| Wuchs: | Buschig, horstbildend, 40-50 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 40 - 50 cm |
| Blatt: | Sommergrün, gelappt, seidig behaart, silbriggrün |
| Frucht: | Rotbraune Samenkapseln |
| Blüte: | Weiß bis hellrosa, einfache Einzelblüte, doldiger Blütenstand, schmetterlingsartige Blütenform |
| Blütezeit: | Juni bis September |
| Boden: | Gut durchlässig, trocken, neutral |
| Standort: | Sonnig in Steinanlagen, Beeten, Heiden und Fels-Steppen |
| Pflanzen pro m²: | 8 |
| Eigenschaften: |
Die Dorycnium hirsutum (Backenklee) ist eine Bereicherung für sonnig gelegene Fels-Steppen, Heiden und Steinanlagen mit trockenen Böden. Dort entfaltet sie ein silbriggrünes Blattwerk, das man...
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| Wuchs: | Buschig, horstbildend, 40-50 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 40 - 50 cm |
| Blatt: | Sommergrün, gelappt, seidig behaart, silbriggrün |
| Frucht: | Rotbraune Samenkapseln |
| Blüte: | Weiß bis hellrosa, einfache Einzelblüte, doldiger Blütenstand, schmetterlingsartige Blütenform |
| Blütezeit: | Juni bis September |
| Boden: | Gut durchlässig, trocken, neutral |
| Standort: | Sonnig in Steinanlagen, Beeten, Heiden und Fels-Steppen |
| Pflanzen pro m²: | 8 |
| Eigenschaften: | Die Dorycnium hirsutum (Backenklee) ist eine Bereicherung für sonnig gelegene Fels-Steppen, Heiden und Steinanlagen mit trockenen Böden. Dort entfaltet sie ein silbriggrünes Blattwerk, das man dank der feinen Behaarung gerne anfasst. Von Juni bis September zeigen sich außerdem kleine weiße bis hellrosa Blüten in einer Wuchshöhe von 40 bis 50 cm, die einen schönen Kontrast zum Laub darstellen. Pflanzen Sie die sommergrüne Staude einzeln oder in kleinen Tuffs von 1-3 oder bis 5 Stück und mit ca. 8 Pflanzen pro Quadratmeter, sowie einem Pflanzabstand von etwa 30-40 cm. Die Dorycnium hirsutum ist winterhart bis -12,2 Grad Celsius. |
- Dorycnium hirsutum: Ein Portrait des Backenklees
- Der ideale Standort für eine Sonnenanbeterin
- Blütenpracht und silbriges Laub des Backenklees
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
- Passende Pflanzpartner für den Backenklee
- Pflegeleicht und winterhart
- Wissenswertes über Dorycnium hirsutum
Der Backenklee (Dorycnium hirsutum) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem silbrig schimmernden Laub und den zarten Blüten jeden sonnigen Garten bereichert. Als Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum bringt sie mediterranes Flair in unsere Gärten und überzeugt durch ihre Anspruchslosigkeit an trockenen, gut durchlässigen Standorten. Ihre lange Blütezeit von Juni bis September macht sie zu einer wertvollen Bienenweide und einem strukturgebenden Element in naturnahen Pflanzungen.
Dorycnium hirsutum: Ein Portrait des Backenklees
Die Dorycnium hirsutum, im Deutschen treffend als Backenklee bezeichnet, ist eine Staude von außergewöhnlichem Charme und Robustheit. Sie vereint die Eleganz mediterraner Pflanzen mit der Widerstandsfähigkeit, die für sonnige, trockene Lagen erforderlich ist. Ihr Erscheinungsbild ist geprägt von einem harmonischen Zusammenspiel aus filigranem Laub und unaufdringlichen Blüten, das über viele Monate hinweg Freude bereitet. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr über ihre Herkunft und ihren charakteristischen Wuchs.
