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| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, horstbildend, krautig, ausdauernd, 50 bis 150 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 150 cm |
| Blatt: | Sommergrün, oval, rundlich, zugespitzt, ganzrandig, starke Aderung, flaumige Unterseite, dunkelgrün, 15 cm lang und 8 cm breit |
| Frucht: | Beerenfrucht, schwarz-glänzend, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Braungrün, glockenartig, kelchförmig, abgerundet, sehr zierend, bis zu 3 cm groß |
| Blütezeit: | Juni bis August |
| Wurzeln: | Pfahlwurzel |
| Boden: | Frischer, kalkhaltiger und durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 3 |
| Eigenschaften: |
Die Atropa bella-donna (Tollkirsche) ist eine hübsche Staude, die anmutige, schwarz glänzende Beeren trägt. Trotz ihrer Schönheit sind diese Beeren hoch giftig und können nur unter starker...
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| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, horstbildend, krautig, ausdauernd, 50 bis 150 cm hoch |
| Wuchshöhe: | bis zu 150 cm |
| Blatt: | Sommergrün, oval, rundlich, zugespitzt, ganzrandig, starke Aderung, flaumige Unterseite, dunkelgrün, 15 cm lang und 8 cm breit |
| Frucht: | Beerenfrucht, schwarz-glänzend, nicht zum Verzehr geeignet |
| Blüte: | Braungrün, glockenartig, kelchförmig, abgerundet, sehr zierend, bis zu 3 cm groß |
| Blütezeit: | Juni bis August |
| Wurzeln: | Pfahlwurzel |
| Boden: | Frischer, kalkhaltiger und durchlässiger Untergrund |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig |
| Pflanzen pro m²: | 3 |
| Eigenschaften: | Die Atropa bella-donna (Tollkirsche) ist eine hübsche Staude, die anmutige, schwarz glänzende Beeren trägt. Trotz ihrer Schönheit sind diese Beeren hoch giftig und können nur unter starker Verdünnung als Heilmittel eingesetzt werden. Trotz ihrer Gefährlichkeit umgibt die Atropa bella-donna eine zeitlose Schönheit, die durch ihr zierendes, dunkelgrünes Blattwerk noch verstärkt wird. Auf den großen Blättern wirken die kleinen, kelchförmigen Blüten sehr unschuldig und filigran. Die braungrünen Schönheiten tragen jedoch ihr eignes zu dem einzigartigen Anblick der Tollkirsche bei. Diese Pflanze bevorzugt frische, kalkhaltige und durchlässige Böden und halbschattige Standorte. Besonders gut macht sie sich an Gehölzrändern. Dazu ist sie sehr robust, pflegeleicht und winterhart. Setzten Sie pro Quadratmeter 3 dieser Exemplare dieser interessanten Pflanze ein und genießen Sie den magischen Anblick! |
- Portrait der Tollkirsche (Atropa bella-donna)
- Standort und Boden
- Blüte und Blattwerk der Tollkirsche
- Verwendung im Garten
- Pflanzpartner für Atropa bella-donna
- Pflege und Überwinterung
- Wissenswertes über die Tollkirsche
Portrait der Tollkirsche (Atropa bella-donna)
Die Tollkirsche, botanisch als Atropa bella-donna bekannt, ist eine faszinierende Staude, die in Mitteleuropa heimisch ist. Mit ihrem aufrechten, buschigen Wuchs und einer Höhe von 50 bis 150 Zentimetern zieht sie die Blicke auf sich. Die Pflanze bildet einen Horst und entwickelt kräftige, krautige Stängel. Ihre dunkelgrünen, ovalen Blätter sind bis zu 15 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit, mit einer starken Aderung und einer flaumigen Unterseite. Die Tollkirsche trägt von Juni bis August braungrüne, glockenartige Blüten, die sehr zierend wirken. Aus diesen Blüten entwickeln sich schwarz glänzende Beeren, die zwar von großer Schönheit sind, aber nicht zum Verzehr geeignet sind – sie sind hochgiftig. Trotz dieser Gefahr umgibt die Atropa bella-donna eine zeitlose Anmut, die durch ihr elegantes Laub und die filigranen Blüten noch verstärkt wird. Diese Staude ist robust, pflegeleicht und winterhart, was sie zu einer interessanten Wahl für den naturnahen Garten macht.
