laubkompost oder Rindenhumus verbessert werden. Der Farn reagiert empfindlich auf verdichtete Böden, da seine feinen Wurzeln dann nicht ausreichend Sauerstoff erhalten. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig die Humusbildung zu fördern. Auf kalkhaltigen Böden kann es zu Chlorosen (Gelbfärbung) kommen, daher ist ein eher saures Milieu von Vorteil.
Konkurrenz und Standortwahl
Starkwüchsige Pflanzen wie manche Großstauden oder Wurzelunkräuter sollten in der Nähe vermieden werden, da sie dem Farn Licht und Nährstoffe entziehen. Besonders gut gedeiht er in Gesellschaft von langsam wachsenden Gehölzen oder am Fuß von Hecken. Auch unter Birken oder Kiefern, wo der Boden oft sauer ist, fühlt er sich wohl. Wichtig ist, dass die Fläche nicht von dichten Wurzelgeflechten etwa von Bambus durchzogen wird. Bei der Pflanzung sollte man darauf achten, dass der Farn in den ersten Jahren ausreichend Platz hat, um sich zu etablieren. Ein Abstand von etwa 40 Zentimetern zwischen den Pflanzen ist empfehlenswert.
Blattwerk und Winteraspekt des Cyrtomium fortunei
Das immergrüne Blattwerk von Cyrtomium fortunei ist sein größtes Ziermerkmal. Die gefiederten Wedel mit den charakteristischen sichelförmigen Blättchen bleiben den Winter über erhalten und verleihen auch der kalten Jahreszeit Struktur. Im Folgenden werden die Blattform, die Färbung sowie die winterliche Wirkung detailliert beschrieben.
Blattform und Färbung
Die Wedel des Fortunes Sichel-Farns sind einfach gefiedert und bestehen aus breit sichelförmigen, fast paarweise angeordneten Blättchen, die an die Form einer Sichel erinnern. Diese Fiedern sind etwa 3 bis 5 Zentimeter lang und haben einen leicht gezähnten Rand. Die Farbe der Wedel ist zunächst hellgrün und wird im Laufe der Saison kräftig dunkelgrün, fast ledrig glänzend. Die Blattunterseite ist matter und trägt die Sporenbehälter (Sori), die sich bei Reife bräunlich verfärben. Die Wedel sind aufrecht bis leicht überhängend und bilden eine dichte Rosette. Im Vergleich zum nah verwandten Cyrtomium falcatum sind die Blättchen etwas feiner und weniger derb.
Immergrün und Winteraspekt
Anders als viele heimische Farne wirft Cyrtomium fortunei seine Wedel im Herbst nicht ab, sondern bleibt den ganzen Winter über grün. Dies ist eine seiner besonderen Eigenschaften, denn nur wenige Farne sind immergrün. Im Winterhalbjahr, wenn die meisten Stauden eingezogen sind, setzt der Farn einen grünen Akzent im kahlen Garten. Allerdings können die Wedel bei strengem Frost oder anhaltender Kälte etwas zusammenrollen oder blass werden, treiben aber im Frühjahr wieder durch. Ältere Wedel sollten erst im zeitigen Frühjahr bodennah abgeschnitten werden, wenn die ersten neuen Triebe erscheinen. So bleibt der Horst auch im Winter attraktiv und schützt gleichzeitig die Pflanzenbasis.
Vergleich mit anderen Farnen
Unter den immergrünen Farnen ist Cyrtomium fortunei eine der robustesten und am besten für mitteleuropäische Gärten geeigneten Arten. Er ähnelt dem ebenfalls immergrünen Japanischen Schirmfarn (Arachniodes standishii), bleibt aber kompakter. Gegenüber dem sehr ähnlichen Cyrtomium falcatum hat er den Vorteil einer etwas besseren Winterhärte. Während der Sichelfarn (Cyrtomium falcatum) oft als Kübelpflanze kultiviert wird, da er empfindlicher gegen Frost ist, kann Fortunes Sichel-Farn in milden Lagen durchaus im Freiland ausgepflanzt werden. Seine Blätter erinnern zudem an die der Stechpalme, was ihm den deutschen Namen „Ilexfarn“ eingebracht hat. Im Vergleich zu einheimischen Farnen wie dem Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) ist er genügsamer und verträgt mehr Trockenheit.
