| Wuchs: | Schnittstaude, aufrecht, grundständiger Blattschopf, horstig, bis 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm |
| Blatt: | Sommergrün, herzförmig, zugespitzt, gekerbt, behaart, weich, frischgrün |
| Frucht: | Samen mit Pappus |
| Blüte: | Hellgelb, strahlenförmig, einfach, klein, reichblühend, zierend |
| Blütezeit: | April bis Mai |
| Boden: | Frischer, durchlässiger, sandig-lehmiger, steinreicher Boden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 13 |
| Eigenschaften: |
Das Doronicum orientale (Gemswurz) gehört zu den wenigen, schon im Frühjahr blühenden Stauden. In dieser Zeit erscheinen seine gelb leuchtenden Blüten über dem herzförmigen Blattlaub und machen...
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| Wuchs: | Schnittstaude, aufrecht, grundständiger Blattschopf, horstig, bis 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm |
| Blatt: | Sommergrün, herzförmig, zugespitzt, gekerbt, behaart, weich, frischgrün |
| Frucht: | Samen mit Pappus |
| Blüte: | Hellgelb, strahlenförmig, einfach, klein, reichblühend, zierend |
| Blütezeit: | April bis Mai |
| Boden: | Frischer, durchlässiger, sandig-lehmiger, steinreicher Boden |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 13 |
| Eigenschaften: | Das Doronicum orientale (Gemswurz) gehört zu den wenigen, schon im Frühjahr blühenden Stauden. In dieser Zeit erscheinen seine gelb leuchtenden Blüten über dem herzförmigen Blattlaub und machen Lust auf den kommenden Sommer. Die Pflanze wächst optimal auf einem frischen oder sandigen Boden. Sie stellt hier keine besonderen Ansprüche und ist anpassungsfähig. Einen sonnigen Platz mit genügend Abstand zur nächsten Pflanze (30 cm) und das Gemswurz gedeiht prächtig. Die Staude bietet einem wunderschönen Anblick am Gehölzrand, in Rabatten oder auf Freiflächen. Als Bienenweide lässt sich sie ebenfalls pflanzen. Auch im Grabbereich schenkt es ein äußerst attraktives Bild. Holen Sie sich die gelbe Schönheit als Schnittblume ins Haus. Schneidet man die verblühten Blüten zurück, erhält man eine verlängerte Blühperiode. |
- Doronicum orientale – ein Frühlingsbote mit Leuchtkraft
- Standort und Boden für gesundes Wachstum
- Blüte und Blattwerk der Gemswurz
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für die Gemswurz
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Gemswurz
Die Gemswurz, botanisch Doronicum orientale, zählt zu den ersten frühlingshaften Farbtupfern im Garten und erfreut mit ihren leuchtend gelben Blüten bereits ab April. Diese robuste und anpassungsfähige Staude bildet einen horstigen, aufrechten Wuchs aus und erreicht eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Ihr frischgrünes, herzförmiges Laub und die reichliche Blütenpracht machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für viele Gartenbereiche, vom sonnigen Beet bis zum halbschattigen Gehölzrand.
Doronicum orientale – ein Frühlingsbote mit Leuchtkraft
Als eine der wenigen Stauden, die schon im Frühjahr ihre volle Pracht entfalten, markiert die Gemswurz den Beginn der Gartensaison. Ihre fröhlichen Blütenstände wirken wie kleine Sonnen und kündigen den kommenden Sommer an. In diesem Portrait erfahren Sie alles über die Herkunft, den charakteristischen Wuchs und die besonderen Eigenschaften dieser vielseitigen Pflanze.
Herkunft und Wuchsform der Gemswurz
Die Gemswurz gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in verschiedenen Regionen Europas und Westasiens beheimatet. Sie wächst horstig und bildet einen kompakten, grundständigen Blattschopf aus, aus dem sich die blütentragenden Stängel erheben. Dieser aufrechte Wuchs verleiht der Pflanze eine strukturierte und ordentliche Erscheinung, die sich besonders gut in gestalteten Beeten macht. Die Staude ist sommergrün, das heißt, sie trägt ihr Laub nur während der Vegetationsperiode und zieht es nach der Blüte allmählich ein. Diese Eigenschaft macht sie zu einer idealen Partnerin für später austreibende Sommerstauden, da sie ihnen Platz und Licht lässt.