Beeindruckende Wuchsform und Präsenz
Die Tollkirsche entwickelt eine ausladende, horstbildende Wuchsform, die im Garten schnell ins Auge fällt. Ihre Stängel sind kräftig und verzweigen sich, sodass die Pflanze mit der Zeit eine stattliche Erscheinung annimmt. Die Blätter sind groß und von sattem Dunkelgrün, was einen schönen Kontrast zu den zarten Blüten bietet. Im Sommer, wenn die Blüten erscheinen, wirkt die Staude besonders anmutig. Die Blüten sind kelchförmig und hängen leicht herab, ihre Farbe ist ein ungewöhnliches Braungrün, das in der Pflanzenwelt eher selten ist. Nach der Blüte reifen die Beeren, die schwarz glänzend und etwa kirschgroß sind. Sie verleihen der Pflanze eine zusätzliche dekorative Note, sollten aber aufgrund ihrer starken Giftigkeit nie in die Nähe von Kindern oder Tieren gelangen. Die Tollkirsche ist eine Pflanze, die sowohl durch ihre Größe als auch durch ihre besondere Ästhetik besticht.
Herkunft und Namensbedeutung
Die Tollkirsche ist in Mitteleuropa heimisch und wächst ursprünglich in lichten Wäldern, an Waldrändern und auf Kalkhängen. Der Gattungsname Atropa geht auf Atropos zurück, eine der drei griechischen Schicksalsgöttinnen, die den Lebensfaden durchschneidet – ein Hinweis auf die tödliche Giftigkeit der Pflanze. Der Artname bella-donna bedeutet übersetzt „schöne Frau“ und hat seinen Ursprung in der Renaissance, als Frauen sich den Saft der Beeren in die Augen träufelten, um die Pupillen zu weiten und damit attraktiver zu wirken. Bereits Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben diesen kosmetischen Nebeneffekt. Im Volksmund wird die Tollkirsche auch als Schwindelkirsche, Teufelsbinde oder Teufelskraut bezeichnet – Namen, die ihre gefährliche Natur unterstreichen. Diese historischen und mythologischen Bezüge machen die Atropa bella-donna zu einer Pflanze mit einer reichen kulturellen Bedeutung.
Standort und Boden
Die Tollkirsche stellt spezifische Ansprüche an ihren Standort, die für ein gesundes Wachstum entscheidend sind. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, wobei sie an Gehölzrändern besonders gut gedeiht. Der Boden sollte frisch, kalkhaltig und durchlässig sein, damit die Pfahlwurzel sich optimal entwickeln kann. Ein nährstoffreicher Untergrund ist ebenfalls von Vorteil. Hier erfahren Sie die genauen Standortanforderungen und wie Sie die perfekte Pflanzsituation schaffen.
Ansprüche von Atropa bella-donna
Atropa bella-donna bevorzugt laut den Recherchen halbschattige Standorte auf kalkhaltigen, nährstoffreichen Böden. Der ideale Boden ist frisch, also weder zu trocken noch zu nass, und sollte eine gute Durchlässigkeit aufweisen, um Staunässe zu vermeiden. Die Pflanze ist an kalkreiche Standorte angepasst und benötigt daher einen pH-Wert im neutralen bis basischen Bereich. An zu sauren Böden kann die Tollkirsche nicht gedeihen. Auch die Lichtverhältnisse sind wichtig: Zwar verträgt sie volle Sonne, doch an sehr heißen Standorten kann Blattverbrennung auftreten. Ein halbschattiger Platz unter lichten Gehölzen oder am Waldrand ist daher optimal. Die Wurzeln der Tollkirsche sind tiefgehend als Pfahlwurzel ausgebildet, was ihr hilft, auch in trockeneren Perioden Wasser aus tieferen Bodenschichten zu ziehen.
