| Wuchs: | Aufrecht, horstbildend |
| Wuchshöhe: | 50 - 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grasartig, grün |
| Frucht: | Kapsel |
| Blüte: | Dunkelblau-violett, im Schlund gefleckt und geadert, verzweigter Blütenstand, Sonderformen |
| Blütezeit: | Mai bis Juni |
| Boden: | Durchlässig, nährstoffreich, frisch bis feucht |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: |
Die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' (Wiesen-Iris) setzt mit ihrem interessanten Aussehen aufregende Akzente in Ihren Garten. Die dunkelblau bis violetten Blüten haben eine besondere Form und fallen...
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| Wuchs: | Aufrecht, horstbildend |
| Wuchshöhe: | 50 - 70 cm |
| Blatt: | Sommergrün, grasartig, grün |
| Frucht: | Kapsel |
| Blüte: | Dunkelblau-violett, im Schlund gefleckt und geadert, verzweigter Blütenstand, Sonderformen |
| Blütezeit: | Mai bis Juni |
| Boden: | Durchlässig, nährstoffreich, frisch bis feucht |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 6 |
| Eigenschaften: | Die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' (Wiesen-Iris) setzt mit ihrem interessanten Aussehen aufregende Akzente in Ihren Garten. Die dunkelblau bis violetten Blüten haben eine besondere Form und fallen auf durch ihren gefleckten Schlund mit leichter Äderung. Setzen Sie die pflegeleichte, reichblühende Staude an einen sonnigen Sandort auf frischen Boden im Beet oder auf der Freifläche und nutzen Sie sie gerne auch für einen frischem Blumenstrauß in ihren vier Wänden. Pflanzen Sie die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' einzeln oder in kleinen Tuffs von 1-3 oder bis 5 Stück oder in kleinen Tuffs von 3-5 oder bis 10 Stück und mit 6 Pflanzen pro Quadratmeter. Nehmen Sie einen Rückschnitt abgeblühter Stängel vor. An optimalen Standorten hat die Wiesen-Iris kaum Pflege nötig. Diese tolle Staudenpflanze ist winterhart bis zu -28,8 Grad Celsius. |
- Portrait der Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk von Iris sibirica 'Ruffled Velvet'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Iris sibirica 'Ruffled Velvet'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet'
Portrait der Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet'
Die Wiesen-Iris, botanisch als Iris sibirica 'Ruffled Velvet' bekannt, ist eine beeindruckende Staude, die mit ihren tiefdunkelvioletten Blüten und ihrem eleganten Wuchs jeden Garten bereichert. Diese Sorte wurde bereits 1973 von dem amerikanischen Züchter McEwen entwickelt und hat sich seitdem als robuste und pflegeleichte Schönheit etabliert. Mit einer Wuchshöhe von etwa 60 bis 70 Zentimetern und einer Breite von 40 bis 50 Zentimetern eignet sie sich hervorragend für sonnige Beete und Freiflächen. Ihre aufrechten, horstbildenden Halme tragen die Blüten stolz über dem grasartigen Laub. Die dunkelblau-violetten Blütenblätter, die an Samt erinnern, sind leicht gewellt und verleihen der Pflanze eine edle Note. Besonders charakteristisch ist der gefleckte und geäderte Schlund, der im Kontrast zu den satten Farben eine zusätzliche Tiefe schafft. Diese Iris gehört zu den bartlosen Schwertlilien und ist daher besonders für feuchtere Standorte geeignet. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juni, in denen sie zahlreiche Blüten an verzweigten Stängeln hervorbringt.
