| Wuchs: | Horstbildender, bodendeckender Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 20 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm |
| Blatt: | Grün, silbrig-grün, wintergrün, efeuartig geformt |
| Blüte: | Zartrosa, nach oben geklappte Blütenblätter |
| Blütezeit: | August bis November |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, frischer Boden, Staunässe vermeiden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 16 |
| Eigenschaften: |
Das Cyclamen hederifolium (Herbst-Alpenveilchen) bietet gerade im Spätsommer/ Herbst ein wunderschönes Bild, besonders im Gehölzbereich bzw. an Gehölzrändern als auch als Grabbepflanzung. Dort...
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| Wuchs: | Horstbildender, bodendeckender Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 20 cm |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm |
| Blatt: | Grün, silbrig-grün, wintergrün, efeuartig geformt |
| Blüte: | Zartrosa, nach oben geklappte Blütenblätter |
| Blütezeit: | August bis November |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, frischer Boden, Staunässe vermeiden |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 16 |
| Eigenschaften: | Das Cyclamen hederifolium (Herbst-Alpenveilchen) bietet gerade im Spätsommer/ Herbst ein wunderschönes Bild, besonders im Gehölzbereich bzw. an Gehölzrändern als auch als Grabbepflanzung. Dort bildet das einmalige Zartrosa der reichhaltigen Blüte einen tollen Farbtupfer. Zum Winter hin erhält sie dann ihr Blattwerk - das auch erst in der Mitte der Blütephase erscheint - und geht dann im Juni in die Erde zurück. |
- Portrait des Herbst-Alpenveilchens
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk des Herbst-Alpenveilchens
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Cyclamen hederifolium
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über das Herbst-Alpenveilchen
Portrait des Herbst-Alpenveilchens
Das Herbst-Alpenveilchen, botanisch Cyclamen hederifolium, ist eine bezaubernde Knollenstaude, die den Garten im Spätsommer und Herbst mit einer Fülle zartrosa Blüten schmückt. Ursprünglich in mediterranen Regionen Europas beheimatet, hat es sich als robuste und pflegeleichte Pflanze für halbschattige Standorte etabliert. Mit seinem horstbildenden, bodendeckenden Wuchs und einer Höhe von nur etwa 20 Zentimetern eignet es sich hervorragend zur Unterpflanzung von Gehölzen oder für naturnahe Steinanlagen. Im Laufe der Jahre können die Knollen einen beeindruckenden Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen, was die Langlebigkeit dieser Art unterstreicht. Besonders reizvoll ist der Jahresrhythmus: Die Blüten erscheinen ab August noch vor dem Laub, das erst im Herbst nachwächst und den Winter über grün bleibt, bevor die Pflanze im Frühsommer einzieht.
Botanische Einordnung und Herkunft
Cyclamen hederifolium gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist im Mittelmeerraum heimisch, wo es in lichten Wäldern und felsigen Lagen wächst. Der Artname „hederifolium“ bedeutet „mit efeuartigen Blättern“ und verweist auf die charakteristische Blattform. Ein gebräuchliches Synonym ist Cyclamen neapolitanum, was auf die Herkunft aus der Gegend um Neapel hindeutet. Die Pflanze ist winterhart und gut an mitteleuropäische Klimabedingungen angepasst, solange der Boden nicht zu nass ist. Ihre Fähigkeit, sich durch Selbstaussaat zu vermehren, macht sie zu einer wertvollen Bereicherung für naturnahe Gärten. Die Knollen sind langlebig und können Jahrzehnte alt werden, wobei sie langsam an Größe zunehmen. Diese Eigenschaften machen das Herbst-Alpenveilchen zu einer verlässlichen Staude für schattige bis halbschattige Plätze.
Wuchs und Erscheinungsbild
Das Herbst-Alpenveilchen wächst horstig und bildet dichte, flache Teppiche aus runden Knollen, die sich im Boden ausbreiten. Die Blätter erscheinen erst nach dem Blühbeginn im September und sind wintergrün: Sie bleiben den gesamten Winter über erhalten und verleihen dem Garten auch in der kalten Jahreszeit eine frische, grüne Note. Erst im Juni des folgenden Jahres zieht die Pflanze oberirdisch ein – die Blätter vergilben und sterben ab, während die Knolle in eine Sommerruhe übergeht. Dieser Rhythmus ist typisch für viele Alpenveilchen-Arten und ermöglicht es der Pflanze, Trockenperioden zu überstehen. Die Blätter sind rundlich bis nierenförmig mit deutlicher Blattspitze und oft mit silbrigen Zeichnungen marmoriert, was einen zusätzlichen Zierwert bietet. Die Blüten stehen auf dünnen, gebogenen Stielen und ragen etwa 10 bis 15 Zentimeter über das Laub hinaus. Jede einzelne Blüte zeigt fünf zurückgeschlagene, zartrosa Kronblätter, die an Flügel erinnern. Von August bis November öffnen sich kontinuierlich neue Blüten, sodass eine lange Blütezeit gewährleistet ist.
