| Wuchs: | Steingartenstaude, kriechend, bis 25 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 25 cm |
| Blatt: | Sommergrün, sukkulent, lineal, fleischig, gelbgrün |
| Blüte: | Gelb, doldentraubig, verzweigt, einfach, klein, zierend |
| Blütezeit: | August bis Oktober |
| Wurzeln: | Ausbreitend, horstig |
| Boden: | Trockene bis frische, durchlässige Untergründe |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 25 |
| Eigenschaften: |
Die Sedum reflexum (Tripmadam-Fetthenne) wird gerne in der Küche verwendet. Die leicht säuerlich schmeckenden Blätter können in Salaten oder Suppen verwendet werden. Im Garten erweist sich die...
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| Wuchs: | Steingartenstaude, kriechend, bis 25 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 25 cm |
| Blatt: | Sommergrün, sukkulent, lineal, fleischig, gelbgrün |
| Blüte: | Gelb, doldentraubig, verzweigt, einfach, klein, zierend |
| Blütezeit: | August bis Oktober |
| Wurzeln: | Ausbreitend, horstig |
| Boden: | Trockene bis frische, durchlässige Untergründe |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 25 |
| Eigenschaften: | Die Sedum reflexum (Tripmadam-Fetthenne) wird gerne in der Küche verwendet. Die leicht säuerlich schmeckenden Blätter können in Salaten oder Suppen verwendet werden. Im Garten erweist sich die Sedum als unkomplizierte Staude. Sie ist sehr frosthart und benötigt keinen Winterschutz. Sie steht gerne in der Sonne auf frischem Untergrund oder im Steingarten und auf Trockenmauern. Auch als Dachbepflanzung eignet sich die Fetthenne. Bei Schmetterlingen und Wildbienen ist die Steingartenstaude sehr beliebt. Mit einem Pflanzenabstand von 25 cm wirkt die Pflanze mit den gelben Blüten sehr dekorativ. |
- Tripmadam-Fetthenne: Ein Portrait der vielseitigen Steingartenstaude
- Standort und Boden – die Grundlage für gesundes Wachstum
- Blüte und Blattwerk von Sedum reflexum
- Verwendung im Garten – viel mehr als nur ein Bodendecker
- Pflanzpartner für die Tripmadam-Fetthenne
- Pflege und Überwinterung – eine unkomplizierte Staude
- Wissenswertes über die Tripmadam-Fetthenne
Die Tripmadam-Fetthenne (Sedum reflexum) ist eine ausgesprochen vielseitige und robuste Steingartenstaude, die mit ihrem kriechenden Wuchs und den leuchtend gelben Blüten von August bis Oktober begeistert. Als heimische Pflanze Mitteleuropas hat sie sich perfekt an trockene, sonnige Standorte angepasst und erweist sich im Garten als äußerst unkompliziert. Ihre sukkulenten, gelbgrünen Blätter sind nicht nur dekorativ, sondern auch essbar und verleihen Salaten eine angenehm säuerliche Note. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Zentimetern und einer horstigen, ausbreitenden Wurzelbildung eignet sich Sedum reflexum hervorragend für die Bepflanzung von Trockenmauern, Steingärten oder extensiven Gründächern.
Tripmadam-Fetthenne: Ein Portrait der vielseitigen Steingartenstaude
Die Tripmadam-Fetthenne, botanisch korrekt als Sedum reflexum bezeichnet, ist eine Staude, die durch ihre Anpassungsfähigkeit und ihren vielseitigen Nutzen überzeugt. Sie gehört zur großen Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und zeigt alle typischen Merkmale einer Sukkulente: fleischige Blätter, die Wasser speichern können, und eine ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit. Diese Eigenschaften machen sie zu einer idealen Pflanze für moderne, pflegeleichte Gärten und naturnahe Gestaltungen.
