| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 40 cm |
| Blatt: | Wintergrün, grüne Blattfarbe, handförmig |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände, schalenförmig, sternförmig |
| Blütezeit: | Februar - Mai |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkhaltig |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 40 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 40 cm |
| Blatt: | Wintergrün, grüne Blattfarbe, handförmig |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände, schalenförmig, sternförmig |
| Blütezeit: | Februar - Mai |
| Wurzeln: | Horstbildend |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkhaltig |
| Standort: | Sonnig-halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9 |
- Portrait der Christrose 'Anna ®'
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Christrose 'Anna ®'
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Helleborus x nigercors 'Anna ®'
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes & Hintergrund zu Christrose 'Anna ®'
Portrait der Christrose 'Anna ®'
Die Christrose 'Anna ®' (Helleborus x nigercors 'Anna ®') ist eine besondere Züchtung, die sich durch ihre frühe Blüte und ihr wintergrünes Laub auszeichnet. Sie gehört zu den Hybriden der Gattung Helleborus und vereint Eigenschaften ihrer Elternarten – der Christrose (Helleborus niger) und der Korsischen Nieswurz (Helleborus argutifolius). Diese Kreuzung verleiht ihr eine robuste Natur und eine verlängerte Blütezeit, die von Dezember bis März reicht. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern und einem horstbildenden Wuchs eignet sie sich hervorragend für die Gartengestaltung in der kalten Jahreszeit. Die Staude ist eine Bereicherung für jeden Garten, der auch im Winter nicht auf Blüten verzichten möchte.
Botanische Einordnung
Helleborus x nigercors 'Anna ®' ist ein selektierter Cultivar, der aus der Kreuzung zwischen Helleborus niger und Helleborus argutifolius hervorgegangen ist. Die Gattung Helleborus gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und umfasst etwa 20 Arten, die vor allem in Südosteuropa und Kleinasien verbreitet sind. Die Hybride x nigercors vereint die Winterhärte und die frühe Blüte der Christrose mit der Robustheit und dem kräftigen Laub der Korsischen Nieswurz. Der Sortenname 'Anna' erinnert an die Züchterin oder eine nahestehende Person – eine gärtnerische Tradition, um wertvolle Selektionen zu ehren. Die eingetragene Marke ® zeigt, dass es sich um eine geschützte Sorte handelt, die nur durch lizenzierte Vermehrung verbreitet werden darf. Im Handel wird sie oft als winterblühende Christrose angeboten, die sich durch ihre Langlebigkeit auszeichnet.
Wuchs und Erscheinungsbild
Die Christrose 'Anna ®' wächst buschig und horstbildend, wobei sie im Laufe der Jahre immer dichtere Polster entwickelt. Die einzelnen Triebe entspringen einem kurzen, verzweigten Rhizom und tragen grundständige Blätter, die eine Höhe von etwa 30 bis 40 Zentimetern erreichen. Der Wuchs ist kompakt und aufrecht, sodass die Pflanze auch in kleineren Beeten oder Kübeln gut zur Geltung kommt. Die Blätter sind handförmig geteilt, von dunkelgrüner Farbe und ledriger Konsistenz – Merkmale, die auf die Robustheit der Art hinweisen. Im Winter bleibt das Laub wintergrün und verleiht auch in der kalten Jahreszeit Struktur im Beet. Die Stiele sind kräftig und tragen die Blütenstände, die sich über dem Laub erheben. Mit einer Pflanzdichte von 6 bis 9 Pflanzen pro Quadratmeter entsteht ein geschlossener Bestand, der Unkraut unterdrückt und einen natürlichen Bodenschutz bietet.