Herkunft und Geschichte
Die Sibirische Schwertlilie stammt ursprünglich aus den gemäßigten Zonen Eurasiens und ist in Mitteleuropa vor allem auf feuchten Wiesen und an Gewässerrändern zu finden. Die Sorte 'Ruffled Velvet' wurde in den USA gezüchtet und ist das Ergebnis sorgfältiger Selektion. Der Züchter Currier McEwen, ein renommierter Iris-Experte, hat mit dieser Sorte eine besonders reichblühende und farbintensive Form geschaffen. Seit ihrer Einführung erfreut sich die Sorte großer Beliebtheit in Gärten weltweit, nicht zuletzt wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer eleganten Blütenform. Die heutige Verbreitung in europäischen Gärten ist ein Zeugnis ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimazonen. In den letzten Jahrzehnten hat sich 'Ruffled Velvet' zu einem Klassiker unter den Bartlosen entwickelt und ist aus repräsentativen Staudenpflanzungen nicht mehr wegzudenken.
Wuchs und Erscheinungsbild von Iris sibirica
Die Wiesen-Iris wächst aus einem kurzen, kriechenden Rhizom, das dichte Horste bildet. Im Frühjahr treiben schmale, grasartige Blätter aus, die eine Länge von bis zu 80 Zentimetern erreichen können. Das Laub ist sommergrün und bleibt auch nach der Blüte attraktiv. Die Blütenstängel erscheinen im Mai und sind mehrfach verzweigt, sodass jede Pflanze bis zu einem Dutzend Blüten hervorbringen kann. Die Blüten selbst sind typischerweise bartlos und bestehen aus drei aufrechten Domblättern und drei hängenden Hängeblättern. Bei 'Ruffled Velvet' sind die Domblätter samtviolett und die Hängeblätter etwas dunkler mit einer leichten Wellung. Der Schlund weist eine feine Zeichnung aus Flecken und Adern auf, die wie ein individuelles Muster wirkt. Nach der Blüte bilden sich Kapseln, die die Samen enthalten. Im Herbst färbt sich das Laub gelblich, bevor es einzieht. Die Pflanze erreicht ihre endgültige Höhe von 50 bis 70 cm und kann sich über die Jahre zu einem stattlichen Horst von 40 bis 50 cm Breite entwickeln. An optimalen Standorten kann sie mehrere Jahrzehnte lang gedeihen, ohne an Vitalität zu verlieren.
Standort und Boden
Die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' stellt klare Ansprüche an ihren Standort, die für eine üppige Blüte und gesundes Wachstum entscheidend sind. Ein sonniger Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag ist ideal, um die tiefvioletten Farben zur vollen Entfaltung zu bringen. Im Halbschatten blüht sie zwar auch, aber die Farbintensität lässt nach und die Blütenanzahl ist reduziert. Der Boden sollte frisch bis feucht sein, aber dennoch durchlässig, um Staunässe zu vermeiden, die die Rhizome schädigen könnte. Nährstoffreiche, humose Böden sind optimal; schwere Lehmböden können mit Sand oder Kies verbessert werden. Die Pflanze verträgt auch zeitweise Überflutung, solange das Wasser nicht dauerhaft steht. Vor der Pflanzung lohnt es sich, den Boden mit Kompost anzureichern.
Ansprüche an den Standort der Wiesen-Iris
Für eine optimale Entwicklung bevorzugt die Wiesen-Iris einen vollsonnigen Standort. Im Schatten wächst sie zwar auch, aber die Blüte fällt dann spärlicher aus. Die Sorte 'Ruffled Velvet' profitiert von der Wärme und dem Licht, um ihre Blütenpracht zu entwickeln. Ein geschützter Platz, etwa an einer Mauer oder in der Nähe von Gehölzen, ist nicht notwendig, da die Stängel stabil sind. Allerdings sollte sie nicht Zugluft oder starkem Wind ausgesetzt sein, da die Blüten dann schneller verwelken können. In städtischen Gärten kommt sie gut zurecht, solange die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig ist. Generell ist die Sorte anpassungsfähig, aber der ideale Standort ist offen und sonnig mit mäßiger Luftfeuchtigkeit. Ein Mikroklima mit etwas Windschutz kann die Blühdauer verlängern.
