| Wuchs: | Aufrecht, ausladend bis breitausladend, horstbildend, bis 160 cm groß |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m |
| Blatt: | Sommergrün, grün, herförmig |
| Blüte: | Einfach, schwefelgelb, körbchenartig, doldenartiger Blütenstand |
| Blütezeit: | Juli-Oktober |
| Boden: | Normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Winterhart: | Z5 (-28,8°C bis -23,4°C) |
| Pflanzen pro m²: | 3 bis 4 |
| Eigenschaften: |
Kennen Sie schon die Kompasspflanze (Silphium mohrii)? Sie stammt aus den Prärien der USA und kann als Anpassung an intensive Sonnenbestrahlung die vertikalen Blätter in Nord-Süd-Richtung...
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| Wuchs: | Aufrecht, ausladend bis breitausladend, horstbildend, bis 160 cm groß |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m |
| Blatt: | Sommergrün, grün, herförmig |
| Blüte: | Einfach, schwefelgelb, körbchenartig, doldenartiger Blütenstand |
| Blütezeit: | Juli-Oktober |
| Boden: | Normal durchlässig, neutral |
| Standort: | Sonnig |
| Winterhart: | Z5 (-28,8°C bis -23,4°C) |
| Pflanzen pro m²: | 3 bis 4 |
| Eigenschaften: | Kennen Sie schon die Kompasspflanze (Silphium mohrii)? Sie stammt aus den Prärien der USA und kann als Anpassung an intensive Sonnenbestrahlung die vertikalen Blätter in Nord-Süd-Richtung einstellen. Ihre Blattspitzen zeigen danach in Nord-Süd-Richtung, die Blattspreiten weisen nach Osten bzw. Westen. So kam Silphium mohrii auch zum Namen Kompasspflanze. Sie hat einen aufrechten Wuchs und wird bis 160 cm groß, womit sie deutlich kompakter wächst als Silphium laciniatum. Sowohl die Strahlen- als auch die Röhrenblüten sind schwefelgelb, was strahlende Akzente im Garten setzt. Der perfekte Standort liegt in der Sonne, der Boden sollte durchlässig undfeucht sein, aber keine Staunässe aufweisen. Insgesamt ist Silphium laciniatum besonders anspruchslos in der Pflege. Sie werden diese Kompasspflanze lieben! |
- Portrait der Kompasspflanze Silphium mohrii
- Idealer Standort und Bodenansprüche
- Blütenpracht und Laubwerk der Kompasspflanze
- Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
- Harmonische Pflanzpartner für die Kompasspflanze
- Pflegeleicht und winterhart
- Wissenswertes über Silphium mohrii
Die Kompasspflanze (Silphium mohrii) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem markanten Erscheinungsbild und ihrer ungewöhnlichen Anpassungsfähigkeit jeden Garten bereichert. Ursprünglich in den Prärien der USA beheimatet, hat sie sich zu einer beliebten Gartenpflanze entwickelt, die durch ihre aufrechte, ausladende bis breitausladende Wuchsform und ihre leuchtenden schwefelgelben Blüten besticht. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 160 Zentimetern und einem horstbildenden Charakter bietet sie eine kompakte Alternative zu anderen Vertretern ihrer Gattung und eignet sich somit auch für kleinere Gartenanlagen. Ihre lange Blütezeit von Juli bis Oktober sorgt für monatelange Freude und zieht zahlreiche Insekten an.
Portrait der Kompasspflanze Silphium mohrii
Dieser Abschnitt beleuchtet die wesentlichen Merkmale und die Herkunft dieser bemerkenswerten Staude. Von ihren natürlichen Standortbedingungen bis hin zu ihren spezifischen Wuchseigenschaften erhalten Sie hier einen umfassenden Überblick, der die Grundlage für eine erfolgreiche Kultivierung bildet.
Herkunft und Wuchsform
Die Kompasspflanze, botanisch korrekt als Silphium mohrii bezeichnet, stammt aus den weiten Graslandschaften Nordamerikas. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnendurchflutete Prärien, was ihre hohe Toleranz gegenüber intensiver Sonneneinstrahlung erklärt. Die Pflanze bildet breite Horste aus, die sich langsam aber stetig ausdehnen, ohne dabei durch starke Ausläuferbildung lästig zu werden. Dieser horstbildende Wuchs verleiht ihr eine solide, standfeste Präsenz im Beet. Die Stängel wachsen kerzengerade in die Höhe und tragen das charakteristische Laub sowie die später erscheinenden Blütenstände. Mit einer Endhöhe von etwa 160 Zentimetern erreicht sie eine imposante, aber dennoch gut handhabbare Größe, die sie zu einer idealen Hintergrund- oder Mittelgrundpflanze in Staudenrabatten macht. Die Pflanzdichte beträgt in der Regel drei bis vier Exemplare pro Quadratmeter, um einen harmonischen, geschlossenen Bestand zu erzielen.