Herkunft und Wuchscharakter
Die Heimat des Backenklees liegt im sonnenverwöhnten Mittelmeerraum, wo er auf kargen, felsigen Hängen und in trockenen Heidelandschaften gedeiht. Diese Herkunft prägt seine Ansprüche und macht ihn zum idealen Besiedler ähnlicher Standorte in unseren Gärten. Als Halbstrauch zeigt er einen buschigen, horstbildenden Wuchs, der dichte, kompakte Polster formt. Diese Wuchsform verleiht ihm nicht nur Stabilität, sondern macht ihn auch zu einem hervorragenden Bodenbefestiger auf leichten Böden. Die Pflanze ist sommergrün, wirft also im Herbst ihr Laub ab, um im Frühjahr neu auszutreiben. Ihr Wurzelwerk ist entsprechend ihrer Herkunft tiefgründig und ausgeprägt, was ihr hilft, auch längere Trockenperioden unbeschadet zu überstehen.
Wuchshöhe und Habitus
Der Backenklee erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis 50 cm, womit er sich perfekt für die mittlere Ebene in Staudenbeeten oder als randbildendes Element eignet. Sein Habitus ist ausgesprochen gleichmäßig und formschön, sodass er auch in formaleren Pflanzungen eingesetzt werden kann. Für eine flächige Bepflanzung werden etwa 8 Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, was einem Pflanzabstand von rund 30 bis 40 cm entspricht. In kleineren Gruppen von ein bis drei oder bis zu fünf Exemplaren kommt die Schönheit der Einzelpflanze besonders gut zur Geltung. Die horstbildende Natur sorgt dafür, dass die Staude mit den Jahren an Umfang gewinnt, ohne invasiv zu werden oder andere Pflanzen zu verdrängen.
Nach diesem umfassenden Portrait widmen wir uns nun den genauen Standortansprüchen, die für ein gesundes Gedeihen des Backenklees unerlässlich sind.
Der ideale Standort für eine Sonnenanbeterin
Wie viele mediterrane Pflanzen ist auch der Backenklee ein ausgesprochener Sonnenanbeter, der seine volle Pracht nur an vollsonnigen Plätzen entfaltet. Ein passender Standort ist die halbe Miete für eine erfolgreiche Kultur dieser anspruchslosen Staude. Neben dem Lichtbedarf spielt die Bodenbeschaffenheit eine entscheidende Rolle, denn Staunässe verträgt die Pflanze überhaupt nicht. Im Folgenden werden die optimalen Bedingungen für Licht und Boden detailliert beschrieben.
Licht und Exposition
Dorycnium hirsutum benötigt unbedingt einen sonnigen Standort, um optimal zu gedeihen. Volle Sonneneinstrahlung über den größten Teil des Tages ist ideal, da sie nicht nur das Wachstum fördert, sondern auch die charakteristische silbrige Behaarung der Blätter intensiviert. Halbschatten wird toleriert, führt jedoch oft zu einem weniger kompakten Wuchs und einer reduzierten Blütenfülle. Die Exposition sollte warm und geschützt sein, idealerweise nach Süden oder Westen ausgerichtet. Besonders in winterrauen Lagen profitiert die Pflanze von der Wärme einer Hauswand oder einer Mauer, die zusätzliche Sonnenwärme speichert und abgibt. Vermeiden Sie windexponierte, kalte Lagen, da diese das Wachstum hemmen und die Winterhärte beeinträchtigen können.
Bodenansprüche des Backenklees
Der Boden für den Backenklee muss vor allem gut durchlässig sein, denn Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule und damit zum Absterben der Pflanze. Trockene, magere Substrate sind ideal, da sie den natürlichen Bedingungen im Mittelmeerraum entsprechen. Der pH-Wert sollte im neutralen Bereich liegen, also weder zu sauer noch zu alkalisch sein. Schwere Lehmböden sollten unbedingt mit Sand oder feinem Kies durchlässiger gemacht werden, um die notwendige Drainage zu gewährleisten. Eine leichte mineralische Beimischung im Pflanzloch fördert die Wurzelgesundheit. Der Backenklee kommt mit extrem nährstoffarmen Böden bestens zurecht, sodass eine zusätzliche Düngung in der Regel nicht erforderlich ist.
Mit dem richtigen Standort als Grundlage entfaltet der Backenklee seine ganze ästhetische Pracht, die vor allem in Blüten und Blattwerk zum Ausdruck kommt.