Standort und Boden
Für ein gesundes Wachstum benötigt das Herbst-Alpenveilchen einen Standort, der seinen natürlichen Lebensbedingungen nachempfunden ist. Die Pflanze gedeiht am besten an halbschattigen bis schattigen Plätzen, etwa unter lichten Gehölzen oder an Gehölzrändern. Staunässe verträgt sie nicht, weshalb ein gut durchlässiger Boden essenziell ist. Mit der richtigen Standortwahl und einer passenden Bodenvorbereitung kann man die Voraussetzungen für eine reiche Blüte und eine lange Lebensdauer schaffen.
Optimale Standortbedingungen für Cyclamen hederifolium
Die ideale Position für Cyclamen hederifolium ist ein Platz im lichten Schatten, beispielsweise unter Laubbäumen oder großen Sträuchern. Hier ist die Pflanze vor der intensiven Mittagssonne geschützt, erhält aber noch ausreichend Helligkeit für eine üppige Blüte. Auch Gehölzränder, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, bieten gute Bedingungen. Die Staude reagiert empfindlich auf pralle Sonne, insbesondere während der Blütezeit im Sommer. Ein Vorteil der schattigen Lage ist, dass der Boden im Sommer nicht so schnell austrocknet, da die Verdunstung geringer ist. Allerdings sollte der Standort durchlässig sein, denn selbst im Schatten kann sich bei schweren Böden Staunässe bilden. Ein leichter, humoser Boden mit einem hohen Anteil an organischem Material ist optimal. Reichert man den Boden vor der Pflanzung mit etwas Kompost oder Lauberde an, schafft man ideale Startbedingungen. Laut Gaißmayer eignet sich Cyclamen hederifolium für Gehölz, Gehölzrand und Steinanlagen mit frischem bis trockenem Boden.
Bodenansprüche und Vorbereitung
Das Substrat sollte durchlässig und humos sein, mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da die Knollen sonst faulen. Bei schweren Lehmböden empfiehlt es sich, Sand oder feinen Kies unterzumischen, um die Drainage zu verbessern. Auch eine Pflanzung in leichten Erhöhungen oder an Hängen kann helfen, überschüssiges Wasser abzuleiten. Vor der Pflanzung lockert man den Boden gründlich und entfernt Unkräuter. Die Knollen werden etwa fünf bis acht Zentimeter tief gesetzt, mit der leicht gewölbten Seite nach oben. Ein Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern (16 Pflanzen pro Quadratmeter) sorgt für eine geschlossene Decke. Nach dem Einsetzen wird leicht angegossen, um den Bodenschluss zu fördern. In den ersten Wochen sollte die Erde nicht austrocknen, aber auch nicht nass sein. Eine Mulchschicht aus Laub hält den Boden im Winter kühl und schützt die Knollen vor starken Temperaturschwankungen.
Blüte und Blattwerk des Herbst-Alpenveilchens
Die Blütezeit des Herbst-Alpenveilchens erstreckt sich von August bis November und fällt damit in eine Zeit, in der viele andere Stauden bereits verblüht sind. Die zartrosa Blüten mit ihren charakteristisch zurückgebogenen Blütenblättern erscheinen noch vor den Blättern und setzen leuchtende Akzente im Herbstgarten. Das Laub hingegen entfaltet sich erst im September und bleibt den Winter über attraktiv.