Standort und Boden
Für eine optimale Entwicklung benötigt Helleborus x nigercors 'Anna ®' einen Standort, der ihren natürlichen Ansprüchen gerecht wird. Die Staude gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Platz, wobei sie in voller Sonne reichlicher blüht, während im Halbschatten das Laub länger frisch bleibt. Der Boden sollte frisch, gut durchlässig und kalkhaltig sein – eine Mischung, die Helleborus-Arten bevorzugen, da sie empfindlich auf Staunässe reagieren. Eine leichte Hanglage oder eine Mulchschicht aus Kies kann helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren und die Wurzeln vor Nässe zu schützen. In zu schweren, lehmigen Böden empfiehlt es sich, Sand oder groben Kies unterzumischen, um die Drainage zu verbessern.
Helleborus x nigercors 'Anna ®' Standortansprüche
Licht spielt eine entscheidende Rolle für die Blühfreudigkeit dieser Christrose. An einem sonnigen Standort öffnet sie ihre Blüten bereits im Dezember und blüht bis in den März hinein, während sie im tiefen Schatten eher spät und spärlich blüht. In der Natur besiedeln viele Helleborus-Arten lichte Wälder und Gebüschränder – die Hybride 'Anna' ist an diese Bedingungen angepasst. Der ideale Standort erhält daher morgendliche oder abendliche Sonne, während die Mittagssonne im Sommer nicht zu grell sein sollte. In Regionen mit sehr heißen Sommern ist ein halbschattiger Platz unter lichten Gehölzen oder an einer Nordostseite ideal. Die Pflanze zudem ist windgeschützt zu setzen, da starke Winde die Blüten und das Laub beschädigen können.
Bodenbeschaffenheit und Pflanzung
Der Boden für Helleborus x nigercors 'Anna' sollte tiefgründig und humusreich sein, um ein gutes Wurzelwachstum zu ermöglichen. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist optimal, wobei kalkhaltige Böden bevorzugt werden. Bei der Pflanzung wird das Pflanzloch etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ausgehoben und mit einer Mischung aus Gartenerde, Kompost und etwas Kalk angereichert. Der Wurzelballen sollte nicht zu tief gesetzt werden – die Oberseite des Ballens endet knapp unter der Erdoberfläche, um Fäulnis zu vermeiden. Nach dem Einpflanzen wird gründlich gewässert, und eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Laub hält die Feuchtigkeit im Boden. Die beste Pflanzzeit ist der Spätsommer oder frühe Herbst, damit die Pflanze bis zum Winter gut einwurzeln kann.
Blüte und Blattwerk der Christrose 'Anna ®'
Die Christrose 'Anna ®' begeistert mit einer langen Blütezeit, die mitten im Winter beginnt. Ihre Blüten sind nicht nur früh, sondern auch außergewöhnlich schön: Weißliche, leicht grün überlaufene Kelchblätter umgeben eine dichte Krone gelber Staubgefäße. Diese zarte Farbe harmoniert perfekt mit dem dunkelgrünen Laub und setzt leuchtende Akzente in der kargen Winterlandschaft. Die Blüten erscheinen in Doldenrispen, jede Einzelblüte ist schalen- bis sternförmig und hat einen Durchmesser von etwa 5 bis 8 Zentimetern. Sie öffnen sich allmählich von Dezember bis März, sodass über Wochen hinweg immer neue Blüten den Hort beleben. Die Blütenblätter sind dick und ledrig, was sie widerstandsfähig gegen Frost und Schnee macht.
Blütenansatz und Blütenfarbe
Anders als bei vielen anderen Frühlingsblühern entstehen die Blütenanlagen der Christrose bereits im Spätsommer des Vorjahres. Sie überwintern als kleine Knospen und entfalten sich bei einsetzender milder Witterung. Die Blütezeit kann sich je nach Klima von Februar bis Mai erstrecken, wobei die Hauptblüte im Februar und März liegt (Blütezeit: Februar – Mai). Die Farbgebung ist besonders reizvoll: Die Blüten sind anfangs reinweiß und nehmen mit zunehmendem Alter einen leichten Grünton an, besonders an der Blütenblattbasis. Diese Färbung verleiht den Blüten eine bemerkenswerte Tiefe und wirkt im Garten sehr edel. Die Staubgefäße sind gelb und bilden einen attraktiven Kontrast zum weißen Kelch. Nach der Bestäubung entwickeln sich Fruchtkapseln, die im Sommer aufspringen und die Samen freigeben – ein natürlicher Vermehrungsweg, den man im Garten nutzen kann.
