| Wuchs: | Kleine Staude, aufrecht, buschig, bis zu 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm |
| Blatt: | Immergrün, länglich bis schwertförmig, am Ende spitz zulaufend, glattrandig, häufig ab der Mitte abknickend und hängend, frischgrün, ca. 50 cm lang |
| Frucht: | Kapselfrucht, enthalten Samen |
| Blüte: | Blau, trichterförmig, doldenartige Blütenstände, auf bis zu 140 cm hohen Blütenstengel |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Rinde: | - |
| Wurzeln: | Fleischig |
| Boden: | Frische bis feuchte, nahrhafte, humose und lehmige Untergründe, Staunässe vermeiden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Eigenschaften: |
Die Agapanthus praecox (Blaue Schmucklilie / Blaue Liebesblume) ist ein sehr beliebtes Zierelement, das gerne als Kübelpflanze auf Terrassen, Balkonen oder in den Garten gesetzt wird. Ihre blaue...
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| Wuchs: | Kleine Staude, aufrecht, buschig, bis zu 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm |
| Blatt: | Immergrün, länglich bis schwertförmig, am Ende spitz zulaufend, glattrandig, häufig ab der Mitte abknickend und hängend, frischgrün, ca. 50 cm lang |
| Frucht: | Kapselfrucht, enthalten Samen |
| Blüte: | Blau, trichterförmig, doldenartige Blütenstände, auf bis zu 140 cm hohen Blütenstengel |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Rinde: | - |
| Wurzeln: | Fleischig |
| Boden: | Frische bis feuchte, nahrhafte, humose und lehmige Untergründe, Staunässe vermeiden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Eigenschaften: | Die Agapanthus praecox (Blaue Schmucklilie / Blaue Liebesblume) ist ein sehr beliebtes Zierelement, das gerne als Kübelpflanze auf Terrassen, Balkonen oder in den Garten gesetzt wird. Ihre blaue Blüte erweist sich als sehr dekorativ und wird garantiert tolle Akzente setzen. Da die Schmucklilie nur bedingt frosthart ist, sollte sie im Winter an einen frostfreien Standort geschützt werden. |
- Agapanthus praecox – ausdrucksstarke Erscheinung mit südafrikanischem Charme
- Standort und Boden
- Blaue Liebesblume mit eindrucksvoller Blüte
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Agapanthus praecox
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes zu Agapanthus praecox
Agapanthus praecox – ausdrucksstarke Erscheinung mit südafrikanischem Charme
Die Blaue Schmucklilie, auch Blaue Liebesblume genannt, trägt botanisch den Namen Agapanthus praecox und verbindet klare Blattlinien mit einer auffallend eleganten Sommerblüte. Die Art stammt ursprünglich aus Südafrika und bringt jene Mischung aus Kraft, Leuchtkraft und architektonischer Ruhe mit, die auf Terrasse, Balkon und im Garten sofort Wirkung zeigt. Sie wächst als kleine, aufrechte und buschige Staude, erreicht im Laub etwa 100 Zentimeter Höhe und schiebt ihre Blütenstängel deutlich darüber hinaus. Gerade diese Spannweite zwischen dichtem Blattschopf und hohen Blütenkugeln macht ihren besonderen Reiz aus. Wer eine Pflanze sucht, die zugleich mediterran anmutet und doch nicht beliebig wirkt, findet in ihr eine überzeugende Wahl.
Herkunft und Wuchsform
In ihrer Heimat wächst die Art auf offenen Grasflächen und in Felsregionen, was ihren robusten, zugleich aber durchlässige Bedingungen liebenden Charakter gut erklärt. Aus dem Boden treibt ein dichter Horst mit fleischigen Wurzeln, die Wasser und Nährstoffe speichern können, aber auf vernässte Erde empfindlich reagieren. Die Pflanze baut mit der Zeit einen buschigen, geordneten Habitus auf, der auch ohne Blüte sehr präsent wirkt. Ihre länglichen bis schwertförmigen Blätter stehen zunächst aufrecht, knicken jedoch häufig etwa ab der Mitte weich über und hängen dann elegant herab. Dadurch entsteht eine lebendige Silhouette, die strenge Formen vermeidet und dennoch klar gegliedert bleibt. Im ausgewachsenen Zustand wirkt die Staude kompakt im Ansatz, aber großzügig in der Ausstrahlung.