Bodenbeschaffenheit und Pflanzung
Der Boden für Iris sibirica 'Ruffled Velvet' sollte nährstoffreich und humos sein, um die nötigen Nährstoffe für das Wachstum bereitzustellen. Ideal sind frische bis feuchte Lehmböden, die das Wasser gut halten. Sandige Böden können mit Ton oder Kompost angereichert werden, um die Feuchtigkeit zu bewahren. Eine Drainageschicht ist bei schweren Böden empfehlenswert. Die Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr oder Herbst, wobei der Abstand 40 bis 50 Zentimeter betragen sollte, damit sich die Horste gut ausbreiten können. Pro Quadratmeter rechnet man mit etwa sechs Pflanzen. Setzen Sie die Rhizome flach ein, sodass die Oberseite gerade mit Erde bedeckt ist. Ein Rückschnitt der Blätter auf 15 cm erleichtert das Anwachsen. Nach der Pflanzung gut angießen, aber Staunässe vermeiden. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost schützt vor Austrocknung und hält das Unkraut niedrig.
Blüte und Blattwerk von Iris sibirica 'Ruffled Velvet'
Die Blüte der Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' ist ein wahres Kunstwerk der Natur. Jede einzelne Blüte besteht aus drei aufrechten Domblättern, die an Samt erinnern, und drei hängenden Hängeblättern, die ebenfalls tiefviolett gefärbt sind. Die Domblätter zeigen eine samtige Oberfläche, während die Hängeblätter leicht gewellt sind und dadurch eine zusätzliche Textur erhalten. Was diese Sorte besonders auszeichnet, ist die auffällige Leuchtwirkung vor hellem Hintergrund. Im Schlund der Blüte befinden sich dunkle Flecken und feine Adern, die wie eine Zeichnung wirken und die Blüte noch interessanter machen. Die Farbe ist ein sattes Dunkelblau-Violett, das je nach Lichteinfall variiert. Im vollen Sonnenlicht scheint die Blüte fast zu leuchten. Die Blüten erscheinen von Mai bis Juni und halten bei gutem Wetter mehrere Wochen. Die Blütenstängel sind verzweigt und tragen mehrere Blüten, sodass sich die Blütezeit verlängert. Nach der Blüte bleiben die dekorativen Samenkapseln stehen, die auch im Herbst noch einen Reiz bieten.
Die einzigartige Blüte
Die Blüten von Iris sibirica 'Ruffled Velvet' sind nicht nur farblich beeindruckend, sondern auch in ihrer Struktur. Die Domblätter stehen aufrecht und bilden eine Art Krone, während die Hängeblätter elegant nach unten fallen. Der tetraploide Charakter dieser Sorte sorgt für besonders große und robuste Blüten mit einer intensiven Färbung. Die Blütenblätter sind dick und wachsartig, was ihnen eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Regen verleiht. Jede Blüte öffnet sich für zwei bis drei Tage, aber da die Stängel viele Blütenknospen tragen, ist die Pflanze insgesamt etwa drei bis vier Wochen blühend. Der Blütenstand ist verzweigt, sodass die Blüten auf unterschiedlichen Höhen erscheinen und ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Besonders schön ist der Kontrast zu den hellen Staubgefäßen, die aus der Mitte der Blüte ragen. Auch ohne Duft zieht die Blüte viele Bienen und Hummeln an, die sich an den Pollen laben. Im Garten sorgt sie für lebendige Farbtupfer, die auch aus der Ferne gut sichtbar sind.
