| Wuchs: | Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, krautig, ausdauernd, bis zu 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, oval, länglich, grün |
| Frucht: | Unscheinbare Nüsschen |
| Blüte: | Rosa, ährig, kerzenförmig, länglich, endstängig, buschig, 2 bis 7 cm lang |
| Blütezeit: | Mai bis August |
| Wurzeln: | Rhizome, schlangenartig gewunden |
| Boden: | Gut durchlässiger, frischer bis feuchter und nährstoffreicher Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 7 |
| Eigenschaften: |
Die Persicaria bistorta (Schlangen-Knöterich) findet sich sowohl auf der Freifläche als auch am Wasserrand zurecht und bevorzugt einen frischen bis feuchten sowie nahrhaften Untergrund. Die...
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| Wuchs: | Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, krautig, ausdauernd, bis zu 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, oval, länglich, grün |
| Frucht: | Unscheinbare Nüsschen |
| Blüte: | Rosa, ährig, kerzenförmig, länglich, endstängig, buschig, 2 bis 7 cm lang |
| Blütezeit: | Mai bis August |
| Wurzeln: | Rhizome, schlangenartig gewunden |
| Boden: | Gut durchlässiger, frischer bis feuchter und nährstoffreicher Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 7 |
| Eigenschaften: | Die Persicaria bistorta (Schlangen-Knöterich) findet sich sowohl auf der Freifläche als auch am Wasserrand zurecht und bevorzugt einen frischen bis feuchten sowie nahrhaften Untergrund. Die aufrecht wachsende Staude wird bis zu 80 cm hoch und entfaltet von Mai bis August hübsche rosafarbene Blüten, die ährig wachsen und auch im Blumestrauß eine tolle Verwendung finden. Aufgrund ihrer besonderen Form erinnern die Blüten an eine Zahnbürste. Da sie über dem Battwerk stehen, sind sie gut zu sehen und in jedem Garten ein toller Blickfang. Die Wurzel dieser Sorte ist gut verzweigt und schlangenartig gewunden, wodurch sie ihren Namen 'Schlangen-Knöterich' erhielt. Die Staude gilt als sehr pflegeleicht. Im Winter kann sie Minusgrade von bis zu -34,4 Grad Celsius tolerieren. |
- Portrait: Wiesen-Knöterich – ein robuster Bewohner feuchter Wiesen
- Der ideale Standort für eine gesunde Entwicklung
- Blütenpracht und Laubwerk der Persicaria bistorta
- Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Garten
- Passende Begleiter für den Wiesen-Knöterich
- Pflegeleicht und winterhart
- Wissenswertes über den Schlangen-Knöterich
Der Wiesen-Knöterich (Persicaria bistorta), auch als Schlangen-Knöterich bekannt, ist eine ausdauernde, krautige Staude, die mit ihrer robusten Art und langen Blütezeit von Mai bis August begeistert. Sie stammt ursprünglich aus Europa und fühlt sich besonders auf frischen bis feuchten Wiesen und an Gewässerrändern wohl. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern und ihren charakteristischen, rosafarbenen Blütenähren ist sie eine Bereicherung für jeden naturnahen Garten.
Portrait: Wiesen-Knöterich – ein robuster Bewohner feuchter Wiesen
Der Wiesen-Knöterich präsentiert sich als vielseitige und anspruchslose Staude, die durch ihre lange Blütezeit und ihre gute Winterhärte besticht. Seine aufrechte, horstbildende Wuchsform macht ihn zu einem zuverlässigen Strukturbildner in Beeten und an Ufern. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf seine Herkunft und seine besonderen Eigenschaften.
