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Wald-Veilchen

Viola reichenbachiana

Viola reichenbachiana (Wald-Veilchen) P9 im Topf mit violetten Blüten und grünen, herzförmigen Blättern
Viola reichenbachiana (Wald-Veilchen) mit violetter Blüte in Nahaufnahme, fünf Blütenblätter mit feiner Zeichnung.
Viola reichenbachiana / Wald-Veilchen, Topfpflanzen mit violetten Blüten und grünen Blättern im Anzuchttopf
Viola reichenbachiana / Wald-Veilchen mit violetten Blüten und herzförmigen grünen Blättern als bodendeckender Bestand
Sommergrün
Violett
Halbschattig
April - Juni
bis zu 20 cm
ab 4,25 €
Wuchs: Kissenartig/ausläuferbildend, bis 20 cm hoch
Wuchshöhe: bis zu 20 cm
Blatt: Sommergrün, grün, eiförmig
Frucht: Kapselfrucht
Blüte: Einfacher, violetter Blütenstand, einblütig
Blütezeit: April-Juni
Boden: Gut durchlässig, neutral
Standort: Halbschattig
Winterhart: Z6 (-23,3°C bis -17,8°C)
Pflanzen pro m²: 16 bis 25
Eigenschaften:
Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) entdeckt man häufig unter Laubbäumen. Es handelt sich um eine sich selbst versamende Art, die insbesondere in naturnahen Gärten schön aussieht. Wichtig...
ist, dass das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) einen halbschattigen Platz im Garten hast. Der Boden sollte gut durchlässig und neutral sein. Gut zu wissen: Anders als Waldveilchen den Eindruck machen, sind sie recht robust. Vorsicht nur vor stauender Nässe – hier droht Stängelgrundfäule.
Wuchs: Kissenartig/ausläuferbildend, bis 20 cm hoch
Wuchshöhe: bis zu 20 cm
Blatt: Sommergrün, grün, eiförmig
Frucht: Kapselfrucht
Blüte: Einfacher, violetter Blütenstand, einblütig
Blütezeit: April-Juni
Boden: Gut durchlässig, neutral
Standort: Halbschattig
Winterhart: Z6 (-23,3°C bis -17,8°C)
Pflanzen pro m²: 16 bis 25
Eigenschaften: Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) entdeckt man häufig unter Laubbäumen. Es handelt sich um eine sich selbst versamende Art, die insbesondere in naturnahen Gärten schön aussieht. Wichtig ist, dass das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) einen halbschattigen Platz im Garten hast. Der Boden sollte gut durchlässig und neutral sein. Gut zu wissen: Anders als Waldveilchen den Eindruck machen, sind sie recht robust. Vorsicht nur vor stauender Nässe – hier droht Stängelgrundfäule.

Portrait des Wald-Veilchens

Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) ist eine heimische Wildstaude, die mit ihrem zarten Charme und ihrer unkomplizierten Art überzeugt. Sie gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Im Garten eignet sie sich hervorragend für halbschattige Plätze unter Gehölzen, wo sie natürliche Akzente setzt. Mit ihrer kissenartigen und ausläuferbildenden Wuchsform erobert sie sich beharrlich ihren Platz. Dabei bleibt sie mit einer Höhe von bis zu 20 cm angenehm niedrig und lässt sich gut in die Krautschicht einfügen. Die Staude wird von Stauden Stade dem Lebensbereich „Gehölz an halbschattiger Stelle auf frischem Boden“ zugeordnet. Das unterstreicht ihre Vorliebe für lichte Schattenplätze, die an ihren natürlichen Standort in Laubwäldern erinnern. Wer das Wald-Veilchen in den Garten holt, holt sich ein Stück heimischer Natur.

Wuchs und Erscheinungsbild

Viola reichenbachiana wächst kissenartig und bildet oberirdische Ausläufer, die nach und nach kleine Horste entstehen lassen. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 10 bis 20 Zentimetern und breitet sich ähnlich breit aus. Die Blätter sind sommergrün, eiförmig und von saftigem Grün. Sie erscheinen noch vor der Blüte und bilden einen dichten Blätterteppich, der den Boden bedeckt. Die Blattspreite ist am Grund herzförmig, der Rand unregelmäßig gekerbt. Diese Form erinnert an die verwandten Stiefmütterchen. Die Ausläufer sorgen dafür, dass sich das Wald-Veilchen langsam ausdehnt und so mit der Zeit größere Flächen bedecken kann. An günstigen Standorten kann die Pflanze dichte Polster formen, die Unkraut wenig Chance lassen. Die Robustheit der Art ist bemerkenswert: Trotz zarter Erscheinung ist sie recht widerstandsfähig, solange keine Staunässe auftritt.