Blattwerk und Winteraspekt
Das Laub der Wiesen-Iris ist grasartig und schmal, mit einer Länge von bis zu 80 cm. Die Blätter sind frischgrün und bilden dichte Horste, die auch ohne Blüten eine schöne Struktur bieten. Im Frühjahr treiben sie früh aus und sind dann ein Zeichen des nahenden Frühlings. Im Sommer dominieren sie das Beet mit ihrer aufrechten Form. Im Herbst vergilben die Blätter langsam und werden braun, bevor sie absterben. Die Pflanze ist sommergrün, das Laub bleibt bis zum ersten Frost erhalten. Auch im Winter können die vertrockneten Blätter und die Samenkapseln einen reizvollen Anblick bieten, vor allem wenn Raureif sie überzieht. Allerdings sollte man die alten Blätter im zeitigen Frühjahr zurückschneiden, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen und Krankheiten vorzubeugen. Der Winteraspekt ist eher unscheinbar, aber die Struktur der Horste bleibt erhalten. Insgesamt ist das Blattwerk ein zuverlässiger Hintergrund für die prachtvollen Blüten.
Verwendung im Garten
Die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' ist eine vielseitige Staude, die in verschiedenen Gartenbereichen eingesetzt werden kann. Ihre hohe Blütenpracht und ihr kompakter Wuchs machen sie zu einer wertvollen Bereicherung für sonnige Beete, Rabatten und Freiflächen. Auch in naturnahen Gärten am Teichrand oder auf feuchten Wiesen kommt sie gut zur Geltung. Besonders reizvoll ist sie in Gruppenpflanzungen von drei bis fünf Stück, wo ihre Blüten als Farbtupfer wirken. Sie lässt sich aber auch als Solitärpflanze einsetzen, um einzelne Akzente zu setzen. Die Sorte eignet sich hervorragend für Steinanlagen, wo sie zwischen Steinen oder Kieseln für einen kontrastreichen Blickfang sorgt. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Schnittblume, die in der Vase bis zu einer Woche hält. Die dunklen Blüten harmonieren mit vielen anderen Blütenfarben und lassen sich vielseitig kombinieren. Auch in Bauerngärten ist sie ein traditioneller Bestandteil.
Gruppenpflanzung und Einzelstellung
In Gruppen von drei bis fünf Pflanzen entfaltet 'Ruffled Velvet' ihre volle Wirkung. Die dunkelvioletten Blüten setzen sich deutlich von der Umgebung ab und schaffen Blickpunkte. Für eine größere Fläche können auch bis zu zehn Stück pro Quadratmeter gepflanzt werden, um ein dichtes Blütenmeer zu erzeugen. Als Einzelstellung eignet sich die Iris besonders in Vorgärten oder an repräsentativen Stellen, wo ihre edle Erscheinung zur Geltung kommt. Der Abstand sollte etwa 40 cm betragen, damit sich die Horste ausbreiten können. In Kombination mit niedrigen Bodendeckern oder Gräsern entsteht ein harmonisches Bild. Auch in Kübeln auf der Terrasse kann man sie kultivieren, dann aber mit ausreichendem Winterschutz. Die Einzelstellung betont die Blütenform und die Farbtiefe, während Gruppenpflanzungen die Leuchtkraft erhöhen.
Als Schnittblume
Die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' eignet sich hervorragend als Schnittblume. Die Blüten sind lange haltbar und behalten in der Vase bis zu zehn Tage ihre Frische. Geschnitten wird am besten, wenn die unterste Knospe gerade aufgeht. Die Stiele schräg anschneiden und in lauwarmes Wasser stellen. Durch regelmäßigen Wasserwechsel verlängert sich die Haltbarkeit. Die dunklen Blüten harmonieren mit hellen Blüten wie Rosen oder Pfingstrosen, aber auch mit Gräsern und Farnen. In Bouquets setzen sie intensive Farbakzente und wirken besonders edel. Die Blüten sind auch zum Trocknen geeignet, indem man die Stiele kopfüber aufhängt. Als Schnittblume bringen sie ein Stück Sommergarten ins Haus.