Laub und Wintergrüneigenschaft
Das Laub der Christrose 'Anna' ist ein weiteres herausragendes Merkmal. Die dunkelgrünen, handförmigen Blätter sind wintergrün, bleiben also auch in den kalten Monaten erhalten und bieten Struktur, wenn andere Stauden kahl sind. Die Blätter sind ledrig und von einer festen Konsistenz, die sie widerstandsfähig gegen Frost und Schneelasten macht. Sie entspringen direkt dem Wurzelstock und bilden eine grundständige Rosette, die den Boden bedeckt. Im Laufe der Jahre kann das Laub etwas unordentlich wirken, da ältere Blätter absterben und neue nachwachsen. Ein Rückschnitt der alten, vertrockneten Blätter im Frühjahr fördert die Neubildung frischer Blätter und verhindert Pilzkrankheiten. Aufgrund der Winterhärte (Zone Z3) übersteht die Pflanze auch strenge Fröste unbeschadet – die Blätter sind bis in den Winter hinein grün und dienen als Untergrund für die frühen Blüten.
Verwendung im Garten
Die Christrose 'Anna ®' ist eine vielseitige Staude, die in vielen Gartensituationen eingesetzt werden kann. Ihre frühzeitige Blüte macht sie zu einem wertvollen Blickfang in der kargen Jahreszeit, und ihr wintergrünes Laub sorgt ganzjährig für Struktur. Ob in Beeten, Rabatten oder Kübeln – sie fügt sich harmonisch ein und setzt Akzente. Besonders in Kombination mit anderen frühblühenden Stauden und Zwiebelblumen entstehen reizvolle Arrangements, die den Frühlingsanfang zelebrieren. Die Pflanze eignet sich auch als Bodendecker unter lichten Gehölzen, wo sie mit der Zeit dichte Horste bildet. In Steingärten oder auf Trockenmauern kommt ihre Natürlichkeit besonders zur Geltung.
Winter- und Vorfrühlingsbeete
In Beeten, die speziell für die Winter- und Vorfrühlingszeit gestaltet sind, ist die Christrose 'Anna' eine unverzichtbare Komponente. Zusammen mit anderen Winterblühern wie Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) oder Winterling (Eranthis hyemalis) entstehen farbenfrohe Szenen, die auch bei Schnee und Kälte Freude bereiten. Die weißen, leicht grünlichen Blüten der Christrose harmonieren perfekt mit den leuchtend gelben Blüten der Winterlinge oder den zarten weißen Glocken der Schneeglöckchen. Auch Heidekrautgewächse (Erica carnea) und Silberblätter (Lunaria) sind gute Partner. Die Christrose kann als Solitär oder in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen gesetzt werden, um ihre Wirkung zu steigern. Aufgrund ihrer Größe von 40 cm eignet sie sich für die mittlere Beetebene, während niedrige Partner vor ihr und höhere Gehölze hinter ihr stehen sollten.
Christrose 'Anna ®' im Stein- und Schattenbereich
In Steingärten und an halbschattigen Standorten zeigt die Christrose 'Anna' ihre Vielseitigkeit. Ihr kompakter, horstbildender Wuchs passt gut zwischen größere Steine, und ihr Laub kontrastiert schön mit feinem Kies oder Splitt. Besonders an einer Ost- oder Westseite eines Hauses, wo sie Morgen- oder Nachmittagssonne erhält, gedeiht sie prächtig. In schattigen Lagen unter Bäumen oder Sträuchern ist sie als Unterpflanzung geeignet, da sie mit wenig Licht auskommt und das herabfallende Herbstlaub als natürlichen Mulch nutzt. Allerdings sollte der Standort nicht vollständig dunkel sein, da sonst die Blüte ausbleibt. Hier eignet sich eine Kombination mit Funkien (Hosta), Farnen und Elfenblumen (Epimedium). Die Christrose bringt Farbe in den Schatten, wenn andere Stauden noch in der Ruhephase sind.