Die kompakte Alternative
Innerhalb der Gattung Silphium nimmt Silphium mohrii eine besondere Stellung ein, da sie im Vergleich zu ihren Verwandten wie der Durchwachsenen Silphie (Silphium perfoliatum) oder der Gelben Präriesilphie (Silphium laciniatum) deutlich kompakter im Wuchs ist. Diese Eigenschaft macht sie zu einer sehr attraktiven nordamerikanischen Wildart für kleinere Gärten, wo der Platz oft begrenzter ist. Während Silphium laciniatum deutlich größer und ausladender werden kann, bleibt die Kompasspflanze Mohrii überschaubarer und fügt sich besser in durchdachte Pflanzkonzepte ein. Dennoch verliert sie nichts von der Wirkung ihrer größeren Geschwister. Ihre Präsenz ist stattlich, aber nicht überwältigend, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Gartenliebhaber macht, die den typischen Präriecharakter schätzen, aber nicht über unbegrenzten Raum verfügen. Diese kompakte Wuchsform erleichtert auch die Pflege und ermöglicht eine vielfältigere Kombination mit anderen Stauden.
Nachdem wir die grundlegenden Eigenschaften der Kompasspflanze kennengelernt haben, wenden wir uns nun den konkreten Standortanforderungen zu, die für ein gesundes und üppiges Wachstum unerlässlich sind.
Idealer Standort und Bodenansprüche
Die richtige Wahl des Standorts ist entscheidend für die Vitalität und Blühfreude von Silphium mohrii. Als Kind der sonnigen Prärien hat sie bestimmte Ansprüche an Licht und Boden, die es zu berücksichtigen gilt, um ihre volle Schönheit zu entfalten.
Sonnige Exposition für optimale Entwicklung
Die Kompasspflanze ist eine ausgesprochene Sonnenanbeterin. Ein vollsonniger Standort ist für sie nicht nur empfehlenswert, sondern zwingend erforderlich. Nur unter intensiver Sonneneinstrahlung kann sie ihre charakteristische Blattausrichtung entwickeln, bei der die Blätter ihre Spreiten nach Osten und Westen ausrichten und so die namensgebende Kompassfunktion erfüllen. Diese Anpassung minimiert die Mittagshitze auf den Blattoberflächen und optimiert die Lichtausbeute. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Halbschatten oder gar Schatten führen zu verkümmertem Wuchs, schwachen Stängeln und einer deutlich reduzierten Blütenbildung. Die Pflanze sollte zudem windgeschützt, aber nicht luftabgeschlossen stehen, um die Stabilität der hohen Triebe zu gewährleisten und Pilzkrankheiten vorzubeugen. Die Südseite eines Hauses, eine offene Freifläche oder ein nach Süden ausgerichtetes Beet sind perfekte Lokalitäten.
Bodenbeschaffenheit für Silphium mohrii
Der Boden sollte normal durchlässig sein, um einerseits ausreichend Feuchtigkeit zu speichern, andererseits aber Staunässe zu vermeiden, welche die Wurzeln der Kompasspflanze schnell faulen lässt. Ein neutraler pH-Wert wird bevorzugt, wobei leichte Schwankungen in den leicht sauren oder leicht alkalischen Bereich toleriert werden. Schwere, verdichtete Lehmböden sollten vor der Pflanzung unbedingt durch die Einarbeitung von Sand oder feinem Kies aufgelockert und durchlässiger gemacht werden. Umgekehrt profitieren sehr sandige, schnell austrocknende Böden von der Zugabe von reifem Kompost oder humusreicher Gartenerde, um die Wasserhaltefähigkeit zu verbessern. Ein frischer bis feuchter Boden ist optimal, wobei „frisch“ bedeutet, dass der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist. Eine Mulchschicht aus organischem Material hilft in den ersten Jahren, die Bodenfeuchtigkeit zu konservieren und Unkrautwuchs zu unterdrücken. Die Durchlässigkeit ist besonders im Winter wichtig, um Frostschäden an den Wurzeln zu verhindern.
