| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 130 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 130 cm |
| Blatt: | Sommergrün, blaugraue Blattfarbe, schmal |
| Blüte: | Einfache, gelbe Blütenstände, traubig, kreuzförmig |
| Blütezeit: | Mai - Juli |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Trocken bis frisch, normal duchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 130 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 130 cm |
| Blatt: | Sommergrün, blaugraue Blattfarbe, schmal |
| Blüte: | Einfache, gelbe Blütenstände, traubig, kreuzförmig |
| Blütezeit: | Mai - Juli |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Trocken bis frisch, normal duchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
- Waid (Isatis glauca): Ein Portrait der blaugrauen Schönheit
- Der ideale Standort für gesundes Wachstum
- Blütenpracht und Laubwerk von Isatis glauca
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
- Harmonische Pflanzpartner für Isatis glauca
- Pflegeleicht und robust
- Wissenswertes über den Waid
Der Waid, botanisch Isatis glauca, ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem blaugrauen Laub und den leuchtend gelben Blütenständen jeden sonnigen Garten bereichert. Diese horstbildende Pflanze stammt ursprünglich aus den Regionen der Türkei und des Libanon und hat sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit einen festen Platz in mitteleuropäischen Gärten erobert. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 130 Zentimetern und einer buschigen, kompakten Form bringt sie Struktur und Farbe in Beete und Freiflächen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli, in der sie mit ihren traubigen, gelben Blütenständen Insekten anlockt und einen lebendigen Akzent setzt. Besonders hervorzuheben sind die schmalen, sommergrünen Blätter, die in einem charakteristischen Blaugrau erscheinen und der Pflanze auch außerhalb der Blütezeit einen hohen Zierwert verleihen.
Waid (Isatis glauca): Ein Portrait der blaugrauen Schönheit
Isatis glauca, im Deutschen einfach als Waid bekannt, ist eine Staude von außergewöhnlicher Eleganz und Robustheit. Ihr botanischer Name leitet sich von der griechischen Bezeichnung für die Pflanze ab und verweist auf die blaugrüne Färbung des Laubes. In der Gartenkultur wird sie für ihre vielseitige Verwendbarkeit und die geringen Ansprüche an Pflege und Standort geschätzt. Als horstbildende Pflanze entwickelt sie dichte, buschige Horste, die über die Jahre an Umfang gewinnen, ohne invasiv zu werden. Diese Eigenschaft macht sie zu einer idealen Wahl für nachhaltige Bepflanzungen, bei denen Stabilität und Langlebigkeit im Vordergrund stehen.
Herkunft und Wuchsform
Die natürliche Heimat des Waids liegt in den sonnigen, trockenen Regionen der Türkei und des Libanon, wo sie an felsigen Hängen und in steinigen Böden gedeiht. Diese Herkunft prägt ihre Ansprüche an den Gartenstandort: Sie bevorzugt sonnige Lagen mit guter Drainage. Die Wuchsform ist horstbildend, das bedeutet, dass die Pflanze aus einer zentralen Basis heraus mehrere aufrechte Stängel entwickelt, die sich buschig verzweigen. Dieser Aufbau sorgt für eine stabile Struktur, die auch bei Wind und Wetter standhält. Die Wurzeln sind tiefreichend und ermöglichen es der Pflanze, Trockenperioden gut zu überstehen. Mit einer Pflanzdichte von 6 bis 9 Exemplaren pro Quadratmeter lässt sich ein dichter, geschlossener Bestand erreichen, der Unkrautwuchs unterdrückt und ein harmonisches Gesamtbild ergibt.