Kombination mit Gehölzen
Die Christrose 'Anna' ist eine ideale Begleiterin für Gehölze, die im Winter kahl sind. Sie kann als flächige Unterpflanzung von Laubbäumen wie Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder Stechpalme (Ilex aquifolium) verwendet werden, aber auch unter Rhododendren und Azaleen macht sie eine gute Figur. Die Blütezeit der Christrose überschneidet sich mit der Blüte von Zaubernuss (Hamamelis) und Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), sodass man ein harmonisches Gesamtbild schaffen kann. Wichtig ist, dass die Gehölze nicht zu dicht stehen und ausreichend Licht durchlassen. Ein Abstand von 40 bis 50 cm zu den Gehölzwurzeln gibt der Christrose genügend Raum für ihre Wurzeln. Auch im Kübel auf der Terrasse kann man die Christrose mit kleinen Gehölzen kombinieren, zum Beispiel mit einem Spindelstrauch (Euonymus fortunei) oder einer Kriechmispel (Cotoneaster dammeri).
Pflanzpartner für Helleborus x nigercors 'Anna ®'
Bei der Wahl der Pflanzpartner kommt es darauf an, die besonderen Eigenschaften der Christrose 'Anna' zu betonen und zu ergänzen. Ihre weißen Blüten und das dunkle Laub lassen sich wundervoll mit anderen frühblühenden Stauden und Zwiebelblumen kombinieren. Wichtig ist, dass die Partner ähnliche Standortansprüche haben: frischer, kalkhaltiger Boden und sonnige bis halbschattige Lage. Vor allem Pflanzen, die ebenfalls im Winter oder zeitigen Frühjahr blühen, sind ideal, um die Blütenpracht zu steigern. Aber auch sommergrüne Partner, die später im Jahr dominieren, können ein stimmiges Gesamtbild ergeben, wenn sie die Christrose nicht überwuchern.
Frühblüher als Begleiter
Zu den besten Partnern zählen die Klassiker unter den Frühblühern: Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Krokusse (Crocus tommasinianus) und Winterlinge (Eranthis hyemalis). Sie blühen etwa zeitgleich mit der Christrose und ergänzen ihre weiße Farbe durch zarte Gelb- und Violetttöne. Auch die Blausternchen (Scilla siberica) und die Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) sind hervorragende Begleiter, die mit ihren blauen Blüten für Kontraste sorgen. Eine weitere Option sind die Lenzrosen (Helleborus orientalis-Hybriden), die ebenfalls von Februar bis April blühen und in vielen Farben erhältlich sind. So kann man ein Beet mit verschiedenen Helleborus-Arten gestalten, das über viele Wochen blüht. Bei der Pflanzung sollte man darauf achten, dass die Zwiebelblumen nicht zu dicht an die Christrose gesetzt werden, da diese mit ihrem Laub den Raum beansprucht. Ein Abstand von 10–15 cm genügt meist.
Schattenstaude für harmonische Kontraste
Für die Zeit nach der Blüte der Christrose und als ganzjährige Begleitung im Halbschatten eignen sich Schattenstauden wie Funkien (Hosta), Elfenblumen (Epimedium) und Farne (Dryopteris). Sie treiben erst im Frühling aus und nehmen dann den Platz ein, den die Christrose nicht mehr voll ausfüllt. Funkien mit ihren großen Blättern in Grün- oder Blautönen bilden einen schönen Kontrast zum fein gefiederten Laub der Christrose. Elfenblumen blühen im April/Mai mit zarten, gelben oder roten Blüten und haben ebenfalls wintergrünes Laub, sodass sie das Beet auch im Winter beleben. Farne wie der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) bringen eine luftige Struktur und vertragen den Schatten gut. Wichtig ist, dass diese Stauden nicht zu dicht an die Christrose gepflanzt werden, da sie sonst ihre Wuchsform beeinträchtigen. Ein Abstand von 30–40 cm ist empfehlenswert.
