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Schwarzer Germer

Veratrum nigrum

Veratrum nigrum (Schwarzer Germer) mit dunkelpurpurnen, verzweigten Blütenständen über breiten, grünen Blättern.
Veratrum nigrum (Schwarzer Germer) mit aufrechtem Stängel und langen, lanzettlichen Blättern in Nahaufnahme.
Sommergrün
Schwarzrot
Sonnig-halbschattig
Juli - August
60 - 120 cm
ab 14,95 €
   
Wuchs: Staude, straff aufrecht, horstbildend, 60 bis 120 cm hoch
Wuchshöhe: 60 - 120 cm
Blatt: Sommergrün, elliptisch, grün
Frucht: Kapseln
Blüte: Schwarzrot, rispenartig
Blütezeit: Juli bis August
Boden: Durchlässige, frische, lehmige, nährstoffreiche Untergründe
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 1
Eigenschaften:
Der Veratrum nigrum (Schwarzer Germer) zeigt sich mit großen, ovalen bis elliptisch geformten Blättern, die in der Mitte gelappt sind. Aus ihnen gehen filigrane lange Blütenstiele hervor, die ab...
Juli mit herrlichen Schwarzroten Rispen besetzt sind und ein tolles Blütenmeer formen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 sollte der Schwarzer germer mit ausreichendem Platz auf einem frischen, lehmigen und nährstoffreichen Boden gepflanzt werden. Zudem kann er sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten stehen. Vorsicht: alle Pflanzenteile sind stark giftig und nicht zum Verzehr geeignet.
Wuchs: Staude, straff aufrecht, horstbildend, 60 bis 120 cm hoch
Wuchshöhe: 60 - 120 cm
Blatt: Sommergrün, elliptisch, grün
Frucht: Kapseln
Blüte: Schwarzrot, rispenartig
Blütezeit: Juli bis August
Boden: Durchlässige, frische, lehmige, nährstoffreiche Untergründe
Standort: Sonnig bis halbschattig
Pflanzen pro m²: 1
Eigenschaften: Der Veratrum nigrum (Schwarzer Germer) zeigt sich mit großen, ovalen bis elliptisch geformten Blättern, die in der Mitte gelappt sind. Aus ihnen gehen filigrane lange Blütenstiele hervor, die ab Juli mit herrlichen Schwarzroten Rispen besetzt sind und ein tolles Blütenmeer formen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 sollte der Schwarzer germer mit ausreichendem Platz auf einem frischen, lehmigen und nährstoffreichen Boden gepflanzt werden. Zudem kann er sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten stehen. Vorsicht: alle Pflanzenteile sind stark giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Der Schwarze Germer (Veratrum nigrum) ist eine außergewöhnliche und aparte Staude, die mit ihrer dunklen Blütenpracht und dem markanten Laubwerk jeden Garten bereichert. Als heimische Art besticht sie durch ihre robuste Natur und den straff aufrechten, horstbildenden Wuchs. Mit einer Höhe von 60 bis 120 Zentimetern und einer Blütezeit von Juli bis August zieht sie alle Blicke auf sich. Ihre großen, ovalen bis elliptischen Blätter bilden eine imposante Basis, aus der die langen Blütenstiele mit ihren schwarzroten Rispen emporwachsen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn alle Pflanzenteile sind stark giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Schwarzer Germer: Ein Portrait der dunklen Pracht

Der Schwarze Germer, botanisch Veratrum nigrum, gehört zu den faszinierendsten heimischen Stauden. Seine Erscheinung ist sowohl kraftvoll als auch filigran, was ihn zu einer vielseitigen Gestaltungsoption macht. In diesem Portrait erfahren Sie mehr über seine Herkunft, seinen charakteristischen Wuchs und die Besonderheiten, die ihn zu einer so begehrten Gartenpflanze machen.

Herkunft und Wuchsform

Der Schwarze Germer ist eine in Mitteleuropa heimische Staude, die vor allem in feuchten Wiesen, an Waldrändern und auf frischen, nährstoffreichen Böden vorkommt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas und Asiens. Im Garten zeigt Veratrum nigrum einen straff aufrechten und horstbildenden Wuchs. Das bedeutet, dass er dichte, kompakte Horste bildet, aus denen die Blütenstiele kerzengerade emporragen. Diese Wuchsform verleiht ihm eine architektonische Qualität, die ihn besonders für strukturierte Pflanzungen prädestiniert. Die Pflanze entwickelt sich langsam, bildet aber mit den Jahren imposante Bestände, die durch ihre Präsenz bestechen.

