| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, wuchernd, 80 bis 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 80 - 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig |
| Frucht: | ballonartige Früchte |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände mit orangen Lampionfrüchten, quirlartig, etagenartig, schalenförmig, flach, ausgebreitet |
| Blütezeit: | Juni |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, wuchernd, 80 bis 100 cm hoch |
| Wuchshöhe: | 80 - 100 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig |
| Frucht: | ballonartige Früchte |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände mit orangen Lampionfrüchten, quirlartig, etagenartig, schalenförmig, flach, ausgebreitet |
| Blütezeit: | Juni |
| Wurzeln: | Rhizome |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6 |
- Portrait der Lampionblume 'Gigantea'
- Ideale Standortbedingungen
- Blütenpracht und Laub der Lampionblume
- Kreative Verwendungsmöglichkeiten
- Passende Pflanzpartner für Physalis alkekengi
- Pflegeleicht und winterhart
- Wissenswertes über die Lampionblume
Die Lampionblume 'Gigantea', botanisch Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea', ist eine faszinierende Staude, die mit ihren charakteristischen orangefarbenen Lampionfrüchten im Herbst für spektakuläre Akzente im Garten sorgt. Ursprünglich aus Ostasien stammend, hat sie sich als robuste und ausdrucksstarke Bereicherung für naturnahe Gärten etabliert. Ihre aufrechte, buschige Wuchsform und die etagenartig angeordneten Blütenstände machen sie zu einem Blickfang, der von Juni bis in den späten Herbst hinein attraktiv bleibt.
Portrait der Lampionblume 'Gigantea'
Die Lampionblume 'Gigantea' präsentiert sich als vielseitige und auffällige Staude, die durch ihre besonderen Früchte besticht. Sie vereint eine unkomplizierte Natur mit einem markanten Erscheinungsbild, das sie zu einer interessanten Wahl für Gartenliebhaber macht, die nach Pflanzen mit Charakter suchen. Ihre Entwicklung über die Jahreszeiten hinweg bietet stets neue visuelle Reize.
Herkunft und Wuchs
Die Lampionblume 'Gigantea' hat ihre natürliche Heimat in Ostasien, von wo aus sie ihren Weg in die Gärten der Welt gefunden hat. Als Varietät von Physalis alkekengi var. franchettii zeichnet sie sich durch ihre besonders großen und kräftigen Lampionfrüchte aus, was ihr den Sortennamen 'Gigantea' eingebracht hat. Die Pflanze wächst aus Rhizomen heraus, die als unterirdische Speicher- und Vermehrungsorgane dienen und für ihre starke Ausbreitungsfreudigkeit verantwortlich sind. Dieser Wuchs aus Rhizomen ermöglicht es der Staude, sich über die Jahre hinweg zu imposanten Beständen zu entwickeln, was bei der Gartenplanung berücksichtigt werden sollte. Die aufrechte und buschige Wuchsform verleiht ihr eine solide Präsenz im Beet, während die quirlartige Anordnung der Blüten und späteren Früchte für eine strukturierte Optik sorgt.
Habitus und Größenverhältnisse
Mit einer Wuchshöhe von 80 bis 100 cm gehört die Lampionblume 'Gigantea' zu den mittelhohen bis hohen Stauden, die sich hervorragend als Hintergrundpflanzung oder als Solitär in Rabatten eignen. Ihr buschiger, teils wuchernder Charakter erfordert etwas Platz im Garten, denn sie kann durchaus ausladend werden. Pro Quadratmeter werden 4 bis 6 Pflanzen empfohlen, um einen dichten und üppigen Bestand zu erreichen, der die volle Wirkung der Lampionfrüchte zur Geltung bringt. Die Staude bildet mit der Zeit durch ihre Rhizome dichte Horste, die im Sommer ein üppiges grünes Blattwerk und im Herbst die unverwechselbaren orangen Fruchtstände präsentieren. Diese Wuchseigenschaften machen sie zu einer idealen Pflanze für Bereiche, in denen sie sich ungehindert entfalten kann, ohne andere empfindlichere Gewächse zu verdrängen.