Blütenpracht und silbriges Laub des Backenklees
Die Attraktivität des Backenklees liegt in der faszinierenden Kombination aus zarten Blüten und strukturbildendem Laub. Während die Blüten über Monate hinweg Insekten anlocken, bietet das silbrige Blattwerk auch außerhalb der Blütezeit einen dekorativen Anblick. Dieser Kontrast macht Dorycnium hirsutum zu einer vielseitigen Staude für ganzjährig interessante Pflanzungen. Im Folgenden werden beide Aspekte detailliert beleuchtet.
Die Schmetterlingsblüten von Juni bis September
Die Blütezeit des Backenklees erstreckt sich von Juni bis September, also über einen bemerkenswert langen Zeitraum von fast vier Monaten. Die Blüten sind weiß bis hellrosa gefärbt und zeigen die für viele Schmetterlingsblütler typische, schmetterlingsartige Blütenform. Sie sind als einfache Einzelblüten angeordnet, die sich zu lockeren, doldigen Blütenständen vereinen. Diese zarten Blütenwolken schweben wie kleine Schleier über dem silbrigen Laub und bilden einen reizvollen Kontrast. Obwohl die einzelnen Blüten eher klein sind, entfalten sie in der Masse eine beachtliche Wirkung und locken zahlreiche Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an. Ein leichter, angenehmer Duft ist bei sonnigem Wetter wahrnehmbar, was den Garten zusätzlich bereichert.
Das seidige Blattwerk der Dorycnium hirsutum
Das Laub des Backenklees ist mindestens so attraktiv wie seine Blüten. Die Blätter sind sommergrün, gelappt und mit einer dichten, seidig behaarten Oberfläche versehen, die ihnen eine charakteristische silbrig-grüne Farbe verleiht. Diese Behaarung dient nicht nur als Verdunstungsschutz in trockenen Habitaten, sondern fühlt sich auch angenehm weich an und reflektiert das Sonnenlicht auf bezaubernde Weise. Die Blattstellung ist wechselständig, was dem buschigen Wuchs zusätzliche Fülle verleiht. Eine nennenswerte Herbstfärbung tritt nicht auf, da die Pflanze ihr Laub im Herbst einzieht. Die Textur des Laubes bringt Struktur und Leichtigkeit in jede Pflanzung und harmoniert hervorragend mit anderen silber- oder graulaubigen Stauden.
Nach dieser detaillierten Betrachtung von Blüten und Blattwerk stellt sich die Frage, wie sich der Backenklee optimal im Garten einsetzen lässt.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
Dank seiner Anspruchslosigkeit und seines dekorativen Erscheinungsbildes bietet Dorycnium hirsutum eine Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten für den modernen, trockenheitsverträglichen Garten. Ob in naturnahen Pflanzungen oder strukturierten Anlagen – der Backenklee findet immer einen passenden Platz. Die folgenden Unterabschnitte stellen drei besonders geeignete Verwendungsbereiche vor, die auf den natürlichen Vorlieben der Pflanze basieren.
Fels-Steppen und Heidegarten
In Fels-Steppen und Heidegärten fühlt sich der Backenklee besonders wohl, da diese Standorte seinen natürlichen Lebensräumen im Mittelmeerraum sehr nahekommen. Hier kann er seine horstbildende Wuchsform voll entfalten und zusammen mit anderen trockenheitsliebenden Pflanzen attraktive, pflegeleichte Flächen bilden. Die silbrigen Blätter setzen schöne Akzente zwischen grauen Steinen und dem Grün von Gräsern. In Heidegärten harmoniert er perfekt mit typischen Vertretern wie Besenheide (Calluna vulgaris) oder Schneeheide (Erica carnea), wobei die Blütezeit des Backenklees die eher früh- oder spätblühenden Heidearten ideal ergänzt. Solche Pflanzungen sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie Insekten Nahrung und Lebensraum bieten.