Wuchshöhe und Habitus
Mit einer maximalen Wuchshöhe von etwa 40 Zentimetern gehört Doronicum orientale zu den mittelhohen bis niedrigen Stauden. Die Pflanze entwickelt sich aus einer basalen Rosette, aus der die langgestielten, herzförmigen Blätter und die blütentragenden Stängel entspringen. Pro Quadratmeter können etwa 13 Pflanzen gesetzt werden, was einem Pflanzabstand von rund 30 Zentimetern entspricht. Dieser Abstand gewährleistet, dass jede Staude genügend Raum für ihre Entwicklung hat und sich die Horste schön ausbreiten können, ohne sich gegenseitig zu bedrängen. Der insgesamt buschige, aber dennoch luftige Habitus verhindert, dass die Pflanze zu massiv wirkt, und sorgt für eine natürliche, leicht wirkende Optik.
Nachdem wir den Wuchs und die Herkunft der Staude betrachtet haben, wenden wir uns nun den Standortansprüchen zu, die für ein gesundes und üppiges Wachstum entscheidend sind.
Standort und Boden für gesundes Wachstum
Die Gemswurz ist eine vergleichsweise anspruchslose Staude, die unter den richtigen Bedingungen jedoch besonders üppig gedeiht und reich blüht. Ein passender Standort und ein geeigneter Boden sind die Grundlage für ihre Vitalität und Langlebigkeit im Garten. Die folgenden Abschnitte erläutern detailliert, welche Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheiten ideal sind.
Der ideale Standort für die Gemswurz
Doronicum orientale bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In der vollen Sonne entwickelt sie die intensivste Blütenfülle, während sie im Halbschatten, beispielsweise am Gehölzrand, ebenfalls gut zurechtkommt und hier oft sogar länger frisch wirkt, da die direkte Mittagssonne fehlt. Ein Platz mit Morgensonne und nachmittäglichem Schatten ist optimal, da die Pflanze so ausreichend Licht für die Photosynthese erhält, ohne unter Hitzestress zu leiden. Wichtig ist, dass der Standort gut belüftet ist, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, aber dennoch vor starken, kalten Winden geschützt liegt. Diese Flexibilität in der Lichtwahl macht die Gemswurz zu einer vielseitig einsetzbaren Staude für unterschiedliche Gartenbereiche.
Bodenansprüche des Doronicum orientale
Der Boden sollte für die Gemswurz frisch, durchlässig und idealerweise sandig-lehmig sein. Frisch bedeutet, dass der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht staunass sein sollte; eine gute Drainage ist entscheidend, um Wurzelfäule zu verhindern. Steinreiche Substrate werden ebenfalls gut vertragen, da sie die Durchlässigkeit fördern und oft mineralische Nährstoffe enthalten. Schwere, tonige Böden sollten durch die Zugabe von Sand oder feinem Kies aufgelockert werden, um die Struktur zu verbessern. Der pH-Wert kann im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen, wobei die Staude hier nicht allzu empfindlich ist. Ein humusreicher Boden, der mit Kompost angereichert wird, unterstützt das Wachstum und die Blühfreudigkeit, da er Nährstoffe und Feuchtigkeit gut speichert.
Mit dem richtigen Standort und Boden als Fundament können wir uns nun den attraktivsten Merkmalen der Pflanze widmen: ihrer bezaubernden Blüte und dem dekorativen Blattwerk.
Blüte und Blattwerk der Gemswurz
Die Hauptattraktion der Gemswurz sind zweifellos ihre hellgelben Blüten, die wie kleine Sonnen im Frühlingsgarten leuchten. Doch auch das Laub hat durch seine Form und Textur einen hohen Zierwert und bildet einen perfekten Kontrast zu den Blüten. In diesem Abschnitt werden beide Aspekte ausführlich beschrieben.