Wuchshöhe und Habitus
Isatis glauca erreicht eine beachtliche Wuchshöhe von bis zu 130 Zentimetern, wobei die meisten Pflanzen im Garten zwischen 80 und 120 Zentimeter hoch werden. Der Habitus ist buschig und aufrecht, mit kräftigen Stängeln, die sich nach oben hin leicht verjüngen. Die Blätter sind schmal und lanzettlich geformt, was der Pflanze ein feines, fast graziles Erscheinungsbild verleiht, das sich wunderbar von breitblättrigen Stauden abhebt. Im Laufe der Saison entwickelt sich ein dichter, kompakter Horst, der nicht auseinanderfällt und somit kaum Stützmaßnahmen benötigt. Diese Eigenschaft macht den Waid zu einer pflegeleichten Option für Gärtner, die nach strukturbildenden Pflanzen suchen, die ohne aufwendige Eingriffe auskommen. Die horstbildende Wurzelstruktur sorgt zudem dafür, dass die Pflanze über Jahre hinweg stabil an ihrem Platz verbleibt und sich langsam, aber stetig ausbreitet.
Der ideale Standort für gesundes Wachstum
Für ein optimales Gedeihen von Isatis glauca ist die Wahl des richtigen Standorts entscheidend. Die Pflanze stellt zwar keine übertriebenen Ansprüche, doch bei passenden Bedingungen zeigt sie ihre volle Pracht und Vitalität. Ein sonniger Platz mit ausreichend Licht ist die Grundvoraussetzung, da die Staude in ihrer Heimat an vollsonnigen Standorten wächst. Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden, die den Wurzeln schaden könnte. Mit diesen einfachen Voraussetzungen legt man den Grundstein für eine gesunde, blühfreudige Pflanze, die über viele Jahre Freude bereitet.
Licht und Exposition
Isatis glauca ist eine ausgesprochene Sonnenanbeterin und benötigt einen sonnigen Standort, um sich optimal zu entwickeln. Volle Sonneneinstrahlung für mindestens sechs Stunden täglich ist ideal, da sie die Blütenbildung anregt und die charakteristische blaugraue Blattfärbung intensiviert. In halbschattigen Lagen wächst die Pflanze zwar auch, doch die Blütenfülle und die Leuchtkraft der Blätter können darunter leiden. Eine südliche oder westliche Exposition bietet die besten Voraussetzungen, da hier die Wärme und Lichtintensität am höchsten sind. In Regionen mit heißen Sommern profitiert der Waid von der vollen Sonne, da seine Herkunft aus trockenen Gebieten ihn an solche Bedingungen angepasst hat. Vermeiden sollte man schattige oder nordseitige Plätze, da hier das Wachstum gehemmt wird und die Pflanze anfälliger für Krankheiten werden kann.
Bodenansprüche des Waids
Der Boden für Isatis glauca sollte trocken bis frisch sein, mit einer guten Durchlässigkeit, um Staunässe zu verhindern. Ein neutraler pH-Wert im Bereich von 6,5 bis 7,5 ist optimal, da die Pflanze dann Nährstoffe gut aufnehmen kann. Schwere, lehmige Böden können durch die Zugabe von Sand oder Kies verbessert werden, um die Drainage zu erhöhen. Leichte, sandige Böden sind von Natur aus gut geeignet, sollten aber bei Bedarf mit etwas Kompost angereichert werden, um die Wasserspeicherfähigkeit zu verbessern. Ein besonderer Vorteil von Isatis glauca ist ihre Verträglichkeit von Wurzeldruck, was bedeutet, dass sie auch in der Nähe von Gehölzen oder anderen tiefwurzelnden Pflanzen gedeihen kann, ohne in Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu geraten. Diese Eigenschaft macht sie zu einer vielseitigen Begleitpflanze in gemischten Beeten.
Blütenpracht und Laubwerk von Isatis glauca
Die Attraktivität des Waids liegt nicht nur in seinen Blüten, sondern auch in dem außergewöhnlichen Laub, das der Pflanze ihren Namen gibt. Die Kombination aus leuchtend gelben Blüten und blaugrauen Blättern schafft einen faszinierenden Kontrast, der in jedem Garten auffällt. Während der Blütezeit von Mai bis Juli verwandelt sich die Staude in einen Blickfang, der Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber anlockt. Auch nach der Blüte behält das Laub seinen Zierwert und sorgt für Struktur und Farbe im Beet. Diese Dualität aus Blüten- und Blattschmuck macht Isatis glauca zu einer ganzjährig interessanten Pflanze.