Steinanlagen und Trockenmauern
Steinanlagen wie Steingärten, Trockenmauern oder Kiesbeete sind ein weiteres ideales Einsatzgebiet für Dorycnium hirsutum. Die gute Drainage und die reflektierte Wärme der Steine schaffen perfekte Bedingungen für diese sonnenliebende Staude. In Trockenmauern kann der Backenklee in Fugen oder an den Füßen der Mauer gepflanzt werden, wo er mit der Zeit hübsche Polster bildet und zur Stabilisierung des Bodens beiträgt. In Kiesbeeten oder Schottergärten setzt sein silbriges Laub reizvolle Kontraste zu den mineralischen Materialien. Die Pflanze eignet sich auch für die Bepflanzung von Dachgärten oder leichten Böschungen, wo ihre tiefen Wurzeln Erosion verhindern. Wichtig ist dabei stets, dass der Untergrund absolut durchlässig ist und keine Staunässe entstehen kann.
Die Verwendung von Dorycnium hirsutum als Strukturgeber
Der Backenklee ist ein ausgezeichneter Strukturgeber in gemischten Staudenbeeten, wo er mit seinem formschönen, buschigen Wuchs für Ruhe und Ordnung sorgt. Seine silbrige Blattfarbe dient als harmonisierendes Element zwischen kontrastreichen Blütenfarben und kann helle Töne wunderbar miteinander verbinden. In Präriegärten oder naturnahen Pflanzungen bildet er dank seiner horstbildenden Natur stabile Einheiten, die auch im Winter, wenn das Laub abgeworfen ist, noch eine interessante Silhouette bieten. Als Solitär oder in kleinen Gruppen gepflanzt, kommt seine elegante Erscheinung besonders gut zur Geltung. Für Kübelpflanzungen ist Dorycnium hirsutum ebenfalls geeignet, sofern das Gefäß ausreichend tief ist und eine gute Drainage aufweist – ideal für sonnige Terrassen oder Balkone.
Um die Wirkung des Backenklees noch zu steigern, lohnt es sich, passende Begleitpflanzen auszuwählen, die ähnliche Standortansprüche haben und ästhetisch harmonieren.
Passende Pflanzpartner für den Backenklee
Die Wahl der richtigen Pflanzpartner kann die Schönheit des Backenklees unterstreichen und gleichzeitig stabile, pflegeleichte Pflanzgemeinschaften schaffen. Ideal sind Stauden und Gräser, die ebenfalls sonnige, trockene Standorte bevorzugen und in Wuchsform, Farbe oder Blütezeit einen reizvollen Kontrast bieten. Im Folgenden werden zwei Kategorien von Begleitern vorgestellt, die sich besonders gut mit Dorycnium hirsutum kombinieren lassen.
Begleiter für sonnige Trockenlagen
Für sonnige, trockene Lagen eignen sich zahlreiche Stauden, die ähnliche Ansprüche wie der Backenklee stellen. Ein klassischer Partner ist der Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens), ein graulaubiges Gras, das mit seinen aufrechten Halmen eine vertikale Struktur in die Pflanzung bringt. Die Katzenminze (Nepeta x faassenii) mit ihren lavendelblauen Blütenrispen bildet einen schönen Farbkontrast zu den weißen Blüten des Backenklees und blüht ebenfalls über einen langen Zeitraum. Der Sonnenhut (Echinacea purpurea) bringt mit seinen kräftigen, purpurroten Blütenköpfen kräftige Akzente und lockt zusätzlich Schmetterlinge an. Die Fetthenne (Sedum telephium) mit ihren sukkulenten Blättern und späten, rosafarbenen Blütenständen ergänzt die Pflanzung im Spätsommer und Herbst perfekt. Alle diese Pflanzen vertragen Trockenheit und benötigen kaum Pflege.
Kombinationen mit silberlaubigen Stauden
Silber- und graulaubige Stauden harmonieren besonders gut mit dem Backenklee, da sie ähnliche Blattfarben und -texturen aufweisen und so ruhige, elegante Pflanzbilder entstehen lassen. Das Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) mit seinem fein gefiederten, silbergrauen Laub und den leuchtend gelben Knopfblüten bildet einen reizvollen Kontrast in Form und Farbe. Das Currykraut (Helichrysum italicum) verströmt einen aromatischen Duft und zeigt ebenfalls silbriges, nadelartiges Laub. Der Woll-Ziest (Stachys byzantina) mit seinen großen, flaumig behaarten Blättern in Silbergrau bringt eine weiche Textur in die Pflanzung. Das Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis) ergänzt mit seinen weißen, perlartigen Blütenständen die Blüten des Backenklees und verlängert die weiße Blütenpracht bis in den Herbst. Solche Kombinationen sind nicht nur ästhetisch, sondern auch praktisch, da alle Partner ähnliche Standortbedingungen benötigen.