Heimat und Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Viola reichenbachiana erstreckt sich von Westeuropa über Mitteleuropa bis in den Kaukasus. Sie ist eine typische Art der Laub- und Mischwälder, wo sie auf frischen, humusreichen Böden wächst. In Deutschland ist sie häufig anzutreffen, besonders in Buchen- und Eichenwäldern. Da sie sehr anpassungsfähig ist, findet man sie auch an Waldrändern und auf Lichtungen. Die Art wird als heimisch eingestuft, was sie für naturnahe Gartengestaltungen besonders interessant macht. Sie bevorzugt halbschattige Lagen, verträgt aber auch tieferen Schatten. In der Natur ist sie oft vergesellschaftet mit anderen Frühblühern wie Buschwindröschen und Scharbockskraut. Ihre Ausläufer helfen ihr, sich im lockeren Laubhumus auszubreiten. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet, was zur natürlichen Ausbreitung beiträgt. Im Garten kann man diesen Prozess nutzen, um die Pflanze an passenden Stellen anzusiedeln. Das Wald-Veilchen ist ein verlässlicher Zeiger für alte, artenreiche Waldstandorte.

Standort und Boden

Damit sich das Wald-Veilchen optimal entwickelt, sind bestimmte Standortbedingungen ideal. Es stellt zwar keine übermäßig hohen Ansprüche, doch ein paar Grundregeln sollten beachtet werden. Der natürliche Lebensraum der Viola reichenbachiana gibt Hinweise auf ihre Vorlieben: halbschattig bis schattig, frischer Humusboden und eine gute Drainage. Im Garten lassen sich diese Bedingungen gut nachahmen, indem man die Staude unter lichte Laubgehölze oder an den Nordrand einer Hecke setzt.

Licht und Schatten für Viola reichenbachiana

Das Wald-Veilchen liebt den Halbschatten. An seinem idealen Platz erhält es nur wenige Stunden direktes Sonnenlicht, etwa am Morgen oder späten Nachmittag. Volle Sonne verträgt die Pflanze nur, wenn der Boden ausreichend feucht bleibt, sonst leidet sie unter Trockenstress. Reine Schattenlagen unter dichten Nadelbäumen sind hingegen zu dunkel – hier wird die Blüte spärlich ausfallen. Unter Laubbäumen mit lichter Krone, wie Birken oder Eichen, sind die Lichtverhältnisse perfekt. Auch die Nordseite von Gebäuden oder Mauern ist geeignet. Wichtig ist, dass der Standort nicht völlig trocken fällt: Die frische Waldluft mit hoher Luftfeuchtigkeit sagt der Pflanze zu. Ein Standort unter Sträuchern, die durchlässige Kronen haben, simuliert die natürlichen Bedingungen. Wer mehrere Exemplare pflanzt, kann die Ausläuferbildung fördern und so einen dichten Teppich erzeugen.

Bodenbeschaffenheit und Drainage

Der Boden sollte gut durchlässig sein und einen neutralen pH-Wert aufweisen. Staunässe ist der größte Feind des Wald-Veilchens, denn feuchte Füße führen schnell zu Fäulnis am Stängelgrund. Ein humusreicher, sandig-lehmiger Gartenboden mit guter Drainage ist ideal. Schwere Tonböden müssen vor der Pflanzung mit Sand oder Kies verbessert werden, um Staunässe zu vermeiden. Eine Mulchschicht aus Laubkompost versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und hält den Boden feucht. Kalkhaltige Böden werden toleriert, solange sie nicht zu trocken sind. Auf sehr sauren Torfböden wächst Viola reichenbachiana nur zögerlich. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5. Eine einfache Bodenprobe gibt Aufschluss. Vor der Pflanzung lohnt es sich, den Boden tiefgründig zu lockern und von Unkraut zu befreien. Eine Einarbeitung von reifem Kompost verbessert die Bodenstruktur und fördert das Wurzelwachstum.

