| Wuchs: | Staude, aufrecht, horstbildend, 70 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, lanzettlich, gewellt, grün |
| Frucht: | Nüsschen, braun, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Weiß, einfache Einzelblüte, unbedeutende Blütenform, in rispenartigen Blütenständen |
| Blütezeit: | Mai bis Juni |
| Wurzeln: | Rhizombildend |
| Boden: | Trockene bis frische, gut durchlässige, kalkarme Untergründe |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 2 |
| Eigenschaften: |
Der Aconogonon alpinum (Alpen-Bergknöterich) ist eine sommergrüne Staude, welche in den Sommermonaten mit weißen Blüten und braunen Nüsschen geschmückt ist. Nutzen Sie die Pflanze in der ersten...
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| Wuchs: | Staude, aufrecht, horstbildend, 70 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, lanzettlich, gewellt, grün |
| Frucht: | Nüsschen, braun, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Weiß, einfache Einzelblüte, unbedeutende Blütenform, in rispenartigen Blütenständen |
| Blütezeit: | Mai bis Juni |
| Wurzeln: | Rhizombildend |
| Boden: | Trockene bis frische, gut durchlässige, kalkarme Untergründe |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 2 |
| Eigenschaften: | Der Aconogonon alpinum (Alpen-Bergknöterich) ist eine sommergrüne Staude, welche in den Sommermonaten mit weißen Blüten und braunen Nüsschen geschmückt ist. Nutzen Sie die Pflanze in der ersten Blühphase als Schnittstaude und zaubern Sie wunderschöne Sträuße damit. Schneiden Sie die abgeblühten Blütenstände bis zu den oberen Stängelblättern zurück und der Alpen-Bergknöterich erstrahlt ein zweites Mal in weißer Blütenpracht. Schneiden Sie die Stängel im Herbst bis Spätherbst zurück. Ideale Untergründe für die Staude sind sonnig bis halbschattige Plätze auf Freiflächen oder an Gehölzrändern. An optimalen Standorten bedarf es so kaum Pflege. Dazu ist die Pflanze noch sehr gut frosthart bei einer Temperatur bis zu -28,8 °C. Pflanzen Sie das Schmuckstück einzeln oder aber in kleinen Tuffs von 3 bis 5 Stück und setzen Sie 2 bis 3 Pflanzen pro Quadratmeter. Eine pflegeleichte Staude, die Ihren Garten sicherlich verschönern wird! |
- Portrait des Alpen-Bergknöterichs – eine robuste Gebirgsschönheit
- Standort und Boden – die Grundlage für gesundes Wachstum
- Blütenpracht und Laubwerk des Aconogonon alpinum
- Verwendung im Garten – vielseitige Einsatzmöglichkeiten
- Pflanzpartner für den Alpen-Bergknöterich – harmonische Begegnungen
- Pflege und Überwinterung – einfach und effektiv
- Wissenswertes über den Aconogonon alpinum – Hintergründe und Besonderheiten
Der Alpen-Bergknöterich, botanisch Aconogonon alpinum, ist eine sommergrüne, horstbildende Staude, die mit ihrer anspruchslosen Art und dem eleganten, aufrechten Wuchs überzeugt. Sie erreicht eine Höhe von etwa 70 cm und schmückt sich von Mai bis Juni mit einer Fülle weißer Blüten, die in rispenartigen Blütenständen erscheinen. Diese robuste Gebirgspflanze, die auch unter dem Altsynonym Polygonum polymorphum bekannt ist, bringt einen Hauch alpiner Frische in den Garten und eignet sich hervorragend für naturnahe Pflanzungen.
Portrait des Alpen-Bergknöterichs – eine robuste Gebirgsschönheit
Der Alpen-Bergknöterich präsentiert sich als eine Staude von beeindruckender Widerstandsfähigkeit und zugleich zarter Anmut. Sein Erscheinungsbild ist geprägt von einem klaren, aufrechten Wuchs, der dem Beet Struktur verleiht, ohne dabei dominant zu wirken. Als typischer Vertreter der Gebirgsflora verkörpert er jene unprätentiöse Schönheit, die auch unter widrigen Bedingungen gedeiht. Seine Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einem wertvollen Gestaltungselement für Gärten, die nach natürlicher Leichtigkeit und langlebiger Bepflanzung streben.