Herkunft und Wuchsform
Die Tripmadam-Fetthenne ist eine heimische Staude Mitteleuropas und kommt in der Natur auf felsigen Hängen, in Mauerritzen und auf trockenen Freiflächen vor. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile des Kontinents, wo sie sich an extrem sonnige und nährstoffarme Standorte angepasst hat. Im Garten zeigt sie einen kriechenden, teppichartigen Wuchs, der sich langsam aber stetig ausbreitet. Die Triebe wachsen zunächst aufrecht und neigen sich mit zunehmender Länge, wodurch sich ein dichtes, lockeres Polster bildet. Diese Wuchsform macht Sedum reflexum zu einem exzellenten Bodendecker für sonnige Lagen, der Unkraut wirksam unterdrückt und gleichzeitig den Boden vor Erosion schützt. Die Pflanze bildet mit der Zeit einen dichten, horstigen Bestand, der sich durch Ausläufer vergrößert.
Wuchshöhe und Ausbreitung
Die Tripmadam-Fetthenne erreicht eine maximale Wuchshöhe von etwa 25 Zentimetern, wobei die blütentragenden Triebe etwas höher aufragen als das reine Blattwerk. Die eigentliche Höhe des Blattpolsters liegt meist zwischen 10 und 15 Zentimetern. Für eine flächige, geschlossene Bepflanzung werden etwa 25 Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, was einem Pflanzabstand von rund 20 Zentimetern entspricht. Bei dieser Dichte entsteht innerhalb weniger Vegetationsperioden ein dichter, geschlossener Teppich. Die Wurzeln von Sedum reflexum sind ausbreitend und horstig angelegt, was bedeutet, dass sie sich sowohl in die Breite als auch in die Tiefe ausdehnen, um Wasser und Nährstoffe aus dem Boden zu erschließen. Diese Wurzelstruktur verleiht der Pflanze eine bemerkenswerte Standfestigkeit und Trockenheitsresistenz.
Standort und Boden – die Grundlage für gesundes Wachstum
Wie bei allen sukkulenten Pflanzen sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend für das Gedeihen der Tripmadam-Fetthenne. Ein optimal gewählter Platz und ein passendes Substrat garantieren nicht nur ein gesundes Wachstum, sondern auch eine reiche Blüte und eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Sedum reflexum ist anspruchslos, hat aber klare Präferenzen, die bei der Pflanzung berücksichtigt werden sollten.
Der ideale Standort für Sedum reflexum
Die Tripmadam-Fetthenne ist eine ausgesprochene Sonnenanbeterin und benötigt einen vollsonnigen Standort, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Sehr warme, fast immer vollsonnige Standorte sind ideal, da hier die Blattausfärbung am intensivsten ist und die Blütenbildung optimal angeregt wird. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist das Minimum. Die Pflanze verträgt auch heiße, windexponierte Lagen problemlos und eignet sich daher hervorragend für Südterrassen, Dachgärten oder exponierte Hanglagen. Im Halbschatten wächst Sedum reflexum zwar ebenfalls, jedoch bleibt der Wuchs deutlich lockerer, die Blattfarbe verblasst oft und die Blütenbildung fällt spärlicher aus. Absolute Schattenlagen sind für diese lichtliebende Staude ungeeignet und führen zu kümmerlichem Wuchs.
Bodenansprüche der Tripmadam-Fetthenne
Der Boden für Sedum reflexum sollte in erster Linie gut durchlässig sein, denn Staunässe ist der größte Feind aller Fetthennen. Gut durchlässige, neutrale Böden auf trockenen Freiflächen bieten die besten Voraussetzungen. Die Pflanze gedeiht auf trockenen bis frischen Untergründen, wobei trockene Bedingungen eindeutig bevorzugt werden. Schwere, lehmige Böden müssen unbedingt mit Sand, Kies oder Splitt aufgelockert werden, um die Drainage zu verbessern. Ein neutraler pH-Wert im Bereich von 6,5 bis 7,5 ist ideal, aber die Tripmadam-Fetthenne toleriert auch leicht saure oder leicht alkalische Böden. Nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Substrate sind perfekt; zu reichhaltige, humose Böden können ein zu weiches, mastiges Wachstum fördern, das anfälliger für Krankheiten ist und die Winterhärte beeinträchtigen kann.