Blüte und Blattwerk des Wald-Veilchens

Das Wald-Veilchen bezaubert durch seine zarten Blüten, die von April bis Juni erscheinen. Die Kombination aus dem herzförmigen Laub und den feinen violetten Blüten macht den Reiz dieser Staude aus. Die Blüten sitzen einzeln auf dünnen Stielen und duften angenehm süßlich. Das Laub bleibt bis in den Herbst grün, bevor es sich im Winter zurückzieht. Die Pflanze überzeugt durch ihre filigrane Eleganz, die an lauschigen Plätzen besonders zur Geltung kommt.

Blütenfarbe und -form

Die Blüten von Viola reichenbachiana sind einfach, aber formvollendet. Sie bestehen aus fünf Blütenblättern, die in einem zarten Violett bis Lila gefärbt sind. Der Sporn, der nach hinten zeigt, ist deutlich sichtbar und heller als die Kronblätter. Die Blüte ist zygomorph (spiegelsymmetrisch) und duftet leicht. Die Färbung variiert je nach Standort und Lichtverhältnissen von einem helleren Flieder bis zu einem kräftigen Violett. In der Mitte der Blüte sitzen die gelben Staubbeutel, die einen schönen Kontrast bilden. Die Blüten öffnen sich bei mildem Wetter und schließen sich bei Regen oder Kälte. Durch das frühe Erscheinen ab April sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und andere Insekten. Jede Blüte hält etwa eine Woche, aber es erscheinen ständig neue Knospen. Die Samenkapseln springen bei Reife auf und schleudern die Samen aus – eine clevere Methode, sich auszubreiten.

Laubwerk und Jahresaspekt

Die Blätter des Wald-Veilchens sind sommergrün, eiförmig und bis zu fünf Zentimeter lang. Sie entspringen direkt aus den Ausläufern und bilden lockere Rosetten. Die Blattbasis ist herzförmig, der Rand unregelmäßig gekerbt – ähnlich wie bei den verwandten Veilchenarten. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite etwas heller. Nach der Blütezeit wachsen die Blätter noch weiter und verdichten den Teppich. Im Sommer beschatten sie den Wurzelbereich und halten die Bodenfeuchtigkeit. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelblich, bevor sie absterben. Die Pflanze überwintert als Rhizom oder Ausläufer, die kahl sind. Neue Blätter erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr, noch vor dem Blattaustrieb der Bäume. So nutzt das Wald-Veilchen die kurze Zeit mit viel Licht am Waldboden. Der jahreszeitliche Rhythmus der Laubbäume prägt das Wachstum: Sobald die Baumkronen schließen, wird es schattiger, aber die Pflanze hat dann bereits ihre Lebensenergie gespeichert.

Verwendung im Garten

Das Wald-Veilchen findet in verschiedenen Gartenbereichen Verwendung, vor allem dort, wo ein natürlicher, wildpflanzenartiger Charakter erwünscht ist. Seine Vorliebe für halbschattige Standorte eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten unter Gehölzen. Da es sich selbst versamt und Ausläufer bildet, kann es sich gut etablieren, ohne lästig zu werden. Mit seiner geringen Höhe eignet es sich als Bodendecker oder zur Unterpflanzung von Sträuchern und Bäumen. Die Blütezeit im Frühjahr ist eine frühe Oase für Insekten im noch kahlen Garten.

Bepflanzung unter Gehölzen

Die Hauptverwendung liegt in der Unterpflanzung von Laubgehölzen an halbschattigen Stellen. Hier kommt das Wald-Veilchen in seinem Element: Unter Birken, Eichen, Ahorn oder Ziersträuchern wie Forsythien und Hartriegel fühlt es sich wohl. Die Pflanze profitiert von der durchlässigen Streuschicht dieser Bäume und der hohen Luftfeuchtigkeit. Sie steht in lockerer Konkurrenz zu anderen Schattenstauden wie Funkien und Farnen, die etwas später austreiben. Um einen geschlossenen Teppich zu erzielen, setzt man 16 bis 25 Pflanzen pro Quadratmeter. Nach der Pflanzung entwickelt sich die Staude innerhalb von zwei bis drei Jahren zu einer dichten Decke. Dabei ist wichtig, dass der Boden nicht zu trocken ist – junge Pflanzen müssen in den ersten Wochen regelmäßig gegossen werden. Einmal etabliert, ist Viola reichenbachiana sehr trockenheitstolerant.