Nach diesem umfassenden Portrait wenden wir uns den optimalen Wachstumsbedingungen zu, die für eine gesunde Entwicklung der Lampionblume 'Gigantea' entscheidend sind.
Ideale Standortbedingungen
Die Wahl des richtigen Standorts ist für jede Staude von grundlegender Bedeutung, und bei der Lampionblume 'Gigantea' entscheidet sie maßgeblich über Vitalität und Blütenfülle. Diese robuste Pflanze stellt zwar keine extremen Ansprüche, doch bei optimalen Bedingungen entwickelt sie ihre volle Pracht und zeigt ihre charakteristischen Merkmale besonders ausgeprägt. Ein gut gewählter Platz fördert nicht nur das Wachstum, sondern hilft auch, die natürliche Ausbreitungsfreudigkeit im Zaum zu halten.
Licht und Exposition
Die Lampionblume 'Gigantea' gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Volle Sonne fördert die intensive Ausfärbung der Lampionfrüchte und sorgt für einen kompakten, standfesten Wuchs, während leichter Halbschatten in heißen Sommern vor übermäßiger Austrocknung schützen kann. Ideal sind daher Plätze, die morgens und mittags Sonne erhalten und nachmittags etwas beschattet sind. Die Exposition sollte windgeschützt sein, um die hohen Triebe vor Bruch zu bewahren, besonders wenn sie im Herbst mit den schweren Früchten beladen sind. Für den Lebensbereich Gehölzrand ist diese Staude perfekt geeignet, da sie hier die lichten Bedingungen unter locker stehenden Bäumen oder am Rand von Sträuchern vorfindet, die ihrem natürlichen Habitat entsprechen.
Bodenansprüche der Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea'
Der Boden sollte für die Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea' frisch, normal durchlässig und neutral im pH-Wert sein. Konkret bevorzugt die Staude sandig-humose, etwas kalkhaltige, gleichbleibend frische und nährstoffreiche Böden. Eine gute Drainage ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen könnte, doch der Boden sollte niemals vollständig austrocknen. Schwere Lehmböden können durch die Einarbeitung von Sand und Kompost verbessert werden, um die gewünschte Durchlässigkeit zu erreichen. Ein humusreicher Untergrund unterstützt das Wachstum der Rhizome und fördert die Bildung kräftiger Triebe, die reichlich Blüten und Früchte tragen. Regelmäßiges Mulchen mit organischem Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu konservieren und liefert kontinuierlich Nährstoffe.
Mit den richtigen Standortfaktoren im Blick betrachten wir nun die visuellen Höhepunkte dieser Staude: ihre Blüten, ihr Laub und die berühmten Früchte.
Blütenpracht und Laub der Lampionblume
Die Attraktivität der Lampionblume 'Gigantea' entfaltet sich über mehrere Jahreszeiten hinweg und bietet immer wieder neue Blickfänge. Während die Blütezeit vergleichsweise kurz ist, bereichern das dekorative Laub und vor allem die späteren Früchte den Garten über viele Wochen. Diese vielschichtige Erscheinung macht die Staude zu einer wertvollen Bereicherung für jedes Staudenbeet, das über den Sommer hinaus Interesse bieten soll.
Die einfachen weißen Blüten
Im Juni öffnet die Lampionblume 'Gigantea' ihre einfachen, weißen Blütenstände, die in quirlartiger, etagenartiger Anordnung an den Trieben sitzen. Die einzelnen Blüten sind schalenförmig, flach und ausgebreitet, mit einer zarten, unscheinbaren Erscheinung, die eher dezent wirkt. Diese Blüten ziehen Insekten wie Bienen und Schwebfliegen an, die den Nektar schätzen, und bilden die Grundlage für die späteren Fruchtstände. Die Blütezeit dauert etwa zwei bis drei Wochen, in denen die weißen Tupfer im grünen Laubmeer einen kontrastreichen Akzent setzen. Obwohl die Blüten selbst nicht besonders auffällig sind, lohnt es sich, sie aus der Nähe zu betrachten, um ihre feine Struktur zu würdigen, die den Beginn des faszinierenden Entwicklungszyklus markiert.