Wuchshöhe und Habitus

Mit einer Wuchshöhe von 60 bis 120 Zentimetern gehört der Schwarze Germer zu den hohen Stauden im Garten. Unter optimalen Bedingungen kann er sogar die 120-Zentimeter-Marke erreichen und wird damit zu einem echten Blickfang. Sein Habitus ist ausgesprochen aufrecht und stabil, sodass die Pflanze auch bei Wind und Wetter standhaft bleibt. Die horstartige Wuchsweise sorgt dafür, dass sich die Staude nicht unkontrolliert ausbreitet, sondern ihre Form behält. Pro Quadratmeter wird in der Regel nur eine Pflanze gesetzt, um ihr ausreichend Raum für die Entfaltung zu geben. Dieser respektvolle Pflanzabstand unterstreicht die solitäre Wirkung von Veratrum nigrum.

Nach diesem umfassenden Portrait wenden wir uns nun den Standortansprüchen zu, die für ein gesundes und üppiges Wachstum des Schwarzen Germers entscheidend sind.

Ideale Bedingungen für eine gesunde Entwicklung

Damit der Schwarze Germer seine volle Pracht entfalten kann, sind die richtigen Standort- und Bodenverhältnisse von zentraler Bedeutung. Diese Staude ist zwar robust, stellt aber dennoch bestimmte Ansprüche an Licht, Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung. Eine sorgfältige Standortwahl ist der erste Schritt zu einer langjährigen, erfolgreichen Kultur dieser besonderen Pflanze.

Der perfekte Standort für Veratrum nigrum

Der Schwarze Germer gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne wird gut vertragen, sofern der Boden ausreichend feucht bleibt. Im lichten Halbschatten, beispielsweise am Gehölzrand oder unter hochkronigen Bäumen, fühlt sich Veratrum nigrum ebenfalls sehr wohl. Hier profitiert er von der milderen Sonneneinstrahlung und einem gleichmäßigeren Mikroklima. Wichtig ist, dass der Standort nicht zu dunkel gewählt wird, da dies zu langen, instabilen Trieben und einer verminderten Blütenbildung führen kann. Ein Platz mit Morgen- oder Abendsonne und Schutz vor der heißen Mittagssonne in südlichen Lagen ist ideal. Die Exposition sollte windgeschützt sein, um die hohen Blütenstände vor Bruch zu schützen.

Bodenansprüche und Substrat

Der Boden für den Schwarzen Germer sollte durchlässig, frisch, lehmig und nährstoffreich sein. Durchlässigkeit ist entscheidend, um Staunässe zu vermeiden, die die Wurzeln faulen lassen kann. Gleichzeitig muss das Substrat in der Lage sein, Feuchtigkeit zu speichern, denn Veratrum nigrum bevorzugt einen frischen, also gleichmäßig feuchten Boden. Schwere Lehmböden sind perfekt, wenn sie durch die Beimischung von Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die Drainage zu verbessern. Humusreiche Gartenerde, angereichert mit Kompost oder verrottetem Laub, bietet die notwendigen Nährstoffe für ein kräftiges Wachstum. Der pH-Wert kann im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen. Vor der Pflanzung sollte der Boden tiefgründig gelockert und mit organischem Material verbessert werden, um optimale Startbedingungen zu schaffen.

Mit dem richtigen Standort im Hintergrund widmen wir uns nun den ästhetischen Highlights des Schwarzen Germers: seiner einzigartigen Blüte und dem dekorativen Blattwerk.

Blüte und Blattwerk des Schwarzen Germers

Die Faszination des Schwarzen Germers liegt in der spannenden Kombination aus imposantem Laub und außergewöhnlichen Blüten. Während das Blattwerk schon im Frühjahr für Struktur sorgt, setzen die Blüten im Hochsommer dramatische Akzente. Dieses Kapitel beleuchtet die Details von Blütenfarbe, -form und Blatttextur, die Veratrum nigrum zu einer der dekorativsten Stauden machen.