Die zarte Spätsommerblüte
Die Blüten des Herbst-Alpenveilchens entwickeln sich aus kleinen Knospen, die im August zuerst erscheinen. Jede Blüte sitzt auf einem dünnen, federnden Stiel, der sich zunächst rollt und dann aufrichtet. Die fünf Kronblätter sind nach hinten geklappt und erinnern an kleine Schmetterlinge. Ihre Farbe variiert von zartem Rosa bis zu einem kräftigeren Pink, wobei die Blüten an der Basis oft einen dunkleren Fleck aufweisen. Die Blütezeit ist lang: Von August bis November öffnen sich kontinuierlich neue Blüten, sodass oft ein buntes Blütenmeer entsteht. In milden Wintern können sogar noch vereinzelte Blüten bis in den Dezember hinein erscheinen. Die Blüten verströmen einen feinen, süßlichen Duft, der Schmetterlinge und Bienen anlockt. Trotz ihrer Zartheit sind die Blüten erstaunlich witterungsbeständig und überstehen auch kühle Herbstnächte unbeschadet. Die Knollen sind reich an Reservestoffen, die die lange Blütezeit ermöglichen. Nach der Blüte bilden sich Samenkapseln, die aufgewirbelt werden und zur Selbstaussaat führen – daher sollte man zwischen den Pflanzen nicht hacken.
Das efeuartige Laub
Nach dem Blühbeginn, meist im September, erscheinen die typischen efeuartigen Blätter. Sie sind rundlich bis herzförmig mit einer deutlichen Blattspitze und einem glatten, leicht ledrigen Rand. Die Blattoberseite ist dunkelgrün mit silbrigen Zeichnungen – ein Muster, das an Marmor oder Filigran erinnert. Die Unterseite ist hellgrün. Diese Blätter bleiben den gesamten Winter über erhalten und schmücken den Garten auch in der trüben Jahreszeit. Im Frühjahr vergrößern sie sich noch etwas, bevor sie ab Mai allmählich vergilben und im Juni ganz einziehen. Die Winterhärte der Blätter ist bemerkenswert: Sie überstehen Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius, wenn sie von einer Schneedecke geschützt sind. In schneearmen Wintern kann es zu Frostschäden an den Blatträndern kommen, die aber im Folgejahr durch Neuaustrieb ausgeglichen werden. Die dichte Blattrosette unterdrückt zuverlässig Unkraut und stabilisiert die Bodenstruktur. Die Blätter sind reich an Saponinen, die für den typischen Geschmack der Cyclamen-Arten verantwortlich sind.
Verwendung im Garten
Das Herbst-Alpenveilchen ist eine vielseitige Staude für schattige bis halbschattige Bereiche. Es eignet sich als Unterpflanzung von Gehölzen, in Steinanlagen und sogar für die Grabgestaltung. Seine Vorliebe für gut durchlässige Böden macht es zur idealen Wahl für trockenere Standorte im Schatten.
Als Gehölzunterpflanzung
Unter Laubbäumen und Sträuchern fühlt sich das Herbst-Alpenveilchen besonders wohl. Es bildet mit der Zeit dichte Teppiche, die den Boden bedecken und Unkrautwuchs verhindern. Die späte Blütezeit im Herbst bringt Farbe in das oft trübe Unterholz, während das wintergrüne Laub auch in den kalten Monaten für Kontraste sorgt. Besonders reizvoll ist die Kombination mit früh austreibenden Frühlingsblühern wie Schneeglöckchen oder Frühlings-Alpenveilchen, die den Zyklus der Jahreszeiten widerspiegeln. Die flachen Knollen lassen sich gut zwischen Wurzeln hindurch setzen, ohne die Bäume zu beeinträchtigen. Ein Standort unter Birken oder Eichen, die einen lockeren Schatten werfen, ist optimal. Da die Bäume im Herbst ihr Laub verlieren, dient dieses als natürlicher Mulch und liefert während der Zersetzung Nährstoffe. Die Pflanzen profitieren von der Streuauflage, die den Boden feucht hält und die Ausbreitung fördert.
Steinanlagen und Trockenmauern
Aufgrund ihres durchlässigen Substrats sind Steingärten und Trockenmauern ideale Standorte für Cyclamen hederifolium. Hier kommt die Struktur der Blätter und die zarte Farbe der Blüten besonders gut zur Geltung. Die Knollen werden in Ritzen oder zwischen Steinen gesetzt, wo sie sich im Laufe der Jahre ausdehnen. Die Pflanze benötigt kaum Pflege und kommt mit geringen Wassermengen aus. Allerdings sollte die Pflanzstelle nicht ständig in der prallen Sonne liegen – ein halbschattiger Platz ist vorzuziehen. In Steinanlagen wirkt das Herbst-Alpenveilchen besonders natürlich, wenn es mit anderen Polsterstauden wie Sedum-Arten oder Hauswurz kombiniert wird. Die Blüten locken Insekten an und bereichern das ökologische Gleichgewicht. Laut Gaißmayer eignet sich die Art auch für Steinanlagen auf frischem bis trockenem Boden. In Felssteppen oder Kiesgärten sorgt die Selbstaussaat für eine allmähliche Ausbreitung, ohne lästig zu werden.
