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| Wuchs: | Steingartenstaude, polsterbildend, horstbildend, bis 7 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 10 cm |
| Blatt: | Wintergrün, nadelartig, ganzrandig, rosettig, weich, grün |
| Frucht: | Schoten, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Gelb, doldenförmig, traubenartig angeordnet, einfach, reichblühend, zierend, |
| Blütezeit: | März bis April |
| Boden: | Trockener, durchlässiger, humusarmer oder steinreicher Boden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 35 |
| Eigenschaften: |
Die Draba sibirica (Sibirisches Hungerblümchen) gehört zu den sehr genügsamen Stauden. Sie beginnt mit ihrer Blütephase schon Anfang des Frühjahres und lässt so in der noch eher kargen...
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| Wuchs: | Steingartenstaude, polsterbildend, horstbildend, bis 7 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 10 cm |
| Blatt: | Wintergrün, nadelartig, ganzrandig, rosettig, weich, grün |
| Frucht: | Schoten, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Gelb, doldenförmig, traubenartig angeordnet, einfach, reichblühend, zierend, |
| Blütezeit: | März bis April |
| Boden: | Trockener, durchlässiger, humusarmer oder steinreicher Boden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 35 |
| Eigenschaften: | Die Draba sibirica (Sibirisches Hungerblümchen) gehört zu den sehr genügsamen Stauden. Sie beginnt mit ihrer Blütephase schon Anfang des Frühjahres und lässt so in der noch eher kargen Jahreszeit den Garten mit ihren wunderschön gelben Blüten erstrahlen. Besonders im Bereich von Steinbeeten aber auch als Grabbepflanzung an einem sonnigen Standort bietet die Draba sibirica ein äußerst attraktives Bild. Die wintergrüne Belaubung begleitet Sie durch die kalten Monate und schenkt dem Garten Farbe. Die Staude bildet ein starkes Polster und dekoriert so Steinanlagen und Steinfugen. Als Bienenweide eignet sich die tolle Steingartenstaude wunderbar. Sie können 24 bis 26 Exemplare pro Quadratmeter einpflanzen, um so den tolle moosartigen Wuchs zu erreichen. |
- Portrait des Sibirischen Hungerblümchens
- Ideale Standortbedingungen
- Blütenpracht und wintergrünes Laub
- Vielfältige Gartenverwendung
- Harmonische Pflanzpartner für Draba sibirica
- Pflegeleicht und unkompliziert
- Wissenswertes über das Sibirische Hungerblümchen
Das Sibirische Hungerblümchen (Draba sibirica) ist eine bezaubernde Polsterstaude, die mit ihrer frühen Blütezeit und anspruchslosen Natur jeden Garten bereichert. Als typischer Vertreter der Steingartenpflanzen überzeugt sie durch ihre robuste Art und den dichten, moosartigen Wuchs, der sich perfekt für sonnige und trockene Lagen eignet. Mit einer Wuchshöhe von nur bis zu 7 Zentimetern bildet sie kompakte Horste, die sich zu dichten Polstern ausweiten und so eine flächige Begrünung ermöglichen. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von März bis April, wodurch sie zu den ersten Farbtupfern im noch winterlichen Garten zählt. Die Staude stammt ursprünglich aus den kargen Regionen Sibiriens und des Kaukasus, was ihre Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit erklärt. Für eine vollständige Flächenbedeckung werden etwa 35 Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, um den charakteristischen polsterbildenden Effekt zu erzielen.
Portrait des Sibirischen Hungerblümchens
Dieser Abschnitt beleuchtet die wesentlichen Merkmale und die Herkunft dieser faszinierenden Staude. Das Sibirische Hungerblümchen ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll, da es als frühe Nahrungsquelle für Insekten dient. Seine polsterbildende Wuchsform macht es zu einem idealen Bodendecker für spezielle Gartenbereiche.