Die dunklen Blütenrispen

Die Blüte des Schwarzen Germers ist ein wahrer Höhepunkt im sommerlichen Garten. Von Juli bis August erscheinen an langen, aufrechten Stielen die rispenartigen Blütenstände in einer intensiven schwarzroten bis tiefschwarzen Farbe. Diese dunkle Tönung ist im Staudenreich eine Seltenheit und verleiht der Pflanze eine mystische, fast düstere Eleganz. Die Einzelblüten sind klein und sternförmig, aber in der dichten Rispe angeordnet, erzeugen sie einen faszinierenden Gesamteindruck. Die Blütenrispen können eine Länge von 30 bis 50 Zentimetern erreichen und stehen kerzengerade über dem Laub. Sie duften nicht nennenswert, bestechen dafür aber durch ihre lange Haltbarkeit und die später folgenden dekorativen Samenstände. Nach der Blüte bilden sich Kapseln, die ebenfalls zierend wirken und bis in den Herbst hinein Struktur bieten.

Das Laub von Veratrum nigrum

Das Blattwerk des Schwarzen Germers ist sommergrün und ebenso beeindruckend wie die Blüten. Die Blätter sind groß, oval bis elliptisch geformt und weisen eine charakteristische, feine Faltung entlang der Blattadern auf. Sie sind in der Mitte gelappt und sitzen wechselständig an den Stängeln. Die Blattfarbe ist ein sattes, tiefes Grün, das einen wunderbaren Kontrast zu den dunklen Blüten bildet. Die Textur der Blätter ist derb und ledrig, was ihnen eine gute Widerstandsfähigkeit verleiht. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelblich, bevor es einzieht. Bereits im zeitigen Frühjahr treiben die Blätter aus und bilden einen dichten, bodenbedeckenden Horst, der Unkraut wirksam unterdrückt. Diese frühe Präsenz macht Veratrum nigrum zu einer wertvollen Strukturpflanze über die gesamte Gartensaison hinweg.

Nach dieser Betrachtung der ästhetischen Merkmale geht es nun um die praktische Seite: Wie und wo lässt sich der Schwarze Germer am effektvollsten im Garten einsetzen?

Gestalterische Möglichkeiten im Garten

Der Schwarze Germer ist keine gewöhnliche Staude, und seine Verwendung im Garten sollte diesem besonderen Charakter Rechnung tragen. Aufgrund seiner Höhe, der architektonischen Wuchsform und der außergewöhnlichen Blütenfarbe bietet er vielfältige gestalterische Optionen. Ob als Solitär, in strukturierten Beeten oder im naturalistischen Setting – Veratrum nigrum setzt immer markante Akzente.

Als Leitstaude im Beet

In Staudenbeeten und Rabatten übernimmt der Schwarze Germer idealerweise die Rolle einer Leitstaude oder Gerüstbildnerin. Mit seiner beträchtlichen Höhe und dem aufrechten Wuchs bildet er das Rückgrat einer Pflanzung und gibt ihr Struktur und Halt. Er wird typischerweise solitär oder in Kleingruppen von zwei bis drei Exemplaren verwendet, um seine Wirkung nicht zu verwässern. Im hinteren oder mittleren Bereich des Beetes platziert, ragt er über niedrigere Begleiter hinaus und lenkt den Blick in die Höhe. Seine dunklen Blütenrispen wirken wie natürliche Skulpturen und schaffen spannende Kontraste zu hellblühenden oder feinlaubigen Nachbarn. In einem Bauerngarten oder einem modernen, architektonisch angelegten Beet wird Veratrum nigrum so zu einem unverwechselbaren Gestaltungselement.

Akzente im Naturgarten und Gehölzrand

Am natürlichen Standort, also an Waldrändern oder in feuchten Wiesen, fühlt sich der Schwarze Germer besonders wohl. Daher ist er eine perfekte Bereicherung für den Naturgarten oder den lichten Bereich unter Laubbäumen. Hier kann er in lockeren Gruppen gepflanzt werden, um den Eindruck einer wildwachsenden Population zu erwecken. Am Gehölzrand profitiert er vom halbschattigen Licht und dem humusreichen Boden. In solchen Settings harmoniert er hervorragend mit anderen heimischen Stauden und Gräsern, die ähnliche Standortansprüche haben. Die dunklen Blüten bringen Tiefe und Dramatik in die oft von hellen Grüntönen dominierten Waldrandpflanzungen. Auch in der Nähe von Gartenteichen oder Bachläufen, wo die Bodenfeuchte höher ist, kann Veratrum nigrum ausgezeichnet gedeihen und für vertikale Akzente sorgen.