Grabgestaltung mit Cyclamen hederifolium
Auch als Grabstaude ist das Herbst-Alpenveilchen sehr geschätzt. Es bedeckt die Fläche mit dichten, wintergrünen Blättern und blüht in einer Zeit, in der andere Pflanzen bereits verblüht sind. Die Pflege ist minimal: Verwelktes Laub kann man im Sommer entfernen, wenn die Pflanze einzieht, oder es einfach an Ort und Stelle vergehen lassen. Die Knollen sind langlebig und treiben jedes Jahr zuverlässig aus. Die Selbstaussaat sorgt für eine natürliche Vermehrung, ohne dass man nachpflanzen muss. Ein weiterer Vorteil ist die Toleranz gegenüber Trockenheit: Gerade an Südhängen oder unter Bäumen, wo andere Stauden leiden, gedeiht Cyclamen hederifolium prächtig. Die zarten Blüten verleihen dem Grab eine würdevolle, sanfte Atmosphäre. Die Art ist als Grabbepflanzung bei Stauden Stade gelistet und wird aufgrund ihrer Schlichtheit und Ausdauer geschätzt. Durch die Kombination mit frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen wie Krokussen entsteht ein ganzjähriger Blickfang.
Pflanzpartner für Cyclamen hederifolium
Das Herbst-Alpenveilchen lässt sich hervorragend mit anderen schattenliebenden Stauden kombinieren. Die Wahl der Partner beeinflusst das Gesamtbild und die ökologische Vielfalt. Ideale Begleiter sind Pflanzen, die ähnliche Standortansprüche haben und das Erscheinungsbild ergänzen.
Frühlingsblüher und immergrüne Begleiter
Eine besonders harmonische Kombination ergibt sich mit dem Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum). Während Cyclamen hederifolium im Herbst blüht, zeigt Cyclamen coum seine Blüten von Februar bis März. So ist über viele Monate hinweg Blütenflor garantiert. Beide Arten bevorzugen ähnliche Standorte und können deshalb gemeinsam gepflanzt werden. Als weiterer Partner empfiehlt sich die Lilientraube (Liriope muscari), deren grasartige Blätter blau-violette Blütenähren tragen. Auch sie blüht im Herbst und harmoniert farblich mit den rosa Alpenveilchen. Die Lilientraube ist wintergrün und sorgt auch in der kalten Jahreszeit für Struktur. Ein weiterer guter Nachbar ist die Schaumblüte (Tiarella wherryi), die mit ihren weißen oder zartrosa Blütenrispen im Frühjahr für Kontraste sorgt. Ihre immergrünen Blätter bilden einen dichten Bodendecker, der im Herbst mit dem jungen Laub der Alpenveilchen verschmilzt. Diese Partner verbessern zudem das Mikroklima, indem sie die Bodenfeuchtigkeit regulieren.
Schattenstaude für Kombinationen
Als besonders passender Partner wird der Zwerg-Geißbart (Aruncus aethusifolius) genannt. Dieser kompakte Geißbart wird nur etwa 30 Zentimeter hoch und trägt im Juni weiße, federartige Blütenrispen. Sein fein gefiedertes Laub bildet einen attraktiven Kontrast zu den runden Alpenveilchenblättern. Gaißmayer empfiehlt unter anderem Aruncus aethusifolius als Pflanzpartner für Cyclamen hederifolium. Beide Stauden gedeihen im Halbschatten und auf humosen, durchlässigen Böden. Der Zwerg-Geißbart benötigt etwas mehr Feuchtigkeit, was durch die Standortwahl ausgeglichen werden kann. Eine Kombination aus Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum), Lilientraube (Liriope muscari) und Zwerg-Geißbart (Aruncus aethusifolius) ergibt einen abwechslungsreichen Beeteindruck, der von Frühjahr bis Herbst blüht. Die unterschiedlichen Höhen und Blattstrukturen sorgen für eine lebendige Optik. Wichtig ist, dass die Partner nicht zu stark wuchern und die zarten Alpenveilchen nicht bedrängen. Ein Abstand von etwa 30 Zentimetern zwischen den Arten reicht aus, um Überlagerungen zu vermeiden.