Blaue Schmucklilie im Überblick
Agapanthus praecox gilt als die bekannteste Vertreterin der Gattung Agapanthus und ist nicht ohne Grund in vielen Gärten und auf Terrassen zu finden. Ihre Beliebtheit verdankt sie vor allem den dekorativen, blau leuchtenden Blütenständen, die über dem Laub wie schwebende Kugeln erscheinen. Die Blütezeit reicht von Juli bis September, also genau durch jene Monate, in denen sonnige Plätze nach einer klaren, ausdauernden Struktur verlangen. Da es sich um eine immergrüne Art handelt, bleibt der Blattschopf auch außerhalb der Hauptsaison ein wichtiger Schmuckwert. Besonders in Gefäßen entfaltet die Pflanze ihren Charakter, weil dort Form, Laub und Blütenstiele gut zur Geltung kommen. Zugleich verlangt sie von Anfang an einen Platz, der ihre begrenzte Frosthärte berücksichtigt.
Damit die Blaue Liebesblume ihr ganzes Potenzial zeigt, müssen Licht, Boden und Wasserhaushalt stimmig sein. Sie ist keine komplizierte Staude, reagiert aber deutlich auf ungeeignete Standorte, etwa auf dauerhaft nasse oder zu dunkle Plätze. Wer ihre Herkunft und ihren Wuchs berücksichtigt, schafft die Grundlage für kräftige Horste, gesunde Blätter und eine reiche Sommerblüte.
Standort und Boden
Im Garten oder Kübel verlangt diese Staude nach einem ausgewogenen Verhältnis aus Wärme, Licht und gleichmäßiger Feuchtigkeit. Sie liebt keine Extreme in die eine oder andere Richtung: Weder ausgetrocknete, nährstoffarme Erde noch verdichtete, staunasse Böden führen zu überzeugenden Ergebnissen. Der richtige Platz entscheidet daher wesentlich darüber, ob die Pflanze eher verhalten wächst oder Jahr für Jahr mit starken Blütenschäften auftritt.
Idealer Platz im Garten oder Kübel
Der passende Standort ist sonnig bis halbschattig, wobei sich ein heller, warmer Platz mit mehreren Stunden Sonne täglich besonders bewährt. In voller Sonne entwickeln sich Blütenfülle und Standfestigkeit meist am besten, solange die Wasserversorgung nicht abreißt. Halbschatten wird toleriert, doch kann die Blühfreude dort etwas geringer ausfallen und der Habitus lockerer wirken. Auf Terrassen und Balkonen ist ein windgeschützter Standort hilfreich, damit die hohen Blütenstängel nicht unnötig belastet werden. Zugleich sollte die Luft zirkulieren können, denn ein zu enger, stickiger Platz begünstigt weiches Wachstum. In Regionen mit kühleren Sommern ist eine geschützte Süd- oder Westlage besonders sinnvoll.
Boden für Agapanthus praecox
Ideal sind frische bis feuchte, nahrhafte, humose und lehmige Untergründe, die Wasser speichern, ohne dauerhaft nass zu bleiben. Ebenso wichtig ist eine gute Drainage, denn Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, vor allem wegen der fleischigen Wurzeln. Im Beet lässt sich schwere Erde mit reifem Kompost und etwas grobem mineralischem Material lockern, damit Wasser besser abziehen kann. Im Kübel empfiehlt sich eine strukturstabile, nährstoffreiche Pflanzerde mit einer Drainageschicht am Topfboden. Der Boden sollte weder völlig austrocknen noch ständig klatschnass sein; gleichmäßige Feuchtigkeit bringt die besten Ergebnisse. Beim pH-Wert zeigt sich die Pflanze anpassungsfähig, solange Humusgehalt, Nährstoffversorgung und Durchlässigkeit stimmen.
Hat die Agapanthus praecox ihren Platz gefunden, zieht im Sommer vor allem ihre Blüte alle Blicke auf sich. Doch der Zierwert endet nicht bei den Dolden, denn auch das Laub trägt wesentlich zur Wirkung bei. Gerade das Zusammenspiel aus frischem Grün und klaren Blauvioletttönen verleiht der Pflanze ihre unverwechselbare Ausstrahlung.