Ideale Pflanzsituation
Die ideale Pflanzsituation für die Tollkirsche ist ein Platz an einem sonnigen bis halbschattigen Gehölzrand. Als Lebensbereich wird bei Stauden Stade der Gehölzrand an sonniger bis halbschattiger Stelle auf frischem Boden angegeben. Hier kann sie ihre volle Wuchshöhe erreichen und ihre dekorativen Blüten und Früchte zeigen. Der Boden sollte vor der Pflanzung gut gelockert und mit etwas Kalk angereichert werden, falls nötig. Eine Drainage aus Kies oder Sand kann bei schweren Böden helfen, die Durchlässigkeit zu verbessern. Pro Quadratmeter sollten etwa drei Pflanzen gesetzt werden, um einen dichten Bestand zu erzielen. Die Tollkirsche eignet sich hervorragend für naturnahe Gärten, in denen sie mit anderen Stauden und Gehölzen kombiniert werden kann. Achten Sie jedoch darauf, dass der Standort nicht in der Nähe von Spielplätzen oder Wegen liegt, wo Kinder oder Haustiere mit den giftigen Beeren in Kontakt kommen könnten.
Blüte und Blattwerk der Tollkirsche
Die Blüte und das Blattwerk der Tollkirsche sind von besonderer Schönheit. Die Pflanze trägt von Juni bis August braungrüne, glockenartige Blüten, die bis zu drei Zentimeter groß werden können. Sie sind kelchförmig und blühen in einer für Stauden ungewöhnlichen Farbe, die zwischen Grün und Braun changiert. Das Laub ist sommergrün und besteht aus ovalen bis rundlichen, zugespitzten Blättern mit einer starken Aderung. Die Oberseite ist glatt und dunkelgrün, die Unterseite ist flaumig behaart. Hier ein detaillierter Blick auf Blüten und Blätter.
Die zarten Glockenblüten
Die Blüten der Tollkirsche erscheinen einzeln in den Blattachseln und hängen an kurzen Stielen. Sie sind glockenförmig, etwa zwei bis drei Zentimeter lang, und bestehen aus fünf verwachsenen Kelchblättern, die eine braungrüne Farbe aufweisen. Die Blüten sind eher unauffällig, aber aufgrund ihrer Form und Farbe dennoch reizvoll. Sie verströmen einen leichten, süßlichen Duft, der vor allem nachts wahrnehmbar ist. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August, sodass die Tollkirsche über viele Wochen hinweg blüht. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich die charakteristischen schwarz glänzenden Beeren, die im Spätsommer reifen. Die Beeren sind von dekorativer Wirkung, aber wie erwähnt hochgiftig. Die Blüten werden von Hummeln bestäubt, für die die Tollkirsche eine wertvolle Nahrungsquelle darstellt. Dies macht sie zu einer ökologisch wertvollen Pflanze, die zur Artenvielfalt im Garten beiträgt.
Das markante Blattwerk von Atropa bella-donna
Die Blätter der Atropa bella-donna sind groß, etwa 15 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit, und von ovaler bis rundlicher Form. Sie sind ganzrandig und laufen spitz zu. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, während die Unterseite aufgrund feiner Härchen flaumig und heller erscheint. Die Blätter sind wechselständig angeordnet und sitzen an langen Stielen. Die starke Aderung ist auf der Unterseite deutlich sichtbar. Im Herbst vergilben die Blätter, bevor sie abfallen. Das dichte Laubwerk sorgt für eine gute Bodenbedeckung und unterdrückt Unkraut. Das Blattwerk der Tollkirsche ist nicht nur dekorativ, sondern auch robust und widerstandsfähig. Es verleiht der Pflanze eine üppige Erscheinung, die im Staudenbeet oder am Gehölzrand gut zur Geltung kommt. Die Blätter enthalten ebenfalls giftige Alkaloide und sollten nicht mit bloßen Händen zerkleinert werden.
Verwendung im Garten
Die Tollkirsche wird ausdrücklich für naturnahe Gärten empfohlen, wo sie mit ihrer einzigartigen Erscheinung Akzente setzt. Sie eignet sich besonders für die Bepflanzung von Gehölzrändern, wo sie halbschattige bis sonnige Standorte bevorzugt. Aufgrund ihrer Größe und Ausdauer ist sie eine hervorragende Hintergrundpflanze. Allerdings ist bei der Verwendung größte Vorsicht geboten, da die ganze Pflanze hochgiftig ist. Hier stellen wir drei Verwendungsmöglichkeiten detailliert vor.