Pflege und Überwinterung
Das Herbst-Alpenveilchen ist eine pflegeleichte Staude, die mit geringem Aufwand auskommt. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, damit die Pflanze langfristig gesund bleibt und reich blüht. Dazu gehören die richtige Pflanzung, eine angepasste Wassergabe und der richtige Umgang mit der Ruhephase.
Pflanzung und Anwachsphase
Die beste Pflanzzeit für Cyclamen hederifolium ist der frühe Herbst, etwa ab September. Dann haben die Knollen noch genügend Zeit, Wurzeln zu bilden, bevor der Winter eintritt. Der Pflanzabstand sollte etwa 25 Zentimeter betragen, was 16 Pflanzen pro Quadratmeter entspricht. Die Knollen werden etwa fünf bis acht Zentimeter tief gesetzt, die gewölbte Seite zeigt nach oben. Am besten setzt man die Knollen einzeln in ein vorbereitetes Pflanzloch und bedeckt sie mit lockerer Erde. Nach dem Einsetzen wird angegossen, um Hohlräume zu schließen. In den folgenden Wochen sollte der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus schützt vor Austrocknung und Frost. Im ersten Jahr ist die Pflanze noch nicht voll eingewurzelt und benötigt gelegentlich zusätzliche Wassergaben, wenn es im Herbst trocken ist. Ab dem zweiten Jahr reicht in der Regel der natürliche Niederschlag aus. Während der Sommerruhe (Juli bis August) werden keine Wassergaben gegeben, da die Pflanze dann kein Wasser aufnimmt.
Bewässerung und Düngung
Das Herbst-Alpenveilchen bevorzugt eine mäßige Wasserversorgung. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Fäulnis an den Knollen führt. Gießen sollte man nur, wenn die obere Bodenschicht abgetrocknet ist, und am besten kalkarmes Regenwasser verwenden. Im Winter, wenn die Pflanze Blätter trägt, sollte der Boden ebenfalls nicht völlig austrocknen. Eine Düngung ist nur in geringem Umfang notwendig. Im Frühjahr, nachdem die Pflanze aus der Ruhephase erwacht ist, kann man eine schwache Gabe organischen Volldüngers (etwa Kompost oder Hornspäne) ausbringen. Eine Überdüngung begünstigt üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Besser ist es, auf Dünger ganz zu verzichten, wenn der Boden ausreichend humos ist. Die Pflanze bezieht ihre Nährstoffe aus der Zersetzung des Laubs und der organischen Substanz im Boden. Eine jährliche Laubmulchschicht reicht meist aus, um die Nährstoffversorgung zu sichern. Bei Topfkultur sollte man alle zwei bis drei Jahre das Substrat erneuern, um eine Verdichtung zu vermeiden.
Rückzug und Winterruhe von Cyclamen hederifolium
Ab Mai beginnen die Blätter des Herbst-Alpenveilchens zu vergilben und welken. Dies ist ein natürlicher Vorgang: Die Pflanze speichert die Nährstoffe aus den Blättern in der Knolle und zieht dann oberirdisch vollständig ein. Von Juni bis August ist die Knolle ruhend – sie befindet sich in der Sommerruhe. Während dieser Zeit darf sie auf keinen Fall gegossen werden, da sie sonst fault. Auch Unkraut sollte nicht gehackt werden, um die ruhenden Knollen nicht zu verletzen. Erst wenn im September die ersten Blütenknospen erscheinen, beginnt die Pflanze wieder mit dem Austrieb. Die Winterruhe ist dagegen eine aktive Zeit: Das Laub bleibt grün und betreibt Photosynthese, solange die Temperaturen nicht zu stark fallen. Ein leichter Frost schadet nicht, aber bei längerem strengem Frost (unter minus 15 Grad Celsius) sollten die Pflanzen mit einer Laubschicht oder Reisig geschützt werden. In der Regel überstehen die Pflanzen den Winter aber gut. Die Knollen können im Laufe der Jahre einen Durchmesser von bis zu 20 cm oder mehr erreichen, was ihre Vitalität und Langlebigkeit zeigt.