Die besondere Rolle des Schwarzen Germers

Aufgrund seiner starken Giftigkeit eignet sich der Schwarze Germer nicht für Gärten, in denen kleine Kinder oder neugierige Haustiere unbeaufsichtigt spielen. In historischen Gärten oder Kräutergärten mit einem thematischen Schwerpunkt auf Gift- und Heilpflanzen findet er jedoch einen besonderen Platz. In einem sogenannten „Hexenwinkel“ oder Apothekergarten kann Veratrum nigrum als anschauliches Beispiel für eine traditionelle Giftpflanze kultiviert werden. Hier dient er nicht nur der Zierde, sondern auch der Wissensvermittlung. In solchen Arrangements sollte er jedoch deutlich gekennzeichnet werden. Für die Kübelkultur ist diese Staude weniger geeignet, da sie tiefgründige Böden und viel Platz für ihre Wurzeln benötigt. Als Schnittblume werden die Blütenrispen aufgrund ihrer Giftigkeit nicht empfohlen.

Die richtigen Begleiter können die Wirkung des Schwarzen Germers noch steigern. Im nächsten Abschnitt stellen wir passende Pflanzpartner vor, die harmonische oder kontrastreiche Kombinationen ermöglichen.

Pflanzpartner für Veratrum nigrum

Die Wahl der richtigen Begleitstauden ist entscheidend, um die einzigartige Erscheinung des Schwarzen Germers optimal in Szene zu setzen. Gute Pflanzpartner sollten ähnliche Standortansprüche teilen, aber in Form, Farbe oder Textur einen ansprechenden Kontrast oder eine harmonische Ergänzung bieten. So entstehen Pflanzbilder von großer Tiefe und Ausdruckskraft.

Begleiter für kontrastreiche Kombinationen

Um die tiefdunklen Blüten des Schwarzen Germers effektvoll hervorzuheben, eignen sich Stauden mit hellen oder leuchtenden Blütenfarben. Die Indianernessel (Monarda-Hybriden) mit ihren karminroten oder violetten Blütenquirlen bildet einen warmen Farbkontrast und teilt die Vorliebe für frische Böden. Das Mädchenauge (Coreopsis grandiflora) in leuchtendem Gelb bringt Sonne ins Beet und lockert mit seinen feinen Blüten die massige Erscheinung von Veratrum nigrum auf. Der Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) mit seinen goldgelben, schwarzäugigen Blüten schafft einen harmonischen Übergang und blüht ebenfalls im Hochsommer. Gräser wie das Pfeifengras (Molinia caerulea) oder die Rutenhirse (Panicum virgatum) setzen mit ihren luftigen Blütenrispen und der feinen Textur einen reizvollen Gegensatz zu den derben Blättern des Germers. Auch der Purpurdost (Eupatorium purpureum) mit seinen rosavioletten, doldigen Blütenständen ist ein hervorragender Partner für ähnliche Standorte.

Harmonische Partner in Gelb und Weiß

Für eine subtilere, aber nicht weniger wirkungsvolle Kombination können Stauden gewählt werden, die in Gelb- oder Weißtönen blühen und so eine elegante Begleitung für den Schwarzen Germer bilden. Die Goldrute (Solidago-Hybriden) bietet mit ihren fedrigen, goldgelben Rispen eine helle Folie für die dunklen Blüten. Die Schafgarbe (Achillea filipendulina) ‚Coronation Gold‘ besticht mit ihren flachen, goldgelben Dolden und dem silbrigen Laub, was einen schönen Texturkontrast ergibt. Weiße Sorten der Prachtkerze (Gaura lindheimeri) wirken mit ihren schwebenden Blütenähren besonders luftig und modern neben der massigen Präsenz von Veratrum nigrum. Auch die weiße Hohe Fetthenne (Sedum telephium-Hybride) ‚Iceberg‘ bildet mit ihren dichten, tellerförmigen Blütenständen im Spätsommer einen reizvollen Kontrast. Niedrigere Stauden wie der Frauenmantel (Alchemilla mollis) können als Bodendecker vor dem Schwarzen Germer gepflanzt werden und fangen mit ihren gelbgrünen Blüten und den wasserperlenbesetzten Blättern das Licht ein.