Herkunft und Wuchsform
Die Draba sibirica hat ihre natürliche Heimat in den rauen, kontinentalen Klimazonen Sibiriens und des Kaukasus. Dort wächst sie auf felsigen Hängen, in steinigen Geröllhalden und auf kargen, mineralischen Böden, die nur spärlich mit Humus versorgt sind. Diese Herkunft prägt ihren Charakter als äußerst genügsame und trockenheitsverträgliche Pflanze. Im Garten zeigt sie einen horstbildenden und polsterbildenden Wuchs, bei dem sich zahlreiche Einzelrosetten zu einem dichten, teppichartigen Geflecht verbinden. Die Polster erreichen eine Höhe von maximal 7 Zentimetern und breiten sich langsam, aber stetig aus. Diese kompakte Wuchsform macht sie besonders widerstandsfähig gegen Wind und Wetter und verhindert gleichzeitig die Ansiedlung von Unkraut zwischen den Pflanzen. Die Wurzeln sind fein und verzweigt, optimal angepasst, um in steinigen oder durchlässigen Substraten Halt zu finden und auch geringste Feuchtigkeitsreserven zu nutzen.
Ein Frühlingsbote mit Charme
Das Sibirische Hungerblümchen gehört zu den ersten Stauden, die nach dem Winter mit frischem Grün und lebhaften Farben aufwarten. Schon im zeitigen Frühjahr, oft wenn der letzte Schnee gerade geschmolzen ist, beginnen sich die Blattrosetten aus ihrer winterlichen Ruhe zu lösen. Kurz darauf, ab März, erscheinen die ersten Blütenknospen und verwandeln die noch kahle Gartenlandschaft in ein sonniges Gelb. Diese frühe Blüte ist nicht nur ein optischer Genuss für den Gärtner, sondern hat auch eine wichtige ökologische Funktion: Sie bietet Bienen, Hummeln und anderen früh fliegenden Insekten eine der ersten Nektar- und Pollenquellen des Jahres. Die Pflanze ist durch und durch eine Steingartenstaude, deren Erscheinungsbild perfekt zu mineralischen Umgebungen passt. Ihr zierlicher, aber ausdrucksstarker Habitus verleiht Steingärten, Alpinenhäusern oder Trockenmauern eine natürliche und doch gestaltete Note.
Ideale Standortbedingungen
Die Standortwahl ist entscheidend für das Gedeihen des Sibirischen Hungerblümchens. Als Kind der Sonne und Trockenheit hat es spezifische Ansprüche an Licht und Boden, die beachtet werden sollten, um seine volle Pracht zu entfalten. Ein falscher Platz kann zu verkümmertem Wuchs oder sogar zum Ausfall der Pflanze führen.
Der perfekte Standort für Draba sibirica
Für die Draba sibirica ist ein sonniger Standort unabdingbar. Volle Sonneneinstrahlung über den größten Teil des Tages fördert nicht nur eine reiche Blüte, sondern auch die kompakte, gesunde Wuchsform der Polster. Halbschatten wird toleriert, führt jedoch oft zu weniger üppiger Blüte und einem lockeren, weniger dichten Wuchs. Ideal sind exponierte Lagen, die auch im Winter viel Licht erhalten, wie Südhänge, die Vorderseite von Beeten oder die Oberkanten von Trockenmauern. Die Pflanze verträgt Hitze sehr gut und kommt auch mit der intensiven Sommersonne problemlos zurecht, vorausgesetzt der Boden ist entsprechend durchlässig. Zugluft oder starke Winde machen ihr aufgrund ihres niedrigen, bodennahen Wuchses wenig aus. Ein solcher Standort imitiert die natürlichen Lebensräume in Sibirien und gewährleistet, dass das Hungerblümchen seine ganze Robustheit und Schönheit entfalten kann.
Bodenansprüche und Substrat
Der Boden sollte in erster Linie trocken, durchlässig und humusarm oder steinreich sein. Staunässe ist der größte Feind dieser Staude und führt unweigerlich zu Wurzelfäule. Ein mineralisches Substrat mit hohem Sand- oder Schotteranteil ist daher ideal. Schwere, lehmige Böden müssen unbedingt durch die Zugabe von grobem Sand, Splitt oder feinem Kies aufgelockert und drainiert werden. Der pH-Wert kann neutral bis leicht alkalisch sein, wobei die Pflanze hier recht tolerant ist. Die Bezeichnung „Hungerblümchen“ kommt nicht von ungefähr: Sie gedeiht auf sogenannten „hungrigen“, also nährstoffarmen Böden am besten. Eine Überdüngung oder zu humusreiche Erde führt zu mastigem, weichem Wuchs, der anfälliger für Krankheiten ist und die Winterhärte mindern kann. Für die Pflanzung in Töpfen oder Schalen eignet sich eine Mischung aus Blumenerde, Lavagranulat und Sand im Verhältnis 1:1:1 hervorragend.
Blütenpracht und wintergrünes Laub
Die Attraktivität des Sibirischen Hungerblümchens liegt in der harmonischen Kombination aus leuchtender Blüte und strukturreichem, ganzjährigem Laub. Während die Blüten den Frühling einläuten, sorgt das Blattwerk für ganzjährige Struktur im Garten.
Die Frühlingsblüte des Hungerblümchens
Von März bis April erscheinen die gelben, einfachen Blüten der Draba sibirica. Sie sind doldenförmig angeordnet und stehen in kurzen, traubenartigen Blütenständen über dem Laubpolster. Jede Einzelblüte ist klein und zierlich, doch durch ihre große Anzahl und die dichte Anordnung wirkt die gesamte Pflanze in der Blütezeit wie ein leuchtend gelbes Kissen. Die Blüten sind reichblühend und überdecken das grüne Laub fast vollständig, was einen außerordentlich dekorativen Effekt erzielt. Sie duften nicht nennenswert, locken aber durch ihre Farbe und den frühen Zeitpunkt zahlreiche Insekten an. Nach der Blüte bilden sich unscheinbare Schoten als Früchte aus, die nicht zum Verzehr geeignet sind. Diese Samenstände können an der Pflanze verbleiben oder nach der Blüte vorsichtig abgeschnitten werden, um die Kraft der Pflanze in das Polsterwachstum zu lenken.
Blattwerk und Polsterstruktur
Das Laub der Draba sibirica ist ebenso bemerkenswert wie ihre Blüten. Die Blätter sind wintergrün, das heißt, sie behalten auch in der kalten Jahreszeit ihre Farbe und Struktur bei. Dies ist ein enormer Vorteil für die Gartengestaltung, da so auch im Winter grüne Akzente gesetzt werden. Die Blätter sind nadelartig, schmal und ganzrandig. Sie sind weich in der Textur und von einer frischen grünen Farbe. Sie stehen in dichten, rosettigen Büscheln zusammen, aus deren Mitte im Frühjahr die Blütentriebe entspringen. Diese Rosetten bilden das Grundgerüst des Polsters. Durch die dichte Packung der Blätter entsteht eine fast moosartige Oberfläche, die sehr dekorativ wirkt und selbst im Winter, wenn Raureif oder leichter Schnee darauf liegen, reizvolle Bilder bietet. Eine Herbstfärbung tritt nicht ein, das Grün verblasst lediglich etwas, bleibt aber erhalten.
Vielfältige Gartenverwendung
Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Sibirischen Hungerblümchens machen es zu einer wertvollen Bereicherung für verschiedene Gartenstile und -situationen. Seine Anpassungsfähigkeit und der niedrige Wuchs eröffnen kreative Gestaltungsoptionen.