Die Wiesen-Iris in Steinanlagen
In Steinanlagen und Kiesbeeten kommt die Wiesen-Iris besonders gut zur Geltung. Der Kontrast zwischen den dunklen Blüten und dem hellen Stein ist äußerst reizvoll. Die Sorte 'Ruffled Velvet' gedeiht in durchlässigen, nährstoffreichen Böden, wie sie in Steingärten üblich sind. Wichtig ist eine ausreichende Bewässerung, da der Boden dort schneller austrocknet. In Kombination mit niedrigen Polsterstauden und Steingartenpflanzen entsteht ein natürliches Bild. Die Iris kann auch in Felsspalten gepflanzt werden, wo ihre Wurzeln Halt finden. Sie lockert die strenge Struktur von Steinanlagen auf und bringt Farbe ins Spiel. Besonders wirkungsvoll ist sie entlang von Trockenmauern oder vor großen Steinen.
Pflanzpartner für Iris sibirica 'Ruffled Velvet'
Die richtigen Pflanzpartner können die Schönheit der Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' noch unterstreichen und für abwechslungsreiche Gartenbilder sorgen. Ein besonders gelungener Partner ist die weiß blühende Sorte Iris sibirica 'White Swirl', deren klare, helle Blüten einen faszinierenden Kontrast zu den tiefvioletten Blüten von 'Ruffled Velvet' bilden. Auch andere Stauden mit ähnlichen Standortansprüchen eignen sich gut, etwa Astilben oder Taglilien. Die Kombination aus dunklen und hellen Farbtönen erzeugt Spannung und Tiefe. Wichtig ist, dass die Partner ähnliche Boden- und Lichtbedürfnisse haben, also sonnige bis halbschattige Standorte mit frischem, nährstoffreichem Boden bevorzugen. Auch Gräser wie das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) oder die Japan-Segge (Carex morrowii) können die Iris gut begleiten. In naturnahen Pflanzungen am Teichrand gesellen sich Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) oder Schachtelhalm (Equisetum) hinzu, die die Feuchtigkeit lieben.
Kombination mit weiß blühenden Sorten
Die Kombination von 'Ruffled Velvet' mit weißen Sorten wie Iris sibirica 'White Swirl' ist ein Klassiker. Die kühlen Weißtöne heben die violette Farbe hervor und lassen sie noch intensiver wirken. Auch weiße Rosen, beispielsweise Rosa 'Schneewittchen', oder weißes Schleierkraut (Gypsophila paniculata) sind gute Begleiter. Die Blütezeiten sollten sich überschneiden, also von Mai bis Juni. Ein weiterer Vorteil: Weiße Blüten reflektieren das Licht und sorgen für eine natürliche Beleuchtung im Beet. Auch nach der Blüte bleiben die Blätter der Partner interessant. Die weißen Blüten setzen zudem die Form der Irisblüten gut in Szene. Für eine romantische Atmosphäre kann man die Kombination mit pastellfarbenen Stauden wie Pfingstrosen oder Mohn ergänzen.
Harmonische Nachbarn am Teichrand
Am Teichrand oder in feuchten Beeten gedeiht die Wiesen-Iris prächtig. Hier eignen sich als Partner Sumpf-Iris (Iris pseudacorus) in Gelb, Blutweiderich (Lythrum salicaria) oder Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis palustris). Die Kombination aus Violett, Gelb und Blau wirkt sehr natürlich. Auch Farne wie der Straußenfarn (Matteuccia struthiopteris) bieten mit ihren Wedeln einen schönen Kontrast zum grasartigen Laub der Iris. Achten Sie darauf, dass die Partner nicht zu wuchskräftig sind und die Iris überwuchern. Regelmäßiges Teilen hält die Bestände vital. Eine Mulchschicht aus Rindenhäcksel unterdrückt Unkraut und hält die Feuchtigkeit. So entsteht ein pflegeleichter, aber üppiger Teichrand.