Blaue Liebesblume mit eindrucksvoller Blüte
Die Pflanze lebt gestalterisch von Kontrasten: unten der dichte, weich überhängende Blattschopf, darüber die geraden Stiele mit schwebenden Blütenständen. Diese klare Zweiteilung wirkt in modernen Anlagen ebenso überzeugend wie in üppigen Sommerbeeten. Weil die Blüte erst im Hochsommer einsetzt, wird die Blaue Liebesblume oft zum Höhepunkt einer Pflanzung, wenn viele Frühjahrsstauden längst verblüht sind.
Blütenbild und Blütezeit
Von Juli bis September erscheinen die auffälligen, doldenartigen Blütenstände, die aus zahlreichen Einzelblüten zusammengesetzt sind. Die Einzelblüten sind blau und trichterförmig, die Blütenstängel können bis zu 140 Zentimeter hoch werden. Dadurch heben sich die Blüten deutlich über das Laub und erzeugen eine luftige, fast schwebende Wirkung. Die Farbe wirkt je nach Licht kühler oder satter und lässt sich besonders gut mit Silberlaub, Weiß oder dunklem Purpur kombinieren. Verblühte Dolden verlieren ihren Reiz nicht sofort, weil sie zunächst noch Form behalten und Struktur geben. Später entwickeln sich Kapselfrüchte, in denen Samen enthalten sind.
Laub von Agapanthus praecox
Agapanthus praecox ist eine immergrüne Art, deshalb bleibt ihr Blattschopf über lange Zeit ein wichtiger Bestandteil der Gartengestaltung. Die Blätter sind länglich bis schwertförmig, frischgrün und etwa 50 Zentimeter lang. Am Ende laufen sie spitz zu, die Ränder sind glatt, und viele Blätter knicken etwa ab der Mitte weich ab, sodass der Horst locker überhängt. Diese Form verleiht der Pflanze Bewegung, ohne unruhig zu wirken. Das frische Grün harmoniert ausgezeichnet mit Stein, Terrakotta, Holz und klaren Gefäßformen. Selbst außerhalb der Blütezeit hat die Pflanze dadurch einen ausgesprochen ordentlichen, gepflegten Auftritt.
Durch ihren prägnanten Habitus ist die Staude nicht auf eine einzige Gartensituation festgelegt. Sie kann Solitär sein, mit anderen Stauden zusammenspielen oder auf kleinem Raum im Kübel Akzente setzen. Entscheidend ist weniger die Größe der Fläche als die Qualität des Standorts und die bewusste Einbindung in das Umfeld.
Verwendung im Garten
Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom repräsentativen Gefäß auf der Terrasse bis zur strukturbildenden Staude im sommerlichen Beet. Dabei wirkt die Pflanze am überzeugendsten, wenn man ihre klare Form nicht durch zu viele unruhige Nachbarn schwächt. Einige wenige, gut gesetzte Exemplare erzielen häufig mehr Wirkung als eine überladene Kombination mit beliebigen Sommerblühern.
Kübel, Terrasse und Balkon mit der Blauen Schmucklilie
Die immergrüne Art eignet sich hierzulande besonders gut als Kübelpflanze für Balkon, Terrasse und Wintergarten. Gerade im Gefäß lassen sich die aufrechten Blütenstiele und das überhängende Laub wirkungsvoll inszenieren, etwa vor hellen Wänden oder neben Sitzplätzen. Wichtig ist ein ausreichend großes Pflanzgefäß, damit sich die fleischigen Wurzeln gut entwickeln und die Erde nicht zu rasch austrocknet. Töpfe aus Terrakotta, Keramik oder frostbeständigem Steinzeug unterstreichen den charaktervollen Auftritt der Pflanze besonders schön. Auf kleinen Balkonen wirkt ein einzelnes kräftiges Exemplar oft eleganter als eine Gruppe vieler verschiedener Arten. Weil die Pflanze im Winter geschützt werden muss, bietet die Kultur im Kübel zudem praktische Vorteile beim Einräumen.