Das sommergrüne Blattwerk
Das Laub der Lampionblume 'Gigantea' ist sommergrün und zeigt eine grüne Blattfarbe in verschiedenen Nuancen, von frischem Hellgrün im Frühjahr zu einem kräftigeren Mittelgrün im Hochsommer. Die Blätter sind eiförmig mit einer leicht zugespitzten Spitze und einem gesägten Rand, was ihnen eine strukturierte Textur verleiht. Sie stehen wechselständig an den aufrechten Stängeln und bilden eine dichte Belaubung, die dem Beet Volumen und Fülle gibt. Im Herbst, bevor die Pflanze einzieht, kann das Laub eine gelbliche Färbung annehmen, die einen schönen Kontrast zu den bereits ausgefärbten orangen Lampions bildet. Die Blätter sind relativ groß und kräftig, was zur buschigen Erscheinung der Staude beiträgt und ihr auch außerhalb der Blüte- und Fruchtzeit eine ansehnliche Präsenz verleiht.
Die Lampionfrüchte von 'Gigantea'
Der unbestrittene Höhepunkt der Lampionblume 'Gigantea' sind ihre ballonartigen Früchte, die sich aus den Blüten entwickeln und im Spätsommer und Herbst in einem leuchtenden Orange erscheinen. Diese Lampionfrüchte sind eigentlich aufgeblähte Kelchblätter, die die eigentliche Beere im Inneren schützend umhüllen. Bei der Sorte 'Gigantea' sind diese Lampions besonders groß und kräftig gefärbt, was ihren Zierwert enorm steigert. Sie halten lange an der Pflanze, oft bis in den Winter hinein, und bieten selbst bei Frost und Schnee noch dekorative Aspekte. Die Früchte sind etagenartig entlang der Stängel angeordnet, was der Staude eine architektonische Qualität verleiht und sie zu einem perfekten Element für herbstliche Gartengestaltungen macht. Ihre Form und Farbe erinnern an kleine Laternen, die das Gartenbild auch an trüben Tagen erhellen.
Nach dieser detaillierten Betrachtung der Pflanzeneigenschaften wenden wir uns den praktischen Anwendungen im Garten zu, bei denen die Lampionblume 'Gigantea' ihre Stärken voll ausspielt.
Kreative Verwendungsmöglichkeiten
Die vielseitige Lampionblume 'Gigantea' bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Garten und darüber hinaus, die von ihrer dekorativen Natur und robusten Konstitution profitieren. Ob als lebendiger Gartenschmuck oder als Material für kreative Gestaltungen – diese Staude bereichert viele Bereiche mit ihrem unverwechselbaren Charakter. Ihre besonderen Eigenschaften eröffnen Gartenfreunden ein breites Spektrum an Gestaltungsideen, die über das reine Beet hinausgehen.
Als Schnitt- und Dekorationspflanze
Die Lampionblume 'Gigantea' wird häufig als Schnittpflanze geschätzt, da ihre lang haltbaren Fruchtstände sich hervorragend für Sträuße und Trockengestecke eignen. Die knallorangenen Lampionfrüchte sind ein herbstliches Highlight auf der Terrasse und können in Vasen oder als Teil von herbstlichen Kränzen verwendet werden. Für die Vase schneidet man die Stiele am besten, wenn die Lampions voll ausgefärbt sind, aber noch fest geschlossen erscheinen; sie halten dann wochenlang und behalten ihre Farbe. Auch als Trockenblume ist die Staude ideal: Man bindet kleine Büschel zusammen und hängt sie kopfüber an einem luftigen, dunklen Ort auf, wo sie langsam trocknen, ohne ihre Form zu verlieren. Diese getrockneten Zweige lassen sich wunderbar in Tischgestecken oder Kränzen verarbeiten und bringen auch im Haus den Charme des Herbstes ins Zimmer.