Mit dem passenden Standort im Hintergrund können wir uns nun den ästhetischen Höhepunkten der Pflanze widmen: ihrer bezaubernden Blüte und dem interessanten Laub.
Blütenpracht und Laubwerk der Kompasspflanze
Die visuelle Attraktivität von Silphium mohrii beruht auf der harmonischen Verbindung von leuchtenden Blüten und strukturreichem Laub. Beide Aspekte tragen maßgeblich zum Gartenbild bei und bieten über viele Monate hinweg interessante Anblicke.
Die schwefelgelben Blüten von Silphium mohrii
Ab Juli entfaltet die Kompasspflanze ihre ganze Blütenpracht und setzt damit strahlende Akzente im sommerlichen und herbstlichen Garten. Die Blüten sind einfach aufgebaut und erscheinen in doldenartigen Blütenständen an den Enden der aufrechten Stängel. Jede Einzelblüte ist ein körbchenartiger Blütenstand, der sowohl aus schwefelgelben Röhrenblüten in der Mitte als auch aus ebenso schwefelgelben Strahlenblüten am Rand besteht. Diese einheitliche, intensive Gelbfärbung wirkt aus der Ferne wie kleine Sonnen, die über dem Laub schweben. Die Blütezeit erstreckt sich kontinuierlich bis in den Oktober hinein, was die Pflanze zu einer äußerst wertvollen Spätsommer- und Herbstblüherin macht. Insekten, insbesondere Bienen und Schmetterlinge, werden magisch von diesen nektarreichen Blüten angezogen. Die verblühten Körbchen sollten nicht zu früh entfernt werden, da sie auch im vertrockneten Zustand noch eine interessante Struktur bieten und im Winter mit Raureif überzogen ein malerisches Bild abgeben können.
Das herzförmige Blattwerk
Das Laub der Kompasspflanze ist sommergrün und zeigt eine satte, mittel- bis dunkelgrüne Färbung. Die Blätter sind unverwechselbar herzförmig und sitzen wechselständig an den Stängeln. Ihre Oberfläche ist leicht rau und der Blattrand ist grob gezähnt. Die namensgebende Besonderheit ist ihre Fähigkeit zur Einstellung in Nord-Süd-Richtung. Bei intensiver Sonneneinstrahlung richten sich die Blattstiele so aus, dass die Blattspitzen nach Norden und Süden zeigen, während die breiten Blattspreiten nach Osten und Westen weisen. Diese „Kompass“-Ausrichtung minimiert die direkte Mittagssonne auf der Blattoberfläche und ist eine geniale Anpassung an das prärieartige Leben. Im Herbst verfärbt sich das Laub nicht spektakulär, sondern welkt meist in Grün- oder Brauntönen ab. Dennoch ist die Blattstruktur über die gesamte Vegetationsperiode hinweg ein markantes Gestaltungselement, das auch ohne Blüten für Fülle und Textur im Beet sorgt. Die großen Blätter bilden einen wunderbaren Kontrast zu feinlaubigen Nachbarn wie Gräsern oder Farnen.
Nach der Betrachtung ihrer Schönheit stellt sich die Frage, wie sich diese Staude optimal in die Gartengestaltung integrieren lässt. Die folgenden Abschnitte geben konkrete Anregungen.
Vielfältige Verwendungsmöglichkeiten im Garten
Silphium mohrii ist erfreulich vielseitig einsetzbar und passt sich verschiedenen Gartenstilen und -situationen an. Ihre robuste Natur und ihre ansprechende Optik eröffnen zahlreiche Gestaltungsoptionen.
Als prärieartige Freiflächenbepflanzung
In Anlehnung an ihre Heimat kommt die Kompasspflanze besonders gut in großzügigen, sonnigen Freiflächen zur Geltung. Hier kann sie in Gruppen von drei bis fünf Exemplaren gepflanzt werden, um den natürlichen, horstigen Charakter zu unterstreichen. Kombiniert mit anderen Präriestauden wie Sonnenhut (Rudbeckia), Patagonischem Eisenkraut (Verbena bonariensis) oder Präriegräsern (z.B. Panicum virgatum) entstehen lebendige, naturnahe Pflanzungen, die den ganzen Sommer über blühen und wenig Pflege benötigen. Solche Beete sind nicht nur optisch reizvoll, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie vielen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. Die hohen, aufrechten Stängel von Silphium mohrii geben der Pflanzung Struktur und Höhe, während die gelben Blüten für leuchtende Farbtupfer sorgen. Diese Verwendung entspricht dem Lebensbereich Freifläche an sonniger Stelle auf frischem bis feuchtem Boden.