Blüte und Blattwerk von Sedum reflexum
Der besondere Reiz der Tripmadam-Fetthenne liegt in der harmonischen Kombination aus ihrem aparten Blattwerk und den zierlichen, aber zahlreichen Blüten. Beide Aspekte tragen maßgeblich zum Gartenwert dieser Staude bei und bieten über viele Monate hinweg visuelle Attraktion. Während das Laub ganzjährig strukturgebend wirkt, setzen die Blüten im Spätsommer und Herbst leuchtende Akzente.
Die gelben Blüten der Fetthenne
Die Blütezeit der Tripmadam-Fetthenne erstreckt sich von August bis Oktober und fällt damit in eine Phase, in der viele andere Stauden bereits verblüht sind. Die Blüten sind in verzweigten, doldentraubigen Blütenständen angeordnet, die sich an den Enden der aufrechten Triebe bilden. Jede Einzelblüte ist klein und sternförmig, aber in der Masse entfalten sie eine beachtliche Fernwirkung. Die Farbe ist ein reines, sonniges Gelb, das je nach Lichtintensität von einem zarten Hellgelb bis zu einem kräftigen Goldgelb variieren kann. Die Blütenstände sind locker und luftig aufgebaut, was der Pflanze einen natürlichen, wildstaudenhaften Charakter verleiht. Obwohl die einzelnen Blüten unscheinbar wirken mögen, sind sie für Insekten von großer Bedeutung, da sie reichlich Nektar und Pollen bieten. Nach der Blüte bilden sich kleine, unscheinbare Früchte, die jedoch für die Gartengestaltung keine Rolle spielen.
Das sukkulente Laub der Tripmadam
Das Blattwerk von Sedum reflexum ist sommergrün und zeigt die typischen Merkmale einer Sukkulente. Die Blätter sind linealisch geformt, fleischig verdickt und sitzen dicht gedrängt an den Trieben. Ihre Farbe ist ein charakteristisches Gelbgrün, das je nach Standort und Jahreszeit variieren kann. An vollsonnigen, trockenen Plätzen färben sich die Blattspitzen oft rötlich oder bronzefarben ein, was einen zusätzlichen dekorativen Effekt erzeugt. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und können bis zu zwei Zentimeter lang werden. Ihre sukkulente Beschaffenheit ermöglicht es der Pflanze, in ihren Blättern Wasser zu speichern und so längere Trockenperioden problemlos zu überstehen. Im Winter zieht die Pflanze oberirdisch ein; die alten Triebe vertrocknen, während die Wurzelstöcke und basalen Knospen im Boden überdauern, um im Frühjahr neu auszutreiben. Eine spektakuläre Herbstfärbung zeigt die Tripmadam-Fetthenne nicht, aber das Laub behält seine frische Farbe bis in den späten Herbst hinein.
Verwendung im Garten – viel mehr als nur ein Bodendecker
Die Einsatzmöglichkeiten der Tripmadam-Fetthenne im Garten sind erstaunlich vielfältig und reichen von der rein dekorativen Funktion bis hin zur praktischen Nutzung als Küchenkraut. Ihre Robustheit und Anspruchslosigkeit prädestinieren sie für viele moderne Gartentrends, bei denen Nachhaltigkeit und Pflegeleichtigkeit im Vordergrund stehen. Sedum reflexum ist weit mehr als nur ein einfacher Bodendecker.
Steingarten, Trockenmauern und extensive Dachbegrünung
Die klassische Verwendung der Tripmadam-Fetthenne findet sich im Steingarten, auf Trockenmauern und bei der extensiven Dachbegrünung. Niedrig wachsende Sedum-Arten sind besonders geeignet für Stein- und Kiesgärten, Mauern, Dächer und Grabbegrünung. In Steingärten bildet sie zusammen mit anderen trockenheitsliebenden Stauden wie Hauswurz (Sempervivum) oder Blaukissen (Aubrieta) attraktive, pflegeleichte Pflanzengesellschaften. Die kriechenden Triebe überwachsen Steine und Felsen und lassen sie natürlich in die Umgebung einbinden. Auf Trockenmauern fühlt sich Sedum reflexum besonders wohl, da die Drainage hier perfekt ist und die Steine Wärme speichern. Die Triebe hängen mit der Zeit leicht über und weichen die harten Mauerkanten optisch auf. Für extensive Dachbegrünung ist die Pflanze ideal, da sie mit extrem flachen Substratschichten und langen Trockenperioden zurechtkommt und gleichzeitig das Dach vor extremen Temperaturen schützt.