Steingarten und Trockenmauern
Die klassische Verwendung für Draba sibirica findet sich im Steingarten und an Trockenmauern. Hier kommt ihre natürliche Anmutung und ihre Liebe zu trocken-mineralischen Standorten voll zur Geltung. In Steingärten kann sie als flächiger Bodendecker zwischen größeren Steinen gepflanzt werden, wo sie mit der Zeit die Fugen überwächst und eine natürliche, alpine Atmosphäre schafft. An Trockenmauern, also Mauern ohne Mörtel, füllt sie die Hohlräume zwischen den Steinen und verwandelt die Mauer in ein lebendiges, blühendes Kunstwerk. Die Polster hängen dann leicht über und mildern die harten Kanten der Steine. Sie eignet sich hervorragend als Polsterstaude für sonnige Lagen in solchen Anlagen und harmoniert perfekt mit anderen Steingartenpflanzen wie verschiedenen Sedum-Arten oder kleinbleibenden Gräsern.
Fugenbegrünung und Grabgestaltung
Eine weitere praktische und ästhetische Verwendung ist die Begrünung von Plattenfugen auf Terrassen oder Wegen, sofern diese sonnig liegen und das Wasser gut abfließen kann. Das dichte Polster des Hungerblümchens verhindert das Aufkommen von Unkraut und schafft einen grünen, lebendigen Teppich zwischen den Steinplatten. Ebenso bewährt hat sich die Pflanze als Grabbepflanzung. Ihr immergrünes Laub sorgt für ganzjährig gepflegte Optik, und die frühjahrshelle Blüte bringt zu Ostern freundliche Farbe auf die Grabstelle. Da sie sehr pflegeleicht und trockenheitsverträglich ist, eignet sie sich ideal für Standorte, die nicht täglich gewässert werden können. Die empfohlene Pflanzdichte von etwa 35 Exemplaren pro Quadratmeter führt hier schnell zu einem geschlossenen, attraktiven Bild.
Die Draba sibirica als Bienenweide
Neben der dekorativen Funktion hat das Sibirische Hungerblümchen auch einen wichtigen ökologischen Nutzen. Es dient als wertvolle Bienenweide im frühen Frühjahr. Zu einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für Insekten noch sehr knapp ist, bieten die gelben Blüten reichlich Pollen und Nektar. Hummeln, Wildbienen und erste Honigbienen finden hier eine willkommene Energiequelle. Dies macht die Pflanze zu einer ausgezeichneten Wahl für naturnahe Gärten, insektenfreundliche Anlagen oder auch für Dachbegrünungen in sonniger Lage, wo sie zusätzlich zur Biodiversität beiträgt. Die Pflanzung in Gruppen verstärkt diesen Effekt und schafft eine kleine, aber wichtige Oase für die früh fliegende Insektenwelt.
Harmonische Pflanzpartner für Draba sibirica
Die richtige Pflanznachbarschaft unterstreicht die Schönheit des Sibirischen Hungerblümchens und schafft harmonische Bilder. Gute Partner teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in Wuchsform, Blütezeit oder Farbe.
Ideale Begleiter für sonnige Lagen
Bei der Auswahl von Begleitpflanzen für die Draba sibirica sollte man sich an den natürlichen Standortbedingungen orientieren. Gute Pflanzpartner sind Saxifraga oppositifolia (Gegenblättriger Steinbrech) und Sedum acre (Scharfe Fetthenne), die ähnliche sonnige und trockene Standorte bevorzugen. Der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia) ist ebenfalls eine niedrige Polsterstaude, die oft sogar noch früher mit violetten oder rosa Blüten aufwartet. Gemeinsam bilden sie ein frühlingsbuntes Mosaik. Die Scharfe Fetthenne (Sedum acre) blüht etwas später im Frühsommer mit leuchtend gelben Sternblüten und bildet ebenfalls dichte, teppichartige Polster. Ihr fleischiges Laub bietet einen interessanten Kontrast zum nadelartigen Blatt des Hungerblümchens. Weitere passende Partner sind das Blaukissen (Aubrieta) in verschiedenen Blautönen, das zur gleichen Zeit blüht, oder der weiße Polster-Thymian (Thymus praecox). Auch niedrige Gräser wie das Blauschwingel (Festuca glauca) mit seinen silbrig-blauen Horsten setzen reizvolle Akzente. Wichtig ist, dass alle Partner ähnlich durchlässige Böden und volle Sonne vertragen, um konkurrenzfrei miteinander zu wachsen.