Herkunft und Wuchscharakter
Die Persicaria bistorta ist in weiten Teilen Europas heimisch und besiedelt dort vor allem feuchte Wiesen, Bachufer und andere Standorte mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Sie wächst als ausdauernde, krautige Staude, die durch ihre Rhizome über Jahre hinweg am selben Platz verbleibt und sich langsam ausbreitet. Der Wuchs ist aufrecht und horstbildend, wodurch die Pflanze eine kompakte, buschige Form annimmt. Mit einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern erreicht sie eine beachtliche Größe, die sie gut zur Hintergrundbepflanzung oder als Solitär in feuchten Bereichen qualifiziert. Pro Quadratmeter können etwa sieben Pflanzen gesetzt werden, um eine dichte, bodendeckende Wirkung zu erzielen. Die Wurzeln sind als schlangenartig gewundene Rhizome ausgebildet, was der Pflanze auch den Namen Schlangen-Knöterich eingebracht hat. Diese unterirdischen Ausläufer sorgen für eine gute Verankerung und ermöglichen eine langsame, aber stetige Ausbreitung.
Die besonderen Eigenschaften von Persicaria bistorta
Der Wiesen-Knöterich gilt zu Recht als äußerst pflegeleicht und robust. Eine seiner herausragenden Eigenschaften ist die ausgeprägte Winterhärte, die es ihm ermöglicht, Minusgrade von bis zu -34,4 Grad Celsius zu tolerieren. Damit übersteht er auch strenge Winter in unseren Breiten problemlos. Die Staude ist sommergrün, das heißt, sie zieht im Herbst oberirdisch ein und treibt im Frühjahr wieder frisch aus. Ihre Blütezeit erstreckt sich über einen langen Zeitraum von Mai bis August, in dem sie kontinuierlich neue Blütenähren bildet. Die unscheinbaren Früchte in Form von Nüsschen sind für den Gärtner von untergeordneter Bedeutung, da die Vermehrung hauptsächlich über die Rhizome erfolgt. Insgesamt ist der Wiesen-Knöterich eine langlebige und zuverlässige Staude, die auch für Gartenneulinge gut geeignet ist.
Der ideale Standort für eine gesunde Entwicklung
Damit der Wiesen-Knöterich seine volle Pracht entfalten kann, sind die richtigen Standortbedingungen entscheidend. Als typische Feuchtwiesenpflanze hat er spezifische Ansprüche an Licht, Boden und Wasserhaushalt. Ein optimaler Platz garantiert nicht nur ein gesundes Wachstum, sondern auch eine reiche und anhaltende Blüte.
Licht und Exposition
Der Wiesen-Knöterich bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. In voller Sonne entwickelt er die üppigsten Blütenstände, während er im Halbschatten zwar ebenfalls gut gedeiht, aber möglicherweise etwas weniger blütenreich ausfällt. Ein Platz mit mindestens vier bis sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal. Er verträgt auch lichten Schatten unter Gehölzen, solange der Boden ausreichend feucht bleibt. Wichtig ist, dass die Exposition windgeschützt ist, da die langen Blütenstände bei starkem Wind leicht umknicken können. In naturnahen Gärten findet er oft an Teichrändern oder in feuchten Senken einen perfekten Platz, wo er von der reflektierten Helligkeit des Wassers profitiert.
Bodenansprüche des Wiesen-Knöterichs
Der Boden sollte für den Wiesen-Knöterich gut durchlässig, frisch bis feucht und nährstoffreich sein. Staunässe wird zwar kurzfristig toleriert, auf Dauer kann sie jedoch zu Wurzelfäule führen. Ein lehmiger oder toniger Untergrund, der Wasser gut speichert, ohne komplett zu vernässen, ist optimal. Der pH-Wert kann im neutralen bis leicht sauren Bereich liegen, wobei die Pflanze hier relativ tolerant ist. Vor der Pflanzung empfiehlt es sich, den Boden tiefgründig zu lockern und bei Bedarf mit reifem Kompost oder verrottetem Laub anzureichern, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. In trockeneren Lagen muss regelmäßig gewässert werden, um den Boden konstant feucht zu halten. Ein Mulchen mit organischem Material hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und Unkrautwuchs zu unterdrücken.
Blütenpracht und Laubwerk der Persicaria bistorta
Die Attraktivität des Wiesen-Knöterichs liegt nicht nur in seiner Robustheit, sondern vor allem in seinem dekorativen Erscheinungsbild. Sowohl die Blüten als auch das Laub tragen wesentlich zum Charme dieser Staude bei und bieten über viele Monate hinweg interessante Blickfänge.
Die zähneputzende Blüte
Die Blüten des Wiesen-Knöterichs sind sein markantestes Merkmal. Sie erscheinen von Mai bis August in endständigen, ährigen Blütenständen, die eine Länge von zwei bis sieben Zentimetern erreichen können. Die Einzelblüten sind klein und rosa gefärbt, zusammen bilden sie dichte, kerzenförmige Ähren, die buschig über dem Laub thronen. Aufgrund ihrer besonderen Form erinnern sie oft an eine Zahnbürste, was der Pflanze im Volksmund auch den Spitznamen „Zahnbürsten-Knöterich“ eingebracht hat. Die Blütenstände sind kerzenförmig und länglich, sie stehen aufrecht an den Stängeln und sind gut sichtbar. Ein leichter, unaufdringlicher Duft ist vorhanden, lockt aber vor allem Bienen und andere Insekten an, die die Blüten gerne als Nektarquelle nutzen. Die lange Blütezeit wird durch Nachblüten verlängert, wenn Verblühtes regelmäßig entfernt wird.
Das sommergrüne Blattwerk
Das Laub der Persicaria bistorta ist sommergrün, eiförmig bis oval und von einem frischen, mittleren Grün. Die Blätter sind länglich geformt, am Rand glatt und sitzen wechselständig an den Stängeln. Sie erreichen eine Länge von bis zu 15 Zentimetern und sind deutlich geadert, was ihnen eine interessante Textur verleiht. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelblich-braun, bevor es schließlich einzieht. Die Blätter bilden eine dichte Basis, aus der die Blütenstiele emporwachsen, und tragen so zur horstigen, kompakten Wuchsform bei. Auch ohne Blüten ist das Blattwerk dekorativ und füllt Beete und Rabatten zuverlässig aus. Die Blätter sind zudem relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten, was die Pflege weiter vereinfacht.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Garten
Der Wiesen-Knöterich ist eine ausgesprochen vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartenbereichen hervorragend zur Geltung kommt. Ob am Wasserrand, im naturnahen Beet oder als Schnittblume – seine Eigenschaften machen ihn zu einem wertvollen Gestaltungselement.
Am Wasserrand und in naturnahen Beeten
Eine klassische Verwendung für den Wiesen-Knöterich findet sich an Teichufern und in naturnahen Beeten mit ausreichender Feuchtigkeit. Hier kann er seine Vorliebe für feuchte Böden voll ausleben und bildet mit seinem horstigen Wuchs und den rosafarbenen Blütenähren einen harmonischen Übergang zwischen Wasser und Land. Für große Uferrandbepflanzungen auf kühlen, ausreichend feuchten, lehmigen oder tonigen, meist kalkarmen Böden ist er besonders gut geeignet. In naturnahen Gärten oder Bauerngärten fügt er sich perfekt in Staudenpflanzungen ein, wo er mit anderen Feuchtigkeit liebenden Pflanzen um die Wette blüht. Seine Wuchsfreudigkeit und Anspruchslosigkeit machen ihn zu einer Bereicherung für solche Standorte, wo er mit der Zeit dichte Bestände bilden kann.
Als Schnittblume für die Vase
Der Wiesen-Knöterich eignet sich ausgezeichnet als Schnittblume. Seine langen, stabilen Stiele und die haltbaren Blütenähren machen ihn zu einer beliebten Wahl für sommerliche Sträuße. Stauden Stade führt Persicaria bistorta als Schnittpflanze. Geschnitten werden die Blütenstände am besten in den frühen Morgenstunden, wenn sie voll erblüht sind. In der Vase halten sie sich bei regelmäßigem Wasserwechsel bis zu einer Woche frisch. Die zartrosa Farbe harmoniert wunderbar mit anderen Sommerblühern wie Rittersporn oder Glockenblumen und bringt einen natürlichen, luftigen Charme in die Wohnung. Auch als Trockenblume lassen sich die Ähren verwenden, wenn man sie kopfüber an einem dunklen, luftigen Ort trocknet.
In großen Flächen und als Bodendecker
Dank seiner bodendeckenden Eigenschaften und der hohen Pflanzdichte von sieben Pflanzen pro Quadratmeter kann der Wiesen-Knöterich auch zur Begrünung größerer Flächen eingesetzt werden. In feuchten Wiesen oder an sonnigen Hängen, wo der Boden nicht zu trocken wird, bildet er mit der Zeit dichte, grüne Teppiche, die im Sommer mit einem rosa Blütenflor überzogen sind. Diese Eigenschaft macht ihn zu einer idealen Pflanze für extensive Grünflächen, wo er mit minimalem Pflegeaufwand bestehen kann. Auch in Staudenrabatten kann er als Füllpflanze dienen, die Lücken schließt und Unkraut unterdrückt. Seine horstbildende Wuchsform verhindert dabei ein zu aggressives Wuchern, sodass er gut mit anderen Stauden kombinierbar bleibt.
Passende Begleiter für den Wiesen-Knöterich
Die richtige Pflanznachbarschaft kann die Wirkung des Wiesen-Knöterichs noch steigern und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Als typische Feuchtwiesenpflanze passt er besonders gut zu anderen Arten, die ähnliche Standortansprüche haben.
Klassische Partner aus feuchten Wiesen
Zu den natürlichen Begleitern des Wiesen-Knöterichs gehören andere Stauden, die feuchte bis frische Wiesen besiedeln. Auf der Produktseite zu Persicaria bistorta werden als gemeinsam gekaufte und damit naheliegende Begleiter Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Blut-Weiderich (Lythrum salicaria), Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) und Eisenkraut (Verbena bonariensis) genannt. Diese Kombinationen spiegeln die natürlichen Pflanzengesellschaften wider und ergeben lebendige, farbenfrohe Beete. Der Wiesen-Salbei mit seinen blauvioletten Blütenähren kontrastiert schön mit dem Rosa des Knöterichs, während der Blut-Weiderich in ähnlichen Rosa- bis Purpurtönen blüht und so für eine monochrome Wirkung sorgen kann. Die Kuckucks-Lichtnelke bringt mit ihren zerrissenen, rosa Blüten eine verspielte Note ein, und die Acker-Witwenblume lockert mit ihren hellvioletten, kugeligen Blütenständen die Pflanzung auf. Das Eisenkraut mit seinen hohen, luftigen Blütenständen fügt eine vertikale Struktur hinzu.
Edle Kombinationen mit Iris und anderen Stauden
Für anspruchsvollere Gestaltungen bietet sich die Kombination mit edleren Stauden an. Gaißmayer nennt die Sibirische Iris (Iris sibirica) als besonders schöne Kombination zu Bistorta officinalis 'Superba'. Die schlanken, aufrechten Blätter und die eleganten Blüten der Iris bilden einen perfekten Kontrast zu den buschigen Blütenähren des Knöterichs. Auch andere Feuchtigkeit liebende Stauden wie der Weiße Germer (Veratrum album), der Frauenmantel (Achillea) oder der Trichterfarn (Matteuccia struthiopteris) eignen sich als Begleiter. Der Germer mit seinen großen, gefalteten Blättern und hohen Blütenkerzen setzt markante Akzente, während der Frauenmantel mit seinen gelben Blütendolden für helle Farbtupfer sorgt. Der Trichterfarn bringt mit seinem frischgrünen, federartigen Laub eine zarte Textur in die Pflanzung. Solche Kombinationen eignen sich besonders für repräsentative Bereiche im Garten, wo ein durchdachtes Design im Vordergrund steht.
Pflegeleicht und winterhart
Der Wiesen-Knöterich gehört zu den dankbarsten Stauden im Garten, da er nur wenig Pflege benötigt und auch unerfahrene Gärtner nicht überfordert. Mit ein paar grundlegenden Maßnahmen bleibt er über viele Jahre hinweg gesund und blühfreudig.
Gießen und Düngen
Der Wasserbedarf des Wiesen-Knöterichs ist mäßig bis hoch, je nach Standort. An natürlichen Feuchtstandorten wie Teichrändern benötigt er kaum zusätzliche Bewässerung, in trockeneren Beeten sollte jedoch regelmäßig gegossen werden, um den Boden konstant frisch bis feucht zu halten. Staunässe ist jedoch zu vermeiden, da sie die Rhizome faulen lassen kann. Gedüngt wird im Frühjahr mit einer Gabe reifen Komposts oder eines organischen Volldüngers, um das Wachstum und die Blütenbildung zu fördern. Eine zweite, leichte Düngung nach der ersten Blüte kann die Nachblüte anregen. Übermäßiges Düngen ist nicht nötig und kann sogar zu mastigem Wuchs führen, der anfälliger für Krankheiten ist. Im Herbst sollte das Düngen eingestellt werden, damit die Pflanze sich auf die Winterruhe vorbereiten kann.
Schnitt und Vermehrung der Persicaria bistorta
Ein Rückschnitt ist beim Wiesen-Knöterich nicht zwingend erforderlich, kann aber die Blüte verlängern und das Erscheinungsbild verbessern. Verblühte Blütenstände sollten regelmäßig entfernt werden, um die Bildung neuer Blüten anzuregen. Im Herbst, nachdem das Laub eingezogen ist, können die abgestorbenen Pflanzenteile bodennah abgeschnitten werden. Dies verhindert die Ausbreitung von Krankheiten und gibt dem Garten ein sauberes Winterbild. Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Teilung der Rhizome im Frühjahr oder Herbst. Gaißmayer schreibt in den allgemeinen Informationen zu Knöterich, dass die meisten Arten horstig wachsen oder sich durch kurze Ausläufer vermehren. Dazu gräbt man die Pflanze aus, teilt den Wurzelstock mit einem scharfen Messer in mehrere Stücke mit jeweils mindestens einem Trieb und pflanzt diese sofort wieder ein. Eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, aber langwieriger und weniger zuverlässig, da die Sämlinge oft nicht sortenecht sind.
Überwinterung
Der Wiesen-Knöterich ist ausgesprochen winterhart und benötigt in der Regel keinen zusätzlichen Winterschutz. Im Winter kann sie Minusgrade von bis zu -34,4 Grad Celsius tolerieren, sodass sie auch in rauen Lagen problemlos übersteht. In sehr kalten Regionen ohne Schneedecke kann eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub die Rhizome vor extremen Temperaturschwankungen schützen. Wichtig ist, dass der Boden im Winter nicht zu nass ist, da gefrorene Nässe die Wurzeln schädigen kann. Daher sollte bei der Pflanzung auf eine gute Drainage geachtet werden. Im Frühjahr treibt die Staude wieder zuverlässig aus, oft schon bei den ersten warmen Tagen. Eventuelle Frostschäden an jungen Trieben sind selten und regenerieren sich schnell.
Wissenswertes über den Schlangen-Knöterich
Der Wiesen-Knöterich blickt auf eine lange Geschichte zurück, die nicht nur gärtnerische, sondern auch kulturelle und historische Aspekte umfasst. Von seiner Namensgebung bis hin zu seiner früheren Nutzung gibt es viel Interessantes zu entdecken.
Die Pflanze ist unter verschiedenen Namen bekannt, was auf ihre wechselvolle taxonomische Geschichte hinweist. Neben dem deutschen Namen Wiesen-Knöterich oder Schlangen-Knöterich wird sie botanisch als Persicaria bistorta bezeichnet. Auf der Produktseite zu Persicaria bistorta wird Bistorta officinalis ausdrücklich als Synonym genannt. Gaißmayer führt bei Bistorta officinalis 'Superba' den älteren botanischen Namen Polygonum bistorta 'Superbum' als Altbezeichnung an. Gaißmayer erläutert, dass die Knöterich-Arten früher alle zur Gattung Polygonum gerechnet wurden und heute oft in die Gattungen Persicaria, Bistorta, Aconogonon und Fallopia aufgeteilt werden. Der Name „Schlangen-Knöterich“ leitet sich von den schlangenartig gewundenen Rhizomen ab, während „bistorta“ aus dem Lateinischen kommt und „zweimal gedreht“ bedeutet, ebenfalls ein Verweis auf die Wurzelform. Stauden Stade bezeichnet den Wiesen-Knöterich bzw. Bistorta officinalis als Staude des Jahres 2012, was seine Beliebtheit und gärtnerische Wertschätzung unterstreicht.