Verwendung im Garten
Der Fortunes Sichel-Farn eignet sich für vielfältige Gestaltungsaufgaben im halbschattigen bis schattigen Garten. Er wird besonders gerne als Unterpflanzung von Gehölzen oder zur Strukturierung von Schattenbeeten verwendet. Seine immergrünen Wedel sorgen auch im Winter für Farbe. Nachfolgend werden die wichtigsten Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt.
Gehölzrand und Schattenbeet
Cyrtomium fortunei wird dem Lebensbereich „Gehölz an halbschattiger bis schattiger Stelle auf trockenem bis frischem Boden“ zugeordnet. Dies macht ihn zu einer idealen Pflanze für den Gehölzrand, wo er in kleinen Gruppen oder als Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern gesetzt werden kann. Im Schattenbeet kombiniert man ihn am besten mit anderen Schattenstauden wie Funkien oder Elfenblumen. Durch seine aufrechte Wuchsform bringt er Höhe in die Bepflanzung, ohne andere Pflanzen zu bedrängen. Besonders reizvoll wirkt er in Kombination mit feinlaubigen Pflanzen oder solchen mit dekorativen Blüten, da sein dunkelgrünes Laub einen ruhigen Hintergrund bildet.
Kombination mit Rhododendren
Gaißmayer beschreibt, dass sich Cyrtomium fortunei bestens mit Rhododendren und Azaleen kombinieren lässt. Diese Partner bevorzugen ähnliche Standortbedingungen – sauren, humusreichen Boden und lichten Schatten – und ergänzen sich optisch hervorragend. Während die Rhododendren mit ihren üppigen Blüten im Frühling glänzen, sorgt der Farn das ganze Jahr über für Grün. Die fein gefiederten Wedel kontrastieren wunderbar mit den großen, ledrigen Blättern der Rhododendren. Auch als Unterpflanzung von Azaleen ist der Farn ideal, da er deren oft kahlen Fuß bedeckt und so ein geschlossenes Bild schafft.
Immergrüne Strukturbildung
Dank seines immergrünen Laubs ist Cyrtomium fortunei ein wichtiges Gestaltungselement für den winterlichen Garten. Er setzt grüne Akzente, wenn viele andere Pflanzen kahl sind, und gibt Beeten Struktur. In Kombination mit winterblühenden Gehölzen wie der Zaubernuss (Hamamelis) oder der Schneebeere (Symphoricarpos) entstehen reizvolle Kontraste. Auch als Einfassung von Wegen oder Beeten im Schatten macht der Farn eine gute Figur. Da er sich langsam ausbreitet, bleibt er gut im Zaum und muss nicht oft geteilt werden. Wer einen pflegeleichten, immergrünen Schattenfarn sucht, ist mit dieser Art bestens bedient.
Pflanzpartner für Fortunes Sichel-Farn
Der Fortunes Sichel-Farn harmonisiert mit einer Vielzahl von Schattenstauden. Sowohl Stauden Stade als auch Gaißmayer haben bewährte Kombinationspartner zusammengestellt, die ähnliche Ansprüche an Standort und Boden stellen. Im Folgenden werden diese Empfehlungen vorgestellt.
Empfehlungen von Stauden Stade
Stauden Stade führt Cyrtomium fortunei in einem speziellen Pflanzkonzept für den lichten Schatten. Dort wird die Gelblaubige Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana 'August Moon') als Partner genannt, deren goldgelbe Blätter einen schönen Kontrast zum dunklen Grün des Farns bilden. Weitere empfohlene Begleiter sind die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata) mit ihren zarten gelben Blüten, die Gelbrand-Blaublatt-Funkie (Hosta sieboldiana 'Frances Williams') sowie der Maiapfel (Podophyllum cultorum 'Spotty Dotty ®'), der durch seine gefleckten Blätter auffällt. Die Golderdbeere oder Waldsteinie (Waldsteinia ternata) ergänzt das Konzept als immergrüner Bodendecker. Dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Blattfarben und -formen ergibt ein durchdachtes und ganzjährig reizvolles Beet.