Die Frühlingsblüte des Doronicum orientale
Die Blütezeit der Gemswurz erstreckt sich von April bis Mai, manchmal sogar bis in den frühen Juni hinein, wenn die Witterung günstig ist. Die Blüten sind hellgelb, strahlenförmig und einfach aufgebaut; sie bestehen aus einem Kranz von Zungenblüten, die einen zentralen Scheibenblütenkorb umgeben. Obwohl die einzelnen Blüten klein sind, erscheinen sie in solcher Fülle, dass die Pflanze als reichblühend und ausgesprochen zierend gilt. Die Blütenstände sitzen auf stabilen Stielen über dem Laub und wirken dadurch schwebend und leicht. Ein dezenter Duft ist vorhanden, aber nicht dominant; er lockt jedoch Insekten an und unterstützt so die ökologische Funktion der Pflanze. Durch regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten kann die Blühdauer verlängert werden, da die Energie dann in die Bildung neuer Knospen fließt und nicht in die Samenbildung.
Das Laub der Gemswurz
Das Blattwerk der Gemswurz ist sommergrün, das heißt, es wird im Herbst eingezogen und treibt im nächsten Frühjahr wieder aus. Die Blätter sind herzförmig, an der Spitze zugespitzt und am Rand gekerbt. Sie fühlen sich weich und behaart an, was ihnen eine samtige Textur verleiht. Die Farbe ist ein frisches, lebendiges Grün, das einen schönen Kontrast zu den gelben Blüten bildet und auch nach der Blüte noch dekorativ wirkt. Eine nennenswerte Herbstfärbung tritt bei dieser Art nicht auf; stattdessen vergilbt das Laub allmählich, bevor es abstirbt. Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette und sind lang gestielt, was der Pflanze einen lockeren, natürlichen Habitus verleiht. Diese Blattstruktur macht die Gemswurz auch außerhalb der Blütezeit zu einer attraktiven Bodendeckerin.
Nach der Betrachtung der ästhetischen Merkmale geht es nun um die praktische Seite: Wie und wo lässt sich die Gemswurz am besten im Garten einsetzen?
Verwendung im Garten
Die vielseitige Gemswurz findet in unterschiedlichen Gartenbereichen ihren Platz und bereichert diese mit ihrer frühlingshaften Leuchtkraft. Ob im traditionellen Bauerngarten, als Schnittblume für die Vase oder als ökologisch wertvolle Bienenweide – ihre Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert. Die folgenden Unterabschnitte geben konkrete Anregungen für die Gartengestaltung.
Traditionelle Beet- und Rabattenbepflanzung
Die Gemswurz ist ein unverzichtbarer Bestandteil traditioneller Bauerngärten, Naturgärten und schattiger Staudenrabatten. In Beeten an sonniger Stelle auf frischem Boden entfaltet sie ihre volle Blühkraft und bildet leuchtende Farbtupfer zwischen anderen Frühlingsblühern. Ebenso gut gedeiht sie am Gehölzrand an halbschattiger Stelle auf frischem Boden, wo sie mit ihrem hellen Gelb Licht in schattigere Bereiche bringt. In Rabatten kann sie als Vordergrundpflanze eingesetzt werden, da ihre moderate Höhe von bis zu 40 Zentimetern den Blick auf höhere Stauden nicht versperrt. Durch ihren horstigen Wuchs bildet sie kompakte Gruppen, die sich gut in geometrische Beetformen einfügen lassen, aber auch in naturnahen Pflanzungen einen lockeren Charakter bewahren.
Als Schnittblume und für den Grabbereich
Für die Sorte Doronicum orientale 'Little Leo' wird ausdrücklich eine hervorragende Eignung zum Schnitt hervorgehoben, aber auch andere Sorten und die Art selbst eignen sich gut als Schnittblumen. Die lang haltbaren, leuchtend gelben Blüten bringen frühlingshafte Frische in die Vase und halten sich bei kühler Aufstellung mehrere Tage. Im Grabbereich schenkt die Gemswurz ein äußerst attraktives Bild, da sie mit ihrer anspruchslosen Art und der frühen Blütezeit eine zuverlässige und pflegeleichte Bepflanzung bietet. Sie eignet sich sowohl für Einzelgräber als auch für größere Grabfelder, wo sie in Gruppen gepflanzt werden kann. Die Pflanze ist robust genug, um auch an öffentlichen Orten gut zurechtzukommen, und ihre zurückhaltende Höhe stört die Gesamtoptik nicht.