Für Wildstaudenpflanzungen und Gartenecken
In Wildstaudenpflanzungen oder abgelegenen Gartenecken kann sich die Lampionblume 'Gigantea' ungehindert entfalten, wo ihr starker Ausbreitungsdrang nicht stört. Hier bildet sie mit der Zeit dichte, üppige Bestände, die im Herbst wie ein orangefarbenes Meer leuchten und Insekten sowie Vögeln Nahrung und Deckung bieten. Solche Pflanzungen eignen sich besonders für naturnahe Gärten, in denen die Pflanzen sich selbst überlassen bleiben dürfen und sich nach ihren natürlichen Neigungen entwickeln können. Die Staude passt gut zu anderen robusten, ausdauernden Gewächsen, die ähnliche Standortansprüche haben und sich gegen ihre Ausläufer behaupten können. Diese Verwendung nutzt die Vitalität der Pflanze optimal aus, ohne dass der Gärtner ständig eingreifen muss, um sie in Schach zu halten.
Ein Platz am Komposthaufen
Ein besonders guter Platz für die Lampionblume 'Gigantea' ist um oder am Komposthaufen, wo sie von den nährstoffreichen Ausläufen profitiert und gleichzeitig mit ihrem üppigen Wuchs den Bereich optisch aufwertet. Hier kann sie sich ungehemmt ausbreiten, ohne andere Beetpflanzen zu bedrängen, und bildet einen lebendigen, grünen Rahmen für den Kompost. Die tiefreichenden Rhizome lockern zudem den Boden auf und tragen zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Im Herbst sorgen die orangen Lampions für einen freundlichen Akzent in einer oft funktionalen Gartenecke und machen den Kompostbereich zu einem attraktiven Element. Diese Platzierung ist praktisch und ästhetisch zugleich und zeigt, wie sich Nutz- und Ziergarten harmonisch verbinden lassen.
Um die Wirkung der Lampionblume 'Gigantea' noch zu steigern, lohnt es sich, über passende Begleitpflanzen nachzudenken, die ihre Vorzüge unterstreichen.
Passende Pflanzpartner für Physalis alkekengi
Die richtige Gesellschaft kann die Wirkung der Lampionblume 'Gigantea' im Beet enorm verstärken und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Bei der Auswahl von Pflanzpartnern sollte man sowohl ästhetische Aspekte wie Farbkontraste und Wuchshöhen als auch praktische Erwägungen wie ähnliche Standortansprüche und Konkurrenzverhalten berücksichtigen. Gut gewählte Begleiter helfen, die Ausbreitung der starkwüchsigen Staude zu kontrollieren und schaffen ein ausgewogenes Pflanzarrangement.
Kombination mit Starkwachsern
Da die Lampionblume 'Gigantea' selbst zu den Starkwachsern zählt, empfiehlt es sich, sie mit anderen kräftigen Stauden zu kombinieren, die sich gegen ihre Ausläufer behaupten können. Gaißmayer nennt als passende Begleiter Beinwell (Symphytum grandiflorum) und Meerrettich (Armoracia rusticana) als Kombination mit anderen Starkwachsern. Der Beinwell, auch Wallwurz genannt, bildet mit seinen großen, rauen Blättern und den hübschen Glockenblüten einen schönen Kontrast zu den feineren Strukturen der Physalis. Der Meerrettich bringt mit seinen imposanten Blättern und der würzigen Wurzel nicht nur eine kulinarische Note, sondern auch eine robuste Präsenz, die der Lampionblume standhält. Beide Partner bevorzugen ähnliche frische, nährstoffreiche Böden und können in sonnigen bis halbschattigen Lagen gut gedeihen, was sie zu idealen Gefährten macht.