Naturnahe Gärten mit der Tollkirsche
Die Tollkirsche wird bei Stauden Stade ausdrücklich für naturnahe Gärten genannt. In solchen Gärten kann sie sich frei entfalten und bildet mit der Zeit stattliche Horste. Sie passt gut in Wildblumenwiesen, Waldgärten oder an den Rand von Gehölzgruppen. Ihre Früchte locken Vögel an, die die Samen verbreiten, wenngleich die Beeren für Menschen giftig sind. Die Tollkirsche ist auch eine wertvolle Pflanze für Insekten, insbesondere für Hummeln, die an den Blüten Nektar sammeln. In naturnahen Anlagen kann die Tollkirsche mit anderen Wildstauden wie der Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris) oder dem Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria) kombiniert werden. Ihre Größe macht sie zu einem Blickfang, der dennoch nicht aufdringlich wirkt. Wichtig ist, dass der Standort so gewählt wird, dass der Kontakt mit Menschen minimiert wird.
Gestaltung am Gehölzrand
Der Gehölzrand ist der ideale Standort für die Tollkirsche, da er oft halbschattig ist und frische, nährstoffreiche Böden bietet. Hier kann sie als Solitärstaude oder in kleinen Gruppen gepflanzt werden. Ihre aufrechten Stängel und das große Laub harmonieren gut mit Gehölzen wie Haselnuss (Corylus avellana) oder Hartriegel (Cornus sanguinea). Die Tollkirsche bringt Farbe und Struktur in die Übergangszone zwischen Rasen und Wald. Sie blüht im Frühsommer, wenn viele Waldpflanzen bereits verblüht sind, und sorgt so für eine späte Blütenpracht. Die Beeren leuchten im Spätsommer und sind ein dekoratives Element. Es ist jedoch wichtig, den Gehölzrand regelmäßig zu pflegen und die Tollkirsche nicht überhandnehmen zu lassen, da sie sich durch Samen ausbreiten kann.
Hinweise zur Giftigkeit
Die Tollkirsche ist in allen Teilen hochgiftig, insbesondere die schwarz glänzenden Beeren enthalten das Alkaloid Atropin. Stauden Stade weist darauf hin, dass die Pflanze in allen Teilen hoch giftig ist. Der Verzehr von nur wenigen Beeren kann für Kinder tödlich sein. Daher wird dringend empfohlen, die Tollkirsche niemals in Gärten mit Kindern oder Haustieren zu pflanzen. Auch Erwachsene sollten beim Umgang mit der Pflanze Handschuhe tragen. Trotz ihrer Giftigkeit hat die Tollkirsche in der Medizin Bedeutung: Die enthaltenen Alkaloide werden in verdünnter Form als Heilmittel eingesetzt, etwa bei Krämpfen oder zur Pupillenerweiterung in der Augenheilkunde. Diese Anwendung sollte jedoch ausschließlich Fachleuten vorbehalten sein. Für den Hobbygärtner steht der dekorative Wert der Tollkirsche im Vordergrund, aber die Gefahr darf nicht unterschätzt werden.
Pflanzpartner für Atropa bella-donna
Die Tollkirsche lässt sich gut mit anderen Stauden kombinieren, die ähnliche Standortansprüche haben. Ideale Partner sind Pflanzen, die ebenfalls halbschattige bis sonnige Plätze mit frischem, kalkhaltigem Boden bevorzugen. Hier stellen wir zwei harmonische Kombinationen vor, die den Gehölzrand oder naturnahe Bereiche bereichern.
Harmonische Kombinationen
Ein geeigneter Pflanzpartner für die Tollkirsche ist der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea). Er blüht ebenfalls im Frühsommer und bringt mit seinen hohen Blütenständen eine vertikale Struktur ins Beet. Der Fingerhut bevorzugt ähnliche Bodenverhältnisse und harmoniert farblich gut mit dem Braun-Grün der Tollkirschenblüten. Eine weitere Pflanze ist die Wald-Geißbart (Aruncus dioicus), die mit ihren weißen Blütenrispen einen schönen Kontrast setzt. Auch der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) passt gut, da er feuchte, kalkhaltige Böden liebt und mit seinen duftenden Blüten Insekten anlockt. Alle diese Stauden sind robust und winterhart, sodass sie eine dauerhafte Bepflanzung bilden.