Pflege und Überwinterung
Die Christrose 'Anna' ist eine pflegeleichte Staude, die mit wenig Aufwand viele Jahre Freude bereitet. Dennoch gibt es einige grundlegende Maßnahmen, die ihre Gesundheit und Blühfreudigkeit fördern. Dazu gehören die richtige Bewässerung, eine angepasste Düngung und ein gelegentlicher Rückschnitt. Die Überwinterung bereitet in den meisten Regionen keine Probleme, da die Pflanze winterhart bis Zone Z3 ist. Besonders wichtig ist die Vermeidung von Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann. Mit einer guten Bodenvorbereitung und einem geeigneten Standort ist die Christrose sehr robust.
Bewässerung und Düngung
Während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer benötigt die Christrose gleichmäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie am besten morgens oder abends mit kalkhaltigem Wasser, da die Pflanze Kalk liebt. Im Winter sollte nur bei anhaltender Trockenheit gegossen werden, da die Pflanze dann weniger Wasser verdunstet. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden – deshalb ist ein gut durchlässiger Boden so wichtig. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem organischen Volldünger oder Kompost, der leicht in den Boden eingearbeitet wird. Eine zweite Düngung im Sommer mit einem kaliumbetonten Dünger fördert die Blütenbildung für das nächste Jahr. Hornspäne oder Rosenlangzeitdünger sind ebenfalls gut geeignet. Auf stickstoffbetonte Dünger sollte man verzichten, da sie das Laubwachstum auf Kosten der Blüten fördern.
Schnittmaßnahmen
Ein Rückschnitt der Christrose dient vor allem der Gesunderhaltung und der ästhetischen Wirkung. Im zeitigen Frühjahr, bevor die neuen Blüten erscheinen, werden die alten, vertrockneten oder kranken Blätter bodennah abgeschnitten. Das verhindert die Ausbreitung von Pilzkrankheiten wie der Schwarzen Blattfleckenkrankheit (Coniothyrium hellebori) und gibt den neuen Blättern und Blüten Raum. Auch nach der Blüte können die verblühten Stängel entfernt werden, um die Samenbildung zu unterdrücken, falls keine Selbstaussaat gewünscht ist. Die Samenstände sind aber auch dekorativ und dienen Vögeln als Nahrung, daher kann man sie bis zum Herbst stehen lassen. Alle abgeschnittenen Pflanzenteile sollten entfernt werden, um Krankheitserregern keine Überwinterungsmöglichkeit zu bieten. Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht notwendig, da die wintergrünen Blätter erhalten bleiben.
Winterhärte der Christrose 'Anna ®'
Die Winterhärte der Christrose 'Anna' ist mit der Zone Z3 angegeben, was bedeutet, dass sie Temperaturen bis etwa -40 °C standhält. Damit ist sie für nahezu alle deutschen Gärten ausreichend winterhart. Dennoch sollte man in extremen Lagen einen Winterschutz erwägen, etwa durch eine Laubabdeckung oder ein Vlies, um die Blätter vor Frosttrocknis zu schützen. Besonders gefährdet sind die Blütenknospen, wenn strenge Fröste ohne Schneedecke auftreten. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost oder Stroh schützt die Wurzeln und hält den Boden gleichmäßig feucht. In Kübeln ist ein Winterschutz notwendig, da der Wurzelballen leichter durchfriert. Der Topf sollte mit Jute oder Noppenfolie umwickelt und auf eine isolierende Unterlage gestellt werden. Gießen Sie im Winter an frostfreien Tagen, aber sparsam.