Die Gemswurz als Bienenweide und Begleiterin
Die Gemswurz wird zusätzlich als Bienenweide ausgewiesen, da ihre pollen- und nektarreichen Blüten früh im Jahr eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten darstellen. Nach der Blüte zieht sich Doronicum allmählich zurück und eignet sich deshalb gut als Begleiterin für austreibende Sommerstauden, denen sie Platz und Licht lässt. Diese Eigenschaft macht sie zu einer idealen Lückenfüllerin in Staudenpflanzungen, wo sie im Frühjahr Farbe bringt und im Sommer diskret im Hintergrund bleibt. Sie kann auch in Freiflächenpflanzungen verwendet werden, insbesondere in Kombination mit Gräsern oder später blühenden Stauden, die dann die Führung übernehmen. Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lichtverhältnisse erweitert die Einsatzmöglichkeiten noch weiter.
Eine gelungene Gartengestaltung lebt von harmonischen Pflanzkombinationen. Welche Stauden und Gehölze sich besonders gut mit der Gemswurz vertragen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Pflanzpartner für die Gemswurz
Die richtige Nachbarschaft kann die Wirkung der Gemswurz im Garten noch steigern und für ein ausgewogenes, ganzjährig attraktives Bild sorgen. Gute Pflanzpartner sollten ähnliche Standortansprüche haben und sich in Farbe, Form oder Blütezeit ergänzen. Im Folgenden werden bewährte Kombinationen vorgestellt, die sowohl ästhetisch als auch praktisch überzeugen.
Klassische Frühlingspartner für Doronicum orientale
Die Gemswurz wird ausdrücklich als guter Partner für Tulpen (Tulipa), Trillium, Waldanemone (Anemone nemorosa) und Funkien (Hosta) beschrieben. Tulpen, mit ihren kräftigen Farben und aufrechten Blüten, bilden einen schönen Kontrast zu den weichen, gelben Blüten der Gemswurz und teilen die gleiche Frühlingsblütezeit. Trillium, auch Dreiblatt genannt, mit seinen exotisch anmutenden Blüten und dreiteiligen Blättern, bringt Struktur in halbschattige Bereiche. Die zarten weißen Blüten der Waldanemone harmonieren perfekt mit dem Gelb der Gemswurz und schaffen eine natürliche, Waldrand-Atmosphäre. Funkien, mit ihrem dekorativen Laub in verschiedenen Grüntönen und Blau-Schattierungen, setzen nach der Blüte der Gemswurz attraktive Akzente und füllen die Lücken, die die einziehende Staude hinterlässt.
Weitere harmonische Kombinationen
Neben den genannten Klassikern wird die Gemswurz auch als vorzüglicher Begleiter für Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) genannt. Das Kaukasus-Vergissmeinnicht besticht mit seinen himmelblauen Blüten, die zeitgleich mit der Gemswurz erscheinen, und seinen herzförmigen, oft silbrig gezeichneten Blättern, die einen reizvollen Texturkontrast bieten. Weitere empfehlenswerte Partner sind Lungenkraut (Pulmonaria), mit seinen gefleckten Blättern und rosa bis blauen Blüten, und Elfenblumen (Epimedium), die mit ihrem zierlichen Wuchs und den frühen Blüten ähnliche Standorte bevorzugen. Auch früh blühende Zwiebelblumen wie Narzissen (Narcissus) oder Schneeglöckchen (Galanthus) ergänzen die Gemswurz hervorragend und verlängern das Frühlingserwachen im Beet. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass alle Partner ähnliche Boden- und Lichtansprüche haben, um Konkurrenz zu vermeiden.