Arten für den Waldrand
Für den Gehölzrand eignen sich Pflanzen, die mit wechselnden Lichtverhältnissen zurechtkommen. Hier ist das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ein guter Partner, das im Frühling blüht, bevor die Tollkirsche voll austreibt. Auch der Lerchensporn (Corydalis cava) und der Gefleckte Aronstab (Arum maculatum) sind klassische Waldrandbewohner. Sie ergänzen die Tollkirsche in ihrem natürlichen Lebensraum. Im Sommer kann man die Tollkirsche mit dem Dost (Origanum vulgare) kombinieren, der ebenfalls an Gehölzrändern wächst und mit seinen purpurnen Blüten einen Farbtupfer setzt. Wichtig ist, dass die Pflanzpartner nicht um Nährstoffe konkurrieren, sondern sich ergänzen. Pro Quadratmeter sollten nur etwa drei Pflanzen der Tollkirsche gesetzt werden, um den Partnern genügend Raum zu lassen.
Pflege und Überwinterung
Die Tollkirsche ist eine pflegeleichte Staude, die wenig Aufmerksamkeit benötigt. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten, um ihre Gesundheit und Langlebigkeit zu fördern. Die Pflege umfasst das richtige Gießen, Düngen und den Schnitt. Auch die Überwinterung ist unkompliziert, da die Pflanze winterhart ist. Hier die wichtigsten Pflegetipps im Detail.
Pflegehinweise für die Tollkirsche
Die Tollkirsche benötigt während der Wachstumszeit regelmäßiges Gießen, insbesondere in Trockenperioden. Der Boden sollte stets frisch, aber nicht nass sein. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Gedüngt wird sparsam, vorzugsweise im Frühjahr mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger. Stickstoffbetonte Dünger sind zu vermeiden, da sie das Blattwachstum fördern, aber die Blütenbildung verringern. Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, man kann jedoch im Herbst die abgestorbenen Stängel entfernen. Alternativ kann man die Stängel bis zum Frühjahr stehen lassen, da sie Insekten als Unterschlupf dienen. Die Pfahlwurzel macht die Pflanze widerstandsfähig gegenüber Trockenheit, aber Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sonst Wurzelfäule droht.
Winterhärte und Schutz
Die Tollkirsche ist winterhart und wird der Klimazone Z6 zugeordnet, was bedeutet, dass sie Temperaturen bis etwa -23 Grad Celsius standhält. In besonders rauen Lagen mit kahlen Frösten kann ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub sinnvoll sein, um die Wurzeln zu schützen. Die Pflanze zieht sich im Winter in ihre Pfahlwurzel zurück und treibt im Frühjahr wieder kräftig aus. Daher ist die Überwinterung meist problemlos. In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung kann eine Abdeckung mit Laub oder Vlies zusätzliche Sicherheit geben. Schnee schützt die Pflanze ebenfalls, da er isolierend wirkt. Sollte es zu Frostschäden kommen, sind diese meist an den oberirdischen Teilen sichtbar, aber die Wurzel treibt zuverlässig wieder aus.
Vermehrung und Rückzug in die Pfahlwurzel
Die Art zieht sich im Winter in ihre kräftige Pfahlwurzel zurück und treibt im Frühjahr wieder neu aus. Dies ermöglicht der Tollkirsche, auch nach harten Wintern wieder auszutreiben. Die Vermehrung kann durch Samen erfolgen, die im Herbst aus den Beeren gewonnen werden. Die Samen benötigen eine Kälteperiode, um zu keimen, daher ist eine Aussaat im Herbst oder eine Stratifikation im Kühlschrank empfehlenswert. Alternativ kann die Tollkirsche durch Teilung der Pfahlwurzel im Frühjahr vermehrt werden. Dazu wird die Pflanze ausgegraben und der Wurzelstock mit einem scharfen Spaten geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens zwei Triebknospen haben. Die Teilung ist jedoch nicht immer erfolgreich, da die Pfahlwurzel tief reicht. Eine Aussaat ist meist einfacher. Jungpflanzen sollten die ersten zwei Jahre vor Frost geschützt werden.
Wissenswertes über die Tollkirsche
Die Tollkirsche ist eine Pflanze voller Mythen und historischer Bedeutung. Ihr Name und ihre Verwendung spiegeln eine lange Geschichte wider. Hier ein Blick auf die kulturellen und medizinischen Aspekte dieser faszinierenden Staude.