Wissenswertes & Hintergrund zu Christrose 'Anna ®'
Die Christrose 'Anna' hat eine interessante botanische Herkunft und eine Reihe von Besonderheiten, die sie zu einer empfehlenswerten Staude machen. Sie ist eine Hybride aus der Kreuzung zwischen Helleborus niger und Helleborus argutifolius, die erstmals in den 1970er Jahren gezüchtet wurde. Der Name 'Anna' geht vermutlich auf die Züchterin oder eine weibliche Person der Züchterfamilie zurück. Die Sorte ist geschützt und wird von spezialisierten Gärtnereien vermehrt. Sie ist nicht nur schön, sondern auch giftig – wie alle Helleborus-Arten enthält sie Herzglykoside, die bei Verzehr zu Vergiftungen führen können. Daher sollte man sie nicht in der Nähe von Kinderspielflächen pflanzen. Im Volksmund wird sie auch als Christrose oder Schneerose bezeichnet, obwohl dieser Name eigentlich der Art Helleborus niger vorbehalten ist.
Herkunft und Züchtungsgeschichte
Die Kreuzung von Helleborus niger und Helleborus argutifolius erfolgte mit dem Ziel, eine winterblühende, robuste und langlebige Hybride zu schaffen. Helleborus niger, die klassische Christrose, blüht in milden Wintern bereits ab Dezember, ist aber anfällig für Blattkrankheiten. Helleborus argutifolius, die Korsische Nieswurz, blüht etwas später und hat dickere, stachelig gezähnte Blätter. Die Hybride x nigercors vereint die frühe Blüte der einen mit der Robustheit der anderen. Die Sorte 'Anna' wurde wegen ihrer besonders großen Blüten und der dunkelgrünen Blätter selektiert. Sie ist seit den 1990er Jahren im Handel und hat sich als eine der besten winterblühenden Stauden etabliert. Gartenliebhaber schätzen sie vor allem für ihre Zuverlässigkeit und die ausdauernde Blüte. Wer einmal eine Christrose 'Anna' im Garten hat, möchte auf diese frühe Farbenpracht nicht mehr verzichten.
| Name Deutsch: | Christrose 'Anna ®'. |
| Name Botanisch: | Helleborus x nigercors 'Anna ®'. |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 40 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 40 cm. |
| Blatt: | Wintergrün, grüne Blattfarbe, handförmig. |
| Blüte: | Einfache, weiße Blütenstände, schalenförmig, sternförmig. |
| Blütezeit: | Februar - Mai. |
| Wurzeln: | Horstbildend. |
| Boden: | Frisch, gut durchlässig, kalkhaltig. |
| Standort: | Sonnig-halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 6 bis 9. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der Christrose 'Anna ®'Die Christrose 'Anna ®' (Helleborus x nigercors 'Anna ®') ist eine besondere Züchtung, die sich durch ihre frühe Blüte und ihr wintergrünes Laub auszeichnet. Sie gehört zu den Hybriden der Gattung Helleborus und vereint Eigenschaften ihrer Elternarten – der Christrose (Helleborus niger) und der Korsischen Nieswurz (Helleborus argutifolius). Diese Kreuzung verleiht ihr eine robuste Natur und eine verlängerte Blütezeit, die von Dezember bis März reicht. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 Zentimetern und einem horstbildenden Wuchs eignet sie sich hervorragend für die Gartengestaltung in der kalten Jahreszeit. Die Staude ist eine Bereicherung für jeden Garten, der auch im Winter nicht auf Blüten verzichten möchte. Botanische EinordnungHelleborus x nigercors 'Anna ®' ist ein selektierter Cultivar, der aus der Kreuzung zwischen Helleborus niger und Helleborus.... |
Pflanz- und Pflegetipps Helleborus x nigercors 'Anna ®' / Christrose 'Anna ®'
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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