Am Gehölzrand auf frischem Boden
Eine weitere ideale Verwendung findet die Kompasspflanze am sonnigen Rand von Gehölzgruppen oder Hecken. Hier profitiert sie von der leicht erhöhten Bodenfeuchtigkeit, die oft im Wurzelbereich von Bäumen und Sträuchern herrscht, sofern die Konkurrenz um Wasser nicht zu groß ist. Sie bildet einen harmonischen Übergang zwischen der höheren Gehölzebene und niedrigeren Stauden oder Bodendeckern im Vordergrund. In dieser Position kommt ihr horstiger, aufrechter Wuchs besonders gut zur Geltung, und die Blüten leuchten vor dem dunkleren Hintergrund des Gehölzes intensiv heraus. Diese Pflanzung imitiert den natürlichen Übergang von Wald zu offener Landschaft und entspricht dem Lebensbereich Gehölzrand an sonniger Stelle auf frischem bis feuchtem Boden. Geeignete Begleiter sind hier beispielsweise Waldastern (Aster divaricatus) oder Fingerhut (Digitalis), die ähnliche Standortansprüche teilen.
Silphium mohrii als wertvolle Bienenweide
Neben ihrer dekorativen Funktion erfüllt die Kompasspflanze eine wichtige ökologische Rolle. Sie wird ausdrücklich als Bienenweide geschätzt. Ihre späte und lange Blütezeit fällt in eine Phase, in der das Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten oft schon knapper wird. Die nektarreichen, schwefelgelben Blütenkörbchen werden daher intensiv angeflogen. Eine Pflanzung von Silphium mohrii trägt somit aktiv zur Förderung der Biodiversität im Garten bei. Ideal ist es, sie in einem naturnahen Gartenbereich, einer Blühwiese oder einem insektenfreundlichen Staudenbeet zu integrieren, wo sie gemeinsam mit anderen spätblühenden Arten wie Fetthenne (Sedum) oder Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) für ein durchgängiges Nahrungsangebot sorgt. Diese Verwendung verbindet ästhetischen Genuss mit einem konkreten Beitrag zum Umweltschutz.
Keine Pflanze steht allein im Garten. Die Wahl der richtigen Begleiter kann die Wirkung von Silphium mohrii noch steigern und ein harmonisches Gesamtbild schaffen.
Harmonische Pflanzpartner für die Kompasspflanze
Die Kunst der Gartengestaltung liegt oft in der gelungenen Kombination verschiedener Pflanzen. Silphium mohrii bietet hier viele Möglichkeiten, da ihre gelben Blüten und ihr strukturreiches Laub mit zahlreichen anderen Stauden harmonieren.
Klassische Kombinationen mit Silphium mohrii
Für eine ausgewogene und langlebige Bepflanzung haben sich bestimmte Stauden als besonders geeignete Partner für die Kompasspflanze erwiesen. Die Wild-Aster Aster ageratoides 'Ezo Murasaki' bildet mit ihren violetten Blüten, die ab dem Spätsommer erscheinen, einen wunderbaren Farbkontrast zu dem Schwefelgelb von Silphium mohrii. Gleichzeitig ergänzt ihr lockerer, horstiger Wuchs die aufrechte Form der Kompasspflanze. Die Taglilie Hemerocallis Hybride 'Augustfreude' bringt mit ihren großen, orangefarbenen bis rostroten Blüten im Hochsommer warme Töne ins Spiel und teilt die Vorliebe für sonnige, frische Standorte. Ihr grasartiges Laub bildet einen feinen Texturkontrast zu den herzförmigen Blättern der Silphium. Der Sommer-Phlox Phlox paniculata 'Werner Dittrich' rundet das Ensemble mit seinen dichten, rosavioletten Blütendolden ab, die einen zarten Duft verströmen und zur gleichen Zeit wie die Kompasspflanze blühen. Diese Kombination sorgt für eine lange, abwechslungsreiche Blütenfolge und eine reiche Struktur.