Pflege und Überwinterung
Die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' ist eine sehr pflegeleichte Staude, die mit minimalem Aufwand jahrelang Freude bereitet. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die ihre Gesundheit und Blühfreudigkeit fördern. Nach der Blüte sollten die verblühten Stängel zurückgeschnitten werden, um die Samenbildung zu verhindern und die Pflanze zu entlasten. Ein Rückschnitt des Laubs im Herbst oder zeitigen Frühjahr beugt Pilzkrankheiten vor, da die alten Blätter oft als Überwinterungsort für Schaderreger dienen. Eine Düngung im Frühjahr mit Kompost oder einem organischen Staudendünger unterstützt das Wachstum. Teilung alle drei bis fünf Jahre hält die Pflanze vital und blühfreudig, da ältere Horste zur Vergreisung neigen. Die winterharte Sorte benötigt in der Regel keinen Winterschutz, verträgt aber eine Mulchschicht in rauen Lagen.
Rückschnitt und Düngung
Der Rückschnitt der Wiesen-Iris erfolgt am besten nach der Blüte, wenn die Blütenstängel welken. Schneiden Sie diese bodennah ab, um die Pflanze zu entlasten. Das Laub sollte erst im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden, wenn die neuen Blätter sprießen. Dabei werden die alten Blätter etwa handbreit über dem Boden abgeschnitten. Eine Düngung mit Kompost im März gibt einen guten Start. Alternativ kann man einen Volldünger mit geringem Stickstoffanteil verwenden, um übermäßiges Blattwachstum zu vermeiden. Überdüngung führt zu weichem Gewebe und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten. Eine zweite Düngung nach der Blüte mit Kalium stärkt die Rhizome für den Winter. Wichtig: Nicht zu spät im Jahr düngen, da sonst der Austrieb nicht mehr ausreift.
Teilung und Verjüngung
Alle drei bis fünf Jahre sollte die Wiesen-Iris geteilt werden, um sie zu verjüngen. Im Frühjahr oder Spätsommer werden die Horste mit einem Spaten gestochen und in faustgroße Stücke geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens ein bis zwei Triebe und intakte Wurzeln haben. Die alten, schwachen Rhizomteile werden entfernt. Die frischen Teilstücke werden an einem neuen Standort oder zurück ins Beet gepflanzt. Die Pflanzung erfolgt flach, damit die Rhizome genug Sonne bekommen. Nach der Teilung gut wässern. Diese Maßnahme verhindert die Verkahlung der Horstmitte und erhält die Blühfreudigkeit. Zehn bis zwölf Wochen nach der Teilung kann man die ersten neuen Blüten erwarten.
Winterhärte von Iris sibirica
Die Sorte 'Ruffled Velvet' ist bis zu -28,8 °C winterhart, was sie für nahezu alle mitteleuropäischen Gärten geeignet macht. Dennoch kann in extrem rauen Lagen ein leichter Winterschutz sinnvoll sein. Eine Abdeckung mit Laub oder Reisig schützt die Rhizome vor Frost. Vor allem in Kübeln sollte die Iris frostfrei überwintern oder mit Vlies geschützt werden. Staunässe im Winter vermeiden, da die Rhizome faulen können. In schneearmen Wintern ist eine Mulchschicht vorteilhaft. Im Frühjahr den Schutz rechtzeitig entfernen, damit die Pflanze ungehindert austreiben kann. Frostschäden sind selten, aber bei Austriebsschäden die betroffenen Blätter entfernen.
Wissenswertes über die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet'
Die Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet' ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine Pflanze mit interessanten botanischen Eigenschaften. Ihr tetraploider Chromosomensatz verleiht ihr besonders große und robuste Blüten. Der Name 'Ruffled Velvet' bezieht sich auf die leicht gewellten Hängeblätter, die an Samt erinnern. Im Vergleich zu anderen Sibirischen Schwertlilien zeichnet sie sich durch eine besonders intensive Färbung aus. Die Sorte ist auch unter dem Synonym 'Ruffled Velvet' bekannt, es gibt keine weiteren gebräuchlichen Synonyme. Sie ist nicht giftig und daher für Gärten mit Kindern oder Haustieren geeignet.