Historische Bedeutung und Nutzung
Historisch wurde der Wiesen-Knöterich nicht nur als Zierpflanze, sondern auch als Heil- und Nahrungspflanze geschätzt. Nach Gaißmayer wird Knöterich schon lange als Heil- und Nahrungspflanze verwendet; Auszüge aus dem Wurzelstock wurden gegen Durchfallerkrankungen genutzt und junge Blätter sowie Triebe als Frühlingsgemüse verzehrt. Die adstringierenden Eigenschaften der Wurzel machten sie zu einem beliebten Mittel in der Volksmedizin, insbesondere bei Magen-Darm-Beschwerden. Die jungen, zarten Blätter können im Frühjahr ähnlich wie Spinat zubereitet werden und enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. In einigen Regionen wurden die Blüten auch zum Färben von Textilien verwendet, wobei sie einen zarten Rosaton ergaben. Heute steht die gärtnerische Verwendung im Vordergrund, aber die historische Nutzung zeigt, wie vielseitig und wertvoll diese Staude für den Menschen war und ist. Ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit haben sie über die Jahrhunderte hinweg zu einer Konstanten in unseren Gärten und Landschaften gemacht.
| Name Deutsch: | Wiesen-Knöterich . |
| Name Botanisch: | Persicaria bistorta. |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, bodendeckend, horstbildend, krautig, ausdauernd, bis zu 80 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, oval, länglich, grün. |
| Frucht: | Unscheinbare Nüsschen. |
| Blüte: | Rosa, ährig, kerzenförmig, länglich, endstängig, buschig, 2 bis 7 cm lang. |
| Blütezeit: | Mai bis August. |
| Wurzeln: | Rhizome, schlangenartig gewunden. |
| Boden: | Gut durchlässiger, frischer bis feuchter und nährstoffreicher Untergrund. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 7. |
| Eigenschaften: | Die Persicaria bistorta (Schlangen-Knöterich) findet sich sowohl auf der Freifläche als auch am Wasserrand zurecht und bevorzugt einen frischen bis feuchten sowie nahrhaften Untergrund. Die aufrecht wachsende Staude wird bis zu 80 cm hoch und entfaltet von Mai bis August hübsche rosafarbene Blüten, die ährig wachsen und auch im Blumestrauß eine tolle Verwendung finden. Aufgrund ihrer besonderen Form erinnern die Blüten an eine Zahnbürste. Da sie über dem Battwerk stehen, sind sie gut zu sehen und in jedem Garten ein toller Blickfang. Die Wurzel dieser Sorte ist gut verzweigt und schlangenartig gewunden, wodurch sie ihren Namen 'Schlangen-Knöterich' erhielt. Die Staude gilt als sehr pflegeleicht. Im Winter kann sie Minusgrade von bis zu -34,4 Grad Celsius tolerieren.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Der Wiesen-Knöterich (Persicaria bistorta), auch als Schlangen-Knöterich bekannt, ist eine ausdauernde, krautige Staude, die mit ihrer robusten Art und langen Blütezeit von Mai bis August begeistert. Sie stammt ursprünglich aus Europa und fühlt sich besonders auf frischen bis feuchten Wiesen und an Gewässerrändern wohl. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern und ihren charakteristischen, rosafarbenen Blütenähren ist sie eine Bereicherung für jeden naturnahen Garten. Portrait: Wiesen-Knöterich – ein robuster Bewohner feuchter WiesenDer Wiesen-Knöterich präsentiert sich als vielseitige und anspruchslose Staude, die durch ihre lange Blütezeit und ihre gute.... |
Pflanz- und Pflegetipps Persicaria bistorta / Schlangen-Knöterich
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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