Geschichtliches und Legenden
Der Name Atropa bella-donna vereint die griechische Mythologie mit der Renaissance-Kosmetik. Atropos, die den Lebensfaden durchschneidet, symbolisiert die tödliche Wirkung der Pflanze. Der Beiname bella-donna erinnert an die Frauen im Italien der Renaissance, die Tollkirschensaft in die Augen träufelten, um die Pupillen zu weiten – ein Schönheitsideal jener Zeit. Dieser verschönernde Nebeneffekt wurde bereits in Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts beschrieben. Im Mittelalter galt die Tollkirsche als Hexenkraut und wurde in Tränken und Salben verwendet. Die Giftigkeit war bekannt, aber auch die heilende Wirkung bei richtiger Dosierung. Heute wird Atropin aus der Tollkirsche in der Medizin genutzt, etwa als Gegengift bei Vergiftungen oder in der Augenheilkunde. Die Pflanze ist also nicht nur schön und gefährlich, sondern auch von medizinischem Wert.
| Name Deutsch: | Tollkirsche. |
| Name Botanisch: | Atropa bella-donna. |
| Wuchs: | Staude, aufrecht, buschig, horstbildend, krautig, ausdauernd, 50 bis 150 cm hoch. |
| Wuchshöhe: | bis zu 150 cm. |
| Blatt: | Sommergrün, oval, rundlich, zugespitzt, ganzrandig, starke Aderung, flaumige Unterseite, dunkelgrün, 15 cm lang und 8 cm breit. |
| Frucht: | Beerenfrucht, schwarz-glänzend, nicht zum Verzehr geeignet. |
| Blüte: | Braungrün, glockenartig, kelchförmig, abgerundet, sehr zierend, bis zu 3 cm groß. |
| Blütezeit: | Juni bis August. |
| Wurzeln: | Pfahlwurzel. |
| Boden: | Frischer, kalkhaltiger und durchlässiger Untergrund. |
| Standort: | Sonnig bis halbschattig. |
| Pflanzen pro m²: | 3. |
| Eigenschaften: | Die Atropa bella-donna (Tollkirsche) ist eine hübsche Staude, die anmutige, schwarz glänzende Beeren trägt. Trotz ihrer Schönheit sind diese Beeren hoch giftig und können nur unter starker Verdünnung als Heilmittel eingesetzt werden. Trotz ihrer Gefährlichkeit umgibt die Atropa bella-donna eine zeitlose Schönheit, die durch ihr zierendes, dunkelgrünes Blattwerk noch verstärkt wird. Auf den großen Blättern wirken die kleinen, kelchförmigen Blüten sehr unschuldig und filigran. Die braungrünen Schönheiten tragen jedoch ihr eignes zu dem einzigartigen Anblick der Tollkirsche bei. Diese Pflanze bevorzugt frische, kalkhaltige und durchlässige Böden und halbschattige Standorte. Besonders gut macht sie sich an Gehölzrändern. Dazu ist sie sehr robust, pflegeleicht und winterhart. Setzten Sie pro Quadratmeter 3 dieser Exemplare dieser interessanten Pflanze ein und genießen Sie den magischen Anblick!. |
| Detaillierte Beschreibung: |
Portrait der Tollkirsche (Atropa bella-donna)Die Tollkirsche, botanisch als Atropa bella-donna bekannt, ist eine faszinierende Staude, die in Mitteleuropa heimisch ist. Mit ihrem aufrechten, buschigen Wuchs und einer Höhe von 50 bis 150 Zentimetern zieht sie die Blicke auf sich. Die Pflanze bildet einen Horst und entwickelt kräftige, krautige Stängel. Ihre dunkelgrünen, ovalen Blätter sind bis zu 15 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit, mit einer starken Aderung und einer flaumigen Unterseite. Die Tollkirsche trägt von Juni bis August braungrüne, glockenartige Blüten, die sehr zierend wirken. Aus diesen Blüten entwickeln sich schwarz glänzende Beeren, die zwar von großer Schönheit sind, aber nicht zum Verzehr geeignet sind – sie sind hochgiftig. Trotz dieser Gefahr umgibt die Atropa bella-donna eine zeitlose Anmut, die durch ihr elegantes Laub und die filigranen Blüten noch verstärkt wird. Diese Staude ist robust, pflegeleicht und winterhart, was sie zu einer interessanten Wahl.... |
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