Damit diese schönen Pflanzgemeinschaften lange erhalten bleiben, ist eine angemessene Pflege unerlässlich. Die nächsten Abschnitte widmen sich daher den praktischen Aspekten der Kultur des Schwarzen Germers.

Pflege und Erhaltung der Staude

Der Schwarze Germer ist eine pflegeleichte und langlebige Staude, wenn seine Grundbedürfnisse erfüllt sind. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die Pflanze gesund bleibt und Jahr für Jahr ihre volle Pracht entfaltet. Von der Wasserversorgung über den Schnitt bis zur Überwinterung – hier finden Sie alle wichtigen Pflegehinweise im Überblick.

Gießen und Düngen

Der Wasserbedarf des Schwarzen Germers ist mäßig bis hoch, da er einen frischen Boden bevorzugt. In trockenen Perioden, insbesondere im Frühjahr und Sommer, sollte regelmäßig gegossen werden, um den Boden gleichmäßig feucht zu halten. Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu konservieren und die Verdunstung zu reduzieren. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr mit einer Gabe Kompost oder einem organischen Volldünger, der in den Boden eingearbeitet wird. Dies versorgt die Staude mit den notwendigen Nährstoffen für das kommende Wachstumsjahr. Eine weitere Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, da Veratrum nigrum keine Starkzehrer ist. Übermäßige Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie zu weichem, mastigem Wachstum führen können, das anfälliger für Krankheiten ist.

Schnitt und Vermehrung des Schwarzen Germers

Ein Rückschnitt des Schwarzen Germers ist nicht zwingend erforderlich, kann aber aus ästhetischen oder praktischen Gründen erfolgen. Verwelkte Blütenstände können nach der Blüte entfernt werden, um die Samenbildung zu verhindern und die Kraft der Pflanze zu erhalten. Lässt man die Samenstände jedoch stehen, bieten sie auch im Herbst und Winter noch dekorative Aspekte. Im späten Herbst oder frühen Frühjahr, wenn das Laub vollständig eingezogen ist, können die vertrockneten Stängel bodennah abgeschnitten werden. Die Vermehrung von Veratrum nigrum erfolgt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr oder Herbst. Dazu wird der Horst vorsichtig ausgegraben und mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teilstücke geteilt, wobei jedes Stück mindestens eine Triebknospe besitzen sollte. Die Teilstücke werden sofort wieder eingepflanzt und gut angegossen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, aber langwierig, da die Samen eine Kälteperiode benötigen und die Jungpflanzen mehrere Jahre bis zur ersten Blüte brauchen.

Überwinterung

Der Schwarze Germer ist vollständig winterhart und benötigt in unseren Breiten keinen speziellen Winterschutz. Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen sich im Herbst vollständig zurück, und die Pflanze überwintert als Rhizom im Boden. In sehr rauen Lagen oder bei späten Frösten im Frühjahr kann eine leichte Abdeckung mit Laub oder Reisig sinnvoll sein, um die neu austreibenden Triebe zu schützen. Wichtig ist, dass der Standort im Winter nicht staunass wird, da dies die ruhenden Wurzeln schädigen kann. Bei der Pflanzung in Gefäßen, die nicht empfohlen wird, müssten diese frostfrei, aber kühl überwintert werden, da die Wurzeln im Topf stärker frostgefährdet sind. Im Garten etablierte Exemplare von Veratrum nigrum überstehen auch strenge Winter problemlos und treiben im nächsten Frühjahr zuverlässig wieder aus.

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die kulturhistorischen Hintergründe und besonderen Eigenschaften, die den Schwarzen Germer zu einer so faszinierenden Pflanze machen.

Wissenswertes über den Schwarzen Germer

Über die rein gärtnerischen Aspekte hinaus hat der Schwarze Germer eine interessante Geschichte und besitzt Eigenschaften, die ihn von anderen Stauden abheben. Von seiner Giftigkeit über historische Verwendungen bis hin zur botanischen Einordnung – dieses Kapitel beleuchtet die Pflanze aus einem anderen Blickwinkel und rundet das Portrait ab.