Botanische Besonderheiten
Die tetraploide Natur von 'Ruffled Velvet' bedeutet, dass sie vier Chromosomensätze besitzt, was sich in größeren Zellen und üppigeren Blüten äußert. Diese Sorte ist damit ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Züchtung von Iris sibirica. Die Blütenstruktur mit den markanten Flecken im Schlund dient als Wegweiser für Bestäuber. Die Pflanze vermehrt sich sowohl durch Samen als auch durch Rhizomteilung, wobei die Nachkommen aus Samen nicht sortenecht sind. Die Wiesen-Iris ist ein wichtiger Bestandteil der Feuchtwiesenflora und bietet Lebensraum für Insekten. Ihre Rhizome enthalten ätherische Öle, die in der Naturheilkunde verwendet werden, aber in Gärten spielt das keine Rolle. Insgesamt ist 'Ruffled Velvet' eine lohnenswerte Bereicherung für jeden Gartenliebhaber, der auf der Suche nach einer pflegeleichten und dennoch außergewöhnlichen Staude ist.
| Name Deutsch: | Wiesen-Iris. |
| Name Botanisch: | Iris sibirica 'Ruffled Velvet'. |
| Wuchs: | Aufrecht, horstbildend. |
| Wuchshöhe: | 50 - 70 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, grasartig, grün. |
| Frucht: | Kapsel. |
| Blüte: | Dunkelblau-violett, im Schlund gefleckt und geadert, verzweigter Blütenstand, Sonderformen. |
| Blütezeit: | Mai bis Juni. |
| Boden: | Durchlässig, nährstoffreich, frisch bis feucht. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 6. |
| Eigenschaften: | Die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' (Wiesen-Iris) setzt mit ihrem interessanten Aussehen aufregende Akzente in Ihren Garten. Die dunkelblau bis violetten Blüten haben eine besondere Form und fallen auf durch ihren gefleckten Schlund mit leichter Äderung. Setzen Sie die pflegeleichte, reichblühende Staude an einen sonnigen Sandort auf frischen Boden im Beet oder auf der Freifläche und nutzen Sie sie gerne auch für einen frischem Blumenstrauß in ihren vier Wänden. Pflanzen Sie die Iris sibirica 'Ruffled Velvet' einzeln oder in kleinen Tuffs von 1-3 oder bis 5 Stück oder in kleinen Tuffs von 3-5 oder bis 10 Stück und mit 6 Pflanzen pro Quadratmeter. Nehmen Sie einen Rückschnitt abgeblühter Stängel vor. An optimalen Standorten hat die Wiesen-Iris kaum Pflege nötig. Diese tolle Staudenpflanze ist winterhart bis zu -28,8 Grad Celsius.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der Wiesen-Iris 'Ruffled Velvet'Die Wiesen-Iris, botanisch als Iris sibirica 'Ruffled Velvet' bekannt, ist eine beeindruckende Staude, die mit ihren tiefdunkelvioletten Blüten und ihrem eleganten Wuchs jeden Garten bereichert. Diese Sorte wurde bereits 1973 von dem amerikanischen Züchter McEwen entwickelt und hat sich seitdem als robuste und pflegeleichte Schönheit etabliert. Mit einer Wuchshöhe von etwa 60 bis 70 Zentimetern und einer Breite von 40 bis 50 Zentimetern eignet sie sich hervorragend für sonnige Beete und Freiflächen. Ihre aufrechten, horstbildenden Halme tragen die Blüten stolz über dem grasartigen Laub. Die dunkelblau-violetten Blütenblätter, die an Samt erinnern, sind leicht gewellt und verleihen der Pflanze eine edle Note. Besonders charakteristisch ist der gefleckte und geäderte Schlund, der im Kontrast zu den satten Farben eine zusätzliche Tiefe schafft. Diese Iris gehört zu den.... |
Pflanz- und Pflegetipps Iris sibirica 'Ruffled Velvet' / Wiesen-Iris
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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