Die Tripmadam-Fetthenne als Küchenkraut
Eine besondere und historisch bedeutsame Verwendung der Tripmadam-Fetthenne ist ihre Nutzung als Küchenkraut. Sedum reflexum wird als alte heimische Würzpflanze beschrieben, deren junge Triebspitzen besonders im Frühjahr als Küchenkraut verwendet werden. Die leicht säuerlich, erfrischend schmeckenden Blätter verleihen Salaten, Suppen und Soßen eine besondere Note. Sie eignen sich für Frühlingssuppen, Salate, Saucen, Remouladen, Kräuterquark und Kräuteressig. Die Ernte sollte am besten im Frühjahr und Frühsommer erfolgen, wenn die Triebe noch jung und zart sind. Später im Jahr werden die Blätter fester und der Geschmack intensiver. Es empfiehlt sich, immer nur kleine Mengen zu ernten, um die Pflanze nicht zu schwächen. Historisch wurde der kulinarische Wert im 17. Jahrhundert erkannt und Sedum reflexum verlieh Salaten, Suppen und Fleischgerichten Würze. Selbst die berühmte Kochbuchautorin Henriette Davidis empfahl Tripmadam als Würzkraut für die Hamburger Aalsuppe.
Wichtige Bienenweide für den Naturgarten
Im Naturgarten spielt Sedum reflexum eine wichtige Rolle als Bienenweide und Nahrungsquelle für andere Insekten. Die Eignung als Bienenweide ist gut belegt, da die zahlreichen kleinen Blüten reichlich Nektar und Pollen produzieren. Besonders Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen werden von den gelben Blütenständen angezogen. Die späte Blütezeit von August bis Oktober ist dabei von besonderer Bedeutung, da in dieser Jahreszeit das Nahrungsangebot für Insekten oft knapp wird. Durch die Pflanzung von Tripmadam-Fetthenne leistet man einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität im eigenen Garten. Ideal ist die Kombination mit anderen spätblühenden Stauden wie Herbstastern (Aster novi-belgii) oder Fetthennen-Hybriden (Sedum-Hybriden), um ein durchgängiges Nahrungsangebot zu schaffen. Auch Insektenhotels in der Nähe solcher Pflanzungen werden gerne angenommen.
Pflanzpartner für die Tripmadam-Fetthenne
Die richtige Pflanznachbarschaft kann den Gartenwert der Tripmadam-Fetthenne noch deutlich steigern. Gute Partner teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Wuchsform, Blattstruktur und Blütezeit. Durch geschickte Kombinationen entstehen lebendige, naturnahe Pflanzbilder, die über viele Monate attraktiv sind.
Begleiter für trockene Standorte
Für sonnige, trockene Standorte bieten sich zahlreiche Begleitstauden an, die mit Sedum reflexum harmonieren. Klassische Partner sind andere Steingartenstauden mit ähnlich geringen Ansprüchen. Die Kugel-Distel (Echinops ritro) mit ihren stahlblauen Blütenbällen bildet einen reizvollen Kontrast in Form und Farbe. Der Blauschwingel (Festuca glauca) ergänzt mit seinen graublauen, grasartigen Horsten die gelbgrünen Blätter der Tripmadam und bringt Bewegung in die Pflanzung. Die Prachtkerze (Gaura lindheimeri) mit ihren luftigen, weißen Blütenrispen schafft Leichtigkeit und Höhe im Hintergrund. Alle diese Pflanzen bevorzugen ebenfalls durchlässige Böden und volle Sonne, sodass sie gemeinsam ideale Bedingungen vorfinden.