Wirkung im Beet und in der Rabatte
Im Beet setzt die Staude klare vertikale Akzente und bringt in sonnige bis halbschattige Rabatten eine gewisse Ruhe in das Gesamtbild. Besonders gut funktioniert sie in Gruppen von drei bis fünf Exemplaren, wo sich die rhythmische Wiederholung der Blütenkugeln über dem Laub entfalten kann. Sie passt zu modernen Kiesbeeten ebenso wie zu klassischen Staudenrabatten, sofern der Boden frisch, nährstoffreich und durchlässig ist. In gemischten Pflanzungen sollte man darauf achten, dass Nachbarpflanzen die Blattschöpfe nicht überwuchern. Ideal ist ein Platz im vorderen bis mittleren Beetbereich, wenn die Blütenstiele darüber hinausragen dürfen. Durch das immergrüne Laub bleibt auch nach der Blüte eine ordnende Struktur erhalten.
Als Schnittblume für sommerliche Arrangements
Agapanthus-Arten werden als beliebte Schnittblumen geschätzt, und auch diese Art liefert langstielige, markante Dolden für sommerliche Sträuße. Die Blüten wirken in der Vase elegant und modern, besonders in lockeren Arrangements mit Gräsern oder wenigen großblütigen Begleitern. Geschnitten wird am besten, wenn ein Teil der Einzelblüten bereits geöffnet ist und weitere Knospen noch nachkommen können. Die langen Stiele eignen sich hervorragend für hohe Gefäße, in denen die kugeligen Blütenstände frei stehen dürfen. Durch ihre klare Form bringen sie Leichtigkeit in Sträuße, ohne sich aufzudrängen. Auch einzeln in einer schmalen Vase wirkt ein Blütenstiel bemerkenswert edel.
Damit die Pflanze ihre Wirkung nicht allein entfalten muss, lohnt sich die bewusste Wahl passender Nachbarn. Gute Pflanzpartner greifen Form, Farbe oder Jahreszeit auf und unterstützen entweder den architektonischen Charakter oder die sommerliche Fülle. Besonders schön sind Kombinationen, in denen das Blau der Blüten entweder wiederholt oder durch warme Gegentöne betont wird.
Pflanzpartner für Agapanthus praecox
Begleitpflanzen sollten ähnliche Ansprüche an Licht, Boden und Wasser mitbringen, damit die Pflanzung dauerhaft harmonisch bleibt. Zugleich ist es sinnvoll, mit unterschiedlichen Blattformen und Blühzeitpunkten zu arbeiten. So entsteht ein abwechslungsreiches Bild, in dem die Schmucklilie nicht untergeht, sondern ihre starke Gestalt voll ausspielen kann.
Strukturstauden für sonnige Plätze
Sehr passend sind Purpur-Sonnenhut, botanisch Echinacea purpurea, und Steppen-Salbei, botanisch Salvia nemorosa, weil ihre sommerliche Blüte gut mit dem Erscheinungsbild der Schmucklilie korrespondiert. Echinacea bringt mit den breiten Korbblüten eine weichere Form ins Spiel und setzt in Rosa, Purpur oder Weiß reizvolle Gegentöne zum Blau. Salvia nemorosa wirkt mit seinen aufrechten Blütenkerzen als ruhiger, strukturgebender Begleiter und unterstreicht den vertikalen Charakter der Pflanzung. Ebenfalls empfehlenswert ist das Lampenputzergras, Pennisetum alopecuroides, dessen weiche Ähren und bogiger Wuchs einen angenehmen Kontrast zu den schwertförmigen Blättern bilden. Für silbrige Akzente eignet sich Woll-Ziest, Stachys byzantina, der mit seinem filzigen Laub die Frische des Grüns betont. In solchen Kombinationen wirkt die Pflanze zugleich klar und lebendig.
Begleiter zur Blauen Liebesblume im Kübel
Im Kübel sollte man zurückhaltender kombinieren, damit die Blaue Liebesblume ihre elegante Linienführung behält. Gut geeignet ist der Federborstengras-Kompaktwuchs, Pennisetum alopecuroides 'Hameln', oder weiß blühende Zauberglöckchen, Calibrachoa in Sorten, sofern ausreichend Wasser und Nährstoffe zur Verfügung stehen. Auch die Silberblättrige Lakritze, Helichrysum petiolare, kann mit ihrem hellen Laub einen schönen Rahmen geben, ohne die Hauptpflanze optisch zu bedrängen. Wer einen ruhigeren, edleren Ausdruck bevorzugt, kombiniert mit Purpurglöckchen, Heuchera in dunkellaubigen Sorten, und setzt damit einen kräftigen Farbkontrast unterhalb der Blütenstiele. Wichtig ist, dass Begleiter nicht zu hoch werden und die Basis der Pflanze nicht dauerhaft beschatten. So bleibt der charakteristische Horst der Agapanthus auch im gemischten Gefäß klar erkennbar.