Die gelben Blüten des Waids
Die Blüten von Isatis glauca sind einfach, gelb und in traubigen Blütenständen angeordnet, die sich an den Enden der Stängel entwickeln. Jede Einzelblüte ist kreuzförmig aufgebaut, ein typisches Merkmal der Kreuzblütler, zu denen der Waid gehört. Die Blütenstände können sehr groß werden und erreichen oft eine Länge von 20 bis 30 Zentimetern, was der Pflanze ein imposantes Aussehen verleiht. Die Farbe des Gelbs variiert von einem zarten Hellgelb bis zu einem kräftigen Goldton, je nach Standort und Nährstoffversorgung. Die Blütezeit erstreckt sich über mehrere Wochen von Mai bis Juli, wobei bei regelmäßigem Ausputzen verblühter Stängel oft eine Nachblüte im Spätsommer angeregt werden kann. Die Blüten duften nicht intensiv, locken aber durch ihre Farbe und Form zahlreiche Insekten an, die für die Bestäubung sorgen und so zur Biodiversität im Garten beitragen.
Das blaugraue Blattwerk
Das Laub von Isatis glauca ist sommergrün und zeigt eine charakteristische blaugraue Farbe, die durch eine feine Bereifung der Blattoberfläche entsteht. Diese Bereifung schützt die Pflanze vor übermäßiger Verdunstung und verleiht ihr ein samtiges, mattes Aussehen. Die Blätter sind schmal und lanzettlich geformt, mit einer Länge von etwa 5 bis 10 Zentimetern, und sitzen wechselständig an den Stängeln. Im Herbst verfärbt sich das Laub nicht spektakulär, behält aber seinen blaugrauen Ton bis zum ersten Frost, was für eine langanhaltende Dekoration sorgt. Die Textur der Blätter ist fein und zart, was einen interessanten Kontrast zu grobblättrigen Stauden wie Funkien oder Bergenien bildet. Diese blaugraue Färbung macht Isatis glauca zu einer wertvollen Pflanze für Farbkonzepte im Garten, da sie kühle Töne einbringt und warme Blütenfarben wie Rot oder Orange effektvoll zur Geltung bringt.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
Isatis glauca ist eine äußerst vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartenbereichen eingesetzt werden kann. Ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bodenverhältnisse und ihre Toleranz gegenüber Wurzeldruck eröffnen zahlreiche Gestaltungsoptionen. Ob in sonnigen Beeten, unter lichten Gehölzen oder in naturnahen Pflanzungen – der Waid fügt sich harmonisch ein und bereichert das Gesamtbild. Seine horstbildende Wuchsform und die attraktive Blattfärbung machen ihn zudem zu einer idealen Strukturpflanze, die auch außerhalb der Blütezeit für Ordnung und Ästhetik sorgt.
Sonnige Freiflächen und Beete
In sonnigen Freiflächen fühlt sich Isatis glauca besonders wohl und entfaltet hier ihre volle Pracht. Sie eignet sich hervorragend für Staudenbeete und Rabatten, wo sie mit ihrer Höhe von bis zu 130 Zentimetern als Hintergrund- oder Mittelgrundpflanze eingesetzt werden kann. Kombiniert mit niedrigeren Stauden wie Katzenminze (Nepeta) oder Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) entstehen abgestufte Pflanzungen, die Tiefe und Dynamik vermitteln. Auf trockenen bis frischen Böden bildet der Waid stabile Horste, die über Jahre hinweg ohne Teilung auskommen und so für eine nachhaltige Bepflanzung sorgen. In Bauerngärten oder modernen, naturnahen Gestaltungen passt er gleichermaßen gut und bringt mit seinen gelben Blüten einen sonnigen Akzent ein. Die Pflanzdichte von 6 bis 9 Exemplaren pro Quadratmeter ermöglicht es, flächige Bestände zu schaffen, die Unkraut unterdrücken und ein einheitliches Erscheinungsbild erzeugen.