Herkunft und Verbreitung des Aconogonon alpinum
Der Aconogonon alpinum ist in weiten Teilen der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mittel- und Osteuropa über die Türkei und den Kaukasus bis hin zum Himalaya und nach Zentralasien. Es handelt sich dabei um die einzige Art der Gattung Aconogonon, die in europäischen Bergregionen anzutreffen ist. Diese weite Verbreitung unterstreicht die enorme Anpassungsfähigkeit der Pflanze an unterschiedliche klimatische Bedingungen und Höhenlagen. In der Natur besiedelt sie oft sonnige Hänge, Gebüschränder und felsige Standorte, wo sie mit ihren rhizombildenden Wurzeln Halt findet. Die Bezeichnung „alpinum“ verweist direkt auf diese alpine Herkunft und charakterisiert sie als eine hübsche Form aus dem alpinen Gebirge.
Habitus und Wuchsform
Der Wuchs des Alpen-Bergknöterichs ist charakteristisch aufrecht und horstbildend. Die Staude bildet dichte, kompakte Büschel, die sich nicht unkontrolliert durch Ausläufer ausbreiten, was sie besonders pflegeleicht und gut kalkulierbar in der Gartenplanung macht. Mit einer Wuchshöhe von etwa 70 cm gehört sie zu den mittelhohen Stauden, die sich ideal für die mittlere Ebene in Beeten eignen. Die Stängel sind stabil und verleihen der Pflanze auch bei Wind eine gute Standfestigkeit. Pro Quadratmeter werden etwa 2 Pflanzen empfohlen, um einen harmonischen, geschlossenen Bestand zu erzielen. Für eine noch imposantere Wirkung kann man sie auch in kleinen Tuffs von drei bis fünf Exemplaren pflanzen. Der horstbildende, pflegeleichte und anspruchslose Wuchs wird von Experten besonders hervorgehoben.
Nach diesem umfassenden Portrait widmen wir uns nun den konkreten Ansprüchen, die der Alpen-Bergknöterich an seinen Lebensraum stellt. Nur an einem optimalen Standort kann er seine ganze Schönheit und Vitalität entfalten.
Standort und Boden – die Grundlage für gesundes Wachstum
Die Wahl des richtigen Platzes ist entscheidend für das Gedeihen jeder Staude, und der Alpen-Bergknöterich bildet hier keine Ausnahme. Seine natürlichen Standorte geben klare Hinweise darauf, welche Bedingungen er bevorzugt. Ein passendes Milieu sorgt nicht nur für üppiges Wachstum und reiche Blüte, sondern minimiert auch den Pflegeaufwand erheblich. Die Pflanze zeigt sich dann als wahrhaft anspruchsloser und dankbarer Gartenbewohner.
Der ideale Standort für den Alpen-Bergknöterich
Der Alpen-Bergknöterich gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne fördert eine besonders reiche Blütenbildung, während im Halbschatten das Laub etwas frischer bleiben kann. Ideal sind daher Freiflächen oder lichte Gehölzränder, wo die Pflanze ausreichend Licht erhält. Aufgrund seiner stattlichen Ausmaße benötigt der Aconogonon alpinum einen ausreichend großen Platz, um sich ungehindert entfalten zu können. Er eignet sich hervorragend für die Bepflanzung von Freiflächen-Steppenheiden, wo er mit seiner Struktur wertvolle Akzente setzt. Auch exponierte Lagen, wie sie in vielen Gärten vorkommen, bereiten ihm keine Probleme, da er aus windigen Gebirgsregionen stammt.
Bodenansprüche und Substrat
Die Bodenansprüche des Aconogonon alpinum sind moderat, aber klar definiert. Der Boden sollte gut durchlässig sein, denn Staunässe wird nicht vertragen. Ideal sind trockene bis frische Untergründe, die nicht dauerhaft feucht sind. In puncto Nährstoffe zeigt sich die Staude anspruchslos; ein normaler, nährstoffreicher Gartenboden ist völlig ausreichend. Wichtig ist ein kalkarmer bis neutraler pH-Wert. Schwere, lehmige Böden sollten unbedingt durch die Zugabe von Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die notwendige Drainage zu gewährleisten. Ein solcher Boden imitiert die lockeren, mineralischen Substrate seiner natürlichen Heimat und fördert die gesunde Entwicklung der rhizombildenden Wurzeln.