Naturnahe Gartenbereiche

In naturnahen Gärten, die auf heimische Wildpflanzen setzen, ist das Wald-Veilchen ein unverzichtbarer Bestandteil der Krautschicht. Es fügt sich harmonisch in Staudenbeete mit Wildcharakter ein. Kombiniert mit anderen Frühblühern wie Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) entsteht ein buntes Frühlingsbild. Die Pflanze lockt mit ihrem Duft und Nektar Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an. Wer ein Insektenparadies schaffen möchte, sollte auf jede chemische Schädlingsbekämpfung verzichten und Totholz oder Laubhaufen als Rückzugsorte belassen. Das Wald-Veilchen vermehrt sich von selbst, sodass es mit der Zeit größere Flächen besiedeln kann – ideal für Gärten, die nicht zu sehr „geordnet“ werden müssen. Auch am Gehölzrand oder entlang von Wegen, wo es halbschattig ist, setzt es schöne Akzente.

Pflanzung in Gruppen

Gruppen oder kleinere Horste des Wald-Veilchens heben sich besser voneinander ab als einzelne Pflanzen. In größeren Pflanzungen unter Bäumen oder vor einer Hecke entsteht so ein fließender Übergang. Man kann es entlang von Treppen oder Mauern setzen, wo es malerisch über die Kanten hängt. Die Ausläufer helfen dabei, Lücken zu schließen. Wichtig ist, dass der Boden vor der Pflanzung gut vorbereitet ist: Unkraut entfernen, Boden lockern, eventuell etwas Kompost einarbeiten. Nach dem Einsetzen die Erde gut andrücken und angießen. In Trockenperioden sollte man vor allem im ersten Jahr wässern. Wenn die Pflanzen zu dicht stehen, kann man sie im Frühjahr teilen und die Ausläufer neu setzen. So bleibt der Bestand vital und blühfreudig.

Pflanzpartner für Viola reichenbachiana

Das Wald-Veilchen harmoniert mit vielen heimischen Wald- und Schattenpflanzen. In einer natürlichen Gesellschaft entstehen stimmige Bilder, die den Charakter des Gartens unterstreichen. Durch die Kombination mit Pflanzen ähnlicher Standortansprüche lassen sich pflegeleichte Pflanzungen schaffen. Die Begleiter sollten nicht zu konkurrenzstark sein, damit sich das Veilchen behaupten kann. Ideal sind Arten, die ebenfalls ausläuferbildend sind oder zumindest nicht zu hoch wachsen.

Unter Laubbäumen und Sträuchern

Gute Pflanzpartner sind der Kriechende Günsel (Ajuga reptans), der mit seinen blauen Blüten und den grünen Blättern einen schönen Kontrast bildet, und der Bärlauch (Allium ursinum), der ebenfalls im Frühling blüht. Der Waldmeister (Galium odoratum) mit seinen weißen Blüten und dem intensiven Duft ergänzt das Veilchen perfekt. Auch die Schlüsselblume (Primula elatior) mit ihren hellgelben Blüten ist ein attraktiver Begleiter. Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) bringt purpurfarbene Blüten ins Spiel. Buschwindröschen (Anemone nemorosa) öffnet seine weißen Sternblüten zur selben Zeit und bildet einen wunderbaren Teppich. Dunkle Akelei (Aquilegia atrata) mit ihren violetten Blüten passt farblich gut zum Veilchen. Die Nessel-Glockenblume (Campanula trachelium) bringt im Sommer blaue Akzente. All diese Arten teilen die Vorliebe für halbschattige Standorte und durchlässige, frische Böden.

Begleiter in der Krautschicht

Weitere niedrige Stauden, die mit Viola reichenbachiana vergesellschaftet werden können, sind das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), das im Frühjahr gelb blüht, und der Gold-Hahnenfuß (Ranunculus auricomus). Die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) bringt violette Blüten und ist etwas höher, sodass sie einen schönen Hintergrund gibt. Der Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe) liebt ebenfalls feuchte, schattige Böden. Leberblümchen (Hepatica nobilis) blüht früh im Jahr und ergänzt das Veilchen. Auch der Efeu (Hedera helix) als Bodendecker kann in der Nähe stehen, sollte aber nicht zu dominant werden. Generell gilt: Je natürlicher die Pflanzung, desto besser für die Tierwelt. Die Vielfalt an Blüten und Blättern bietet Nützlingen Unterschlupf und Nahrung.

Frühblüher-Kombinationen

Da das Wald-Veilchen ein Frühblüher ist, eignet es sich hervorragend für eine Kombination mit anderen zeitig blühenden Arten. Der Märzenbecher (Leucojum vernum), das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) und die Haselwurz (Asarum europaeum) sind ideale Nachbarn. Alle zusammen ergeben ein farbenfrohes Bild, noch bevor die Bäume volles Laub tragen. Die Blütenfarben reichen von Weiß über Blau bis Violett – ein harmonisches Spektrum. Später austreibende Stauden wie Funkien (Hosta) oder Farne übernehmen dann im Sommer die Rolle des Bodendeckers. So ist das Beet das ganze Jahr über attraktiv. Beim Pflanzen sollte man darauf achten, dass die Konkurrenz nicht zu stark ist: Wildtulpen oder Narzissen sind ebenfalls früh, brauchen aber mehr Licht und können die Veilchen unterdrücken. Besser geeignet sind angepasste Waldpflanzen.

Pflege und Überwinterung

Das Wald-Veilchen ist pflegeleicht und robust, was es auch für Anfänger attraktiv macht. Die Hauptpflege besteht in der Vermeidung von Staunässe und gelegentlichem Auslichten. Da es sich selbst versamt, kann es ohne Eingreifen schöne Bestände bilden. Nach der Blütezeit vergehen die oberirdischen Pflanzenteile allmählich, während die Ausläufer sich ausbreiten. Die Winterhärtezone Z6 (Winterhärtezone Z6 gibt an, dass die Pflanze bis -23°C frosthart ist) zeigt, dass Viola reichenbachiana auch strengere Winter übersteht. Dennoch sollte man in sehr kalten Lagen etwas Laub zum Schutz aufhäufeln. Besonders junge Pflanzen sind dankbar für eine leichte Abdeckung mit Reisig oder Laub.

Wasserbedarf und Düngung

In Trockenperioden sollte das Wald-Veilchen gegossen werden, vor allem während der Blütezeit und wenn es frisch gepflanzt ist. Etablierte Pflanzen kommen mit weniger Wasser aus, da ihr dichtes Wurzelwerk Feuchtigkeit gut speichert. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, deshalb auf gute Dränage achten. Dünger ist kaum nötig; eine dünne Schicht reifer Kompost im Frühjahr reicht für die Nährstoffversorgung. Zu viel Stickstoff fördert üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus hält den Boden feucht und versorgt die Pflanze langsam mit organischer Substanz. Bei Trockenheit ist es besser, morgens zu gießen, damit die Blätter abtrocknen können.

Schnitt und Ausbreitung

Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht erforderlich. Alte Blätter können nach der Blüte oder im Herbst entfernt werden, wenn sie stören. Will man eine unkontrollierte Ausbreitung verhindern, kann man die Samenstände entfernen, bevor sie reif sind. Die Ausläufer lassen sich bei Bedarf ausreißen oder mit einem Spaten abstechen. Das Wald-Veilchen teilt sich auch gut: Im Frühjahr oder Herbst kann man Horste ausgraben, teilen und neu einpflanzen. So erhält man vitale Jungpflanzen und kann den Bestand verjüngen. Bei zu dichter Bestockung lohnt es sich, alle zwei bis drei Jahre ein Drittel der Pflanzen zu entnehmen, um Platz für Neuaustrieb zu schaffen. Die Versamung erfolgt zuverlässig – wer viele Sämlinge möchte, sollte die Fruchtkapseln an Ort und Stelle belassen.

Winterhärte und Schutz

Die Winterhärtezone Z6 bedeutet, dass Viola reichenbachiana Temperaturen bis -23°C aushält. In den meisten deutschen Regionen ist daher kein Winterschutz nötig. Nur in sehr rauen Lagen oder bei Kahlfrösten ohne Schneedecke sollte man die Pflanzen locker mit Laub oder Reisig abdecken. Staunässe im Winter ist gefährlich, weil dann die Wurzeln faulen können. Ein gut drainierter Boden ist die beste Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit. Schnee wirkt isolierend; bei anhaltender Schneedecke braucht kein Schutz. Sollten im zeitigen Frühjahr Spätfröste drohen, schadet das den Pflanzen kaum, da sie winterhart sind. Beschädigte Blätter treiben bald wieder aus.

Wissenswertes über das Wald-Veilchen

Das Wald-Veilchen hat eine interessante Geschichte und ökologische Bedeutung. Es ist eng verwandt mit dem Duft-Veilchen (Viola odorata), unterscheidet sich aber durch geringeren Duft und andere Wuchsform. In der Volksheilkunde wurde es als Hustenmittel und bei Hautproblemen genutzt. Heute dient es vor allem als Zierpflanze und zur Begrünung schattiger Standorte. Die Kapselfrüchte sind unscheinbar, aber die enthaltenen Samen werden von Ameisen verbreitet (Myrmekochorie). Diese Symbiose ist ein faszinierender Teil des Naturhaushalts. Auch die Bestäubung erfolgt über Insekten, wobei das Veilchen auf bestimmte Wildbienen angewiesen ist. Der Erhalt dieser Art trägt zur Biodiversität bei.

Ökologische Bedeutung

Viola reichenbachiana ist eine wichtige Nahrungspflanze für die Raupen verschiedener Schmetterlinge. So fressen zum Beispiel die Raupen des Silberstrichs (Argynnis paphia) an den Blättern. Die Blüten liefern Nektar für Hummeln und Bienen, die im zeitigen Frühjahr oft wenig andere Nahrung finden. Die dichte Bodenbedeckung schützt den Boden vor Austrocknung und bietet Kleintieren Unterschlupf. Zudem trägt die Pflanze zur Humusbildung bei, indem ihre Blätter zersetzt werden. In naturnahen Gärten ist sie daher ein wertvolles Element. Die lange Blütezeit von April bis Juni versorgt Insekten über mehrere Wochen mit Pollen und Nektar. Wer viele Tiere im Garten haben möchte, sollte auf eine vielfältige Bepflanzung achten, in der das Wald-Veilchen nicht fehlen darf.

Name Deutsch: Wald-Veilchen.
Name Botanisch: Viola reichenbachiana.
Wuchs: Kissenartig/ausläuferbildend, bis 20 cm hoch.
Wuchshöhe: bis zu 20 cm.
Blatt: Sommergrün, grün, eiförmig.
Frucht: Kapselfrucht.
Blüte: Einfacher, violetter Blütenstand, einblütig.
Blütezeit: April-Juni.
Boden: Gut durchlässig, neutral.
Standort: Halbschattig.
Winterhart: Z6 (-23,3°C bis -17,8°C).
Pflanzen pro m²: 16 bis 25.
Eigenschaften: Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) entdeckt man häufig unter Laubbäumen. Es handelt sich um eine sich selbst versamende Art, die insbesondere in naturnahen Gärten schön aussieht. Wichtig ist, dass das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) einen halbschattigen Platz im Garten hast. Der Boden sollte gut durchlässig und neutral sein. Gut zu wissen: Anders als Waldveilchen den Eindruck machen, sind sie recht robust. Vorsicht nur vor stauender Nässe – hier droht Stängelgrundfäule..
Detaillierte Beschreibung:

Portrait des Wald-Veilchens

Das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) ist eine heimische Wildstaude, die mit ihrem zarten Charme und ihrer unkomplizierten Art überzeugt. Sie gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Im Garten eignet sie sich hervorragend für halbschattige Plätze unter Gehölzen, wo sie natürliche Akzente setzt. Mit ihrer kissenartigen und ausläuferbildenden Wuchsform erobert sie sich beharrlich ihren Platz. Dabei bleibt sie mit einer Höhe von bis zu 20 cm angenehm niedrig und lässt sich gut in die Krautschicht einfügen. Die Staude wird von Stauden Stade dem Lebensbereich „Gehölz an halbschattiger Stelle auf frischem Boden“ zugeordnet. Das unterstreicht ihre Vorliebe für lichte Schattenplätze, die an ihren natürlichen Standort in Laubwäldern erinnern. Wer das Wald-Veilchen in den Garten holt, holt sich ein Stück heimischer Natur.

Wuchs und Erscheinungsbild

Viola reichenbachiana wächst kissenartig und bildet....

P9
Artik.Nr.:
Wuchsendhöhe
bis zu 20 cm

Belaubung
Sommergrün

Blüte
Violett

Blütezeit
April - Juni

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Pflanz- und Pflegetipps Viola reichenbachiana / Wald-Veilchen

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.

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