Weitere harmonische Begleiter
Neben den genannten Starkwachsern gibt es weitere Stauden, die sich ausgezeichnet als Pflanzpartner für die Lampionblume 'Gigantea' eignen und ein abwechslungsreiches Beetbild schaffen. Dazu zählen beispielsweise Greiskraut, Kerzen-Goldkolben (Ligularia-Hybride 'Zepter'), Kleiner Kaukasus-Beinwell, Wallwurz (Symphytum grandiflorum) und Rauling (Trachystemon orientalis). Der Kerzen-Goldkolben mit seinen leuchtend gelben, kerzenförmigen Blütenständen setzt im Hochsommer einen spektakulären Farbakzent, der wunderbar mit den später erscheinenden orangen Lampions harmoniert. Der Rauling beeindruckt im Frühjahr mit blauen Blüten und großen, herzförmigen Blättern, die den Boden gut bedecken und so Unkraut unterdrücken. Diese Kombinationen sorgen für eine lange Blütezeit und abwechslungsreiche Texturen im Beet, die das ganze Jahr über interessant bleiben.
Mit den passenden Nachbarn gepflanzt, benötigt die Lampionblume 'Gigantea' nur noch wenig Pflege, um gesund und attraktiv zu bleiben.
Pflegeleicht und winterhart
Die Lampionblume 'Gigantea' gilt als pflegeleichte Staude, die bei richtiger Standortwahl und einigen grundlegenden Maßnahmen viele Jahre Freude bereitet. Ihre Robustheit und Winterhärte machen sie zu einer zuverlässigen Gartenbewohnerin, die auch weniger erfahrene Gärtner erfolgreich kultivieren können. Dennoch lohnt es sich, einige spezifische Pflegehinweise zu beachten, um Probleme wie übermäßige Ausbreitung oder Frostschäden zu vermeiden.
Gießen und Düngen
In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst sollte die Lampionblume 'Gigantea' regelmäßig gegossen werden, um den Boden gleichmäßig feucht zu halten, besonders in trockenen Perioden. Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden, da die Rhizome dann faulen könnten; eine gute Drainage ist daher essenziell. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem ausgewogenen organischen Dünger wie Kompost oder Hornspänen, der in den Boden eingearbeitet wird und die Pflanze mit Nährstoffen für die kommende Saison versorgt. Eine zweite, leichte Düngung nach der Blüte kann die Fruchtbildung unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig, da die Staude auf nährstoffreichen Böden auch ohne zusätzliche Gaben gut zurechtkommt. Übermäßiges Düngen sollte vermieden werden, da es zu weichem, mastigem Wuchs führen kann, der anfälliger für Krankheiten ist.
Schnitt und Ausbreitungskontrolle
Ein Rückschnitt der Lampionblume 'Gigantea' erfolgt am besten im späten Winter oder frühen Frühjahr, wenn die alten Triebe handbreit über dem Boden abgeschnitten werden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Die trockenen Fruchtstände können jedoch den ganzen Winter über als Dekoration stehen bleiben und bieten zudem Vögeln Schutz und Nahrung. Um die starke Ausbreitung durch Ausläufer zu kontrollieren, ist der Einsatz einer Wurzelsperre sinnvoll, insbesondere in gemischten Beeten, wo die Physalis andere Pflanzen verdrängen könnte. Alternativ kann man die Staude besser im Topf kultivieren, wo ihr Wuchs natürlich begrenzt ist und sie leichter zu handhaben ist. Regelmäßiges Ausgraben von unerwünschten Rhizomen im Frühjahr hilft ebenfalls, die Bestände in Grenzen zu halten und eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.