Mit dem passenden Standort im Rücken entfaltet der Alpen-Bergknöterich sein ästhetisches Potenzial in voller Pracht. Im Folgenden betrachten wir sein Blüten- und Blattwerk genauer.
Blütenpracht und Laubwerk des Aconogonon alpinum
Die Attraktivität des Alpen-Bergknöterichs liegt in der harmonischen Verbindung von zierlicher Blüte und dekorativem Laub. Während die Blüten für einen leuchtenden Sommeraspekt sorgen, bildet das Blattwerk den strukturellen Rahmen über die gesamte Vegetationsperiode. Diese Kombination verleiht der Staude einen hohen Zierwert, der über die reine Blütezeit hinausreicht und dem Garten auch in den Übergangszeiten interessante Texturen bietet.
Die weißen Blüten des Bergknöterichs
Die Blütezeit des Alpen-Bergknöterichs erstreckt sich von Mai bis Juni. In dieser Periode schmückt sich die Pflanze mit einer Fülle kleiner, cremeweißer Einzelblüten, die in lockeren, rispenartigen Blütenständen angeordnet sind. Die Blütenform selbst wird als eher unscheinbar beschrieben, doch in der Masse entfalten sie eine bezaubernde, luftige Wirkung, die an einen weißen Schleier erinnert. Die Blütenstände erheben sich elegant über dem Laub und verleihen der Staude eine gewisse Leichtigkeit. Ein intensiver Duft ist nicht typisch für diese Art; ihr Reiz liegt vielmehr in der zarten, reinweißen Farbe und der üppigen Fülle. Diese Blütenpracht macht den Aconogonon alpinum zu einer wertvollen Bienenweide in der frühen Sommersaison.
Blattwerk und Herbstaspekt
Das Laub des Alpen-Bergknöterichs ist sommergrün, lanzettlich geformt und zeigt charakteristische, leicht gewellte Blattränder. Die Blätter sind von einem frischen, mittleren Grün, das einen schönen Kontrast zu den weißen Blüten bildet. Die Blattstellung ist wechselständig, und die Textur ist relativ zart, was der gesamten Pflanze eine grazile Anmutung verleiht. Im Herbst verfärbt sich das Laub oft in warme Gelb- oder Brauntöne, bevor es schließlich abfällt, und bietet so einen letzten dekorativen Akzent. Die braunen Nüsschen, die sich nach der Blüte bilden, sind zwar nicht zum Verzehr geeignet, können aber den winterlichen Garten mit ihrer Struktur bereichern, wenn man die Stängel stehen lässt.
Die ästhetischen Qualitäten des Alpen-Bergknöterichs lassen sich auf vielfältige Weise im Garten inszenieren. Die nächsten Abschnitte zeigen konkrete Verwendungsmöglichkeiten.
Verwendung im Garten – vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Der Alpen-Bergknöterich ist keine Staude für den einmaligen Effekt, sondern ein vielseitiger Gestalter, der in unterschiedlichen Gartenbereichen überzeugt. Seine robuste Natur und der strukturierte Wuchs prädestinieren ihn für naturnahe Pflanzungen, wo er sowohl als Solitär als auch in der Gruppe Wirkung entfaltet. Ob als Hintergrundbepflanzung, Sichtschutz oder filigraner Blickfang – seine Einsatzmöglichkeiten sind erstaunlich breit gefächert.
Als Strukturgeber auf Freiflächen und in Steppenheiden
In Freiflächen-Pflanzungen oder naturnahen Steppenheiden kommt der Alpen-Bergknöterich hervorragend zur Geltung. Hier kann er seine horstbildende, aufrechte Form voll ausspielen und gibt der Pflanzung Struktur und Höhe. In Lebensbereichen, die mit „Fr,2-3,so“ (Freifläche, frischer Boden, sonnig) oder „FS,2-3,so“ (Freifläche, Steinanlage, sonnig) bezeichnet werden, fühlt er sich besonders wohl. Er eignet sich ausgezeichnet für großzügige Beet- oder Rabattengestaltungen, wo er in Kombination mit anderen Stauden und Gräsern ein lebendiges, natürliches Bild ergibt. Seine weißen Blüten wirken dabei als harmonisierendes Element zwischen kräftigeren Farben.