So wirkungsvoll die Staude erscheint, ganz ohne Pflege kommt sie nicht aus. Vor allem im Kübel verlangt sie nach einer regelmäßigen Wasserversorgung und einem wachsamen Blick auf den Winter. Wer ihre Bedürfnisse versteht, wird jedoch mit einer langlebigen und jedes Jahr eindrucksvolleren Pflanze belohnt.
Pflege und Überwinterung
Die Pflege zielt vor allem darauf ab, ein ausgewogenes Verhältnis aus Feuchtigkeit, Nährstoffen und Schutz vor Frost zu schaffen. Dabei ist weniger ständiges Eingreifen gefragt als ein rhythmisches, angepasstes Handeln im Jahreslauf. Gerade weil die Pflanze fleischige Wurzeln besitzt und immergrün ist, reagiert sie auf Vernachlässigung anders als viele einziehende Stauden.
Gießen und Düngen
Der Wurzelballen sollte während der Wachstums- und Blütezeit gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass sich Wasser im Untersetzer oder im Boden staut. In heißen Sommerwochen benötigen Kübelpflanzen oft deutlich häufiger Wasser als ausgepflanzte Exemplare, weil das Substrat rascher durchwärmt und austrocknet. Gleichzeitig ist Augenmaß wichtig: Dauerhaft nasse Erde nimmt den Wurzeln Luft und kann die Vitalität schwächen. Gedüngt wird am besten von Frühjahr bis etwa Mitte Sommer in maßvollen Gaben, damit ausreichend Nährstoffe für Laub und Blütenstiele bereitstehen. Eine humose, nährstoffreiche Erde bildet die Grundlage, zusätzliche Düngung sollte eher ergänzen als ersetzen. Ab Spätsommer wird weniger oder gar nicht mehr gedüngt, damit das Gewebe vor dem Winter besser ausreifen kann.
Agapanthus praecox schneiden und vermehren
Verblühte Stiele können bodennah entfernt werden, sobald sie unansehnlich werden oder keine Samenbildung erwünscht ist. Das sorgt für ein gepflegtes Erscheinungsbild und lenkt die Kraft der Pflanze in Blatt- und Wurzelentwicklung. Zur Vermehrung empfiehlt sich die Teilung im Frühjahr, besonders von März bis April. Dabei wird der Horst mit einem scharfen Werkzeug in kräftige Stücke zerlegt, die jeweils ausreichend Wurzeln und Blattansätze besitzen sollten. Wichtig ist, dass die Wurzeln beim Teilen nicht austrocknen und die geteilten Pflanzen anschließend reichlich Wasser erhalten. Diese Vorsicht ist sinnvoll, weil die fleischigen Wurzeln zwar speichern können, verletztes Gewebe aber in trockener Umgebung schnell an Spannkraft verliert.
Winterschutz und richtiger Umgang mit Frost
Die Pflanze ist nur bedingt frosthart und sollte daher in kalten Wintern nicht ungeschützt im Freien bleiben. Besonders sicher ist ein frostfreier, heller bis leicht schattiger Überwinterungsplatz, etwa in einem ungeheizten Wintergarten, einer hellen Garage oder einem geschützten Nebenraum. Während dieser Zeit wird nur so viel gegossen, dass der Ballen nicht vollständig austrocknet; Nässe ist jetzt besonders problematisch. Das immergrüne Laub bleibt erhalten und sollte möglichst nicht stark beschädigt werden, weil es weiterhin einen Teil der Energieversorgung übernimmt. Ausgepflanzte Exemplare sind in wintermilden Regionen allenfalls mit sehr gutem Schutz zu versuchen, bleiben aber deutlich riskanter als Kübelpflanzen. Wer die Staude zuverlässig kultivieren möchte, behandelt sie deshalb von vornherein als Pflanze mit Winterquartier.