Empfehlungen von Gaißmayer
Gaißmayer nennt weitere Pflanzpartner, die sich in der Praxis bewährt haben. Dazu zählt die Heimische Haselwurz (Asarum europaeum), die mit ihren nierenförmigen Blättern einen dichten Teppich bildet. Auch die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata) wird hier erneut genannt. Das Traubige Duftsiegel oder die Schattenblume (Smilacina racemosa) überzeugt mit cremeweißen Blütenrispen, und die Krötenlilie (Tricyrtis hirta) bringt später im Jahr orchideenähnliche Blüten hervor. Diese Kombinationen sind ideal für schattige Bereiche, da alle Pflanzen ähnliche Ansprüche an Humus und Feuchtigkeit haben. Besonders die Krötenlilie, die im Spätsommer und Herbst blüht, verlängert die Blütezeit im Schattenbeet auf angenehme Weise.
Harmonische Gruppenbepflanzung
Bei der Zusammenstellung einer Pflanzgruppe sollte man auf eine ausgewogene Mischung aus Blattschmuck und Blütenpflanzen achten. Der Farn dient als grüne Grundstruktur, zu der andere Pflanzen akzentuierend hinzutreten. Mit Hostas, die in vielen Blautönen und Grüntönen erhältlich sind, lassen sich stimmungsvolle Farbkombinationen erzielen. Zusätzlich sorgen Elfenblumen (Epimedium) oder Lungenkraut (Pulmonaria) für frühe Blüten. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht zu dicht gesetzt werden, damit jede ihre volle Wirkung entfalten kann. Ein Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern zwischen Farn und Nachbarpflanze ist ideal.
Pflege und Überwinterung
Der Fortunes Sichel-Farn gilt als pflegeleicht, benötigt aber einige spezielle Maßnahmen, um gut durch den Winter zu kommen. Die Pflege beschränkt sich im Wesentlichen auf gelegentliches Gießen und das Entfernen alter Wedel im Frühjahr. Da die immergrünen Blätter frostempfindlich sein können, ist ein leichter Winterschutz empfehlenswert. Im Folgenden werden die wichtigsten Pflegeschritte erläutert.
Pflege im Jahresverlauf
Im Frühjahr, bevor die neuen Wedel austreiben, werden die alten, vertrockneten Wedel bodennah abgeschnitten. Dies fördert die Luftzirkulation und beugt Pilzkrankheiten vor. Während der Wachstumsperiode sollte der Farn bei Trockenheit gegossen werden, insbesondere wenn er unter Bäumen steht, die viel Wasser verbrauchen. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenkompost hält die Feuchtigkeit im Boden und versorgt die Pflanze mit Nährstoffen. Düngen ist in der Regel nicht erforderlich, da der Farn langsam wächst und mit den vorhandenen Nährstoffen auskommt. Lediglich auf sehr mageren Böden kann eine schwache Gabe Kompost im Frühjahr hilfreich sein. Schneckenprobleme sind selten, da Farnwedel von Schnecken meist gemieden werden.
Frostempfindlichkeit und Winterschutz
Cyrtomium fortunei reagiert empfindlich auf Winternässe, daher ist ein guter Wasserabzug am Standort entscheidend. Staunässe in Kombination mit Frost führt häufig zu Wurzelfäule. Gaißmayer empfiehlt, die Pflanze im Winter keiner anhaltenden Nässe auszusetzen und mit einer Abdeckung aus Laub und Reisig zu schützen. Diese Abdeckung sollte locker aufgelegt werden, um die darunterliegenden Wedel nicht zu erdrücken. In sehr rauen Lagen oder bei prognostiziertem Frost unter –10 °C kann ein zusätzlicher Schutz aus Vlies sinnvoll sein. Die immergrünen Wedel können zwar bei starkem Frost braune Spitzen bekommen, treiben aber im Frühjahr wieder frisch aus. Ein Rückschnitt der erfrorenen Wedel sollte erst im Frühjahr erfolgen, da diese die Pflanze im Winter noch vor Kälte schützen.