Für Mauerkronen und steinige Standorte
Eine besondere Stärke des Aconogonon alpinum liegt in der Bepflanzung von Mauerkronen und anderen steinigen Standorten. In Lebensbereichen wie „M,2-3,so“ (Mauerkrone, frischer bis trockener Boden, sonnig) zeigt er seine ganze Anpassungsfähigkeit. Die rhizombildenden Wurzeln verankern sich sicher in den Fugen und Spalten, während die Pflanze mit ihrem lockeren Wuchs die steinerne Architektur weich umspielt. Auch in Steingärten, an Trockenmauern oder auf Schotterflächen macht er eine ausgezeichnete Figur und bringt mit seinen Blüten eine unerwartete Leichtigkeit in diese mineralisch geprägten Bereiche.
Der Alpen-Bergknöterich als Schnittstaude
Die langen, stabilen Stängel und die zarten weißen Blütenrispen machen den Alpen-Bergknöterich zu einer hervorragenden Schnittblume. In der Vase halten sich die Blütenstände erstaunlich lange und verleihen sommerlichen Sträußen eine luftige, natürliche Note. Man schneidet die Stängel am besten in den frühen Morgenstunden, wenn sie voller Wasser sind, und stellt sie sofort in lauwarmes Wasser. In der ersten Blühphase geschnitten, regt dies die Pflanze oft zu einer Nachblüte an. So kann man nicht nur den Garten, sondern auch die Wohnung mit der Schönheit dieser alpinen Staude schmücken.
Um die Wirkung des Alpen-Bergknöterichs noch zu steigern, lohnt sich die gezielte Kombination mit passenden Begleitpflanzen. Im folgenden Kapitel stellen wir inspirierende Pflanzpartner vor.
Pflanzpartner für den Alpen-Bergknöterich – harmonische Begegnungen
Die Kunst der Gartengestaltung liegt oft in der geschickten Kombination von Pflanzen, die sich in Wuchs, Farbe und Textur ergänzen. Der Alpen-Bergknöterich mit seinen weißen Blüten und dem frischen Grün bietet hierfür eine wunderbare Basis. Gute Pflanzpartner sollten ähnliche Standortansprüche teilen und entweder einen spannenden Kontrast oder eine harmonische Steigerung bewirken. Die folgenden Vorschläge basieren auf erprobten Kombinationen, die den Charakter des Aconogonon alpinum ideal unterstreichen.
Hochwachsende Begleiter für prachtvolle Kombinationen
Um dem Alpen-Bergknöterich einen imposanten Hintergrund zu geben, eignen sich hochwachsende Stauden und Gräser hervorragend. Die Riesen-Sonnenblume (Helianthus giganteus 'Sheila's Sunshine') oder der Weidenblättrige Sonnenblume (Helianthus salicifolius var. orgyalis) setzen mit ihren leuchtend gelben Blüten im Spätsommer einen kräftigen Akzent. Die Riesen-Spierstaude (Filipendula camtschatica) beeindruckt mit großen, fedrigen Blütenständen und bringt Üppigkeit in die Pflanzung. Für dramatische Farbtupfer sorgt der Rote Federmohn (Macleaya microcarpa 'Spetchley Ruby') mit seinem tiefroten Laub und den zarten Blütenrispen. Diese Partner schaffen eine dynamische, mehrschichtige Bepflanzung, in der der Alpen-Bergknöterich als verbindendes, helles Element wirkt.