Giftigkeit und historische Bedeutung

Der Schwarze Germer ist in allen Teilen stark giftig. Er enthält verschiedene Alkaloide, die bei Verzehr zu schweren Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen und im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Daher ist besondere Vorsicht geboten, und die Pflanze sollte nicht in Reichweite von Kindern oder Haustieren stehen. Historisch wurde Veratrum nigrum dennoch genutzt, wenn auch mit großer Vorsicht. Er zählte zu den sogenannten Gift- und Rauschpflanzen und fand in der Volksmedizin sowie in magischen Praktiken Verwendung. In alten Kräutergärten war er oft im „Hexenwinkel“ zu finden, einem Bereich, der Pflanzen mit berauschender oder giftiger Wirkung versammelte. Der Gattungsname „Veratrum“ leitet sich vermutlich vom Lateinischen „verare“ (wahr sprechen) ab, was auf eine Verwendung in Orakelbräuchen hindeuten könnte. Der deutsche Name „Germer“ hat altgermanische Wurzeln. Trotz dieser düsteren Assoziationen wird der Schwarze Germer heute vor allem als eine der dekorativsten und apartesten Pflanzen im Garten geschätzt, deren besondere Schönheit Respekt und bewussten Umgang verdient.

Name Deutsch: Schwarzer Germer.
Name Botanisch: Veratrum nigrum.
Wuchs: Staude, straff aufrecht, horstbildend, 60 bis 120 cm hoch.
Wuchshöhe: 60 - 120 cm.
Blatt: Sommergrün, elliptisch, grün.
Frucht: Kapseln.
Blüte: Schwarzrot, rispenartig.
Blütezeit: Juli bis August.
Boden: Durchlässige, frische, lehmige, nährstoffreiche Untergründe.
Standort: Sonnig bis halbschattig.
Pflanzen pro m²: 1.
Eigenschaften: Der Veratrum nigrum (Schwarzer Germer) zeigt sich mit großen, ovalen bis elliptisch geformten Blättern, die in der Mitte gelappt sind. Aus ihnen gehen filigrane lange Blütenstiele hervor, die ab Juli mit herrlichen Schwarzroten Rispen besetzt sind und ein tolles Blütenmeer formen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 sollte der Schwarzer germer mit ausreichendem Platz auf einem frischen, lehmigen und nährstoffreichen Boden gepflanzt werden. Zudem kann er sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten stehen. Vorsicht: alle Pflanzenteile sind stark giftig und nicht zum Verzehr geeignet..
Detaillierte Beschreibung:

Der Schwarze Germer (Veratrum nigrum) ist eine außergewöhnliche und aparte Staude, die mit ihrer dunklen Blütenpracht und dem markanten Laubwerk jeden Garten bereichert. Als heimische Art besticht sie durch ihre robuste Natur und den straff aufrechten, horstbildenden Wuchs. Mit einer Höhe von 60 bis 120 Zentimetern und einer Blütezeit von Juli bis August zieht sie alle Blicke auf sich. Ihre großen, ovalen bis elliptischen Blätter bilden eine imposante Basis, aus der die langen Blütenstiele mit ihren schwarzroten Rispen emporwachsen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn alle Pflanzenteile sind stark giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Schwarzer Germer: Ein Portrait der dunklen Pracht

Der Schwarze Germer, botanisch Veratrum nigrum, gehört zu den faszinierendsten heimischen Stauden. Seine Erscheinung ist sowohl....

P9
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Wuchsendhöhe
60 - 120 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Schwarzrot

Blütezeit
Juli - August

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29.03.2026

Eine Pflanze für zweite Blicke

Auf den ersten Blick eher zurückhaltend – auf den zweiten unglaublich spannend. Die dunklen Blüten wirken fast geheimnisvoll. Die Pflanze kam kräftig, gut durchwurzelt und sicher verpackt an. Anwachsen problemlos. Die fast schwarzen Blüten setzen starke Akzente, ohne das Beet zu dominieren. Besonders in Kombination mit Gräsern ein echtes Statement. Die Pflanze kam in sehr gutem Zustand an.

25.03.2026

Schwarzer Germer: Top Beratung & Verpackung

Die Pflanzanleitung war klar und praxisnah, die Beratung sehr kompetent und hilfsberet. Die Verpackung kam extrem sicher an und die Pflanzen waren bestens geschützt, Lieferung schnell und zuverlässig, insgesamt sehr zufrieden mit Service und Qualität.

10.07.2025

Kräftiger Schwarzer Germer

Der Schwarze Germer wurde sicher verschickt und kam frisch bei uns an. Die Pflanze macht einen sehr vitalen Eindruck.

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Pflanz- und Pflegetipps Veratrum nigrum / Schwarzer Germer

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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