Farbliche Ergänzungen für langjährige Beete
Neben den genannten Klassikern lassen sich viele weitere Stauden erfolgreich mit Silphium mohrii kombinieren. Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) mit seinen pinkfarbenen, kegelförmigen Blütenköpfen bildet einen lebhaften Kontrast und zieht ebenfalls Schmetterlinge an. Riesen-Federgras (Stipa gigantea) oder Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) bringen mit ihren fedrigen Blütenständen Leichtigkeit und Bewegung ins Beet und unterstreichen den Präriecharakter. Für blaue Akzente eignen sich spätblühende Sorten der Bartblume (Caryopteris) oder der Kugeldistel (Echinops ritro). Wichtig bei der Partnerwahl ist, dass alle Pflanzen ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden (frisch, durchlässig) stellen und in ihrer Wuchshöhe und -form zueinander passen. Die Kompasspflanze als hohe, horstbildende Staude bildet oft den Hintergrund oder die Mitte eines Beetes, vor dem niedrigere oder filigranere Arten wie Katzenminze (Nepeta) oder Salbei (Salvia nemorosa) platziert werden können.
Damit die schöne Pflanzung auch lange erhalten bleibt, sind einige grundlegende Pflegemaßnahmen zu beachten. Diese sind bei Silphium mohrii erfreulich unkompliziert.
Pflegeleicht und winterhart
Einer der großen Vorzüge der Kompasspflanze ist ihre Anspruchslosigkeit. Bei Beachtung weniger grundlegender Regeln gedeiht sie viele Jahre lang zuverlässig und benötigt nur minimalen Aufwand.
Wasser- und Nährstoffversorgung
In der Anwachsphase nach der Pflanzung benötigt Silphium mohrii regelmäßige Wassergaben, um ein tiefes und kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln. Danach kommt sie mit den natürlichen Niederschlägen meist gut zurecht, sollte aber in längeren Trockenperioden im Sommer zusätzlich gewässert werden, insbesondere wenn der Boden sehr durchlässig ist. Ziel ist ein gleichmäßig frischer, nicht nasser Boden. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Gedüngt wird sparsam. Im Frühjahr, zum Austriebsbeginn, kann eine Gabe von reifem Kompost oder einem organischen Langzeitdünger für Stauden verabreicht werden. Dies fördert das gesunde Wachstum und die Blühkraft. Eine Überdüngung, insbesondere mit stickstoffbetonten Mitteln, führt hingegen zu mastigem, weichem Wuchs, der anfälliger für Krankheiten ist und die Standfestigkeit beeinträchtigen kann. Die Pflanze ist insgesamt sehr genügsam und kommt auch auf magereren Böden gut zurecht, solange sie genug Sonne erhält.
Rückschnitt und Vermehrung
Ein Rückschnitt ist bei der Kompasspflanze in der Regel zweimal im Jahr sinnvoll. Im Spätherbst oder frühen Winter, nachdem das Laub abgestorben ist, können die trockenen Stängel bodennah abgeschnitten werden. Dies verleiht dem Garten ein ordentliches Winterbild und beugt möglichen Pilzinfektionen vor. Alternativ lässt man die Samenstände und Stängel als Winterstruktur und Vogelfutter stehen und schneidet erst im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem neuen Austrieb, zurück. Dies schützt die Wurzelkrone zusätzlich vor strengem Frost. Eine Vermehrung von Silphium mohrii ist am einfachsten durch Teilung des Horstes im Frühjahr möglich. Dazu wird der ausgegrabene Wurzelstock mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere, mindestens faustgroße Teilstücke mit ausreichend Wurzeln und Triebknospen geteilt. Diese werden sofort wieder eingepflanzt und gut angegossen. Eine Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich, erfordert aber mehr Geduld, da die Samen eine Kälteperiode (Stratifikation) benötigen, um zu keimen.
Überwinterung der Kompasspflanze
Die Kompasspflanze Silphium mohrii ist ausgesprochen winterhart und verträgt Temperaturen bis etwa -29 °C, was der Winterhärtezone Z5 entspricht. In den meisten Regionen Deutschlands benötigt sie daher keinen speziellen Winterschutz. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Herbst ab, und die Pflanze überwintert als ruhende Wurzelknospe (Rhizom) im Boden. In sehr exponierten Lagen oder bei späten, strengen Frösten ohne schützende Schneedecke kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub die Wurzelkrone schützen. Wichtiger als Kälte ist der Schutz vor winterlicher Staunässe, da diese die Wurzeln faulen lassen kann. Ein durchlässiger Boden ist daher der beste Winterschutz. Im Frühjahr treibt die Staude, oft etwas später als andere Pflanzen, zuverlässig wieder aus. Sollte der Austrieb einmal verzögert sein, ist Geduld geboten, da Silphium-Arten generell zu den Spätaustreibern zählen.
Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf einige interessante Hintergrundinformationen, die diese Staude über ihre gärtnerischen Qualitäten hinaus so besonders machen.
Wissenswertes über Silphium mohrii
Jede Pflanze hat ihre Geschichte und ihre Besonderheiten. Bei der Kompasspflanze sind es vor allem ihre einzigartigen Anpassungsmechanismen und ihre Rolle in der botanischen Welt, die sie von anderen Stauden unterscheiden.
Botanische Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Fähigkeit der Blätter, sich nach der Sonne auszurichten, ist ein Phänomen, das in der Botanik als „Kompasspflanzen-Phänomen“ oder Diaheliotropismus bekannt ist. Bei Silphium mohrii ist diese Ausrichtung besonders ausgeprägt und dient der effizienten Nutzung des Lichts und der Minimierung von Hitzestress. Diese Anpassung ist ein Paradebeispiel für die Evolution in offenen, sonnenreichen Lebensräumen. Der botanische Name ehrt vermutlich einen Sammler oder Botaniker namens Mohr, während der deutsche Name „Kompasspflanze“ direkt auf diese besondere Eigenschaft verweist. Innerhalb der Gattung Silphium, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, ist sie eine der kompakteren Arten. Historisch wurden verschiedene Silphium-Arten von indigenen Völkern Nordamerikas genutzt, etwa medizinisch. Für Silphium mohrii sind solche Nutzungen heute nicht mehr gebräuchlich, und die Pflanze gilt als ungiftig. Ihre wahre Stärke liegt in ihrer ornamentalen Wirkung und ihrer ökologischen Wertigkeit als spätblühende Insektennahrungsquelle. Sie steht beispielhaft für die Schönheit und Anpassungsfähigkeit nordamerikanischer Präriepflanzen und bereichert unsere Gärten mit einem Stück Wildnis.
| Name Deutsch: | Kompasspflanze. |
| Name Botanisch: | Silphium mohrii. |
| Wuchs: | Aufrecht, ausladend bis breitausladend, horstbildend, bis 160 cm groß. |
| Wuchshöhe: | bis zu 1,6 m. |
| Blatt: | Sommergrün, grün, herförmig. |
| Blüte: | Einfach, schwefelgelb, körbchenartig, doldenartiger Blütenstand. |
| Blütezeit: | Juli-Oktober. |
| Boden: | Normal durchlässig, neutral. |
| Standort: | Sonnig. |
| Winterhart: | Z5 (-28,8°C bis -23,4°C). |
| Pflanzen pro m²: | 3 bis 4. |
| Eigenschaften: | Kennen Sie schon die Kompasspflanze (Silphium mohrii)? Sie stammt aus den Prärien der USA und kann als Anpassung an intensive Sonnenbestrahlung die vertikalen Blätter in Nord-Süd-Richtung einstellen. Ihre Blattspitzen zeigen danach in Nord-Süd-Richtung, die Blattspreiten weisen nach Osten bzw. Westen. So kam Silphium mohrii auch zum Namen Kompasspflanze. Sie hat einen aufrechten Wuchs und wird bis 160 cm groß, womit sie deutlich kompakter wächst als Silphium laciniatum. Sowohl die Strahlen- als auch die Röhrenblüten sind schwefelgelb, was strahlende Akzente im Garten setzt. Der perfekte Standort liegt in der Sonne, der Boden sollte durchlässig undfeucht sein, aber keine Staunässe aufweisen. Insgesamt ist Silphium laciniatum besonders anspruchslos in der Pflege. Sie werden diese Kompasspflanze lieben!. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Kompasspflanze (Silphium mohrii) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrem markanten Erscheinungsbild und ihrer ungewöhnlichen Anpassungsfähigkeit jeden Garten bereichert. Ursprünglich in den Prärien der USA beheimatet, hat sie sich zu einer beliebten Gartenpflanze entwickelt, die durch ihre aufrechte, ausladende bis breitausladende Wuchsform und ihre leuchtenden schwefelgelben Blüten besticht. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 160 Zentimetern und einem horstbildenden Charakter bietet sie eine kompakte Alternative zu anderen Vertretern ihrer Gattung und eignet sich somit auch für kleinere Gartenanlagen. Ihre lange Blütezeit von Juli bis Oktober sorgt für monatelange Freude und zieht zahlreiche Insekten an. |
Pflanz- und Pflegetipps Silphium mohrii / Kompasspflanze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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