Strukturbildende Gräser und zarte Kontraste
Für feinere Texturkontraste sind Gräser und zierlichere Stauden die ideale Wahl. Das Chinaschilf (Miscanthus sinensis 'Malepartus') oder das Zwerg-Chinaschilf (Miscanthus sinensis 'Adagio') bringen mit ihren eleganten Halmen und fedrigen Blütenständen Bewegung und Leichtigkeit. Die Straffe Rutenhirse (Panicum virgatum 'Strictum') bietet einen aufrechten, klaren Wuchs und eine schöne Herbstfärbung. Zarte Blütenakzente setzen die Wiesenraute (Thalictrum Hybride 'Black Stockings') mit ihren dunklen Stielen und lila Blüten oder der Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum Hybride 'Fascination') mit seinen langen, violetten Blütenkerzen. Der Blaue Storchschnabel (Geranium pratense-Hybride 'Brookside') bildet mit seinen blauen Schalenblüten einen wunderbaren Farbkontrast zu den weißen Rispen des Bergknöterichs und füllt die untere Ebene.
Damit diese schönen Pflanzungen lange erhalten bleiben, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen erforderlich. Diese sind beim Alpen-Bergknöterich zum Glück äußerst unkompliziert.
Pflege und Überwinterung – einfach und effektiv
Einer der größten Vorzüge des Alpen-Bergknöterichs ist seine Pflegeleichtigkeit. An einem optimalen Standort etabliert, benötigt er kaum Zuwendung und belohnt den Gärtner dennoch mit zuverlässiger Blüte und gesundem Wuchs. Die folgenden Maßnahmen dienen vor allem dazu, die Vitalität der Pflanze zu erhalten und ihre Lebensdauer zu verlängern. Sie sind einfach umzusetzen und erfordern keinen grünen Daumen.
Gießen und Düngen
Der Wasserbedarf des Aconogonon alpinum ist mäßig. In der Anwachsphase nach der Pflanzung sollte regelmäßig gegossen werden, um die Wurzelbildung zu fördern. Ist die Staude einmal etabliert, kommt sie mit normalen Niederschlägen gut zurecht und benötigt nur in längeren Trockenperioden zusätzliche Wassergaben. Dabei gilt: Besser seltener, aber durchdringend wässern, als häufig und oberflächlich. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Gedüngt wird im Frühjahr mit einer moderaten Gabe Kompost oder einem organischen Volldünger. Eine Überdüngung ist nicht nötig und kann sogar zu mastigem, instabilem Wuchs führen. Der nährstoffreiche Boden, den die Pflanze bevorzugt, wird durch diese jährliche Kompostgabe ideal ergänzt.
Schnittmaßnahmen beim Aconogonon alpinum
Ein Rückschnitt kann beim Alpen-Bergknöterich auf zwei Arten erfolgen, je nach gewünschtem Effekt. Um eine Nachblüte zu fördern, schneidet man die verblühten Blütenstände bis zu den oberen Stängelblättern zurück. Dies regt die Pflanze an, neue Blütentriebe zu bilden, und verlängert so die Blütezeit. Für den Winteraspekt kann man die stabilen Stängel mit den braunen Nüsschen stehen lassen, da sie auch in der kalten Jahreszeit Struktur bieten und Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Der endgültige Rückschnitt der gesamten Pflanze bis zum Boden erfolgt dann im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. Dies fördert einen kompakten, frischen Wuchs in der nächsten Saison.
Überwinterung und Vermehrung
Der Alpen-Bergknöterich ist ausgesprochen winterhart und verträgt Temperaturen bis zu -28,8 °C. Er wird der Winterhärtezone Z5 zugeordnet, was einem Temperaturbereich von etwa -28,8 °C bis -23,4 °C entspricht. In unseren Breiten benötigt er daher keinerlei Winterschutz. Die rhizombildenden Wurzeln überdauern sicher im Boden und treiben im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Eine Vermehrung ist am einfachsten durch Teilung des Horstes im Frühherbst oder zeitigen Frühjahr möglich. Dazu gräbt man die Pflanze vorsichtig aus, teilt den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke und pflanzt diese sofort wieder ein. Jedes Teilstück sollte über ausreichend Wurzeln und einige Triebknospen verfügen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich, aber weniger gebräuchlich, da die Sämlinge oft nicht sortenecht sind.
Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf einige interessante Hintergründe und botanische Details, die den Alpen-Bergknöterich über seine gärtnerischen Qualitäten hinaus faszinierend machen.
