| Wuchs: | Staude, buschig, kurze Ausläufer, 70 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, drei- oder mehrteilig, grün |
| Frucht: | Wollige Schließfrucht |
| Blüte: | Rosarot, einfach, in rispenartigen Blütenständen, schalenförmig, flach, ausgebreitet |
| Blütezeit: | August bis Oktober |
| Wurzeln: | Rhizom |
| Boden: | Frische, gut durchlässige und neutrale Untergründe |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Die Anemone hupehensis 'Praecox' (Herbst-Anemone 'Praecox') wirkt durch ihr wunderschönes, rosarotes Blütenmeer sehr zierend und fällt schon aus der Ferne auf. Die Herbst-Anemone 'Praecox' erweist...
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| Wuchs: | Staude, buschig, kurze Ausläufer, 70 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, drei- oder mehrteilig, grün |
| Frucht: | Wollige Schließfrucht |
| Blüte: | Rosarot, einfach, in rispenartigen Blütenständen, schalenförmig, flach, ausgebreitet |
| Blütezeit: | August bis Oktober |
| Wurzeln: | Rhizom |
| Boden: | Frische, gut durchlässige und neutrale Untergründe |
| Standort: | Halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Die Anemone hupehensis 'Praecox' (Herbst-Anemone 'Praecox') wirkt durch ihr wunderschönes, rosarotes Blütenmeer sehr zierend und fällt schon aus der Ferne auf. Die Herbst-Anemone 'Praecox' erweist sich insgesamt als anspruchslos, pflegeleicht und zuverlässig winterhart. Sie können pro Quadratmeter 6 bis 9 Pflanzen setzen. Um ein tolles Gesamtbild zu erhalten, sollten Sie kleine Tuffs mit 3 bis 5 Exemplaren verpflanzen. Besonders Staudenbeete, Freiflächen und Gehölzränder eignen sich für die Herbst-Anemone 'Praecox'. Außerdem wird diese Blütenstaude sehr gerne für den Schnitt verwendet oder sie findet ein Plätzchen auf farbenfrohen Bienenweiden. Tipp: Schneiden Sie die Pflanze im Spätherbst zurück. |
- Portrait der Herbst-Anemone 'Praecox'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Herbst-Anemone 'Praecox'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Herbst-Anemone 'Praecox'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes zur Herbst-Anemone 'Praecox'
Portrait der Herbst-Anemone 'Praecox'
Die Herbst-Anemone 'Praecox' (Anemone hupehensis 'Praecox') ist eine bezaubernde Staude, die mit ihren rosaroten Blüten den Spätsommer und Herbst belebt. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und stammt ursprünglich aus den Bergwäldern Ostasiens. Ihre Vorzüge liegen in der frühen Blütezeit, der guten Winterhärte und der unkomplizierten Pflege. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die botanischen Besonderheiten und die Wuchsform dieser beliebten Gartenpflanze.
Herkunft und Botanik
Die Wildform der Herbst-Anemone 'Praecox' ist in China und Japan beheimatet, wo sie an lichten Waldrändern und in Gebüschzonen wächst. Der botanische Name Anemone leitet sich vom griechischen Wort anemos für Wind ab und verweist auf die zarten, im Wind wiegenden Blüten. Die Sorte 'Praecox' wurde von dem deutschen Staudenzüchter Georg Arends selektiert und zeichnet sich durch ihren frühen Blühbeginn aus. Der Sortenname 'Praecox' stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Vorzeitige“ oder „die Frühreife“, was auf die Blütezeit ab August hinweist. Im Gegensatz zu vielen anderen Herbst-Anemonen, die erst im September ihre Blüten öffnen, zeigt 'Praecox' bereits im Spätsommer ihre volle Pracht. Die Pflanze bildet unterirdische Rhizome aus, die ihr helfen, sich langsam im Garten auszubreiten. Alle Pflanzenteile enthalten wie bei vielen Hahnenfußgewächsen giftige Substanzen; daher ist ein vorsichtiger Umgang ratsam.