Damit die Gemswurz und ihre Begleiter über viele Jahre gesund und blühfreudig bleiben, sind einige Pflegemaßnahmen wichtig. Diese werden im nächsten Kapitel detailliert erläutert.
Pflege und Überwinterung
Die Gemswurz ist eine pflegeleichte Staude, die bei richtiger Behandlung lange Freude bereitet. Mit ein paar grundlegenden Maßnahmen zu Gießen, Düngen, Schnitt und Überwinterung können Sie sicherstellen, dass die Pflanze vital bleibt und jedes Frühjahr aufs Neue erblüht. Die folgenden Abschnitte führen Sie Schritt für Schritt durch die notwendigen Pflegeschritte.
Gießen und Düngen
Die Gemswurz bevorzugt einen frischen Boden, was bedeutet, dass sie gleichmäßige Feuchtigkeit schätzt, aber keine Staunässe verträgt. In trockenen Frühjahrs- und Sommermonaten sollte daher bei ausbleibendem Regen regelmäßig gegossen werden, idealerweise in den Morgen- oder Abendstunden, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenhumus hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unterdrückt gleichzeitig Unkraut. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr, bevor die Blüte beginnt, mit einem organischen Volldünger oder reifem Kompost, der leicht in die Bodenoberfläche eingearbeitet wird. Eine zweite, leichte Düngung nach der Blüte kann das Einziehen der Pflanze unterstützen, ist aber nicht zwingend notwendig. Übermäßiges Düngen sollte vermieden werden, da es zu mastigem Wuchs und geringerer Blühfreudigkeit führen kann.
Schnitt und Vermehrung der Gemswurz
Für die Gattung Doronicum wird beschrieben, dass vor der Samenbildung verblühte und verwelkte Pflanzenteile entfernt werden sollten, da die Samenbildung den Pflanzen Kraft für die Blüte im Folgejahr rauben kann. Daher ist es ratsam, die verblühten Blütenstände regelmäßig auszuputzen, um die Blühdauer zu verlängern und die Samenbildung zu unterbinden. Nach der Blüte, wenn das Laub allmählich vergilbt, kann die gesamte Pflanze bodennah zurückgeschnitten werden, um Platz für nachfolgende Stauden zu schaffen und Krankheiten vorzubeugen. Die Vermehrung der Gemswurz erfolgt am einfachsten durch Teilung im Frühherbst oder nach der Blüte. Dazu wird der Horst vorsichtig ausgegraben, mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Teile geteilt, die jeweils ausreichend Wurzeln und Triebe haben sollten, und sofort wieder eingepflanzt. Eine Vermehrung durch Samen ist ebenfalls möglich, aber weniger verbreitet, da die Sämlinge oft nicht sortenecht sind.
Überwinterung und Winterschutz
Die Gemswurz ist winterhart bis etwa Zone 5 und übersteht normale mitteleuropäische Winter problemlos ohne besonderen Schutz. In sehr kalten, schneearmen Lagen oder bei späten Frösten im Frühjahr kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub sinnvoll sein, um die jungen Triebe zu schützen. Wichtig ist, dass der Boden im Winter nicht zu nass ist, da dies in Kombination mit Frost zu Wurzelschäden führen kann; daher sollte auf eine gute Drainage geachtet werden. Im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, kann eventueller Winterschutz entfernt werden, um den Neuaustrieb nicht zu behindern. Die Staude treibt dann aus ihrer Überwinterungsknospe am Wurzelstock wieder aus und beginnt den neuen Zyklus. Bei Topfkulturen ist ein geschützter Standort an einer Hauswand oder das Einpacken des Gefäßes mit Noppenfolie empfehlenswert, um den Wurzelballen vor Durchfrieren zu schützen.
Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die kulturhistorische Bedeutung und einige interessante Hintergrundinformationen zur Gemswurz.
Wissenswertes über die Gemswurz
Über die rein gärtnerischen Aspekte hinaus hat die Gemswurz auch eine interessante Geschichte und einige Besonderheiten zu bieten. Von ihrer früheren Verwendung als Heilpflanze bis zur Herkunft ihres Namens gibt es viel zu entdecken. Dieser letzte Abschnitt beleuchtet diese Facetten und rundet das Portrait ab.