Neben ihrer Gartentauglichkeit besitzt die Art auch einen interessanten kulturellen und sprachlichen Hintergrund. Gerade ihr Name erzählt bereits viel über ihre Wahrnehmung als Zierpflanze. Solche Details machen den Reiz einer Staude oft erst vollständig verständlich.
Wissenswertes zu Agapanthus praecox
Manche Pflanzen werden vor allem wegen ihrer Blüte geschätzt, andere wegen ihrer Herkunft oder ihrer Geschichte. Bei dieser Art kommt beides zusammen: Sie ist einerseits eine ausgesprochen dekorative Staude, andererseits eine Pflanze mit einem Namen, der bis heute nachklingt. Das erklärt auch, weshalb sie seit Langem weit über Liebhaberkreise hinaus bekannt ist.
Name und botanischer Hintergrund
Der Volksname Liebesblume wird als wörtliche Übersetzung des botanischen Namens Agapanthus erklärt, was der Pflanze eine poetische Note verleiht, ohne künstlich zu wirken. Gleichzeitig steht die Bezeichnung Blaue Schmucklilie für ihre dekorative Funktion, auch wenn sie botanisch keine echte Lilie ist. Als immergrüne Art innerhalb der Schmucklilien nimmt Agapanthus praecox im Sortiment eine besondere Stellung ein, weil sie das ganze Jahr über Struktur bietet. Die nach der Blüte entstehenden Kapselfrüchte mit Samen sind ein weiteres typisches Merkmal und zeigen den vollständigen Entwicklungszyklus der Pflanze. Für den praktischen Gartenwert ist jedoch weniger die Frucht als das Zusammenspiel aus immergrünem Laub, hoher Blüte und Kübeltauglichkeit entscheidend. So verbindet diese südafrikanische Staude botanische Eigenart mit einer Gartenwirkung, die lange im Gedächtnis bleibt.
| Name Deutsch: | Blaue Schmucklilie / Blaue Liebesblume. |
| Name Botanisch: | Agapanthus praecox. |
| Wuchs: | Kleine Staude, aufrecht, buschig, bis zu 100 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 100 cm. |
| Blatt: | Immergrün, länglich bis schwertförmig, am Ende spitz zulaufend, glattrandig, häufig ab der Mitte abknickend und hängend, frischgrün, ca. 50 cm lang. |
| Frucht: | Kapselfrucht, enthalten Samen. |
| Blüte: | Blau, trichterförmig, doldenartige Blütenstände, auf bis zu 140 cm hohen Blütenstengel. |
| Blütezeit: | Juli bis September. |
| Rinde: | -. |
| Wurzeln: | Fleischig. |
| Boden: | Frische bis feuchte, nahrhafte, humose und lehmige Untergründe, Staunässe vermeiden. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Eigenschaften: | Die Agapanthus praecox (Blaue Schmucklilie / Blaue Liebesblume) ist ein sehr beliebtes Zierelement, das gerne als Kübelpflanze auf Terrassen, Balkonen oder in den Garten gesetzt wird. Ihre blaue Blüte erweist sich als sehr dekorativ und wird garantiert tolle Akzente setzen. Da die Schmucklilie nur bedingt frosthart ist, sollte sie im Winter an einen frostfreien Standort geschützt werden.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Agapanthus praecox – ausdrucksstarke Erscheinung mit südafrikanischem CharmeDie Blaue Schmucklilie, auch Blaue Liebesblume genannt, trägt botanisch den Namen Agapanthus praecox und verbindet klare Blattlinien mit einer auffallend eleganten Sommerblüte. Die Art stammt ursprünglich aus Südafrika und bringt jene Mischung aus Kraft, Leuchtkraft und architektonischer Ruhe mit, die auf Terrasse, Balkon und im Garten sofort Wirkung zeigt. Sie wächst als kleine, aufrechte und buschige Staude, erreicht im Laub etwa 100 Zentimeter Höhe und schiebt ihre Blütenstängel deutlich darüber hinaus. Gerade diese Spannweite zwischen dichtem Blattschopf und hohen Blütenkugeln macht ihren besonderen Reiz aus. Wer eine Pflanze sucht, die zugleich mediterran anmutet und doch nicht beliebig wirkt, findet in ihr.... |
Pflanz- und Pflegetipps Agapanthus praecox / Blaue Schmucklilie / Blaue Liebesblume
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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