Kombinationen mit Sedum reflexum
Speziell auf die Tripmadam-Fetthenne abgestimmte Pflanzkombinationen betonen ihre Vorzüge und schaffen ausgewogene Bilder. Mit dem Sonnenhut (Rudbeckia fulgida), der zur gleichen Zeit in kräftigem Gelb blüht, entsteht ein monochromer, sonniger Bereich. Die Woll-Ziest (Stachys byzantina) mit ihren silbrig-filzigen Blättern bildet einen schönen texturlichen und farblichen Kontrast zu den sukkulenten Blättern der Sedum reflexum. Für eine mediterrane Anmutung passt der Lavendel (Lavandula angustifolia) ausgezeichnet, dessen violette Blüten und graugrünes Laub wunderbar mit dem Gelbgrün der Tripmadam harmonieren. Auch niedrige Thymian-Sorten (Thymus serpyllum) sind exzellente Begleiter, da sie ähnlich kriechend wachsen und mit ihren kleinen Blüten weitere Insekten anlocken. Wichtig ist bei allen Kombinationen, dass die Partner nicht zu wuchskräftig sind und die niedrige Tripmadam-Fetthenne nicht überwuchern.
Pflege und Überwinterung – eine unkomplizierte Staude
Einer der größten Vorzüge der Tripmadam-Fetthenne ist ihre extreme Pflegeleichtigkeit. Sedum reflexum gehört zu den Stauden, die nahezu ohne menschliches Zutun gedeihen und selbst unter widrigen Bedingungen zuverlässig wachsen. Dennoch sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen empfehlenswert, um die Vitalität und Blühfreudigkeit der Pflanze langfristig zu erhalten.
Gießen und Düngen
Der Wasserbedarf der Tripmadam-Fetthenne ist ausgesprochen gering. Nur direkt nach der Pflanzung und während längerer Trockenperioden im ersten Standjahr sollte mäßig gegossen werden, um die Wurzelbildung zu unterstützen. Danach reichen in der Regel die natürlichen Niederschläge völlig aus. Bei Kübelpflanzungen oder auf extrem durchlässigen Böden kann im Hochsommer gelegentliches Gießen notwendig sein, jedoch immer erst, wenn der Boden vollständig abgetrocknet ist. Staunässe muss unter allen Umständen vermieden werden. Gedüngt werden muss Sedum reflexum praktisch nie. Auf nährstoffarmen Böden kann im Frühjahr eine sehr geringe Gabe eines mineralischen Volldüngers oder etwas Kompost das Wachstum anregen, aber üppige Düngergaben sind kontraproduktiv, da sie zu mastigem, weichem Wuchs führen, der anfälliger für Frost und Krankheiten ist.
Schnitt und Vermehrung von Sedum reflexum
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist bei der Tripmadam-Fetthenne nicht erforderlich, kann aber zur Verjüngung und Formgebung dienen. Im zeitigen Frühjahr können alte, vertrocknete Triebe bodennah entfernt werden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Nach der Blüte können die verblühten Stängel zurückgeschnitten werden, was die Pflanze optisch aufräumt und eventuell eine Nachblüte fördert. Die gezielte Vermehrung von Sedum-Arten erfolgt über Trieb- oder Blattstecklinge im Frühjahr. Dafür schneidet man etwa fünf bis zehn Zentimeter lange, nicht blühende Triebspitzen ab, entfernt die unteren Blätter und steckt sie in ein sandiges Anzuchtsubstrat. Innerhalb weniger Wochen bilden sich Wurzeln. Auch eine Teilung älterer Horste im Frühjahr oder Herbst ist problemlos möglich. Die Samenvermehrung ist ebenfalls möglich, aber bei der Art Sedum reflexum weniger gebräuchlich, da die Sortenechtheit nicht garantiert ist.
Überwinterung der Fetthenne
Die Tripmadam-Fetthenne ist vollständig winterhart und benötigt in unseren Breiten keinen speziellen Winterschutz. Sie verträgt Temperaturen bis weit unter minus zwanzig Grad Celsius problemlos. Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen im Herbst ein und vertrocknen, während die Wurzelstöcke und basalen Knospen geschützt im Boden überwintern. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann aus diesen Überwinterungsknospen wieder zuverlässig aus. Bei Kübelpflanzungen sollte der Topf frostfest sein oder an einen geschützten Platz gestellt werden, da das geringere Substratvolumen schneller durchfriert. Ein leichter Schutz aus Reisig oder Laub kann hier zusätzliche Sicherheit bieten, ist aber meist nicht notwendig. Wichtig ist, dass der Kübel im Winter nicht zu nass steht, da gefrorene Nässe die Wurzeln schädigen kann.