Mit den richtigen Partnern an der Seite bleibt nur noch, die Pflegebedürfnisse des Backenklees zu kennen, um ihn lange gesund und schön zu erhalten.
Pflegeleicht und winterhart
Einer der größten Vorzüge des Backenklees ist seine Pflegeleichtigkeit. Sobald er an einem passenden Standort etabliert ist, benötigt er kaum noch Aufmerksamkeit und kommt mit minimalen Eingriffen bestens zurecht. Dennoch sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen zu beachten, um die Vitalität und Langlebigkeit der Pflanze zu gewährleisten. Besonders wichtig sind dabei das Gießen, der Schnitt und der Winterschutz in raueren Lagen. Die folgenden Abschnitte gehen auf diese Aspekte im Detail ein.
Gießen und Düngen
Der Backenklee ist äußerst trockenheitstolerant und benötigt nach der Anwachsphase nur in extremen Dürreperioden zusätzliche Wassergaben. Gießen Sie die Pflanze ausschließlich bei anhaltender Trockenheit und dann durchdringend, aber selten, um die Wurzeln zu ermutigen, in die Tiefe zu wachsen. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führt. Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da magere Böden dem natürlichen Habitat entsprechen und ein Überangebot an Nährstoffen sogar zu mastigem, instabilem Wuchs führen kann. Falls der Boden extrem nährstoffarm ist, kann im Frühjahr eine kleine Gabe eines organischen Volldüngers wie Kompost oder Hornspäne verabreicht werden. Dies sollte jedoch sparsam erfolgen, um das natürliche Gleichgewicht nicht zu stören.
Schnitt und Vermehrung des Backenklees
Ein regelmäßiger Schnitt ist beim Backenklee nicht zwingend notwendig, kann aber die Verjüngung der Pflanze fördern und einen kompakten Wuchs erhalten. Im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Neuaustrieb, können alte, verholzte Triebe bodennah zurückgeschnitten werden, um Platz für frische, blühfreudige Triebe zu schaffen. Ein leichter Formschnitt nach der Hauptblüte im Spätsommer kann eine Nachblüte anregen und die Pflanze in Form halten. Die Vermehrung von Dorycnium hirsutum erfolgt am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder durch Stecklinge im Frühsommer. Für die Teilung wird der Horst vorsichtig ausgegraben und mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teilstücke geteilt, die jeweils ausreichend Wurzeln und Triebe besitzen sollten. Stecklinge werden von nicht blühenden, halbverholzten Trieben genommen und in sandiges Substrat gesteckt, wo sie bei konstanter Feuchtigkeit bewurzeln.
Überwinterung und Winterschutz
Der Backenklee ist bis etwa -12,2 Grad Celsius winterhart und wird der Winterhärtezone Z8 zugeordnet. In milden Regionen Deutschlands übersteht er den Winter meist problemlos, sofern der Standort gut drainiert ist. In kälteren Gebieten oder bei Kahlfrost – also Frost ohne schützende Schneedecke – ist ein Winterschutz mit Laub oder Reisig unbedingt erforderlich. Decken Sie die Pflanze dazu mit einer lockeren Schicht aus Laub oder Tannenreisig ab, um sie vor extremen Temperaturschwankungen und austrocknenden Winden zu schützen. Dieser Schutz sollte im Spätherbst angebracht und im zeitigen Frühjahr wieder entfernt werden, sobald die stärksten Fröste vorüber sind. In sehr rauen Lagen kann auch das Pflanzen in Kübeln sinnvoll sein, die im Winter an einen geschützten, kühlen Ort gestellt werden können.
Abschließend werfen wir noch einen Blick auf einige interessante Hintergrundinformationen, die den Backenklee über seine gärtnerischen Qualitäten hinaus faszinierend machen.