Historische Bedeutung und Etymologie
Manche Gemswurz-Arten wurden früher als Heilpflanzen verwendet und dienen heute vor allem als dekorative Bepflanzung in Gärten und Parks. In der Volksmedizin fanden Teile der Pflanze Anwendung bei verschiedenen Beschwerden, allerdings ist diese Nutzung heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Der deutsche Name Gemswurz oder Gämswurz leitet sich vermutlich von der Gämse ab, einem Gebirgstier, das in den natürlichen Verbreitungsgebieten einiger Arten vorkommt, oder bezieht sich auf den wurzelartigen Wurzelstock. Die Gattung wird auch unter dem deutschen Namen Herzlattich geführt, was auf die herzförmigen Blätter anspielt. Der botanische Name Doronicum orientale setzt sich aus dem Gattungsnamen Doronicum, dessen Herkunft unklar ist (möglicherweise von einem arabischen Pflanzenname), und dem Art-Epitheton orientale, das „östlich“ bedeutet und auf die Verbreitung hinweist. Die Pflanze ist nicht als giftig bekannt, was sie auch für Gärten mit Kindern oder Haustieren unbedenklich macht. Ihre Symbolik ist weniger ausgeprägt, aber als Frühlingsbote steht sie allgemein für Erneuerung und Lebensfreude.
| Name Deutsch: | Garten-Gemswurz. |
| Name Botanisch: | Doronicum orientale. |
| Wuchs: | Schnittstaude, aufrecht, grundständiger Blattschopf, horstig, bis 40 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 60 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, herzförmig, zugespitzt, gekerbt, behaart, weich, frischgrün. |
| Frucht: | Samen mit Pappus. |
| Blüte: | Hellgelb, strahlenförmig, einfach, klein, reichblühend, zierend. |
| Blütezeit: | April bis Mai. |
| Boden: | Frischer, durchlässiger, sandig-lehmiger, steinreicher Boden. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 13. |
| Eigenschaften: | Das Doronicum orientale (Gemswurz) gehört zu den wenigen, schon im Frühjahr blühenden Stauden. In dieser Zeit erscheinen seine gelb leuchtenden Blüten über dem herzförmigen Blattlaub und machen Lust auf den kommenden Sommer. Die Pflanze wächst optimal auf einem frischen oder sandigen Boden. Sie stellt hier keine besonderen Ansprüche und ist anpassungsfähig. Einen sonnigen Platz mit genügend Abstand zur nächsten Pflanze (30 cm) und das Gemswurz gedeiht prächtig. Die Staude bietet einem wunderschönen Anblick am Gehölzrand, in Rabatten oder auf Freiflächen. Als Bienenweide lässt sich sie ebenfalls pflanzen. Auch im Grabbereich schenkt es ein äußerst attraktives Bild. Holen Sie sich die gelbe Schönheit als Schnittblume ins Haus. Schneidet man die verblühten Blüten zurück, erhält man eine verlängerte Blühperiode.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Gemswurz, botanisch Doronicum orientale, zählt zu den ersten frühlingshaften Farbtupfern im Garten und erfreut mit ihren leuchtend gelben Blüten bereits ab April. Diese robuste und anpassungsfähige Staude bildet einen horstigen, aufrechten Wuchs aus und erreicht eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern. Ihr frischgrünes, herzförmiges Laub und die reichliche Blütenpracht machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für viele Gartenbereiche, vom sonnigen Beet bis zum halbschattigen Gehölzrand. Doronicum orientale – ein Frühlingsbote mit LeuchtkraftAls eine der wenigen Stauden, die schon im Frühjahr ihre volle Pracht entfalten, markiert die Gemswurz den Beginn der Gartensaison. Ihre fröhlichen Blütenstände wirken wie kleine Sonnen und kündigen den kommenden Sommer an..... |
Pflanz- und Pflegetipps Doronicum orientale / Gemswurz
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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