Wissenswertes über das Herbst-Alpenveilchen
Das Herbst-Alpenveilchen birgt einige interessante Aspekte, die über das reine Gärtnern hinausgehen. Seine Geschichte, seine Giftigkeit und seine ökologische Bedeutung machen es zu einer faszinierenden Pflanze.
Geschichte und Besonderheiten
Früher wurde das Herbst-Alpenveilchen unter dem Namen Cyclamen neapolitanum geführt, der auf seine Herkunft aus der Gegend um Neapel verweist. Dieser Name ist auch heute noch im Handel gebräuchlich. Die Pflanze ist in mehreren Mittelmeerländern heimisch und wurde bereits im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingeführt. Sie galt als Zierpflanze für schattige Gärten und wurde auch als Heilpflanze genutzt, wobei Vorsicht geboten ist: Alle Cyclamen-Arten sind giftig. Auf der Giftigkeitsskala wird Cyclamen hederifolium als giftig + eingestuft. Grund dafür sind Saponine, die in den Knollen und Blättern vorkommen und bei Verzehr zu Reizungen und Vergiftungen führen können. Daher sollte man Kinder und Haustiere von der Pflanze fernhalten. Trotz der Giftigkeit werden Cyclamen-Arten in der Homöopathie eingesetzt, allerdings nur in stark verdünnter Form. Eine weitere Besonderheit ist die Symbiose mit bestimmten Pilzen: Die Wurzeln der Cyclamen gehen Mykorrhiza ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert. Im Garten profitiert die Pflanze von einer Mulchschicht aus Laub, die das Pilzwachstum fördert. Zudem verbreitet sich das Herbst-Alpenveilchen durch Selbstaussaat, weshalb man im Beet nicht hacken sollte. Die Samen werden durch Regen oder Ameisen ausgebreitet. Diese effiziente Vermehrungsstrategie hat dazu beigetragen, dass die Art in vielen Gärten eingebürgert ist. Insgesamt ist Cyclamen hederifolium eine faszinierende Staude, die mit ihrer Blütenpracht und ihrem ökologischen Nutzen überzeugt.
| Name Deutsch: | Herbst-Alpenveilchen. |
| Name Botanisch: | Cyclamen hederifolium. |
| Wuchs: | Horstbildender, bodendeckender Wuchs, Staudenhöhe bis ca. 20 cm. |
| Wuchshöhe: | bis zu 20 cm. |
| Blatt: | Grün, silbrig-grün, wintergrün, efeuartig geformt. |
| Blüte: | Zartrosa, nach oben geklappte Blütenblätter. |
| Blütezeit: | August bis November. |
| Boden: | Gut durchlässiger Boden, frischer Boden, Staunässe vermeiden. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 16. |
| Eigenschaften: | Das Cyclamen hederifolium (Herbst-Alpenveilchen) bietet gerade im Spätsommer/ Herbst ein wunderschönes Bild, besonders im Gehölzbereich bzw. an Gehölzrändern als auch als Grabbepflanzung. Dort bildet das einmalige Zartrosa der reichhaltigen Blüte einen tollen Farbtupfer. Zum Winter hin erhält sie dann ihr Blattwerk - das auch erst in der Mitte der Blütephase erscheint - und geht dann im Juni in die Erde zurück.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait des Herbst-AlpenveilchensDas Herbst-Alpenveilchen, botanisch Cyclamen hederifolium, ist eine bezaubernde Knollenstaude, die den Garten im Spätsommer und Herbst mit einer Fülle zartrosa Blüten schmückt. Ursprünglich in mediterranen Regionen Europas beheimatet, hat es sich als robuste und pflegeleichte Pflanze für halbschattige Standorte etabliert. Mit seinem horstbildenden, bodendeckenden Wuchs und einer Höhe von nur etwa 20 Zentimetern eignet es sich hervorragend zur Unterpflanzung von Gehölzen oder für naturnahe Steinanlagen. Im Laufe der Jahre können die Knollen einen beeindruckenden Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen, was die Langlebigkeit dieser Art unterstreicht. Besonders reizvoll ist der Jahresrhythmus: Die Blüten erscheinen ab August noch vor dem Laub, das erst im Herbst nachwächst und den Winter über grün bleibt, bevor die Pflanze im Frühsommer.... |
Pflanz- und Pflegetipps Cyclamen hederifolium / Herbst-Alpenveilchen
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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