Wuchsbild und Eigenschaften
Die Herbst-Anemone 'Praecox' entwickelt einen buschigen, aufrechten Wuchs und erreicht eine Höhe von etwa 70 Zentimetern. Ihre Blätter sind sommergrün, drei- bis mehrteilig gefiedert und von satter, frischer Grünfärbung. Das Laub bildet einen dichten Horst, aus dem sich die Blütenstiele erheben. Die Sorte breitet sich durch kurze Ausläufer langsam zu dichten Beständen aus, was sie ideal für die Unterpflanzung von Gehölzen oder für größere Flächen macht. Die Pflanze gilt als zuverlässig winterhart und benötigt nur wenig Schutz in der kalten Jahreszeit. Mit ihrer aufrechten, aber nicht zu starren Silhouette fügt sie sich harmonisch in naturnahe Pflanzungen ein. Die Anemone hupehensis 'Praecox' ist insgesamt anspruchslos und pflegeleicht, solange die Standortbedingungen stimmen. Ihre Vitalität und Blühfreudigkeit machen sie zu einer lohnenden Bereicherung für jeden herbstlichen Garten.
Standort und Boden
Damit die Herbst-Anemone 'Praecox' ihre ganze Schönheit entfalten kann, sind die richtige Lichtmenge und die passende Bodenbeschaffenheit entscheidend. Die Wildarten stammen aus lichten Wäldern, daher bevorzugt die Sorte halbschattige Plätze mit frischem, humosem Boden. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie den optimalen Standort wählen und den Boden entsprechend vorbereiten.
Optimale Standortbedingungen für Anemone hupehensis 'Praecox'
Die Anemone hupehensis 'Praecox' gedeiht am besten an einem halbschattigen bis absonnigen Platz. Gaißmayer empfiehlt sonnige, absonnige bis halbschattige Standorte, wobei Morgen- oder Abendsonne ideal sind. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden, da die Blätter dann schnell welken und die Blüten verblassen. Auch ein vollschattiger Standort ist nicht optimal, denn dann bleibt die Blüte oft spärlich. Die Pflanze fühlt sich besonders an Gehölzrändern, unter lichten Bäumen oder im Schutz von Sträuchern wohl. Hier findet sie das für sie typische Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und gefiltertem Licht. Windgeschützte Lagen sind vorteilhaft, weil die filigranen Blütenstiele sonst leicht knicken können. Wer die Standortbedingungen beachtet, wird mit einer reichen Blüte von August bis Oktober belohnt.
Bodenansprüche und Vorbereitung
Der Boden sollte für die Herbst-Anemone 'Praecox' frisch, gut durchlässig und nährstoffreich sein. Schwere, staunasse Böden sind ungeeignet, da die Rhizome dann faulen können. Ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert wird bevorzugt. Vor der Pflanzung lockert man den Boden tiefgründig und arbeitet reifen Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Das verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und liefert gleichzeitig Nährstoffe. Auf sandigen Böden hilft eine Gabe von Lehm oder Bentonit, die Feuchtigkeit zu halten. Pro Quadratmeter können Sie sechs bis neun Pflanzen setzen. Optimal ist es, kleine Tuffs mit drei bis fünf Exemplaren zu pflanzen, um ein natürliches Bild zu erzeugen. Nach der Pflanzung wird gut gewässert und der Boden mit einer Mulchschicht aus Rindenkompost oder Laub bedeckt. So bleibt die Erde länger feucht und das Unkrautwachstum wird unterdrückt.
Blüte und Blattwerk der Herbst-Anemone 'Praecox'
Die Blüte der Herbst-Anemone 'Praecox' ist ihr großes Highlight: Ab August öffnen sich unzählige schalenförmige Blüten in einem zarten Rosarot. Das Blattwerk bildet einen dichten, grünen Hintergrund, der die Blütenpracht noch mehr zur Geltung bringt. Im Folgenden betrachten wir die Blüten im Detail und widmen uns dem ansprechenden Laub.
Die einzigartige Blüte von Anemone hupehensis 'Praecox'
Die Blüten von Anemone hupehensis 'Praecox' sind einfach, schalenförmig und flach ausgebreitet. Sie erscheinen in rispenartigen Blütenständen, die sich weit über das Laub erheben. Gaißmayer beschreibt die Blütenfarbe als purpurrosa, wobei zwei Sepalen deutlich dunkler magentafarben sind als die übrigen Blütenblätter. Diese besondere Färbung verleiht jeder einzelnen Blüte eine aparte Zeichnung und macht sie unverwechselbar. Die Blütenblätter sind zart und seidig glänzend, mit einer feinen Textur. In der Mitte leuchten dichte Staubblattbüschel in hellem Gelb. Die Blütezeit beginnt bereits im August und erstreckt sich bis in den Oktober hinein. 'Praecox' blüht damit deutlich früher als viele andere Herbst-Anemonen und verlängert so die Gartensaison. Bei günstiger Witterung können die Blüten bis zum Frost erscheinen und bieten ein langanhaltendes Farbspektakel.
Laub und Herbstaspekt
Das Laub der Herbst-Anemone 'Praecox' ist sommergrün und dreiteilig oder mehrteilig gefiedert. Die Blätter sind von kräftigem, mittlerem Grün und haben einen leicht glänzenden Überzug. Sie sitzen wechselständig an den aufrechten Stängeln und bilden einen dichten, grundständigen Blattschopf. Im Laufe des Sommers verfärbt sich das Grün nicht, es bleibt bis zum Herbst frisch und gesund. Erst mit dem Einsetzen der ersten Fröste sterben die Blätter ab. Auch nach der Blüte behält das Laub seine dekorative Wirkung und sorgt im Herbstbeet für Struktur. Die Pflanze ist somit nicht nur während der Blüte, sondern auch davor und danach ein Blickfang. Das dichte Blattwerk unterdrückt zudem Unkraut und schützt den Boden vor Austrocknung. Im Winter zieht sich die Staude in die Erde zurück, die Rhizome überwintern im Boden und treiben im Frühjahr wieder neu aus.
Verwendung im Garten
Die Herbst-Anemone 'Praecox' ist eine vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartensituationen zur Geltung kommt. Sie eignet sich für Staudenbeete, Gehölzränder und natürliche Pflanzungen ebenso wie für den Vasenschnitt. Auch als Bienenweide leistet sie einen wertvollen ökologischen Beitrag. Die folgenden Abschnitte geben konkrete Gestaltungsideen und zeigen, wo die Vorzüge der Pflanze am besten zur Wirkung kommen.
Gestaltung mit Herbst-Anemonen
Dank ihres aufrechten, lockeren Wuchses und der späten Blütezeit ist die Herbst-Anemone 'Praecox' ein unverzichtbares Gestaltungselement für den Herbstgarten. Gaißmayer bezeichnet Herbst-Anemonen als unverzichtbar für den blühenden Herbstgarten, insbesondere in absonnigen oder halbschattigen Bereichen. Sie setzt reizvolle Akzente entlang von Gehölzrändern, in lichten Gehölzpartien oder als Unterpflanzung von Sträuchern. Auch in größeren Gruppen gepflanzt, entfaltet sie ihre volle Wirkung: Ein ganzer Teppich aus rosaroten Blüten erstrahlt dann im Spätsommer. In naturnahen Gärten fügt sie sich harmonisch in die Umgebung ein und wirkt nie aufdringlich. Kombiniert mit spätblühenden Stauden und Gräsern entstehen stimmungsvolle Bilder, die bis in den Oktober hinein Freude bereiten. Die Pflanze eignet sich auch für ländliche Gärten, Cottage-Gärten oder den Vorgarten, wo sie mit ihrer schlichten Eleganz begeistert.
Anemone hupehensis 'Praecox' als Schnittblume
Die Herbst-Anemone 'Praecox' eignet sich hervorragend als Schnittblume für frische Sträuße. Die langen, stabilen Stiele tragen die Blüten weit über dem Laub, sodass sie sich leicht schneiden lassen. Im Wasser bleiben die Blüten etwa eine Woche lang frisch und erfreuen das Auge mit ihrer zarten Farbe. Am besten schneidet man die Stiele am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Pflanzen gut mit Wasser versorgt sind. Ein schräger Anschnitt erhöht die Wasseraufnahme. Die Blüten harmonieren in der Vase mit anderen Herbstblühern wie Astern, Chrysanthemen oder Hortensien. Auch Gräserähren oder Beerenzweige setzen reizvolle Kontraste. Dank ihrer langen Haltbarkeit eignet sich die Sorte auch für aufwändigere Gestecke oder für die Floristik. Wer regelmäßig Schnittblumen ernten möchte, pflanzt am besten mehrere Tuffs der Anemone hupehensis 'Praecox' im Garten.
Bienenweide und ökologischer Wert
Die offenen, flachen Blüten der Herbst-Anemone 'Praecox' sind wertvolle Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Zu einer Zeit, in der viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, finden die Insekten hier reichlich Pollen und Nektar. Besonders die späten Hummelköniginnen und die letzte Bienengeneration profitieren von diesem Angebot. Die Pflanze trägt somit zur Biodiversität im Garten bei und unterstützt die heimische Insektenfauna. Da sie sich langsam über Ausläufer ausbreitet, kann sie auf größeren Flächen als Bodendecker wirken und bietet Deckung für Kleintiere. Zudem ist die Staude robust und kommt ohne chemischen Pflanzenschutz aus, was sie zu einer ökologisch wertvollen Wahl macht. In naturnahen Gärten oder im Rahmen von Bienenschutzprojekten ist die Herbst-Anemone 'Praecox' eine empfehlenswerte Art. Auch für Wildbienenhotels oder Insektenoasen ist sie eine ideale Ergänzung.
Pflanzpartner für die Herbst-Anemone 'Praecox'
Die richtigen Pflanzpartner unterstreichen die Schönheit der Herbst-Anemone 'Praecox' und schaffen abwechslungsreiche Beete. Da die Sorte im Halbschatten am besten gedeiht, eignen sich vor allem Stauden und Gräser, die ähnliche Standortansprüche haben. Die folgenden Kombinationen sind besonders harmonisch und praxiserprobt.
Harmonische Begleiter im Halbschatten
Im Halbschatten von Gehölzen oder entlang von Mauern fühlt sich die Herbst-Anemone 'Praecox' in Gesellschaft von Silberkerzen (Actaea) besonders wohl. Deren weiße oder rosa Blütenkerzen bilden einen reizvollen Kontrast zu den flachen Anemonenblüten. Auch Astilben (Astilbe) mit ihren fedrigen Blütenrispen sind ideale Partner: Sie blühen in ähnlichen Farbtönen von Weiß über Rosa bis Rot und bevorzugen ebenfalls frische, humose Böden. Eine weitere empfehlenswerte Kombination ist die mit Funkien (Hosta), deren große, dekorative Blätter einen schönen Grund bilden und die zarten Anemonenblüten zur Geltung bringen. Diese Pflanzen teilen sich den Standort ohne Konkurrenz und ergänzen sich in Wuchs und Blütezeit. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Blattformen und Blütenstrukturen sorgt für ein abwechslungsreiches und dennoch stimmiges Gesamtbild.
Kombination mit Gräsern
Grasartige Strukturpflanzen sind hervorragende Begleiter für die Herbst-Anemone 'Praecox', da sie Leichtigkeit und Bewegung ins Beet bringen. Gaißmayer nennt als schöne Partner Chinaschilf (Miscanthus), Lampenputzergras (Pennisetum) oder Rutenhirse (Panicum). Diese Gräser erreichen ähnliche Höhen und blühen ebenfalls im Spätsommer und Herbst. Die filigranen Blütenstände der Gräser bilden einen luftigen Schleier über den Anemonenblüten und setzen bewegte Akzente. Besonders schön wirkt die Kombination mit der Rutenhirse, deren rötliche Halme die rosaroten Blüten der Anemone aufgreifen. Das Lampenputzergras mit seinen flauschigen Blütenwalzen bringt eine verspielte Note. Auch das Chinaschilf mit seinen aufrechten, überhängenden Halmen und silbrigen Federn schafft einen eindrucksvollen Hintergrund. Diese Gräser lockern das Beet auf und sorgen auch nach der Blüte der Anemone für Struktur.
Pflege und Überwinterung
Die Herbst-Anemone 'Praecox' ist eine pflegeleichte Staude, die mit wenigen Handgriffen gesund und blühfreudig bleibt. Die richtige Pflege beginnt mit der Pflanzung und umfasst regelmäßiges Gießen, Düngen und den richtigen Rückschnitt. Auch die Überwinterung gelingt problemlos, wenn einige Grundregeln beachtet werden. Nachfolgend erhalten Sie praktische Anleitungen für jede Phase der Gartensaison.
Pflanzung und Startpflege
Die beste Pflanzzeit für die Herbst-Anemone 'Praecox' ist das Frühjahr, vorzugsweise von März bis Mai. Gaißmayer nennt die Frühjahrspflanzung als empfohlenen Pflanzzeitpunkt. Dann haben die Rhizome genug Zeit, sich vor dem Winter zu etablieren. Vor dem Einsetzen wird der Boden tief gelockert und mit Kompost angereichert. Setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern, das entspricht vier bis sechs Pflanzen pro Quadratmeter. Nach der Pflanzung ist eine durchdringende Bewässerung wichtig, damit die Erde gut an die Wurzeln anschließt. In den ersten Wochen sollte die Erde nicht austrocknen, danach ist die Pflanze recht trockenheitstolerant. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hält die Feuchtigkeit im Boden und versorgt die Pflanze nach und nach mit Nährstoffen. Verzichten Sie auf eine Düngung im ersten Jahr, damit sich die Wurzeln ungestört entwickeln können.
Rückschnitt und Wintervorbereitung
Im Spätherbst, nach dem ersten Frost, sollten Sie die Anemone hupehensis 'Praecox' zurückschneiden. Schneiden Sie alle Triebe bodennah ab, um die Pflanze auf den Winter vorzubereiten. Dies verhindert, dass sich in den abgestorbenen Stängeln Schädlinge oder Pilzkrankheiten einnisten. Die abgeschnittenen Pflanzenteile können Sie kompostieren, sofern sie gesund sind. Ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub ist nur in sehr rauen Lagen nötig, da die Sorte als zuverlässig winterhart gilt. Die Rhizome überstehen Kahlfröste bis etwa -20 °C. Achten Sie aber darauf, dass die Staude nicht in staunasser Kälte steht, denn das vertragen die Wurzeln nicht. Im zeitigen Frühjahr, bevor der Neuaustrieb beginnt, kann man den Winterschutz entfernen und die Pflanze mit einer Portion Kompost oder organischem Dünger versorgen. Das fördert das Wachstum und die Blütenbildung.
Vermehrung von Anemone hupehensis 'Praecox'
Die Herbst-Anemone 'Praecox' lässt sich am einfachsten durch Teilung der Rhizome vermehren. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, wenn die Pflanze auszutreiben beginnt. Graben Sie den Wurzelstock aus und teilen Sie ihn mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke, die jeweils mindestens zwei bis drei Austriebe besitzen. Setzen Sie die Teilstücke sofort wieder an ihrem neuen Standort ein und wässern Sie sie gut. Auch eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich: Schneiden Sie im Frühjahr junge Triebe mit einem Wurzelansatz ab und stecken Sie sie in Anzuchterde. Eine weitere Methode ist die Aussaat, die jedoch sortenspezifische Merkmale nicht garantiert. Die Ausläufer der Pflanze sorgen auf natürliche Weise für eine langsame Ausbreitung, sodass Sie die Bestände alle paar Jahre teilen können, um sie zu verjüngen. So bleibt die Blühfreudigkeit über viele Jahre erhalten.
Wissenswertes zur Herbst-Anemone 'Praecox'
Die Herbst-Anemone 'Praecox' ist nicht nur eine schöne Gartenpflanze, sondern auch mit interessanten Geschichten und Mythologien verbunden. Ihren Namen verdankt sie einer alten Legende, und die botanische Bezeichnung verrät viel über ihre Eigenschaften. Zum Abschluss tauchen wir ein in die Welt der Windröschen und entdecken, was diese Staude so besonders macht.
Geschichtliches und Namensherkunft
Der Gattungsname Anemone leitet sich vom griechischen Wort für Wind ab, und so wird die Pflanze im Deutschen auch Windröschen genannt. Nach der griechischen Mythologie wurde die Nymphe Anemona am Hof der Göttin Flora in eine Blume verwandelt, woraus sich der Name Anemone erklärt. Diese poetische Herkunft verleiht der Pflanze eine besondere Aura. Der Artname hupehensis verweist auf die chinesische Provinz Hubei, aus der die Wildform stammt. Die Sorte 'Praecox' wurde von dem renommierten Züchter Georg Arends in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezüchtet. Arends war bekannt für seine Züchtungen von Stauden, die sich durch Robustheit und frühe Blüte auszeichnen. 'Praecox' bedeutet vorzeitig und bezieht sich auf den frühen Blühbeginn im August. Die Sorte hat sich seit Jahrzehnten im Gartenbau bewährt und ist heute aus keinem herbstlichen Staudenbeet mehr wegzudenken. Sie vereint historische Bedeutung mit aktuellen Gartentrends und bleibt eine verlässliche Schönheit für jeden Liebhaber.
| Name Deutsch: | Herbst-Anemone 'Praecox'. |
| Name Botanisch: | Anemone hupehensis 'Praecox'. |
| Wuchs: | Staude, buschig, kurze Ausläufer, 70 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 70 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, drei- oder mehrteilig, grün. |
| Frucht: | Wollige Schließfrucht. |
| Blüte: | Rosarot, einfach, in rispenartigen Blütenständen, schalenförmig, flach, ausgebreitet. |
| Blütezeit: | August bis Oktober. |
| Wurzeln: | Rhizom. |
| Boden: | Frische, gut durchlässige und neutrale Untergründe. |
| Standort: | Halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Die Anemone hupehensis 'Praecox' (Herbst-Anemone 'Praecox') wirkt durch ihr wunderschönes, rosarotes Blütenmeer sehr zierend und fällt schon aus der Ferne auf. Die Herbst-Anemone 'Praecox' erweist sich insgesamt als anspruchslos, pflegeleicht und zuverlässig winterhart. Sie können pro Quadratmeter 6 bis 9 Pflanzen setzen. Um ein tolles Gesamtbild zu erhalten, sollten Sie kleine Tuffs mit 3 bis 5 Exemplaren verpflanzen. Besonders Staudenbeete, Freiflächen und Gehölzränder eignen sich für die Herbst-Anemone 'Praecox'. Außerdem wird diese Blütenstaude sehr gerne für den Schnitt verwendet oder sie findet ein Plätzchen auf farbenfrohen Bienenweiden. Tipp: Schneiden Sie die Pflanze im Spätherbst zurück.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der Herbst-Anemone 'Praecox'Die Herbst-Anemone 'Praecox' (Anemone hupehensis 'Praecox') ist eine bezaubernde Staude, die mit ihren rosaroten Blüten den Spätsommer und Herbst belebt. Sie gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und stammt ursprünglich aus den Bergwäldern Ostasiens. Ihre Vorzüge liegen in der frühen Blütezeit, der guten Winterhärte und der unkomplizierten Pflege. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die botanischen Besonderheiten und die Wuchsform dieser beliebten Gartenpflanze. Herkunft und BotanikDie Wildform der Herbst-Anemone 'Praecox' ist in China und Japan beheimatet, wo sie an lichten Waldrändern und in Gebüschzonen wächst. Der botanische Name Anemone leitet sich vom griechischen Wort anemos für Wind ab und verweist auf die.... |
Pflanz- und Pflegetipps Anemone hupehensis 'Praecox' / Herbst-Anemone 'Praecox'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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