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Allgemeine Beschreibung von Alpenveilchen - Cyclamen
Die Gattung Alpenveilchen, botanisch als Cyclamen bekannt, umfasst etwa 20 verschiedene Arten. Auf Deutsch werden sie auch als Erdscheibe oder Erdspross bezeichnet. Alpenveilchen stammen ursprünglich aus den Mittelmeerregionen, insbesondere aus Südeuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Diese Pflanzen sind seit der Antike bekannt und wurden wegen ihrer dekorativen Blüten und Blätter geschätzt. Heute gibt es zahlreiche Sorten, die sich durch verschiedene Blütenfarben, Blattformen und Größen auszeichnen.
Die Blüten der Alpenveilchen, Cyclamen, sind bekannt für ihre leuchtenden Farben und zarten Formen. Typische Blütenfarben reichen von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu tiefem Lila. Die Blüten haben oft eine charakteristische nach hinten gebogene Form, die an Schmetterlinge erinnert. Die Blütezeit variiert je nach Art und Sorte, kann aber vom Spätsommer bis in den Winter reichen. Beispielsweise blüht Cyclamen hederifolium (siehe Foto) im Herbst, während Cyclamen coum seine Blüten im späten Winter bis zum frühen Frühling zeigt.
Die Blätter der Alpenveilchen sind ebenso attraktiv wie ihre Blüten. Sie sind meist herzförmig oder nierenförmig und können verschiedene Farben und Musterungen aufweisen. Typisch sind dunkelgrüne Blätter mit silbrigen oder hellgrünen Markierungen, die den Pflanzen auch ohne Blüten eine dekorative Note verleihen. Diese Blätter sind oft gezahnt oder gelappt und bilden einen schönen Kontrast zu den farbenfrohen Blüten. Alle Teile des Alpenveilchens sind giftig und nicht für den Verzehr geeignet.
Cyclamen haben eine kompakte Wuchsform und erreichen in der Regel eine Höhe von 10 bis 15 cm. Die Pflanzen wachsen aus knolligen Wurzeln, die als Speicherorgane dienen und ihnen helfen, Trockenperioden zu überstehen. Diese Wuchsform macht sie ideal für den Einsatz in Steingärten, als Bodendecker oder in Pflanzgefäßen.
Beispielhafte Sorten von Alpenveilchen - Cyclamen
Cyclamen hederifolium: Bekannt für seine herbstliche Blütezeit und seine attraktiven, silbergezeichneten Blätter.
Cyclamen hederifolium 'Rosenteppich': Efeuähnlicher Bodendecker mit rosafarbenen Blüten.
Cyclamen coum (siehe Foto): Blüht im späten Winter und frühen Frühling, ideal für schattige Gartenbereiche.
Pflanzanweisungen und Pflege
Die richtige Pflanzung und Pflege von Alpenveilchen - Cyclamen sind entscheidend für ihr Gedeihen. Hier sind einige wesentliche Tipps, um das Beste aus diesen schönen Pflanzen herauszuholen. Allgemeine Pflanz- und Pflegetipps stehen auf unserem Blog zusammengefasst. In unseren Videos zu Pflanzanleitungen findet man weitere nützliche Informationen.
Standort, Boden und Lichtbedingungen
Alpenveilchen bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte, da direkte Sonneneinstrahlung ihre Blätter und Blüten verbrennen kann. Der Boden sollte gut durchlässig, humusreich und leicht sauer sein. Eine gute Drainage ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann.
Winterhärte
Einige Arten von Cyclamen, wie Cyclamen hederifolium und Cyclamen coum, sind winterhart und können Temperaturen bis zu -15 °C überstehen. Andere, wie Cyclamen persicum, sind weniger winterhart und sollten vor Frost geschützt oder als Zimmerpflanzen gehalten werden. Weitere Informationen zu Winterschutz/Winterhärte sind auf unserem Blog zusammengefasst.
Geeigneter Pflanzzeitpunkt für die Staude Alpenveilchen - Cyclamen
Der richtige Pflanzzeitpunkt für die Staude Alpenveilchen (Cyclamen) ist entscheidend für ihr erfolgreiches Wachstum und ihre Blütenpracht. Ideal ist es, Cyclamen im Spätsommer bis Frühherbst zu pflanzen, also zwischen August und Oktober. In dieser Zeit können sich die Knollen gut etablieren und Wurzeln bilden, bevor die kalten Wintermonate beginnen. Eine Pflanzung im Frühjahr ist ebenfalls möglich, jedoch bevorzugen die meisten Arten die Herbstpflanzung, da sie so im folgenden Jahr kräftiger blühen. Durch die richtige Pflanzzeit und die Beachtung der Standortanforderungen werden Alpenveilchen gesund wachsen und sich durch eine reiche Blütenpracht auszeichnen.