Wissenswertes über die Tripmadam-Fetthenne
Abseits ihrer gärtnerischen Qualitäten birgt Sedum reflexum eine faszinierende Kulturgeschichte und botanische Besonderheiten, die diese Staude noch interessanter machen. Von ihrer historischen Nutzung bis zur botanischen Nomenklatur gibt es viel zu entdecken.
Historische Bedeutung und botanische Einordnung
Die Tripmadam-Fetthenne blickt auf eine lange Geschichte der Nutzung durch den Menschen zurück. Bereits die Vorfahren nutzten Sedum als Heilmittel und als Dach- und Mauerbepflanzung zum Schutz gegen Blitzschlag. In der Volksmedizin wurden verschiedene Sedum-Arten, darunter auch Sedum reflexum, bei Hautproblemen wie Warzen, Hühneraugen sowie Brand- und Quetschwunden eingesetzt. Der Gattungsname Sedum leitet sich vom lateinischen „sedere“ (sitzen) ab und verweist auf die sitzenden Blätter oder die Fähigkeit der Pflanzen, sich auf Steinen festzusetzen. Der Artname reflexum bedeutet „zurückgebogen“ und beschreibt die leicht zurückgebogenen Blattspitzen. Botanisch ist die Pflanze manchmal auch unter dem Synonym Sedum rupestre zu finden, was auf ihr Vorkommen auf felsigem Untergrund („rupestre“ = felsbewohnend) hinweist. Die Tripmadam-Fetthenne ist nicht giftig, weder für Menschen noch für Haustiere, was ihre Verwendung als Küchenkraut natürlich untermauert. Ihre lange Kulturgeschichte und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu einer Staude von besonderem Wert, die Tradition und moderne Gartengestaltung auf einzigartige Weise verbindet.
| Name Deutsch: | Tripmadam-Fetthenne. |
| Name Botanisch: | Sedum relfexum. |
| Wuchs: | Steingartenstaude, kriechend, bis 25 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 25 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, sukkulent, lineal, fleischig, gelbgrün. |
| Blüte: | Gelb, doldentraubig, verzweigt, einfach, klein, zierend. |
| Blütezeit: | August bis Oktober. |
| Wurzeln: | Ausbreitend, horstig. |
| Boden: | Trockene bis frische, durchlässige Untergründe. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 25. |
| Eigenschaften: | Die Sedum reflexum (Tripmadam-Fetthenne) wird gerne in der Küche verwendet. Die leicht säuerlich schmeckenden Blätter können in Salaten oder Suppen verwendet werden. Im Garten erweist sich die Sedum als unkomplizierte Staude. Sie ist sehr frosthart und benötigt keinen Winterschutz. Sie steht gerne in der Sonne auf frischem Untergrund oder im Steingarten und auf Trockenmauern. Auch als Dachbepflanzung eignet sich die Fetthenne. Bei Schmetterlingen und Wildbienen ist die Steingartenstaude sehr beliebt. Mit einem Pflanzenabstand von 25 cm wirkt die Pflanze mit den gelben Blüten sehr dekorativ.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Tripmadam-Fetthenne (Sedum reflexum) ist eine ausgesprochen vielseitige und robuste Steingartenstaude, die mit ihrem kriechenden Wuchs und den leuchtend gelben Blüten von August bis Oktober begeistert. Als heimische Pflanze Mitteleuropas hat sie sich perfekt an trockene, sonnige Standorte angepasst und erweist sich im Garten als äußerst unkompliziert. Ihre sukkulenten, gelbgrünen Blätter sind nicht nur dekorativ, sondern auch essbar und verleihen Salaten eine angenehm säuerliche Note. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Zentimetern und einer horstigen, ausbreitenden Wurzelbildung eignet sich Sedum reflexum.... |
Pflanz- und Pflegetipps Sedum reflexum / Tripmadam-Fetthenne
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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