Winterhärte-Zonen
Die Winterhärte von Cyrtomium fortunei wird unterschiedlich bewertet. Gaißmayer ordnet den Farn der Winterhärtezone Z8 zu, was bedeutet, dass er Temperaturen bis etwa –12 °C standhält. Stauden Stade hingegen gibt die Klimazone Z6 an, also eine Verträglichkeit bis –20 °C. Diese Differenz liegt vermutlich an unterschiedlichen Herkünften oder an der Mikroklima-Toleranz. Für die Praxis bedeutet dies, dass der Farn in milderen Regionen Deutschlands im Freiland überwintern kann, während in rauen Lagen ein Winterschutz oder eine Kübelkultur mit Überwinterung im Haus angeraten ist. Auf jeden Fall sollte der Boden im Winter nicht zu nass sein, da Nässe die Frosthärte verringert. Ein geschützter Standort an einer Hauswand oder unter einer dichten Baumschicht verbessert die Überlebenschancen.
Wissenswertes um Cyrtomium fortunei
Neben den gärtnerischen Aspekten gibt es einige botanische und kulturhistorische Besonderheiten, die den Reiz dieses Farns ausmachen. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Ostasien, seine Rolle als immergrüne Bereicherung des Gartens und seine ungewöhnliche Blattform machen ihn zu einem interessanten Studienobjekt. Im folgenden Abschnitt werden einige dieser Facetten beleuchtet.
Botanische Besonderheiten
Die Blättchen von Cyrtomium fortunei tragen auf der Unterseite die Sporenbehälter (Sori), die mit einem Schleier (Industium) bedeckt sind. Diese Sporen reifen im Spätsommer und können zur Vermehrung genutzt werden, wobei die Aussaat aber Geduld erfordert. Der Farn ist auch unter dem Namen Ilexfarn bekannt, da seine Blättchen an die der Stechpalme erinnern. Diese Ähnlichkeit ist rein optisch, denn botanisch sind die Gattungen nicht miteinander verwandt. In Japan wird Cyrtomium seit Jahrhunderten in Gärten kultiviert, besonders in Kombination mit Azaleen und Bambus. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin findet er Verwendung, allerdings ist eine Selbstmedikation nicht zu empfehlen. Wer sich für Farne begeistert, wird an Cyrtomium fortunei seine Freude haben, denn er vereint Schönheit mit Pflegeleichtigkeit und winterlichem Grün.
| Name Deutsch: | Fortunes Sichel-Farn. |
| Name Botanisch: | Cyrtomium fortunei. |
| Wuchs: | Aufrechte Wuchsform, rhizombildend, Pflanzenhöhe bis ca. 50 cm. |
| Wuchshöhe: | bis zu 50 cm. |
| Blatt: | Immergrün, dunkelgrün, gefiedertes Blatt. |
| Wurzeln: | Rhizombildend. |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden. |
| Standort: | Halbschattig bis schattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Das Cyrtomium fortunei (Fortunes Sichel-Farn) erhält seinen Namen aufgrund seiner Blattform. Der Fortunes Sichel-Farn wird besonders im Bereich von Gehölzen und Gehölzrändern gepflanzt. An einem festen Standort entwickelt er sich über Jahre wunderschön.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait des Fortunes Sichel-FarnsDer Fortunes Sichel-Farn, botanisch Cyrtomium fortunei, ist ein immergrüner Farn, der mit seinen markanten Wedeln selbst in schattigen Gartenecken Akzente setzt. Er zählt zu den wenigen Farnarten, die ganzjährig attraktives Laub bieten und sich daher hervorragend für Gehölzränder und unter Bäumen eignen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über seine botanische Einordnung, seinen Wuchs und seine Herkunft. Botanische EinordnungCyrtomium fortunei gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und wird gelegentlich unter dem Synonym Polystichum falcatum var. fortunei geführt. Dieses Synonym weist auf die enge Verwandtschaft mit dem Sichelfarn (Cyrtomium falcatum) hin, von dem er sich durch etwas schmalere und weniger ledrige Wedel unterscheidet. Der Gattungsname Cyrtomium leitet sich vom.... |
Pflanz- und Pflegetipps Cyrtomium fortunei / Fortunes Sichel-Farn
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
Sie suchen eine Alternative?
In folgenden Kategorien finden Sie schöne Alternativen zum hier gezeigten Artikel Cyrtomium fortunei / Fortunes Sichel-Farn:
