| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, graugrün |
| Frucht: | Nüsschen, unscheinbar |
| Blüte: | Violettblau, lippenartig, verzweigt |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Boden: | Gut durchlässige, frische bis feuchte Untergründe |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 5 |
| Eigenschaften: |
Die Nepeta subsessilis (Sitzende Katzenminze) besticht mit besonders großen Blütenblättern, die sich in kräftigem violettblaz präsentieren und den Garten von Juli bis September optisch...
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| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 80 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, graugrün |
| Frucht: | Nüsschen, unscheinbar |
| Blüte: | Violettblau, lippenartig, verzweigt |
| Blütezeit: | Juli bis September |
| Boden: | Gut durchlässige, frische bis feuchte Untergründe |
| Standort: | Sonnig |
| Pflanzen pro m²: | 5 |
| Eigenschaften: | Die Nepeta subsessilis (Sitzende Katzenminze) besticht mit besonders großen Blütenblättern, die sich in kräftigem violettblaz präsentieren und den Garten von Juli bis September optisch verschönern. Die buschig wachsende Staude stammt aus Japan und bevorzugt einen eher feuchten Boden an einem sonnigen Standort, doch auch Schatten toleriert sie gut. Besonders im Beet ist die sitzende Katzenminze ein toller Hingucker. Wir die Blüte nach der erste Blütephase zurückgeschnitten, kann eine Nachblüte begünstigt werden. Auch der zarte Blattduft der Nepeta subsessilis gitl als weiterer Pluspunkt. |
- Portrait der Sitzenden Katzenminze
- Standort und Bodenansprüche
- Blütenpracht und Laubwerk der Nepeta subsessilis
- Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten
- Harmonische Pflanzpartner für Nepeta subsessilis
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Sitzende Katzenminze
Die Sitzende Katzenminze (Nepeta subsessilis) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer langen Blütezeit und den auffälligen Blütenständen jeden Garten bereichert. Aus Japan stammend, hat sie sich auch in unseren Breiten als robuste und anpassungsfähige Pflanze etabliert, die sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen gedeiht. Ihre buschige, horstbildende Wuchsform und die graugrünen Blätter bilden einen schönen Kontrast zu den intensiv violetten Blüten, die von Juli bis September für Farbe sorgen. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte der Kultur, von der Pflanzung bis zur Pflege, und gibt Inspiration für gelungene Pflanzkombinationen.
Portrait der Sitzenden Katzenminze
Die Sitzende Katzenminze, botanisch Nepeta subsessilis, ist eine Staude, die durch ihre besondere Ausstrahlung und Vielseitigkeit besticht. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenminzen-Arten zeichnet sie sich durch spezifische Eigenschaften aus, die sie zu einer wertvollen Bereicherung für den Garten machen. Ihre Herkunft und ihr Wuchsverhalten sind entscheidend für ein erfolgreiches Gedeihen.
Herkunft und Wuchsform
Die Nepeta subsessilis stammt ursprünglich aus Japan, wo sie in ihren natürlichen Habitaten frische bis feuchte Standorte besiedelt. Sie wächst buschig und bildet kompakte Horste, die eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern erreichen können. Dieser aufrechte, gut verzweigte Wuchs verleiht der Pflanze eine solide Struktur, die auch ohne Stütze standfest bleibt. Die horstbildende Eigenschaft bedeutet, dass sie sich langsam ausbreitet und dabei dichte Polster bildet, die Unkraut wirksam unterdrücken. Mit einer Pflanzdichte von etwa fünf Exemplaren pro Quadratmeter lässt sich ein üppiger, geschlossener Bestand erzielen, der ideal für die Gestaltung von Beeten und Rabatten ist. Die Wurzeln der Sitzenden Katzenminze sind kräftig und ermöglichen eine gute Verankerung im Boden, was sie widerstandsfähig gegen Wind und Wetter macht.
Die besonderen Eigenschaften der Nepeta subsessilis
Nepeta subsessilis besticht durch mehrere herausragende Merkmale, die sie von anderen Katzenminzen unterscheiden. Ihre Blüten sind besonders groß und präsentieren sich in einem kräftigen Violettblau, das von Juli bis September den Garten dominiert. Die lippenartig geformten Blüten stehen in verzweigten Blütenständen und locken zahlreiche Insekten an. Ein weiterer Pluspunkt ist der zarte Blattduft, der bei Berührung freigesetzt wird und eine angenehme Atmosphäre schafft. Die Staude ist sommergrün, verliert also im Herbst ihr Laub, treibt aber im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Ihre Fruchtbildung mit unscheinbaren Nüsschen ist eher dezent, was den Fokus auf die lange Blütezeit lenkt. Insgesamt ist die Sitzende Katzenminze eine pflegeleichte und langlebige Staude, die auch für Gartenneulinge geeignet ist.
Nachdem wir die grundlegenden Eigenschaften der Pflanze kennengelernt haben, wenden wir uns nun den optimalen Wachstumsbedingungen zu. Ein passender Standort und der richtige Boden sind entscheidend für die Gesundheit und Blühfreude der Sitzenden Katzenminze.
Standort und Bodenansprüche
Die Wahl des richtigen Platzes im Garten ist für das Gedeihen der Sitzenden Katzenminze von zentraler Bedeutung. Während sie als sonnenliebend gilt, zeigt sie eine erstaunliche Toleranz gegenüber weniger lichtintensiven Lagen. Ebenso wichtig ist die Beschaffenheit des Bodens, der die Grundlage für ein kräftiges Wachstum bildet. In diesem Abschnitt werden die idealen Bedingungen detailliert beschrieben.
Ideale Lichtverhältnisse
Nepeta subsessilis bevorzugt einen sonnigen Standort, an dem sie ihre volle Blühkraft entfalten kann. In der prallen Mittagssonne entwickelt sich die intensive violette Farbe der Blüten besonders gut. Allerdings ist diese Katzenminze erstaunlich schattenverträglich und gedeiht auch an absonnigen Plätzen, beispielsweise im lichten Schatten von Gehölzen oder an der Ostseite von Gebäuden. Hier bleibt die Blüte zwar etwas weniger üppig, aber die Pflanze zeigt sich dennoch vital und gesund. Diese Flexibilität macht sie zu einer vielseitigen Option für verschiedene Gartenbereiche. Vermeiden sollte man jedoch tiefen Schatten, da dies zu langen, instabilen Trieben und einer verminderten Blütenbildung führen kann. Ein Platz mit mindestens vier bis sechs Stunden Sonne pro Tag ist ideal, um die charakteristische Wuchsform und Blütenfülle zu gewährleisten.
Der perfekte Boden für die Sitzende Katzenminze
Der Boden sollte für Nepeta subsessilis gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden, die zu Wurzelfäule führen kann. Frische bis feuchte Untergründe werden bevorzugt, wobei der Boden nie dauerhaft nass sein sollte. Nährstoffreiche, humose Böden unterstützen das Wachstum und die Blütenbildung optimal. Ein pH-Wert im neutralen bis leicht alkalischen Bereich ist ideal, aber die Pflanze toleriert auch leicht saure Böden. Bei schweren Lehmböden empfiehlt es sich, Sand oder feinen Kies einzuarbeiten, um die Drainage zu verbessern. In sandigen Böden hingegen sollte Kompost oder gut verrotteter Stallmist eingebracht werden, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen. Ein lockerer, krümeliger Boden, der Feuchtigkeit gut hält, aber überschüssiges Wasser schnell abführt, bildet die perfekte Grundlage für eine gesunde Entwicklung der Sitzenden Katzenminze.
Mit den richtigen Standortbedingungen im Hintergrund können wir uns nun den ästhetischen Highlights der Pflanze widmen. Die Blüten und das Laubwerk sind es, die die Sitzende Katzenminze zu einem echten Hingucker machen.
Blütenpracht und Laubwerk der Nepeta subsessilis
Die visuelle Attraktivität der Sitzenden Katzenminze beruht auf der harmonischen Kombination aus auffälligen Blüten und dekorativem Laub. Beide Elemente tragen maßgeblich zum Gartenbild bei und bieten über Monate hinweg interessante Aspekte. In diesem Abschnitt werden die Details der Blüten und Blätter genau beleuchtet.
Die großblütige Pracht
Die Blüten der Nepeta subsessilis sind ein markantes Merkmal, das sie von anderen Katzenminzen abhebt. Sie sind relativ groß und erscheinen in einem intensiven Violettblau, das je nach Lichteinfall leicht variieren kann. Die lippenartige Form der Einzelblüten ist typisch für die Familie der Lippenblütler, zu der die Katzenminze gehört. Die Blütenstände sind verzweigt und bilden üppige Quirle, die von Juli bis September kontinuierlich neue Blüten hervorbringen. Diese lange Blütezeit macht die Pflanze zu einer wertvollen Nektarquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten. Um die Blühfreude zu verlängern, kann nach der ersten Hauptblüte ein Rückschnitt erfolgen, der oft eine Nachblüte anregt. Die Blüten duften zart und verströmen einen angenehmen, aromatischen Geruch, der besonders in der Abenddämmerung wahrnehmbar ist.
Graugrünes Laub und zarter Duft
Das Laub der Sitzenden Katzenminze ist sommergrün und besteht aus eiförmigen Blättern, die eine graugrüne Farbe aufweisen. Diese matte, silbrig schimmernde Färbung bildet einen schönen Kontrast zu den leuchtenden Blüten und sorgt auch in nicht blühenden Phasen für Struktur im Beet. Die Blätter sind weich behaart und geben bei Berührung oder Reiben einen zarten, minzigen Duft frei, der an die verwandte Echte Katzenminze erinnert. Dieser Duft ist nicht nur für Menschen angenehm, sondern kann auch Katzen anziehen, was der Pflanze ihren deutschen Namen eingebracht hat. Im Herbst verfärbt sich das Laub nicht spektakulär, sondern welkt allmählich, bevor es abfällt. Die unscheinbaren Nüsschen als Früchte sind von untergeordneter Bedeutung und fallen kaum auf. Insgesamt trägt das graugrüne Blattwerk wesentlich zum charakteristischen Erscheinungsbild der Nepeta subsessilis bei.
Nach der Betrachtung der ästhetischen Eigenschaften stellt sich die Frage, wie sich die Sitzende Katzenminze am besten in den Garten integrieren lässt. Ihre Verwendungsmöglichkeiten sind erfreulich vielfältig.
Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten
Die Sitzende Katzenminze ist keine Staude für eine einzige Nische, sondern bietet mehrere Einsatzbereiche im Garten. Ob als prägnante Beetpflanze, als Schnittblume für die Vase oder als ökologisch wertvolle Bienenweide – ihre Stärken kommen in verschiedenen Kontexten zur Geltung. Die folgenden Unterabschnitte zeigen konkrete Anwendungen auf.
Als beeindruckende Beetstaude
Im Beet ist die Sitzende Katzenminze ein herausragender Gestaltungsbaustein. Sie eignet sich für sonnige bis absonnige Lagen auf frischem bis feuchtem Boden und kann sowohl in klassischen Staudenbeeten als auch auf Freiflächen eingesetzt werden. Ihre Wuchshöhe von bis zu 80 Zentimetern macht sie ideal für die mittlere oder hintere Beetreihe, wo sie als Hintergrund für niedrigere Pflanzen dient. Die buschige, horstbildende Wuchsform sorgt für Volumen und Fülle, ohne dass die Pflanze ausufert. Durch die Pflanzung von etwa fünf Exemplaren pro Quadratmeter entsteht ein dichter, blütenreicher Bestand, der Unkraut unterdrückt und wenig Pflege benötigt. Die lange Blütezeit von Juli bis September gewährleistet, dass das Beet über Monate hinweg attraktiv bleibt. Besonders effektvoll wirkt Nepeta subsessilis in Gruppenpflanzungen, wo ihre violetten Blüten weithin sichtbar sind.
Die Sitzende Katzenminze als Schnittblume
Nepeta subsessilis kann gut zum Schnitt verwendet werden, um frische Blütenstände für die Vase zu gewinnen. Die langen, verzweigten Stiele mit den violetten Blütenquirlen eignen sich hervorragend für sommerliche Sträuße und geben ihnen eine luftige, natürliche Note. Beim Schneiden sollte man darauf achten, die Stiele am Morgen zu schneiden, wenn die Pflanze gut mit Wasser versorgt ist, und sie sofort in lauwarmes Wasser zu stellen. In der Vase halten sich die Blüten bei regelmäßigem Wasserwechsel und einem kühlen Standort bis zu einer Woche. Der zarte Duft der Blätter verbreitet sich auch im Haus und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Durch den Schnitt wird zudem die Bildung neuer Blütentriebe angeregt, was die Pflanze insgesamt buschiger und blühfreudiger macht. Diese doppelte Nutzung – als Gartenschmuck und Schnittblume – erhöht den Wert der Sitzenden Katzenminze erheblich.
Einzelstellung und Bienenweide
In Einzelstellung kann die Sitzende Katzenminze als Solitärpflanze glänzen, besonders wenn sie genügend Raum zur Entfaltung hat. Sie ist eine großblütigere Nepeta, die in Einzelstellung glänzen kann, beispielsweise als Blickfang in einer Rabatte oder vor einer hellen Hauswand. Ihre imposante Erscheinung zieht alle Blicke auf sich. Zudem ist Nepeta subsessilis eine ausgezeichnete Bienenweide, die während der gesamten Blütezeit zahlreiche Bestäuber anlockt. Sie wird ausdrücklich als Bienenweide genannt, was ihren ökologischen Wert unterstreicht. Für Naturgärten oder insektenfreundliche Anlagen ist sie daher eine perfekte Wahl. Die Kombination aus ästhetischer Schönheit und ökologischem Nutzen macht sie zu einer vielseitigen Staude, die sowohl gestalterische als auch umweltbewusste Ansprüche erfüllt.
Um die Wirkung der Sitzenden Katzenminze im Garten zu steigern, ist die Auswahl passender Begleitpflanzen entscheidend. Gute Pflanzpartner unterstreichen ihre Vorzüge und schaffen harmonische Bilder.
Harmonische Pflanzpartner für Nepeta subsessilis
Die richtige Nachbarschaft kann die Schönheit der Sitzenden Katzenminze noch hervorheben und ein ausgewogenes Gartenbild schaffen. Passende Begleitstauden sollten ähnliche Standortansprüche teilen und in Farbe, Form oder Wuchshöhe kontrastieren oder harmonieren. Auf Basis von Erfahrungen aus der Praxis lassen sich einige besonders gelungene Kombinationen empfehlen.
Klassische Begleiter im Halbschatten
Für halbschattige Plätze, an denen Nepeta subsessilis ebenfalls gut gedeiht, bieten sich bestimmte Stauden als ideale Partner an. Hosta (Funkien) mit ihren großen, dekorativen Blättern in verschiedenen Grüntönen bilden einen schönen Kontrast zum feinen Laub der Katzenminze. Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) mit seinen herzförmigen Blättern und zarten blauen Blüten im Frühjahr ergänzt die spätere Blüte der Nepeta subsessilis perfekt. Wald-Phlox (Phlox divaricata) bringt mit seinen lavendelblauen Blüten im Frühsommer eine weitere blaue Note ins Spiel und verlängert die Blütezeit im Beet. Taglilien (Hemerocallis) mit ihren trichterförmigen Blüten in warmen Tönen wie Gelb oder Orange setzen einen spannenden Farbakzent. Diese Kombinationen nutzen die Schattenverträglichkeit der Sitzenden Katzenminze und schaffen abwechslungsreiche Pflanzungen.
Weitere passende Nachbarn
Neben den klassischen Halbschattenpartnern gibt es weitere Stauden, die sich gut mit Nepeta subsessilis vergesellschaften lassen. Storchschnäbel (Geranium) in Arten wie Geranium macrorrhizum oder Geranium sanguineum bieten mit ihrer teppichbildenden Wuchsform und den rosa oder purpurnen Blüten einen niedrigen, dichten Unterwuchs. Taubnesseln (Lamium) mit ihren silbrig gemusterten Blättern und weißen oder rosa Blüten eignen sich als Bodendecker im Vordergrund. Phlox in höheren Sorten wie Phlox paniculata kann in ähnlicher Höhe blühen und mit seinen leuchtenden Farben einen spannenden Kontrast setzen. Wiesenknopf (Sanguisorba) mit seinen fedrigen Blütenständen und Duftnesseln (Agastache) mit ihren langen, duftenden Blütenkerzen ergänzen die Sitzende Katzenminze in sonnigeren Lagen. Wichtig ist, dass die Partner ähnliche Bodenansprüche an frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden stellen.
Mit den passenden Begleitern im Beet ist die Grundlage für ein gesundes Wachstum gelegt. Doch auch die laufende Pflege spielt eine entscheidende Rolle für die Langlebigkeit und Blühfreude der Sitzenden Katzenminze.
Pflege und Überwinterung
Die Sitzende Katzenminze ist zwar robust, profitiert aber von gezielten Pflegemaßnahmen, die ihre Vitalität und Blühkraft erhalten. Dazu gehören der richtige Schnitt, eine angepasste Wasserversorgung und Düngung sowie Vorkehrungen für die kalte Jahreszeit. In diesem Abschnitt werden alle relevanten Aspekte der Pflege praxisnah erläutert.
Schnitt und Vermehrung der Nepeta subsessilis
Ein kräftiger Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte im Juli oder August ist eine wichtige Pflegemaßnahme für Nepeta subsessilis. Dies verhindert ein unerwünschtes Aussamen und fördert buschigen Wuchs sowie einen reichen Nachflor. Dazu schneidet man die verblühten Triebe etwa um die Hälfte bis zwei Drittel zurück, wobei man darauf achten sollte, noch grüne Blattansätze stehen zu lassen. Ein radikaler Rückschnitt nach dem ersten Flor verhindert die Selbstaussaat, durch die Katzenminzen lästig werden können. Diese Maßnahme regt die Pflanze an, neue Seitentriebe zu bilden, die oft noch im selben Jahr eine zweite, wenn auch schwächere Blüte hervorbringen. Im Spätherbst oder frühen Frühjahr kann ein bodennaher Rückschnitt des alten Laubs erfolgen, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen. Zur Vermehrung eignet sich die Teilung der Horste im Frühjahr oder Herbst, wobei man kräftige Teilstücke mit ausreichend Wurzeln abtrennt und neu einpflanzt. Eine Vermehrung durch Aussaat ist möglich, aber aufgrund der Hybridisierung oft unsicher.
Gießen und Düngen
Die Sitzende Katzenminze benötigt eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, besonders in Trockenperioden. Gegossen werden sollte durchdringend, aber nicht zu häufig, um Staunässe zu vermeiden. Ein Mulchen mit Kompost oder Rindenhumus hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und unterdrückt gleichzeitig Unkraut. Gedüngt wird im Frühjahr mit einem organischen Volldünger oder Kompost, der leicht in die oberste Bodenschicht eingearbeitet wird. Eine zweite, leichte Düngung nach dem Rückschnitt im Sommer kann die Nachblüte unterstützen. Übermäßige Stickstoffgaben sollten vermieden werden, da sie zu weichem, anfälligem Wachstum führen können. Bei gut vorbereitetem, nährstoffreichem Boden ist oft nur eine jährliche Kompostgabe ausreichend. Auf humusreichen Böden kann sich Nepeta subsessilis über kräftige Ausläufer ausbreiten und braucht deshalb wüchsige Nachbarn, die konkurrenzfähig sind.
Winterhärte und Schutzmaßnahmen
Nepeta subsessilis ist winterhart und übersteht mitteleuropäische Winter in der Regel problemlos. Sie wird der Winterhärtezone Z5 zugeordnet, entsprechend etwa -28,8 °C bis -23,4 °C, was für die meisten Regionen Deutschlands ausreichend ist. Dennoch kann ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub in sehr kalten, schneearmen Lagen sinnvoll sein, um die Wurzeln vor starken Frösten zu schützen. Im Frühjahr sollte dieser Schutz rechtzeitig entfernt werden, um Fäulnis zu vermeiden. Junge Triebe von Nepeta subsessilis sind gelegentlich schneckengefährdet, daher kann im Frühjahr ein Schutz mit Schneckenkorn oder biologischen Barrieren empfehlenswert sein. Ansonsten ist die Pflanze robust und wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Bei lang anhaltender Nässe kann Wurzelfäule auftreten, weshalb die gute Drainage des Bodens so wichtig ist.
Neben den praktischen Pflegehinweisen lohnt es sich, auch einige Hintergrundinformationen zur Sitzenden Katzenminze zu kennen. Ihre Geschichte und Herkunft verleihen der Pflanze eine zusätzliche Dimension.
Wissenswertes über die Sitzende Katzenminze
Die Sitzende Katzenminze ist nicht nur eine schöne Gartenstaude, sondern birgt auch interessante kulturelle und historische Aspekte. Von der Etymologie ihres Namens bis hin zu ihrer Rolle in der Gartenkultur gibt es einiges zu entdecken. Dieser Abschnitt beleuchtet diese Hintergründe und rundet das Portrait ab.
Etymologie und Historie
Der botanische Name Nepeta leitet sich von der etruskischen Stadt Nepeta in der heutigen Toskana ab, wo die Gattung historisch verbreitet war. Das Artepitheton subsessilis bedeutet „fast sitzend“ und bezieht sich auf die Blütenstände, die nur sehr kurze Stiele haben. Die Sitzende Katzenminze gehört zu den Katzenminzen, die aufgrund ihres Duftes viele Katzen anziehen, was im deutschen Namen reflektiert wird. Nepeta bzw. Katzenminze war die Staude des Jahres 2010, wobei Nepeta subsessilis als eine der bekannten Gartenformen der Gattung erwähnt wurde. Diese Auszeichnung unterstreicht ihre Beliebtheit und gärtnerische Bedeutung. In Japan, ihrer Heimat, wächst sie in feuchten Wäldern und an Flussufern, was ihre Vorliebe für frische Böden erklärt. Heute ist sie in vielen Gärten weltweit verbreitet und schätzt ihre Anpassungsfähigkeit und Schönheit. Giftig ist die Pflanze nicht, sondern gilt als ungiftig für Menschen und Haustiere, was sie auch für Familien mit Kindern oder Haustieren geeignet macht.
| Name Deutsch: | Sitzende Katzenminze. |
| Name Botanisch: | Nepeta subsessilis. |
| Wuchs: | Staude, buschig, horstbildend, bis zu 80 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 80 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, eiförmig, graugrün. |
| Frucht: | Nüsschen, unscheinbar. |
| Blüte: | Violettblau, lippenartig, verzweigt. |
| Blütezeit: | Juli bis September. |
| Boden: | Gut durchlässige, frische bis feuchte Untergründe. |
| Standort: | Sonnig. |
| Pflanzen pro m²: | 5. |
| Eigenschaften: | Die Nepeta subsessilis (Sitzende Katzenminze) besticht mit besonders großen Blütenblättern, die sich in kräftigem violettblaz präsentieren und den Garten von Juli bis September optisch verschönern. Die buschig wachsende Staude stammt aus Japan und bevorzugt einen eher feuchten Boden an einem sonnigen Standort, doch auch Schatten toleriert sie gut. Besonders im Beet ist die sitzende Katzenminze ein toller Hingucker. Wir die Blüte nach der erste Blütephase zurückgeschnitten, kann eine Nachblüte begünstigt werden. Auch der zarte Blattduft der Nepeta subsessilis gitl als weiterer Pluspunkt.. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Die Sitzende Katzenminze (Nepeta subsessilis) ist eine faszinierende Staude, die mit ihrer langen Blütezeit und den auffälligen Blütenständen jeden Garten bereichert. Aus Japan stammend, hat sie sich auch in unseren Breiten als robuste und anpassungsfähige Pflanze etabliert, die sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen gedeiht. Ihre buschige, horstbildende Wuchsform und die graugrünen Blätter bilden einen schönen Kontrast zu den intensiv violetten Blüten, die von Juli bis September für Farbe sorgen. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte der Kultur, von der Pflanzung bis zur Pflege, und gibt Inspiration für gelungene Pflanzkombinationen. Portrait der Sitzenden KatzenminzeDie Sitzende Katzenminze, botanisch Nepeta subsessilis, ist eine Staude, die durch ihre besondere Ausstrahlung und Vielseitigkeit besticht. Im.... |
Pflanz- und Pflegetipps Nepeta subsessilis / Sitzende Katzenminze
Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks kann man Gartenpflanzen einen optimalen Start am neuen Standort geben. Auf der einen Seite verweisen wir an diesem Punkt auf die Pflege- und Pflanztipps, wo Sie zahlreiche Informationen zu Pflanzzeitpunkt, Pflege, Bewässerung etc. finden können. Alternativ bieten wir auch eine umfangreiche Pflanz- und Pflegeanleitung zum Download an, die Sie nachstehend herunterladen können.
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