Wissenswertes über den Aconogonon alpinum – Hintergründe und Besonderheiten
Jede Pflanze hat ihre Geschichte, und der Alpen-Bergknöterich ist da keine Ausnahme. Über die rein praktischen Aspekte der Gartenverwendung hinaus lohnt es sich, einige botanische und kulturhistorische Fakten zu betrachten. Sie runden das Bild dieser bemerkenswerten Staude ab und verleihen ihr eine zusätzliche Dimension. Vom Namen bis zur taxonomischen Einordnung gibt es Spannendes zu entdecken.
Botanik und Kulturgeschichte
Der botanische Name Aconogonon alpinum setzt sich aus dem Gattungsnamen Aconogonon und dem Artepitheton alpinum (alpin) zusammen. Die Gattung Aconogonon gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und wurde früher oft der Gattung Polygonum zugerechnet. Daher findet man in der Literatur noch häufig das Altsynonym Polygonum polymorphum, insbesondere für die Sorte 'Johanniswolke'. Der deutsche Name „Bergknöterich“ verweist auf die bevorzugten Standorte in gebirgigen Regionen und die knotig verdickten Stängelgelenke, die für viele Knöterichgewächse typisch sind. Die Art ist nicht giftig und stellt somit auch in Gärten mit Kindern oder Haustieren keine Gefahr dar. In der Gartenkultur wird sie vor allem wegen ihrer Anspruchslosigkeit, Winterhärte und des nicht wuchernden Wuchses geschätzt. Als „beeindruckende und auffallende Staude für trockene bis feuchte Standorte“ hat sie sich einen festen Platz in der Staudenverwendung erobert und bringt ein Stück alpine Wildnis in die kultivierte Gartenlandschaft.
| Name Deutsch: | Alpen-Bergknöterich. |
| Name Botanisch: | Aconogonon alpinum. |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, horstbildend, 70 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, lanzettlich, gewellt, grün . |
| Frucht: | Nüsschen, braun, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Weiß, einfache Einzelblüte, unbedeutende Blütenform, in rispenartigen Blütenständen. |
| Blütezeit: | Mai bis Juni. |
| Wurzeln: | Rhizombildend. |
| Boden: | Trockene bis frische, gut durchlässige, kalkarme Untergründe. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig . |
| Pflanzen pro m²: | 2. |
| Eigenschaften: | Der Aconogonon alpinum (Alpen-Bergknöterich) ist eine sommergrüne Staude, welche in den Sommermonaten mit weißen Blüten und braunen Nüsschen geschmückt ist. Nutzen Sie die Pflanze in der ersten Blühphase als Schnittstaude und zaubern Sie wunderschöne Sträuße damit. Schneiden Sie die abgeblühten Blütenstände bis zu den oberen Stängelblättern zurück und der Alpen-Bergknöterich erstrahlt ein zweites Mal in weißer Blütenpracht. Schneiden Sie die Stängel im Herbst bis Spätherbst zurück. Ideale Untergründe für die Staude sind sonnig bis halbschattige Plätze auf Freiflächen oder an Gehölzrändern. An optimalen Standorten bedarf es so kaum Pflege. Dazu ist die Pflanze noch sehr gut frosthart bei einer Temperatur bis zu -28,8 °C. Pflanzen Sie das Schmuckstück einzeln oder aber in kleinen Tuffs von 3 bis 5 Stück und setzen Sie 2 bis 3 Pflanzen pro Quadratmeter. Eine pflegeleichte Staude, die Ihren Garten sicherlich verschönern wird! . |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Alpen-Bergknöterich, botanisch Aconogonon alpinum, ist eine sommergrüne, horstbildende Staude, die mit ihrer anspruchslosen Art und dem eleganten, aufrechten Wuchs überzeugt. Sie erreicht eine Höhe von etwa 70 cm und schmückt sich von Mai bis Juni mit einer Fülle weißer Blüten, die in rispenartigen Blütenständen erscheinen. Diese robuste Gebirgspflanze, die auch unter dem Altsynonym Polygonum polymorphum bekannt ist, bringt einen Hauch.... |
Pflanz- und Pflegetipps Aconogonon alpinum / Alpen-Bergknöterich
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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