Wissenswertes über Dorycnium hirsutum
Neben seinen offensichtlichen gärtnerischen Vorzügen hat der Backenklee auch einige botanische und kulturhistorische Besonderheiten zu bieten, die ihn zu einer noch interessanteren Pflanze machen. Von der Herkunft seines Namens bis zu möglichen Verwendungen außerhalb des Gartens gibt es einiges zu entdecken. Der folgende Abschnitt beleuchtet diese Aspekte und rundet das Portrait dieser bemerkenswerten Staude ab.
Etymologie und botanische Besonderheiten
Der botanische Name Dorycnium leitet sich vom griechischen Wort „doryknion“ ab, was auf eine lanzenähnliche Form hinweisen könnte, möglicherweise in Bezug auf die Blattform oder die Wuchsweise. Das Artepitheton hirsutum bedeutet „behaart“ oder „rau“ und bezieht sich direkt auf die charakteristische seidige Behaarung der Blätter und Stängel. Im Deutschen wird die Pflanze als Backenklee bezeichnet, wobei der Ursprung dieses Namens nicht vollständig geklärt ist – möglicherweise spielt die Blattform eine Rolle, die an Kleeblätter erinnert. Botanisch gehört Dorycnium hirsutum zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), was die schmetterlingsartigen Blüten und die rotbraunen Samenkapseln erklärt. Diese Kapseln bilden sich nach der Blüte und können zur Samengewinnung genutzt werden. Die Pflanze ist nicht als giftig bekannt, was sie auch für Gärten mit Kindern oder Haustieren unbedenklich macht. In der mediterranen Heimat wird sie gelegentlich in der traditionellen Landschaftsgestaltung verwendet, bei uns erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit in naturnahen, trockenheitsverträglichen Gärten.
| Name Deutsch: | Backenklee. |
| Name Botanisch: | Dorycnium hirsutum. |
| Wuchs: | Buschig, horstbildend, 40-50 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | 40 - 50 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, gelappt, seidig behaart, silbriggrün. |
| Frucht: | Rotbraune Samenkapseln. |
| Blüte: | Weiß bis hellrosa, einfache Einzelblüte, doldiger Blütenstand, schmetterlingsartige Blütenform. |
| Blütezeit: | Juni bis September. |
| Boden: | Gut durchlässig, trocken, neutral. |
| Standort: | Sonnig in Steinanlagen, Beeten, Heiden und Fels-Steppen. |
| Pflanzen pro m²: | 8. |
| Eigenschaften: | Die Dorycnium hirsutum (Backenklee) ist eine Bereicherung für sonnig gelegene Fels-Steppen, Heiden und Steinanlagen mit trockenen Böden. Dort entfaltet sie ein silbriggrünes Blattwerk, das man dank der feinen Behaarung gerne anfasst. Von Juni bis September zeigen sich außerdem kleine weiße bis hellrosa Blüten in einer Wuchshöhe von 40 bis 50 cm, die einen schönen Kontrast zum Laub darstellen. Pflanzen Sie die sommergrüne Staude einzeln oder in kleinen Tuffs von 1-3 oder bis 5 Stück und mit ca. 8 Pflanzen pro Quadratmeter, sowie einem Pflanzabstand von etwa 30-40 cm. Die Dorycnium hirsutum ist winterhart bis -12,2 Grad Celsius.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Backenklee (Dorycnium hirsutum) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem silbrig schimmernden Laub und den zarten Blüten jeden sonnigen Garten bereichert. Als Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum bringt sie mediterranes Flair in unsere Gärten und überzeugt durch ihre Anspruchslosigkeit an trockenen, gut durchlässigen Standorten. Ihre lange Blütezeit von Juni bis September macht sie zu einer wertvollen Bienenweide und einem strukturgebenden Element in naturnahen Pflanzungen. Dorycnium hirsutum: Ein Portrait des BackenkleesDie Dorycnium hirsutum, im Deutschen treffend als Backenklee bezeichnet, ist eine Staude von außergewöhnlichem Charme und Robustheit. Sie vereint die Eleganz mediterraner.... |
Pflanz- und Pflegetipps Dorycnium hirsutum / Backenklee
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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