Überwinterung der Lampionblume 'Gigantea'
Die Lampionblume 'Gigantea' ist mit einer Winterhärtezone Z6, entsprechend etwa -23,3 °C bis -17,8 °C, gut winterhart und übersteht normale deutsche Winter problemlos. In rauen Gegenden oder bei Kahlfrost empfiehlt sich ein leichter Winterschutz aus Laub oder Reisig, der um die Basis der Pflanze gelegt wird, um die Rhizome vor extremen Temperaturschwankungen zu schützen. Die oberirdischen Teile sterben im Herbst ab und bieten keinen Schutz, daher ist es wichtig, den Wurzelbereich zu isolieren. Im Topf kultivierte Pflanzen sollten an einer geschützten Hauswand überwintert oder mit Vlies umwickelt werden, um das Durchfrieren des begrenzten Erdvolumens zu verhindern. Im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, kann der Winterschutz entfernt werden, um den neuen Austrieb nicht zu behindern.
Abschließend werfen wir einen Blick auf einige interessante Hintergrundinformationen, die das Verständnis für diese besondere Staude vertiefen.
Wissenswertes über die Lampionblume
Über die rein gärtnerischen Aspekte hinaus bietet die Lampionblume 'Gigantea' einige faszinierende Details, die ihre Kulturgeschichte und botanischen Besonderheiten beleuchten. Diese Hintergrundinformationen helfen, die Pflanze besser einzuordnen und ihre Rolle im Garten wie in der Natur zu verstehen. Von ihrer Giftigkeit bis zu ihrer symbolischen Bedeutung – es gibt viel zu entdecken über diese außergewöhnliche Staude.
Giftigkeit und Handhabung
Es ist wichtig zu wissen, dass die ganze Pflanze der Lampionblume 'Gigantea' als giftig eingestuft wird und in die Giftklasse "+" fällt. Insbesondere die Beeren innerhalb der Lampions enthalten Alkaloide wie Solanin, die bei Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Magenbeschwerden verursachen können. Daher sollte die Staude außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren gepflanzt werden, und bei der Gartenarbeit ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen zu vermeiden. Trotz ihrer Giftigkeit ist die Pflanze unbedenklich, solange man sie nicht isst, und ihre dekorativen Früchte können ohne Sorge berührt werden. Diese Eigenschaft unterstreicht die Bedeutung, Pflanzen mit Respekt zu behandeln und sich über ihre Eigenheiten zu informieren, um einen sicheren Umgang zu gewährleisten. In der traditionellen Medizin wurden Teile der Pflanze zwar verwendet, doch davon ist aufgrund der Giftstoffe abzuraten.
| Name Deutsch: | Lampionblume 'Gigantea'. |
| Name Botanisch: | Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea'. |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, wuchernd, 80 bis 100 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | 80 - 100 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grüne Blattfarbe, eiförmig. |
| Frucht: | ballonartige Früchte. |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände mit orangen Lampionfrüchten, quirlartig, etagenartig, schalenförmig, flach, ausgebreitet. |
| Blütezeit: | Juni. |
| Wurzeln: | Rhizome. |
| Boden: | Frisch, normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig-halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 4 bis 6. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Lampionblume 'Gigantea', botanisch Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea', ist eine faszinierende Staude, die mit ihren charakteristischen orangefarbenen Lampionfrüchten im Herbst für spektakuläre Akzente im Garten sorgt. Ursprünglich aus Ostasien stammend, hat sie sich als robuste und ausdrucksstarke Bereicherung für naturnahe Gärten etabliert. Ihre aufrechte, buschige Wuchsform und die etagenartig angeordneten Blütenstände machen sie zu einem Blickfang, der von Juni bis in den späten Herbst hinein attraktiv bleibt. Portrait der Lampionblume 'Gigantea'Die Lampionblume 'Gigantea' präsentiert sich als vielseitige und auffällige Staude, die durch ihre besonderen Früchte besticht. Sie vereint eine unkomplizierte Natur mit einem markanten Erscheinungsbild, das sie zu einer interessanten Wahl für.... |
Pflanz- und Pflegetipps Physalis alkekengi var. franchettii 'Gigantea' / Lampionblume 'Gigantea'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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