Pflegeleicht und unkompliziert
Einer der größten Vorzüge des Sibirischen Hungerblümchens ist seine Anspruchslosigkeit in der Pflege. Einmal etabliert, benötigt es kaum noch gärtnerische Eingriffe und kommt mit minimaler Zuwendung bestens zurecht.
Gießen und Düngen
Das Gießen beschränkt sich im Wesentlichen auf die Anwachsphase nach der Pflanzung. Ist die Draba sibirica einmal eingewurzelt, kommt sie mit dem natürlichen Niederschlag in unseren Breiten meist bestens zurecht. Nur bei extrem lang anhaltender Trockenheit im Hochsommer kann eine gelegentliche Wassergabe sinnvoll sein, um das Polster frisch zu halten. Dabei sollte immer durchdringend, aber selten gegossen werden, damit das Wasser bis zu den Wurzeln vordringt und diese nicht nur oberflächlich feucht bleiben. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Düngen ist in der Regel nicht notwendig und kann sogar schaden. Wie der Name „Hungerblümchen“ andeutet, bevorzugt die Pflanze magere Böden. Eine leichte Gabe von mineralischem Volldünger im zeitigen Frühjahr, direkt vor dem Austrieb, ist allenfalls auf sehr ausgelaugten Sandböden in Betracht zu ziehen. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne sind aufgrund ihres hohen Humusanteils weniger geeignet.
Schnitt und Vermehrung der Draba sibirica
Ein regelmäßiger Schnitt ist bei dieser Staude nicht erforderlich. Es kann jedoch sinnvoll sein, die verblühten Stängel nach der Blüte vorsichtig zurückzuschneiden, um die Samenbildung zu verhindern und die Pflanze zu einem kompakten Nachwachsen anzuregen. Dies fördert die Polsterdichte. Sollten Teile des Polsters mit der Zeit verkahlen oder unschön werden, können diese im Frühjahr oder nach der Blüte herausgeschnitten werden. Die gesunden Randpartien werden diese Lücken schnell wieder schließen. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder durch Teilung der Polster im Herbst. Die Aussaat ist einfach: Die feinen Samen werden im Frühjahr auf mageres, durchlässiges Substrat gestreut, angedrückt und nur leicht feucht gehalten. Die Teilung ist die schnellere Methode: Dazu wird im Herbst ein gut eingewachsenes Polster vorsichtig mit einem Spaten oder einem Messer geteilt. Die Teilstücke werden sofort an ihrem neuen Standort wieder eingepflanzt und angegossen. Beide Methoden sind zuverlässig und ermöglichen es, die Pflanze leicht zu vermehren und im Garten zu verbreiten.
Überwinterung und Winterschutz
Das Sibirische Hungerblümchen ist vollkommen winterhart und verträgt Temperaturen bis weit unter -20 Grad Celsius problemlos. Sein wintergrünes Laub schützt die Pflanze auch in der kalten Jahreszeit. Ein spezieller Winterschutz ist in unseren Breiten nicht nötig. Im Gegenteil: Eine Abdeckung mit Laub oder Reisig könnte in feuchten Wintern zu Fäulnis führen, da sie die Luftzirkulation behindert und Feuchtigkeit staut. Wichtig ist, dass der Standort im Winter nicht staunass ist. Bei der Pflanzung in Töpfen oder Schalen ist darauf zu achten, dass diese frostfest sind und dass überschüssiges Wasser jederzeit abfließen kann, um Frostschäden an den Wurzeln zu vermeiden. Ansonsten übersteht die Pflanze den Winter ohne weitere Maßnahmen und treibt im zeitigen Frühjahr zuverlässig wieder aus.
Wissenswertes über das Sibirische Hungerblümchen
Hinter dieser bescheidenen Staude verbergen sich interessante Geschichten und Fakten, die ihren Charakter noch besser verstehen lassen. Von der Namensherkunft bis zur botanischen Einordnung gibt es einiges zu entdecken.
Etymologie und historische Hintergründe
Der Name dieser Pflanze ist Programm. Der deutsche Name „Hungerblümchen“ bezieht sich direkt auf ihre Vorliebe für karge, 'hungrige' Böden. Sie gedeiht dort am besten, wo andere Pflanzen aufgrund von Nährstoffmangel und Trockenheit scheitern würden. Der botanische Artname sibirica weist auf ihre Herkunft aus Sibirien hin. Die Gattung Draba gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und umfasst viele kleinwüchsige, polsterbildende Arten, die oft in Gebirgsregionen oder arktischen Zonen vorkommen. Ein veralteter botanischer Name für Draba sibirica ist Draba fladnizensis var. sibirica. Dies zeigt die taxonomische Entwicklung und die manchmal schwierige Abgrenzung innerhalb dieser artenreichen Gattung. Ein weiterer wichtiger Fakt ist die Giftigkeit, oder besser gesagt, deren Fehlen: Draba sibirica ist nicht giftig und stellt keine Gefahr für Mensch oder Tier dar. Sie kann daher bedenkenlos in Gärten gepflanzt werden, in denen Kinder oder Haustiere spielen. Diese Kombination aus historisch bedeutsamem Namen, interessanter Herkunft und harmloser Natur macht das Sibirische Hungerblümchen zu einer faszinierenden und unbedenklichen Bereicherung für den Garten.
| Name Deutsch: | Sibirisches Hungerblümchen. |
| Name Botanisch: | Draba sibirica. |
| Wuchs: | Steingartenstaude, polsterbildend, horstbildend, bis 7 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 10 cm. |
| Blatt: | Wintergrün, nadelartig, ganzrandig, rosettig, weich, grün. |
| Frucht: | Schoten, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Gelb, doldenförmig, traubenartig angeordnet, einfach, reichblühend, zierend,. |
| Blütezeit: | März bis April. |
| Boden: | Trockener, durchlässiger, humusarmer oder steinreicher Boden. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 35. |
| Eigenschaften: | Die Draba sibirica (Sibirisches Hungerblümchen) gehört zu den sehr genügsamen Stauden. Sie beginnt mit ihrer Blütephase schon Anfang des Frühjahres und lässt so in der noch eher kargen Jahreszeit den Garten mit ihren wunderschön gelben Blüten erstrahlen. Besonders im Bereich von Steinbeeten aber auch als Grabbepflanzung an einem sonnigen Standort bietet die Draba sibirica ein äußerst attraktives Bild. Die wintergrüne Belaubung begleitet Sie durch die kalten Monate und schenkt dem Garten Farbe. Die Staude bildet ein starkes Polster und dekoriert so Steinanlagen und Steinfugen. Als Bienenweide eignet sich die tolle Steingartenstaude wunderbar. Sie können 24 bis 26 Exemplare pro Quadratmeter einpflanzen, um so den tolle moosartigen Wuchs zu erreichen.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Das Sibirische Hungerblümchen (Draba sibirica) ist eine bezaubernde Polsterstaude, die mit ihrer frühen Blütezeit und anspruchslosen Natur jeden Garten bereichert. Als typischer Vertreter der Steingartenpflanzen überzeugt sie durch ihre robuste Art und den dichten, moosartigen Wuchs, der sich perfekt für sonnige und trockene Lagen eignet. Mit einer Wuchshöhe von nur bis zu 7 Zentimetern bildet sie kompakte Horste, die sich zu dichten Polstern ausweiten und so eine flächige Begrünung ermöglichen. Ihre Hauptblütezeit erstreckt sich von März bis April, wodurch sie zu den ersten Farbtupfern im noch winterlichen Garten zählt. Die Staude stammt ursprünglich aus den kargen Regionen Sibiriens und des Kaukasus, was ihre Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit erklärt. Für eine vollständige Flächenbedeckung werden etwa 35 Pflanzen pro Quadratmeter empfohlen, um den charakteristischen polsterbildenden Effekt zu erzielen. Portrait des.... |
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