Pflanzung unter Gehölzen
Dank ihrer Verträglichkeit von Wurzeldruck kann Isatis glauca auch unter lichten Gehölzen wie Birken, Kiefern oder Zierkirschen gepflanzt werden. Hier profitiert sie von der halbschattigen bis sonnigen Exposition und dem durchlässigen Boden, der oft unter Bäumen vorherrscht. Die blaugrauen Blätter heben sich wunderbar vom dunklen Grün der Gehölze ab und schaffen einen hellen, luftigen Effekt. In solchen Pflanzungen sollte darauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu stark beschattet ist, da sonst die Blütenfülle nachlassen kann. Kombiniert mit anderen schattenverträglichen Stauden wie Waldsteinie (Waldsteinia ternata) oder Elfenblume (Epimedium) entsteht ein harmonisches Unterpflanzungskonzept, das das ganze Jahr über attraktiv ist. Diese Verwendung macht den Waid zu einer wertvollen Bereicherung für Gehölzränder und Waldgärten.
Naturgarten und Trockenstandorte
Für Naturgärten und trockene Standorte ist Isatis glauca eine perfekte Wahl, da sie mit wenig Wasser auskommt und anspruchslos in der Pflege ist. In Steppenpflanzungen oder Präriegärten kombiniert man sie idealerweise mit Gräsern wie Federgras (Stipa) oder Blauschwingel (Festuca glauca), die ähnliche Ansprüche stellen. Die gelben Blüten locken Insekten an und tragen so zur ökologischen Vielfalt bei. Auf mageren, sandigen Böden gedeiht der Waid besonders gut, da hier die Gefahr von Staunässe gering ist und die Wurzeln tief in den Boden eindringen können. In solchen Pflanzungen sollte auf eine zusätzliche Düngung verzichtet werden, um das natürliche, extensive Wachstum zu fördern. Diese Robustheit macht Isatis glauca zu einer idealen Pflanze für nachhaltige, pflegeleichte Gärten, die auch in Zeiten des Klimawandels bestehen können.
Harmonische Pflanzpartner für Isatis glauca
Die Wahl der richtigen Begleitstauden ist entscheidend, um die Schönheit von Isatis glauca optimal zur Geltung zu bringen. Durch geschickte Kombinationen lassen sich Kontraste schaffen, Harmonie erzeugen und das ganze Beet über einen langen Zeitraum attraktiv halten. Der Waid mit seinem blaugrauen Laub und den gelben Blüten bietet vielfältige Möglichkeiten, um mit anderen Pflanzen in Dialog zu treten. Ob durch farbliche Akzente, strukturelle Gegensätze oder ähnliche Standortansprüche – die passenden Partner heben die Vorzüge dieser Staude hervor und schaffen ein rundes Gesamtbild.
Begleitstauden für Kontrast und Harmonie
Um einen lebendigen Kontrast zu den gelben Blüten und blaugrauen Blättern von Isatis glauca zu schaffen, eignen sich Stauden mit violetten, blauen oder roten Blütenfarben besonders gut. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) mit seinen großen, pinkfarbenen Blütenköpfen bildet einen spektakulären Farbakzent, der die Leuchtkraft des Waids unterstreicht. Auch der Lavendel (Lavandula angustifolia) mit seinen silbrigen Blättern und violetten Blütenähren ergibt eine harmonische Kombination, die mediterranes Flair verbreitet. Für strukturelle Abwechslung sorgen Gräser wie das Rutenhirse-Gras (Panicum virgatum), dessen feine Halme und lockere Blütenrispen einen luftigen Gegenpol zu den kompakten Horsten des Waids setzen. Diese Partner teilen ähnliche Standortansprüche an sonnige, durchlässige Böden und bilden so stabile Pflanzengemeinschaften, die wenig Pflege benötigen.
Ideale Kombinationen mit Waid
Für eine harmonische Beetgestaltung mit Isatis glauca empfiehlt sich die Kombination mit Stauden, die ebenfalls trockenheitsverträglich sind und ähnliche Wuchshöhen aufweisen. Die Kugeldistel (Echinops ritro) mit ihren stahlblauen Blütenbällen schafft einen faszinierenden Farbkontrast zu den gelben Blüten des Waids und ergänzt sich im Blattwerk durch ihre silbrig-grauen, tief eingeschnittenen Blätter. Der Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) in Sorten wie ‚Goldsturm‘ bringt mit seinen goldgelben, schwarzbraun gezeichneten Blüten eine warme Note ein, die die Gelbtöne des Waids aufgreift und verstärkt. Als niedrigere Begleiter eignen sich Polsterstauden wie der Teppich-Thymian (Thymus serpyllum), der mit seinen duftenden, rosafarbenen Blüten und dem dichten, grünen Laub den Beetvordergrund bedeckt und für eine geschlossene Pflanzendecke sorgt. Diese Kombinationen sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie Insekten Nahrung bieten und robust gegenüber Trockenheit sind.
Pflegeleicht und robust
Isatis glauca ist eine ausgesprochen pflegeleichte Staude, die auch für unerfahrene Gärtner gut geeignet ist. Bei optimalen Standortbedingungen benötigt sie kaum Eingriffe und entwickelt sich zu einer robusten, langlebigen Pflanze. Dennoch sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen empfehlenswert, um Gesundheit und Blühfreude über viele Jahre zu erhalten. Von der Bewässerung über den Schnitt bis zur Überwinterung – mit wenig Aufwand lässt sich viel erreichen. Diese Anspruchslosigkeit macht den Waid zu einer beliebten Wahl für nachhaltige Gärten, in denen Zeit und Ressourcen geschont werden sollen.
Gießen und Düngen
In der Anwachsphase nach der Pflanzung sollte Isatis glauca regelmäßig gegossen werden, um die Wurzelbildung zu fördern. Einmal etabliert, kommt die Staude jedoch gut mit Trockenheit zurecht und benötigt nur bei längeren Trockenperioden zusätzliche Wassergaben. Übermäßiges Gießen ist zu vermeiden, da Staunässe zu Wurzelfäule führen kann. Beim Düngen gilt: Weniger ist mehr. Einmal im Jahr, idealerweise im Frühjahr, kann eine geringe Gabe von Kompost oder einem organischen Volldünger ausgebracht werden, um das Wachstum zu unterstützen. Auf stickstoffbetonte Dünger sollte verzichtet werden, da sie das Laubwachstum auf Kosten der Blüten fördern und die Pflanze mastig machen können. Auf mageren Böden ist oft gar keine Düngung nötig, da der Waid hier sein natürliches, kompaktes Wachstum beibehält. Diese extensive Pflege trägt dazu bei, dass die Pflanze gesund und widerstandsfähig bleibt.
Schnitt und Vermehrung von Isatis glauca
Ein Rückschnitt abgeblühter Stängel regt bei Isatis glauca oft eine Nachblüte an und hält die Pflanze in Form. Dieser Schnitt kann direkt nach der Hauptblüte im Juli erfolgen, wobei die verblühten Triebe bis auf eine Höhe von etwa 10 bis 15 Zentimetern über dem Boden entfernt werden. Im Spätherbst oder frühen Frühjahr wird dann ein bodennaher Rückschnitt durchgeführt, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Die Vermehrung des Waids erfolgt am einfachsten durch Teilung im Frühjahr oder Herbst. Dazu wird der Horst vorsichtig ausgegraben und mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teilstücke geteilt, die jeweils ausreichend Wurzeln und Triebe enthalten sollten. Diese Teilstücke werden sofort wieder eingepflanzt und angegossen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich, erfordert aber mehr Geduld, da die Samen eine Kälteperiode benötigen, um zu keimen. Diese Methoden ermöglichen es, die Pflanze zu verjüngen und an anderen Stellen im Garten zu etablieren.
Überwinterung und Winterhärte
Isatis glauca ist winterhart bis in die Zone Z7, was Temperaturen von etwa -17,7 °C bis -12,3 °C entspricht. In den meisten Regionen Deutschlands übersteht sie den Winter problemlos, besonders wenn eine schützende Schneedecke vorhanden ist. Bei Kahlfrost ohne Schnee wird jedoch ein leichter Winterschutz empfohlen, um die Wurzeln vor extremen Temperaturschwankungen zu schützen. Dazu kann eine Schicht aus Laub, Reisig oder Vlies um den Horst gelegt werden. Im Frühjahr wird dieser Schutz entfernt, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Die oberirdischen Teile der Pflanze sterben im Winter ab und können als natürlicher Schutz dienen, bevor sie beim Frühjahrsschnitt entfernt werden. Diese Maßnahmen gewährleisten, dass Isatis glauca auch nach harten Wintern wieder kräftig austreibt und viele Jahre im Garten verbleibt.
Wissenswertes über den Waid
Isatis glauca ist nicht nur eine attraktive Gartenstaude, sondern auch eine Pflanze mit interessantem botanischem und historischem Hintergrund. Der deutsche Name „Waid“ verweist auf eine verwandte Art, Isatis tinctoria, die früher als Färberpflanze zur Herstellung von Indigoblau verwendet wurde. Obwohl Isatis glauca nicht für diesen Zweck genutzt wird, teilt sie einige Merkmale mit ihrer berühmten Verwandten. In der Gartenkultur wird sie vor allem für ihre dekorativen Qualitäten geschätzt, doch auch ihre ökologische Rolle als Insektenweide ist beachtenswert. Diese Aspekte machen den Waid zu einer vielschichtigen Pflanze, die über rein ästhetische Gesichtspunkte hinausgeht.
Botanik und Eigenschaften
Isatis glauca gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), die sich durch vierzählige, kreuzförmige Blüten auszeichnet. Diese botanische Zuordnung erklärt die einfache, aber effektvolle Blütenstruktur der Pflanze. Im Gegensatz zu einigen anderen Arten der Gattung Isatis wird sie nicht als Giftpflanze eingestuft und gilt als unbedenklich für Mensch und Tier. Die blaugraue Blattfärbung entsteht durch eine Wachsschicht auf der Blattoberfläche, die als Schutz vor Verdunstung und übermäßiger Sonneneinstrahlung dient. Diese Anpassung ist typisch für Pflanzen aus trockenen, sonnigen Lebensräumen. In der Gartenliteratur wird Isatis glauca oft für ihre sehr großen Blütentrauben und blau bereiften Blätter gelobt, was sie zu einer herausragenden Zierstaude macht. Ihre Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit unterstreichen ihren Wert als nachhaltige Gartenpflanze, die auch unter veränderten Klimabedingungen bestehen kann.
| Name Deutsch: | Waid. |
| Name Botanisch: | Isatis glauca. |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 130 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 130 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, blaugraue Blattfarbe, schmal. |
| Blüte: | Einfache, gelbe Blütenstände, traubig, kreuzförmig. |
| Blütezeit: | Mai - Juli. |
| Wurzeln: | Horstbildend. |
| Boden: | Trocken bis frisch, normal duchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Waid, botanisch Isatis glauca, ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem blaugrauen Laub und den leuchtend gelben Blütenständen jeden sonnigen Garten bereichert. Diese horstbildende Pflanze stammt ursprünglich aus den Regionen der Türkei und des Libanon und hat sich aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit einen festen Platz in mitteleuropäischen Gärten erobert. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 130 Zentimetern und einer buschigen, kompakten Form bringt sie Struktur und Farbe in Beete und Freiflächen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli, in der sie mit ihren traubigen, gelben Blütenständen Insekten anlockt und einen lebendigen Akzent setzt. Besonders hervorzuheben sind die schmalen, sommergrünen Blätter, die in einem charakteristischen Blaugrau erscheinen und der Pflanze auch außerhalb der Blütezeit einen hohen Zierwert verleihen. Waid (Isatis glauca): Ein Portrait der.... |
Pflanz- und Pflegetipps Isatis glauca / Waid
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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