Rückschnitt
Der Rückschnitt der Staude Alpenveilchen (Cyclamen) ist eine einfache, aber wichtige Pflegemaßnahme, um die Pflanze gesund und blühfreudig zu halten. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich, da Alpenveilchen eine kompakte Wuchsform haben. Es genügt, verwelkte Blütenstiele und vergilbte Blätter regelmäßig zu entfernen. Dies fördert nicht nur die Gesundheit der Pflanze, sondern verhindert auch die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Der beste Zeitpunkt für diese Pflegearbeiten ist während der Blütezeit und nach dem Verwelken der Blüten. Achten Sie darauf, die Pflanzenteile dicht über der Basis abzuschneiden, um Verletzungen an der Knolle zu vermeiden. Durch das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile wird die Pflanze angeregt, neue Blüten und Blätter zu bilden. Ein solcher Rückschnitt trägt wesentlich zur Vitalität und Attraktivität der Alpenveilchen bei, sodass sie ihren Platz im Garten oder als Zimmerpflanze optimal zur Geltung bringen können.
Sonstige Pflegemaßnahmen inklusive Bewässerung
Alpenveilchen benötigen regelmäßige, aber maßvolle Bewässerung. Der Boden sollte feucht, aber nicht nass sein. Während der Ruheperiode im Sommer kann die Bewässerung reduziert werden. Tipps zur richtigen Bewässerung sind auf unserem Blog zu finden.
Eine regelmäßige Düngung während der Wachstumsperiode unterstützt eine kräftige Blütenbildung.
Verwendung von Alpenveilchen - Cyclamen
Alpenveilchen - Cyclamen sind vielseitig einsetzbar und eignen sich hervorragend für Steingärten, Schattengärten, Beete und als Unterpflanzung unter Gehölzen. Sie können auch in Töpfen und Pflanzgefäßen kultiviert werden, was sie ideal für Terrassen und Balkone macht. Ihre attraktiven Blüten und Blätter machen sie zudem zu beliebten Zimmerpflanzen.
Besonderheiten und Vermehrung
Alpenveilchen sind bekannt für ihre Fähigkeit, auch in schwierigen Bedingungen zu gedeihen. Ihre knolligen Wurzeln speichern Wasser und Nährstoffe, was ihnen hilft, Trockenperioden zu überstehen.
Vermehrung
Cyclamen können durch Samen oder durch Teilung der Knollen vermehrt werden. Die Aussaat erfolgt am besten im Herbst, während die Teilung der Knollen im Spätsommer durchgeführt werden sollte. Die Samen benötigen eine kühle Keimperiode, um erfolgreich zu keimen.
Krankheiten und Schädlinge an Alpenveilchen - Cyclamen
Alpenveilchen sind relativ robust, können jedoch von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Eine gute Pflege und richtige Standortwahl können viele Probleme verhindern. Tritt ein Befall auf, sollte möglichst schnell gehandelt werden, um größere Schäden an der Staude zu vermeiden. Im Folgenden sind mögliche Krankheiten und Schädlinge an der Staude mit jeweiligen Gegenmaßnahmen aufgelistet.
Krankheiten und Gegenmaßnahmen bzw. Vorbeugung
Zu den häufigsten Krankheiten bei Alpenveilchen zählen Grauschimmel (Botrytis cinerea) und Wurzelfäule. Grauschimmel tritt besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Belüftung auf. Erkennbar ist die Krankheit an einem grauen, schimmelartigen Belag auf den Blättern und Blüten. Vorbeugend sollten die Pflanzen an gut belüfteten Standorten kultiviert und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig entfernt werden. Wurzelfäule hingegen wird durch Staunässe verursacht. Eine gute Drainage und ein durchlässiger Boden sind entscheidend, um dieser Krankheit vorzubeugen.
Schädlinge und Gegenmaßnahmen bzw. Vorbeugung
Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Dickmaulrüssler können Alpenveilchen befallen. Blattläuse saugen an den Pflanzenteilen und können das Wachstum hemmen. Spinnmilben verursachen feine Gespinste und führen zu gelben Flecken auf den Blättern. Der Dickmaulrüssler frisst an den Blättern und seine Larven schädigen die Wurzeln. Vorbeugende Maßnahmen umfassen regelmäßige Kontrollen und das Entfernen befallener Pflanzenteile. Bei Bedarf können biologische Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden.